Kunden em pfehlungen
Rezensionen von C. P.:
Mit kalter Hand von Michael Tsokos
True Crime Thriller mit Details aus der Rechtsmedizin
Ein neuer Thriller mit der Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao, der eine spannende Mischung aus spektakulären Todesfällen sowie der Suche nach gefährlichen Tätern bietet. Diesmal spielt sich alles in einem Zeitraum von etwa einer Woche ab, in welcher neben dem Tagesgeschäft in der Rechtsmedizin vor allem die Suche nach zwei mutmaßlichen Serientätern für Spannung sorgt.
Schon die Aufmachung des Buches ist sehr gelungen, passend zur Optik fühlt es sich stellenweise an, als wäre es in Plastikfolie eingewickelt. Die privaten Hintergründe von Dr. Sabine Yao halten sich diesmal stark zurück, was mir besonders gefiel. Der Fokus liegt somit mehr auf den zu klärenden Todesfällen sowie der Suche nach Tätern, für welche Dr. Yaos Expertise angefragt wird. Neben spannenden Details aus der humanen Rechtsmedizin, welche Michael Tsokos geschickt in die Handlung einbaut, geht es diesmal sogar in den Bereich der Tiermedizin, da ein Pferderipper sein Unwesen treibt und gefasst werden soll, bevor er sein Tätigkeitsfeld auf Menschen verlegt. Hier arbeitet Dr. Yao mit dem Profiler Milan Hasanovic zusammen, den sie aus einem früheren Fall kennt. Ebenso ist die LKA-Ermittlerin Monica Monti wieder mit dabei und versorgt das Team von Prof. Paul Herzfeld mit menschlichen Fundstücken aus einem nahegelegenen Forstgebiet.
Ich empfand den Thriller als angenehm spannend und liebe die besonderen Details aus dem Fachbereich des Autors. Der Stil ist fokussiert, die Handlung mitreißend und die Fälle eine willkommene Abwechslung.
Rezensionen von nuean:
Einfach backen mit Sauerteig von Christina Bauer
Wieder ein tolles Backbuch von Christina Bauer
Ich habe schon einige Backbücher der Autorin und jedes war toll und die Rezepte sind gelungen. Nun habe ich vor einiger Zeit einen Sauerteigansatz von einer Freundin geschenkt bekommen. Das waren meine ersten Backversuche mit Sauerteig und ich habe einfach kein Rezept gefunden was gelungen ist. Entweder war der Teig zu weich oder das Brot wurde viel zu hart.
Aber den Sauerteig habe ich weiterhin fleißig gefüttert. Und dann habe ich dieses Buch entdeckt und gehofft, dass es meine Rettung ist.
Ich habe gleich das einfache Roggenbrot ausprobiert und es ist direkt gelungen und ich bin begeistert.
Das Buch ist sehr gut aufgebaut. Zuerst bekommt man eine Einführung in die Grundlagen des Backens mit Sauerteig. Mit Schritt für Schritt Anleitungen, hilfreichen Tipps und tollen Bildern.
Danach gibt es ein Kapitel über das Backen von verschiedenen Broten, eins über kleines Gebäck wie Brötchen und Co, als nächstes über süße Backwaren aus Sauerteig, danach Pizza, Panini uns Co. Und zum Schluss wie man Sauerteigreste am Besten verwerten kann.
Der Aufbau des Buches ist sehr gelungen. Die Rezepte und die Rezeptbilder einfach toll und man hat direkt Lust alles nachzubacken.
Ich kann für die Rezepte von Christina Bauer eine Gelinggarantie aussprechen, denn es wird alles toll. Ich bin begeistert und hoffe auf weitere Bücher.
Fazit: Mit diesen Rezepten gelingt der Sauerteig endlich!
Rezensionen von Miro:
No Way Home von T. C. Boyle
Diese Frau ist Gift
Dr. Terrence Tully ist Assistenzarzt in der Notaufnahme und gerade im Dienst, als er telefonisch über den plötzlichen Tod seiner Mutter informiert wird. Sofort macht er sich auf den Weg nach Boulder City, eine Kleinstadt in Nevada, wohin die Mutter nach dem Tod seines Vaters gezogen ist. Terry kennt die Stadt kaum und ist wenig motiviert, sie kennenzulernen, denn die Wüste mag er nicht.
Doch dann lernt er Bethany kennen, die sich in sein Leben schleicht und in seiner Abwesenheit in sein Haus einzieht. Terry verliebt sich Hals über Kopf doch Bethany hängt auch noch an Jesse, ihrem Ex-Freund. Ein Motorradrowdy, der zu Gewalt neigt und Bethany zurückgewinnen möchte.
Terry ist eigentlich ein guter Mensch, doch diese Dreiecksbeziehung drängt ihn in eine Abwärtsspirale, die die schlechtesten Seiten an ihm hervorkehrt. Jesse und Terry bedrohen sich, verletzen sich und verklagen sich gegenseitig und Bethany schafft es, mit ihrem leichtsinnigen Verhalten, das Ganze noch auf die Spitze zu treiben. In ihrer Co-Abhängikeit verzeiht sie Jesse jede Gewalttat und stellt Terry damit in ein negatives Licht. Vielleicht liegt es auch daran, dass Jesse ein Einheimischer ist und Terry ein Fremder, denn Boulder City ist ein klischeebehaftete Kleinstadt mit rechtslastig denkenden Bewohner*innen. Alles in allem kein sympathischer Ort.
Diese ganze Spirale aus Hass und Gewalt war mir fast zu viel. Die Figuren sind allesamt unsympathisch und eine Entwicklung ist nicht zu erkennen. Terry hätte schleunigst die Reißleine ziehen und diese Brücken abbrechen sollen, denn eine Frau wie Bethany findet er auch in LA. Wieso er sich das alles gefallen lässt, ist mir schleierhaft und dadurch wirkt die Figur auch unglaubwürdig.
Diese Scharade aus Machtgehabe, Rivalität und Obsession fand ich etwas anstrengend zu lesen und für meinen Geschmack auch etwas zu ausufernd erzählt. Das offene Ende hat mir hier auch nicht wirklich gefallen, denn ich bin immer noch der Meinung, dass ein gebildeter Mensch wie Terry es schaffen müsste, sich daraus auch wieder zu befreien. Daher vergebe ich nur 3 Sterne für diesen Roman.
Rezensionen von Emmmbeee:
Onigiri von Yuko Kuhn
Symbol für familiäre Zuneigung
Bevor ihre Mutter von der Demenz gänzlich eingeschränkt ist, fährt ihre Tochter Aki mit ihr nach Japan. Anlass ist auch der Tod ihrer dortigen Großmutter. In Rückblenden wird das Leben einer Familie zwischen zwei Welten, Japan und Deutschland, dargestellt. Es sind große Gegensätze, zwischen denen Aki und ihr Bruder Kenta während ihrer Kindheit und Jugend in Europa lavieren, um nur ja keine Fehler zu machen.
Die Demenzkranke, eine Japanerin, hat in Deutschland studiert, einen Deutschen geheiratet und hat mit ihm zwei Kinder. Von ihrer Schwiegerfamilie nie richtig angenommen, hat die Frau ihr Leben dennoch auf bewundernswerte Weise gemeistert.
Jedes der zwölf Kapitel ist mit einem Begriff betitelt, der für einen bestimmten Themenbereich steht. Im Glossar wird erläutert, was mit den japanischen Wörtern gemeint ist. Sowohl der Buchtitel als auch das Cover geben anfangs vermutlich vielen Lesern ein Rätsel auf. Bei Google ist zu erfahren: „Onigiri (Reisbällchen) ist ein beliebter japanischer Snack aus gepresstem Reis, der oft mit Nori-Algen umhüllt und mit einer Füllung wie Lachs oder Umeboshi versehen ist… Onigiri ist ein Symbol für familiäre Zuneigung, ein praktischer Proviant für Ausflüge und ein Ausdruck japanischer Esskultur, der Einfachheit und Kreativität vereint.“ Das sind also mundgerechte Reishäppchen mit getrockneten Algen.
Es geht im Roman auch um die Unterschiede zwischen den Generationen, zwischen Ost und West, erst recht um die Stolpersteine, die eine Demenzerkrankung mit sich bringt.
Sehr nahegehend, aber auch teils unterkühlt-distanziert, gleichzeitig mit menschlicher Größe wird der Text von der Tochter erzählt, in oft fremdartigen Bildern, und für sich selbst kann man als Lesende viel daraus lernen. Die Zeitsprünge können verwirrend sein, man muss sehr aufmerksam lesen, und auch der kleine Druck war für mich anstrengend. Das umfassende Glossar ergänzt das winzige Wissen, das ich von der japanischen Kultur bisher hatte. Ein Buch, das es wert ist, aufmerksam gelesen zu werden. Ein immenses Bravo für dieses Debüt!
Rezensionen von Kwinsu:
Das Geschenk von Gaea Schoeters
Wie 20.000 Elefanten im Porzellanladen
Die Leute staunen nicht schlecht, als sie nach und nach Elefanten in der Hauptstadt entdecken, die badend, fressend und trompetend durch Seen und Straßen ziehen. Bald wird klar: sie sind ein besonderes Geschenk, das der botswanische Präsident Deutschland gemacht hat, nachdem es ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen beschlossen hat.
Die Anzahl von 20.000 Stück stellt das ganze Land vor eine riesige Herausforderung...
Gaea Schoeters gelingt mit "Das Geschenk" eine humorige und kurzweilige Satire, die der deutschen Politik und Gesellschaft gekonnt den Spiegel vorhält. Auf nur rund 140 Seiten begleiten wir 435 Tage des Ausnahmezustands und der zunehmenden Handlungsunfähigkeit von Politiker*innen und Expert*innen. Die Autorin thematisiert unterschiedlichste Schieflagen, von der europäischen Überheblichkeit gegenüber Afrika, über den fehlenden Mut von Politiker*innen, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, aus Angst bei der nächsten Wahl zu scheitern, bis hin zu der Frage ob ein Elefantenleben mehr wiegt als ein menschliches. Besonders im ersten Teil hat sie die Geschichte perfekt durchdacht, sie stellt Fragen, wie sich die Landschaft durch die Anwesenheit so vieler lebensraumfremder Tiere verändert, sei es durch deren Nahrungsbedürfnissen, deren Kot oder deren Beeinflussung der menschlichen Ansiedelungen.
Erheiternd sind hierbei die Anspielungen auf tatsächliche Personen, wie die ehemalige Kanzlerin, die als Ratgeberin des Protagonisten und derzeitigen Kanzler Winkler dient und meint "Wir schaffen das". Traurig stimmt die Erkenntnis des Patriarchats, das die kluge Hartmann, die zur Elefantenministerin auserkoren wird und als einzige wagt konstruktive Lösungen vorzuschlagen, gegen die Wand fahren lässt. Überhaupt sind die Anspielungen auf die Realpolitik gekonnt und deswegen auch ernüchternd.
So hundertprozentig konnte mich "Das Geschenk" aber nicht überzeugen. Besonders die erste Hälfte ist kurzweilig, utopisch, mutig und satirisch, ab der zweiten Hälfte jedoch überlagert die ausweglose Realpolitik alles. Da geht es nur mehr um Machterhalt und Wählerstimmen und die Handelnden weigern sich, mutige Schritte zu setzen aus Angst, ihre eigene Position zu verlieren. Wir erhalten hier nähere Einblicke in das persönliche Leben des Kanzlers, ohne dass ich herausfinden konnte, weshalb dies nun für den Fortgang der Geschichte notwendig ist. An etlichen Stellen habe ich mich gelangweilt und habe es bedauert, dass die Autorin ihre begonnenen Utopien nicht mutig fortführt. Beginnt "Das Geschenk" als lustiges Spiel, das 20.000 Elefanten im Porzellanladen veranstalten, hinterlässt es uns im zweiten Teil mit dem traurigen Trümmerhaufen der zerbrochenen Realität.
Mein Fazit: "Das Geschenk" beginnt als humorig satirisches Büchlein, das einen viel zum Schmunzeln animiert und eine eigentlich tragische Geschichte augenzwinkernd betrachtet. Die zweite Hälfte wird überschattet von einer trostlosen Politik, die einen viel zu oft an die Realität erinnert. Schade, dass die Autorin nicht mehr Mut zur Utopie hatte. Nichtsdestotrotz ist das Buch eine kurzweilige Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Rezensionen von tonton:
Oishii! von Stefan Braun
Kulinarische Reise durch Japans Isakayas
Oishii ist ein echtes Leseerlebnis! Zuerst muss ich sagen, dass ich Kochbücher liebe, aber normalerweise kein Fan des "Reisebericht-mit-Rezepten"-Formats bin. Dieses Buch hat mir jedoch sehr gut gefallen. Der Inhalt ist in drei Kapitel unterteilt: Morgen, Mittag, Abend. In jedem Kapitel wird die Esskultur vorgestellt und mit zahlreichen Fotos illustriert.
So wird der Leser durch einen ganzen Tag geführt und erfährt viel über den kulturellen Wandel in Japans Küche.
Die Texte sind kurz, und und die Bilder schaffen eine tolle Atmosphäre.
Das Buch enthält 35 Rezepte, und die Auswahl finde ich sehr gelungen. Die Rezepte sind einfach nachzukochen und brauchen keine schwer erhältlice Zutaten. Höchstens werdenGewürze oder Saucen gebraucht, die in einem gut sortierten Asia-Laden zu finden sind.
Der einzige Minuspunkt ist, dass die Bilder manchmal nicht wirklich zu den Texten passen. Neben einem Abschnitt über Gebäck hätte ich mir zum Beispiel ein Foto einer Bäckerei gewünscht, anstelle des abgebildeten Ladens ohne erkennbare Waren.
Rezensionen von Vobabooks:
Mumpelmoff und das Wunder am Schloss von Bo Starker
Niedlich
„Mumpelmoff und das Wunder am Schloss“ ist von Bo Starker geschrieben und illustriert. Der Mumpelmoff ist ein kleines Wesen. Er wohnt im Dachbodenstübchen des alten großen Morl-Hauses. Dort ist es ganz schön einsam und dunkel, doch zum Glück hat er seinen besten Freund - den Luftballon Kleinsmeins.
Und wenn Mumpelmoff genügend Leuchtpilze hat, dann leuchtet Kleinsmeins für ihn. Eines Tages entdeckt Mumpelmoff die Eulenprinzessin, und wünscht sich sehnlichst, mit ihr befreundet zu sein…
Ein schönes, niedliches Buch über den kleinen Mumpelmoff. Er ist ein charmanter und niedlicher Charakter. In der Geschichte geht um Themen wie Einsamkeit, Freundschaft und Selbstvertrauen. Die Illustrationen sind wirklich schön anzuschauen, und es gibt viel zu entdecken. Sie sind insgesamt meist eher in dunkleren Farbtönen gehalten. Eine schöne Geschichte zum Vorlesen - für ein Vorlesebuch ist es auch etwas länger und untergliedert in einzelne Teile und Kapitel. Jahreszeitlich passt die Geschichte gut in die Herbstzeit, bzw. insgesamt für die dunkleren Tage des Jahres.
Rezensionen von Petra:
Katabasis von R. F. Kuang
Hölzern
Hinabsteigen in die Hölle, um den toxischen Professor wieder zu holen., weil er angeblich der Einzige ist der die eigene Karriere voran bringt. Das alles ist ein Widerspruch in sich. Denn wenn er wirklich in der Hölle gelandet ist, dann muss er nach allgemeinen Verständnis ein schlechter Mensch und daher auch nicht gut für andere gewesen sein.
Trotzdem bin ich dem allgemeinen Hype um die Autorin gefolgt und habe das Buch gelesen.
Alice und Peter sind genau die beiden Menschen die Wachs in den Händen von Leuten wie der Professor sind. Je mehr man sie demütigt und schlecht behandelt desto mehr legen sie sich ins Zeug um doch noch einen Hauch von Anerkennung zu bekommen. Genau so beschreibt es eine Höllenbewohnerin in diesem Buch wie eine Schmerzspirale die nach oben offen aber nicht umkehrbar ist.
Ich hatte einen spannenden, gefährlichen Ausflug in die Hölle zu ihrem Fürsten erwartet, mit allen Scchikanen die der menschliche Geist sich ausdenken kann. Ehrlich gesagt, die Bibel ist spannender in ihren Beschreibungen und Dantes Göttliche Komödie ist vielseitiger.
Diese Hölle ist weder heiß noch laut, sie ist grau in grau, man stelle sich exellente graue Seide vor, glatt fast unsichtbar, angepasst und teuer.
Dazu kommen philosopfische Betrachtungen von Platon bis Precht. Wenn ich so etwas lesen möcte greife ich zu diesen Autoren. Aber ich wollte eine spannende Fantasyy Geschichte lesen und habe sie nicht bekommen..
Nicht einmal die Charaktere konnten die Geschichte retten, denn so hölzern wie sie agierten,da ist Pinocchio lebendiger.
Rezensionen von peedee:
Organisch von Giulia Enders
Das wichtige Gleichgewicht
Unser Körper ist ein komplexes Gebilde – das ist wohl jedem bewusst. In jedem Moment unseres Lebens laufen tausende Prozesse ab, um das Funktionieren unseres Körpers aufrechtzuerhalten. Dies alles ohne unser aktives Zutun. Einfach automatisch. Doch wenn einmal etwas aus dem Lot gerät und wir krank werden, gerät die Gesundheit in unseren Fokus.
Nur selten kann ein einzelnes Organ isoliert behandelt werden, um wieder zu gesunden. Es spielen viele Faktoren hinein, was für die Mediziner:innen die Sache nicht einfacher macht und bedingt den Blick über den Gartenzaun des eigenen medizinischen Fachbereichs hinaus.
Erster Eindruck: Ein auffälliges Cover, wenige Illustrationen – vielleicht für mich zu wenige?
Das vorliegende Buch ist ein Sachbuch für interessierte Laien. Ich habe vor zehn Jahren ihr erstes Buch über den Darm gelesen und fand es ausgezeichnet. Daher war ich sehr gespannt auf das neue Buch der Autorin, die sich auch mehr als zehn Jahre weiterentwickelt hat. Das Buch beleuchtet die Gebiete Lunge, Immunsystem, Haut, Muskeln, Gehirn. Einleitend ist jeweils eine persönliche Geschichte aufgeführt, die durch eine farbige Zeichnung von Jill Enders, der Schwester der Autorin, ergänzt wird. Diese persönlichen Geschichten haben mir sehr gut gefallen.
„Überall in unserem Körper geht es um ein Gleichgewicht und um die Frage, wie wir es halten.“
Mir hat das Buch gut gefallen, aber für mich war das Layout zu sehr Fliesstext; ich hätte mir deutlich mehr Illustrationen, Grafiken, o.ä. gewünscht, die den Text aufgelockert hätten. Es waren interessante und auch humorvolle Einblicke in das komplexe System dabei. Die Autorin erklärt z.B., welche Funktion die sichtbaren Nasenhaare haben (sie „fangen gröbere Flusen ab, indem sie einfach im Weg herumhängen“) und was ihre „Kollegen“, die sogenannten Zellhärchen, tagein tagaus tun („mit winzigen Muskeln holen sie 850-mal pro Sekunde aus und fegen die Luft“) – wow, welch‘ Action! Dazu gesellen sich selbstverständlich zig weitere „Parteien“, um Schmutz von der Nase fernzuhalten. Ein für mich sehr interessantes Thema war das Anti-Aging. Dazu schreibt sie nämlich, dass die Hautalterung im Gesicht etwa zu 80 Prozent der Sonne zuzuschreiben ist! Und dass wir uns zu wenig mit Sonnenschutz eincremen bzw. eine viel zu kleine Produktmenge verwenden (tja, da fühle ich mich wirklich ertappt!). Vielen Dank – 3 Sterne.
Rezensionen von Bücherwurmine:
Dr. No von Percival Everett
Einzigartig, schräg und nicht immer leicht
???? Worum geht’s?
In Dr. No begegnen wir dem Mathematikprofessor Wala Kitu, der sich auf das „Nichts“ spezialisiert hat – und prompt von dem Milliardär John Sill rekrutiert wird, um genau dieses „Nichts“ aus Fort Knox zu stehlen. Everett spielt hier mit James-Bond-Tropen, Satire und jeder Menge Wortwitz, während er zugleich gesellschaftskritische Themen wie Rassismus behandelt.
???? Experimentierfreude
Dr. No war mein erstes Buch von Percival Everett – und wenn ich es in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre das wohl „merkwürdig“. Und zwar gleichzeitig positiv und negativ. Positiv, weil es wirklich einzigartig ist, sich von der Masse abhebt und mir garantiert in Erinnerung bleiben wird. Negativ, weil ich manches schwer zugänglich fand und mir sicher bin, nicht alle Ebenen erfasst zu haben.
???? Einstieg & Humor
Ganz ehrlich: Am Anfang wusste ich überhaupt nicht, was ich mit dieser Lektüre anfangen soll. Mit den mathematischen Referenzen konnte ich nichts anfangen und habe sie stupide weggelesen. Trotzdem hat mich der Humor stellenweise richtig abgeholt – in anderen Momenten wiederum gar nicht. Humor ist eben Geschmackssache. Es gab allerdings einige Dialoge, die so skurril waren, dass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe. Ab etwa der Hälfte hat der Humor für mich allerdings geschwächelt. Die besten Witze waren erzählt, die Bond-Parodie hat sich wiederholt und auch die philosophischen Elemente wirkten auserzählt.
???? Ein Roman, der sicher nicht jedem liegt – aber wer Lust auf eine ungewöhnliche, experimentelle Mischung aus Satire, Bond-Parodie und Gesellschaftskritik hat, wird hier fündig.











