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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

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Der beste Zufall der Welt von Rafik Schami

Mutige Mädchen

Auf dem Cover sieht man die drei Mädchen fröhlich tanzen. Emilia aus Deutschland, Samia aus Syrien und Kira aus der Ukraine.
Emilia sieht Samia im Supermarkt, wo sie nach einer Tafel Schokolade mit Erdnüssen sucht. Als Emilia sie findet riecht Samia nur daran und legt sie dann wieder zurück, weil sie zu teuer ist.

Ihr Mama arbeite als Putzfrau, obwohl sie Mathematiklehrerin war. Ihr Vater ist in Alepo gestorben und nun lebt sie mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in einem grauen Haus in der Nähe des Supermarktes. Die beiden Mädchen freunden sich schnell an und auch die Mütter haben Kontakt. Später kommt Kira in Emilias Klasse und auch sie hat ihren Vater im Krieg in der Ukraine verloren, da ist es für die zwei Mädchen klar, dass sie ihre Freundschaft zu Dritt weiterführen müssen. Bald planen die drei eine mutige Aktion, die ihnen zunächst Ärger einbringt.
Rafik Schami schafft es wieder sehr gut diese Mädchen zu beschreiben und sie sind so liebenswert und mutig, dass ich sie mir auch zur Freundin gewünscht hätte. Sie unterstützen sich und trösten sich und am Ende setzt Emilias Mutter, die eine bekannt Künstlerin ist für die drei ein und bietet auch den Müttern ihre Hilfe an. Ein Buch, das weder die Schrecken unserer Zeit noch die Probleme der Migration verschweigt und zeigt, dass diese drei Mädchen Lösungen finden.
Der Text ist in Großbuchstaben geschrieben und sehr gut zu lesen, dazu kommen die Bilder, die mich ein wenig an Illustrationen der Astrid-Lindgren-Bücher meiner Kindheit erinnern.

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Der beste Zufall der Welt

Rezensionen von Anno:

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Die Kräuter-Apotheke für unsere Organe von Arnold Achmüller

113 Heilpflanzen und wie sie eingesetzt werden

‚Apothekerwissen trifft auf alpine Volksmedizin‘ steht hinten auf dem Buch. Und irgendwie trifft es das ziemlich gut. Dieses Werk stellt nämlich die verschiedensten Heilpflanzen vor- welche, die in unseren Kreisen heimisch sind, aber auch exotischere Exemplare, die hier eher als apothekenpflichtige Wirkstoffe bekannt sind.

Kategorisiert sind die, in Bild und Text vorgestellten Pflanzen nach dem jeweiligen Organ, für das sie eingesetzt werden. Ein kurzer Text stellt jede Pflanze und ihre Darreichungsform vor und geht auch auf die Symptome des Körpers ein, bei welchen das jeweilige Gewächs typischerweise eingesetzt wird. Ich empfand das als recht praxisnah. Die Informationen sind rasch abrufbar und gut einzuordnen.
Was mir beim Lesen dabei aber sofort und sehr positiv auffiel war, dass bei Heilkräften, die man selbst sammeln und aufbereiten kann die Mengenangaben zwar genannt werden, bei geschützten Pflanzen oder typischen pflanzlichen Medikamenten, die man üblicherweise aus der Apotheke bezieht, fehlen sie. Hier wurde eine klare Trennung von Hausmedizin und Apotheke eingehalten, was ich sehr verantwortungsvoll finde. Apotheken wird ihre Zuständigkeit dadurch nicht abgesprochen und bei gefährdeten Arten, kann dadurch ein unerwünschtes Ernten vielleicht sogar unterbunden werden.
Außerdem befinden sich in jedem Kapitel sowieso auch speziell ausgewählte Rezepte, die auch für Laien gut umsetzbar sind. Halten wir uns doch einfach an diese, und an Pflanzen die sicher in der Aufbereitung und Anwendung sind.

Gut finde ich es dennoch, dass das Repertoire hier so bunt gestreut ist und pflanzliche, pharmazeutische Hilfe nicht außen vor gelassen wurde. Ziel ist doch nur, dem Köper auf natürliche Weise zu helfen. Und Hilfestellung hierzu findet sich im Buch reichlich.

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Die Kräuter-Apotheke für unsere Organe

Rezensionen von Daggy:

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Ich und alle meine Ichs von Andreas Thamm

Wie war es, wie wird es sein

Da sehen wir den kleinen Jungen forsch übers Cover laufen und im Hintergrund sehen wir seine Schatten, die er in der Vergangenheit und in der Zukunft wirft.
Sam stellt sich uns vor und er ist fast so groß, wie drei Kisten Apfelsaft, die neben ihm stehen. Seine Mama misst ihn an der Wand und macht einen Strich, denn Sam hat einen Schuss gemacht.

Dann zeigt sie ihm Bilder als Baby in der Badewanne, ohne Zähne und mit wenig Haaren. Wir sehen ihn krabbeln und den jetzigen Sam einen Handstand machen. Seine packt das Handy mit den Bilder weg und Sam hat nun Bilder in seinem Kopf. Da erlebt er einiges, wächst und fährt vielleicht Motorrad. Dann überlegt er sich, wie es wäre, wenn er so alt wie Papa ist und er hat da einige tolle Ideen. Da Opa es am besten findet in Rente zu sein, hat Sam auch für diese Zeit Möglichkeiten, was er tun könnte. Wunderschön ist dann die Doppelseite auf der Sam über seine verschränkten Arme auf die kleinen Sams schaut, die vor ihm gezeichnet sind. Es ist einfach toll mit wieviel Optimismus er auf seine Zukunft schaut.
Ich glaube, dass sich die Kinder hin und wieder vorstellen, wie das Leben weitergeht und hier wird die Vorstellung von wunderschönen Bildern begleitet. Wir erkennen unseren Sam in allen anderen Sams wieder und freuen und mit ihm auf das was kommt. Nach der Lektüre können wir zusammen weiterspinnen und uns selbst Bilder machen. Einfach herrlich!

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Ich und alle meine Ichs

Rezensionen von Daggy:

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Alle Mucklas einsteigen! von Sven Nordqvist

Rechnen mit den Mucklas

Auf dem Cover sehen wir den Bahnhof und davor den Zug, den der Lokführer anheizt. Wir befinden uns am Bahnhof von Mucklabü und zwei Mucklas sitzen bereits im Anhänger, da kommt das Schwein angelaufen, es will auch noch mitfahren. Oben im Apfelbaum hängt ein Poster darauf steht „2+1=3“. Am nächsten Bahnhof steigt das Schwein wieder aus und zwei andere Mucklas steigen zu.

Auf dem Stein ist die Rechnung zu sehen „3-1+2=4“. Und so geht es weiter, es wird noch ein Wagen angehangen, weil mehr als 10 Mucklas nicht in denn Wagen dürfen. Der Lokführer fragt immer wieder mal nach der Anzahl der Reisenden und als die Zahlen immer größer werden, meldet sich ein Fröhlicher zu Wort und tippt Zehntausend. Der kleine Zug kommt am Ende wieder nach Mucklabü zurück und die zwei Mucklas Plus und Minus, die am Anfang im Wagen saßen, wollen noch eine Runde fahren, so kann das Buch wieder von vorne beginnen.
Die Illustrationen wirken so vertraut, auch wenn es nicht um einen kleinen Kater, sondern um ungewöhnliche Tiere geht. Die Rechenaufgaben werden immer schwieriger und die Personen zu zählen ist nicht wirklich eine Lösung, dass die Aussteigenden und Einsteigenden nebeneinanderstehen. Ich glaube, mit so netten Reisenden macht das Rechnen richtig Spaß, zumal die Aufgaben ja immer auf den Seiten zu finden sind.

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Alle Mucklas einsteigen!

Rezensionen von yellowdog:

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Mai Juni Juli von Hiltrud Baier

Linnea

Die Köchin Linnea ist erfolgreich. In Göteburg, Schweden hat sie ein Restaurant und eine Fernsehshow. Aber sie ist ausgebrannt und braucht eine Auszeit. Sie denkt an die Reise, die sie von 25 Jahren mit ihrem Vater unternahm und beschliesst, nach Nordschweden zu fahren.

Die Idee der Neufindung wurde schon oft in Romanen verarbeitet, aber Hiltrud Baier ist eine erfahrene Autorin und macht etwas aus dem Plot, Auch Landschaft und kulinarisches sind reizvoll eingebunden.

Aber auch die Probleme von Linn werden herausgearbeitet, sie musste einiges durchmachen.

Sie zieht inkognito in ein Dorf ein und versucht, sich dort zu regenerieren, sie lernt Viktor und seinen kleinen Sohn Oskar kennen. Die Autorin gestaltet die Begegnung gefühlvoll.
Man begleitet Linn gerne auf ihren Weg und sieht, wie sie auflebt.

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Mai Juni Juli

Rezensionen von yellowdog:

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Der Vater meiner Tochter von Nenad Veličković

Der Preis der absoluten Freiheit

Als von Nenad Veličković letztes Jahr sein 30 Jahre alter Roman Nachtgäste erschien, zeigte das ein bemerkenswertes, eindrucksvolles Buch.
Auch Der Vater meiner Tochter ist schon älter. Im Original 2002 erschienen, dennoch wirkt der dialoglastige Roman frisch.
Es zeigt einen Mann in einer emotionalen Krise.

Der Bosnienkrieg ist noch nicht lange her. Er ist beruflich unzufrieden und familiär unzufrieden. Dabei ist die Beziehung zwischen Vater und Tochter sehr liebevoll gestaltet.

Der Roman lebt von seinem Wortwitz und einer gewissen Absurdität.
Es wird eine Mischung aus Witz und Melancholie. Der Mann trägt eine Tragik in sich, die er mit Ironie bekämpft.
Das mir dieser Roman in seiner Gesamtheit so im Gedächtnis bleiben wird wie Nachtgäste, glaube ich nicht. Einige Dialoge und das ungewöhnliche Cover jedoch schon! Nenad Veličković ist von den Themen her und stilistisch ein sehr interessanter Autor.

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Der Vater meiner Tochter

Rezensionen von begine:

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Wie die Hasen von Anna Silber

Paulas Leben



Anna Silber hat einen guten einfühlsamen Schreibstil.
Ihr Roman, Wie die Hasen, hat den Titel, weil 1945, die Gefangenen des Konzentrationslager Mauthausen, wie Hasen gejagt wurden.
Auf dem Reisingerhof wurde ein russischer Flüchtling bersteckt.
Siebzig Jahre später lernen wir die heutigen Bewohner kennen.

Paula ist siebenundachtzig Jahre alt, Sie gedenken immer noch an die Opfer, Paula hält jedes Jahr eine Rede, gegen das Vergessen.
Gerade Sie erkrankt an Alzheimer Demenz. Die Autorin schildert gekonnt die Aussetzer Paulas und sie immer wieder in die vierziger Jahre abdriftet. Für die Familie wird es eine unlösbare Geschichte.
Der Roman ist authentisch und fesselnd
Ein Buch, das erinnert.

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Wie die Hasen

Rezensionen von yellowdog:

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Ausradiert von Percival Everett

We's Lives In Da Ghetto

Der Roman eines Schriftstellers über einen Schriftsteller, und den Literaturbetrieb.

Thelonious Monk Ellison gilt als elitärer, anspruchsvoller Autor. Viel Erfolg oder Leser hat er nicht. Er ist enttäuscht und verbittert und schreibt unter Pseudonym eine Parodie auf die Art von afroamerikanischer Literatur, die er verachtet.

Und genau damit hat er zu seiner eigenen Überraschung unglaublich viel Erfolg, so dass er seine fiktive Schriftstellerpersönlichkeit Stagg R.Leigh immer wieder spielen muss.
Eine andere Ebene zeigt Monks Privatleben. Sein Vater ist gestorben, seine Mutter hat Alzheimer und seine Schwester wurde ermordet. Das sind alles harte Dinge, mit denen er leben muss. Everettt schafft es beide Aspekte, die des Schriftstellers und die des Mannes deutlich zu zeigen und sie stehen im Einklang.
Das Buch ist schon 2001 entstanden, aber selbstverständlich immer noch gültig und lesenswert.

Das Buch ist sehr ironisch, oft witzig, auch ein wenig tragisch.
Zum Teil gelingt Everett seine Satire. Die Methoden des Literaturbetriebs wird er damit nicht ändern.

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Ausradiert

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Am Volk vorbei von Jörg Baberowski

Sehr theoretische philosophische Abhandlung

Die liberalen Demokratien vieler Länder sind in der Krise: populistische Parteien sind im Aufschwung und man hört immer wieder den Vorwurf, es werde "am Volk vorbei" regiert, was auch immer das heißen soll. Von einem Buch mit diesem Titel, verfasst von einem Historiker, hätte ich mir auch eine soziologische oder politikwissenschaftliche Aufarbeitung dieses sehr aktuellen Phänomens erwartet.

Mit dieser Erwartung ist man aber bei diesem Werk falsch: es handelt sich stattdessen um eine sehr philosophische, theoretische, ideengeschichtliche Abhandlung dazu, was mit verschiedenen Begriffen, zum Beispiel Demokratie, Macht, Herrschaft oder Staat gemeint sein könnte. Die Sprache ist sehr anspruchsvoll und erfordert konzentriertes Lesen und am besten ideengeschichtliche Vorkenntnisse in vielen Bereichen, z.B. "Macht ist ein produktives soziales Geschehen, in dem sich Fügsamkeit mit Erwartungen verbindet. Es gibt also ein Interesse am Gehorsam, das gar nicht von Überzeugungen, sondern von pragmatischen Erwägungen motiviert wird."

Insgesamt handelt es sich um ein interessantes Werk mit vielen diskussionswürdigen Ideen, das sich nach meiner Einschätzung aber jedenfalls mehr an ein akademisches Fachpublikum mit großem Interesse an Philosophie und Theoriegeschichte richtet als an interessierte Laien.

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Am Volk vorbei

Rezensionen von Anno:

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Revenge von Svenja Diel

Er

Revenge wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt und beinhaltet auch mehrere Zeitebene, die recht nah beieinander liegen und durch Kapitelüberschrift und einer leicht anderen Schriftart (normal und kursiv) erkennbar sind. Die Wechsel geschehen schnell, die Kapitel sind kurz, was die Handlung unruhig und unübersichtlich wirken lässt.

Ich kam gedanklich rasch durcheinander, konnte die Ebenen nicht mehr klar voneinander trennen und die Handlungen dadurch nicht mehr chronologisch richtig zuordnen.
Es wird dann aber auch noch bewusst mit der Unwissenheit des/r Lesers/in gespielt, wodurch zusätzlich noch das Gefühl hervorgerufen wird die Handlung nicht richtig greifen zu können. In Kombination mit dem Schreibstil war mir das Zuviel um noch ein angenehmes Lesegefühl hervorrufen zu können. Die Thematik ist brisant, der Einstieg aber mühsam.
Trotzdem habe ich das leise Gefühl, dass die Zielgruppe genau jene Kritik, die ich hier äußere, ganz anders empfinden könnte, und mit den kurzen Kapitelschnipsel weit besser klar kommt, als ich es tat. Und dann könnte dieses Buch tatsächlich ganz gut sein.

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Revenge