Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Schlafmurmel:
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Ein Thriller voller Lügen, Geheimnisse und überraschender Wendungen
„Weil sie lügt“ ist ein spannender und geheimnisvoller Thriller mit einem Cover, das durch die grünen Farben und die Blasen fast schon magisch wirkt und sofort neugierig macht.
In der Geschichte geht es um Anna, deren Schwester Juli spurlos verschwunden ist. Ihr eigener Vater wird des Mordes an Juli beschuldigt, verhaftet und sitzt seitdem im Gefängnis.
Die Mutter ist psychisch krank und nimmt die Welt um sich herum kaum noch richtig wahr. Dadurch bleibt Anna allein zurück und muss nicht nur für sich selbst kämpfen, sondern auch für ihren kleinen Bruder da sein – sie wird für ihn gleichzeitig Schwester, Mutter und Vater.
Doch die Frage, was wirklich mit Juli passiert ist, lässt Anna einfach nicht los. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: zum einen aus Annas Sicht und zum anderen aus der Sicht von Katharina, der leitenden Ermittlerin des Falls. Dadurch bekommt man als Leser spannende Einblicke in beide Seiten der Geschichte.
Besonders gut gefallen hat mir, dass immer mehr Geheimnisse ans Licht kamen, die zuvor verborgen waren. Fast jede Person schien entweder nur die halbe Wahrheit zu erzählen oder sogar zu lügen, wodurch die Ermittlungen immer wieder in eine falsche Richtung gelenkt wurden. Genau das machte die Handlung so spannend und voller Überraschungen.
Das Ende hat mich wirklich überrascht, war aber gleichzeitig sehr gelungen und passend zur Geschichte. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war ein fesselnder Thriller, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde.
Rezensionen von Streiflicht:
Die Geister von La Spezia von Oliver Plaschka
Nicht ganz einfach, aber toll
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn natürlich ist mit die berühmte Autorin Mary Shelley, Autorin von Frankenstein, ein Begriff. Diese Geschichte hier, dass sie um ihren Mann trauert, war mir aber völlig neu und ich neugierig. Ich mag es, wenn bekannte Figuren - egal, ob real oder aus der Literatur - als Romanfiguren dargestellt werden.
Die Frage "Was wäre, wenn ..." finde ich immer ganz besonders spannend.
Hier geht es um den ertrunkenen Ehemann von Mary. War es ein Unfall oder vielleicht sogar Mord?
Gemeinsam mit der exzentrischen Ermittlerin Pat will Mary diesem Geheimnis auf die Spur kommen. Spannend ist, wie das geschehen soll, denn Pat hat da ihre ganz besonderen Methoden und erlebt so quasi noch einmal neu, was Mary erlebt hat. Das fand ich eine echt coole Idee.
Gleichzeitig hat das Buch so seine Längen und es dauert ein bisschen, bis man reinwächst. Wenn man sich dann aber auf die Geschichte einlässt und mitfiebert, wird es richtig spanennd und packend! Ein wirklich interessantes Buch, das zwar nicht ganz einfach zu lesen ist, aber mich wirklich gut unterhalten hat.
Rezensionen von Piet1990:
Ein unheimlich guter Mensch von Kirsten King
Skurril, witzig und überraschend tiefgründig
„Ein unheimlich guter Mensch“ ist definitiv kein gewöhnlicher Roman. Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass hier schwarzer Humor, schräge Figuren und gesellschaftliche Themen aufeinandertreffen. Genau diese Mischung hat für mich den Reiz des Buches ausgemacht.
Besonders gefallen hat mir die Hauptfigur, die zwar nicht immer sympathisch ist, aber gerade durch ihre Eigenheiten interessant bleibt.
Viele Situationen sind herrlich absurd und haben mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Gleichzeitig steckt hinter dem Humor immer wieder Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt.
Der Schreibstil ist flott und unterhaltsam, sodass ich schnell durch die Geschichte gekommen bin. Manche Wendungen sind bewusst überzogen, was man mögen muss. Für mich hat das aber gut zum Ton des Romans gepasst.
Fazit:
Ein ungewöhnliches Buch mit viel schwarzem Humor, skurrilen Figuren und einer guten Portion Gesellschaftskritik. Wer gern etwas abseits des Mainstreams liest und Freude an schrägen Geschichten hat, sollte „Ein unheimlich guter Mensch“ eine Chance geben.
Rezensionen von KersG:
Copenhagen Cinnamon 2. Gorgeous Copenhagen Cinnamon von Stefanie Neeb
Wie Hund und Katz
Da ich den ersten Band der Reihe geliebt und regelrecht verschlungen habe, musste ich unbedingt auch den 2. Teil lesen.
Freija ist eine sehr starke Protagonistin. Sie ist eine Karrierefrau, die genau weiß, was sie will. Doch ihr neues Projekt in New York gerät immer mehr in eine Schieflage. Sie muss sich immer mehr fragen, ob das wirklich noch sie ist.
Und dann gibt es da noch Nicolaj. Maschinenbau Student und Womanizer. Die beiden können sich nicht ausstehen und es gibt immer wieder hitzige Wortgefechte zwischen den beiden, die durchaus auch sehr amüsant sind. Die haben mich immer wieder zum Lachen gebracht.
Da aber beide ihrem Freund Mads bei der Eröffnung der Bar helfen, müssen sie notgedrungen Zeit miteinander verbringen. Nicht immer leicht. Auch für die anderen Beteiligten nicht. Doch im Laufe der Zeit lernen sie sich besser kennen und beginnen, hinter die Fassade des jeweils anderen zu blicken.
Eine tolle Story. Humorvoll und dabei tiefgründig. Es zeigt wieder mal sehr gut, dass man Menschen nicht nur nach ihrem Äußeren bewerten sollte. Es sind die inneren Werte die weit mehr zählen. Und man sollte die Person erstmal kennen lernen bevor man vorschnell über sie urteilt. Jeder Mensch hat eine Vergangenheit und die war vielleicht nicht immer leicht.
Eine gelungene Fortsetzung der Reihe!
Rezensionen von yellowdog:
Träume aus Feuer von Florian Illies
Im Feuer geboren, im Feuer verloren
Träume aus Feuer heißt Florian Illies Novelle über einen Mann, der vom Alchemisten zum Wissenschaftler wird. Sie ist im 17.Jahrhundert angesiedelt. Schauplatz ist die Pfaueninsel in Brandenburg.
Es ist ein Porträt des Johannes Kunckel, dessen Gönner der Kurfürst ist.
Verfasst ist das Buch im typischen Florian Illies Stil, der manchmal halbdokumentarisch wirkt.
Auf Dauer ist das nicht immer einfach, aber für diesen relativ kurzen Text passt es und gibt dem Buch ein Gefühl für den Barock.
Rezensionen von div:
Die Toten von morgen - Thriller (Berliner Schattenwelt 2) von Kim Koplin
düster
düster
Macht, Drogen und sehr viel Geld - im Grunde dreht sich das Buch darum, und zwar in einem sehr sehr düsteren Banden Background.
m Mittelpunkt steht Kommissarin Nihal Khigarian, die nach ihrer Rückkehr nach Berlin nicht nur mit einem mysteriösen Mordfall, sondern auch mit den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird.
Sie kommt einem französischen Drogenhändler auf die Spur, der sich in Berlin breitmachen und die ansässigen Drogenhändler rausdrängen will.
Besonders überzeugend ist die vielschichtige Hauptfigur. Nihal wirkt authentisch und menschlich, da sie neben den beruflichen Herausforderungen auch mit familiären Problemen und persönlichen Konflikten kämpft.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Man muss wirklich etwas lesen, um sich daran zu gewöhnen.
Aber im Großen und Ganzen ein guter Großstadtthriller.
Rezensionen von Katzenmicha:
Tote trinken keinen Riesling von Lilly Hess
Mord im Gepäck
Rosi Ritter ist die ehemalige Kanzlerreferentin von Helmut Kohl ,und nun Reiseleiterin einer munteren Seniorentruppe.Diese wollen zusammen mit Rosi die Pfälzische Weinstraße erkunden.Zwei ihrer ältesten Freundinnen begleiten Rosi. Monique, die früher Assistentin von Präsident Mitterrand und Olga, Ex-Kommissarin .
Die Damen sind auf der Suche nach den besten Schmankerln und den süffigen Pfälzer Weinen der Gegend.Erst fällt der Würstenwärmer aus und bei einer Pause im Pfälzer Wald stolpert Rosi über eine Leiche,die junge Winzerin Anna Zeder wurde brutal erschlagen.Neben der Leiche findet Rosi das Amulett von ihrer bester Freundin Grete, deren Weingut der größte Konkurrent des Opfers ist.Nachdem die beiden Kriminalhauptkommissare ,der ehemaligen Kommissarin Olga nicht kompetent genug erscheinen,ermitteln die drei Frauen auf eigene Faust.Rosi ist es nicht wohl,den die meisten Verdächtigen kennt sie…..
Die Autorin Lilly Hess hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Ich hatte von der ersten Seite an dasGefühl als stillerBeobachter dabei zusein.Sehr gerne 5 Sterne und ich bin schon sehr gespannt auf Band 2 der Reihe.
Rezensionen von rosetheline :
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman
Fragenkarussell
Jacqueline Harpmans "Ich, die ich Männer nicht kannte" ist schon seit einiger Zeit immer wieder auf englischsprachigen Booktube Kanälen aufgetaucht und hat vor allem vor Kurzem einen regelrechten Hype ausgelöst und das, obwohl es vor über 30 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht worden ist.
In Harpmans Buch geht es um eine namenlose Protagonistin, die zusammen mit 39 anderen Frauen eingesperrt in einer Art Keller lebt. Sie ist die jüngste von allen und hat schon immer in Gefangenschaft gelebt und kennt kein Leben außerhalb. Jeder Tag sieht gleich aus, die Wachtmänner sind streng und reden nicht mit den Gefangenen, Widerstand ist zwecklos. Eines Tages durchströmt eine Sirene den Keller, alle Wachtmänner laufen weg. Die Frauen schaffen es an einen Schlüssel zu kommen und somit ihr Verlies zu verlassen...
Als Lesende hatte ich zu Anfang der Geschichte eine Theorie, was es mit den Frauen, den Wachtmännern und dem Keller auf sich hat, die allerdings nach einiger Zeit nicht mehr stimmig war. Dann hatte ich eine weitere Theorie, dann noch eine, doch nie hat sich irgendeine davon bewahrheitet, weil es keine Lösung in diesem Buch gibt. Es ist, als würde man die Hoffnungslosigkeit am eigenen Leib spüren, weil die unbeantworteten Fragen einen regelrecht überschwemmen. Das Leben der Frauen scheint dabei so trist, auch, wenn es für sie besser ist als im Verlies.
Ich kann den Hype an dem Buch nicht ganz nachvollziehen. Es ist bestimmt ein gutes Buch für einen Buchclub, weil so viele existenzielle Fragen gestellt und besprochen werden können. Mir persönlich waren es allerdings zu viele unbeantwortete Fragen und daher kann ich dem Buch nur 2,5 Sterne geben.
Rezensionen von saskia13120:
The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro
Zwischen mythischen Drachen und modernen Tech-Bots
"The Rainshadow Orpheans" ist ein wunderschöner Fantasyroman mit tollen Protagonisten und einer gelungenen Mischung aus moderner Technologie und Mythologie, Tech-Bots und Magie.
Naomi Ishiguru hat mit dem ersten Band ihrer ersten Fantasy-Triologie eine Welt geschaffen, in die man einfach super gerne eintaucht.
Rainshadow City ist ein sehr vielschichtiger Ort, vom Kaiserlichen Palast bis zum "Ghetto" ist alles dabei.
Das Erzähtempo ist wahnsinnig schnell, sodass es mir mit keiner Seite langweilig wurde. Der ganze Roman, immerhin 640 Seiten, umfasst einen Zeitraum von nur wenigen Tagen, dafür aus verschiedenen Perspektiven.
Die Geschwister Toshiko, Jun und Mei bilden den Mittelpunkt der Geschichte. Alle drei Charaktere sind liebenswürdig und man erfährt einiges über ihre Herkunft. Sie sind alle drei Waisen und quasi Adoptiv-Geschwister, aber das Gefühl von Familie ist allgegenwärtig. Sie geben dem Roman alle ihre eigenen Eigenschaften mit und jeder kann sich wahrscheinlich mit einem der dreien irgendwie identifizieren.
Außerdem gibt es noch Haru, den 10-Jährigen Sohn der Kaiserin, der mein heimlicher Liebling ist. Er ist einfach ein herzenslieber Junge, sehr erwachsen und reflektiert für sein Alter. Er hat das Herz am rechten Fleck und möchte vor allem ein besserer Mensch sein als seine Mutter.
Insgesamt sind einfach alle Charaktere, egal ob gut oder böse, sehr gut ausgearbeitet und vor allem nachvollziehbar.
Mir gefällt an dem Buch vor allem der Zusammenhalt, der aus jeder einzelnen Pore der Geschichte spürbar wird. Egal ob innerhalb der Kawakami-Geschwister oder der Bewohmer des Halbmonds (dem "Armenviertel" von Rainshadow City). Ich finde es auch sehr angenehm dass sich hier mal keine Liebesgeschichte in den Vordergrund rückt. Das kleine bisschen Romantik im Buch ist eher zurückhaltend und nimmt wenig Raum ein.
Im Rainshadow City steht vor allem der technische Fortschritt im Vordergrund. Es gibt für fast alles Roboter und elektronische Helferlein. Doch es geht in dem Buch eben auch um Magie, sogar um Drachen, und um den natürlichen Energiefluss und diesen Spagat, bzw. die Zusammenführung dieser beiden Komponenten gelingt hier einfach wunderbar und ohne dass es merkwürdig wirken würde.
Die Darstellung der Energieflüsse und der daraus entstehenden Geister finde ich persönlich wunderschön.
Besonders gefallen hat mir das Ende. Das Buch ist in sich abgeschlossen. Es gibt keinen Cliffhanger (das wäre auch Folter wo die Fortsetzung doch noch nichtmal angekündigt wurde) und könnte theoretisch auch als Standalone gelesen werden. Trotzdem werden am Ende neue Themen eröffnet die ein wenig erahnen lassen, worum es in Band zwei gehen wird. Und ich weiss jetzt schon: Es wird garantiert wieder großartig. Ich freue mich drauf!
Rezensionen von rosetheline :
John of John von Douglas Stuart
Sehr atmosphärisch mit einigen Längen
Mit seinem dritten Roman "John of John" bringt uns Douglas Stuart auf die Äußeren Hebriden, eine Inselkette nordwestlich der schottischen Küste.
Dabei begleiten wir Cal, einen homosexuellen jungen Mann, der nach seinem Studium in Edinburgh notgedrungen auf Bitte seines Vaters John zurück auf die Hebriden (Harris) kehrt, weil es seiner Großmutter Ella nicht gut geht.
Doch zurück fängt ihn all das ein wovor er "geflohen" ist.
Stuarts Sprache ist sehr atmosphärisch und so hatte ich als Lesende das Gefühl selbst dort zu sein. Vor allem das kalte, raue Klima haben die gewisse Tristheit und Schwere der Erzählung gut unterstrichen. Auch die weite und schwere Anreise hat mir das Gefühl gegeben, dass Cal nicht nur körperlich weit reisen musste, sondern Edinburgh (Freiheit, Akzeptanz) und Harris (Tradition, Konservatismus, Verschlossenheit) auch mental weit voneinander entfernt liegen und es Cal schwer machen der zu sein. Denn selbst sein Vater kann den neuen Cal mit den langen, gefärbten Haaren nicht akzeptieren. Oder kann er vielleicht nicht akzeptieren, dass sein eigener Sohn sich von den Traditionen und Blicken der anderen freimachen konnte und er selbst nicht? Es gibt viele Geheimnisse in dem Buch, die nach und nach gelüftet werden (wenn auch manche nicht im Detail besprochen werden) und einen die Geschichte nochmal besser verstehen lassen.
Dennoch hätte ich gerne mehr über einige Charaktere und ihre Gedanken erfahren und gewisse andere Längen im Buch dafür eingetauscht, denn die Geschichte ist eher langsam und lebt vor allem von seiner Atmosphäre.
Alles in Allem ist es aber ein solides Buch und ich werde auf jeden Fall noch die anderen Bücher von Stuart lesen, die zum Teil ähnliche (wichtige) Themen wie komplexe Familiendynamiken, Identität, Armut und Homosexualität behandeln.











