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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ruth:

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Lori von Anousch Mueller

Verschweigen, verdrängen

Neben dem Klappentext war es hier v.a. das Cover, das meine Aufmerksamkeit erregt hat. Ein Bild, wie von Gerhard Richter gemalt. Es zeigt zwei Kinder, wobei nur das jüngere deutlich zu erkennen ist, das ältere wendet seinen Blick weg vom Betrachter, hin zum anderen Kind. Alles leicht verwischt, bewusst unscharf.

Wie gut das Cover zum Inhalt des Romans passt, erweist sich nach der Lektüre.
Neugierde weckt auch der Prolog: „Wenn sich ein Geheimnis löst, beginnt die Geschichte von Neuem.“ so lautet der erste Satz. Und es geht weiter mit: „Jeden von uns gibt es ab dann in der einen und in der anderen Version. In der ersten Version bin ich die älteste Tochter meiner Eltern, die Erstgeborene….In der anderen Version bin ich die Zweite, die Statthalterin. Die dem Vergleich nicht standhält.“
Es ist die Ich- Erzählerin Helena Ross, genannt Leni, die einen so kritischen Blick auf sich selbst hat und die sich hier auf die Suche nach dem Geheimnis begibt, das wie ein Schatten über ihrer Familie liegt.
Sie lebt mit ihren Eltern und den zahlreichen Geschwistern auf einem stillgelegten Bahnhofsgelände in der thüringischen Provinz. Im Dorf nennt man den Bahnhof „Das Ende der Welt“; vor ihnen wohnten hier „Asoziale“ - Kriminelle oder „Politische“. Und auch um Lenis‘ Familie ranken sich zahlreiche Gerüchte.
Trotzdem erleben Leni und ihre fünf Geschwister eine beinahe harmonische Kindheit, voller Abenteuer in der Natur. Auch wenn die Mutter oft abwesend wirkt, beständig beschäftigt ist mit dem neuesten Baby und sich ansonsten in jeder freien Minute hinter Büchern vergräbt.
Dafür ist der Vater stets liebevoll und besorgt, kümmert sich als Rettungssanitäter nicht nur um die kleinen und größeren Wunden seiner Kinder. „Immer war es Papa, der die tröstenden Worte sprach. Immer war es Mama, die sich abwandte, immer mit einem Baby auf dem Arm.“
Doch warum ist die Mutter oft so abweisend, in sich gekehrt, warum ist der Vater ständig in Sorge, seine Kinder könnten sich verletzen? Und was hat das mit den bruchstückhaften Erinnerungen von Leni zu tun, die sie immer wieder heimsuchen? Was ist das für ein Mädchen, das im Traum ihre Hand hält? Und weshalb steht im Mutterpass der Mutter: „Schwangerschaften: 7 Geburten: 7“, obwohl die Familie nur sechs Kinder hat? Hat sie ihre Erinnerung an eine Schwester namens Lori doch nicht getrogen?
Um Antworten auf all diese Fragen zu bekommen, muss zurückgegangen werden in die Geschichte der Eltern, die sich 1974 in Cottbus begegneten. Und dabei zeigt sich wieder einmal, wie sehr ein diktatorischer Staat in das private Leben seiner Bürger eingreift. Und wie stark das noch die nachfolgenden Generationen betrifft und belastet, bekommen wir hier ebenfalls zu lesen. Denn jenes unheilvolle Geschehnis, über das in der Familie beharrlich geschwiegen wird, belastet alle. Sämtliche Geschwister haben als Erwachsene mit psychischen Problemen zu kämpfen.
Lori stürzt sich schon früh in eine aussichtslose Beziehung zu einem verheirateten Mann. Dass ihr Lutz, Freund seit Kindertagen, immer zur Seite steht, hilft ihr dabei nicht. Zu spät erkennt sie, was sie selbst für Lutz bedeutet hat.
Erst als erwachsene Frau findet Leni den Mut, mit ihrer Mutter über all das Vergangene zu reden.
Anousch Mueller nähert sich ihren Figuren mit sehr viel psychologischem Feingefühl. Dabei schafft sie ambivalente Charaktere, Menschen mit Brüchen und Kanten, deren Entwicklung man interessiert folgt.
Die Geschichte wird nicht chronologisch entwickelt, sondern mit vielen Vorausdeutungen, Rückblenden usw. Das schafft Spannung und erzeugt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Dabei bleiben Leerstellen, auch das ist stimmig.
Atmosphärisch dicht sind vor allem die Beschreibungen von Lenis Kindheit und Jugend und ihre verschwommenen Erinnerungen. Berührend sind auch die Gedichte von Lutz, die die Autorin in den Text einfließen lässt.
Informationen über den Unrechtsstaat DDR werden meist organisch in die Romanhandlung eingebettet.
So ist „Lori“ ein leiser, aber umso eindringlicher Familien- und Entwicklungsroman, der die Folgen von Sprachlosigkeit und Verschweigen thematisiert, und der auch literarisch überzeugt. Lesenswert!

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Lori

Rezensionen von Mabla59 :

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Sunny Baking Time von Theresa Haubs

Sommerliche Backideen

Sunny Banking time" von Theresa Haubs ist ein Backbuch, das einlädt, sich quer durch die früchte des Sommers zu backen.
Schön das Cover macht große Lust auf Sommer, Sonne und die Früchte einer Saison.
Nach einem erfreulich kurzen theoretischen Teil geht's gleich rein in die Rezepte.

Hier habe ich zu meiner Freude auch das Rezept für "Himmel und Hölle" wiedergefunden. Ein Kuchen, den ich schon in meiner Jugend geliebt habe. Leider ist mir das Rezept dann abhanden gekommen.
Alle Anleitungen sind einfach nach zu backen und alle Zutaten sind eigentlich überall, wenn nicht aus dem eigenen Garten, dann aus dem Einzelhandel, erhältlich.
Ansprechende Fotos begleiten jedes Rezept
Sehr gut gefallen hat mir die Playlist. Nicht nur zum Backen, auch für den Sommer perfekt
Das Buch sollte keiner Hobbybäckerin oder keinem Hobbybäcker fehlen

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Sunny Baking Time

Rezensionen von Barbara G.:

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The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart von Saskia Louis


Ich hab schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und hab dieses nun gehört. Mir hat es so gut gefallen, dass ich das Buch auch gelesen habe. Wie immer hat mich der Schreibstil der Autorin total gefesselt, die Hörbuchsprecherin und der -sprecher haben das ihre dazu beigetragen. Haters to lovers ist super umgesetzt, ohne dass es nur ein Abspielen von Mustern wirkt.

Beide Charaktere sind gut fassbar gewesen für mich, man erfährt nicht so wenig von ihnen und kann ihre Beweggründe immer gut nachvollziehen. Also zumindest meist, natürlich kann man gegen Ende schonmal den Kopf schütteln, warum es da nochmal Reibungen gibt, aber das gehört ja dazu. Jedenfalls hab ich beide sehr gut getroffen gefunden. Das Setting mit Journalismus wurde sehr glaubwürdig eingefangen, ich fand auch das Kleinstadtflair der Zeitung gut eingefangen. Es war für mich ein Hörbuchhighlight, dass mir so manche Autofahrt versüßt hat und mich zum Schmunzeln gebracht hat. Und beim nochmals lesen sind mir dann nochmal andere Details aufgefallen, was perfekt für mich war.

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The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart

Rezensionen von reimon:

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Die Weisheit der Esel von Andy Merrifield

Esel - stur oder weise?

Vielleicht bin ich gerade einfach zu unruhig für dieses Buch; wahrscheinlich werde ich es später wieder in die Hand nehmen. Die Idee hat mir gefallen, die Geschichte zieht sich aber zu lang hin. Der gezeichnete Esel auf dem Titel gefällt mir sehr, ich habe ihn immer wieder bei den ausgiebigen Beschreibungen angeschaut.


Obwohl ich nur einen Teil des Buchs gelesen habe, wurde mir viel Wissen über Esel vermittelt: Wenn der Esel dem Führenden vertraut, geht alles besser. Ein Esel entscheidet, was seinem Instinkt nach für ihn am besten und sichersten ist. Wenn man versteht, warum er so reagiert, empfindet man ihn nicht mehr als „störrisch“. Vor dem, was ihm zu unsicher ist, scheut er zurück und lässt sich durch nichts von der Stelle bewegen. Nichts kann ihn zwingen, weil er selber weiß, was gut für ihn ist.
Merrifield ist überzeugt, dass wir Menschen davon lernen können: Oft schlagen wir wider besseres Wissen einen Weg ein, von dem wir im Innersten wissen, dass er nicht unseren Interessen entspricht. Immer wieder zeigt die Menschheitsgeschichte, dass es meist einfacher ist, sich führen zu lassen, als den eigenen Weg zu finden.

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Die Weisheit der Esel

Rezensionen von Mabla59 :

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Nebelbeute von Benjamin Cors

Neues von der Gruppe vier

"Nebelbeute" von Benjamin Cors ist der dritte Teil um die "Gruppe vier" rund um die Ermittler Jakob Krogh und Mila Weiß und ihr illustres Team.
Mila macht sich in "Nebelbeute" allein auf die Suche nach Johannes Toblach, dem Entführer von Mathilda und Romy.

Dies ist ein zentrales Thema aus Band zwei "Aschesommer", wird aber in Grundzügen hier erläutert.
Während Milas Jagd stoßt sie auf eine Leiche, die an Seilen in den Bäumen hängt.
Und plötzlich ist Mila verschwunden, ist von der Jägerin zur Beute geworden.
Jakob Krogh macht sich mit seinem Team sofort auf die Suche. Stößt in einem Bergdorf jedoch auf eine Mauer des Schweigens.
Düster und zum nägelkauend spannend.
Wiie von Benjamin Cors gewohnt, treibt die Handlung die Lesenden durch das Buch.
Obwohl das Buch als alleiniges gelesen werden kann,würde ich jedem empfehlen, auch die Bände eins und zwei zu lesen.
Ich freue mich jedenfalls auf weitere Fälle für die Gruppe vier
Uneingeschränkt empfehlenswert

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Nebelbeute

Rezensionen von Barbara G.:

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National Geographic Kids - Abenteuer einer Wildtierärztin von Gabby Wild

spannend und detaillreich

Das Buch erzählt aus dem Leben einer Wildtierärztin und geht dabei geografisch vor. Angefangen von Mittel- und Südamerika geht es um die Welt. Es gibt in jedem Abschnitt ganz viel unterschiedliche Bereiche. Am Anfang findet man den Kontinent mit allgemeinen Rekorden, die uns gleich gefesselt haben.

Dann geht es schon ins Detail, wobei jedem Tier oder Thema eine reich bebilderte, bunt gestaltete Doppelseite gewidmet wird. Von Kultur über Geografie (was für uns beides jetzt eher unerwartet war und wir eher in einem anderen Buch erwartet hätten) gibt es auch spannende Vorstellungen von Tieren und besondere persönliche Erlebnisse der Tierärztin. Der Großteil der Seiten widmet sich Einzelseiten zu den Tieren. Diese Seiten haben sehr detaillierte Informationen teils ähnliche und an andere Stelle wieder ganz andere als in einem klassischen Steckbrief. Essen und Feinde etwa werden immer behandelt, auch einiges zum Aussehen oder Besonderheiten, manchmal auch der Nachwuchs. Wir haben dann teils nachgeschaut, da wir zum Beispiel ein Tier nicht kannten und die Größe uns interessiert hat. Bei diesen Seiten gab es ganz viel Neues über die Tiere. Für uns auch spannend waren die Einblicke in die einzelnen Lebensräume (unser Highlight: Das Great Barrier Reef) und die lebendigen Erzählungen aus dem Leben der Ärztin, wo wir gerne mehr darüber gelesen hätten. Die Geschichte mit dem Jaguar zum Beispiel hat uns richtig gepackt und auch die Geschichte über die Schlange - sie machen das Buch sehr lebendig. Auch gaben sie einen guten Einblick in Herausforderungen und Tätigkeitsbereiche des Berufes. Hier hätten wir uns mehr gewünscht und auch erwartet - auch aufgrund des Titels. Insgesamt war das Buch für uns sehr spannend und hätte ruhig noch ein wenig mehr sein können, vor allem im Bereich der Einblicke und der einzelnen Tiere.

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National Geographic Kids - Abenteuer einer Wildtierärztin

Rezensionen von reimon:

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Die Weisheit der Esel von Andy Merrifield

Esel - stur oder weise?

Vielleicht bin ich gerade einfach zu unruhig für dieses Buch; wahrscheinlich werde ich es später wieder in die Hand nehmen. Die Idee hat mir gefallen, die Geschichte zieht sich aber zu lang hin. Der gezeichnete Esel auf dem Titel gefällt mir sehr, ich habe ihn immer wieder bei den ausgiebigen Beschreibungen angeschaut.


Obwohl ich nur einen Teil des Buchs gelesen habe, wurde mir viel Wissen über Esel vermittelt: Wenn der Esel dem Führenden vertraut, geht alles besser. Ein Esel entscheidet, was seinem Instinkt nach für ihn am besten und sichersten ist. Wenn man versteht, warum er so reagiert, empfindet man ihn nicht mehr als „störrisch“. Vor dem, was ihm zu unsicher ist, scheut er zurück und lässt sich durch nichts von der Stelle bewegen. Nichts kann ihn zwingen, weil er selber weiß, was gut für ihn ist.
Merrifield ist überzeugt, dass wir Menschen davon lernen können: Oft schlagen wir wider besseres Wissen einen Weg ein, von dem wir im Innersten wissen, dass er nicht unseren Interessen entspricht. Immer wieder zeigt die Menschheitsgeschichte, dass es meist einfacher ist, sich führen zu lassen, als den eigenen Weg zu finden.

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Die Weisheit der Esel

Rezensionen von peedee:

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Zürcher Verschwörung von Michael Moritz

Viele Tote, sehr verwirrend

Roger Stahl, Band 1: Albin Studer, einstiger Offizier der Schweizergarde im Vatikan, wurde erschlagen. Mit einer Boule-Kugel am Platzspitz, Zürich. Als Täter wird der Drogenabhängige Demenga bezeichnet. Demenga ist zwar nicht geständig – ein Junkie wie Demenga ist nicht glaubwürdig –, aber der Fall ist für die Polizei Zürich dennoch erledigt.

Für Roger Stahl, Gardist des Papstes mit Spezialaufgaben, aber nicht. Er will Albin die letzte Ehre erweisen und den Fall effektiv klären; dafür muss er mit Demenga sprechen, kommt aber zu spät. Die nachfolgenden Ereignisse werfen ein neues, unerfreuliches Licht auf seinen früheren Mentor…

Erster Eindruck: Das Cover ist gestalterisch nicht so mein Geschmack – davon kriege ich gleich Halluzinationen.

Als Thema den Vatikan und all seine Eigenheiten unterzubringen, ist natürlich sehr spannend. Es gibt enorm viel Raum für Spekulationen, Verschwörungstheorien und Abschottung im kleinsten Staat der Welt. Mitglieder dieses Unternehmens müssen gewiefte Rhetoriker sein. Die „Bösen“ im vorliegenden Krimi sind dies durchaus, und dazu noch Meister der Inszenierung.

„Katholisch getauft, calvinistisch erzogen, jesuitisch umgeschult, global enttäuscht.“

Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich hatte Mühe, die verschiedenen Protagonisten auseinanderzuhalten (Regina, Regula, Fuzzy, Buffy, Albin, Alfred, Palm, Bachler, Summ, u.v.m.). Und auch mit der Rolle, die Roger Stahl innehat, habe ich gehadert. Was ist eigentlich seine Aufgabe? Er ist Diplomat und übernimmt irgendwelche – offensichtlich höchstgeheime und wohl auch illegale – Depeschen? Des Weiteren war ich überrascht über Polizist Hürlimanns Aussage, dass er den Fall an den Vatikan abgeben wolle. Kann er das einfach so, obwohl die Todesfälle in Zürich – also in seinem Zuständigkeitsbereich – passieren? Und Cecilia, die Journalistin? Was weiss sie? Wie weit geht sie für eine Story? Wer gehört zu den Guten? Gibt es überhaupt welche?

Das Buch war ziemlich verwirrend; von mir gibt es knappe 3 Sterne.

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Zürcher Verschwörung

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Was Sie (wirklich) über Erziehung wissen müssen von Tillmann Prüfer

Ermutigendes, persönliches und wissenschaftlich fundiertes Buch über Erziehung

Ich habe eine kleine Tochter und schon etliche Bücher über Erziehung gelesen. Die meisten davon fand ich eher desillusionierend: oft wird ein bestimmter Weg als heilsversprechend propagiert und alles viel simpler dargestellt, als ich es in der Realität erlebe. Nach manchen dieser Bücher fühlen Eltern sich auch noch schlechter und unzulänglicher als davor, zusätzlich sind viele Ansätze nicht wissenschaftlich fundiert.

Was für eine Wohltat ist im Vergleich dazu dieses Buch! Ehrlich, persönlich und humorvoll erzählt der Zeit-Kolumnist und vierfache Vater Tillmann Prüfer nicht nur von seinen persönlichen Erfahrungen in der Begleitung der vier Töchter, gesteht eigene Irrtümer ein und zeigt die Verschiedenartigkeit der von den gleichen Eltern erzogenen Mädchen auf, sondern er ordnet seine eigenen Erfahrungen auch noch thematisch gegliedert in eine umfangreiche Aufarbeitung der aktuellsten wissenschaftlichen Studien zu verschiedenen Themenbereichen ein.

Dabei geht es um Themen wie verschiedene Erziehungsstile, die Bedeutung einer glücklichen Kindheit für das weitere Leben, Bindungsforschung und die methodische Kritik daran, Werte in der Erziehung, die Bedeutung von Freundschaften und von Spiel, Geschlechterunterschiede, Ernährung, den Umgang mit dem Smartphone und vieles mehr.

Jedes Kapitel beginnt mit einem persönlichen Einstieg zu den Erfahrungen des Autors in seiner Familie zu diesem Thema und geht dann auf die verschiedenen Studien und ihre Ergebnisse ein, um am Ende dann noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse zusammenzufassen.

Dadurch eignet sich das Buch sowohl für Eltern, die sich die Zeit nehmen möchten, sich umfassend mit den jeweiligen Themengebieten und den Erkenntnissen aus der Forschung dazu zu befassen, als auch für Momente, in denen man nur schnell nachschlagen möchte, was die wichtigsten Kernaussagen dazu sind.

Damit ist es insgesamt nicht nur eine persönliche, unterhaltsame und informative Lektüre, sondern ein Werk, das man sich gerne ins Regal stellt, um immer wieder mal nachzuschauen.

Sehr angesprochen hat mich der Ton des Autors: nahbar, persönlich und fehlbar. Hier spricht jemand aus eigener Erfahrung und jemand, der nicht meint, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und den eigenen unfehlbaren Ansatz allen vermitteln zu wollen, sondern jemand, dem bewusst ist, wie viel wir nicht in der Hand haben und dass auch er nicht perfekt ist. Das macht ihn mir unglaublich sympathisch und gleichzeitig fühle ich mich verstanden und verbunden in meiner eigenen Unperfektheit als Mensch und Elternteil. Das Buch hinterlässt ein angenehmes Gefühl, schon einiges richtig zu machen und dazu noch so manches dazu lernen zu können, ohne Anspruch an Perfektion.

Ich kann das Buch also allen, die sich für Kinder, Jugendliche und ihre Begleitung interessieren, nur wärmstens empfehlen, es ist das beste Buch zum Thema Erziehung, das ich kenne!

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Was Sie (wirklich) über Erziehung wissen müssen

Rezensionen von Dorsay:

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Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson

Aufregend

Nach ihrer Scheidung zieht die Ermittlerin Helga Jónsdóttir mit ihrer kleinen Tochter von Schweden nach Island. Als Junior-Ermittlerin leitet sie ihren ersten Fall. Die brutale Ermordung einer jungen Frau und das Verschwinden ihres zehnjährigen Sohnes erschüttert sie zutiefst. Mit dem Streifenpolizisten Bjarki begibt sie sich auf die Suche in die isländische Wildnis, um den Jungen zu finden.

Währenddessen wird eine weiter Frauenleiche gefunden. Alles weist darauf hin, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Schnelligkeit und Spürsinn ist gefragt, um den gefährlichen Täter rasch zu finden. Das Autorenduo Michael Hjorth und Bjarni Thorsson haben einen aufregenden Auftakt zu einer packenden Island-Thriller-Reihe geschrieben. In kurzen rasanten Kapiteln lernt man die einzelnen Protagonisten kennen, wie sie agieren, zusammenarbeiten, aber auch kleine Eifersüchteleien unter den Kollegen kommen vor. Insgesamt ein Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann. Pure Spannung, anschauliche Beschreibung der isländischen Wildnis. Von Anfang bis zum Schluss ein absoluter Lesegenuss.

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Schlafende Vulkane