Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sina:
Kosmos SchlauFUX Gaming von Birk Grüling
Tolles Sachbuch für (junge) Gamer:innen!
Bei „Gaming“ aus der SchlauFUX Reihe des Kosmos Verlags handelt es sich um ein Kinder- und Jugendbuch ab 8 Jahren von Birk Grüling.
Ziel des Buches ist es, den Kindern und Jugendlichen interaktiv die Welt der Videospiele näher zu bringen, spannendes Wissen zu vermitteln und über mögliche Risiken aufzuklären.
Aufgeteilt in verschiedene Kategorien, sollen Lesende schnell einen Überblick darüber bekommen, welche Kategorien für sie am interessantesten sein könnten und sich so anhand von entsprechenden Symbolen leicht im Buch orientieren. Einem Thema ist stets eine Doppelseite gewidmet. Am Rand der linken Seite kann man nun sehen, von welchen Seiten man ursprünglich kommt und am Rand der rechten Seite werden neue Themen angeteasert, aus welchen man nun wählen kann und direkt auf die entsprechende Seite wechseln kann. Dieses Konzept sorgt für eine gute Übersicht und dafür, dass die jungen Leser:innen sich direkt mit den Themen beschäftigen können, die ihnen wirklich zusagen.
Die Bandbreite an Themen ist groß und vielfältig und mit Hinblick auf die Zielgruppe wirklich gut gewählt. Es werden verschiedene Berufe im Bereich der Spieleentwicklung vorgestellt, was für junge Leser:innen, welche ohnehin Begeisterung für das Gaming haben sehr interessant sein könnte. Zudem wird erklärt, wie beispielsweise Technologien wie KI Einfluss auf bestimmte Bereiche der Spieleentwicklung haben oder wie bestimmte Spiele unsere Kultur geprägt haben. Zwischendrin findet man auch Texte von Leuten, die in der Gaming-Branche tätig sind und über ihre Arbeit berichten. Bekannte und weniger bekannte YouTuber:innen und Streamen:innen werden vorgestellt und deren Arbeit auf entsprechenden Plattformen wird den Lesenden erklärt. Besonders gefallen hat mir auch, das die positiven Aspekte des Gaming hervorgebracht werden und erläutert wird, inwiefern sich das Zocken auf Koordinationsfähigkeiten oder Gedächtnis auswirken kann. Wichtig zu thematisieren ist natürlich auch das Suchtpotential, welches das Gaming aus verschiedenen Gründen mit sich bringen kann und darüber aufzuklären, was meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist.
Die Texte sind kurz und informativ, in einfacher und gut verständlicher Sprache formuliert. Auch die Farbgestaltung ist mit hauptsächlich gedeckten, unaufgeregten Farben gut gewählt. Die vielen Bilder, Illustrationen und Fotos veranschaulichen das Geschriebene und machen es besser greifbar.
Im Großen und Ganzen handelt es sich hierbei um ein tolles und informatives Buch für alle Gaming-Begeisterten. Ganz klare Empfehlung von mir!
Rezensionen von Harakiri:
Puppenherz von Max Bentow
Pageturner
Nils und Carlotta müssen einen Mörder suchen, der seine Opfer mit einem Küchenbeil erschlägt und jeweils eine Trophäe mitnimmt. Kaum haben sie den einen Tatort besichtigt, wartet schon der nächste auf sie. Und dann gerät ausgerechnet Carlotta ins Visier des Mörders.
Das Buch besitzt ein wahnsinniges Tempo.
Man kann es nicht aus der Hand legen. Kurze Kapitel und ein Mörder, der immer wieder zuschlägt halten die Spannung sehr hoch. Viel wörtliche Rede macht die Handlung lebendig.
Die Storyline ist neu und erfrischend anders. Wieso schnitzt der Täter Knochenpüppchen aus den Opfern? Schon allein für diese Idee hat Bentow Lob verdient – ich rätsle ja gerne mit, aber auf die Lösung wäre ich jetzt nicht gekommen.
Puppenherz ist der 3. Band der Trojan-Weiss-Reihe und bestimmt nicht der letzte. Puppenherz kann man unabhängig von den beiden Vorgängern lesen, ich würde dennoch empfehlen, Eulenschrei und Rabenland zuerst zu lesen, da sich vor allem Carlotta weiterentwickelt und auch das Privatleben der beiden Protagonisten macht dann mehr Spaß zu lesen.
Das Buch ist gewohnt blutig. Bereits auf den ersten Seiten passiert der erste Mord und Bentow schon die Nerven seiner Leser wieder mal nicht.
Fazit: Klare Kauf- und Leseempfehlung. Bentow lohnt sich immer.
Rezensionen von Katzenmicha:
Hotel Hafenherz - Aber bitte mit Meerblick von Michelle Schrenk
Gefühls Chaos im Hotel Hafenherz
Clara Hansen führt gemeinsam mit ihrem VaterKuno das Hotel Hafenherz.Das Hotel hat ganz viel Charm -aber auch eine Menge von Problemen.Clara will neue Ideen einbringen,was leider von ihrem Vater Kuno blockiert wird.Gerne würdeClara bischen mehr mit der Zeit gehen,doch bis es dazu kommt, muss sie nicht nur ihren Vater überzeugen, der sich mehr als quer stellt.
Ein funktionierendes WLAN und kleinere Reparaturen, würden schon das Überleben des Hotels sichern.Cara gibt jeden Tag ihr Bestes, wird aber aufgerieben zwischen Hotelalltag, den Sonderwünschen der Gäste und ihrem Vater und als alleinerziehende Mama einer sechszehn jährigen Tochter.Als sie dann auch noch am Strand einem Arzt vor die Füße fällt, nimmt ein chaotischer Sommer seinen Lauf….
Die Autorin Michelle Schrenk hat einen fließenden und bildhaften Schreibstiel.Es machte sehr viel Freude Clara zu begleiten und ihren Sommer zu erleben.Auch wie sich nach und nach ihr Selbstwertgefühl endwickelte fand ich toll.Naja und die Möwe Krabbertwar für mich mein Highlight.Leider kann ich nur 5 Sterne geben,fürmich wären es 10 und mehr gewesen.Ich freue mich schon auf die Fortsetzung,die es hoffendlich geben wird.
Rezensionen von Piet1990:
Dem Meer entgegen von Lidija Hilje
Melancholisch, warm und sehr gefühlvoll
„Dem Meer entgegen“ ist für mich kein typischer leichter Sommerroman, auch wenn Cover, Titel und das kroatische Setting das zunächst vermuten lassen. Die Geschichte rund um Ivona ist viel ernster und emotionaler, als ich erwartet hatte. Sie steht Ende 30 an einem Punkt, an dem vieles in ihrem Leben anders gelaufen ist als erhofft: ihre Ehe mit Vlaho ist gescheitert, alte Gefühle sind trotzdem noch da, und auch der Wunsch nach Familie spielt eine große Rolle.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre. Kroatien, das Meer, die Hitze, der Olivenhain und die Familiengeschichte wirken sehr lebendig, ohne dass es überladen ist. Man spürt beim Lesen diese Mischung aus Sehnsucht, Schmerz und Hoffnung.
Der Schreibstil ist ruhig, poetisch und sehr einfühlsam. Die Geschichte nimmt sich Zeit, was gut zu Ivonas innerem Weg passt. Manchmal war es mir ein kleines bisschen zu langsam, aber insgesamt hat mich gerade diese leise Art berührt.
Fazit:
Ein gefühlvoller, melancholischer Roman über Liebe, Verlust und die Frage, ob man sich selbst noch einmal neu finden kann. Wer ruhige Geschichten mit viel Gefühl und schönem Setting mag, wird hier sicher gut abgeholt.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Frag nach Susan von Souvankham Thammavongsa
Interessante Einblicke
Die zweiundvierzigjährige Protagonistin Ning war früher Boxerin. Inzwischen ist sie dafür zu alt und arbeitet in einem Nagelstudio. Die dortige Kundschaft interessiert sich jedoch kaum für die Identität der Angestellten: Für sie heißen alle Mitarbeiterinnen dort schlicht „Susan“. Ning weiß genau, worauf es in diesem Job ankommt: Es geht nicht allein um gemachte Nägel, sondern um das Zuhören und dass für die Kundschaft alles schön einfach für sie ist.
Ich fand es schwierig Zugang zu Ning zu bekommen, aber ich denke, dass die Autorin diese Distanz ganz bewusst schaffen wollte. Sie gibt nicht viel über sich Preis, stattdessen ist sie diejenige, die alles über andere Menschen erfährt. Ihre Kunden haben keine Geheimnisse und reden sich in wenigen Minuten ihre Last von der Seele.
Mit ihrem Buch gibt die Autorin einen interessanten Einblick in eine der vielen Dienstleistungsbranchen, von denen jeder von uns die ein oder andere in Anspruch nimmt.
Es ist ein eindringlicher Roman, über Vorurteile, Klischees und Machtverhältnisse, der bewegend aber auch ein wenig skurril anmutet. Gleichzeitig wird einem bewusst was hinter einigen Selbstverständlichkeiten unseres Lebens steckt und wie die andere Seite aussieht.
Es ist ein leiser, aber tiefgründiger Roman, der den Blick auf die Menschen schärft, die in unserem Alltag oft unsichtbar bleiben.
Rezensionen von Ameland:
Tod in den Highlands von Sybille Baecker
Highlands und Whisky
Bewertet mit 3,5 Sternen
Ein gefälschter Whisky führt die Privatermittlerin Alison Dexter in den hohen Norden Schottlands. Die Castletown Distillery möchte jede Aufmerksamkeit vermeiden, denn das Bekanntwerden könnte das Aus der Brennerei bedeuten.
Das Buch liest sich angenehm und sehr flüssig.
Lange Zeit fühlte sich die Geschichte nur nicht nach einem Krimi an und von dem im Titel angekündigten Tod war ich, wie sich herausstellte, noch viele Seiten entfernt. Umso präsenter waren mir die Highlands und ihre Bewohner. Nach einem Wanderurlaub dort verspüre ich eine leise Sehnsucht nach ihnen in mir. Die mystische Landschaft mit ihrer kargen Vegetation, die harte Arbeit und wenigen Verdienstmöglichkeiten haben die Bewohner geprägt. All das beschreibt Sybille Baecker sehr anschaulich.
Im letzten Drittel wandelt sich der Roman dann doch noch in einen spannenden Krimi, bei dem ich mitfiebern konnte.
Für mich war es der erste Krimi der Autorin und somit auch die erste Begegnung mit der sympathischen Alison Dexter. Obwohl es mir bei diesem Band an Spannung gefehlt hat, werde ich der Reihe eine Chance geben und noch einen der Vorgängerbände lesen.
Auch wenn ich die bildhaften Beschreibungen der Städte und der Highlands genossen und sehr viele Infos über Whisky und seine Herstellung erfahren habe, kann ich aufgrund der lange Zeit fehlenden Spannung nur 3,5 Sterne vergeben.
Rezensionen von Tara:
Die Schönheit der Distanz von Nao-Cola Yamazaki
Ein Buch das berührt und nachdenklich macht
"Die Schönheit der Distanz" ist ein berührender, tiefgründiger Roman der japanischen Autorin Nao-Cola Yamazaki.
Die Ehefrau des Protagonisten ist krank und wird nicht mehr lange leben. Ihm ist es wichtig, die ihnen verbleibende Zeit so schön wie möglich zu gestalten. Er lässt sich von der Arbeit freistellen und besucht seine Frau jeden Tag im Krankenhaus.
Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und klar. Sie greift hier ein wichtiges gesellschaftliches Thema auf. Nach dem Tod seines Partners darf man sich eine Auszeit nehmen und trauern, aber die Zeit, um die letzten Tage und Stunden zu teilen, ist dafür nicht vorgesehen.
Obwohl der Ich-Erzähler seine Liebe zu seiner Frau in vielen kleinen sehr warmherzigen Gesten zeigt, fand ich ihn schwer zu greifen, da sowohl er als auch seine Frau namenlos bleiben. Dennoch mochte ich den respektvollen und geduldigen Umgang, den er mit seiner Frau in dieser schwierige Situation an den Tag legt und bin seinen Erinnerungen gerne gefolgt.
Es ist ein kurzes – gerade einmal 160 Seiten starkes – Buch, das mich emotional sehr berührt und nachdenklich gemacht hat, da es ein Thema anspricht, das jeden von uns trifft.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Wolfgang Pfleger:
Popóm von Johanna Sebauer
Faszinierendes Gedankeninstrument, ansprechende, aber nicht vollends gelungene Umsetzung
Johanna Sebauer erzählt sprachlich wieder auf hohem Niveau und ich habe das Buch auch sehr gerne gelesen. Die Grundidee – Hendrik trifft sein 20 Jahre älteres Alter Ego – ist wirklich faszinierend. Nur leider nutzt Hendrik dieses Geschenk kaum: Ständig fragte ich mich, warum er seinen älteren Ich nicht viel öfter nach der Zukunft ausfragt und warum der Ältere nicht von sich aus mit guten Tipps um sich wirft.
Dadurch passiert über weite Strecken recht wenig, und das Buch hat spürbare Längen. Auch das Ende bleibt sehr vage, und ich bin mir nicht sicher, ob das fantasielos oder besonders raffiniert gedacht ist. Insgesamt trotzdem ein lesenswertes Buch – wenn auch nicht das stärkste von Johanna Sebauer.
Rezensionen von Katzenmicha:
Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten von Rebekka Eder
Neue Elbinsel-Saga
Fazit zum Buch:
Getrennte Welten ist der Auftakt der zweiteiligen Saga,“Der geheime Apfelgarten“ von Rebekka Eder er spielt zwischen Hamburg und dem Alten Land.
Finkenwerder 1892-Kea Loop, Tochter eines erfolgreichen Geschäftsmannes will nach dem Tod ihrer Mutter im alten Apfelgarten den perfekten Apfel züchten.
Ausgerechnet wächst dieser Sämling hinter der Grenze zu den Rentfelds, den verfeindeten Nachbarn.Durch den Apfelgarten verläuft die Grenze von Hamburg und Preußen.Kea klettert über die Grenze um den Sämling zu holen und begegnet dem Knecht der verfeindeten Nachbarn Kristen Focke.Kea und Kristen kommen aus unterschiedlichen Welten , aber sie fühlen sich zueinander hingezogen. Als die Cholera ausbricht, steht auf Grenzübertritt die Todesstrafe.Und Keas Vater hat mit siner Tochter was ganz anderes vor.Um den Streit mit den Nachbarn beizulegen, verlobt Keas Vater sie mit Tamme Rentfeld…
Die Autorin Rebekka Eder hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Sie bringt einem mit der Geschichte die vergangene Zeit wieder und läßt einen alles an Keas Seite miterleben.Das Cover des Buches ist wunderschön -sehr gerne 5Sterne.Ich bin schon sehr gespannt auf den weiten Teilde Elbsaga.
Rezensionen von begine:
Die Schönheit der Distanz von Nao-Cola Yamazaki
Traurig
Die japanische Schriftstellerin Nao-Cola Yamazaki schreibt in ihrem Roman „Die Schönheit der Distanz“ über das Abschiednehmen durch den Tod.
Ein Mann fährt jeden Tag ins Krankenhaus zu seiner krebskranken Frau.
Die Autorin erfasst seine Gedanken berührend und eindrucksvoll.
Der Mann will seiner Frau Mut machen.
Das ist besondere schwer, es ist schließlich aussichtslos.
Es ist ein wunderbar geschriebener Roman, der aber traurig ist.
Aber lesenswert.










