Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Shilo:
Turbulente Zeiten von Ada Caine
Mitreißendes Finale um Burgl und ihre Oblatenbäckerei
„Turbulente Zeiten“ von Ada Caine ist ein würdiger Abschluss der Oblatenbäckerin-Saga, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder mitten im Leben von Burgl, die sich in Karlsbad eine neue Existenz aufgebaut hat. Ihre Oblatenbäckerei läuft gut, sie ist voller Vorfreude auf ihr erstes Kind – und dennoch wird sie mit Prüfungen konfrontiert, die nicht nur ihr Glück, sondern auch ihre Sicherheit bedrohen.
Besonders eindrucksvoll fand ich, wie geschickt Ada Caine Spannung und historische Atmosphäre miteinander verbindet. Während Burgls Alltag zunächst von Hoffnung und Aufbruch geprägt ist, ziehen dunkle Wolken auf. Das Verschwinden junger Frauen, die unerwarteten Anschläge auf den Oblatenstand und die rätselhafte Rolle der jungen Zofe Emma Schorer, die ihre erste Stellung antreten will, sorgen für eine Dynamik, die mich dazu brachte, immer weiterzulesen. Langeweile kam nie auf, im Gegenteil: Die Ereignisse überschlugen sich, und ich wollte unbedingt wissen, wie Burgl die Hindernisse meistert.
Emotional hat mich der Roman besonders dadurch erreicht, dass die Figuren so lebendig und nahbar wirken. Burgl ist eine starke, mutige Frau, die gleichzeitig verletzlich bleibt, und gerade das macht sie so authentisch. Auch die Nebenfiguren sind überwiegend sympathisch, was die Geschichte noch wärmer wirken lässt – trotz aller Gefahren, die drohen.
Für mich war es eine fesselnde Lektüre, die den Bogen zur gesamten Trilogie schließt und doch neue Facetten eröffnet. Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können, so sehr wollte ich wissen, ob Burgl ihre Träume und ihre Bäckerei retten kann. Ada Caine hat mit diesem Finale bewiesen, wie viel Herzblut und Erzählkunst in ihrer Saga steckt.
Mein Fazit: Ein gelungener Abschluss der Trilogie, voller Spannung, Emotionen und historischer Lebendigkeit. Für alle, die Burgls Weg von Anfang an begleitet haben, ein Muss – und für neue Leserinnen und Leser ein packender Einstieg, der neugierig auf die Vorgängerbände macht. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von clematis:
Die Sylt-Schwestern – Stürmische Tage von Sina Beerwald
Das Erbe
Clara und Jella nehmen das Erbe ihrer Mutter an und führen das ehemalige Nobelrestaurant Strandperle weiter, allerdings in ihrem eigenen Stil. Nicht alle einflussreichen Personen auf Sylt geben dem Unternehmen eine Chance, wodurch die Motivation der Schwestern aber nur noch weiter angefacht wird. Gesellschaftspolitische Umbrüche in den Jahren 1932/33 und vermeintlich hinter sich gelassene Ereignisse prägen schließlich das Privatleben mehr als man zulassen möchte.
Nahtlos schließt dieser zweite Band der großen Insel-Saga an seinen Vorgänger an, lenkt das Geschehen auf emsige Umbauarbeiten in der Strandperle und auf das Erstarken nationalsozialistischer Tendenzen. Einige reale Persönlichkeiten wie Marlene Dietrich oder Marineflieger Friedrich Christiansen bereichern auf ihre Weise das Geschehen, aber auch die fiktiven Charaktere wie Gauleiter Hinrich Holzer oder der Betreiber des Restaurants Seestern, Johann Josten, sowie Bürgermeister Arnulf Zapp wirken überaus lebensnah und spiegeln den damaligen Zeitgeist wider. Mit einer Prise Humor und akribischer Recherche historischer Gegebenheiten kreiert Sina Beerwald brisante Szenen rund um die so unterschiedlichen Schwestern Clara und Jella und zeigt, dass im Ernstfall die Familienbande enger sind als sie von außen scheinen. Ein flotter Schreibstil führt den Leser durch Hoch und Tief auf Sylt, nimmt so manche Figur einmal aufs Korn und widmet sich gleichzeitig sehr ernsten Themen, die auf beachtlich lockere Weise in die Handlung eingeflochten werden. So wird es niemals langweilig auf der Insel, die Wochen und Monate füllen sich mit aufregenden Ereignissen und gipfeln in einem offenen Ende bei der Bücherverbrennung in Berlin.
Überaus nahe an verbürgter Historie (siehe auch Sina Beerwalds Nachwort) spielt die Handlung der Stürmischen Tage und beschert damit den Lesern einen Roman, der Zeitgeschichte mit blendender Unterhaltung verknüpft. Das vorläufige Ende klingt erschütternd, aber wer weiß, was Teil 3 noch bringen wird. Ich warte gespannt und empfehle inzwischen die ersten beiden Bände gerne weiter.
Rezensionen von Natalie:
Lügennebel von Viveca Sten
Tolle Fortsetzung
Sechs Freunde wollen sich vom Studienstress erholen und verbringen ihre Skiferien in Åre in einem abgelegenen Ferienhaus. Die Stimmung ist ausgelassen bis eine von ihnen tot im Schnee liegt. Hauptkommissarin Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog stehen vor einem Fall in dem jeder jeden verdächtigt und sich mit Lügen herauszureden versucht… beste Freunde? Das war einmal…
Jedes Mal warte ich sehnsüchtig auf den neuen Band dieser Reihe und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.
Wieder hat mich die Kombi aus klug inszenierten Fall und der Ermittlungsarbeit von Hanna und Daniel gespannt durch das Buch fliegen lassen. Die privaten Themen der beiden lassen dabei die gesamte Geschichte authentisch und nahbarer wirken. Besonders spannend war auch die Gruppendynamik der Freunde mitzuverfolgen. Dadurch ergaben sich immer wieder neue Wendungen und als Leser wusste man bis zur Auflösung nicht, ob nicht doch jemand sehr viel mehr zu verbergen hat. Dazu noch das sehr bildhafte und toll beschriebene Wintersetting Schwedens: all das ergibt für mich wieder einen tollen Krimi und für mich bleibt diese skandinavische Reihe eine der besten. Leseempfehlung.
Rezensionen von praja:
The Witch Collector von Charissa Weaks
wirklich gut,aber zwischendurch sehr langatmig
Es war...irgendwie gut aber auch schlecht?
Also die Welt und die Charaktere sind super. Auch die Story. Zumindest im Groben und Ganzen.
Am Anfang wird man irgendwie ziemlich überladen. Ich war sehr verwirrt vom ersten Perspektivenwechsel und von all den Namen.
Und gerade als ich das Gefühl hatte, mich in die Story eingefunden zu haben, wurde es unfassbar langweilig.
Fast 200 Seiten lang befinden sich die Protagonisten auf einer Reise, die ich hier mal nicht näher erläutern will, um nicht zu spoilern. Es tut sich einfach gar nichts, außer viele Gespräche, ein bisschen überdachte Meinungen hier, ein bisschen Anziehung da und zwischendurch Magie lernen und ein paar kämpfe ums überleben. Klingt eigentlich ganz gut? Nee, leider nicht. Es ist phasenweise einfach fast nichts passiert.
Und genau die Zeit finde ich so schwierig zu bewerten.
Man merkt, dass die Charaktere genau diese Zeit gebraucht haben, um Dinge zu überdenken, Vertrauen aufzubauen und gerade Raina hat diese Zeit gebraucht, denn ihre ganze Welt wurde aus den Angeln gerissen und alles, was sie glaubte zu wissen, hat sich in Luft aufgelöst. Durch die Zeit, die sie mit Alexus verbracht hat, hat sie vieles neu durchdacht.
Aber so sinnig das auch alles sein mag, hat es mich doch nicht richtig fesseln können und ich war unfassbar froh, dass dann irgendwann um Seite 250 richtig Fahrt aufgenommen wurde.
Plötzlich erfahren wir dunkle Geheimnisse, die Spannung zwischen den beiden spitzt sich zu, wird wieder erschüttert und flammt dann erneut auf. Wir haben riesige Intrigen, bei denen man vorher im Buch nur das Gefühl hatte, als Nebencharakter von all den krassen Sachen nur zu hören. Plötzlich war man mittendrinne im Geschehen, wurde mit neuen Informationen überhäuft und es ist auch storytechnisch so unfassbar viel passiert.
Das Tempo fand ich super, das Einzige, was mir hier wieder mal aufgefallen ist, ist, dass die Autorin dazu neigt, wenn sie Informationen zum Weltsetting gibt, sie alle in einem zu geben. Das waren wieder so unfassbar viele Namen und es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich im laufe der weiteren Geschichte daran gewöhnen musste.
Das gibt natürlich der Bewertung definitiv einen Dämpfer. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass das hier kein Einzelband ist, hab ich noch sehr viel Hoffnung für die weiteren Bände und werde mir die auch definitiv holen.
Denn jaaa, das mit dem Informationsfluss und dem Spannung halten war manchmal so eine Sache, aber die Geschichte war trotz allem gut und die Charaktere spannend, wenn auch nicht sonderlich tiefgründig. Aber hey, für eine gute Unterhaltungsliteratur muss nicht jeder Charakter so komplex sein, dass man 20 Seiten füllen muss um seine Tiefe zu beschreiben.
Rezensionen von rosetheline :
Das Internet von Larissa Suzuki
Super informativ
Das Internet. Etwas, das die meisten Menschen täglich nutzen und mittlerweile unhinterfragt zum Alltag geworden ist. In "Das Internet - Wie funktioniert das?" befasst sich Larissa Suzuki ausgiebig mit dem Thema Internet und das auf eine Weise, die gut verständlich für groß und alt ist.
Dabei taucht die Autorin zunächst in die Anfänge der Kommunikation, die den ersten Morsezeichen oder dem Telefon.
Nach und nach erfährt man etwas über die ersten Computer, die es gab und wie diese sich über die vielen Jahre verändert und verbessert haben. Wie ist das Internet entstanden? Wofür nutzen wir es? Wie werden Daten übermittelt? Wie setzt man Hyperlinks ein? Alle Fragen, die man sich so stellen kann, werden in diesem Buch beantwortet. Dabei sind die schönen und lehrreichen Illustrationen von Harriet Russel weitaus mehr als das i-Tüpfelchen und geben dem Buch Lebendigkeit.
Es ist ein wirklich tolles und super informatives Buch, das ich jedem empfehlen kann.
Rezensionen von rosetheline :
Das Haus mit der kleinen roten Tür von Grace Easton
Wie süß und schön kann ein Buch sein?!
In diesem wundervollen Buch von Grace Easton, das die Autorin auch selbst illustriert hat, geht es um Olivia, die allein in einem Haus mit einer kleinen roten Tür lebt. Und um Maus, die unweit des Hauses im Stamm eines Baumes wohnt. Eines Tages stürzt der Baum durch die hohen Schneemassen um und Maus verliert sein zu Hause.
Olivia beschließt daraufhin ein neues zuhause für Maus zu finden. Vielleicht eine Teekanne? Oder ein Schuh? Ein Camembert? Alles scheint ungeeignet. Doch dann bastelt Olivia in einem Blumentopf ein kleines neues zuhause für Maus. Das Problem scheint gelöst, doch nachts kann Olivia nicht schlafen. Irgendetwas fehlt ihr. Und auch Maus schafft es nicht zu schlafen. Daraufhin beschließt Maus Olivia zu fragen, ob sie vielleicht eine Nacht bei Olivia schlafen dürfte. Wie das Ende ausgeht, kann sich nun jeder selbst denken.
Die Geschichte des Buches ist wirklich süß, wenn auch etwas vorhersehbar. Aber ich denke, dass man so etwas bei Kinderbüchern erwarten darf. Freundschaft, Nächstenliebe und Zusammenhalt stehen hier im Fokus. Das Buch begeistert sehr durch seine wirklich überaus liebevollen und wunderschönen Illustrationen. Außerdem gibt es viele kleine Klappelemente, die zum Entdecken einladen. Dabei muss man jedoch ein bisschen vorsichtig sein, da die Seiten und Klappelemente des Buches dünner sind als bei bekannten anderen Büchern.
Zusammenfassend kann ich dieses wunderschöne Kinderbuch nur empfehlen.
Rezensionen von rosetheline :
Botanik des Wahnsinns von Leon Engler
Gute Prämisse, mangelnde Ausführung
In Leon Englers "Botanik des Wahnsinns" geht es um den namenlosen Protagonisten, den Erzähler, der tief in seine Familiengeschichte, in die psychischen Krankheiten, an denen gefühlt alle seine Familienmitglieder erkrankt sind, eintaucht. Dabei blickt er auch auf seine eigene Geschichte zurück und fragt sich immer mehr, ob auch er davon betroffen ist oder sein wird.
Und im Endeffekt in einer Psychiatrie landet - als Psychologe.
Die Prämisse des (autofiktionalen?) Romans hat mir sehr gut gefallen. Allein schon das Cover das Buches ist eine Aussage für sich. Engler schreibt teils sehr fragmentarisch und stakkatohaft, was den Lesefluss für manchmal beeinträchtigt hat. Die Geschichte wird auf der einen Seite fast schon sachlich erzählt, auf der anderen Seite scheinen aber manchmal auch komische Momente durch, die lustig sein sollen. Einen guten Zugang zu den Figuren konnte ich leider auch nicht finden. Interessant waren die Beschreibungen zu den psychischen Erkrankungen und dem Thema des Vererbens von psychischen Erkrankungen und Traumata.
Zusammenfassend war es leider kein Highlight für mich. Ich hätte definitiv mehr erwartet und leider wird es mir auch nicht so sehr in Erinnerung bleiben. Trotzdem bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben. Daher vergebe ich 2,5 Sterne.
Rezensionen von Sheilo:
Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse von Sabine Schoder
Amüsanter
Liv ist von ihrer Uni geflogen und sieht in einem geheimen Wettbewerb die Chance, ihren Webtoon zu bewerben. Ihr Teilnahmeticket hat sie im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern jedoch gewonnen. Auf dem Weg zum Wettbewerb trifft sie auf den attraktiven Flame, welchen sie mit ihrer offenen und einnehmenden Art von seinen Ängsten ablenkt und seine Neugier weckt.
Nur sind sie beide überrascht, als sie sich am Empfang der Wettkämpfe wiedersehen und damit plötzlich quasi Konkurrenten sind.
"Palace of Ink & Illusions: Der Kuss der Muse" ist der neue Romantasy-Auftakt von Sabine Schoder, die mich mit ihren neuen Ideen genauso gefesselt hat wie mit ihrer vorherigen Buchreihe. Die Geschichte überzeugt mit seinen vielen amüsanten Szenen voller Humor und den ausgefallenen Fantasy-Elementen mit griechischem Touch, die das Buch zu etwas ganz besonderen machen. Gerade die Andeutungen zum Ende des ersten Bandes machen mich jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung. In der ersten Auflage besitzt das Buch einen Farbschnitt, der zusammen mit den zweiten Band ein Gesamtbild ergibt und durch die Darstellung von Flame sehr gut zur Erzählung passt.
Liv wusste mit ihrer Teilnahme am Wettkampf genauso wie die anderen Teilnehmer nicht, was sie erwartet und soviel sei verraten - mit einem Schreibwettbewerb hat es nicht viel zu tun. An Livs Seite ist ihr "Berater", ein quirliger, sprechender Manga, der in vielen Lebenslagen mit kreativen Vorschlägen und einem schamlosen Mundwerk glänzt. Liv ist sehr selbstbewusst und versucht stets, aus jeder Situation das Beste heraus zu holen. Mit ihrer Art beeindruckt sie dabei neben Erato, der Muse der Liebe, vor allem Flame, dem adligen Teilnehmer des Wettbewerbs und Sitznachbar im Flugzeug, dessen Vergangenheit alle außer Liv zu kennen scheinen. An Flame mag ich dabei vor allem, wie er jeder noch so gefährlichen Situation trotzt, um Liv zu unterstützen.
Schon ab Beginn spürt man die besonderen Gefühle zwischen Flame und Liv und der Autorin gelingt es besonders gut, dass Knistern beim Lesen herauszustellen. Ich mag die Vibes zwischen den beiden auf jeden Fall sehr, doch man merkt schnell, dass Flame etwas vor Liv geheim hält.
Weiterhin lernt man im Buch noch viele weitere Teilnehmer kennen, deren Charakter sehr unterschiedlich sind und die sich in verschiedene Lager spalten. Shelly und Sawyer sind im "Team Liv" und ein wirklich süßes Pärchen, doch ob ihr Glück ewig währt?
Der Reihenauftakt vereint für mich ein wundervolles Setting mit emotionalen Momenten und Charaktern mit viel Tiefe und Geheimnissen, was zusammen mit den verschiedenen Fantasy-Elementen ein wundervolles Romantasy-Highlight ergibt. Ich selbst kann es kaum erwarten, Band 2 in den Händen zu halten, um zu wissen, wie es weitergehen wird. Wer "The Romeo & Juliet Society" geliebt hat, wird von "Palace of Ink & Illusions: Der Kuss der Muse" nicht enttäuscht werden.
Rezensionen von rosetheline :
Onigiri von Yuko Kuhn
Zwischen zwei Kulturen
In Yuko Kuhns autofiktionalem Roman "Onigiri" geht es um Aki, die nach dem Tod ihrer Großmutter beschließt mit ihrer Mutter Keiko nochmal nach Japan zu ihrer Familie zu reisen. Doch birgt diese Reise Gefahren mit sich, da Keiko mittlerweile dement ist. Anders als erwartet erscheint dieser Trip in Keiko wieder lebendig zu machen und sie beginnt wieder zu sprechen.
So erfährt man fragmentarisch Kapitel für Kapitel etwas über die Familiengeschichte, über die Verbindung des Essens und der Erinnerungen.
Kuhn schafft es die Lesenden in die Kultur Japans eintauchen zu lassen und in diesem Hinblick auch welche Freuden und Hürden ein Mensch durchlebt, der seine Heimat für die Liebe zurücklässt. Liebevoll fand ich die Einteilung der Kapitel in verschiedene Gerichte und einer kurzen Erklärung zu ihnen. Der fragmentarische Erzählstil war anfangs etwas anstrengend, aber ich konnte mich einigermaßen daran gewöhnen.
Alles in Allem hat mir das Buch ganz gut für zwischendurch gefallen. Für Menschen, die gerne autofiktionale Romane lesen und/oder sich für die Kultur Japans interessieren kann ich es empfehlen.
Rezensionen von rosetheline :
Heimat von Hannah Lühmann
Unausgeschöpftes Potenzial
In Hannah Lühmanns "Heimat" geht es um Jana und ihren Mann Noah, die mit ihren zwei Kindern (ein drittes ist auf dem Weg) von der Stadt aufs Land ziehen. Doch in ihrem Dorf ist alles ein bisschen anders, als erwartet. Jana freundet sich mit der Dorfbewohnerin Karolin an, die mehrere Kinder hat, auf Instagram als Tradwife bekannt ist und ansonsten auch sehr traditionell, religiös, konservativ und rechts lebt.
So hält sie beispielsweise recht wenig von fremder Kinderbetreuung und Impfungen. Obwohl Jana zuerst skeptisch ist, wird sie schnell in Karolins Welt hineingezogen.
Und so könnte es natürlich in gewisser Hinsicht auch eine plausible Geschichte sein, doch hat man als Leser*in immer mehr das Gefühl, dass Jana ihren Verstand und ihr Gefühl ausschaltet und alles nur noch als Roboter wahrnimmt und so durchs Leben geht, obwohl sie immer mehr über Karolin erfährt und dies eigentlich hinterfragen müsste.
Die Prämisse klang für mich so interessant, doch leider wurde das Potenzial hier nicht ansatzweise ausgeschöpft. Natürlich hat das Buch vieles aufgezeigt, was man kennt, wenn man sich ein bisschen mehr mit Tradwife- und anderen konservativ-religiösen Accounts auseinandergesetzt hat. Diese Details fand ich auch definitiv gut, doch war alles andere drumherum nicht gut genug ausgearbeitet. Daher vergebe ich 2,5 Sterne.











