Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Cellissima:
Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page
Wunderschön und sehr berührend
Tillys Mann Joe starb wenige Monate zuvor. Tillys Herz ist seitdem gebrochen, die Trauer beherrscht ihr Leben.
Knapp ein halbes Jahr nach Joes Tod hat sie Geburtstag und bekommt einen Anruf von Alfie, dem Eigentümer der Buchhandlung Book Lane.
Joe war wenige Monate vor seinem Tod bei Alfie, um sein letztes Geburtstagsgeschenk für Tilly vorzubereiten: sie bekommt ein ganzes Jahr lang jeden Monat ein Buch, zusammen mit einem Brief von Joe.
Die Bücher sind sorgfältig ausgewählt, sollen Tilly heilen, ihr Trost und Inspiration bieten, sie zurück ins Leben führen, sie wieder glücklich werden lassen, ihr Leben neu planen lassen. Sie führen sie nach Bali, Italien, Paris, nach Schottland und an viele weitere Orte. Monat für Monat wartet ein neues Abenteuer auf Tilly, Monat für Monat findet sie ein Stück mehr zurück ins Leben und zu sich selbst.
Während dieses Jahres lernt Tilly auch Alfie immer besser kennen - und lieben?
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Dies war mein erster Roman von Libby Page, aber definitiv nicht mein letzter - ich war so begeistert von "Das Jahr voller Bücher und Wunder", dass ich mir sofort Libby Pages andere Romane gekauft habe.
Sie schreibt toll, ihr Still lässt sich sehr angenehm lesen, ist sehr bildhaft und atmosphärisch.
Man hat das Gefühl, in London zu sein und Tilly auch auf ihren Reisen zu begleiten, immer ganz nah dran zu sein.
Ich habe selten Figuren gesehen, die so gelungen sind - Tilly, Joe und Alfie sind wundervoll; man schließt sie sofort ins Herz, lebt und erlebt diese Geschichte mit ihnen.
Es ist eine unglaublich intensive Geschichte, wunderschön, aber durch Joes Diagnose und Tod und Tillys Trauer auch immer wieder sehr traurig. "Das Jahr voller Bücher und Wunder" ist eines der ganz wenigen Bücher, bei denen ich beim Lesen ab und zu weinen musste. Wenn ein Buch das bei mir schafft, dann ist es wirklich gut. Dennoch ist das Buch völlig zu Recht als feelgood-Roman bezeichnet, denn die schönen Momente überwiegen, und man hat nie das Gefühl, dass dieses Buch zu sehr an die Substanz geht. Dafür sorgt nicht zuletzt auch das Ende.
Es wird nicht zu viel versprochen, wenn auf der Rückseite des Buches damit geworben wird, dass diese Geschichte heiße Schokolade für die Seele sei - denn genau so empfindet man es beim Lesen.
Libby Page schreibt sehr einfühlsam, ihre Figuren, deren Erlebnisse und Gefühle kommen ungefiltert beim Leser an und werden sehr greifbar.
So kann man Tillys Trauer regelrecht spüren. -Aber auch das, was sie beim Auspacken der Bücher und beim Lesen der Briefe Monat für Monat empfindet, bei ihren Reisen, Begegnungen und Erlebnissen, die Veränderung, die in ihr vorgeht. Man erlebt, wie sich ihr Herz langsam wieder öffnet.
Man sieht Joe klar vor sich - und man lernt auch Alfie sehr genau kennen.
Ein klein wenig hat mich "Das Jahr voller Bücher und Wunder" durch Tillys Entwicklung und ihre Reisen und Abenteuer an "Eat Pray Love" erinnert - was aber absolut positiv gemeint ist.
Es geht um Liebe, Trauer, Familie, Freundschaft, aber auch um Selbstfindung, Glück ... es stecken so viele Themen in diesem Roman.
Vor allem aber zeichnet sich "Das Jahr voller Bücher und Wunder" auch durch viel Liebe zum Lesen und zu Büchern aus. Es gibt so viele tolle Buchempfehlungen und dieser Roman zeigt auch, wie wundervoll, heilsam, wichtig und magisch Bücher sind und wie wichtig auch Buchhandlungen und Buchhändler sind!
Und nicht zuletzt ist es natürlich auch eine wunderschöne Liebesgeschichte.
Für mich ist "Das Jahr voller Bücher und Wunder" eines der absoluten Highlights dieses Lesejahres.
Absolute Empfehlung für alle, die Bücher lieben und auf der Suche nach einer ebenso schönen wie berührenden Geschichte zum Wohlfühlen und fürs Herz sind.
Rezensionen von Anjulia :
Weihnachten in Applemore - Roman (Das Erbe von Applemore 4) von Rachael Lucas
Applemore goes Internet
Eine Influencerin bringt Trubel in ein kleine Stadt in den schottischen Highlands. Ladenbesitzerin Polly kann ihre Gefühle für ihren besten Freund Hotelbesitzer Harry nicht mehr leugnen und auch dieser fühlt mehr als nur Freundschaft. Haben beide eine gemeinsame Zukunft?
Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, man fühlt sich einfach wohl dabei.
Statt großer Dramen gibt es eher adventlichen Dorfalltag, der durch die Ankunft der Influencerin Ivy etwas durcheinandergewirbelt wird. Da es der vierte Band einer Serie ist, fand ich es als Neueinsteigerin tatsächlich schwierig, Pollys Geschwister, deren Partner und Aufgaben in Applemore zuzuordnen. Man merkt aber, dass die Menschen sich gegenseitig unterstützen und eine tolle Gemeinschaft bilden. Harry und Polly, die eng miteinander befreundet sind, passen gut zusammen. Die Anziehungskraft stimmt. Allerdings könnte die Liebesgeschichte für mich tatsächlich noch etwas mehr in Vordergrund stehen. Es gibt einfach zu viel rund ums Hotel und Pollys Laden zu erledigen, was mir ein Gefühl von unnötiger Länge gab. Süß war es auf jeden Fall, aber ein bisschen mehr Romantik und Unvorhersehbarkeit hätte für mich da sein dürfen. Das Fehlen von "spicy" Momenten hat mich nicht gestört.
Insgesamt eine schöne Feelgood-Liebesgeschichte für zwischendurch, gerade in der Vorweihnachtszeit.
Rezensionen von Gaby 2707:
Omas Rätsel Adventskalender von Rätsel Werft
Ein so ganz anderer Adventskalender
Über dieses Rätsel Adventskalenderbuch von Rätsel Werft habe ich mich riesig gefreut.
Er beinhaltet 24 „Adventstürchen“, die sich sehr gut zum ausmalen eignen und mich ins magische Reich der Elfen entführen. Jeden Tag, vom 1. bis zum 24. Dezember, bekomme ich drei abwechslungsreiche Rätseln aus fünf verschiedenen Rätselarten.
Hier finde ich Kreuzworträtsel, Zahlenrätsel, Sudoku, Gitterrätsel und Worträtsel. Also insgesamt 72 verschiedene Rätsel und 24 Ausmalbilder, mit denen ich dem vorweihnachtlichen Trubel entgehen und ein bisserl entspannen kann. Das finde ich gerade in der nicht immer ganz einfachen Vorweihnachtszeit richtig angenehm. Statt schokoladenhaltiger Kalorien gibt es hier einen Anreiz für den Geist und auch die Kreativität wird angeregt. Ich freue mich schon darauf, die Illustrationen aus der Weihnachtswerkstatt mit Farbe zu füllen.
Dazu ist die Schrift angenehm groß, so dass sich meine Augen nicht überanstrengen müssen.
Im hinteren Teil des Buches finden sich zu den Rätsel auch die Lösungen, falls ich an irgendeiner Stelle nicht weiter komme.
Da ich auf der ersten Seite eintragen kann, wem dieser Kalender gehört, werde ich ihn in der kommenden Zeit schon als kleines Geburtstagsgeschenk nutzen.
Eine, wie ich finde, außergewöhnliche und sehr gesunde Alternative zu den herkömmlichen Adventskalendern, der für junge und ältere Weihnachtsfans und Rätselbegeisterte gleichermaßen interessant ist. Nicht nur für Omas in meinem Alter. Ich freue mich schon sehr, wenn ich am 1. Dezember loslegen kann.
Rezensionen von Alo:
Treppe aus Papier von Henrik Szántó
Unglaublich berührend und klug erzählt
Ich habe gerade "Treppe aus Papier" beendet und selten hat mich ein Buch so sehr aufgewühlt und gleichzeitig bereichert. Schon der erste Satz hat mich sofort gepackt, und mit jeder weiteren Seite wurde ich tiefer in die Geschichte hineingezogen. Am Ende fühlte ich mich emotional völlig ausgelaugt, aber auf die beste Art und Weise.
Das Besondere: Erzählt wird die Geschichte von einem Haus. Dieses Haus ist die Stimme des Romans, es erinnert sich an all die Menschen, die in ihm gelebt, geliebt und gelitten haben. Aus dieser ungewöhnlichen Perspektive entfaltet sich ein Bogen von der Zeit des Nationalsozialismus bis in die Gegenwart. Dadurch wird Geschichte greifbar, persönlich und unmittelbar, statt bloß eine Wiederholung bekannter Fakten zu sein.
Doch Szántó geht weit über das bloße Nacherzählen hinaus. "Treppe aus Papier" ist ein Buch über Schuld und Aufarbeitung, über die Frage, was Verantwortung in der eigenen Familie bedeutet, und darüber, wie Vergangenheit bis heute in unser Leben hineinwirkt. Es geht ebenso um Widerstand, ein Thema, das aktueller ist denn je.
Mich hat besonders beeindruckt, wie klug und zugleich eindringlich das alles erzählt ist. Als jemand, der sich beruflich intensiv mit Geschichte beschäftigt, dachte ich, schon vieles zu wissen. Und doch habe ich hier noch einmal ganz neue Perspektiven gewonnen und zahlreiche Stellen angestrichen, die mich sprachlos gemacht haben.
Neben der inhaltlichen Tiefe besticht das Buch auch durch seine Sprache: Henrik Szántó schreibt klar, poetisch und so mitreißend, dass man kaum aufhören kann zu lesen. Trotz der Schwere des Themas macht es Freude, in diesen Text einzutauchen, weil er sprachlich so kunstvoll gestaltet ist.
Am Ende bleibt ein starkes Gefühl: Dieses Buch hallt nach, zwingt zum Nachdenken und berührt zugleich das Herz. Für mich eine unbedingte Leseempfehlung.
Rezensionen von Claudia R.:
Schwimm, kleine Emy! von Jana Grabner
Schildkrötenstark
Klappentext / Inhalt:
Spannendes Kindersachbuch über heimische Schildkröten und ihren Lebensraum
Kaum wird es im Frühling etwas wärmer, beginnt es unter der Erde zu wuseln: Die kleine Europäische Sumpfschildkröte Emy und ihre Geschwister kämpfen sich an die Oberfläche. Was das süße Schildkrötenbaby dann in seinem ersten Jahr erlebt, können Kinder und Eltern gemeinsam in einem tollen Schildkrötenbuch zum Vorlesen und Anschauen entdecken.
Dabei ergänzt Hintergrundwissen über diese besondere Tierart die spannende Geschichte der quirligen Emy.
Kindern Naturschutz näherbringen: In welchem Lebensraum fühlt sich die kleine Schildkröte wohl?
Infos über die Europäische Sumpfschildkröte: Vorkommen, Nahrung und Verhalten
Mit detaillierten Abbildungen der Babyschildkröten in Lebensgröße
Welche Gefahren drohen Emy und anderen heimischen Schildkröten?
Eine süße Tiergeschichte für Kinder ab vier Jahren
Rettet die Schildkröten! Mit Geschichten Naturschutz für Kinder greifbar machen
Für ihr bezauberndes Bilderbuch über Emys orbicularis - so der Gattungsname der Art - hat die Autorin und Illustratorin Jana Grabner sieben kleine Emys in einem großen Aquarium aufgezogen und beobachtet. Ihre Liebe zu den Schildkröten im Besonderen und zur Natur im Allgemeinen wird in ihren Zeichnungen deutlich. Die vielen zusätzlichen Informationen über das Leben der Europäischen Sumpfschildkröte machen ihre Geschichte von Emy und ihren Geschwistern zu einem tollen Vorlesebuch. So lernen Kinder ab 4 Jahren gemeinsam mit den Vorlesern alles über den Lebensraum und den Schutz der Schildkröten in Europa!
Cover:
Drei kleine Schildkröten die sich durchs Wasser, vorbei an verschiedenen Wasserpflanzen, kämpfen und diese wundervolle Unterwasserwald erkunden. Das Ganze ist sehr niedlich und schön um gesetzt, wobei die Farbgebung der Natur ähnlich gehalten ist, aber die kleinen Schildkröten etwas verniedlicht und somit ansprechend dargestellt wurden. Das Ganze ist sehr schön umgesetzt und macht neugierig.
Meinung:
Ein wundervolles und zugleich auch lehrreiches Kinderbuch über das Leben und besonders das erste Lebensjahr der europäischen Sumpfschildkröte.
Als Schildkröten Fan war dieses Buch einfach ein Muss und ich wurde keineswegs enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Ich bin total verliebt in die Aufmachung und Umsetzung des Buches. Nicht nur die wundervolle Illustrationen, sondern auch die vielen Informationen und die richtige Portion an Wissen, verpackt in einer spannenden Geschichte, ist hier genau richtig umgesetzt.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu sehr ins Detail gehen und damit nicht zu viel verraten.
Die einzelnen Textabschnitte je Seite haben eine angenehme und gute Länge. Die Sätze sind einfach gehalten, nicht zu verschachtelt und gut verständlich. Es wird der Ablauf von der Geburt an und die Entwicklung des ersten Jahres hier näher beleuchtet und man begleitet die kleine Sumpfschildkröte Emy in ihrem ersten Lebensjahr. Nebenbei erfährt man noch so einiges Wissenswertes über Sumpfschildkröten, wo sie leben, wie sie atmen, warum sie sich zu Beginn verstecken müssen und vieles mehr.
Wundervoll abgerundet wird das Ganze durch die farbigen Illustrationen. Die Zeichnungen geben das Ganze sehr gut wieder und spiegeln auch die natürliche Umgebung und den Lebensraum sehr gut wieder. Die Zeichnungen sind gut den realen Bedingungen angepasst und vermitteln so ein authentisches Bild, wenn auch die Schildkröten selbst ein wenig verniedlicht dargestellt werden.
Ein sehr liebevolles und lehrreiches Kinder-Sachbuch, welches den Schutz und die Faszination der Sumpfschildkröte in den Mittelpunkt stellt.
Fazit:
Ein wundervolles Kinder-Sachbuch mit allerhand Wissen und einer tollen Geschichte über das erste Lebensjahr der europäischen Sumpfschildkröte.
Rezensionen von stina23:
Dread Wood. Tödliches Nachsitzen von Jennifer Killick
Schule ist unheimlich – besonders in diesem Buch
Ich muss hier gleich einen SPOILER (ist auch am Cover ersichtlich, wenn man genau hinsieht) loswerden:
Für Menschen, die keine Spinnen mögen, könnte dieses Buch die falsche Wahl sein. Mein Kind war allein von der Erzählung über die Handlung des Buches erschrocken und es hat sich geekelt. Natürlich muss es nicht allen Leser*innen so ergehen (das andere Kind sieht die Sache ganz anders), aber ich halte diese Information für wichtig.
Am Wochenende in der Schule nachsitzen – ein absoluter Horror für die vier ProtagonistInnen. Eigentlich eint sie nicht viel, außer einem Verstoß, der ihnen diese Strafe eingebracht hat und die Tatsache, dass sie in derselben Schulstufe sind. Der 12-jährige Angelo trifft mit den Gleichaltrigen Gus, Hallie und Naira in der Schule auf den Hausmeister und ihren Lehrer. Bei einem gemeinsamen Projekt sollen sie unter anderem Respekt lernen und ihre Sozialkompetenzen stärken. Doch schon bald gehen auf dem Schulgelände unheimliche Dinge vor sich. Als dann auch noch der Lehrer in einem Loch im Boden verschwindet, wird aus dem Nachsitzen eine Frage des Überlebens. Dabei lernen sich die Jugendlichen besser kennen und merken, dass viel mehr in ihnen allen steckt, als sie von sich selbst und den anderen erwartet hätten.
Die Geschichte wird aus Angelos Sicht in der ersten Person erzählt. Dadurch kommt man rasch an ihn und seine Persönlichkeit heran. Die Perspektive eines Jugendlichen ist gut umgesetzt. Nach und nach lernt man die ProtagonistInnen und ihre Lebensumstände besser kennen. Die Themen Zusammenhalt, Mut und Freundschaft stehen im Mittelpunkt der Geschichte ebenso wie die Akzeptanz von Unterschieden. Etwas fantastisch wird es auch noch, als man die lauernde Gefahr kennenlernt. Dabei wird, wie es für die junge Leserschaft auch passend sein kann, scharf zwischen Gut und Böse unterschieden. Der doch eher brutale Umgang mit der unheimlichen Gefahr hat mir nicht so gut gefallen. Die junge, frische Sprache und den Humor, den die Autorin den Charakteren in den Mund legt, fand ich erfrischend und das Buch ließ sich leicht und angenehm lesen.
Rezensionen von praja:
Heart of the Damned - Ihr Versprechen ist sein Untergang von Julia Pauss
oh mein gott... gebt mir band 2!
Was ist hier gerade passiert??
Woooo ist Band 2???
Julia Pauss wir haben hier ein gewaltiges Problem! Du kannst doch nicht sowas schreiben und mich dann sitzen lassen?!
Hallo?!
Nicht ok!
Also wir haben hier eine super tolle Geschichte von einer Diebin, die mit Magie ihre Gestalt ändern kann und einem jungen König, dem zufällig die Verlobte gestorben ist und der nun jemanden braucht, der sich wie durch ein Wunder als sie ausgeben kann.
Gott sei dank rennt ihm genau so jemand über die Füße und statt sie hinzurichten, geht er einen Deal mit ihr ein und das obwohl sie verhasste Magie nutzt und als infizierte gilt und das eigentlich die Leute sind, vor denen Ren sein Königreich retten will.
Naaaaaaja... Wenn das nur so einfach wäre, sich nicht in jemanden zu verlieben, der stark, mutig und schlau ist. Jemand der einen akzeptiert, wie man ist und all der ganze Kram.
Genau dafür lieben wir Enemies to Lovers doch alle.
Wir haben hier auch ein paar leicht spicy Szenen, aber nicht so über die Maßen. Generell sit das heir auch Slow Burn.
Kurzum.... Ich habs geliebt.
Ein so unfassbar gutes Buch, in dem nicht einmal die Spannung abgebrochen ist.
Ich bin auch ein totaler Fan von Slow Burn, weil ich es nicht mag, wenn Gefühle per Fingerschnippen auftauchen. Ich liebe es langsam mitzuerleben, wie sich 2 Menschen verlieben. Wie sie Schwierigkeiten trotzen, und und und.
Absoluter Fan und so. Und dann legt mir Julia Pauss hier ein Meisterwerk hin, was mir einfach absolut alles gibt, was ich liebe!
Zitate:
Einen Herzschlag lang hält er meinen Blick, als würde er versuchen, in meine verdorbene Seele zu blicken. Doch er kann mich nicht durchschauen, denn er hat keine Ahnung, mit wem er sich eingelassen hat.
Er glaubt, ich werde seine Rettung sein.
Aber ich werde sein Untergang sein.
"Manchmal müssen wir die falschen Dinge aus den richtigen gründen tun. Die Welt ist nicht schwarz-weiß, wie manche es gern hätten."
Er atmet scharf ein. "Das ist...keine gute Idee."
Ich halte seinen Blick und fahre langsam mit dem Daumen seine Unterlippe entlang.
"Seit wann haben wir gute Ideen?"
Rezensionen von Birgit Hedemann:
Der kleine Ritter Zartbitter von Christina Herr
Einfach zcukersüß!
Der kleine Ritter Zartbitter ist verzweifelt. Er ist so ganz anders als alle anderen Ritter auf Burg Schwarzenstein. Seine Ritterrüstung ist ihm viel zu groß und beim Turnier versagt er auch. Statt beim Lanzenstechen auf seinen Gegner zuzureiten, hält er sein Pony an, um eine Raupe vor den Pferdehufen zu retten.
Sein Vater ist erzürnt. Er meint, dass aus dem kleinen Ritter Zartbitter niemals ein richtiger Ritter wird. So verlässt Zartbitter mit seinem Pony Ronnie Wohlgemuth die Burg, um sich zu beweisen. Auf seiner langen Reise hilft Zartbitter vielen Tieren und Menschen in ihrer Not. Der kleine Ritter Zartbitter erfährt, dass es nicht darauf ankommt, mutig und stark zu sein, sondern sein Herz auf den rechten Fleck zu haben.
Christina Herr ist mit diesem Buch eine tolle Geschichte über das Anderssein gelungen, die zeigt, dass wahre Stärke im Mitgefühl und im Mut liegt, den eigenen Weg zu gehen. Untermalt wird diese schöne Geschichte mit den zuckersüßen Illustrationen von Arabell Watzlawik. Auf jeder Seite gibt es unzählige Kleinigkeiten zu entdecken, sodass man lange auf ihnen verweilen kann. Alle Figuren sind sehr positiv und kindgerecht gezeichnet. Man kann sich nur in sie verlieben.
Ein rundum gelungenes Bilderbuch, das ich wärmstens weiterempfehle – dafür gibt es von mir fünf Sterne.
Rezensionen von clematis:
Opfer Nummer 11 von Jess Kitching
Überlebende
Nach zehn Jahren in der Selbsthilfegruppe Vertrauensschwestern ist Hannah der Meinung, dass sie die Gewalt, welche ihr als Vierzehnjährige angetan worden ist, nun endgültig so weit hinter sich lassen kann, um ein selbstbestimmtes Leben ohne ständige Angst führen zu können. Kaum will sie ihren letzten Abend unter Gleichgesinnten feiern, erreichen sie unheilvolle Botschaften, der Täter prophezeit ihren Tod.
Aber wie kann er Kontakt zu ihr aufnehmen, wo er doch im Gefängnis sitzt? Gibt es vielleicht jemanden, der die Taten von damals nachahmt und auch jetzt wieder junge Frauen verschwinden lässt?
Auf geschickte Art und Weise lässt Autorin Jess Kitching ihre Protagonistin Hannah in der Ich-Form erzählen und schafft damit größtmögliche Authentizität. Die Stimmung unter den Figuren sowie Hannahs Gefühle werden sehr realistisch dargestellt, die Frage, ob die Frauen die Übergriffe hätten verhindern können, ja, ob sie sie vielleicht gar selbst provoziert haben, wird aufgegriffen. Man spürt beim Lesen, welch persönliches Engagement hinter jeder Zeile steckt, am Ende erfährt der Leser auch, warum. Eine gut durchdachte Handlung mit gleichbleibendem Spannungsbogen kennzeichnet diesen Thriller, beklemmend ist die Tatsache, dass Hannah, kaum, dass sie wieder nach vorne blicken kann, erneut in den Sog des Verbrechens gerät. Nicht nur einmal stellt sie sich die Frage: „Ist Überleben wirklich Glück?“ Die eindringliche Sprache der Autorin fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite und hält einen ob der drohenden Gefahr stets in Atem.
Ein großartiges Plädoyer, den Opfern Aufmerksamkeit zu schenken und nicht den Tätern. Lesenswert!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Links-grüne Meinungsmacht von Julia Ruhs
Wahre Worte offen ausgesprochen
Die deutsche Journalistin Julia Ruhs ist bekannt dafür, sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen: etwas, das eine Seltenheit geworden ist in den klassischen Medien – während bekanntlich in den diversen neuen „sozialen“ Medien jegliche Meinungen zu finden sind.
In diesem mutigen Buch spricht sie vieles aus, das auch ich als Akademikerin in einer beruflich sehr linksgrün geprägten Blase mir oft schon gedacht habe, aber gezögert habe, es auszusprechen.
Denn, wie Julia Ruhs es in ihrem Buch anführt, hat sich die Bandbreite dessen, was öffentlich oder auch nur im beruflichen Umfeld gesagt werden darf, ohne massive soziale und berufliche Konsequenzen zu riskieren, in den letzten zehn Jahren leider sehr verengt.
Und nein, da muss es nicht unbedingt um AfD-Positionen gehen oder den Bereich des strafrechtlich Relevanten berühren: es reicht schon, sich fernab des im akademischen und journalistischen Bereich dominierenden linksgrünen Mainstreams zu bewegen und etwa liberale oder klassisch-konservative CDU-nahe Positionen zu vertreten, so wie die Autorin das tut.
Wie Julia Ruhs selbst anführt, ist es ihr ein Anliegen gewesen, ein verständliches und gut lesbares Buch zu schreiben, das „keine akademische Abhandlung“ sein soll. Deshalb geht es in diesem Buch viel um ihre eigenen Erfahrungen als Journalistin, um die unzähligen Zuschriften verschiedenster Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Bevölkerung, die sie zitiert, gelegentlich ergänzt durch einzelne Positionen von Wissenschaftlern, Wissenschaftlerinnen oder Prominenten, etwa dem Hochschullehrer, Juristen und Schriftsteller Bernhard Schlink.
Die überwiegende Mehrheit der im Journalismus tätigen Menschen scheint nach eigenen Angaben ausschließlich Parteien klar im linken Spektrum zu wählen, während CDU- und FDP-Wählende kaum vorkommen und niemand angibt, mit der AfD zu sympathisieren. Damit ist dieser Berufsstand parteipolitisch und ideologisch ganz anders zusammengesetzt als die Bevölkerung insgesamt und konservative Positionen sind unterrepräsentiert. Das ist per se schon deshalb problematisch, weil absolut neutrale Berichterstattung gar nicht möglich ist: die eigene Einstellung beeinflusst selbstverständlich schon die Auswahl und Art der Präsentation der jeweiligen Themen.
Dazu kommt, dass „Haltung“ im Journalismus in den letzten zehn Jahren immer wichtiger geworden zu sein scheint, was sich für viele Menschen aus der Bevölkerung schon ab der Flüchtlingskrise 2015, aber spätestens mit der Berichterstattung über die Coronapandemie deutlich gezeigt hat. Sehr lange gab es damals, mit wenigen Ausnahmen, nur eine einzige mediale Stimme zu hören, und zwar warb diese für alle Maßnahmen, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Dazu beschreibt die Autorin, was damals die Angst vieler im Journalismus tätiger Menschen war und zeigt gleichzeitig die damit verbundene Problematik auf:
„Wer Maskenpflicht, Impfung oder andere Maßnahmen medial zu kritisch hinterfrage, könnte den Rückhalt in die Coronamaßnahmen untergraben – und das hehre Ziel, Menschenleben zu retten, gefährden. Aber ist es nicht so, dass genau in solchen Ausnahmesituationen, in Zeiten der Krise, es einen besonders scharfen, kritischen, journalistischen Blick braucht?“ (S. 43)
Doch genau von dieser homogenisierten Einheitsmeinung haben sich viele Menschen nicht mehr abgeholt gefühlt. Besonders fällt das immer jenen auf, die sich dort gerade nicht gespiegelt fühlen – und zu je mehr einzelnen Themen die Berichterstattung und „Haltung“ dermaßen eng ist, desto größer wird die Anzahl der Betroffenen, die sich von den klassischen Medien nicht mehr repräsentiert fühlen und sich deshalb wütend und enttäuscht von diesen abwenden:
„Ich glaube, genau das ist der Punkt: Solange man sich in der Mehrheitsmeinung oder der medial gespiegelten Darstellung wiederfindet, spürt man keinen „Mainstream“ – man hält die Berichterstattung für neutral. Das Gespür für ausgegrenzte Meinungen und Weltanschauungen entwickelt man erst, wenn man selbst mit seinen Ansichten nicht mehr vorkommt.“ (S. 46)
Dazu zitiert die Autorin viele Menschen, die ihr auf verschiedenen Plattformen in Reaktion auf ihre unkonventionelle und mutige Berichterstattung geschrieben haben, so wie etwa diese Frau aus den östlichen Bundesländern Deutschlands:
„Journalisten traut sie nicht mehr über den Weg (…). Aufgewachsen ist sie in der DDR, und heute sagt sie, es fühle sich oft wieder so an wie damals. Sie spürt eine Art Unfreiheit, erzählt sie mir. Man werde auch heute wieder zu einer gewissen Unmündigkeit erzogen.“ (S. 22)
Es ist ein mutiges Buch, eines, das viele Dinge klar benennt, die sich viele der in den klassischen Medien Tätigen heute nicht mehr zu sagen trauen. Es ist ein Buch, das auch so einige gängige Argumente, man würde mit diesem oder jenem nur den Rechten in die Hände spielen, entkräftet, und klar aufzeigt, dass man genau durch den immer engeren Meinungskorridor dessen, was öffentlich noch gesagt werden darf, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, erst recht die extremen Kräfte stärkt.
Spürbar wird, dass der Autorin unsere Demokratie und Meinungsvielfalt am Herzen liegen, wie sich auch in diesen abschließenden Worten von ihr zeigt:
„Ich bin überzeugt: Wenn klassische Medien wieder für alle da sind, alle Stimmen abbilden, Empathie auch für jene zeigen, deren Meinung und Wahlentscheidung sie nicht teilen, würde dies das gesellschaftliche Klima verändern. Dann würde der Ton weniger unerbittlich, der Diskurs offener. Wir brauchen wieder einen Debattenraum, in dem niemand aus Angst vor Konsequenzen schweigt oder sich in eine Nische zurückzieht.“ (S. 181)
Von Herzen danke ich der Autorin für den Mut, dieses Buch zu schreiben und sich für stärkere Meinungsvielfalt auch in der Öffentlichkeit und in klassischen Medien einzusetzen, und dem Verlag dafür, ihr diesen Raum gegeben zu haben.
Eine absolute Leseempfehlung für alle – ganz besonders für jene, die sich vom Titel getriggert fühlen oder glauben, dass an diesem Thema nichts wahr sei: wer bisher noch nie die intellektuell-linksgrüne Meinungsblase verlassen hat, kann ganz besonders viel von diesem mit viel Engagement, Mut und Herzblut geschriebenen Buch lernen, wenn man bereit ist, sich für neue Ideen zu öffnen und die eigenen Positionen kritisch zu hinterfragen.











