Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Rikki Reiner:
Die Tigerfrau. von Obreht Téa
Ich komme nicht in die Geschichte hinein
Ich komme nicht in die Geschichte hinein. Es interessiert mich weder die Buddelei um die Knochen eines ohne Sakramente Verstorbenen, noch die Pseudomedizinerin (recht farblos )und auch der Krebsverstorbene Opa wirkt sehr unecht. Dazu diese gekünstelten Erzählsprünge- die nur ermüden und nicht erwecken.
Ich möchte meine Zeit nicht mit einer ?bekrönten grinsenden Aschenbecher Schildkröte? verbringen, auch nicht mit den ?schief gegeneinander-stehenden Schneidezähne? eines Fra Antun. ?geklebte Spinnen am Spalier? und ?Die Frau am Touristenstand,? sind 2 verschiedene literarische Welten. alles wirkt zusammengestoppelt. Einzelne gute Sätze-aber keine literarische Einheit, schon gar kein Roman, Patchworkliteratur. Und trotzdem bleibt eine gewisse Ambivalenz in der Beurteilung. Das mit dem Mann der nicht sterben konnte, wäre schon Stoff für ein Buch. Die Tigerfrau wäre ein weiteres. Beide zusammen sind zu viel Absurdität für 400 Seiten.: Zu themenüberfrachtet!
Rezensionen von Rikki Reiner:
In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge
Das reicht ... für mich nicht für eine Empfehlung!
Also Familienromane scheinen in letzter Zeit ja sehr dem Markt zu entsprechen.
Mehr oder weniger seiten-und generationsschinkig, am besten noch aus dem Osten, vorzugsweise aus Deutschland und die Kritiker jubeln.
Aber das hatte ich schon, kürzlich mit Uwe Tellkamp und seinem Turm, und da viel, viel besser.
Meine Neugier hielt sich in Grenzen.
Und das mit Recht, wie ich nach Abschluss dieses Romanes feststellen musste. Die Sprache und die literarische Qualität reichen nicht an Uwe Tellkamp heran, wirken zwanghaft alltäglich trotz aller Ortswechsel und Zeitverschiebungen. Hier wird erzählt was ich in anderen Büchern schon gelesen habe.
Das reicht also für mich nicht für eine Empfehlung.
Rezensionen von Rikki Reiner:
In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge
...Empfehlung dieses Buch unbedingt zu lesen .....
Nach dem zweiten Teil des Buches, in dem Frau Rosenfeld uns einführt in die Epoche der
moralischen Verwilderung, in das von Deutschen besetzte Polen, in dem es nur noch Jäger und Gejagte gab -
und natürlich den Massenmord - seit ich diesen zweiten Teil gelesen habe, kann ich dieses Buch und diesen Stil nicht mehr loben oder kritisieren.
Angesichts dieses Themas ist jede persönliche Meinung, außer der Empfehlung dieses Buch unbedingt zu lesen, Blasphemie!
Rezensionen von Rikki Reiner:
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Eugen Ruge
Bravo!
Ein Sommerbuch wie es besser nicht sein kann, amüsant, locker, unverbindlich, ohne Neben ? und Nachwirkungen, zu lesen en passant- ohne große Konzentration, ohne viel geistigen Einsatz, da trinkt sich daneben ein Longdrink, mit und ohne Schirmchen, auf einer Sonnenliege, auf Bali oder am Wörthersee,
Ach, könnten Dinge und Bücher nur öfters so einfach sein.
Und so wenig anstrengend.
Und überhaupt ist es ein Genuss sich auf 400 Seiten
von einem schwedischen Neobaron Münchhausen namens Allan Karlsson
so beschwindeln zu lassen, ohne das man gelangweilt wird, oder sich unterfordert fühlt.
Ein Hoch der Lüge zum Quadrat. Haben wir doch alle verlernt, so sympathisch zu lügen.
Bravo!
Rezensionen von Rikki Reiner:
Massimo Marini von Rolf Dobelli
so schreibt keiner der denken kann
Eine einzige literarische Peinlichkeit dieses Buch, das im Boulevardstil Sex and Crime an den Markt bringt. So schreibt keiner der denken kann!
Hier wird nur Kleinkram und Nebensächlichkeiten ausgebreitet, etwa in den Beschreibungen bestimmter Modemarken, diesen Stil erwarte ich in Modejournalen, aber nicht in gebundener Form.
Und immer wird der falsche Ton erwischt, Vergleiche die unpassend sind und fast immer Klatschniveau haben. Aufdringlich werden so des Autors unliterarischen Waffen
vorgezeigt.
Diese postmodernen Erzähltheorien sind so transparent
und durchschaubar einfach, das es nur so langweilt!
Darmagi!
Rezensionen von Valentin Heintel:
Massimo Marini von Rolf Dobelli
.. ein feines Buch
Du lieber Massimo Marini! Dieser bekommt hier wirklich gekonnt eine Breitseite nach der anderen verpasst. Spannend beschreibt Dobelli die Einwanderung italienischer Emigranten in die Schweiz; ein "Bildbogen" von der Nachkriegszeit bis heute, den man nicht so schnell vergisst.
Einiges an Verständnis verlangt es dem Leser ab, was hier so quer "herumgetunnelt" wird.
Erinnert irgendwie an eine italienische Oper, oder eher noch an eine archaische Sage des Altertums. Wer hier mit wem was treibt und das nicht gerade zugunsten des Hauptprotagonisten; armer Massimo!"
Es entsteht ein leichter Widerspruch zwischen der so gekonnt beschriebenen und seriös geschriebenen italienisch-schweizer Einwanderungsgeschichte und der dann doch nicht so glaubhaften Beziehungsdramaturgie. Oder um es noch genauer auszudrücken, der "sexuell-ödipalen" Umtriebe einiger Protagonisten. Vielleicht gehöre ich schon zu einem älteren Semester und verstehe nicht, wenn "der Freund mit der Ehefrau" und der "Sohn mit der Schwiegermutter"
und dann zu allem Überfluss daraus auch noch Kinder entstehen, wovon eines schon bald wieder das Diesseits verlassen muss, ermordet vom eigenen
Blut, ah nein, es war ja dann doch nicht sein leiblicher Vater.
Über allem jedoch - ein feines Buch!
Rezensionen von Ingrid Seeber:
Massimo Marini von Rolf Dobelli
Vielen Dank für das Buch, das ich lieb gewonnen habe...
Vielen Dank für das Buch, das ich lieb gewonnen habe, das heißt, ich bin von der in meinen Augen noch jugendlichen Autorin fasziniert.
Einen familiären Bezug der Autorin zu diesem Thema muß es sicherlich geben, Ähnlichkeiten der zwei männlichen jugendlichen Protagonisten mit dem Grass´schen Oskarchen sind sicher kein Zufall.
Ein spannendes, lesenswertes Buch, über eine Epoche, in der sich das "Deutsche Herrenvolk" nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat und allen jenen die nichts wissen oder wissen wollten, ins Stammbuch geschrieben gehört
Rezensionen von Ingrid Seeber:
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Rolf Dobelli
Dieser Roman ist wirklich eine herzerfrischende Erzählkunst
Dieser Roman ist wirklich eine herzerfrischende Erzählkunst, mit den vielen Wendungen, die sich dem eigenen Mitdenken ständig entziehen.
Die Idee mit dem einfachen Denken des 100-jährigen Schlitzohrs große Häupter der Weltpolitik lächerlich zu machen und auf einfaches Denken zu reduzieren, sollte Anstoß geben Politkunst zu überdenken.
Rezensionen von Ingrid Seeber:
Der Sohn. von Durlacher Jessica
Schaurig, angsteinflößend und beklemmend und ? spannend geschrieben ...
Ein Roman der zweigleisig daherkommt, wie es sich aber später herausstellt, sind die Wurzeln der Familientragödie in der Vergangenheit zu suchen.
Schaurig, angsteinflößend und beklemmend und wenn nicht so spannend geschrieben eher irrational.
Die Geschichte könnte sich aber durchaus auch so abgespielt haben.
Das Familienoberhaupt als Einziger seiner damaligen Familie mit dreizehn Jahren den Nazischergen entkommen, wird mit seiner jetzigen Familie unverschuldet von der Vergangenheit eingeholt.
Die Idylle der jüdischen Familie in Holland wird jäh gestört. Auf die Tochter des Familienoberhauptes wird ein sexuell orientierter Überfall ausgeübt.
Als ihr Vater nach einem Unfall stirbt, stellt sich dieser als Anschlag auf sein Leben heraus.
Der Sohn der Überfallenen bricht sein Studium in Amerika ab um sich freiwillig zur Ausbildung als Soldat zu melden, mit der Aussicht in Afghanistan eingesetzt zu werden. Wie es sich herausstellt, betrachtet der junge Mann sein Soldatentum als Wiederherstellung der Männerehre in der Familie, was sein Vater positiv beurteilt. Für die Mutter bricht eine Welt zusammen.
Doch damit nicht genug, die Familie wird in ihrer Villa des Nachts überfallen, mit Waffen bedroht, der Ehemann durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt, die 13 jährige Tochter bleibt für lange Zeit traumatisiert und sprachlos.
Der zum Kämpfer ausgebildete Sohn kehrt zurück, um sich an den Tätern zu rächen.
Mit anderen Vorzeichen begegnet dem Leser Ahasver der ewige Jude, der bis ans Ende der Welt ruhelos bleiben muss.
Rezensionen von Ingrid Seeber:
Massimo Marini von Rolf Dobelli
Vielen Dank für dieses Lesevergnügen
Sehr gut recherchiert, dicht verwoben, spannend bis zum Schluss!
Psychologen, Musikfreunde und Freunde der Tunnelbaukunst kommen mit diesem Roman auf ihre Rechnung.
Mir tat es nur leid, dass ich nicht die Zeit hatte, das Buch in einem Zug durchzulesen. (Ist nicht gemeint, in einem Zug im Gotthard-Tunnel sitzend)
Politisch gesehen ist der Aufstieg und Fall von Immigranten der Hintergrund und natürlich sehr aktuell.
Vielen Dank für dieses Lesevergnügen.






