Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Michaela:
Asa von Zoran Drvenkar
Gewaltig
Asa ist auf Rachefeldzug, aber nicht nur dieser beschäftigt uns auf den nächsten fast 700 Seiten. Auch ihre Familiengeschichte wird mit Höhen und Tiefen dem Leser bzw. Der Leserin nähergebracht.
Der ungewöhnliche Schreibstil schafft es von Beginn an, mich durch die Seiten fliegen zu lassen. Dennoch habe ich mir stellenweise mit der Darstellung der wörtlichen Rede schwergetan, ebenso aus welcher Perspektive die Geschichte nun erzählt wird.
Nachdem ich mich daran gewöhnt habe, kann ich das Buch kaum aus den Händen legen. Ich möchte wissen, was die Familie Kolbert antreibt, wieso sie so agiert, wie sie agiert. Was hat Asa dazu bewegt, auf Rachefeldzug zu gehen? Die Spannung steigt mit fast jeder Seite und ich bin überrascht, welche Zusammenhänge zutage treten. Ein wirklich sehr klug konstruierter Thriller, aber nicht nur das: auch eine spannende Familiensaga und dies mit einer außerordentlich Wortgewalt erzählt. Von mir eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Kwinsu:
Schattengrünes Tal von Kristina Hauff
Tal des Vorhersehens und der Stereotype
Lisas Leben ist ganz ok, zwar hat die Ehe mit Simon die besten Jahre schon hinter sich und ihr sturer, alter Vater Carl will einfach nichts an dem immer maroder werdenden Hotel, das seinen Glanz längst verloren hat, ändern, aber sie gibt sich mit wenig zufrieden. Dann jedoch betritt Daniela die Bühne.
Die eigenartige Frau ist Lisa nicht so recht geheuer, doch als diese es schafft, Lisas Umfeld immer mehr für sich einzunehmen, lässt sie sich mehr und mehr auf sie ein. Hätte sie sich doch lieber auf ihre Bauchgefühl verlassen...
Die erste Hälfte des Buches macht echt Spaß zu lesen - der Schreibstil ist sehr kurzweilig, es wird ein gewisser Spannungsbogen aufgebaut, die Autorin baut atmosphärische Bilder auf, man kann Lisas Zweifel und ihr schlechtes Bauchgefühl was Daniela betrifft gut nachvollziehen, genauso wie die nicht mehr so frische Beziehung zu ihrem Mann und den Ärger über ihren Vater, der einfach nicht sieht, dass die gute alte Zeit im Hotel längst vorüber ist und vollkommen unwillig ist, sich auf Neues einzulassen. Schnell lesen lässt sich die Geschichte auch, weil sie in kurzen Kapiteln immer verschiedenen Figuren folgt. Und man verfällt rasch in Spekulationen, was es mit dieser ominösen Daniela wohl auf sich hat und wie sich das Erzählte wohl weiterentwickeln wird. Soweit so gut.
Als dann aber im zweiten Teil des Buches fast jede Vermutung dann tatsächlich eintritt und dann auch noch ein Geschlechterstereotyp nach dem anderen bedient wird, hat sich der Spaß für mich aufgehört und ich musste mich einigermaßen ärgern. Schwanzgesteuerte Männer, rachsüchtige, manipulative und als Gegentyp naive Frauen, Frauen, die alles mit sich machen lassen und zur Krönung noch ein Happy End auf allen Ebenen. Alles bleibt oberflächlich, die Figuren haben keinerlei Tiefe, leider stelle ich mir persönlich so eine gute Geschichte nicht vor. Schade, es hatte vielversprechend begonnen.
Mein Fazit: Schattengrünes Tal beginnt vielversprechend mit einem kurzweiligen Schreibstil und einem schnell einsetzenden Spannungsboden, bedient aber rasch sämtliche Geschlechterstereotypen und ist sehr vorhersehbar. Wem das nicht stört, könnte das Buch gefallen.
Rezensionen von ReiShimura:
Der Garten der kleinen Wunder von Patricia Koelle-Wolken
Ein Garten voller Worte – Doch die Botschaft blieb mir verborgen
Vor vielen Jahren hat mir ein Bekannter einmal das Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky empfohlen, da er der Meinung war, dass dieses Buch sehr gut zu meiner Lebenssituation passen würde und ich daher sehr davon profitieren würde. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass das Buch zwar ganz nett, aber für mich ein wenig zu viel des Guten war.
Seitdem halte ich mich eher fern von Büchern, die meiner Meinung nach in eine ähnliche Richtung gehen und zu sehr in esoterisches Geschwafel abgleiten.
Daher war ich mir auch äußerst unsicher, ob dieses Buch oder genauer formuliert dieses Hörbuch das Richtige für mich sein würde. Immerhin wird es recht großspurig mit dem Satz „Ein inspirierender Roman, der uns hilft, uns selbst zu finden“. Eines gleich vorweg, bei mir hat dies leider nicht funktioniert und ich bin noch immer auf der Suche.
Dennoch muss ich sagen, dass mich der Roman positiv überrascht hat. Vor allem dadurch, dass eigentlich nicht wirklich viel passiert, aber trotzdem ganz viel vermittelt wird. Denn hierbei handelt es sich nicht um einen spannenden und aufregenden Roman, bei dem sich die Ereignisse überschlagen. Sondern um eine gemächliche und ruhige Erzählung, die sich auf die stillen Töne fokussiert und einen zur Ruhe kommen lässt. Die Autorin Patricia Koelle-Wolken hat wirklich ein Auge für Details und lässt den Leser und die Leserin daran teilhaben. Der Garten von Toja wird so eindrucksvoll und stimmgewaltig beschrieben, dass ich zwischendurch das Gefühl hatte, dass ich die Blumen riechen kann. Der Fokus liegt hier auf den leisen und kleinen Dingen. Diese Verliebtheit zum Detail muss man mögen und manchmal wurde es sogar mir zu viel, vor allem wenn ich das Gefühl hatte, dass Nebensächlichkeiten aus mir unerfindlichen Gründen künstlich aufgeblasen werden.
Aber dies war leider nicht das einzige, das mich gestört hat. Es geht lange Zeit im Buch darum, dass Toja und auch Vica anders sind und nicht gut mit großen Menschenansammlungen, Small Talk und dem Sprechen vor vielen Menschen klarkommen. Gerade Vica als Teenager hat damit schwer zu kämpfen. So weit so gut und so verständlich. Toja überbringt Vica und auch ihrem Vater Florian dann die frohe Kunde, dass Vica, gleich wie Toja einfach nur introvertiert ist. Und hier starten meine Schwierigkeiten, denn mich verwundert es sehr, dass die beiden den introvertiert vorher noch nie gehört haben. Über diese Tatsache hätte ich aber noch hinwegsehen können, viel schlimmer war für mich, dass Introvertiertheit lange Zeit wie eine Krankheit oder sogar schlimmer, wie eine Behinderung dargestellt wurde. Den Vergleich mit einer Behinderung zieht Vica im Buch sogar selbst und wird dann von Toja aufgeklärt, dass dies nicht so ist. Ich gebe Toja dabei Recht, allerdings vermittelt das Buch über lange Strecken genau diese Botschaft.
Gelesen wird das Hörbuch von Ulrike Kapfer und dies war für mich ein kleines Highlight in einem ansonsten doch eher mittelmäßigem Bucherlebnis. Ulrike Kapfer und ihre Stimme kannte ich bis dato noch nicht, darf aber zugeben, dass ich hoffe, wieder einmal ein von ihr gelesenes Hörbuch in die Hände zu bekommen. Wobei ich mir sie bzw. ihre Stimme nur schwer in Kombination mit einem aufregenden Krimi vorstellen kann. Denn ihre Stimmmelodie und Art und Weise die Wörter zu betonen haben etwas unglaublich beruhigendes und haben daher perfekt zu dieser langatmigen Geschichte gepasst.
Alles in allem muss ich leider sagen, dass mich das Buch von Patricia Koelle-Wolken nicht wirklich überzeugen konnte. Wobei ich wirklich betonen möchte, dass es kein schlechtes Buch per se ist. Ich denke aber, dass ich einfach nicht das richtige Publikum war, um die wertvollen Botschaften der Autorin zu empfangen.
Rezensionen von Cxicken:
Die Tage im Café Torunka von Satoshi Yagisawa
Herbstbuch
Als ich mit „Die Tage im Café Torunka“ angefangen habe, war ich gespannt auf ein ruhiges Buch mit entspannten Themen. Und das hat Satoshi Yagisawa geschafft. Die drei Episoden spielen alle im gleichen Café in Tokio – einem Ort, der nicht spektakulär ist, aber seine Wirkung entfaltet, gerade weil nichts übertrieben wird.
Die Figuren sind bewusst gewöhnlich: Menschen, mit Erinnerungen, mit alltäglichen Sorgen, mit kleinen Hoffnungen. Solche Bücher muss man auch mal lesen. Es ist kein Roman, der große Spannung verspricht, kein Action-Plot, sondern Beobachtung.
Was mir besonders gefallen hat: Die Atmosphäre. Man spürt das Tokio in seinen Unterschieden – geschäftig, laut draußen; innen ruhig, fast intim. Der Schreibstil ist klar, kommt ohne viel Beiwerk aus, aber hat dennoch etwas Poetisches in den ruhigen Passagen. Das Tempo ist gemächlich, manchmal etwas zu langsam – besonders gegen Ende jeder Episode hätte ich mir gewünscht, dass manche Fäden stärker aufgegriffen werden.
Ein kleiner Kritikpunkt: gelegentlich hatte ich das Gefühl, bestimmte Themen bleiben oberflächlich. Es gibt Andeutungen, es gibt Stimmung, aber nicht immer die Tiefe, die man erwartet, wenn man sich wirklich ein Stück hineinziehen lassen möchte. Für mich war das kein Bruch, aber ein leiserer Moment, in dem ich mir mehr gewünscht habe.
Mein Fazit: „Die Tage im Café Torunka“ ist kein aufregender Roman, sondern eine Sammlung ruhiger Geschichten, die trotzdem Wirkung haben. Für Liebhaber:innen von ruhigen, stimmungsvollen Erzählungen, die nicht durch Action, sondern durch Charaktere und Atmosphäre überzeugen, ist es genau das Richtige. Kein Muss, aber eine schöne Lektüre.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Amazonenbrüste von Reyhan Şahin
sehr gut
Ich kannte vorher diese. Autoren nur als Rapperin. Und war deshalb sehr gespannt auf dieses Buch auch wenn es eher ein Ernstes Thema ist. Doch sie hat mich wirklich positiv überrascht. Denn sie weiss genau wie man mit diesem sehr wichtigen aber dennoch sehr schwierigem Thema umgehen muss und kann. Dies gelingt ihr natürlich besonders gut, da sie selbst betroffen war.
Und sie nimmt uns mit auf ihren ganz persönlichen Kampf gegen den Krebs. Das Buch fand ich sehr beeindruckend und es hat mir sehr gut und deutlich klargemacht wie ihr Kampf war und mit welchen hürden und welchen belangen sie natürlich umgehen musste. Ich denke, dass dieses Buch vielen Menschen Mut macht und auch ein Guter Leitfaden für die Zeit ist. Ich kann es allen leserinnen empfehlen die sich mit dem Thema Krebs beschäftigen wollen oder müssen. Ein sehr gelungenes Buch zu diesem thema.
Rezensionen von Marie aus E.:
Copenhagen Cinnamon 1. Delicate von Stefanie Neeb
Bitte keinen Pumpkin Spice Latte mehr
Ich liebe den Herbst und das Buch versprach die passende gemütliche Lesestimmung.
Oder „cosy“ und „hygge“, wie man jetzt sagt.
Das Versprechen wird auch absolut eingehalten.
Die Handlung spielt überwiegend in einem Café in Kopenhagen, dem Copenhagen Cinnamon.
Dort treffen die impulsive Jonna und der attraktive Mads aufeinander.
Es knistert sofort, doch Mads verhält sich seltsam. Einmal ist er so süß, dann wieder völlig verschlossen.
Mir war das alles leider alles etwas zu überdosiert. Die Zimtschnecken und Kürbismus-Kaffees, die Familendramen - und die eigentliche Handlung dafür zu uninteressant. Es hat sich - für mich - gezogen und immer um das nicht Ausgesprochene gedreht.
Bis etwa zum letzten Viertel, dann hat die Handlung Dynamik aufgenommen, ab dann habe ich es wieder gerne weitergelesen.
Für Herbst-Vibes mit Kuscheldecke am Sofa die passende Lektüre. Und so hübsch gestaltet, das Buch.
Aber ob ich die Fortsetzung noch lesen, ich weiß es noch nicht.
Rezensionen von Annaja:
Die Toten von nebenan von Olivia Monti
Eine Reise ins Jenseits
Ein Fahrradunfall mit fatalen Folgen. Frau Löffler glaubt, dass ihr nichts passiert ist, doch sie kommt heim und da begegnen ihr plötzlich Verstorbene. Sie kennt sich nicht mehr aus, ist sie nun auch tot? Da taucht ein Herr Löffler auf, bringt Blumen mit und gleich auch alles durcheinander. Bald aber werden ihm böse Absichten unterstellt.
Auch die vorkommenden Nachbarn haben im Laufe ihres Lebens ihre Persönlichkeit und sich in ihrer Optik geändert.
Das Buch wurde aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, die Autorin überlässt es dem Leser, sich selbst Fragen und Antworten zu stellen, was gut und böse ist, was richtig oder falsch war. Man sollte sich die Frage stellen, was man noch erledigen sollte, bevor es auf ins Jenseits geht.
Ein sehr nachdenklich machender Roman, mit feinem Humor, der auf jeden Fall nachwirkt!
Rezensionen von S.:
3 Streuner und der sprechende Berg von Anja Fröhlich
Streuner unterwegs
Aus Hundesicht erzählt und dadurch besonders interessant: Frauchen Joy darf einen Hund mit in die Schule nehmen. King Kerls Tauglichkeit wird auf Joys Geburtstagsparty getestet. Er besteht und darf/ muss mit in die Schule.
Naturgemäß gibt es für den Fellfreund dort viel Neues und Rätselhaftes. Und eine Überraschung!
Dank Anja Fröhlich sieht der Leser Gewohntes aus anderem Blickwinkel.
Schön, dass hier keine Belehrungen oder besserwisserische Ratschläge erteilt werden, sondern staunend der Schulalltag und sein Drumherum beschrieben werden. Es werden Gefühle wie Stolz, Neugier und Toleranz angesprochen, aber es geht auch um Neid, Angeberei und Missgunst.
Liest sich ganz toll, meine Kleine hat richtig mitgefiebert und gespannt auf die Vorlesezeit am Abend gelauert. Vieles wird thematisiert: Spaß, Abenteuer, Ekel, Mut und Freundschaft - alles andere als langweilig!
Rezensionen von inya:
Die Hobby-Horsing-Kids, 1, Ein Steckenpferd für Lotta von Jenny Bicho
richtig gut
Hobby Horsing war bis jetzt für meine Tochter nach keinen Begriff. Aber natürlich interessiert sie sich für Pferde und auch für das Reiten. Deshalb dachten wir, dass dieses Buch trotzdem etwas für sie wäre und wir wurden nicht enttäuscht. Denn dieses Buch handelt von viel mehr als von Hobby Horsing.
Es ist vor allem ein Buch über Freundschaft und Mut und wie man zusammenhält und auch mal konflikte zwischen Echten Freundinnen löst. Das Buch ist sehr altersgerecht und Kindgerecht geschrieben und wir haben es super gerne gelesen. Es nimmt einen Direkt mit in die Geschichte und man kann sie sehr gut mit den hauptfiguren identifizieren. Ich fand es als Mama sehr gut geschrieben und habe es sehr gerne mit meiner Tochter zusammen gelesen und kann es allen jungen leserinnen und deren Eltern empfehlen. Es ist nicht nur etwas für hobby Horser sondern für alle jungen leserinnen.
Rezensionen von inya:
tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Tiere im Zoo von Inka Friese
sehr schön
Wir als Familie sind große Fans der Tipp Toy Büchereien und Allgemein des Tiptoi Universums. Deshalb haben wir uns auch wieder auf dieses Buch gefreut, da mein kleiner Sohn, Tiere, sehr mag. Und in diesem Buch kommen tiere natürlich nicht zu kurz denn das Buch handelt von dem Zoo in diesem Buch können die Kinder auf eine Wunderschöne Art und Weise die Tiere und den Zoo an sich entdecken.
Natürlich wird mit einer reichen Bebilderung nicht gespart und es gibt auch wieder tolle Spiele die animieren die Bilder noch genauer sich anzuschauen und zu entdecken. Auch wird wieder viel wissen vermittelt und dies natürlich auf eine spielerische Art und Weise. Wir sind wie immer von diesem Buch begeistert und können es allen Kindern und Eltern empfehlen die sich für das Thema Zoo und für Tiere im allgemeinen interessieren. Es ist vielfältig und kindgerecht gestaltet.











