Kunden em pfehlungen
Rezensionen von lectrice:
Queen of Faces - Die Königin der tausend Gesichter von Petra Lord
Körper als Handelsware
Als ich das Cover dieses Buches das erste Mal gesehen habe, war ich begeistert von der künstlerischen Aufmachung und es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hingucker.
Die Protagonistin Anabelle Gage ist seit einer Erkrankung auf einen Ersatzkörper angewiesen. In dieser Welt leisten sich die Reichen neue, ideale Körper, doch Ana ist nicht reich und ihr Körper ist der eines Jungen, der jedoch nicht vor Stärke trotzt.
Die Welt ist sehr gut durchdacht und es steckt so viel dahinter, was hinterfragt werden will. Sei es nun das Thema Körpertausch oder moralische Entscheidungen, politische und wirtschaftliche Verflechtungen und so viel mehr. Die Welt öffnet sich uns Lesenden erst so nach und nach und somit lernen auch wir immer mehr dazu und ein ums andere Mal habe ich das System hinterfragt und trotz Fantasy Parallelen gesehen zur Realität. Denn das beschriebene Klassensystem und die Mechanismen sind nicht vollends unbekannt.
Für ein Debut eine herausragende Leistung. Ein Young Adult Fantasybuch mit Anspruch. Ich habe es sehr gerne gelesen.
Rezensionen von Ameland:
Der Zoo der unsichtbaren Tiere von Andreas Z. Simon
Ein Zoo mit Geheimnissen
Suna erbt von ihrem unbekannten Opa einen leeren Zoo. Was soll man mit einem leeren Zoo, dazu noch als Kind werdet ihr euch jetzt fragen. Aber dieser Zoo verbirgt ein Geheimnis. Kommt mit und begleitet Suna bei ihrem fantastischen und spannenden Abenteuer und entdeckt die geheimnisvolle Welt dieses Zoos.
In einer kindgerechten Geschichte zeigt Andreas Z. Simon wie man mit Zusammenhalt in einem Team auch scheinbar unlösbare Probleme bewältigen kann. Man darf nur nicht sofort aufgeben, sondern muss es wenigstens versuchen. Gemeinsam hat man eher eine Chance als alleine. Zudem hat der Autor in die spannende und fantasievolle Abenteuergeschichte noch geschickt Themen wie Tier- und Naturschutz sowie Verschwendung von Lebensmitteln integriert.
Das Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen und aufgrund der großen Schrift und den größeren Zeilenabständen auch für Leseanfänger. Ein spannendes und fantasievolles Kinderbuch mit sympathischen Protagonisten.
Rezensionen von verhei:
Mädchen allein zu zweit von Daniela Dröscher
Freundschaft, Geldprobleme und andere Herausforderungen
Issa und Grace sind schon lange Freundinnen und besuchen gemeinsam das Gymnasium eines Internats, das hauptsächlich Rich Kids besuchen. Welten prallen aufeinander, haben es doch beide Familien nicht recht üppig. Issa wächst mit einer Alleinerziehenden Mutter auf, die jeden Euro doppelt umdreht und einer Schwester Livvie, die nicht mehr spricht.
Nun wurde ein Betrag für die Schule nicht beglichen und die Bezahlung durch den Sozialfonds der Schule steht in Frage. Doch auch Grace hat derzeit Probleme – neue, medizinische. Sie kämpft mit Brüsten, die über den Sommer deutlich gewachsen sind und Schmerzen erzeugen. Die Lösung aller Probleme scheint Geld zu sein, doch wie kommt man dazu?
Das Buch greift viele Themen auf, die für Jugendliche relevant sind, aber eben nicht nur für Jugendliche: Freundschaft, Geld, Erwachsenwerden, soziale Unterschiede, Körperbild, Kapitalismus und ja auch etwas Feminismus.
Allen voran Freundschaft, die die beiden doch eher unterschiedlichen Hauptcharaktere Issa und Grace schon lange verbindet. Während Issa eher etwas ruhiger und bodenständiger zu sein scheint, scheint Grace unerschrockener, mutiger zu sein. Man erkennt einmal mehr wie wichtig es ist Freunde allgemein Unterstützung auch im selben Alter zu haben. Mädchen allein zu zweit eben. Egal mit welcher Herausforderung sich die jeweilige gerade konfrontiert sieht.
Ein weiteres großes Thema, wie schnell ersichtlich ist, ist Geld bzw. allgemein Kapitalismuskritik. Das Spannungsfeld zwischen den reichen, privilegierten Internatsschülern und den ärmeren Schülern des Ortes ist klar sichtbar. Und umso markanter wird das Thema, als Geld für die ausstehenden Kosten an der Schule und aber auch für Graces Operation gesucht wird. Schafft man es rein durch Arbeit genug aufzutreiben. Welche Schritte darf man dafür setzen. Was ist vertretbar – gesellschaftlich und moralisch.
Der Erzählstil ist flott, ansprechend und man folgt hauptsächlich Issa. Interessant waren die Einwürfe aus Graces ABC des Geldes und das Tagebuch von Livvie, die den Blickwinkel erweiterten. Beide Hauptcharaktere fand ich nahbar und authentisch mit all ihren Sorgen. Man fühlt sich manchmal ohnmächtig, wenn alles über einen einbricht, selbst als Erwachsener. Wie frustrierend ist es dann erst recht als Jugendlicher mit begrenzten Mittlen. Allein die Herangehensweise an die Brustverkleinerung fand ich etwas eigen, aber welche anderen Möglichkeiten hätte es schon gegeben. Ich hätte mir gegen Ende gerne auch ein paar Seiten mehr zum Ausklang gewünscht, auch wenn die großen Fragen auch so geklärt wurden.
Ich habe sowohl das Hörbuch mit dem Buch ergänzt und kann beides herzlich empfehlen. Der Roman ist eben sprachlich modern, klar und auch einfühlsam. Dennoch fehlt nicht der Witz. Die Stimme der Hörbuchleserin ist angenehm und auch passend jugendlich.
Definitiv empfehlenswert für die Altersgruppe, aber auch abseits davon.
Rezensionen von Kerstin Fimberger :
Alpine Vitalküche von Karin Hofinger
Großartig liebevoll und inspirierend
Also wir sind absolute Fans des Buches. Genau das haben wir gebraucht. Regionale Rezepte, einfach schmackhaft und nährstoffreich. Schon beim Schmöckern möchte man sofort in die Küche und zubereiten und essen . Großartig einfach . Die links zu regionalen Produzenten finden wir auch sehr praktisch.
Bilder sowieso außerordentlich ansprechend! Großartig. Man sieht und schmeckt die Leidenschaft und Liebe z Detail sofort !
Rezensionen von Pusteblümchen:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Die Zeit tickt
Ilona Bannister beschreibt in ihrem Thriller ein unglaublich beklemmendes Szenario.
Du stehst auf dem Bahnhof, der Zug fährt ein und in wenigen Augenblicken wird ein Mensch sterben.
Die fünf Protagonisten kennen sich bisher nicht und stehen gemeinsam auf einem Bahnsteig in London. Sie alle tragen düstere Geheimnisse und eine schwere Vergangenheit mit sich herum.
Sympathieträger sucht man hier vergeblich, aber genau das macht die Dynamik so faszinierend.
Neben den Protagonisten gibt es einige ebenfalls gut ausgearbeitete Nebencharaktere. Insgesamt ist die Anzahl der Figuren jedoch angenehm überschaubar, wodurch die Atmosphäre nochmals dichter wirkt.
Die Autorin seziert die letzten fünf Minuten vor der Einfahrt des Zuges in Echtzeit. Es sind Schilderungen wie in einem Film. Während die Sekunden verstreichen, hatte ich das Bedürfnis, immer schneller zu lesen, um diesen nachzukommen.
Die Autorin stellt mit ihrem Werk das klassische Thriller-Genre komplett auf den Kopf.
Wer psychologische Tiefe gepaart mit einem mörderischen Tempo sucht, den dürfte dieses Buch begeistern.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Sigrun Alten:
Popóm von Johanna Sebauer
Schräges Gedankenexperiment
Ein junger Mann in einer Sinnkrise begegnet seinem älteren Alter Ego und erliegt der Faszination, dieses ältere ich kennenzulernen. Dabei verliert er sich nahezu selbst. Leicht lesbare, humordurchwirkte Prosa, die man letztendlich ohne große Erkenntnisse wieder ins Regal stellt.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Sigrun AltenRezensionen von CK3:
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking
Lesestunden voller Genuss
Fragmente einer Bibliothek im Abendhimmel, eine Frauengestalt auf der Tür-Schwelle - das Cover präsentiert sich passend zum Titel. Der Bucheinband ist schön gestaltet und der rotgefärbte Schnitt macht die Seiten zu etwas ganz Besonderem, nicht zu vergessen das Lesebändchen (für mich immer ein geliebter Bonus, denn Lesezeichen sind nie da, wo man sie braucht).
Aber nicht nur die Äußerlichkeiten stimmen, auch die Geschichte rund um Ms Atkins und die plötzlich im neuen Licht erscheinende "Lady Ophelia Harringdale Library" ist ganz außergewöhnlich. Die Idee der Bibliothek der Träume gepaart mit einer einfühlsamen Sprache und den fein "gezeichneten" Figuren machen das Lesen zu einem Genuss. Im Verlauf lernt man Amanda Atkins, Robert Joy, Henry Brown und Xiao Mei Smith und deren Lebensumstände und -geschichten immer besser kennen. Für mich eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von CK3:
Ist doch schön hier von Miriam Burdelski
Alte Eichen
Das Cover des Buches - Sandstrand im Hintergrund Meer und drei Personen im seichten Wasser stehend - ist schlicht gehalten, der Titel in großen Lettern springt aber sofort ins Auge.
Eine Familien-, Beziehungs- und Generationengeschichte zwischen Liesel, ihrer Mutter Melanie und in der Hauptsache ihrer Großmutter Emmi.
Eine Geschichte voller offener Fragen, Geheimnissen und Hoffnungen.
Der Roman hat mich ab der ersten Seite gefesselt und nicht mehr losgelassen. Die Autorin versteht es, feinfühlig zu erzählen und dabei trotzdem ehrlich und "schonungslos" das Leben der Hauptfiguren zu zeichnen. Durch ihre Wortwahl scheint ab und zu der heutige Zeitgeist durch. Eine Geschichte über die Wichtigkeit von Erinnerungen, dem Mut neue Wege einzuschlagen, dem Vergeben-Können und dem Ankommen. Von mir eine absolute Kaufempfehlung.
Rezensionen von C. P.:
Lucifer Ascending - One Sinful Secret von Marie Niehoff
Zähe Triangle-Smut-Fantasy mit AgeGap
Eine junge Frau mit dämonischen Wurzeln stirbt bei einer Dämonenjagd und wird durch ihren Love Interest von den Toten zurückgeholt.
Das ganze Buch ist ein langgezogener Widerspruch. In einer Welt, in welcher mehrere Ableger eines Ordens die Menschen vor Dämonen beschützen wollen, wird Lilian als Tochter eines Dämons und einer Menschenfrau 25 Jahre als potentielle Gefahr hinter den Ordensmauern zu einer Dämonenjägerin ausgebildet.
Sie soll also, im weiteren Sinne, ihre eigenen Verwandten jagen. Was sie zunächst auch macht, da sie all die Jahre erzählt bekam, sie sei eine wandelnde Bedrohung und dürfe nur leben, weil der Orden es ihr gnädigerweise gestattet. Durch eine mutmaßliche Intrige stirbt sie bei einem Einsatz und ihr langjähriger bester Freund, auf den sie wohl schon lange scharf ist (und er auf sie) hat nichts Besseres zu tun, als seine hochgradig geheime Nekromantie zu verwenden, um sie von den Toten zurück zu holen. Mit dem Nebeneffekt, dass sich Dämon Lucifer in seinem Körper wohnlich einrichtet.
Gleich vorweg: Das Worldbuilding tendiert gen Null, die Handlung könnte auch in irgendeiner anderen Stadt angesiedelt sein. Der Aktionsradius ist sehr stark auf Lilian und Jupiter/Lucifer und ein paar Nebenfiguren reduziert. Was es auch schnell langweilig macht. Die drei, die zugleich als Ich-Erzählende herhalten, zerdenken viel und, man glaubt es kaum, denken Infodump! Niemand erklärt sich selbst gedanklich erstmal die halbe Welt, die schon. Wobei trotzdem vieles als einfach gegeben hingenommen wird. Warum wird Lilian vom Großteil des Ordens gedisst? Ist einfach so. Dann durfte sie angeblich das Ordensgelände 25 Jahre nicht verlassen, ist aber Fan von McFlurry (Eissorte beim Mäcces), was bis zum Erbrechen wiederholt wird. Dass die Fastfood-Kette einen Lieferservice hat wäre mir neu.
Der nächste Gedanke: Warum soll eine Dämonin (ja, sie hat Hörner auf dem Kopf) ihresgleichen jagen? Warum steht sie auf einen Typen, der ihresgleichen jagt? Und warum wird hier romantisiert, dass ebendieser Typ sie von den Toten zurückholt, nur weil er das so will? In meinen Augen ist das hochgradig übergriffiges Besitzdenken.
Lucifer ist nur bedingt eine Bereicherung. Ich empfand ihn als nicht glaubwürdig dargestellt, nicht als uralten Dämon, vielmehr als flirty BadBoy, der sich mit Jupiter selbst zu den unmöglichsten Zeitpunkten gedachte Diskussionen auf Teenager-Niveau liefert. Und mit besagter 25-jährigen Protagonistin flirtet, wobei wir bei einem immensen Age Gap wären. Ansonsten verhalten sich auch diverse weitere Personen unglaubwürdig, eher der Handlung des Romans angepasst. Da der Personenkreis eh schon sehr beschränkt ist fällt dies umso stärker ins Gewicht. Selbst bei der Namensgebung in Jupiters Familie, in der die Söhne sehr aussergewöhnliche Namen bekamen, ist die Autorin erschreckend inkonsequent: Während Jupiter nach einem römischen Gott benannt wurde, hieß sein Bruder Atlas nach einem griechischen Titaten.
Stilistisch ist das Buch sehr zäh, u.a. durch den bereits erwähnten gedanklichen Infodump (der oft keinen wirklichen Mehrwert hat). Besonders in der ersten Hälfte lassen sich locker mal zwei Absätze überspringen, ohne auch nur irgendwas von der Handlung zu versäumen. Zudem verschiebt sich der Fokus in der zweiten Hälfte stark auf das Liebesdreieck Lucifer-Lilian-Jupiter. Es gibt viele explizite Szenen (wenigstens in der Smut-Version), welche für die Handlung irrelevant sind. Die erste Szene kommt sogar vor dem ersten richtigen Abenteuer vor. Und das Vokabular ist oftmals umgangssprachlich, bisweilen ins Englische tendierend. Warum sind die Kapitelüberschriften auf englisch in einer deutschen Fassung?!
Nur, weil da ein paar Dämonen vorkommen, von denen ein uralter Dämon eine AgeGap-Flirterei startet, und es ein paar Geheimnisse und Smut-Szenen gibt, kann ich das Buch nicht als Dark bestätigen. Romantasy ohne überzeugendes Worldbuilding oder komplexe Handlung käme jedoch hin.
Rezensionen von FogandBooks:
In Stormy Weather von Chelsea Curto
Viel Wirbel, der leider nicht bleibt
Selten hat sich mein Eindruck von einem Buch während des Lesens so stark verändert wie bei In Stormy Weather. Gestartet bin ich ohne große Erwartungen und hatte mich innerlich schon auf eine eher klassische 08/15-Romance eingestellt. Umso überraschter war ich von den ersten Kapiteln. Quincy und Sebastian liefern sich herrlich bissige Wortgefechte, schenken sich absolut nichts und bringen eine Dynamik mit, die mich sofort unterhalten hat.
Besonders gefallen hat mir, dass Enemies to Lovers hier zunächst wirklich ernst genommen wird und die gegenseitige Abneigung nicht nach wenigen Seiten plötzlich vergessen ist.
Auch das Thema Meteorologie wird richtig schön in die Geschichte eingebunden und gibt ihr etwas Eigenes. Ein besonderes Highlight waren für mich The Rainy Day Show und die dazugehörigen Kommentarspalten. Sie bringen Humor hinein, zeigen gleichzeitig realistische Seiten des Content-Creator-Lebens und haben perfekt zu Quincy gepasst. Dazu kommen ernstere Themen und berufliche Herausforderungen, die den Charakteren zusätzliche Tiefe verleihen.
Leider konnte das Buch dieses Niveau für mich nicht halten. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr ging von dem verloren, was mich anfangs begeistert hatte. Die schlagfertigen Dialoge wurden weniger, der Schlagabtausch verlor seinen Biss und irgendwann fehlte mir schlicht die besondere Chemie der ersten Hälfte. Stattdessen rückten andere Aspekte der Beziehung immer stärker in den Vordergrund, die auf mich teilweise eher konstruiert wirkten. Ich ertappte mich sogar dabei, Sätze zu überfliegen und regelrecht nach der ursprünglichen Dynamik zu suchen. Besonders schade fand ich Quincys Entwicklung. Ihre Schlagfertigkeit und Eigenständigkeit hatten sie für mich zu einer richtig starken Protagonistin gemacht. Im weiteren Verlauf hatte ich jedoch zunehmend das Gefühl, dass etwas von genau dieser Stärke verloren geht. Gleichzeitig gerät auch The Rainy Day Show immer stärker in den Hintergrund und damit ausgerechnet einer der Aspekte, die das Buch für mich von anderen Romance-Geschichten abgehoben haben.
Am Ende bleibt deshalb vor allem ein Gefühl von verschenktem Potenzial. Die erste Hälfte hat meine Erwartungen deutlich übertroffen und mir unglaublich viel Spaß gemacht. Umso enttäuschender war es, dass die Geschichte genau die Stärken, mit denen sie mich gewonnen hatte, nach und nach verliert. Schlecht ist In Stormy Weather für mich definitiv nicht, dafür war der Einstieg viel zu stark. Trotzdem bleiben zwei sehr unterschiedliche Leseerfahrungen zurück und die Frage, wie sehr ich dieses Buch hätte lieben können, wenn es seine anfängliche Dynamik bis zum Schluss behalten hätte.











