Kunden em pfehlungen
Rezensionen von BookHook:
Recovery von Reizel, Manuela
Ein hochaktuelles Thema aus der Welt der Geheimdienste und Netzaktivisten
Zum Inhalt:
Ein Mord. Eine Speicherkarte mit unbekanntem, wahrscheinlich äußerst brisantem Inhalt. Ein Leak, gegen das sämtliche WikiLeaks-Enthüllungen Peanuts sein sollen. Netzaktivisten, Whistleblower, unabhängige Enthüllungs-Journalisten, Geheimdienste- und Organisationen und dazu noch rechtsradikale Gruppierungen.
Und mittendrin ein Hacker, der mit all dem eigentlich gar nichts mehr zu tun haben wollte?
Meine Meinung:
Nach einem sehr spannenden und temporeichen Auftakt folgen leider eher spannungslose Szenen aus einer Softwarefirma für Computerspiele (gespickt mit sehr vielen EDV-Fachbegriffen), einer Nachrichtenredaktion und einer Psychologiepraxis. Dazu kommt noch ein Perspektivwechsel in der Erzählweise, was mich zunächst durchaus verwirrt hat. Insgesamt habe ich über ca. das erste Drittel nur sehr schwer in das Buch und dessen Handlung hineingefunden. Auch ist mir bis dato keine der vielen Personen wirklich näher gekommen. Die vielen EDV-Fach- und Slangbegriffe, von denen nur ein Teil im Glossar am Ende des Buches erklärt ist, haben ihr übriges getan, mir ein flüssiges Lesen zu erschweren.
Erst als ich mich endlich im zweiten Drittel in die Geschichte hineingelesen hatte, kamen wieder Spannung und Lesefreude auf. Die Personen wurden plastischer, teilweise auch sympathischer, und die Handlungsstränge begannen, sich in Teilen miteinander zu verweben. Das gefühlte Finale kommt dabei schon ein gutes Stück vor dem Ende, dafür werden im Folgenden noch (nahezu) alle Handlungsstrände aufgeklärt. Schade fand ich nur, dass dabei nicht alle Stränge zusammengeführt worden sind.
FAZIT:
Man muss bereit sein, dem Buch eine Chance zu geben und sich auch auf die vielen Begriffe aus der EDV-/Hackserszene einlassen zu wollen. Dann entspinnt sich eine spannende Story aus der Welt der Netzaktivisten und Geheimdienste. Doch das, was der Klappentext versprochen hat, wurde für mein Empfinden nicht vollständig gehalten. Daher vergebe ich insgesamt gut gemeinte 3 Sterne mit der Tendenz zu 4.
Rezensionen von BookHook:
Recovery von Reizel, Manuela
Ein kleiner, humorvoller Stimmungsaufheller
Wer selber Kinder hat kennt ihn: Diesen unglaublichen Weltschmerz kleiner Kinder, begleitet von literweise Tränen und einem Geschrei, dass selbst Eric Adams von Manowar (ja genau, die lauteste Band der Welt!) übertönen würde. Und man selbst sagt zu sich: ruhig bleiben! Ruhig bleiben! RUHIG BLEIBEN! Und man zählt sicherheitshalber mal schnell bis einemillionenvierhundertsiebenundachzigtausendfünfhundertundelf um noch das letzte bisschen Ruhe zu bewahren.
Und warum das alles: Weil die Bärchenwurst alle ist?
In ?99 Gründe, warum mein Kind weint? präsentiert der Autor Greg Pembroke auf rd. 120 Seiten eine wunderbare, kleine Sammlung von Bildern der weinenden kleinen Lieblinge mit den passenden Sprüchen dazu, wie beispielsweise ?Wir haben ihr verboten, Abfall aus dem Mülleimer zu essen? oder auch ?Er darf nicht in die Spülmaschine klettern?.
Die Bilder sind in acht Kapitel zusammengefasst (?Wie alles begann?, ?Feinschmecker?, ?Große Erwartungen?, ?Draußen?, ?Geschwisterglück?, ?It´s my party, and I cry if I want to?, ?Konversation? und ?Das Ende eines perfekten Tages?), die alle mit einer kurzen, humorvollen Einleitung versehen sind (Zitat: ?Kleinkinder wissen, dass zur Essenszeit eine Brokkoli-Schlacht stattfindet, bei der nur die Stärksten, Klügsten und Schnellsten eine Chance haben, zu überleben.?).
Am Ende dieses kleinen Buches finden sich dann noch sechs Seiten mit leeren ?Bilderrahmen? für eigene Fotos und passende Sprüche dazu. Eine schöne Idee, um dieses Buch noch zu personalisieren. Bilder und Erinnerungen dazu haben wohl alle Eltern zur genüge?
FAZIT:
Beim Lesen des Buches musste ich stellenweise wirklich herzhaft lachen und ja, manche Situationen kamen mir sehr bekannt vor! Das Buch eignet sich prima als kleiner Stimmungsaufheller für zwischendurch.
Rezensionen von BookHook:
Die Suche Thriller von Louth Nick
Spannend, brisant und top-aktuell ? ein waschechter Page-Turner
Zum Inhalt:
Eigentlich wollte Max Carver, Künstler und Ex-Mitglied der US-Küstenwache, seine Kunstwerke in Amsterdam ausstellen und seiner Freundin, der Malaria-Forscherin Erica Stroud-Jones einen Hochzeitsantrag machen. Doch dann verschwindet Erica mitten in der Nacht spurlos, ihr Laptop wird von einer Frau am helllichten Tage geklaut und eine mysteriöse Malaria-Infektion breitet sich in Amsterdam aus.
Auf seiner Suche nach Erica gerät Max zwischen alle Fronten...
Meine Meinung:
Dieser Thriller hat mich bereits nach den ersten paar Seiten vollständig in seinen Bann gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Dabei ist es mir jedes Mal schwer gefallen, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen hätte, wenn ich genügend Lesezeit dafür zur Verfügung gehabt hätte!
Die Story, die Nick Louth entwickelt hat, besticht durch einen anhaltend hohen Spannungs-Level, einige unvorhergesehene Wendungen sowie durch eine große Portion Action und Tempo. Eine perfekte Thriller-Mischung also. Hinzu kommt eine sehr interessante wie gleichfalls beängstigend realistische Grundidee: Krankheiten gezielt einzusetzen. Für seine Erzählung setzt der Autor sehr geschickt auf zwei Haupt-Handlungsstränge, einen im Amsterdam der Gegenwart und einen im zentralafrikanischen Busch, Anfang der 1990´er Jahre (sehr gelungen als Auszüge aus Ericas Tagebuch dargestelllt). Beide Handlungsstränge haben dabei ihre eigene Dramatik, ihre eigene Spannung. Geschickt wechselt die Story zwischen diesen Strängen kontinuierlich hin- und her, sodass Abwechslung und Tempo stets auf hohem Niveau gehalten werden.
Wer jetzt denkt, dass ?Die Suche? einfach ?nur? sehr gute Unterhaltung wäre, der irrt! Auch wenn diese natürlich primär im Fokus steht, so finden sich bei Nick Louth durchaus sehr kritische Untertöne, die die schockierenden und unmenschlichen Zustände, die leider noch heute in einigen Regionen Zentralafrikas herrschen, anprangern. Aber auch der westlichen, in weiten Teilen rein profitgesteuerten Pharmaindustrie wird der Spiegel vorgehalten. Dieses Buch hat mich beim Lesen mehr als einmal zum Nachdenken angeregt.
Mit Max Carver hat der Autor einen Protagonisten entworfen, der dem Leser nicht unbedingt sympathisch sein muss, der aber sehr gut zur Story passt uns insgesamt glaubhaft und authentisch ?rüber kommt?. Auch die Figur der schillernden Lisbeth ist für meinen Geschmack sehr faszinierend gelungen. Arrondiert werden die Protagonisten von mehreren Nebencharakteren, die oftmals sehr speziell gezeichnet sind, manchmal schon an der Grenze zum Klischeehaften (oder ein Stückchen darüber hinaus), was mich persönlich aber nicht weiter gestört hat. Sehr gelungen fand ich hingegen die ?Charakterentwicklung?, die der Autor rund einem halben Dutzend seiner Charaktere beschert hat. Hier darf man sich auf die ein oder andere handfeste Überraschung gefasst machen!
FAZIT:
Wahnsinnig spannend bis zum Schluss: Ein echter Page-Turner mit einer beängstigenden Grundidee und gesellschaftskritischen Untertönen.
Rezensionen von Buchfreak:
Der Sommer, in dem es zu schneien begann Roman von Clarke Lucy
Mehr als nur eine Sommerlektüre
In "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" von Lucy Clarke geht es um die 29-jähriege Eva, die durch einen Unfall ihren Mann verliert und durch eine Reise in seine Heimat versucht mit dieser Situation klar zu kommen. Was dort allerdings passiert hätte sie nie erwartet und es bringt ihr komplettes Leben noch mehr durcheinander.
Ich liebe den Schreibstil von Lucy Clarke. Sie versteht es wirklich die Gefühle und Emotionen so subtil zu beschreiben, das sie für den Leser absolut nachvollziehbar sind. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und überzeugt mit einer guten Mischung aus wörtlicher Rede und Umschreibungen. Besonders die Beschreibungen der Umgebungen haben mich mitgerissen. Man befindet sich mit an der Küste Englands und spürt die Sonne Tasmaniens auf der Haut.
Es gibt sehr viele Wendungen und überraschende Momente auf den 400 Seiten dieses Buches, die allerdings nicht aufgesetzt aneinander gereiht sind sondern durch viele kleine Hinweise in die Geschichte eingeflochten ist.
Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und haben sehr detaillierte Verhaltensweisen, die sie auszeichnen. Einzig Eva, eine der Hauptfiguren, handelt in meinen Augen nicht immer ihrem Alter entsprechend. Aber auch das gehört zu ihrer Geschichte und macht sie authentisch.
Das Ende ist halboffen. Zwar werden die Geheimnisse und die Spannung die sich im Laufe des Buches auftürmen aufgelöst aber für welches Leben sich Eva letztendlich entscheiden wird bleibt offen und der Phantasie der Leser überlassen.
Das tolle Cover mit dem blau/weiß-gewellten Buchschnitt ist wunderschön und fällt direkt ins Auge. Zwar war mir der Titel nicht wirklich schlüssig, aber jetzt, wo ich das Buch beendet habe weiß ich, es gibt wohl keinen passenderen Titel für diese Zeilen. Denn es dreht sich alles um "Den Sommer, in dem es zu schneien begann".
Ich empfinde dieses Buch als sehr lesenswert, da es von allem etwas beinhaltet: Liebesgeschichte, Trauerbewältigung, Lüftung verschiedener Geheimnisse und ein Familiendrama.
Rezensionen von Krimine:
Der Sommer, in dem es zu schneien begann Roman von Clarke Lucy
Eine Geschichte, die voller Rätsel steckt und ihre Leser tief berührt
An einem stürmischen Wintertag geschieht das Unfassbare. Evas Mann Jackson wird bei einem Angelausflug ins Meer gespült und taucht trotz eingeleiteter Suchmaßnahmen nicht wieder auf. Ein tragischer Verlust, der nicht ohne Folgen bleibt. Denn die junge Witwe, die nach dem Unfalltod ihres Mannes in seiner australischen Heimat Trost finden will, wird auf Tasmanien mit schockierenden Tatsachen konfrontiert und mit einer Familie, die wenig begeistert von ihrem Auftauchen ist.
Der Sommer, in dem es zu schneiden begann" ist nach Die Landkarte der Liebe" der zweite Roman, den die englische Autorin Lucy Clarke veröffentlicht hat. Mit viel Gefühl, einer bildhaften Schreibweise und überraschenden Wendungen erzählt sie die Geschichte einer jungen Frau, die sich den Tücken des Lebens stellen muss. Aber nicht nur ihre Sichtweise wird von der Autorin überzeugend und mit einem Gespür für emotionale Höhen und Tiefen erzählt. Auch die Gedanken ihres verunglückten Ehemanns fügt sie nachvollziehbar in den Verlauf der Handlung ein und gibt dem Leser so die Möglichkeit, an vergangenem Unrecht und gegenwärtigen Schicksalsschlägen teilzuhaben.
Fazit:
Der Sommer, in dem es zu schneiden begann" ist ein bewegendes Buch, das den Leser tief in die Gedankenwelt seiner Figuren eintauchen lässt und das ungeahnt fesselnd in Erscheinung tritt.
Rezensionen von Ela_Ela:
Caroline & West - Überall bist du von Knox Ruthie
Ein warmherzige Geschichte die direkt ins Herz geht :)
Inhalt: WAS IST, WENN DU DER LIEBE DEINES LEBENS FOLGST UND SIE DICH ZERSTÖRT? Als die Studentin Caroline Piasecki mit ihrem Freund Schluss macht, rächt dieser sich, indem er intime Fotos von ihr im Internet postet. Über Nacht scheint Caros Leben und ihre Zukunft als Anwältin zerstört. Ihr geheimnisvoller Nachbar ist da so ziemlich der Letzte, dessen Nähe sie jetzt suchen sollte.
West Leavitt ist unverschämt attraktiv, ein Draufgänger. Über seine Vergangenheit spricht er nie, und es heißt, dass er mit Drogen dealt. Doch ausgerechnet bei ihm hat Caro das Gefühl, dass sie sich nicht verstellen muss. Obwohl die beiden wissen, dass zwischen ihnen nicht mehr als Freundschaft sein darf, kommen sie sich bald sehr nahe. Und plötzlich sieht Caro sich nicht nur mit den Problemen ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert ?
Caroline hat ihr Leben schon vorgeplant, sie will nach der Uni auf eine Fakultät gehen um noch weiter Jura zu studieren und wie ihr Vater Richterin werden. Doch als Caro mit ihrem Freund Nate Schluss macht und dann Nacktbilder im Internet auftauchen, ist sie überzeugt ihre Pläne über den Haufen werfen zu können. Zusätzlich sind ihre Schulkollegen und Freunde plötzlich gegen sie nur ihre beste Freundin Bridget hält noch zu ihr. Und dann gibt es noch West mit dem man so gut reden kann und die Nächte in der Bäckerei sind ihre Sensationen des Tages. Doch warum ist West so verschlossen und erzählt nix und warum hat er 3 verschiedene Jobs. Alle diese Fragen gehen Caro durch den Kopf als sie sich näher kennenlernen. Und natürlich verliebt sich Caro in West und er scheint ihre Gefühle zu teilen, sie kann nicht glücklicher sein, doch dann kommt Wests Vergangenheit hoch und er muss abreisen. Haben die beiden noch eine Chance?
West ist aufgewachsen in Armut, er musste von klein auf schon für seine Mutter und Schwester sorgen, da der Vater abgehaut ist und er immer nur zurückkommt um sich Geld von ihnen zu holen. Als er auf einen Arzt bei seinem Job am Golfplatz trifft der ihm verspricht die Studiengebühren zu zahlen jedoch keine Unterkunft nimmt er diese Großzügigkeit an. Er will ein anderes Leben für seine Schwester und so geht er aufs College. Gleich am ersten Tag trifft er auf Caroline und ist gleich von Anfang an von ihr fasziniert, doch leider ist sie schon vergeben. Neben dem Studieren arbeitet er in einem Restaurant, in einer Bäckerei und er verkauft Drogen (man bekommt einfach schnell mehr Geld). Ein Jahr später sieht er bei der Arbeit in der Bäckerei das Caro Nacht für Nacht vor der Bäckerei steht und so holt er sie eines Tages rein und so verbringt er seine Nächte mit Caro während er bäckt und ihr zuhört. Zu allem Überfluss merkt er das er sich noch mehr in sie verliebt und als er sie endlich bittet seine Freundin zu werden und sie 5 Wochen glücklich waren, stürzt seine Vergangenheit über ihn zusammen und er muss sofort abreisen. Doch kann aus im und Caro nochmal etwas werden?
Ich hab mir gedacht da ich das Buch zu meinem Geburtstag bekommen habe ich lese mal ein paar Seiten rein und dann konnte ich einfach nicht mehr aufhören. Dieses Buch hat mich gepackt und einfach nicht mehr losgelassen. Ich habe wie eine Besessene gelesen und als ich dann fertig war, war ich einfach überwältigt die Gefühle die es ausgelöst hat zu verarbeiten. Es ist einfach der Wahnsinn. Doch wer vermutet das das nur ein Abklatsch von Shades of Grey für Jugendliche ist irrt sich gewaltig. Dieses Buch ist sovieles mehr. Und ich finde es einfach nur schlimm was man mit Caroline gemacht, doch in der heutigen Zeit der Technologie kommt das sicher öfter vor. Leider. : ( Ich war so enttäuscht das der 2. Teil noch nicht erschienen ist, aber ich kann es kaum erwarten. :)
Fazit: Dieses Buch ist absolut lesenswert und rührt einen zu Tränen. Ein Wahnsinn. Es trifft direkt ins Herz.
Serie:
1. Caroline & West - Überall bist du
2. Caroline &West - Lass mich nie mehr los (erscheint im Juni 2015 :))
Rezensionen von Naddlpaddl:
Mein Herz und andere schwarze Löcher von Warga Jasmine
Mein Herz und andere schwarze Löcher
Ich hatte sehr große Erwartungen an dieses Buch. Hatte gehofft endlich mal wieder einen Roman zu lesen der berührt und unter die Haut geht. Der mich tagelang nicht schlafen lässt und bei dem ich auch mal wieder hemmungslos die Tränen fließen lassen kann. Leider wurden all diese Erwartungen nicht im Mindesten erfüllt.
Ich habe als Leser eine Protagonistin vorgesetzt bekommen, die labil ist wie ein Fähnchen im Wind. Ist im einen Moment die Welt noch furchtbar traurig und dunkel, so ist sie im nächsten plötzlich wieder von der Sonne erhellt. Ihre Probleme die sie hat sind hausgemacht. Sie lässt niemanden an sich heran und stößt alle die versuchen ihre erbaute Mauer zu erklimmen von sich weg. Natürlich könnte man jetzt sagen: Ist doch typisch für Depressive, die machen das nun mal so und merken selbst gar nicht, dass die Menschen sie lieben. Ja das mag sein. Aber Aysel ist nicht depressiv. Aysel ist in meinen Augen ein junges Mädchen, vom Schicksal gebeutelt einen Mörder zum Vater zu haben. Ja auch diese Tatsache könnte depressiv machen. Doch mir als Leser kam Ayses Verhalten wahnsinnig gespielt vor. Sie machte den Eindruck, als hätte sie sich angelesen, wie man sich als depressiver Mensch verhält und Versucht nun dieses Wissen in ihren Alltag zu integrieren. Sie macht für mich in dem Buch eine Depression zu einer Modeerscheinung. Denn genau so wirkt es bei ihr. Sie fühlt sich traurig und scheiße, also macht sie das Beste drauf und spielt die Depressive und möchte ihrem furchtbaren Leiden nun endlich ein Ende setzen. Sie ist für mich einfach nicht authentisch.
Vielleicht liegt das an dem lockeren Stil der Autorin oder an der Art die sie Aysel auf dne Laib geschneidert hat. Man hat nämlich das Gefühl Aysel weiß gar nicht was ernst sein ist. Ihre Kommentare triefen alle vor Ironie und Sarkasmus. Alles wird so auf die leichte Schulter genommen. "Hey ich bin depressiv und will mich umbringen, was solls." Dieser Eindruck wird bei mir erweckt.
Dadurch konnte ich natürlich keinerlei Beziehung zu Aysel aufbauen, im Gegenteil, ich habe sie gehasst! Ich habe sie wirklich gehasst! Allein schon weil ich mir während des ganzen Lesens dachte, das ein wirklich depressiver Mensch sich doch von ihr verarscht fühlen muss!
Sie ist für mich eine der schlechtesten Protagonistinnen, die ich je erleben musste.
Doch Roman hingegen konnte überzeugen. Leider hat er sich aber ausgesucht zusammen mit Aysel zu sterben. Ich hätte wirklich lieber einen Roman mit ihm alleine gelesen. Er selbst hat den Tod seiner eigenen Schwester verursacht und ich muss sagen, wenn ich seine Mutter wäre, ich glaube ich könnte ihm das auch nicht verzeihen. Und genau das ist der Grund für seinen Todeswunsch. Er kann sich nicht vorstellen, dass seine Eltern ihn noch lieben und eigentlich hasst er sich selbst für das, was er getan hat. Ich kann es verstehen! Roman habe ich alles abgekauft. Für mich ist er der wirklich depressive! Derjenige der professionelle Hilfe benötigt. Bei ihm merkt man auch auf jeder Seite wie sehr er trauert und das nichts ihm mehr so wirklich Freude bereiten kann. Selbst als er sich merklich in Aysel verliebt, ist diese Liebe für ihn Nebensache und er hält fest an seinem Entschluss. Er möchte wirklich sterben!
Gerade in diesem Zusammenhang war mir das Ende zu schnell. Weder mit Aysel noch mit Roman macht man einen Verarbeitungsprozess durch und plötzlich ist man schon mit beiden am Ende ihres Weges angekommen. Für mich alles leider irgendwie zu schnell und abgehakt und damit auch unrealistisch. Wieder fehlt die Authentizität.
Ich konnte mich wirklich nur durch dieses Buch ringen, weil die Schrift so groß war und die Kapitel recht kurz. Anders kann ich es leider nicht sagen.
Schwache Charaktere und fehlendes authentisches Verhalten haben mich von Langeweile in - fast schon - Hass getrieben. Teilweise hat mich Aysel wirklich aggressiv gemacht und ich hätte sie gerne geschüttelt.
Leider wenig berührend und auch wenig aussagekräftig.
Trotz dessen möchte ich die Idee dahinter und den flotten jugendlichen Stil und ganz vor allem die Beschreibung der Qualle honorieren!
Rezensionen von Aglaya:
Die Suche Thriller von Louth Nick
Erschreckende Seuche
In Amsterdam breitet sich eine neue, sehr gefährliche Form von Malaria aus und eine Wissenschaftlerin, deren Forschung sich um diese Krankheit dreht, verschwindet.
Die Geschichte wird grösstenteils aus der Sicht des Künstlers Max Carver erzählt, dem Freund der verschwundenen Wissenschaftlerin Erica.
Unterbrochen wird die Handlung immer wieder durch Tagebucheinträge von Erica, die diese während ihres Afrikaaufenthaltes 1992 geschrieben hat. Diese Abschnitte bauen mit der Zeit eine ausführliche Nebenhandlung auf und haben mich eigentlich mehr beeindruckt, als die Haupthandlung an sich. Wie die beiden Handlungsstränge zusammenhängen wird erst am Schluss klar. Der Schreibstil des Autors Nick Louth liest sich flüssig, der Handlungsort Amsterdam wird aber nur schemenhaft beschrieben, sodass der Leser sich etwas anstrengen muss, um die Stadt bildhaft vor sich zu sehen.
Während der Lektüre konnte ich mich nicht entscheiden, ob mir der Protagonist Max wirklich sympathisch ist. Obschon er zu ?den Guten? gehört und seine Motive nachvollziehbar sind, ist er mir zu ungestüm und auch zu gewalttätig. Er scheint lieber einmal zu viel dreinzuschlagen, als sich einmal unnötig früh zurückzuziehen. Auch von den anderen Charakteren sind mir eigentlich nur Saskia und Erica wirklich sympathisch, alle anderen scheinen mehr oder weniger Dreck am Stecken zu haben.
?Die Suche? hat mich dazu motiviert, mich etwas mit dem Thema Malaria zu befassen. Ich dachte bisher, gegen diese Krankheit gebe es einen Impfstoff und sie lasse sich recht einfach behandeln. In meiner Vorstellung war der einzige Grund für die Millionen von Malariatoten vor allem in Afrika schlicht das fehlende Geld. Nun musste ich feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Es gibt bisher keinen Impfstoff (lediglich eine Prophylaxe, um den Verlauf abzuschwächen), zudem werden die Erreger zunehmend Resistent gegen die bestehenden Medikamente. Aber immerhin wird trotz den bescheidenen Aussichten auf finanziellen Erfolg (arme Menschen können sich schlicht keine teuren Medikamente leisten) weiterhin an der Bekämpfung dieser Krankheit geforscht (Wikipedia-Artikel zum Thema).
Obschon mir einige Kritikpunkte aufgefallen sind, hat mich die Lektüre von ?Die Suche? gut unterhalten. Das Buch war spannend geschrieben und die Auflösung in sich logisch und dennoch nicht allzu voraussehbar mit einigen Überraschungen. Ich empfehle dieses Buch gerne an Fans von Medizin-Thrillern weiter, mit der Anmerkung, dass es stellenweise doch sehr brutal ist, sensiblere Gemüter sollten sich daher von ?Die Suche? eher fernhalten.
Rezensionen von Lisa Kulle, Buchhandlung Heyn, Klagenfurt:
The Selection von Kiera Cass
An enchanting fairytale
For 35 girls, the Selection is their chance to find love as well as wealth. This should be the dream of everyone. Not so for America. More accidantally than on purpose she becomes one of the finalists. Everything changes and although America doesn't want herself to win the competition, to win Prince Maxons heart, she soon realizes that she can't just go back home.
A delightful and rousing urban fairytale about love and the difference between social castes.
Rezensionen von SweetSmile:
Der Sommer, in dem es zu schneien begann Roman von Clarke Lucy
Ist es Schicksal?
persönliche Wertung:
Das Buch "Der Sommer, an dem es zu schneien begann" ist für mich ein sehr besonderes! Es ist toll geschrieben und es passiert über die ganze Handlung immer wieder Unvorhersehbares. Selten habe ich ein Buch gelesen, dass mich, wie dieses, immer wieder aufs neue überrascht! :)
Die Geschichte mit ihren Charakteren und vor allem auch dem Ort der Handlung haben mich absolut von sich überzeugt.
Die Autorin schafft es einen in die wunderschöne Tasmanische Welt zu entführen. Ich habe richtig Fernweh bekommen und könnte mir jetzt gerade nichts schöneres vorstellen, als diese ferne Welt zu erkunden.
Durch den Erzählperspektivenwechsel bekommt das Buch eine tolle Energie, die Spannung, Gefühle und Verständnis, der Gedanken der Protagonisten, im perfekten Maße verbindet.
Eva und Saul sind wunderbar, auf jeder Seite fühlte und fieberte ich mit ihnen! Auch Callie ist eine tolle Persönlichkeit, für Eva eine super Freundin, sie hätte keine bessere haben können!
Die Thematik des Romans und auch die Umsetzung sind für mich perfekt abgestimmt. Das Lesen macht einfach Freude...
Fazit:
Ein wunderschönes Buch mit einer sehr besonderen und faszinierenden Geschichte, die man einmal begonnen nicht wieder aus der Hand legen kann! :)







