Kunden em pfehlungen
Rezensionen von TanyBee:
So, und jetzt kommst du von Arno Frank
Auf der Flucht
Der Ich-Erzähler in ?So, und jetzt kommst du? erzählt uns von seiner Kindheit. Diese wurde vor allem durch den Vater geprägt, der immer irgendein Geschäft am Laufen hatte und davon überzeugt war, dass sie bald reich sein würden. Doch selbst ein Kind merkt, dass etwas nicht stimmt: sie müssen aus ihrem Haus ausziehen, der Vater bekommt Briefe mit offiziellen Wappen, die er jedoch nicht öffnet.
Und immer wieder das Versprechen, dass sie bald reich sein würden. Eines Tages ist es dann scheinbar so weit, von einem Tag auf den anderen fahren sie nach Südfrankreich, Vater, Mutter, der Erzähler und seine beiden kleinen Geschwister. Doch diese Auswanderung erinnert eher an eine Flucht und das ist sie auch.
Nachdem ich die ersten Seiten von ?So, und jetzt kommst du? gelesen hatte, habe ich eine skurrile Familiengeschichte mit schrulligen Charakteren erwartet. Aber schon bald hat mich die Wahrheit eingeholt. Denn der Vater ist ein Hochstapler und auf der Flucht vor der Polizei und die Kinder müssen es ausbaden. Die Eltern haben kaum Verantwortungsbewusstsein für ihre Kinder, der Vater ist phasenweise sogar aggressiv und gewalttätig, die Kinder haben manchmal nicht mal genug zu essen und sind meistens auf sich alleine gestellt. Der Vater versucht sogar, den Sohn auf seine Seite zu ziehen, indem er ihm erklärt, wie man sich im Leben durchtricksen kann, denn: ?Jeden Tag steht irgendwo ein Dummer auf.?
Dabei bleibt der Ton des Erzählers immer leicht und man merkt, wie sich Kinder ihrer Umgebung und den Umständen anpassen können, wie sie immer versuchen, das Beste aus einer Situation zu machen. Das ist dem Autor sehr gut gelungen.
Das bedrückendste an dem Buch ist, dass der Arno Frank anscheinend seine eigene Kindheit schildert. Solche Erfahrungen wünscht man wirklich niemandem! Während er Lektüre hat mein Mutterherz die ganze Zeit geweint und ich hätte am liebsten nicht weitergelesen. Die Kinder werden seelisch und körperlich misshandelt und vernachlässigt, ebenso die Hunde, die später angeschafft werden.
Trotz der Kritikpunkte (die sehr subjektiv sind) gebe ich vier Sterne, denn: Erzählen kann der Autor. Man sollte sich vor dem Lesen aber gut überlegen, ob man sich auf solch eine bedrückende Geschichte einlassen kann und will.
Rezensionen von Maeddsche:
Bound - Tödliche Erinnerung von Cynthia Eden
Spannung pur!
Das Buch:
In Bound erscheint die wunderschöne Eve eines Tages bei "LOST", dem "Last Option Search Team", was Ex-SEAL Gabe Spencer gegründet hat, um vermisste Personen aufzuspüren. Doch Eve vermisst nicht irgendjemanden, sondern sich selbst.
Das Team versucht gemeinsam mit ihr herauszufinden, ob sie wirklich das Opfer eines Serienmörders wurde.
Dabei kommen sich Eve und Gabe immer näher...
Mein Eindruck:
Von Beginn an ist man von der Handlung gefesselt und will unbedingt erfahren wer Eve wirklich ist und was ihr widerfahren ist. Stück für Stück erinnert sie sich, doch oftmals kommen damit nur neue Geheimnisse und weitere Fragen ans Licht. Immer wieder ist sie in Gefahr oder passieren Dinge, die der ganzen Handlung eine Wendung geben. Wenn man gerade gedacht hat, man wüsste wer der Täter sein könnte, kann es im nächsten Moment schon wieder ganz anders sein.
Toll finde ich die kleinen, versteckten Andeutungen, die immer wieder auf den tatsächlichen Täter hinweisen und die der aufmerksame Leser durchaus bemerken kann. Diese haben der Spannung und dem Höhepunkt am Ende jedoch in keiner Weise geschadet.
Gleichzeitig ist auch die Spannung zwischen Eve und Gabe interessant und sehr intensiv, sodass man auch hier mitfiebert und unbedingt wissen will, wie es weiter geht.
Das Fazit:
Ein sehr zu empfehlendes, superspannendes Buch, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte!
Rezensionen von Landbiene:
Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit von Macmillan Gilly
Perfect Girl
Eigene Inhaltsangabe:
Zoe, 17 Jahre, ist eine begabte Pianistin. Zusammen mit ihrer Mutter hat Sie sich ein zweites neues Leben aufgebaut um die Vergangenheit ruhen zu lassen. Doch als Sie zusammen mit ihrem Stiefbruder Lucas ein Konzert gibt, stürmt ein Mann in den Saal und betitelt sie als Mörderin.
Nach diesem Desaster ist Unruhe in der Familie. Wer sagt die Wahrheit, wer lügt? Um sich zu sammeln beschließen alle ins Bett zu gehen und eine Nacht darüber zu schlafen, doch am nächsten Tag ist Zoes Mutter tot....
Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin lässt sich locker und flüssig lesen. Sie hat das Talent den Leser schon allein durch ihren Schreibstil zu fesseln. Spannung kommt durch die kurzen Kapitel auf, die abwechselnd in der Ich-Perspektive von verschiedenen Protagonisten geschildert werden. Auch peppt die Autorin die Geschichte mit einem "Drehbuch" im Buch auf. Bis zum Tod von Zoes Mutter Maria springt man zeitlich von dem Abend und dem nächsten Morgen hin und her.
Allgemeine Meinung:
Dies ist mein zweites Buch der Autorin und muss sagen, dass sie sich um einiges gesteigert hat im Gegensatz zum Debüt. Prinzipiell findet die komplette Geschichte an einem einzigen Tag statt und trotzdem ist das Buch nicht in die Länge gezogen. Jedoch schreibt die Autorin gerne detailliert und bringt viele Dinge mit ein die für die Geschichte an sich irrelevant sind. Das machte es dann doch an mancher Stelle bisschen langatmig. So etwas gefällt mir immer besonders gut. Die Charaktere waren authentisch und handelten nachvollziehbar. Wer der Täter ist, war schnell vorhersehbar und die Spannung blieb nicht bis zum Schluss. Das fand ich nicht ganz so gelungen, da das Ende an sich leider auch nicht spektakulär war. Perfect Girl ist meiner Meinung kein Psychothriller, sondern ein familiärer und dramatischer Spannungsroman. In Anbetracht dessen vergebe ich gern 4 von 5 Sternen, weil es mir gefallen und mich gut unterhalten hat.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :
Das Floß der Medusa von Franzobel
Gut gemacht - leider Horror
Bewundernswert, wie Franzobel es schafft, die (marine) Welt des beginnenden 19. Jahrhunderts mit großem Personal wieder auferstehen zu lassen und sich als Autor und uns als Leser mit einzubeziehen. Sein Roman ?Das Floß der Medusa? zeichnet sich durch Sprachgewalt und viele Perspektivenwechsel aus.
Schade, dass Franzobel seine Kunst einem derart grauenvollen Ereignis mit detailreichsten Schilderungen der "Bestie Mensch" widmet. Daher klappte ich etwa auf Seite 150 das Buch zu und las nicht mehr weiter. Ich schaue mir auch keine Horrorfilme an, mögen diese noch so gut gemacht sein. Jedenfalls ein außergewöhnlicher Roman, wie auch meine KollegInnen der Heyn-Leserunde finden, die das Buch zu Ende gelesen haben.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :
Strandbadrevolution von Kurt Palm
Der Stoff, aus dem die Jugend war
Kurt Palm läßt sie wieder auferstehen ? die Erinnerung an die eigene Jugendzeit am Wörthersee, an erste Liebe und Rock-Konzerte, an (oft mißglückte) Annäherungs- und Schreibversuche, an pubertären Widerstand gegen Eltern, Gott und den Rest der bösen Welt. Palms ?Strandbadrevolution? in der Provinz kommt zuerst als leichtgewichtiges Sommerbuch daher, gewinnt aber rasch an Tiefe.
Die Geschichten des Ich-Erzählers und seiner Gang bieten genug Stoff zum Weinen und zum Lachen. Unvergesslich: Die Schilderung der Jugoslawien-Reise im Uralt-Opel über den Wurzelpass! Für mich waren allerdings die in anderen Zeitebenen eingeschobenen familiären Tragödien etwas zuviel des Guten - außer der Autor hat bereits eine Fortsetzung im Kopf.
Rezensionen von Ela_Ela:
Feuer und Feder von MacMillan Kathy
Anders aber doch gut : D
Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander.
Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.
Für mich klang dieses Buch wieder vielversprechend und wie was ganz anderes was ich sonst so lese, auch das Cover fand ich wieder recht ansprechend und musste es deshalb natürlich gleich lesen.
Das Buch spielt über drei Jahre hinweg, ich war am Anfang ein bisschen verwirrt warum die Zeit gleich so schnell vergeht. Ich fand die Charaktere äußerst ansprechend und konnte mich auch teilweise mit ihnen identifizieren, obwohl sie komplett anders leben als wir es kennen.
Ich mochte die Hauptprotagonistin Raisa und fand sie unheimlich mutig und bewundernswert. Auch Mati den Prinz mochte ich auf Anhieb, er war so anders als sein Vater. Auch Layonaisa die Lehrerin die Raisa unterrichtet fand ich auf ihre spezielle Art und Weise sympathisch, aber eigentlich erst relativ zum Schluss offenbarte sie ihr größtes Geheimnis das ich nie erwartet hätte.
Fazit: Ein Buch das mich ein wenig zerrüttet hat und wo ich lange darüber nachgedacht habe warum man mit Sklaven so umgeht. Mich haben viele der Charaktere sehr beeindruckt und vergebe mit gutem Gewissen 4 Sterne.
Rezensionen von Ela_Ela:
Dark Noise von Ruile Margit
War eher weniger was für mich ; /
Was passiert, wenn Menschen digital einfach ausgelöscht oder ausgetauscht werden? Margit Ruile wirft in ihrem packenden All-Age-Thriller existentielle Fragen unserer Gegenwart auf. Zafer arbeitet als freiberuflicher Bildretuscheur. Und er ist der Beste. Er kann sogar die Wassertropfen auf einer Sektflasche so täuschend echt nachbilden, dass der Betrachter seiner Filmsequenzen glaubt, er würde sich darin spiegeln.
Einen Mann in das Überwachungsvideo einer Tiefgarage einzufügen ist dagegen ein Kinderspiel. Merkwürdig ist nur, dass dieser Auftrag anonym war. Tage später erkennt Zafer durch Zufall eines seiner Videos in den Nachrichten über einen Journalistenmord wieder. Es zeigt, wie der mutmaßliche Täter den Tatort, eine Tiefgarage, verlässt. In Wirklichkeit ist der Mann nie dort gewesen. Aber das weiß nur Zafer.
Ich habe mir gedacht, ich möchte wieder ein bisschen was anderes lesen, als das was ich normalerweise lese und da bin auf dieses Buch gestoßen.
Leider konnte ich mich in den ersten Seiten nicht so gut im Buch zurechtfinden, da man erst später merkt, dass es aus zwei Perspektiven erzählt wird.
Die Charaktere mochte ich relativ gerne, Emily fast sogar noch mehr als Zafer, aber vielleicht liegt das daran das ich selber weiblich bin und mir diese Gedanken besser vorstellen kann.
Was ich jedoch toll finde ist, dass die Autorin sich so ein besonderes Thema ausgesucht hat, das wahrscheinlich passieren kann, da man heute mit der Technik schon alles machen kann.
Fazit: Im Großen und Ganzen ein gelungener Jugendthriller, der mich jedoch nicht ganz überzeugen konnte. Deswegen bekommt dieses Buch von mir 3 Sterne.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:
Das Floß der Medusa von Franzobel
Wie wird der Mensch zur Bestie
Eine grausame Geschichte, phantastisch erzählt! Teilweise unerträglich, wie hier mit grandioser Erzählkunst die menschliche Tragödie an Bord der Medusa erzählt wird. Was passiert, wenn eine unfähige und dilettantische Führung eine Reise leitet und in die Katastrophe führt. Die Protagonisten sind beeindruckend beschrieben, Franzobl ist ein genauer Beobachter der menschlichen Charaktere.
Ein Buch, das einem nicht los lässt, obwohl es teilweise unerträglich zu lesen ist.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:
Strandbadrevolution von Kurt Palm
Die kleinen Revolutionen
Das Erwachsenwerden in den 70ern mit Allem was dazu gehört! Politische Revolution im Kopf, Aufstand gegen das Establishment, Kleinaktionismus im Ort, Konzerte und Musik und das Promenieren im Strandbad, wer ist der coolste? So cool unsere Protagonisten auch sind, es plagen sie dieselben Sorgen, die Jugendliche in dieser Phase des Lebens haben.
Wer bin ich, was macht mich aus, wie begegnet man dem weiblichen Geschlecht, Liebeskummer und die wie schafft man die bevorstehende Nachprüfung. Eigentlich ist der spießige Strandurlaub mit den Eltern dann auch nicht so schlecht. Vieles kommt wieder in Erinnerung, sehr witzig zu lesen.
Rezensionen von mikkagottstein:
Schattenkrone von Eleanor Herman
Geschichte, Mythen und Magie
Zwar ist viel über Alexander den Großen bekannt, jedoch nur relativ wenig über seine Jugend. Gerade deswegen fand ich die Idee sehr spannend, daraus ein Jugendbuch zu machen, das historische Fakten mit Mythen, Sagen und Magie verbindet! Fantasy ist im Genre Jugendbuch ein Dauerbrenner, aber historische Fantasy?
Und man merkt schnell, dass Eleanor Herman weiß, wovon sie spricht! Kein Wunder, denn sie ist Historikerin, hat schon mehrere historische Sachbücher geschrieben und im Fernsehen historische Dokumentationen moderiert.
Auch für ihre Jugendbuchreihe über den jungen Alexander hat sie umfassend recherchiert und sogar in Begleitung eines Archäologen die Originalschauplätze besucht.
Für mich waren die Einblicke in Leben und Kultur der Zeit das wahre Highlight des Buches: Wie kleideten sich die Menschen in Makedonien im Jahr 340 v.Chr., was aßen sie, welche Feste feierten sie? Woran glaubten sie? Ich war oft überrascht, was damals tatsächlich alles schon bekannt war, was ich für wesentlich neuere Erfindungen gehalten hatte! Ein paar Dinge habe ich ungläubig im Internet ein wenig recherchiert und musste feststellen: tatsächlich, die Menschen kannten damals schon Kajalstift, eine Art von Beton und biologische Kriegsführung.
Die Mischung aus Fantasy und Geschichte fand ich sehr ansprechend und originell, aber leider konnte mich nicht alles in diesem Buch so mühelos überzeugen.
Die Geschichte wird aus nicht weniger als sieben Blickwinkeln erzählt. Am königlichen Hof leben der junge Alexander, seine Mutter Olympias, seine Halbschwester Cynane und sein bester Freund Hephaistion. Die junge Katerina und ihr bester Freund Jacob stammen aus dem ländlichen Erissa und sind in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, aber das große 'Blutturnier', an dem Jacob teilnehmen will, führt auch sie in die Hauptstadt. Zuletzt gibt es noch die lydische Prinzessin Zofia, die ihren Wachmann Cosmas liebt, aber Alexander heiraten soll.
Dadurch, dass die Geschichte immer wieder zwischen den Charakteren hin- und herspringt, hatte ich nicht das Gefühl, sie wirklich gut und umfassend kennenzulernen. Die meisten blieben für mich bis zum Schluss eher flach, obwohl sie alle sehr viel Potential haben. Die Autorin erzählt mir zwar, was sie fühlen, zeigt es mir aber nur selten so, dass ich mitfühlen und mitleiden kann.
Natürlich kommt eine Geschichte für junge Leser(innen) nicht ohne Liebe aus - aber weil ich Probleme hatte, mit den Charakteren mitzufühlen, berührten mich auch die Liebesgeschichten nur selten. Außerdem kommt eine davon sehr überraschend, ohne dass die beiden Jugendlichen tatsächlich viel Zeit miteinander verbracht hätten!
Der Schreibstil hat seine großartigen und seine weniger großartigen Momente. Mal schafft es die Autorin, eine Szene mit ganz viel Atmosphäre so bunt und lebendig zu schildern, dass ich sie fast schon vor mir sehen kann, und dann findet sie auch wunderbare Worte. Dann gibt es wiederum Szenen, die mit extrem einfachen, kurzen Sätzen erzählt werden - und gerade in diesen Szenen habe ich mit der Erzählzeit gehadert, denn die Geschichte ist im Präsenz geschrieben, also der Gegenwartsform. Diese verträgt sich in meinen Augen nur schlecht mit dem historischen Hintergrund, und auch Namensabkürzungen wie "Roxie" wirkten auf mich zu modern.
Aber am meisten gestört habe ich mich leider daran, dass ich vieles nicht schlüssig oder glaubhaft fand. Wenn ein Charakter dringend in einen Raum muss, in dem etwas Geheimes aufbewahrt wird, dann ist das Gitter am Fenster eben locker. Oder zwei Wachen unterhalten sich in Hörweite lautstark und überdeutlich über wissenswerte Dinge und zeigen sich dann noch gegenseitig ohne ersichtlichen Grund die Geheimtür.
Auch die zeitlichen Abläufe fand ich öfter verwirrend. Dann hatte ich das Gefühl, eigentlich wären höchstens zwei oder drei Tage vergangen, aber dann stellt sich heraus, dass ein Charaktere eine große Strecke zurückgelegt hat oder etwas gelernt hat, was sich nicht in so kurzer Zeit lernen lässt.
Trotz aller Kritik hatte ich die Kapitel immer recht schnell durch, und manchmal fand ich die Geschichte durchaus spannend. Oft man es mir aber so vor, dass eine Szene im Grunde aus Sicht des falschen Charakters geschildert wird! Zum Beispiel sieht der Leser das große 'Blutturnier' nicht aus Sicht von Heph oder Jacob, die dabei mitkämpfen, sondern aus Sicht von Alexander, der das Turnier von der Zuschauertribüne aus verfolgt.
Fazit:
Das Leben des jungen Alexander von Makedonien, bevor aus ihm Alexander der Große wurde - erzählt als Jugendbuch, das historische Fakten mit Fantasy verbindet.
Die Einblicke in Leben und Kultur der Zeit fand ich sehr interessant und offenbar gut recherchiert, aber mit den Charakteren konnte ich nicht recht warm werden, und mit dem Schreibstil verband mich eine Art Hassliebe. Leider fand ich auch vieles nicht glaubhaft, so dass sich für mich auch nicht immer die gewünschte Spannung aufbaute.
Zusammenfassend würde ich sagen: "Schattenkrone" ist ein Buch mit ganz viel Potential, das aber leider nicht voll ausgeschöpft wird.









