Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Andrée Feyertag:
In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge
....Schauplätze herrlich charakterisiert. Die Personen wunderbar beschrieben...
Bis zur letzten Seite hat mich das Buch tief bewegt - es macht die Subjektivität der eigenen Wahrnehmung so deutlich. Die einzelnen Schauplätze herrlich charakterisiert. Die Personen wunderbar beschrieben.
Was mir besonders gut gefallen hat, war dass der Autor es geschafft hat, jeder Generation ihre Berechtigung zu geben.
Keine der dargestellten Generationen schien am Ende aus der ihr eignen Sicht, falsch oder gar unrecht gehandelt zu haben. Auch wenn es in einer ganz anderen geografischen und historischen Situation als unserer angesiedelt ist, so fühlte ich mich betroffen - und nicht nur einmal. (Die Geburtstagsfeier - aus der Sicht des Enkels - köstlich)
Rezensionen von Andrée Feyertag:
Der Russe ist einer, der Birken liebt von Grjasnowa Olga
Bis zum Schluss war es für mich entsetzlich langweilig, von Selbstmitleid triefend
Das Thema ist sehr spannend - ich fürchte nur, dass ich Mascha in meiner Welt der Literatur nicht vermissen werde. Bis zum Schluss war es für mich entsetzlich langweilig, von Selbstmitleid triefend . Die Trauer der Hauptfigur kann ich verstehen, aber nicht empfinden. Warum der Freund ausgerechnet an den Folgen einer Verletzung aus einem Fußballspiel langwierig sterben muss, ist für mich zu abstrus.
Obwohl ich relativ leicht zu unterhalten bin , habe ich in diesem Buch jede Art von Witz vermisst. Den Titel versteh ich im Zusammenhang mit der Geschichte sowieso überhaupt nicht - obwohl ich den Titel für ein Buch prinzipiell sehr gut finde. Das Thema der verschiedenen europäischen Neukulturen finde ich total interessant. Sie hat aber auch wirklich kein Klischee ausgelassen.
Rezensionen von Andrée Feyertag:
Der Russe ist einer, der Birken liebt von Grjasnowa Olga
Das Buch hat mir ausnehmend gut gefallen.......
Das Buch hat mir ausnehmend gut gefallen und war sehr spannend zu lesen. Obwohl es nicht ganz "rund" ist und an manchen Stellen die Nachvollziehbarkeit fehlt, hat es mich "gepackt". Es verwundert mich der ein wenig der Titel, da eine Tigerfrau im Deutschen etwas anderes bedeutet als das Englische "The tiger`s wife".
Aus der Geschichte heraus, die wenig Schlüpfriges enthält - worauf der Titel "Tigerfrau" eher hindeuten würde - hätte ein Titel wie "Tigerweibchen" vielleicht besser gepasst. Sehr erstaunt war ich über die altvatrische Sprache. Das Buch hätte jemand aus meiner Generation schreiben können - ich habe es vielleicht deswegen genossen, da ich Zeit und Sprache sehr gut verstanden habe und mich gut hineinversetzen konnte. Für jemanden, der der nächsten Generation angehört, war die Sprache nicht modern genug. Alles in allem hat es mir aber sehr gut gefallen.
Rezensionen von Andrée Feyertag:
Er ist wieder da von Vermes Timur
Es ist witzig zu lesen, obwohl der Inhalt in keinster Weise witzig ist...
Mit unglaublicher Schärfe die Unschärfen der heutigen Gesellschaft und Politik auf den Punkt gebracht, meen Führa. Interessant, dass das Ende offen bleibt. Sprachlich lebt das Ganze beabsichtigt doch sehr vom seinerzeitigen Dictus des Herrn Hitler. Es ist witzig zu lesen, obwohl der Inhalt in keinster Weise witzig ist.
Das Buch ist äußerst beunruhigend.
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Polarrot von Patrick Tschan
... Polarrot hat für mich den rasantesten Start in einen Roman! Die Sprache, der Stil, der oftmalige Wortwitz - Sonderklasse!
Polarrot von Patrick Tschan hat für mich den rasantesten Start in einen Roman und hält dieses Tempo für mich bei. Die Sprache, der Stil, der oftmalige Wortwitz, Sonderklasse.
Die Story: ein breites Spektrum durch das Leben eines aus einfachen Verhältnissen und vom Vater und vom Schicksal mehrfach geprügelten Menschen in der Schweiz; und all das vor dem Hintergrund der Zwischenkriegszeit und dem 2.
Weltkrieg. Also Grundlagen genug für eine tiefschürfende emotional-analytische Betrachtung, wie schwer es damals war und welche Auswirkungen dies auf uns heute noch hat. Doch weit gefehlt, davon keine Wort.
Mit einer Leichtigkeit schildert Patrick Tschan in Kürze das vielfach Schwere und Belastende und lässt dann seinen Jack Breiter selbstbestimmt aus den jeweiligen Situationen das Beste machen. Vom Senfverkäufer über den Farbenverkäufer zum Goldschmuggler, vom Bauern und (schwarzen) Weinhändler zum Menschenschmuggler, vom Liebhaber über den Ehemann zum Witwer, er nimmt in seinem Leben alles so, wie es sich gerade ergibt, aber nie lange mit dem Schicksal hadernd.
Ein Roman, spannend und rasant, bestens geeignet, an einem Wochenende in einem Stück verschlungen zu werden. Und am Ende steht für mich die auch heute aktuelle Botschaft: Weniger jammern und mehr aus eigener Kraft und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten tun.
Patrick Tschan hat mit Polarrot das Zeug für einen Bestseller, allerdings auf sehr hohem Niveau.
Rezensionen von Andrée Feyertag:
Polarrot von Patrick Tschan
Vielen Dank für dieses unterhaltsame Buch, es ist kurzweilig und teilweise sehr spannend...
Vielen Dank für dieses unterhaltsame Buch. Polarrot hat mir die "Neutralität " der Schweiz wieder in Erinnerung gerufen. Das Buch ist kurzweilig und teilweise sehr spannend. (Die Figuren sind mir durchwegs unsympathisch.) Es ist dem Autor, meiner Meinung nach, sehr gut gelungen, so viel offen zu lassen, dass man doch weiterlesen möchte.
Die Geschichte ist in sich rund, wobei das Ende dann doch unerwartet ist. Jedenfalls ist das Buch unter dem Begriff "Unterhaltung" einzuordnen. Selbst dem Aufenthalt im KZ wird die Schwere genommen.
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Er ist wieder da von Vermes Timur
...etwas vom Besten, was mir in den letzten Jahren untergekommen ist.
Timur Vermes ist mit ?Er ist wieder da? ein Meister seines Faches und mutig noch dazu. Wer traut sich schon, uns einen satirischen Spiegel der Kritik vor die Nase zu halten, der unsere Gesellschaft und Politik aus dem Blickwinkel von ?Mein Kampf? betrachtet. Und das noch dazu mit der Figur, den Worten und der Rhetorik von Adolf Hitler.
Das Buch liest sich leicht und geht doch in die Tiefe. Es führt zum Lachen und gleichzeitig zum Nachdenken über das, worüber ich soeben gelacht habe. Es zeigt, wie einfach Kritik an vielen Aspekten unserer Gesellschaft ist, auch und vor allem mit den Worten des Dritten Reiches. Es zeigt aber auch ? und dies aus den historischen Fakten belegt ? wie rasch berechtigte Kritik zu Verachtung und Ausgrenzung Anderer führen kann, nur durch gezielte Worte vor dem richtigen Publikum. Insofern ist dieses Buch auch ein erhobener Zeigefinger.
Dieses Buch kann aber auch für viele ein literarisch ? satirischer Grund sein, sich mit den historischen Fakten des Dritten Reiches tiefer auseinanderzusetzen, was in Zeiten von Wikipedia sehr leicht von der Hand, besser gesagt von der Tastatur geht. Mit einem solchen Wissen zeigt sich die tiefe Brillanz und das Können von Timur Vermes in ?Er ist wieder da.?
Etwas vom Besten, was mir in den letzten Jahren untergekommen ist.
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Der Russe ist einer, der Birken liebt von Grjasnowa Olga
...die vom Kern her eher tragische Geschichte mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit erzählt...
Der Roman "Hotel Nirgendwo" von Ivana Bodro?ic hat mir gut gefallen; sie hat die vom Kern her eher tragische Geschichte mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit erzählt. Und es dürfte gerade diese Leichtigkeit des Erzählens sein, die beim Weglegen des Buches eine erneute Nachdenklichkeit über die Folgen des Krieges südlich von uns bei den betroffenen Menschen hat entstehen lassen.
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Der Russe ist einer, der Birken liebt von Grjasnowa Olga
....eines der besten Bücher, die ich heuer gelesen habe.
Ich habe viele Anläufe gebraucht, um bei diesem Buch in den Lesefluss zu kommen; erst spät hat es begonnen, eine Faszination auf mich auszuüben. So ab dem ersten Drittel ist es mir dann schwer gefallen, das Buch wegzulegen.
Die Verknüpfung der einzelnen Geschichten empfinde ich als sehr gelungen, besonders haben mich aber die Sprache (Kompliment an die Übersetzerin!), die dadurch geschaffenen Bilder und die hervorgerufenen Stimmungslagen beeindruckt.
Rein beispielshaft habe ich die Beschreibung der Wahrnehmungen und Empfindungen des Tigers nach dem Verlassen des zerbombten Zoos und seine Eingewöhnung an das Leben in Freiheit mit Hochgenuss gelesen und mich an den Ausdrucksformen delektiert.
Dass einige wenige Schilderungen nicht ganz glaubwürdig sind (in einem Dorf in den Bergen in unmittelbarer Nähe zur vermutlich dalmatinischen Adria dürften wohl kaum strenge Winter mit monatelangem Schnee und Frost vorgekommen sein) kann wohl übersehen werden, weil auf der anderen Seite die Darstellungen so präzise und überzeugend waren, dass ich einige Male (natürlich vergeblich) versucht habe, die Orte der Handlungen auf einer Landkarte zu finden.
Kompliment an Téa Obrecht, eines der besten Bücher, die ich heuer gelesen habe.
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Massimo Marini von Rolf Dobelli
Das Buch hat mich auf mehreren Ebenen sehr tief berührt
Das Buch hat mich auf mehreren Ebenen sehr tief berührt. Zum einen als Rechtsanwalt, zum anderen aber hat es mich in meine Kindheit zurückgeführt, in der ich einige Kontakte zu so genannten ?Gastarbeitern? und deren Lebensbedingungen in Baracken in Vorarlberg miterlebt habe.
Losgelöst von diesen persönlichen Berührungspunkten hat mich das Buch in seinen Bann gezogen.
Die Verflechtung der einzelnen Erzählebenen und deren jeweilige Zusammenführung zu Schnittpunkten hat mich dazu gebracht, dass ich das Buch quasi in einem Stück durchgelesen habe.
Für mich hat sich das Buch "wie aus einem Guss" gelesen. In mancher Hinsicht habe ich Parallelen zu Martin Suter erkannt, allerdings gefällt mir die von Rolf Dobelli gewählte Sprache und sein Erzählstil wesentlich besser, weil die Handlungsabläufe bei Rolf Dobelli bei mir kein so bedrückendes Gefühl der Ausweglosigkeit ausgelöst haben, wie in den meisten Büchern von Martin Suter.






