Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Cornelia:
Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson
Spannender Krimi mit verstrickter Handlung
Zu Beginn wird die Leiche serviert, daher lese ich gleich gern weiter. Dabei lernen wir die beiden Hauptermittler Jon und Svea kennen. Der zweite Band der Reihe ist problemlos ohne Vorkenntnisse zu lesen. Aber eine Nebenhandlung, die kurz erklärt wird, geht über die einzelnen Bände hinaus.
Der Schreibstil ist flüssig.
Erzählt wird in der dritten Person, über mehrere Zeitebenen, die aktuelle Ermittlung und Ereignisse in der Vergangenheit. Mehrere zunächst zusammenhanglose Handlungsstränge führen zu einer eng verwobenen Geschichte.
Es ist alles dabei, eine interessante Handlung, Spannung und Rätsel. Härtegrad bewerte ich überdurchschnittlich hoch, da negative Themen wie Kindesmisshandlung, Angst und Unterdrückung angesprochen werden, diese nehmen aber nicht den Hauptteil ein, die Spannung überwiegt.
Jon und Svea sind mir sympathisch und werden mit all ihren Stärken und Schwächen gezeichnet.
Den spannenden Krimi Schwüre, die wir brechen empfehle ich gern weiter. Die beiden Ermittler sind am Ende sehr angeschlagen, hoffentlich müssen wir nicht allzu lang auf den nächsten Band warten.
Rezensionen von lectrice:
Wilderland - Der Wald von Gina Mayer
Toller Auftakt
Gina Mayer und ihr hohes Maß an Ideenreichtum konnte mich schon mehrere Male begeistern und auch dieses Mal geht es gewissermaßen um Tiere.
Calum kommt in eine neue Wohngruppe zu Jasleen, Skye und Miro. Die drei verhalten sich ihm gegenüber misstrauisch, aber dann fliehen sie doch gemeinsam, nach dem Calum und Skye entdecken, dass sie überwacht werden.
Damit hat Calum das Vertrauen der anderen gewonnen und das Abenteuer beginnt nun erst so richtig. Denn sie alle sind das Ergebnis eines Experiments und nicht nur Menschen, sondern auch Tiere - wer welches Tier ist, zeigt sich recht gut.
Ein wunderbares Buch für die Zielgruppe ab elf Jahren, das neben der phantastischen Geschichte vor allem ein Buch über Freundschaft und Vertrauen ist, in einer Welt, die auf einmal völlig auf den Kopf gestellt wird. Der Schreibstil ist wie immer sehr flüssig und gut und die Buchlänge ist auch passend für das Alter oder als Vorlesebuch und wir sind nun sehr neugieirig, wie es nun weitergehen wird.
Rezensionen von yellowdog:
Die Tage im Café Torunka von Satoshi Yagisawa
Episoden im Café
Von Satoshi Yagisawa habe ich schon gerne seine Romane Die Tage bzw. Die Abende in der Buchhandlung Morisaki gelesen. Die Tage im Café Torunka hat mich, ehrlich gesagt, weniger begeistert. Café-Bücher gab es in letzter Zeit schon viele, oft bessere. Auch ist das Buch zu sehr nach Formel gestrickt, zum Beispiel ist es episodenhaft aufgebaut.
In den früheren Bücher hat das Thema Bücher und Literatur für den schlichten Stil entschädigt. Das fehlt mir hier. Am besten hat mir der zweite und dann auch der letzte Abschnitt mit dem Titel „Ein Tropfen Liebe“ gefallen, weil hier ein direkter Bezug zum Café da ist. Man kann also sagen, dass sich das Buch allmählich steigert. Die Figuren bleiben aber leider durchgängig schwach ausgeformt.
Äußerlich ist das Buch wirklich ein Schmuckstück mit schön gezeichneten Cover. Daher werde ich es mir gerne in mein Bücherregal stellen.
Rezensionen von Netti:
Was du siehst von Laura Maaß
Eine Liebe in der DDR und über alle Grenzen hinweg
Dieser Roman beginnt 1967 in Ost Berlin und endet im Jahr 2010.
Fast die ganze Handlung spielt bis auf kleine Ausnahmen in einem kleinen Dorf in der DDR in Mecklenburg Vorpommern im Grenznahen Gebiet.
Arthurs Nichte Ruth kommt hochschwanger zu ihm in das kleine Dorf an der Elbe und möchte bei ihm Leben.
Sie bringt hier ihre Tochter Jule zur Welt. Schnell fühlt sie sich im Dorf wohl und die Dorfbewohner kommen wirklich alle sehr sympathisch rüber und halten zusammen. Es wird eine schöne Dorfidylle beschrieben.
Jule wächst hier mit ihrem Kindheitsfreund Andi auf und genau darum geht es in dem Buch. Es wird die Geschichte ihres Lebens erzählt.
Irgendwann sind sie erwachsen und verliebt. Dann öffnen sich die Grenzen und alles wird anders. Jule will ihren Vater finden, den sie bis vor kurzen noch tot geglaubt hat.
Das Buch ist in eher kurze Kapitel unterteilt. Das Leben auf den Dorf lässt sich gut lesen. In den ersten 2/3 des Buchs plätschert die Geschichte so vor sich hin, da hätte ich mir manchmal ein bisschen mehr Spannung gewünscht. Das letzte 1/3 des Buchs hat mir am besten gefallen, denn hier kommt eine leichte Spannung auf und ab da konnte mich das Buch fesseln, da ich wissen wollte wie es weiter geht.
Eine nette Geschichte über die Liebe in der DDR und über ihre Grenzen hinaus. Sie hat mir gut gefallen.
Rezensionen von Ele:
Happy - Wo du mich findest von Dagmar Bach
Die Junos-Magie
Happy – Wo du mich findest. Romantische Liebes-Komödie von Dagmar Bach, 356 Seiten, im Fischer-Sauerländer-Verlag.
Fünf Postkarten, ein Rätsel, ein Versprechen. Der 1. Teil einer Trilogie
Das Strandhaus, in Junos, in dem Anouk die glücklichste Zeit ihrer Kindheit verbrachte, mit Noah ihrem besten Freund, muss gerettet werden.
Doch ihre Eltern sollen davon nichts erfahren. Genau zu der Zeit trudeln mysteriöse Postkarten bei Anouk ein, die erste erreicht sie noch in San Franzisco. Geh zu deinem Lieblingsort und lerne die Liebe mit mir ganz neu kennen.
Dort trifft sie auf Noah, er ist zu einem berühmten Serienstar geworden und hat sich in den Augen von Anouk verändert. Zusammen mit ihm will sie das Rätsel der mysteriösen Karten lösen. Eine verwirrende Geschichte beginnt, mit Liebe, Magie und vielen lieben Freunden, das ist der Zauber von Junos.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die Geschehnisse aus der Sicht von Anouk, im zweiten Teil die gleichen Begebenheiten aus Noahs Fokus, der letzte Teil, wieder aus der Sicht von Anouk der die ganze Geschichte zu Ende bringt. Jeweils im Ich-Stil verfasst. Dem Leser ist es zu jeder Zeit möglich ganz tief in die Gedanken des Erzählers einzutauchen. Gefühle werde somit gut beschrieben. Die Story teilt sich in 47 Kapitel in idealer Leselänge.
Besondere Stellen sind mit anderer Schrift deutlich vom Text abgegrenzt, Liedtexte und eingefügte Podcast sind kursiv gedruckt. Der Postkartentext ist fett gedruckt. Das Buch ist flüssig geschrieben, jung modern und mit sehr viel Wortwitz, schlagfertige Dialoge haben mich gut unterhalten. Insgesamt ein lebhaftes, unterhaltsamen Buch, dass ich schnell gelesen hatte. Außerdem habe ich gerne mitgerätselt wer wohl der mysteriöse Kartenschreiber sein könnte, die Lösung am Schluss hat mich verblüfft. Die Rolle die die Möwe Grace spielt, ist mit einem Augenzwinkern zu genießen. Die Story war nicht immer authentisch.
Durch die vielen fröhlichen Surfer-Figuren, die allesamt gut charakterisiert sind, ist es ein absoluter Feelgood-Roman. Friends to Lovers ist hier wirklich überzeugend dargestellt worden. Eine Rom-Com mit einem Hauch Magie. Meine Lieblingsfigur ist Noah, obwohl er so berühmt ist, ist er bodenständig geblieben und ein echter Freund. Anouk hat mich leider etwas enttäuscht, ich fand sie sehr naiv, ihr Verhalten infantil. Warum sie ihre Mutter wegen des Hauses belügen musste versteh ich auch nicht ganz. Keine taffe starke Frau, eine die ständig jemand braucht der sie füttert, eigentlich mag ich solche Frauen in Büchern nicht.
Insgesamt fand ich das Buch unterhaltsam, romantisch aber nicht immer nachvollziehbar, die Ereignisse wirken manchmal an den Haaren herbeigezogen. Für eine nette Urlaubslektüre ideal, wer Rom-Coms mag, sollte zugreifen. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, die weiteren Teile werden in Junos spielen, jedoch mit anderen Personen aus der Clique bzw. Bewohnern. Von mir 3 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Meine Mutter von Bettina Flitner
Aufarbeitung eines Familientraumas
„Als Bettina Flitner für eine Lesung aus ihrem Buch »Meine Schwester« nach Celle zurückkehrt – dorthin, wo vor 40 Jahren ihre Mutter beerdigt wurde –, springen sie mit unerwarteter Heftigkeit Fragen an, die sie lange von sich fern gehalten hatte: Fragen nach dem großen Unglück im Leben ihrer Mutter und nach einer Familienkatastrophe in einer fernen Zeit und in einem fernen Land.
“
Mit diesen Worten umreißt der Klappentext den Inhalt dieses aufwühlenden Buches.
Wenig später reist Bettina Flitner auf den Spuren ihrer Mutter Gisela, die vor 40 Jahren Selbstmord begangen hat, rückwärts in die Vergangenheit in den Luftkurort Wölfelsgrund im ehemaligen Niederschlesien, heute Polen, wo die Familie einst ein Sanatorium besessen hat. Mit im Gepäck hat Flitner Tagebücher sowie Notizen und Hunderte von Fragen. Denn die Selbstmorde von Mutter (1984) und Schwester (2017) reihen sich mehr oder weniger nahtlos in eine Reihe von Selbsttötungen ein.
„Sie hat nie etwas getaugt!“ Mit diesen verachtenden Worten beginnt Bettina Flitners Buch über ihre Mutter. Gesprochen hat diesen Satz der Vater der Toten.
Das Buch über ihre Mutter ist der Versuch einer Aufarbeitung der dramatischen Familiengeschichte, denn Großmutter Elisabeth war jüdischer Abstammung und Großvater Wilhelm Flitner, (Reform)Pädagoge und Gegner der Nationalsozialisten.
Meine Meinung:
Das im Klappentext erwähnte Buch „Meine Schwester“ habe ich noch schnell vorab gelesen. Bettina Flitner selbst ist mir nur im Zusammenhang mit Alice Schwarzer ein vager Begriff.
Flitners Schreibstil ist klar und schnörkellos, fesselt aber genau dadurch.
Fazit:
Für diese Aufarbeitung einer komplizierten Familiengeschichte, in der einige Mitglieder an Depressionen litten und Selbstmord verübt haben, gebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von bine525:
Die Tage im Café Torunka von Satoshi Yagisawa
Menschen wie du und ich
Dies ist mein erstes Buch von diesem Autor und es hat mir gut gefallen. Der Inhalt von drei verschiedenen Geschichten ist nichts weltbewegendes, aber spiegelt dennoch ein normales Leben mit Höhen und Tiefen. So sehr ich auch Bücher von japanischen Schriftstellern mag, musste ich mir von Beginn an die für Europäern ungewöhnlichen Namen notieren, um den Überblick zu behalten.
Es war auch eine kleine Umstellung für mich, dass es keine Kapitel Unterteilung gibt mir keine Lesepausen vorgegeben werden. Dennoch hatte ich keine Probleme mit dem Buch öfters zu pausieren und danach gleich wieder den Anschluss zu finden.
Um sich der Thematik des Romans anzupassen, trank ich dazu gerne genussvoll eine Tasse Kaffee.
Das Buch kann ich jedem empfehlen der an der Kultur Japans interessiert ist und eher ruhige Lesemomente wünscht.
Das Cover dazu ist sehr passend und spiegelt den Inhalt dar.
Rezensionen von Lillyliebtthriller:
Die Maske des Zorns von Jennifer B. Wind
Schockierend und ergreifend
Die wunderschönen zirkusbezogenen Cover dieser Reihe verzaubern mich immer wieder auf's Neue und auch der Inhalt raubt mir wieder den Atem.
Ich liebe Richard mit seiner tragischen Vergangenheit und auch Theres ist mir ans Herz gewachsen und ich finde es toll,dass man in diesem Teil mehr über sie erfährt und auch ihre Entwicklung zu ihrem "wahren" Ich finde ich beeindruckend.
Der eigentliche Fall ist sehr ungewöhnlich, denn es geht um ekelige Schrumpfköpfe und noch mehr verrückte Dinge.
Ich habe sofort wieder in die Geschichte gefunden und war von Anfang an von Jenny's realistischen und flüssigen Schreibstil gefesselt.
Durch die vielen unerwarteten Wendungen blieb es bis zum Ende aufregend und spannend.
Fazit: Jenny hat wieder einen großartigen #thriller erschaffen, der mich gleichermaßen geschockt und zutiefst ergriffen hat.
Rezensionen von clematis:
Die Töchter von Usedom - Das Geheimnis in den Dünen von Jessica Weber
Alte Konflikte
Zwanzig Jahre sind vergangen, die nächste Generation mit Lore, Paul und Karl ist herangewachsen. Während die Pension Büchner um ein drittes Haus direkt am Strand erweitert wird, tritt Unerwartetes ein und bringt alte Konflikte ans Licht.
Beschwingt wie bereits gewohnt, erzählt Jessica Weber weiter aus dem Leben der Büchners, die mittlerweile auch Michelsens und Pagels sind.
Dass jetzt noch Bekannte aus einer gemeinsamen, zwei Jahrzehnte zurückliegenden Zeit auftauchen, damit hat niemand mehr gerechnet. Was zum Wohle aller geheim gehalten worden ist, drängt an die Oberfläche, aber nicht nur die „Alten“, auch die „Jungen“ hüten ihre Geheimnisse. Stimmungsvolle Bilder aus Swinemünde wechseln diesmal ab mit jenen aus einem pulsierenden Berlin, lebendige und detailgetreue Szenen lassen die Zeit um 1890 besonders erlebbar werden.
Spannend und voller Gefühl beschreibt die Autorin die Suche nach den Wurzeln, die nicht immer klar sind und die Angst um eine Zukunft, welche erträumt wird, aber nicht ohne Hürden gelebt werden kann. Turbulente Zeiten stehen der Pension Büchner ins Haus, ich war wieder gebannt dabei und bin schon neugierig, was bei der Rückkehr nach Swinemünde (Band 3) geschehen wird. Die Familie kann doch nichts mehr erschüttern, oder doch? Ich bleib dran … und vergebe vorerst einmal je fünf verdiente Sterne für die ersten beiden Teile der Ostsee-Familiensaga.
Rezensionen von Austrian Bookaholic :
Spiral von Bal Khabra
Sportlich romantisch
Im Gesamten ist das Buch eine gelungene und schöne Sports Romance . Vor allem finde ich den Kontrast von Eishockey und Ballet toll.
Die Große Stärke des Buchs: Beide Protagonisten sind total lebendige und spannende Charaktere und haben einen interessanten Hintergrund. Das war der Grund, warum ich nur so durch die Zeilen geflogen bin.
Die Chemie zwischen den beiden ist fesselnd, sodass mir das Buch auf lange Strecken total Spaß gemacht hat. Es ist einfach zu süß, wie die beiden miteinander umgehen und über sich selbst hinauswachsen.
Was mir allerdings nicht gefallen hat: Das Ende hat sich für meinen Geschmack unverhältnismäßig lang gezogen. Ich verstehe durchaus, dass in der Handlung noch einiges aufzuräumen war, aber das war mir dann doch zu viel des Guten.










