Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ulla:
Strandopfer von Frank Goldammer
Vorurteile und Misstrauen
In Mistroy nahe Swinemünde an der polnischen Ostseeküste wird ein toter Mann entdeckt. Der Ermordete gehört zu einer Gruppe, die regelmäßig in einer Villa Urlaub machen. Darunter ist auch ein Mitarbeiter des deutschen Innenministeriums so dass das BKA Lena Schulte dem ermittelnden polnischen Kommissar Adam Krawczyk zur Seite stellt.
Lena stammt aus einem Dorf nahe der Grenze, wuchs auf mit einem alkoholkranken Vater und Großeltern, denen sie nur eine Last war. Ihr Freundeskreis bestand aus Neonazis. Dieses Gedankengut hat sie immer noch nicht abgelegt, die misstraut den polnischen Behörden, zweifelt die Richtigkeit von Übersetzungen an und gerät immer wieder mit Adam aneinander, der seinerseits selbst Probleme mit sich herumträgt. Bei der Befragung der Urlaubergruppe deuten sich Ungereimtheiten und ein seltsames Verhalten an, besonders als sie hören, das die 10-jährige Luisa verschwunden ist und dies erst viele Stunden später entdeckt wurde. In dieser Gruppe scheint jeder etwas zu verschweigen. Die beiden Ermittler stolpern von einer Nachlässigkeit und einem Fehler in den nächsten, sie beleidigen sich gegenseitig und trauen dem anderen nichts zu. Leider ist das der Hauptbestandteil der Handlung, zusätzlich ist die Krimihandlung bis zur Auflösung des Falles recht unglaubwürdig.
Frank Goldammer kenne ich als einen guten Autor, diesen Kriminalroman jedoch kann ich nicht empfehlen.
Rezensionen von Tara:
Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson
Hier wird Naturliebe spürbar
„Der Einsiedlersommer“ ist der Debütroman der norwegischen Autorin, Biologin und Professorin für Naturschutzbiologie Anne Sverdrup-Thygeson.
Die 33-jährige Biologin Eva hat sich nach einem schweren Verlust aus Oslo gemeinsam mit ihrem Hund Orca nach Vestfold zurückgezogen. Dort will sie den in Europa nahezu ausgestorbenen Eremitenkäfer aufspüren.
Ihr Partner Eirik ist in Oslo geblieben und verletzt, dass Eva den Sommer ohne ihn verbringen will und nichts von ihren Plänen erzählt hat.
In Vestfold trifft Eva auf die 76-jährige Einsiedlerin Olga. Ein Bergbauunternehmen will auf ihrem Grundstück einen Steinbruch einrichten. Olga sieht dadurch die Erinnerungen an ihre Familie bedroht und will dies verhindern. Ausgerechnet auf ihrem Grundstück stehen auch die ältesten Eichen, bei denen Eva den Käfer vermutet.
Mit Eva und Olga hat die Autorin zwei sehr unterschiedliche Protagonistinnen erschaffen. Eva ist aufgeschlossen, steckt voller Energie und Leben, kämpft aber gerade mit dem Verlust ihres Sohnes, der tot zur Welt gekommen ist. Sie braucht Abstand.
Olga ist eigenbrötlerisch, sehr verschlossen und hadert mit ihrer Vergangenheit. Aber eines haben die beiden Frauen gemeinsam. Beide lieben die Natur und sind bereit, sich für diese einzusetzen.
Während mir Eva auf Anhieb sympathisch war, hat es bei Olga ein wenig länger gedauert bis ich auch sie ins Herz geschlossen hatte. Die Freundschaft zwischen den beiden wächst langsam, entwickelt sich dadurch tief und intensiv.
Anhand der Protagonistinnen und den Beschreibungen der Natur merkt man hier auf jeder Seite wie wichtig auch der Autorin die Pflanzen, die Tiere und unsere Umwelt ist. Sie greift viele wichtige und aktuelle Themen auf. Es geht um das Artensterben, Naturschutz, profitgierige Unternehmen, Artenvielfalt, Klimawandel und verbindet diese mit gesellschaftlich Relevantem, so dass auch Trauer, Schmerz, Familie, das Loslassen und Heilung ihren Raum bekommen.
Der Handlungszeitraum umfasst gerade einmal drei Monate, die hier dicht und atmosphärisch beschrieben werden.
Wer die Beschreibungen der norwegischen Natur liebt, sich für aktuelle Themen interessiert, Romane über Freundschaften mag oder auch einfach nur staunen möchte wie bedeutsam ein kleiner Käfer sein kann, der liegt mit diesem Buch richtig.
Rezensionen von Anno:
Die spannende Welt der griechischen Sagen von Ursel Scheffler
Bereits für Kinder gut geeignet
Ich war auf der Suche nach einem Buch der griechischen Mythologie, das in seiner Erzählweise auch bereits von Kindern verstanden werden kann, und bin auf dieses gestoßen. Die Erzählungen werden hier etwas vereinfacht dargestellt, verlieren aber dabei nicht an Aussagekraft. Wichtige Fakten und auch die umfangreiche Zahl an Protagonisten und Zusammenhänge blieben, falls nötig, erhalten und man ist auch weiterhin beschäftigt einiges für sich einzuordnen, doch das hat die Mythologie eben so an sich.
Ich finde dieses Buch jedenfalls sehr gelungen, interessant geschrieben und auch wirklich bereits für ältere Grundschulkinder geeignet. Wobei hier natürlich keine Altersbegrenzung nach oben vorhanden ist.
Im Buch befinden sich auch farbige Illustrationen, die jedoch eher den Text begleitend dargestellt werden und nur vereinzelt mehr Raum für sich beanspruchen. Sie reichen aber durchaus aus um sich ein Bild der Erzählung machen zu können und sind zudem noch sehr schön anzusehen. Text und Bild sind, nach mein Empfinden, sehr gut auf die Bedürfnisse junger Leser abgestimmt. Und entsprechend positiv war auch die kindliche Reaktion auf dieses Werk.
Rezensionen von Baerbel82:
Red Star Down von D. B. John
Die Welt am Abgrund
„Red Star Down“ von D.B. John ist die Fortsetzung von „Stern des Nordens“ aus dem Jahr 2019. Ein packender Spionagethriller, den ich gern gelesen habe.
Im Mittelpunkt stehen die CIA-Agentin Jenna, die wir bereits aus dem Vorgänger kennen, Ljoscha, ein Moskauer Student und Eric, ein nordkoreanischer Spion.
Die Geschichte spielt in den Jahren 2017/ 2018. Donald Trump ist zum ersten Mal Präsident der Vereinigten Staaten. In Russland ist Wladimir Putin Präsident und in Nordkorea herrscht Kim Jong-un.
„Red Star Down“ ist spannend und unterhaltsam. Ein Mix aus Fakten und Fiktion. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. Exotische Schauplätze, Macht und Verschwörung, das sind die Zutaten für diesen rasanten Thriller.
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Jenna hat eine Zwillingsschwester, die an einem Südkoreanischen Strand entführt wurde und nach zwölf Jahren von Jenna in einer spektakulären Aktion befreit werden konnte.
Ljoscha hatte Putin live im Fernsehen herausfordert und bekommt nun seine Rache zu spüren. Sein Vater, ein russischer Spion und Doppelagent, stirbt fast zeitgleich in Washington.
Eric ist der einzige Absolvent des sogenannten Saat-Programms, der es in die USA, bis ins Weiße Haus geschafft hat. Und dann ist da noch ein 16-jähriger Teenager, der sich Stephen nennt…
Die drei Hauptfiguren gehen auf ihre jeweils eigene Art und Weise mit Spionage, politischen Intrigen und Verrat um. Es bleibt abzuwarten, wem sie sich zuwenden werden, während sich die Lage dramatisch verändert.
Das Ende rundet die Geschichte gelungen ab und lässt gleichzeitig Raum für einen dritten Band.
Fazit: Globaler Spionagethriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.
Rezensionen von Harakiri:
Canvas (Cryptos, Band 2) von Ursula Poznanski
Fesselnd
Oh je, Laurenz ist aus seiner Gefängniskapsel ausgebrochen! Jana schwant Fürchterliches. Und so kommt es auch: die Vernichtung der virtuellen Welt steht immer noch auf seinem Plan. Und Jana ist weitgehend auf sich allein gestellt. Sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann. Und was ist eigentlich mit Theo los?
Canvas ist zwar ein Jugendbuch, aber auch ich als Erwachsene hatte viel Spaß beim Lesen.
Die Autorin entführt uns erneut in eine Zukunft, in der virtuelle Welten den Alltag der Menschen bestimmen, weil das Bewohnen der Erde unmöglich geworden ist. Das Buch ist eine Fortsetzung von „Cryptos“ , kann aber unabhängig davon gelesen werden.
Jana begibt sich in Gefahr, was zum Mitfiebern einlädt. In der zweiten Hälfte des Buches locken einige Rätsel zum Mitraten und mich hat sehr begeistert, wie umfang- und detailreich die virtuellen Welten geschildert werden.
Das Buch verbindet Spannung mit aktuellen Themen wie Klimawandel und regt zum Nachdenken an. Die kurzen Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss und die Erzählweise der Autorin weiß wieder zu begeistern. Zudem finden sich einige Wendungen im Buch, mit denen man nicht gerechnet hätte.
Fazit: Wieder gelingt es Poznanski, den Leser zu fesseln. Ob jung oder alt spielt hier keine Rolle – das Buch eignet sich für Leser ab 14.
Rezensionen von Snookie:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Fünf Schicksale, fünf Minuten, viele entscheidende Momente
„FIVE – Das Ticken der Zeit“ spielt an einem Bahnsteig. Dort wird eine Person innerhalb weniger Minuten sterben. Wir haben hier fünf Hauptfiguren: Emma, Gideon, Liam, Sonny und Mrs Worth. Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein. Jeder hat seine eigenen Sorgen, Geheimnisse und Probleme.
Gerade das finde ich sehr spannend und macht die Geschichte erst interessant.
Wir erleben im Buch die Geschichte immer abwechselnd auf dem Bahnsteig und dann aus der Perspektive einer Person. Dadurch lernen wir die Hintergrundgeschichte der Protagonisten kennen. Durch den tieferen Einblick bekommt man oft ein anderes Bild von ihnen, da sie so sind, wie ihre Vergangenheit und ihre Erfahrungen sie geformt haben. Alles hat zwei Seiten, manchmal ist nicht alles nur schwarz oder weiß. Die Charaktere bekommen durch diese Einblicke mehr emotionale Tiefe. Allerdings finde ich, dass nicht jede Figur gleich viel Tiefe erhält.
Durch die Geschichten wird der Blick auf die Charaktere immer wieder verändert. Menschen, die ich anfangs unsympathisch fand, konnte ich später besser verstehen, während andere immer mehr unangenehme Seiten zeigten. Das Buch zeigt auch, wie schnell wir Menschen verurteilen, ohne ihre Geschichte zu kennen. Die Meinung, die wir uns über Menschen bilden, beruht zunächst nur auf dem ersten Eindruck, und der kann oft auch täuschen. Aber genau dies macht die Geschichte nahbar, realistisch und menschlich.
Dadurch, dass man von Anfang an weiß, dass eine Personen am Bahnsteig innerhalb der nächsten fünf Minuten sterben wird, wird eine unglaubliche Spannung erzeugt. Man versucht ständig herauszufinden, wen es treffen wird und wie die einzelnen Schicksale miteinander verknüpft sind. Dennoch geht es nicht nur darum, den Ausgang der Geschichte zu erfahren, sondern auch um die Menschen selbst. Zudem wird mit den eigenen moralischen Vorstellungen gespielt. Ordnet man jemanden als gut oder böse ein? Oder hat es überhaupt jemand mehr verdient zu sterben als ein anderer?
Selten hat mich die Grundidee eines Romans so schnell in den Bann gezogen. Schon nach der Leseprobe war für mich klar, dass ich das Buch lesen muss. Besonders begeistert hat mich der ungewöhnliche Erzählstil, der den Leser direkt anspricht, Fragen stellt und ihn in moralische Bedrängnis versetzt. Leider blieb der Erzählstil nicht über das gesamte Buch hinweg bei dieser direkten Ansprache des Lesers, obwohl die Leseprobe für mich diesen Eindruck vermittelt hat.
Insgesamt ist das Buch ein ungewöhnlicher und origineller Spannungsroman mit spannenden, interessanten und unterschiedlichen Charakteren. Es steht nicht nur der Thrill am Bahnsteig im Mittelpunkt, sondern auch die persönliche und individuellen Geschichten der Protagonisten. Das Buch hat mich gut unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt.
Rezensionen von Harakiri:
Revenge - Du sollst flehen von S.T. Abby
Lanas Rachefeldzug geht weiter
Lana lässt sich durch nichts von ihrem Rachefeldzug aufhalten. Nicht einmal durch ihre Liebe zu Logan – der den Serienkiller jagt, der sie selbst ist.
Das Buch beginnt da, wo Band 2 aufgehört hat. Jedenfalls fast. Der Cliffhanger wird sehr schnell aufgelöst. Leider fehlen diesem Band die spritzigen Dialoge zwischen Lana und Logan.
Brisanz erhält das Buch aber durch die Tatsache, dass jemand Lana auf die Schliche kommt.
Ich war vom ersten Band an geflasht von der Reihe: die Schreibweise der Autorin, die Handlung an sich und vor allem auch davon, dass die Story mal etwas gänzlich anderes, Neues ist. Es verwundert schon, dass man Sympathie für eine Serienmörderin entwickelt, aber man erfährt auch wieder mehr aus Lanas Vergangenheit und warum sie tut, was sie tut. Die Welt ist eben nicht nur Schwarz-Weiß.
Mind*f**k* ist eine Reihe, die einfach süchtig macht. Durch Zufall auf die Reihe gestoßen (Buchhandlung) und hängen geblieben.
Leider sind die Bände jeder für sich immer sehr kurz und jetzt heißt es bis Oktober warten, bis „Pain – Du sollst leiden“ erscheint.
Fazit: jetzt muss ich wohl Türkisch lernen, weil es Band 4 und Band 5 noch nicht auf Deutsch gibt.
Rezensionen von Anno:
Wem gehört die Welt? von Julia Knop
Das hat Durchschlagskraft
Uiii, uiii, uiii. Dieses Buch hat bei uns, im positiven Sinne für mächtig Gesprächsstoff gesorgt. Denn es ist kein Buch, dass trocken erklärt, nein es beschreibt sehr bildlich und altersgerecht und es stellt dazu noch Fragen, die Kinder dazu bringen selbst nachzudenken und sich eine Meinung zu bilden.
Und darüber, und das liebe ich sehr, haben wir uns eben doch recht eingehend unterhalten. Denn so schwarz-weiß ist die Welt oft gar nicht. Immer wieder brach dabei sogar auch der Drang durch von persönlichen Beispielen zu erzählen und diese neu einzuordnen. Und man merkte auch deutlich wie es in diesem jungen Hirn dabei ratterte, wie es das Gelernte aufgesogen wurde und ein begreifen einsetzte . Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber dieses Buch bewegt tatsächlich einiges. Es ist keines, dass man nur stupide und ganz nebenbei (vor-)liest, es animiert richtig schön sich auch mit den geschilderten Sachverhalten auseinandersetzen- auch mit welchen, über die sich mein Kind nie zuvor größere Gedanken gemacht hatte. Und dann, dann kam dieses Buch. Und ich als Mutter bin wirklich dankbar dafür. Ich empfehle aber auch aufs Bauchgefühl zu hören und selbst abzuschätzen ob eigene Kind mit den darin enthaltenen Themen bereits umgehen kann. Denn manche Gedanken lassen einen nicht mehr so rasch los. Das empfohlene Alter von 8 Jahren fand ich daher teilweise etwas niedrig angesetzt.
Rezensionen von carola1475:
Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter
Spannend, komplex und mit überraschenden Wendungen
Die Studentin Lina wird in einer Sommernacht auf dem Heimweg brutal mehrfach überfahren. Leena Victor und Sebastian Nyberg von der Mordkommission Helsinki übernehmen die Ermittlungen im Küstenort Parvoo. Bei den Befragungen stoßen sie auf Widersprüche, Ungereimtheiten und auch Lügen. Schnell zeigt sich, dass die Aufklärung des Mordfalls mühsam sein wird.
Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht kenne, hatte ich nicht das Gefühl, es fehle mir Hintergrundwissen. Leenas Geschichte wird zu Beginn gut zusammengefasst, auch von ihren Kollegen kann ich mir schnell ein Bild machen. Leena liebt die Polizeiarbeit, ist hartnäckig und vertraut auf ihre Intuition. Leena und Sebastian sind authentische Charaktere, besonders Leena erscheint nahbar, Sebastian ist zunächst etwas zurückhaltender.
Obwohl der teilweise auch überraschende Hintergrund vieler Nebenfiguren im Lauf der Handlung offenbart wird, blieb bei mir doch zu den meisten eine Distanz, Gefühle empfand ich eher 'erzählt' als 'gezeigt' und auch das Handeln mancher Charaktere konnte ich nicht immer nachvollziehen.
Die Spannung nimmt mit der Komplexität des Krimis zu, wozu auch wechselnde Perspektiven und Andeutungen an Kapitelenden beitragen. Die ein oder andere Wendung war mir etwas zu konstruiert und auch der Zufall spielt eine Rolle, trotzdem hat es Spaß gemacht, mit zu ermitteln. Lisa Sarah Brandstäter spricht auch gesellschaftliche Probleme an, wodurch die Geschichte realistisch und aktuell wirkt. Der Schreibstil der Autorin ist klar, lebendig und bildhaft, gut gelungen ist die atmosphärische Schilderung des finnischen Sommers am Meer, wo die Natur auch erholsame Ruhe bedeutet. Dazu passt das Cover mit der idyllischen Darstellung eines Stegs am Wasser, allerdings zeigt es auch düstere Wolken bis zum Horizont...
Ich hab den spannenden Krimi um die Aufklärung eines brutalen Mordes, mit seinen vielschichtigen sozialen Beziehungen, überraschenden Geheimnissen und einem ausgewogenen Verhältnis von Privatleben und Polizeiarbeit gern gelesen, er hat mich gut unterhalten.
Rezensionen von Snookie:
Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith
Unterhaltsamer und spannender Romantasy-Auftakt mit Bridgerton-Vibe & Fae-Magie
„The Rose Bargain“ ist der erste Band einer Dilogie und spielt in einer menschlichen Welt, in der eine Fae die Königin von Großbritannien ist. Es spielt in der Regency Ära und der Sohn der Königin – Prinz Bram – soll in dieser Saison heiraten. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Ivy, deren Familie in Ungnade gefallen ist.
Um ihre Familie wieder in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, bewirbt sie sich um das Rennen um die Hand des Prinzen. Dafür werden alle auserwählten Mädchen von der Königin auf die Probe gestellt und sie müssen dabei mehrere Prüfungen meistern. Doch so nett wie die Königin erscheint, ist sie nicht.
Die Geschichte erinnert mich stark an Bridgerton, aber natürlich mit magischen Elementen. Durch die Prüfungen der Königin und die Brutalität der Aufgaben ist es selbstverständlich auch um einiges düsterer. Das Buch besticht sowohl mit dem Regency-Ära-Flair (Bälle, Heiratssaison, …) als auch mit ihren Intrigen und Geheimnissen. Die Idee der Geschichte finde ich sehr spannend, da es in der menschlichen Welt spielt, in der sich eines Tages eine Fae den Thron gesichert hat. Seitdem gewährt sie Wünsche, indem sie einen Handel eingeht. Man bekommt, was man möchte, muss jedoch dafür einen Preis bezahlen.
Der Schreib- und Erzählstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Alles ist sehr bildhaft beschrieben, sodass man schnell in die Welt eintauchen kann. Sowohl ruhigere Szenen als auch actionsreiche Szenen werden gut beschrieben. Humor und Emotionen werden ebenfalls gut rübergebracht.
Auch die Protagonistin Ivy ist meiner Meinung nach gut gelungen. Sie ist mutig, intelligent und stellt sich auch schwierigen Herausforderungen. Ihre Familie ist ihr sehr wichtig und sie tut alles für sie. Die Dynamik zwischen ihr, Prinz Bram und Prinz Emmett ist gelungen und sorgt ab und an für emotionale Konflikte. Auch die beiden Prinzen sowie die Nebenfiguren finde ich gut gelungen. Diese erhalten genügend Raum, um eigene Motive und Geschichten zu entwickeln. Die Charaktere sind für mich authentisch und handeln auch dementsprechend. Hauptsächlich wird aus der Perspektive von Ivy erzählt, ab und an jedoch auch aus der Sichtweise der anderen Kandidatinnen. Dadurch kann man noch besser in die Geschichte eintauchen.
Einziger Kritikpunkt ist das in den letzten Kapiteln des Buches das Erzähltempo überhetzt wirkt. Alles passiert sehr schnell und Schlag auf Schlag.
Für mich ist dies eine sehr unterhaltsame und spannende Romantasy-Geschichte. Die Handlung hat mich richtig gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für Fans von Geschichten mit Bridgerton-Vibe und Magie ist dies auf jeden Fall eine klare Empfehlung. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band.











