Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lese-Abenteurerin:
Winzermord von Andreas Wagner
Tod im Weinbaudorf
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Winzermord“ ein geschickt eingefädelter, kurzweiliger Cosy Crime mit viel Lokalkolorit der Weingärten Rheinhessens sehr gut gelungen.
Während der Weinlese im Selztal kommt es zu mehreren merkwürdigen Unfällen mit teilweiser Todesfolge. Kurt-Otto Hattemer, pensionierter Winzer, glaubt nicht so recht an die Unfalltheorien und beginnt herumzuhorchen bzw.
herumzuschnüffeln. Dabei stößt er auf alte Geheimnisse, die bis in die Gegenwart nachwirken und nun zu tödlichen Verwicklungen führen.
Was ich an dem Kriminalfall besonders mochte, war das Lokalkolorit der Weinberge und die fachlich zum Weinbau passenden eingebauten Informationen. Das mag ich immer besonders gerne, wenn ich neben unterhaltsamer Lektüre noch etwas Neues dazulernen kann. Manch skurrile, aber lustige Szenen gaben der Geschichte eine humorvolle Note, ohne dass die Spannung dabei auf der Strecke blieb. Lange tappte ich bei der Tätersuche im Dunkeln, bevor sich eine gewisse Ahnung einstellte, die dann mit einem schlüssigen Ende auch bestätigt wurde.
Was mir beim Einstieg in das Buch ein wenig zu schaffen machte, sind die vielen Namen der Winzer, die sich für mich nur schwer auseinanderhalten ließen, da sie zunächst wenige Unterscheidungsmerkmale aufwiesen. Hier wäre vielleicht ein Personenregister hilfreich gewesen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem nicht allzu blutrünstigen Krimi mit viel Lokalkolorit der Weinbaugegend Rheinhessens ist, dem sei „Winzermord“ empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig unterhalten und konnte gleichzeitig meine Kenntnisse zum Weinbau erweitern.
Rezensionen von Christina:
Sturmland von Miriam Georg
Norderney eine spannende Insel mit seinen Geschichten
Die Autorin Miriam Georg nimmt uns dieselmal mit nach Hamburg , ehe es nach Norderney geht. Wir lernen Nora eine Reeederstochter kennen , die mehr vom Leben möchte. Zur damaligen Zeit aber kaum möglich, schafft sie es als Gouvernante bei einer Familie anzuheuern.
Zu Beginn der Geschichte ist nicht klar warum sie unter falschem Namen flüchtet .
Erst später mit Rückblicken kommt es heraus und macht sie für mich noch greifbarer.
Das Leben und die Gesetzmäßigkeiten zur damaligen Zeit sind detailreich beschrieben und man kann sich in die Zeit einfühlen. So manches, besonders die medizinische Versorgung die für ihr anvertrauten Schützling Emmi lässt mich den Kopf schütteln. Was mir aber gefällt ist ihr eigner Kopf und ihre Wissbegierde auch wenn sie damit aneckt. Auch das Thema Seenotrettung kommt zur Sprache und die Anfänge die alles andere als einfach sind.
Rezensionen von Christina :
Sturmland von Miriam Georg
Norderney eine spannende Insel mit seinen Geschichten
Rezensionen von Shilo:
Eine echte Komtess von Ada Caine
Hannas Weg zu sich selbst
Hanna ist eine junge Frau, die zwischen zwei Welten steht. Als Gouvernante begleitet sie Antonia, doch ihre Herkunft als Komtess bleibt immer ein Teil von ihr. Dieser Gegensatz zieht sich durch die Geschichte und macht ihren Weg interessant.
Ich habe Hanna gerne begleitet, weil sie nicht einfach alles hinnimmt.
Sie denkt viel nach, ist manchmal unsicher und versucht trotzdem, ihren eigenen Platz zu finden. Gerade diese Seiten machten sie für mich nahbar.
Die Beziehung zu Antonia entwickelt sich auf eine schöne Art. Die beiden begegnen sich nicht nur als Gouvernante und Schülerin, sondern lernen auch voneinander. Diese gemeinsamen Momente gehören für mich zu den ruhigen Stellen im Buch, die der Geschichte viel Wärme geben.
Auch Heiligendamm hat mir als Schauplatz gefallen. Die Umgebung, die gesellschaftlichen Regeln und die Erwartungen der damaligen Zeit passen gut zu Hannas Situation. Man spürt, dass es für sie nicht einfach ist, den Vorstellungen anderer zu entsprechen.
Die Begegnungen mit dem Freiherrn von Striegenberg fügen sich gut in die Handlung ein. Die Annäherung der beiden entwickelt sich langsam und passt dadurch gut zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. Gleichzeitig sorgen die Ereignisse rund um Gräfin Valeria für einige Spannungsmomente.
Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die Figuren. Viele kleine Gespräche zeigen, was sie beschäftigt und welche Wünsche oder Sorgen sie haben. Dadurch entstehen Menschen, die nicht nur eine Rolle in der Geschichte spielen, sondern lebendig wirken.
Dieser zweite Band der Reihe hat mir wieder schöne Lesestunden geschenkt. Hannas Entwicklung mitzuerleben, war für mich der wichtigste Teil der Geschichte. Sie musste ihren Weg erst finden, und genau das machte sie so sympathisch.
Eine historische Geschichte mit einer starken, aber nicht perfekten Hauptfigur, viel Gefühl und einer angenehmen Spannung. Dafür vergebe ich sehr gerne fünf Sterne.
Rezensionen von yellowdog:
Feuer von Ales Steger
Roman nach Motiven aus dem Leben der Štefka Cobelj
Der bedeutende slowenische Autor Aleš Šteger schreibt in seinem Roman Feuer über das Leben einer Frau.
Die Kindheit mit einem tyrannischen Vater und einer schwachen Mutter zwingt sie dazu, innere Stärke zu entwickeln. Mit 17 wird sie von Partisanen aufgenommen, Zora genannt und sie übernimmt 1942 die Versorgung des organisierten Widerstands gegen die Besatzer.
Nach dem Krieg wird sie Mitglied der kommunistischen Partei, geht schließlich nach Belgrad. Der Autor folgt ihrem Lebensweg.
Aleš Štegers Stil ist konzentriert und intensiv. Unbedingt lesenswert!
Rezensionen von qq:
Alleinruhelage von Eva Menasse
Die Geschichte einer Wienerin in Berlin
Die Geschichte einer Wienerin in Berlin
Eva Menasse besticht in ihrem neuen Roman „Alleinruhelage“ ihr Talent für scharfsinnige Alltagsbeobachtungen. Die Geschichte einer Wienerin in Berlin, die nach dem Ehe-Aus ihr brandenburgisches Wochenendhaus verkauft, überzeugt durch emotionale Tiefe kombiniert mit feiner Ironie.
Der Schreibstil ist flüssig, lässt sich gut lesen und ist von einem herrlich trockenen Humor durchzogen.
Im Mittelteil verliert die Erzählung durch sehr detaillierte Abschweifungen und Erinnerungsschleifen an Tempo. Einige Passagen wirken hier etwas langatmig, bevor der Roman im Finale wieder seine volle emotionale Kraft entfaltet.
„Alleinruhelage“ ist ein reifer, humorvoller und tiefgründiger Gesellschaftsroman über Identität, das Älterwerden und die Frage, was von uns bleibt, wenn sich Lebensentwürfe auflösen. Von mir eine Empfehlung.
Rezensionen von MIi:
Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint
Typisch, untypische Fee
Das Kinderbuch ist ein liebevolles und zugleich— Ist eine liebevolle und zugleich humorvolle Geschichte über Freundschaft und den Umgang mit schlechter Laune. Schon der Titel macht neugierig, denn seit wann gibt es denn gute Feen mit schlechter Laune? Da steckt doch eine wichtige Botschaft dahinter.
Das Cover ist farbenfroh und ein absoluter Eyecatcher. Die Illustrationen im gesamten Buch sind liebevoll gezeichnet, detailreich und passen sehr gut zur Geschichte. Sie unterstützen den Text und machen es Kindern leichter, der Geschichte zu folgen. Molly, eine Feenschülerin mit Ecken und Kanten, aber super sympathisch, ist mit ihrem Begleiter Pepito auf dem Weg in die Menschenwelt und stürzt sich— stürzt dort von einem chaotischen Schlamassel in das nächste. Die Autorin erzählt die Geschichte mit klaren und direkten Worten, die Formulierungen sind klar und bildhaft. Es gibt einige Momente zum Schmunzeln und Lachen. Der Auftakt dieser tollen Feenreihe hat mir absolut gefallen: spannend, ereignisreich, überraschend und mit einer klaren und tollen Botschaft.
Rezensionen von Sassy:
Dem Meer entgegen von Lidija Hilje
100% Emotionen, 0% Kitsch
„Dem Meer entgegen“ hat mich tief bewegt und im Herzen berührt.
In Ivonas Leben läuft mit Ende 30 nichts mehr so, wie sie es sich erträumt hat, dabei führte sie einst ihr absolutes Traumleben.
Verheiratet mit ihrer Jugendliebe Vlaho und ein abgeschlossenes Biologiestudium in der Tasche hätte es eigentlich immer weiter bergauf gehen können.
Viele falsche Entscheidungen haben aber dazu geführt, dass Vlaho jetzt mit einer anderen Frau verheiratet ist und mit ihr zwei Kinder hat. Ivona schmerzt das ständig und das Gefühl von Verlust uns falschen Entscheidungen ist allgegenwärtig. Trotzdem hält sie weiter Kontakt mit ihrem Ex Mann und seiner Familie.
Außerdem lebt sie wieder in ihrem alten Kinderzimmer bei ihrem kranken Vater und scheint unter der Last, das von ihm so sehr gewünschte Hotelprojekt auf dem Anwesen ihrer verstorbenen Großmutter vor dem Bankrott zu retten, zu zerbrechen.
Findet sie den Mut für einen Neuanfang?
Ein leiser Roman über Liebe, Verantwortung, falsche Entscheidungen und Neuanfänge.
Der Schreibstil von Lidija Hiljes ist wunderschön und berührend. Sie versteht es, den Charakteren eine Tiefe zu geben, die es einem leicht macht, in ihre Geschichten und Gedankenwelten einzutauchen. Vor allem Ivona ist eine Protagonistin, die ich mit ihrer Traurigkeit und ihren Zweifeln in mein Herz geschlossen habe. Sie denkt immer an alle anderen und vergisst sich selbst dadurch völlig.
Die Ich-Perspektive und die beiden Zeitebenen von Vergangenheit und Gegenwart erzeugten bei mir fast das Gefühl, als wäre Ivona eine Kindheitsfreundin, die ich zu den verschiedenen Stationen ihres bisherigen Lebens begleite.
Die Landschaft Kroatiens wird wunderschön und atmosphärisch beschrieben und hat meine Sehnsucht, nochmal dort hin zu reisen, geweckt.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die leise, intensive Geschichten mit ganz viel Tiefe mögen.
Rezensionen von drachenzahn:
Monstrologica von Martin Maudsley
Unheimlich gut
Wer sich für Monster, Fabelwesen und mystische Kreaturen begeistert, wird an diesem Buch kaum vorbeikommen. Es lädt zu einer spannenden Reise rund um den Globus ein und stellt neben bekannten Wesen auch zahlreiche eher unbekannte Gestalten der Sagenwelt vor, darunter Kitsune, Tokoloshe, Peryton oder den furchteinflößenden Adaro.
Dadurch entdeckt man immer wieder Neues und bekommt einen faszinierenden Einblick in die Mythen unterschiedlichster Kulturen.
Die Kreaturen sind in die drei Bereiche Monster, Bestien und Fabelwesen gegliedert. Jede Doppelseite widmet sich einer einzelnen Gestalt. Besonders beeindruckend sind die großformatigen Illustrationen, die jeweils eine komplette Seite einnehmen. Sie sind farbenfroh, detailreich und leicht unheimlich, ohne dabei abschreckend zu wirken. Allein deshalb blättert man immer wieder gern durch das Buch. Die zweite Seite liefert spannende Hintergrundinformationen zu Herkunft, Aussehen und den überlieferten Geschichten der jeweiligen Kreatur. Ergänzt werden die Texte durch kleinere Illustrationen und interessante Fun Facts.
Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Sachbuch und Fantasie. Obwohl das Buch von geheimnisvollen Wesen erzählt, bleibt es stets informativ und erklärt, aus welchen Kulturen und Überlieferungen die einzelnen Gestalten stammen. So lernt man ganz nebenbei eine Vielzahl unterschiedlicher Mythen und Legenden kennen. Die außergewöhnlichen Illustrationen regen die Fantasie an und machen das Buch zu einem echten Blickfang. Immer wieder entdeckt man neue Details oder bleibt an einer besonders gelungenen Darstellung hängen. Dadurch eignet sich das Buch nicht nur zum Lesen, sondern auch hervorragend zum Stöbern und immer wieder neuen Entdecken.
Insgesamt ist dieses Buch weit mehr als ein gewöhnliches Monsterlexikon. Es verbindet spannende Informationen mit einer außergewöhnlichen Gestaltung und ist damit eine klare Empfehlung für alle, die sich für Sagen, Mythologie und fantastische Wesen begeistern.
Rezensionen von MIi:
Honey und Blondie von Ubin Eoh
Frauenfreundschaft
Es geht um das koreanisch-abstämmige Mädchen Hee Yeon-yeong und ihre beste Freundin Bianca. Beide wachsen in den 90er, 2000er Jahren in Berlin-Kreuzberg auf. Neben den typischen "Jungen-Themen" und "Jugend-Themen" verbindet beide eine magische Besonderheit: In Momenten der absoluten Angst können sie die körperlichen Symptome der anderen spüren, und dann wird Bianca schwer krank.
Oh, was hatte ich mich über die Reise "Back to the 90s" gefreut: Fruchtischampoo, Prinzenbad, Cola-Kracher, Diddl-Mäuse und vieles mehr. Ich war zuerst sehr skeptisch, wegen den magischen Elementen des Körpertausches, aber hier wurde das Thema nicht als Fantasy-Abklatsch erzählt, sondern als feinfühlig, als Symbol tiefster Empathie. Die Themen wie Ausländerfindlichkeit, schwere Krankheit oder Sexismus sind schwer, werden in dem Buch aber warmherzig und manchmal auch humorvoll erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und nahbar; man versteht und leidet mit. Auch die Dialoge, die "mitwachsen" von klein auf bis ins Erwachsenenalter, sind gut ausgearbeitet. Das Buch hat mich emotional auf Reisen geschickt: fröhlich in meine Jugend, vertraut im Thema Freundschaft, aber auch traurig und tief berührt.










