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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gerlisch:

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Der Stau von Jo Furniss

Locked-Room-Thriller unter sengender Sonne

Kommissarin Belinda, die gerade von einer Auszeit aus Australien zurückkehrt, gerät in einen Stau. Als sie in einem Auto einen Toten entdeckt, wird ihr schnell klar, der Mörder muss noch in der Nähe sein, denn niemand kann hier weg und scheinbar niemand hat etwas gesehen.

Jo Furniss lässt in diesem Thriller ein Szenario entstehen, ein endloser Verkehrsstau auf einer britischen Autobahn.

Dies wirkt scheinbar simpel, doch es entsteht hier durch Hitze, unterschwelliger Gefahr und der psychischen Belastung eine beklemmende Atmosphäre.

An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, denn er wirkte auf mich zunächst abgehackt. Die Protagonistin Belinda, verpasst jedem Charakter einen Spitznamen, dies hat mich ein zwar bisschen irritiert, doch durch diese Eigenart zeigt sie bei ihren Ermittlungen ihre Unsicherheit und innere Unruhe.

Eigentlich eine ganz interessante Story, denn durch den Stressfaktor Stau zeigen sich hier die unterschiedlichsten menschlichen Abgründe, doch die Handlung wird immer mal wieder von absurden Szenen unterbrochen, die den Lesefluss etwas stören.

Das Buch lässt sich aber flüssig lesen und ich habe mich unterhalten gefühlt.

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Der Stau

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Weibliche Macht neu denken von Eva Thöne

Über die Wirkung patriarchaler Machtstrukturen

Die Journalistin, Redakteurin und Leiterin des Kulturresorts des "Spiegel", Eva Thöne, hat ein Buch mit dem Titel "Weibliche Macht neu denken" veröffentlicht. Eine Frau, die fast gleich alt ist wie ich, und selbst in einer Führungsposition, das macht mich neugierig auf das Buch.

Als eine, die sich schon sehr viel mit diesem Thema beschäftigt hat, ist vieles, was im Buch dargestellt wird, erst einmal eine Wiederholung für mich: es geht um die uralten patriarchalen Machtstrukturen, die Frauen aus dem öffentlichen Bereich fernhalten wollen und bis heute nachwirken. Das schildert die Autorin eindrucksvoll anhand eines aktuellen Beispiels: auch heute melden sich im beruflichen Bereich in Diskussionen Frauen viel weniger zu Wort, und wenn sie das tun, werden sie damit weniger gehört, es wird auf ihre Beiträge weniger eingegangen und sie werden öfter übergangen oder abgewertet.

Dazu gibt es viele bekannte Studien und Beispiele. Es geht um den schmalen Grat, auf dem Frauen in der Öffentlichkeit sich bewegen, zwischen als zu schrill, zu laut, zu fordernd oder gar "hysterisch" abgewertet zu werden oder unsichtbar und machtlos zu bleiben. Um die einzig wirklich akzeptierte machtvolle traditionelle Frauenrolle: die der Mutter, die aber ihre eigenen Nachteile mit sich bringt, Frauen auch beruflich in ein enges Korsett zwingt, das oft ihrer Persönlichkeit gar nicht entspricht (man denke an die kinderlose und gar nicht sehr mütterliche Angela Merkel, der doch schnell der Spitzname "Mutti" samt passenden Zuschreibungen verpasst wurde) und um die Omnipräsenz männlicher Rollenbilder, Mythen und Narrative, wie sich auch etwa an dem allseits so verbreiteten Schema der "Heldenreise" zeigt.

Es geht um Frauen, denen von Haus aus nur dann Machtpositionen zugestanden werden, wenn die Erfolgschancen schon gering sind: das wird bei der Analyse von Kandidatinnen in Wahlkreisen genauso sichtbar wie bei einer amerikanischen Präsidentschaftswahl, bei der der greise Joe Biden erst spät Platz für seine Nachfolgekandidatin Kamala Harris machte, die dann bekanntlich auch gegenüber Donald Trump unterlag.

Was mir persönlich in diesem Buch ein bisschen zu kurz gekommen ist, ist tatsächlich das "neu denken" aus dem Titel. Von einem Buch mit diesem Titel hätte ich mir etwas anderes erwartet, als ich bekommen habe: nämlich nicht zu mindestens 3/4 eine Aufarbeitung von dem, was bisher war und schief läuft, sondern viel mehr neue und bisher unbekannte Ansätze für weibliche Macht. Ich hätte gern mehr darüber gelernt, wie weibliche Macht ganz anders aussehen kann als männliche, und Rollenvorbilder dafür kennen gelernt: dieses Thema kommt nach meinem Empfinden im Buch aber nur am Rande vor, als kleine eingestreute Tipps nebenbei, beispielsweise wenn es um die Archetypen der "großen Schwester" oder der "weisen Frau" in Ergänzung zur "Mutter" geht. Davon hätte ich mir mehr gewünscht.

Sehr interessant wurde es für mich im Buch auch immer dann, wenn über eine allgemeine Analyse hinaus die Autorin als Mensch für mich spürbar wurde, also wenn sie gelegentlich Geschichten und Erfahrungen aus ihrem Leben geteilt und mit dem Thema des Buches verbunden hat, auch davon hätte ich gerne mehr gelesen und das würde ich mir für zukünftige Bücher von ihr wünschen, sofern sie bereit ist, das von sich zu teilen (natürlich exponiert man sich damit auch mehr, mit allen damit verbundenen Risiken, das ist mir bewusst).

Insgesamt finden sich im Buch also viele nachdenklich machende Beispiele für die Benachteiligung von Frauen, die bis heute nachwirkt. Das macht auch den größten Teil des Buches aus. Allen, die sich mit diesem Thema bisher erst wenig beschäftigt haben, kann ich das Buch sehr empfehlen, weil es fundiert aufzeigt, wie tief das Patriarchat und dessen Denkweisen nach wie vor in fast allen Bereichen unserer Gesellschaft tief verwurzelt sind.

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Weibliche Macht neu denken

Rezensionen von nessabo:

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Wohin du auch gehst von Christina Fonthes

Ein fein erzähltes und emotional unglaublich starkes Debüt

Das war ein sehr unerwartetes Highlight! Geschichten, die über mehrere Zeitebenen hinweg und aus verschiedenen Perspektiven heraus erzählt werden, gefallen mir generell sehr gut. Und doch bin ich ohne besondere Erwartungen in die Lektüre gegangen.

Was gleich zu Beginn und auch im Verlauf immer wieder deutlich wird: Christina Fonthes hat eine ganz besondere Stimme, die mich gleichermaßen gepackt wie berührt hat.

Sie schreibt sprachlich zugänglich und authentisch, behält sich aber stets eine angenehme Sensibilität bei. Außerdem hat sie ein echtes Händchen für kleine Hints, die nicht zu viel von der Handlung vorwegnehmen und später makellos wieder eingefangen werden.

Auch thematisch ist dieser Roman meisterinnenhaft! Ganz zentral geht es um familiären Druck, Religion, Kultur, Identität und Queerness. Fonthes erzählt ehrlich und echt, schafft es aber auch, Schmerzhaftes nur so weit auszuerzählen, dass es sich beim Lesen nicht traumatisch anfühlt. Emotional hat mich die Geschichte trotzdem an so vielen Stellen tief berührt und manchmal regelrecht zerrissen!

An den Figuren gibt es ebenso nichts auszusetzen! Sowohl Bijoux als auch ihre Tante Mira sind vielschichtige Figuren mit einer komplexen Geschichte und einer ebenso komplexen Beziehung zueinander. Besonders der Umgang von Eltern mit ihren Kindern ist in diesem Roman oft unglaublich schmerzhaft! Gleichzeitig verpasst es die Autorin nicht, ihren Lesenden auch heilsame Elemente zu schenken - ganz besonders in Form weiblicher Solidarität und Stärke.

Ich konnte wirklich einige Geschehnisse der Erzählung erahnen und doch war ich zutiefst bewegt, wenn sie dann entsprechend aufgeklärt wurden. Das spricht in meinen Augen für Fonthes’ großes Talent! Die Autorin schreibt so gut, dass sie auf überflüssige Spannungselemente getrost verzichten kann. Durch das geschickte Vermitteln kongolesischer Geschichte habe ich auch wirklich viel über die Demokratische Republik Kongo, früher Zaire, gelernt.

Der einzige Punkt, den ich zumindest ambivalent sehe, ist die Verwendung verschiedener Lingala-Begriffe und -Sätze. Einerseits trägt sie extrem zur Authentizität der Geschichte bei und die Kursivschreibung sowie das angeschlossene Glossar sind hilfreiche Tools. Andererseits konnte ich mir die Übersetzungen trotzdem so schlecht merken, dass ich ständig noch einmal nachsehen musste, was meinen Lesefluss behindert hat.

Ich bin aber viel zu begeistert von diesem bemerkenswerten Debüt, als dass ich irgendetwas von der Wertung abziehen würde. Es ist in vielerlei Hinsicht eine Geschichte über Befreiung und ihr Schluss einfach nur ein Paukenschlag. Lest unbedingt diesen spannenden, feinfühligen und auch schmerzhaften Roman!

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Wohin du auch gehst

Rezensionen von yellowdog:

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Israel von Sabine Adler

Konflikt ohne Ausweg

Sabine Adler, die schon sehr klug über Russland geschrieben hat, weiß auch über Israel Bescheid. Sie hat fundiertes Wissen sowohl über die aktuell Lage als auch über die Geschichte Israels. Sie war vor Ort und hat mit vielen gesprochen.
Entscheidend für die heutige dramatische Lage war der 7. Oktober 2023 mit dem Massaker durch die Hamas.

Dann die radikalen Reaktion Israels. Es stellen sich viele Fragen, wie es weitergehen wird. Adlers Buch führt zu den richtigen Fragen. Erschöpfende Antworten kann es nicht geben.

Sabine Adler schreibt detailreich.
Das ergibt ein nahezu spannendes Sachbuch. Eine lohnende Lektüre.

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Israel

Rezensionen von nessabo:

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Die Assistentin,2 Audio-CD, 2 MP3 von Caroline Wahl

Neuer Stil mit viel Meta-Ebene

Zum Hörbuch: Die Autorin erfährt ja unglaublich viel Kritik für ihre Lesung. Stimmen werden von Menschen unterschiedlich empfunden, daher ist hier eine legitime Meinungsäußerung auch völlig okay. Was teilweise an ableistischer, sexistischer Abwertung passiert, ist selbstredend absolut daneben. Ich empfand ihre Stimme bei Standardgeschwindigkeit auch nicht als angenehm, aber ich höre sowieso nie auf dieser Stufe, weil mir das immer absurd verlangsamt vorkommt.

Auf 1.5x oder 1.75x fand ich die Autorin ehrlicherweise sehr passend, zumal es einen netten Touch hat durch all die Meta-Einordnungen ihrerseits. Dass sie keine professionelle Sprecherin ist, merkt mensch allerdings schon an einigen Stellen (kleine Stocker, unterschiedliches Tempo, unnatürliche Pausen). Ich bin daher hin- und hergerissen, was die Lesung angeht. Ich fand sie nicht optimal, aber auch keineswegs so schlimm wie andere.

Zum Buch selbst: Die Erzählerin (Autorin?) begleitet die Protagonistin und gibt durchweg auf Meta-Ebene Kommentare zur Gestaltung der Handlung ab. Ich persönlich mochte diese stilistische Form gern, auch das sehr häufige und wiederholte Foreshadowing hat mir gut gefallen. Das ist aber generell ein Element, das ich schätze. Die Autorin lässt meiner Meinung nach noch genug Raum für Überraschung und außerdem denke ich, dass es vielmehr um die Botschaften zwischen den Zeilen geht als um die Handlung selbst.

Gleichzeitig ist Wahl in ihren Botschaften auch nicht extrem deutlich. Sie hat ihre Protagonistin nicht unbedingt super sympathisch geschrieben und nur mit Spuren von Selbstreflexion, die dann aber auch quasi nie in ein entsprechend angepasstes Verhalten resultieren. Die Autorin seziert ein sich verschlimmerndes Machtverhältnis, die völlige Ausbeutung in der Verlagsbranche und konkurrenzgeprägte Arbeitsumfelder im Allgemeinen. Durch das oben erwähnte Foreshadowing hat sie bei mir angenehmerweise dafür gesorgt, dass ich weniger beklemmt war. Ich verstehe aber auch, dass das von anderen als zu repetitiv und vorwegnehmend empfunden wird.

Als Hörbuch fand ich den Roman durchaus unterhaltsam, kann aber entsprechend nicht sagen, ob er mir in geschriebener Form nicht zu langweilig gewesen wäre. Insgesamt gesehen passiert schon recht wenig auf den 280 Seiten, da hätte mir ein geringerer Umfang auch gereicht.

Nichtsdestotrotz habe ich Charlotte gern begleitet, auch wenn ich sie nicht lieb gewonnen habe. Doch darum sollte es bei der grundlegenden Kritik auch nicht gehen, die besteht unabhängig von Sympathien. Und gleichzeitig hatte ich nicht den Eindruck, dass Wahl ihre Protagonistin kritiklos betrachtet. Denn diese opfert für ihren eigenen Erfolg auch durchaus Kolleginnen und sehnt sich gleichzeitig nach (weiblicher) Solidarität. Diese Ambivalenz fand ich auf Figurenebene pointiert dargestellt.

Caroline Wahl hat sich hier an etwas für sie literarisch Neues gewagt und ich empfinde den Versuch als gut gelungen. Da es eine durchaus gewagte Erzählform ist, wird der Roman sicherlich weiter polarisieren. Sie wird nicht zu meiner Lieblingsautorin werden (schon aus anderen Gründen nicht) und es gibt auch deutlich bessere Romane über Machtmissbrauch, aber mich hat die etwas skurrile Meta-Ebene abgeholt.

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Die Assistentin,2 Audio-CD, 2 MP3

Rezensionen von nessabo:

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Gym von Verena Keßler

Bis zur Hälfte ein positiver Rausch, dann wurde es mir zu skurril

Ach, Mensch, wie schade! Ich liebe Verena Keßlers Schreiben seit ihrem letzten Roman „Eva“, deshalb war ich SO gespannt auf ihr neues Buch. Erst recht, als das dann auch noch gut besprochen wurde. Trotz meiner sehr hohen Erwartungen war ich bis zur Hälfte fest davon überzeugt, dass ich ein weiteres grandioses Werk der Autorin in den Händen halte.

Naja, und dann kam halt die zweite Hälfte…

Erst einmal zum Positiven: Keßler hat mich mit ihrer Erzählweise gleich zu Beginn eingesaugt und ich hatte einen tollen Lesesog. Die Prämisse der Handlung ist mega spannend und die Protagonistin moralisch grau, aber das mag ich ganz gern. Immer wieder bekommen wir kleine Schnipsel offenbart, die eine dunkle Vergangenheit andeuten - dieses Foreshadowing hat mir gut gefallen. Zudem habe ich darauf hingefiebert, ob und wie die Lüge ihrer angeblichen Mutterschaft auffällt. Auch die Strukturierung des Buches finde ich clever gewählt. Angelehnt an dramatische Akte gibt es thematisch passend drei Sätze. Form und Inhalt greifen so zunehmend ineinander.

Meine Begeisterung bekam ab der Hälfte leider langsam Risse bis ich am Ende doch ziemlich enttäuscht war. Ja, es können gewisse gesellschaftskritische Elemente aus dem Text gelesen werden. So werden Themen wie Mutterschaft, Leistungsgesellschaft und Körperbilder verhandelt. Doch im Vergleich zu „Eva“ verliert sich Keßler meinem Empfinden nach in der skurrilen Überspitzung ihrer Protagonistin. Diese entwickelt eine Körperobsession, die mir einfach too much war, und adaptiert ein Verhalten, das ich teilweise richtig abstoßend fand. Das ist natürlich Geschmacksache und so obsessive Verhaltensweisen sind üblicherweise nicht mein Fall.

Im kurzen dritten Satz wird dann einfach nur noch extrem viel angedeutet, kaum etwas auserzählt und ich bekam abschließend das Gefühl, es mit einer unzuverlässigen Erzählerin zu tun zu haben - auch so GAR nicht meins! Mir fehlte es dann zunehmend an kritischem Biss und ich hatte vielmehr den Eindruck, ein experimentelles Horror-Werk zu lesen. Der Schluss verlor so leider auch an Aussagekraft.

Wer obsessive Geschichten mit Ekelelementen und zunehmend düster werdendem Grundton mag, hat hier ein Buch, das sich auf jeden Fall sehr gut lesen lässt und unterhaltsam ist. Ich bleibe Keßler treu, weil ich den Vorgänger so geliebt habe, aber „Gym“ war für mich leider nur zu etwa 60 % passend.

3,5 Sterne

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Gym

Rezensionen von Daggy:

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Peter, Paula und der Wolf von Willi Weitzel

Wunderbar entstaubt

„Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew kennen wir alle in den unterschiedlichsten Ausgaben, die Musik haben wir sofort im Ohr und wir erkennen sie auf Anhieb wieder, auch wenn wir nicht sehr musikalisch sind.
Diesmal hat sich Paula noch dazwischen gezwängt und damit bekommt die Geschichte eine ganz neue Wendung.

Während Peter vergnügt über die Wiese spaziert, beobachtet ihn seine kleine Schwester Paula und durch sie erfahren wir, dass Peter den Garten nicht hätte verlassen dürfen. Aber er folgt dem Zwitschern des Vogels, der sein Freund ist und dessen Sprache Peter verstehen und sprechen kann. Doch Paula, die sie belauscht, hört nur das Zwitschern. Paula sieht auch die Ente aus dem offenen Gartentor zum Teich gehen. Als Peter seine Schwester gemerkt, die ihn beobachtet, gefällt ihm das gar nicht. So bemerkt keiner die Katze, die es auf den Vogel abgesehen hat. Doch Peter kann den Vogel in letzten Minute warnen. Als Opa sieht, dass Peter den Garten verlassen hat, schimpft er mit ihm und warnt vor dem Wolf. Doch Peter hat keine Angst vor Wölfen und Paula findet sie süß. Schön ist das Bild von der Oma, die auf der Wiese Frühsport macht. Doch dann taucht ein schwarzer Hinterkopf auf und der Wolf betritt die Bühne. Während sich Vogel und Katze in den Baum retten, versucht die Ente zurück in den Garten zu watscheln. Wie wir wissen, gelingt es ihr nicht. So ist die nächste Seite ohne Farbe bis auf zwei blaue Federn, die durch die Luft wehen.
Obwohl eine Jagdgesellschaft auftaucht, wird der Wolf am Ende wieder in die Natur entlassen und Willi hat am Ende des Buches noch einen kleinen Text geschrieben, der erklärt, warum Wölfe geschützt werden sollten.
Die Illustrationen sind schön gestaltet und zeigen durchaus Humor, das grausige Gefressen werden der Ente wird dadurch etwas abgemildert, das sie im Bauch des Wolfes sitzend diese Geschichte quakend erzählt.
Mir gefällt diese neue Version des alten Märchens sehr gut und ich hoffe, dass sie nicht ein ähnliches Schicksal erfährt wie „Die neue Häschenschule“.
Mit dem QR-Code können wir und den Text von Willi Wetzel vorlesen lassen begleitet von der Musik des Ambassade Orchesters.

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Peter, Paula und der Wolf

Rezensionen von Ecinev:

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Death at Morning House von Maureen Johnson

Cold Case im Morning House

Marlowe ergattert einen Ferienjob mit einer Freundin in einem Eissalon und hofft Akilah dort näher zu kommen. Gleichzeitig hütet sie das Haus eines Professorenehepaars und darf sich dort aufhalten. Doch bestimmt nicht um dort mit Akilah Kerzen abzubrennen und das Haus in Brand zu setzen.
Die Möglichkeit dieses peinliche Ereignis zu vergessen erhält sie nachdem sie auf einer abgelegenen Insel im Sankt Lorenz Stroms Besucher durch ein leerstehendes Haus führt.

1930 lebte dort der Arzt und Eugeniker Ralston mit seiner Frau und 6 Kindern die er selbst auf die Welt geholt und auserwählt hat. Das strikte Leben der Famile während der Sommermonate endet plötzlich mit 2 Todesfällen die bis heute ungeklärt sind.
Auch heute werden Leute in Gruppen durch das leerstehende herrschaftliche Anwesen geführt bis es dabei auch zu einem Unglück kommt.

In 2 Zeitebenen wird hier die Vergangenheit und Gegenwart verwebt. Es ist mein erstes Buch von Maureen Johnson und mir als Erwachsene hat die Geschichte gut gefallen. Auch wenn es etwas an Spannung fehlt sind die Personen gut ausgearbeitet und die Themen reichen von Erster Liebe bis hin zu einem streng geregelten Tagesablauf 1930. Der Schreibstil ist lebendig und an heiteren Abschnitten mangelt es nicht. Ein nettes Buch für zwischendurch das man recht schnell fertig hat. Für die Zielgruppe denke ich muss man schon ein Faible fürs Lesen haben denn sonst ist ein Buch mit 400 Seiten schnell zu lang.

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Death at Morning House

Rezensionen von Ecinev:

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Mein Name ist Emilia del Valle von Isabel Allende

Eigenwillige Frau

Emilia del Valle wird 1866 als Tochter einer irischen Nonne und eines chilenischen Aristokraten geboren. Liebevoll von ihrem Papo aufgezogen in einem ärmlichen Teil von San Francisco. Eigensinnig wie sie ist möchte sie schreiben. Unter männlichem Pseudonym veröffentlich sie Groschenromane deren Handlung sich die Mutter ausgedacht hat.

Sie hat einigen Erfolg, möchte jedoch mehr. Schließlich gelingt es ihr als Auslandskorrespondentin bei einer Zeitung sogar Artikel unter eigenem Namen zu schreiben. Zusammen mit ihrem Kollegen Eric wird sie nach Chile geschickt um von dem dortigen Bürgerkrieg zu berichten.

Der chilenische Bürgerkrieg wird eindrucksvoll, lebendig aber auch teilweise grausam beschrieben. Trotz der Kriegswirren gelingt es ihr zum chilenischen Zweig ihrer Familie Kontakt zu ihrem leiblichen Vater herzustellen der sie kurz vor seinem Tod als leibliches Kind anerkennt. Er vermacht ihr sogar ein Grudstück am äußersten Zipfel von Chile im Gebiet der Mapuche.

Auch in diesem Buch beweist Isabel Allende ihr Talent, Statt trockener Geschichtsstunde wird hier die Zeit des Bürgerkrieges 1890 lebendig beschrieben. Auch die Personen werden gut dargestellt. Emilia erscheint mir jedoch sehr aus der Zeit gefallen und fast modern. Der Schreibstil ist wie immer beeindruckend, kurze klare Sätze und kaum Längen. Ich bin immer wieder aufs neue beeindruckt von den Büchern Allendes.

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Mein Name ist Emilia del Valle

Rezensionen von Ecinev:

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We Burn Daylight von Bret Anthony Johnston

keine leichte Lektüre

Waco, eine amerikanische Kleinstadt in Texas und noch immer ein wunder Punkt in der amerikanischen Geschichte der Sekten. In einer Mischung aus Erzählung und Podcast wird hier die Geschichte einer fanatisch christlichen Sekte und ihren charismatischen Anführer 'The Lamb' kennen dem die Leute bedingslos und fast blind folgen.

Die Mutter von Jaye ist dem Charme des Anführers bald erlegen während Jaye die Teenager Tochter da weitaus näher an der Realität bleibt. Daneben ist Roy, Sohn des Polizei-Sheriffs von Waco der als Hobby Schlösser knackt und dessen Familie immer noch um den älteren Bruder trauert der im Irak Krieg gestorben ist. Bei einer für Amerika typischen Waffenschau treffen sich die beiden Teenager und eine zarte Romanze entsteht.

Dem Schreibstil ist anfangs nicht leicht zu folgen, es dauert etwas bis man in die Geschichte hineinfindet. Dem Buch liegt eine wahre Begebenheit zugrunde über die ich hier das erste Mal erfahren habe.

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We Burn Daylight