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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pusteblümchen:

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Wiedersehen im Kamelienhaus von Tabea Bach

Ein Wohlfühlroman mit einer tollen Kulisse

Ein Wohlfühlroman mit einer tollen KulisseWieder einmal nimmt die Autorin ihre Leser mit auf die bretonische Kamelieninsel und auf die japanische Insel Soshima. Lucy steht vor neuen Herausforderungen, denen sie sich mutig und mit viel Herz entgegenstellt.

Ich habe mich total über das Wiedersehen mit Lucy und den übrigen altbekannten Charakteren gefreut.

Diese Buchreihe, deren Beginn in der Trilogie der Kamelien-Insel liegt, gehört zu meinen Lieblingsbüchern der Autorin. In der vorherigen Reihe war Lucy noch ein Kind, inzwischen ist sie eine erwachsene und geschäftstüchtige Frau geworden, die Entscheidungen treffen muss, die weitreichende Folgen mit sich bringen. Neben ihr gibt es einige weitere Charaktere, über deren Auftauchen ich mich sehr gefreut habe.

Aber auch Neueinsteiger können leicht in die Reihe hineinfinden, da zu Beginn immer wieder kurze Zusammenfassungen eingestreut werden.

Wer gerne atmosphärische Wohlfühlromane liest und es mag, sich in fremde Welten entführen zu lassen, dem dürfte auch dieser Roman gut gefallen. Das wunderschön gestaltete Buchcover und der kunstvolle Buchschnitt machen dabei das Leseerlebnis perfekt.

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Wiedersehen im Kamelienhaus

Rezensionen von Nele33:

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Giftiger Grund von Thomas Knüwer

anders als erwartet

"Giftiger Grund" des Autors Thomas Knüver eingelesen von Julian Horeyseck, Pia-Rhona Saxe, Ann-Kathrin Hinz, Wolfgang Wagner und Elke Appelt war so ganz anders als von mir erwartet.

Joran, gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen, nach langen 7 Jahren, findet sich nach der Entlassung bei seinem Vater wieder, der ihn direkt am ersten Abend unter Druck setzt.

Nach einem unvermeidlichen Streit landet Joran erstmal im Hotel und begibt sich anschließend an den Ort seiner Tat zurück. Eine verlassene Tankstelle und die dazugehörige Waschstraße ergeben ein skurriles und ungewöhnliches Setting, an dem die Handlung Größenteils spielt.
Doch die Tankstelle scheint nur auf den ersten Blick verlassen, die kleine Edda hält sich jede Nacht anscheinend alleine dort auf. Festgehalten wird dies von Charu, die für ihren Content immer auf der Suche nach Lost Places ist. Ihre Kamera filmt die Kleine und Joran, der auf der Suche nach der Beute ist, die er vor 7 Jahren dort deponiert hat. Doch was er da im Versteck findet, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren.

Erwartet hatte ich einen spannenden Thriller, bekam aber erst einmal eine spannende Millieu Studie, die mich von der ersten Seite an fesselte. Die Geschichte nimmt so viele überraschende Wendungen, die die Spannung die ganze Zeit über hochhalten.
Mit Charu, Joran und Edda hat der Autor drei verlorene Seelen auf der Suche nach sich selbst und der Flucht vor ihrer Vergangenheit.

Mich hat das Hörbuch gefesselt und auch wenn es kein typischer Thriller war, kann ich es nur empfehlen.

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Giftiger Grund

Rezensionen von Sonne89:

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Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher

Wichtige Aussage

Oz, der neurodivergent ist, hat die besten Absichten, aber eckt damit doch immer wieder in der Gesellschaft an. Seine Mutter Ann tickt ähnlich wie er und leidet immer wieder unter Wutausbrüchen, obwohl sie das gar nicht will. Der Vater und auch die restliche Familie sind kaum präsent.
Es werden grob die Schwierigkeiten aufgezeigt, die Ann mit Oz in unserm System bewältigen muss.

Denn eigentlich kommen die beiden untereinander gut miteinander klar.

Die Schriftsprache beschreibt die Gefühle von Ann und Oz sehr gut und treffend, allerdings auch aus einer gewissen Distanz. Hier fehlten mir mehr Emotionen.
Der Schreibstil ist nicht ganz mein Fall, da die Sätze teilweise sehr verschachtelt und lang sind und es sehr viele Beschreibungen und Ausschmückungen gibt und es sich um eine reine Erzählung handelt.
Ich finde es absolut wichtig darüber zu sprechen, was passiert, wenn Menschen aus der „Norm“ fallen. Sehr treffend auch am Beispiel von Anns Schwester und Mutter erzählt.

Ich nehme mir aus dem Buch mit, dass man besser zuhören sollte, genauer hinsehen, auch mal hinter die Fassade blicken und tolerant sein sollte.

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Sie wollen uns erzählen

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi

Die magische Welt mit den Augen eines Kindes sehen

"Unser Haus mit Rutsche" erzählt von einer unkonventionellen binationalen Familie, überwiegend betrachtet durch die Augen der 11-jährigen Layla, ab und zu ergänzt durch Reflexionen der erwachsenen Layla, die bei einer Therapeutin nach Antworten zu ihrer Familiengeschichte sucht.

Beschrieben ist das Buch als "Roman", es finden sich aber auffallend viele biografische Parallelen zwischen der Autorin und der fiktiven Layla, sodass es vermutlich autofiktionale Anteile enthält.

Layla und ihr kleiner Bruder Nouri, "der Seestern", wachsen bei einer französischen Mutter und einem irakischen Vater in der deutsch-französischen Grenzregion auf. Die Mutter stammt aus einer sehr wohlhabenden und sich für fein haltenden französischen Familie, insbesondere ihre Mutter lässt den irakischen Schwiegersohn immer wieder spüren, dass sie ihn nicht für gut genug für ihre Tochter hält.

Der Vater, arabisch "Babe", ist als junger Student aus dem Irak zum Studieren nach Deutschland gekommen und geblieben. Er organisiert verschiedene Geschäfte zwischen Europa und den arabischen Ländern, was auch recht erfolgreich ist, bis der Golfkrieg ausbricht, über den Irak ein Wirtschaftsembargo verhängt wird und seine Verwandten dort bittere Not leiden müssen und ihn um Hilfe anflehen.

Außerdem war der Vater immer schon - zumindest so weit die Kinder ihn erlebt haben - Atheist und hatte mit Religion nichts am Hut, oder? Doch bei einer gemeinsamen Reise in den Irak ist er auf einmal sehr bedacht darauf, diverse religiöse Kultstätten zu besuchen, obwohl ihm das Hintergrundwissen dazu fehlt. Und was passiert, wenn er später durch einen tragischen Vorfall in eine tiefe Sinnkrise gerät?

Über weite Teile ist es ein leichtes, unbeschwertes Buch und durch die Augen eines Kindes erscheint so einiges märchenhaft, idyllisch und wunderschön. Insbesondere "Babe" ist ein begabter Geschichtenerzähler und schwärmt den Kindern immer wieder von einer wunderbaren Zukunft vor: irgendwann, da würden sie nach Bagdad ziehen und dort gemeinsam mit den vielen Cousins in einem riesigen Haus direkt am Tigris leben. Um das Haus würde sich eine lange Wasserrutsche winden, direkt in den Fluss hinein, wo es Krokodile gebe, vor denen sie aber ein Wächter beschützen würde. Alternativ könne man auch in den Big Apple, nach New York, ziehen, wo der Vater bei der UNO arbeiten und die Familie in einem Penthouse mit Aussicht über die Stadt wohnen würde.

Diese Perspektive macht den besonderen Zauber dieses Buches aus, während im Hintergrund durchaus viele ernste Themen verhandelt werden: die Schwierigkeiten einer binationalen Ehe, Umgang mit Arbeitslosigkeit, Diskriminierungen und Desinteresse an anderen Kulturen, und all das verschärft sich noch einmal sehr mit Kriegsausbruch im Irak.

Safia al Bagdadi gelingt also hier ein bemerkenswerter Spagat, nachdenkenswerte Themen in ein scheinbar so unterhaltsames und leichtfüßiges aus Kinderperspektive erzähltes Buch einzuweben. Damit entsteht insgesamt ein Werk, das sich zwar leicht und schnell liest, aber sehr zum Nachdenken anregt und emotional tief nachhallt. Leseempfehlung!

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Unser Haus mit Rutsche

Rezensionen von DoraLupin:

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Elbland von Claudia Rikl

Berührende Familiengeschichte

Ich lese sehr gerne historische Romane und Familiengeschichten, die mich berühren können und diese Geschichte gehört absolut dazu!

Inhaltlich geht es um Nina, als ihre Mutter Irma stirbt, verliert diese den Boden unter den Füßen. Nach Jahren des Ausharrens an der Seite dieser gebrochenen Frau ist sie plötzlich frei und fühlt sich verlorener denn je.

Um wieder festen Grund zu finden, reist sie ins tschechische Riesengebirge, wo die Familie ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Nina will ergründen, was die Familie damals auseinandertrieb – und was das Land für sie bereithält, das ihre Mutter einst Heimat nannte: Böhmen.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, leicht und locker sind die Seiten nur so dahingeflogen und ich wollte in jeder freien Minute weiterlesen und wissen was noch passiert ist.

Die Charaktere werden authentisch dargestellt, auch wenn sie keine Sympathieträger waren und ich ihnen nicht ganz nahe gekommen bin, so wurde ihre Gefühls-und Gedankenwelt doch sehr nachvollziehbar beschrieben!

Vorallem das Ende konnte mich sehr überraschen, es hat aber auch gut zu diesem Roman gepasst. Ein Buch, das noch ein wenig nachhallen wird und das auf jeden Fall sehr tiefgründig erzählt wurde. Gerne empfehle ich es weiter.

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Elbland

Rezensionen von Shilo:

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Im Jahr der Waldblüte von Bettina Seidl

Eine sehr berührende Geschichte

Auf einem Bergbauernhof über Berchtesgaden wächst Babette Koller auf. Ihr Leben ist eng mit der Natur verbunden, und der Rhythmus des Waldes prägt viele Momente. Alle sieben Jahre blüht der Wald und dieses seltene Ereignis zieht sich durch ihr Leben und gibt der Geschichte einen besonderen Rhythmus.

Die Familie stellt klare Erwartungen, und Babette heiratet mit einundzwanzig in eine angesehene Familie, obwohl sie eigentlich einen anderen liebt. Vierzehn Jahre lebt sie in dieser Ehe, vor allem für ihre Tochter Anna. Ganz anders macht es ihre Freundin Burgi. Sie verlässt früh das Elternhaus und geht ihren eigenen Weg. Das macht sichtbar, wie sehr Lebenswege auseinandergehen können.
Die Geschichte spielt in der Bergwelt. Der Alltag auf dem Hof, die Arbeit und ein altes Handwerk werden so beschrieben, dass alles glaubwürdig wirkt. Man spürt, wie eng Arbeit, Natur und Tradition verbunden sind.
Besonders auffällig wird das Motiv der Waldblüte im Verlauf der Geschichte. Immer wenn der Wald blüht, entstehen Wendepunkte in Babettes Leben. Dieses Bild verbindet die einzelnen Lebensabschnitte miteinander und prägt den Verlauf der Geschichte.
Der Roman erzählt alles ruhig und ohne große Dramatik. Viele Szenen wirken nah am Leben, weil sie zeigen, wie schwer es manchmal ist, eigene Wünsche und die Erwartungen anderer unter einen Hut zu bringen. Die Figuren entwickeln sich glaubwürdig, und die Bergwelt verleiht der Geschichte eine besondere Stimmung. So entsteht eine berührende Geschichte über Mut, Entscheidungen und den Wert von Freiheit. Für diese einfühlsam erzählte Geschichte gebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Leserinnen, die Interesse an historischen Frauenleben haben.

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Im Jahr der Waldblüte

Rezensionen von carola1475:

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Das Muster des Todes von T. M. Payne

Packend und spannend

Der obdachlose Bobby nimmt seinen ganzen Mut zusammen und wendet sich an die Liverpooler Polizei. Er erklärt DI Sheridan Holler, dass sein Freund Kenny, der ebenfalls auf der Straße gelebt hatte, nicht Selbstmord begangen haben kann, da er körperlich eingeschränkt war. Sheridan überwindet ihre Skepsis und sieht sich noch einmal Todesfälle an, vorgebliche Selbstmorde am gleichen Tag, dem 22.

Juli.

Sheridan ist sehr aufmerksam und schaut genau hin, sieht Kleinigkeiten, die andere übersehen. Menschen gegenüber ist sie sowohl beruflich als auch im Privatleben freundlich und mitfühlend. Sie stößt an einem Fundort auf ein merkwürdiges Detail, aber es gibt keine weiteren Spuren, die Ermittlungen sind umfangreich und mühsam, es scheint kein Motiv und keine Verbindungen zwischen den eventuellen Opfern zu geben. Das Team steht unter Zeitdruck, denn bald ist wieder der 22. Juli.

Die Ermittlungsarbeit wird glaubhaft beschrieben, hier profitiert die realistische Darstellung von der langjährigen Erfahrung der Autorin in der britischen Strafjustiz. Der Zusammenhalt in Sheridans Team ist groß, manche der Kollegen sind auch Freunde und jeder kann sich auf den anderen verlassen. Kraft schöpft DI Holler auch aus ihrer Partnerschaft mit der immer verständnisvollen Sam, zur Familie gehört ebenfalls Maud, die Katze.

Neben dem komplexen Fall beschäftigt Sheridan auch der selbst nach über 30 Jahren nicht aufgeklärte Tod ihres Bruders, bei dem sich neue Zeugenaussagen ergeben. Gibt es endlich Gewissheit für Sheridan und ihre Eltern?

Erzählt wird überwiegend aus Sheridans Perspektive, T. M. Paynes Schreibstil ist klar, angenehm zu lesen und auch humorvoll, vor allem in Sheridans Umgang mit ihren Kollegen, ihrer Chefin und ihrer Frau. Die Figurenzeichnung ist gelungen, die Charaktere sind glaubwürdig und haben durch ihre Hintergrundgeschichte Tiefe.
Der vierte Band um DI Sheridan Holler ist ein durchgehend spannender, clever aufgebauter Thriller mit unerwarteten Wendungen bis zum Schluss und hat mir sehr gut gefallen. Ich kann die ganze Reihe unbedingt empfehlen.

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Das Muster des Todes

Rezensionen von leopol:

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Mord im Nacktschnecken-Milieu von Elke Schwarzer

Ein etwas anders aufgebautes Ratgeberbuch

Ratgeberbücher über diverse Gartenprobleme gibt es so einige, auch über Pflanzenkrankheiten bzw. Schädlinge die Pflanzen befallen könne. Dieses Buch transportiert die doch vielleicht etwas trockene Thematik mit sehr viel Witz und in generell neuem Stil. Wird doch aus jedem Problem ein kleiner Kriminalfall gestaltet.

Systematisch – wie in einer Ermittlungsakte wird der Tatort beschreiben, Indizien präsentiert, Zeugen befragt, die den Täter beschreiben sollen. Schließlich werden die Fakten zusammengefasst und ein Täterprofil erstellt – mögliche Insekten, die in dieses Täterbild fallen, werden präsentiert. Schließlich wie bei einem echten Kriminalfall, der Täterkreis eingekesselt und der abschließende Verbrecher präsentiert - mit Beschreibung und Motiv.
Neben der generell auflockernden Variante wie Fakten präsentiert werden, ist auch die Gestaltung übersichtlich und gelungen.
Definitiv empfehlenswert für Personen die Hilfe im Garten suchen, allerdings auch amüsant zu lesen für allgemeine Krimiliebhaber. Wer löst nicht gerne 20 kleine Kriminalfälle, die sich im eigenen Garten ereignen können.

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Mord im Nacktschnecken-Milieu

Rezensionen von Julchentim:

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Verrat der Schwäne von A. B. Poranek

Starke Atmosphäre, aber inhaltlich nicht ganz gepackt

Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an Verrat der Schwäne von A. B. Poranek rangegangen, vor allem wegen der Idee mit der düsteren Schwanensee-Version und der queeren Liebesgeschichte. Der Einstieg hat mich auch direkt abgeholt. Die Stimmung ist dicht, fast schon märchenhaft düster, und man merkt, wie viel Mühe in die Atmosphäre geflossen ist.

Besonders gefallen hat mir die Grundidee rund um Odile und ihre Vergangenheit. Ihre innere Zerrissenheit und das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater bringen Tiefe rein. Auch einzelne Beziehungen, etwa zu ihrem Bruder oder neuen Verbündeten, hatten starke Momente.

Trotzdem hat mich die Handlung über weite Strecken nicht wirklich packen können. Vieles zieht sich so sehr, gerade am Anfang passiert wenig, und einige Entwicklungen wirken vorhersehbar. Die versprochene Liebesgeschichte bleibt für mich einfach zu blass und farblos und hätte deutlich mehr Raum gebraucht, um emotional zu wirken.

Der Schreibstil ist stellenweise sehr bildhaft, manchmal aber auch etwas zu verspielt, sodass Dialoge oder Szenen dadurch an Wirkung verlieren. Dazu kommen kleine handwerkliche Schwächen, die mich immer wieder rausgebracht haben.

Am Ende bleibt für mich ein Buch mit richtig guter Atmosphäre und interessanten Ansätzen, das aber beim Plot und bei den Figuren nicht ganz das Niveau hält. 4 Sterne, weil ich die Stimmung wirklich mochte, auch wenn mich die Geschichte nicht komplett überzeugen konnte.

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Verrat der Schwäne

Rezensionen von Shilo:

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Und dann kam unser Sommer (Liebesroman) von Josefine Weiss

Ein Sommer, der alles verändert

Der alte Hof Sommerfeld ist mehr als nur ein Stück Land mit bröckelnden Mauern. Zwischen leeren Gebäuden, offenen Rechnungen und vielen unbeantworteten Fragen versucht Jule, ihren eigenen Weg zu finden. Sie trägt Verantwortung, obwohl sie selbst oft unsicher ist. In diese angespannte Stille tritt Lukas, ein Fremder mit ruhiger Art, der nicht nur Arbeit sucht, sondern etwas Tieferes.

Schon früh wird klar, dass es in dieser Geschichte nicht nur um einen Sommer geht. Es geht um ein Geschehen in der Vergangenheit und um das Hoffen auf ein Verstehen.
Jule wirkt nach außen stark, doch innerlich trägt sie viele Sorgen. Der Hof bringt Schulden, Verantwortung und Fragen mit sich, auf die sie keine Antworten hat. Sie versucht, alles zusammenzuhalten, auch wenn ihr manchmal selbst die Sicherheit fehlt.
Lukas bleibt zunächst zurückhaltend. Er hilft auf dem Hof und packt mit an. Seine ruhige Art tut gut, doch man merkt, dass er etwas verschweigt. Zwischen ihm und Jule entsteht langsam Vertrauen. Es sind die kleinen Momente im Alltag, die sie einander näherbringen.
Doch die Vergangenheit spielt eine wichtige Rolle. Nach und nach kommen Dinge ans Licht, die lange verborgen waren. Das sorgt für Spannung. Der Sommer wird zu einer Zeit, in der sich entscheidet, ob man den Mut findet, die Wahrheit anzunehmen.
Die Geschichte nimmt sich Zeit für die Figuren. Es geht nicht um schnelle Wendungen, sondern darum, wie Menschen mit Sorgen, Erinnerungen und Hoffnungen umgehen. Manche Gespräche bleiben kurz, manches wird erst später klar. Das passt zur ruhigen Stimmung des Romans.
Besonders gelungen sind die Szenen auf dem Hof. Arbeit, Sorgen und kleine Hoffnungen im Alltag wirken echt. Die Entwicklung zwischen Jule und Lukas verläuft langsam, was die Handlung glaubwürdig macht.
Im letzten Drittel zieht die Spannung an, als die Wahrheit ans Licht kommt. Die Entscheidung, vor der Jule steht, wirkt ernst und nachvollziehbar. Am Ende wird nicht alles glatt gelöst. Manche Dinge bleiben schwierig, und genau das passt zur Geschichte.
Insgesamt ist es ein ruhiger Roman über Vertrauen, alte Schuld und die Frage, ob man trotz einer Lüge an einer Liebe festhalten kann. 4 Sterne, weil die Geschichte stimmig erzählt ist, glaubwürdig bleibt und noch lange nachwirkt, auch wenn einige Passagen etwas ausführlicher hätten sein können.

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Und dann kam unser Sommer (Liebesroman)