Kunden em pfehlungen
Rezensionen von t_geyer@gmx.de:
Seelen im Eis von Sigurdardóttir Yrsa
Trotz Kritik lesenswert
Wenn der Prolog bereits einen Teil der weiteren Geschichte vorweg nimmt, dann kann ich mich damit oft nur bedingt anfreunden, und so war es, zumindest im Nachhinein betrachtet, leider auch hier. Trotzdem kam mit dem Prolog schon ein erstes Kribbeln auf, und ich begab mich gespannt auf eine Reise, die in zwei Handlungssträngen abgearbeitet wurde.
Beiden Zeitschienen, Vergangenheit und Gegenwart, widmete die Autorin hierbei in etwa die gleiche Aufmerksamkeit.
Der Schreibstil gefiel mir gut und ist flüssig zu lesen. Die isländischen Namen fand ich eingängig, so dass es auch hier zu keinerlei Schwierigkeiten kam. In ihrer Ausgestaltung waren die Figuren gut, wobei ich mir hier und da noch etwas mehr erwartet hätte, um sie mir noch besser vorstellen zu können. Charakterlich dürften die Person unterschiedliche Meinungen hervorrufen, denn sie waren doch manchmal etwas speziell. Ich persönlich fand sie aber trotzdem in sich stimmig, und in ihrem Zusammenspiel mit den anderen Figuren weitgehend gut und glaubhaft.
Die Autorin versucht durch verschiedene Effekte eine düstere, unheimliche Stimmung zu schaffen. Das gelang ihr leider nur in Teilen, denn hier sprang der Funke nicht immer über. Zusammen mit einer vagen Vorhersehbarkeit der Geschichte, die durch viele kleinere Andeutungen verursacht wurde, hatte das zur Folge, dass der Spannungsbogen nicht durchgängig gehalten werden konnte. Besonders der Mittelteil litt verstärkt darunter, was von dem spannenden Ende aber zum Teil wieder wett gemacht wurde.
Letztlich wurden die Begebenheiten (auch die aus dem Prolog) aufgeklärt, allerdings nicht ohne ein paar kleine, strittige Sachverhalte zurück zu lassen, die wohl der persönlichen Interpretation des jeweiligen Lesers überlassen sind.
Mit diesem Roman durchbricht die Autorin die Reihe um die Rechtsanwältin Dóra Guðmundsdóttir, denn man hat es hier mit einem ?Solowerk? zu tun. Daher kann man den Thriller bedenkenlos, auch ohne Vorkenntnisse lesen. Trotz der Kritik lesenswert.
Rezensionen von Petstu:
Erwartung. Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q,8 Audio-CD von Jussi Adler-Olsen
Spannung pur
Wenn ein Hörbuch einem so fesselt, dass man nach 400 Kilometer Autofahrt selbst in der heimischen Garage noch nicht "aufhören" kann, dann ist Spannung Programm! Danke an Barbara in der Buchhandlung Bozen für die gute Empfehlung!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von PetstuRezensionen von HEYN Leserunde Dagmar Pfleger:
Erwartung. Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q,8 Audio-CD von Jussi Adler-Olsen
CADASIL-Erkrankung, Menigeome, Craving, Transiente Globale Amnesie? oder Pseudodemenz - diese und sieben andere Krankheitsbilder verpackt der Autor Christof Kessler in 12 kurze Geschichten, in denen er die jeweils mögliche Behand-lung mit einer Rahmenhandlung kombiniert. Medizinische Beschreibungen, etwa über ?zusammengequetschte Hirnfurchen?, Tumore, Synkopen und weitere fachspezifische Termini unterstreichen bildhaft seine Schilderungen.
Dabei bieten Kesslers Geschichten beides: durchaus Interessantes aber auch Fla-ches, das mich immer wieder nach mehr Intensität hinsichtlich Handlung und Spra-che hoffen ließ.
Die erste Geschichte ?Wahn? fesselte mich durch die außergewöhnliche Schilde-rung, wie der Parkinson-Patient Sommerfeld in eine dramatische Medikamentenabhängigkeit schlittert. Kessler schaffte es hier, mich mit dieser Geschichte neugierig auf die nächsten zu machen. Was aber am Beginn spannend zu werden versprach, entpuppte sich für mich im Laufe der Seiten doch zu einer gewissen Routine der ?Abhandlungen?: Einstieg mittels einer kleinen ?story? gefolgt von einer plötzlich auftretenden Krankheit oder einem besonderen Verhalten einer dargestellten Person, der Beschreibung der Behandlung ? umsponnen von einer oft flachen Geschichte, die meist abrupt endet. Ich hätte mir etwas mehr Tiefe und eine weniger nüchterne Sprache gewünscht.
Grundsätzlich finde ich die Idee, Krankheitsbilder in dieser Weise literarisch aufzubereiten, gut und ansprechend. Auf diese Weise kann ich es aber nicht empfehlen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Erwartung. Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q,8 Audio-CD von Jussi Adler-Olsen
wo ist die Grenze zwischen Erfindung und medizinischer Realität?
Es sind Fallgeschichten aus der Praxis eines Neurologen, erzählerisch gestaltet und ziemlich dramatisch verbrämt, nehme ich an. Ich kann mir vorstellen, dass Veränderungen im Gehirn bewirken, dass man Wahnvorstellungen hat, sein Gedächtnis verliert oder bei schweren Depressionen Fehlentscheidungen trifft.
Aber führt das tatsächlich zu solch unglaublichen Geschichten?
Sie sind teils recht spannend, manchmal komisch und gelegentlich auch ziemlich kitschig, aber auf jeden Fall hinterlassen sie bei mir ein zwiespältiges Gefühl: ich weiß nicht recht, ob ich ihnen trauen kann. Wo ist die Grenze zwischen Erfindung und medizinischer Realität, und was sollen wir daraus schließen, da doch jeder Fall außergewöhnlich und eher selten ist? Soll hier Spannung erzeugt werden auf Kosten von Patienten oder soll man das Buch weglegen mit der Feststellung: was es nicht alles gibt im Leben?
Gehirnschäden können eine Persönlichkeit entscheidend verändern und die Diagnose ist oft schwer zu stellen,beschreibt Neurologe Christof Kessler, sein Buch ?Wahn? würde ich jedenfalls niemandem empfehlen, der hypochondrisch veranlagt ist
Rezensionen von Alexandra Clementschitsch:
Erwartung. Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q,8 Audio-CD von Jussi Adler-Olsen
Oberflächlich und langweilig
Christof Kessler schildert in seinem leicht zu lesendem Buch, ?Wahn, stories? 12 fiktive Fallbeispiele aus seinem Arbeitsbereich, der Neurologie. Leider sind diese Berichte weder spannend und schon gar nicht lehrreich dargestellt, von existenzieller Wucht wie im Klappentext angekündigt, kann leider nicht im entferntesten die Rede sein.
Die Geschichten kommen oberflächlich daher und enden meist abrupt, ohne eine lehrreiche Erkenntnis davonzutragen. Dass es auch anders geht zeigt uns Manfred Spitzer in seinen sehr unterhaltsamen und wissenschaftlich fundierten Büchern zum Thema Hirnforschung.
Rezensionen von mrs.lucky@web.de:
Seelen im Eis von Sigurdardóttir Yrsa
eher deprimierend als gruselig
Der Island-Thriller ?Seelen im Eis? ist in zwei Erzählebenen aufgeteilt. In der Gegenwart hat Óðinn die Aufgabe, einen Bericht über das ehemalige Erziehungsheim Krókur zu verfassen, um mögliche Schadensersatzansprüche ehemaliger Bewohner einschätzen zu können. Dabei fällt ihm schnell der mysteriöse Tod zweier Jungen ins Auge, die durch nicht ganz geklärte Umstände im Auto des Heimleiters an Abgasen erstickt sind.
Óðinn ist emotional zusätzlich durch seine veränderten Lebensumstände beeinflusst. Nach dem tragischen Tod seiner Exfrau Lára, durch einen Sturz aus dem Fenster ihrer Dachwohnung, musste er die gemeinsame Tochter Rún bei sich aufnehmen, so wie eine neue Wohnung und eine andere Anstellung suchen. Da Óðinn keinen wirklichen Zugang zu seiner Tochter hat, fällt ihm der Alltag schwer, die Erkenntnisse aus den Ermittlungen zu dem Heim belasten ihn zusätzlich.
Die zweite Erzählebene spielt im Jahr 1974, hier schildert die junge Mitarbeiterin Aldís von den Ereignissen in Krókur aus den Wochen vor dem tragischen Tod der beiden Jungen. Die beiden Erzählstränge sind miteinander verflochten, so dass dem Leser nach und nach die Zusammenhänge offenbart werden.
Der Thriller wird propagiert als extrem spannend und nervenzerreißend, Yrsa Sigurdardóttir ist bekannt als Verfasserin spanndender Krimis und Geschichten. Dieser Band kann mit Vorgängern wie ?Geisterfjord? allerdings nicht mithalten. Es gibt ein paar mysteriöse Vorfälle, die aber insgesamt nicht angsteinflößend sind, sondern sich zumeist aus den Umständen und durch die überspannte Grundstimmung der Charaktere erklären lassen. Man kann nicht wirklich von einem Krimi sprechen, da die persönlichen Probleme und Beziehungen der Personen im Vordergrund stehen. Die Atmosphäre ist eher deprimierend als düster, geprägt von den negativen Stimmungen der Charaktere an sich und in den Beziehungen zwischen ihnen. Óðinn versagt als Vater und Ehemann, die Heimleiter sind gefühlskalt und seelisch grausam gegenüber ihren Schützlingen. Viele Personen, insbesondere Rún, die keine unbedeutende Rolle spielt, bleiben als Charakter blass und undurchsichtig. Am Ende gibt es zwar ein paar kleine Überraschungen, insgesamt ist von Spannung jedoch nichts zu spüren, in weiten Teilen habe ich den Krimi als langatmig und vorhersehbar empfunden.
Rezensionen von Ribes:
C wie Chiara, D wie Davonfliegen von Ida Casaburi
Z wie Zöliakie
Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Buch über Backen bei Zöliakie. Dabei bin ich auf den Roman 'C wie Chiara, D wie Davonfliegen' von Ida Casaburi gestoßen. Der Klappentext enthält keinen Hinweis auf Zöliakie, dennoch hat er mich neugierig gemacht. Als ich das Buch zu lesen begann, konnte ich gar nicht aufhören, denn er hat tatsächlich sehr viel mit meiner Erkrankung zu tun.
Nicht in Form eines Ratgebers, sondern als eine lebendige, spannende Darstellung dessen, was Zöliakie aus einem Menschen machen kann. Auf erschütternde wie mitreißende Art werden hier unter anderem auch die physischen und psychischen Folgen einer jahrelangen Glutenvergiftung gezeigt. Das Ganze wird tragikomisch erzählt, sodass man ständig zwischen Traurigsein und Heiterkeit hin und her schwankt. Schade, dass kein entsprechender Hinweis auf den Inhalt des Romans gegeben wird.
Rezensionen von Eichbaum:
C wie Chiara, D wie Davonfliegen von Ida Casaburi
Tolles Buch!
Das ist ja ein ganz anderes Kinderbuch. Witzig geschrieben erleben Kinder eine Tierwelt, die sehr lieb beschrieben wird. Renee ist frech, spielt Streiche und erlebt viele Abenteuer....
Ein kleiner neuer Held...
Rezensionen von SMRath:
C wie Chiara, D wie Davonfliegen von Ida Casaburi
Oberhorror oder nicht?
Diese Frage habe ich mir beim lesen mehrfach gestellt. Es sind einige gute Geschichten darunter, andere sind grenzwertig. Aber eine Anthologie ist nun mal abwechselungsreich und so konnten mich Geschichten wie, "BAKA" von Markus Cremer oder "Coras Traum" von Elisabeth van Langen durchaus überzeugen.
Auch die Geschichte ?Halloween? von Constantin Dupien ist richtig in dieser Anthologie. Was mir fehlt ist der Klappentext und was mich irritiert der zweite Halloween Titel dicht bei dem anderen.Ich konnte leider auch nicht jeder Geschichte gedanklich folgen. Für einen kleinen Verlag finde ich das Werk aber durchaus akzeptabel und die guten Autoren in diesem Buch werten es allemal auf.
Rezensionen von gast:
Frankfurter Fragmente von Stefan Gandler
Umschlagtext
Das Institut für Sozialforschung entstand 1923 entgegen aller in Deutschland bestehenden universitären Logik. Es war der im 20. Jahrhundert einzigartigen Arbeitsgruppe um Alltagsfolgen der Widersprüche warenproduzierender Gesellschaften zu tun. Eine ideologiekritische Fragestellungvereinte Philosophen, Soziologen, Historiker, Philologen, Ökonomen, Juristen und Psychologen: warum existiert die kapitalistische Reproduktionsweise ? trotz offenkundiger Dysfunktionalität ? weiter und findet immer massivere Unterstützung? Frankfurter Fragmente greift den frühen ideologiekritischen Impuls der Kritischen Theorie wieder auf.
Die Essays kommentieren Horkheimer, Adorno, Benjamin, Marcuse und jüngste Prozesse am Institut für Sozialforschung und reinterpretieren Begriffe der Frankfurter Schule wie Moderne, Geschichte, Staat, Dialektik, Identität und Antisemitismus im Kontext des 21. Jahrhunderts.
Der Autor
Stefan Gandler,
geboren 1964, studierte Philosophie und Sozialwissenschaften in Frankfurt am Main, wo er 1997 promovierte. Er ist Professor für Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie an der Facultad de Ciencias Políticas y Sociales der Universidad Autónoma de Querétaro. Außerdem ist der Autor permanenter Gastprofessor für Philosophie an der Universidad Nacional Autónoma de México und Leiter des Forschungsprojekts zur Kritischen Theorie des Nationalen Forschungsfonds Mexikos.





