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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von rainbowly:

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Und nebenan warten die Sterne von Nelson Spielman Lori

Völlig zwiegespalten

Erster Satz
Wenn dich etwas aufhält, bleib stehen.

Fakten
Autor: Lori Nelson Spielman
Verlag: Fischer Krüger
Erscheinungsdatum: 29.09.2016
Genre: Roman
Seiten: 384

Inhalt
Erika ist erfolgreiche Maklerin und verausgabt sich völlig für ihre Karriere - bis ihre Tochter Kirsten in ein Zugunglück verwickelt wird.

Erst vergräbt sie sich weiter in ihrer Arbeit, doch als ihre zweite Tochter Annie sich auf den Weg macht ihre Schwester zu suchen, bemerkt sie langsam, dass es Zeit ist etwas in ihrem Leben zu verändern.

Gestaltung
Das Cover ist wirklich sehr schön gestaltet. Die Farben sind auffällig, aber auch harmonisch aufeinander abgestimmt. Die Blüte hebt sich durch glänzendes Material vom matten Untergrund ab. Im Inneren des Buchumschlags findet man alle "Weisheiten des Lebens", die im Buch vorkommen - sehr schön! Besonders gut gefällt mir, dass man anhand des Covers sofort auf die Autorin schließen kann und das Buch toll zu den anderen Büchern der Autorin im Regal passt.
Den Titel finde ich sehr schön, allerdings erschließt sich mir der Zusammenhang zur Geschichte nicht wirklich.
Den Klappentext finde ich nicht besonders gut. Es werden Dinge angesprochen, die so nicht stimmen, wichtige Entwicklungen schon vor weggenommen und Gefühle vermittelt, dir in der Geschichte nicht rüber kamen.

Sprache
Das Buch wechselt zwischen der Perspektive von Erika und der von Annie. Erika erzählt in der Ich-Perspektive. Annies Gedanken erfährt man aus der Er-Perspektive. Dadurch betrachtet man Annie aus einem gewissen Abstand, während man sich bei Erika mehr in ihre Gedanken eingeschlossen fühlt. Trotzdem konnte ich mich in Annie besser hineinversetzen. Erikas Entscheidungen und Gedankengänge waren mir meist viel zu plötzlich und schwer nachvollziehbar.

Charaktere
Erika ist eine Karrierefrau, doch im Laufe der Geschichte stellt sie sich ihrer Vergangenheit und verändert sich merklich. Doch mir war diese Entwicklung zu sprunghaft und nicht so richtig nachzuvollziehen. Was brachte den Wandel? Wieso geht die Veränderung plötzlich so leicht? Ohne, dass sie sich mit jemandem ausspricht? Dafür hat Annie für mich eine tolle Entwicklung durchgemacht. Sie ist von einem anhänglichen, selbst zweifelnden Kind zur selbstständigen, starken Frau geworden und hat dabei ihre guten Charakterzüge wie Mitleid und Fürsorge nicht verloren.

Fazit
Es fällt mir wirklich schwer dieses Buch zu bewerten. Es ist eine tolle Geschichte, sie hat mich gut unterhalten, aber einfach nicht mitgerissen. Irgendetwas fehlte. Der eigentlich so emotionale Verlust eines Kindes kam bei mir überhaupt nicht an. Die Lebensweisheiten fand ich toll, aber warum verändern sie die Charaktere jetzt, obwohl sie die Sprüche doch schon ihr Leben lang kennen? Mir hat absolut die Kommunikation zwischen den Charakteren gefehlt.
Es ist echt schade. Der Schreibstil von Frau Spielman ist klasse und ich bin nur so über die Seiten geflogen. Doch die Geschichte an sich konnte mich nicht mitreißen.

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Und nebenan warten die Sterne

Rezensionen von Sabina Haslinger:

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Schneeflockensommer von Barbara Schinko

eine spannende Geschichte mit Märchenbezügen

Das Buch Schneeflockensommer hat mich gar nicht ausgelassen, sobald ich Zeit hatte hab ich gelesen, 2mal auch bis spät in die Nacht, ein wirklich gutes Buch, dass spannend bleibt und wenn möglich in einem durch bis zum Schluss gelesen werden will.

Gut Verpackt ist darin die Geschichte der Marie, die von zu Hause wegläuft und dabei im Wald bei Berta Unterschlupf findet.

Berta, die als Hexe im nahen Dorf verschriehen ist... Schon bald lernt sie Linus den Wirts-Sohn kennen und "Rapunzel" die für Märchen und Sagen schwärmt... so kommt es auch, dass immer wieder Querverbindungen zu Märchen/Sagen hergestellt werden und sich diese Geschichte auch märchenhaft am Ende auflöst und trotzdem nicht gelöst ist...

Ein spannendes Buch für Jugendliche und Erwachsene - mir hat es sehr gefallen!!!

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Schneeflockensommer

Rezensionen von Gaby 2707:

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Rabenschwarzer Winter von Georget Philippe

Verfehlungen in Südfrankreich

In der Vorweihnachtszeit muss sich Lieutnant Gilles Sebag der Tatsache stellen, dass seine Frau Claire ihn mit einem Lehrerkollegen betrügt. Zutiefst verletzte versucht er seine Verzweiflung in Whisky zu ertränken. Auch in seiner Dienststelle, dem kleinen Kommissariat in Perpignan lässt ihn dieses Thema nicht los.

Ein Mann, der seine Tat gesteht, hat seine untreue Ehefrau nach ihrer mittäglichen Verfehlung im Hotelzimmer erschossen. Irgendetwas scheint aber an diesem Geständnis nicht zu stimmen. Als sich ein Mann vom Balkon stürzt und ein anderer sich in seinem Haus zusammen mit seiner Lebensgefährtin in die Luft sprengen will, müssen er und seine Kollegen Francois Menard, Jacques Molina und Julie Sadet ran. Lange finden sie keinen Zugang zu den Fällen, die doch zusammenzuhängen scheinen. Bis der entscheidende Hinweis von Thierry Lambert kommt.

Der Krimi lässt sich leicht und flüssig lesen. Durch das langatmige Eintauchen in Gilles Sebags Privatleben allerdings gerät die Spannung, die langsam aufgebaut wird, immer wieder in seichteres Fahrwasser. Und bei mir hat sich eine gewisse Langeweile eingeschlichen. Durch die vielen Dialoge zwischen den Ermittlern bin ich auf der anderen Seite voll in die Polizeiarbeit eingebunden.
Die Protagonisten haben sich durch die bildhaften Beschreibungen, ihre Eigenheiten und ihr privates Umfeld, das mir hier und da etwas zu viel war, bald in meinen Gedanken festgesetzt.
Die Geschichte ist gut aufgebaut und wird schlüssig gelöst. Alle meine Fragen, die sich beim Lesen angesammelt hatten, werden beantwortet.
In ganz knappen Kapiteln wird jemand vorgestellt, der sich The Eye nennt. Seine Rache hat erst begonnen. Er scheint von Hass getrieben, muss sich in Geduld üben, hat ein gutes Gedächtnis und eine gute Intuition. Ansonsten gibt es vorerst nur vage Erklärungen, die erst zum Schluss zu einem Ermittlungsergebnis führen.
Die Beschreibungen von langen Stränden, Obstplantagen, Weingärten und Artischockenfeldern lassen farbige Bilder in meinem Kopf entstehen.

Trotz einiger kleiner Unzulänglichkeiten hat mich das Buch gut unterhalten. Die ersten beiden Fälle von Gilles Sebag und seiner Mannschaft werde ich bestimmt auch noch lesen.

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Rabenschwarzer Winter

Rezensionen von rewa:

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Rabenschwarzer Winter von Georget Philippe

Mein neues Leben

In dem autobiografischen Roman ,,23312 Alles im Leben hat zwei Seiten´´ von Rafael Haslauer, kann man als Leser tief in die Gedanken und in das Leben des Autors blicken, der als Gefangener in einem serbischen Gefängnis landete, nachdem er 15 kg Marihuana aus dem Kosovo nach Österreich geschmuggelt hatte.

Was kann man zu so einem Roman eigentlich sagen? Wenn man ihn gelesen hat, sehr viel. Der Autor lässt einen tief in seine Seele eindringen und lädt den Leser ein auf eine emotionale Reise in seine dunkle Vergangenheit.
Intensiv und ohne Effekthascherei erzählt Rafael Haslauer, wie er in diese verheerende Situation geraten ist. Besonders zu spüren war, wie viel Kraft er von seiner Familie und Freunden bekommen hat, was sicherlich nicht alltäglich ist.
Offen und ehrlich kritisiert er sich auch selbst ob seiner Naivität, wie man sich das Leben scheinbar leichter und besser machen kann. Tabu Themen wie Alkohol, Kokain, Drogenkonsum? greift der Autor immer wieder auf und lässt einem als Leser nur erahnen, wie schnell und offensichtlich auch leicht, man vom falschen Weg abkommen kann.
Es ist wie ein Teufelskreislauf aus dem viele Menschen nicht heraus können- Job Verlust, familiäre Probleme, mit sich selbst unzufrieden?. und schon scheint ein Ausweg gefunden zu sein.
Im Gefängnis hat dann das Leben von Rafael Haslauer einen neuen Stellenwert bekommen. Einfache Hofgänge werden zu einer willkommenen Abwechslung im Alltag. Nachdenken, über das bisherige Leben und die ständige Frage nach dem ,, Warum´´. Menschenunwürdige Bedingungen und die ständige Angst vor dem Ungewissen lassen ihn das Leben von einer anderen Seite sehen. Dass ein Menschenleben nichts wert ist, hat er schmerzhaft mit erleben müssen. Plötzlich auch zu wissen, dass das Leben da ,,draußen´´ ohne ihn weiter geht. Berührend in dem Buch sind die Momente, wo die Familie und Freunde den beschwerlichen Weg auf sich nehmen um ihn zu besuchen. Das Wissen, dass jemand da ist der trotz großer Dummheit, die er begangen hat zu ihm hält, ist ein großer Trost. Aber auch Lebensratgeber spielen für ihn in dieser Zeit eine große Rolle.
Das Buch lebt von vielen persönlichen Gedanken des Autors und er spart auch nicht mit Selbstkritik. Interessant sind aber auch die Ausführungen bezüglich Alkohol, Marihuana, Kokain?.. wo man sicher noch mehr Aufklärungsarbeit leisten kann. Deshalb war es bei der Leserunde bei lovelybooks.de immer spannend, auch heikle Themen anzusprechen und Fragen zu stellen, die der Autor jederzeit beantwortet hat.

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Rabenschwarzer Winter

Rezensionen von AngiF:

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Das Nest von Cynthia D'Aprix Sweeney

Seifenblasen

Die vier Geschwister Jack, Leo, Melody und Bea, der Familie Plumb sollen ihr Erbe in einigen Monaten antreten, nämlich dann, wenn die Jüngste von ihnen ihren 40. Geburtstag feiert. Der Vater hatte einen Fond errichtet und ihn durch einen zur Familie gehörenden Anwalt verwalten lassen. Es hatte sich über die Jahre ein ordentliches Vermögen angehäuft.

Das Erbe wird von den Geschwistern ?Das Nest? genannt, denn alle spekulieren seit Jahren darauf es zu erhalten und ihre Lebensziele damit erlangen und vervollständigen zu können. Es ist quasi ihr Sprungtuch in ein besseres Leben. Alle von ihnen haben das Geld verplant, ohne es bisher zu besitzen. Doch leichtsinnigerweise gerät Leo in große Schwierigkeiten. Er bittet die Mutter den Fond für ihn anzuzapfen. Getrieben von ihrem zweiten Ehemann, der sich um seinen guten Ruf ängstigt, lässt sie sich überreden. Doch wie gehen die anderen Geschwister damit um, dass ihr Erbe eventuell verloren ist und können die vier es vielleicht doch noch retten, wenn sie gemeinsam kämpfen?

Die Autorin Cynthia D'Aprix Sweeney hat mit ihrem Werk ?Das Nest? eine wunderbare und großartige Familiensaga im Stile von ?Das Hotel New Hampshire? erschaffen, eben eine Familiengeschichte, wie wir sie in Blockbustern lieben und dort am ehesten als Dramedy bezeichnen würden. Sie fährt gewaltige Emotionen auf, Liebe, verletzte Eitelkeiten, Missgunst, Mitgefühl, alles ist dabei. Sie erzählt ihre Story manchmal mit Melancholie, dann wieder humorvoll mit einem gewissen Touch von Situationskomik, Ironie, Zynismus und immer wieder voller Liebe. Cynthia D'Aprix Sweeney verwendet eine schöne, moderne Sprache und ihre Dialoge sind fließend und harmonisch. Schon nach den ersten Seiten ist man in der Geschichte drin und möchte wissen, wie sie enden wird. Die Autroin fängt mich als Leserin ein, hält mich und nimmt mich mit wie auf einer Reise durch das Leben der Familie Plumb.

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Leser von eminenten Familiengeschichten werden das Buch lieben und ganz sicher verschlingen wollen, genau die richtige Lektüre für ein tristes Novemberwochenende.

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Das Nest

Rezensionen von bettina e:

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Das Nest von Cynthia D'Aprix Sweeney

Mir hat es gefallen

Vielleicht nicht für jeden, aber doch faszinierend.
Überlegungen vor dem Selbstmord.
http://www.kuppitsch.at/list?back=&xid=9275150

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Das Nest

Rezensionen von Baerbel82:

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Im Wald von Neuhaus Nele

Sodom und Gomorrha im Taunus


Endlich ein neuer Fall für Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Sander, früher Kirchhoff vom K11 in Hofheim. Oliver muss sich um seine Tochter Sophia kümmern, weil seine Exfrau sich mal wieder im Ausland aufhält, als er zu einem Brand gerufen wird. Im Wald ist ein Wohnwagen explodiert und dabei kam ein Mann ums Leben.

Mordbrand oder Brandmord? Pia, die inzwischen ihren Zoodirektor geheiratet hat, übernimmt?
Nele Neuhaus geht gleich in medias res: Irgendetwas Furchtbares ist geschehen in Ruppertshain im August des Jahres 1972. ?Im Wald? ist Olivers bisher persönlichster Fall. Denn auch die Spuren im hier und jetzt führen nach ?Ruppsch?, wie die Einwohner ihr Dorf liebevoll nennen, wo Oliver aufgewachsen ist und alle kennt. ?Im Wald? ist wieder im Taunus verortet. Mit viel Lokalkolorit, einer Prise hessischer Mundart und einer besonderen Thematik.
Danach wird in einem Hospiz die alte Rosie ermordet, der der Wohnwagen gehörte. Schnell ist klar, dass die Morde mit dem Verschwinden von Olivers bestem Freund Artur vor 40 Jahren zu tun haben. Russlanddeutsche, die aus der damaligen Sowjetunion eingewandert waren. Als kurz darauf auch noch der Dorfpfarrer tot aufgefunden wird, bekommen Oliver und sein Team alle Hände voll zu tun?
?Im Wald? ist bereits der 8. Fall für das sympathische Ermittlerduo Oliver und Pia und überzeugt mit einem ausgefeilten Plot sowie einem gruseligen Setting. Eine extrem tiefenscharfe und nicht selten bissige Milieu-Beobachtung. Klassische Verbrecher finden sich hier nicht. Das Schändliche verbirgt sich hinter wohlfeiler Fassade. Auch mit Gesellschaftskritik spart die Autorin nicht.
Immer mal wieder finden sich Bezüge zu den Vorgängerromanen. So baut man schnell eine Bindung auf, ohne das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Über das Wiedersehen mit Oliver und Pia habe ich mich sehr gefreut. Auch Tariq, der Neue, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Denn er ist clever.
Selbst, wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, wird dennoch Spannung aufgebaut. Eine Geschichte mit vielen überraschenden und unerwarteten Wendungen und einem intensiven Spannungsbogen. Erst ganz am Ende wird alles schlüssig aufgelöst. Eine abgründige, nicht zu brutale Geschichte, die sich zudem flott und flüssig lesen lässt.

Fazit: Lug und Trug im Taunus. Dunkel, böse und unheimlich unterhaltsam!

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Im Wald

Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

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Seltene Affären von Bayer Thommie

Bravo Thommie Bayer

Die Geschichte von Peter Vorden , welcher zwei Leben zugleich lebt hat mir sehr gut gefallen. Viele der Situationen die er so treffend beschreibt sind mir vertraut, da auch ich zwischen zwei Wohnsitzen hin und her pendle. Er kann diese zwei Leben so bewegt beschreiben und ich war begeistert. Peters Leidenschaft zu gutem Rotwein hat mich dann auch noch angesteckt und so habe ich zu dem Buch ein paar gute Gläser Wein genossen.

Meinetwegen hätte die Geschichte mit seiner sich erträumten Frau - Chiara - noch weitergehen können, auch diese Erzählungen von Peter waren gespickt mit Erotik und Spannung. Leider bleibt es aber bei dem Traum und meine Hoffnung, dass Peter eine schöne, romantische Beziehung findet erfüllt sich leider nicht. Eigentlich schade. Ich fand das Buch munter, sprudelnd und beschwingt. Es ist in sich stimmig und ich kann es daher nur empfehlen.

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Seltene Affären

Rezensionen von Xirxe:

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Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von Stradal J. Ryan

Schöne Geschichten mit fetten Rezepten

Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben gelingt mir nicht so mühelos, wie ich eigentlich dachte. Natürlich könnte ich es mir so einfach machen wie der Klappentext und schreiben, hier wird die Lebensgeschichte Evas erzählt. Aber das würde nicht stimmen. Denn Evas Leben ist nur eine Geschichte von vielen.

Es beginnt mit ihrer Geburt und dem nicht ganz alltäglichen Start ins Leben. Ihre Mutter lässt sie als Baby mit ihrem Vater allein, um ein neues Leben zu beginnen. Und ihr Vater stirbt ein halbes Jahr später. Daher wächst sie bei ihrem Onkel und dessen Frau auf, die sie im Glauben lassen, sie wären ihre richtigen Eltern. Eva ist ein erstaunliches Kind, mit ungewöhnlichen Begabungen und Fähigkeiten, die ihren 'Eltern' eher unheimlich sind. So muss sie sich bei Schwierigkeiten weitestgehend alleine helfen, lediglich ihr Cousin Randy und ihre Cousine Braque stehen ihr zur Seite.
Was danach folgt, sind chronologisch folgende Kapitel aus der Sicht unterschiedlicher Personen, die mehr oder weniger mit Eva zu tun haben, manche wirklich nur ganz am Rande. Da ist beispielsweise Braque, ihre Cousine; Will, ihr erster Freund; Octavia, eine Bekannte; Pat Prager, Stiefmutter ihres ersten Freundes usw. Es scheinen alles Menschen zu sein, die sich selbst im Weg stehen, ohne es aber selbst zu wissen. Entweder weil sie sich etwas vormachen, oder weil schlicht die Umstände gegen sie sind. Diese Geschichten sind alle gut und amüsant erzählt - doch was manche davon mit der ursprünglichen Idee des Buches zu tun haben, ist mir nicht so ganz klar geworden. (Abgesehen davon, dass es sich bei Allen irgendwie um Essbares dreht.) Denn hätten sie gefehlt, wäre das Buch einfach nur dünner geworden, aber Evas Geschichte hätte es keinen Abbruch getan. So bleibe ich etwas unzufrieden zurück: Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens habe ich nicht wirklich kennengelernt (die wenigen Rezepte trieften vor Fett - oder ist das das Geheimnis?) und von Eva habe ich viel viel weniger erfahren als ich erwartet habe. Gut unterhalten habe ich mich trotzdem, und so wären es 3,5 Sterne. Aber ich will ja nicht so sein... ;-)

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Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens

Rezensionen von Xirxe:

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Die langen Tage von Castellamare von Banner Catherine

100 Jahre Familiengeschichte

1914: Für Amedeo Esposito beginnt ein neuer Lebensabschnitt, als er nach Castellamare reist, einer kleinen (fiktiven) Insel nahe Sizilien. Dort soll er seine erste richtige Stelle als Arzt antreten - es wird seine einzige bleiben. Er heiratet Pina, mit der er vier Kinder hat und übernimmt nach einem Skandal das frühere Café der Insel, das Haus am Rande der Nacht.

Gemeinsam mit ihm, seiner Familie und den anderen Bewohnern Castellamares durchlebt man die Höhen und Tiefen der letzten 100 Jahre, die aufgrund der abgeschiedenen Lage der Insel diese meist etwas verzögert erreichen.
Es ist eine wirklich schöne Familiengeschichte, in der sich all das Glück und Leid widerspiegelt, das auch dem Rest der Welt widerfährt. Amedeo wird im 1. Weltkrieg eingezogen und kehrt danach mit dem Bewusstsein zurück, diese Insel nie wieder verlassen zu wollen. Im 2. Weltkrieg werden seine und Pinas Söhne eingezogen - nicht alle kommen wieder und wenn, wird ihr weiteres Leben dadurch schwer beeinflusst. Auch der Faschismus hält Einzug auf Castellomare und zerstört den bis dahin guten Zusammenhalt der Bewohner. Nach dem Krieg erlebt nicht nur das Festland einen Aufschwung, auch den BewohnerInnen der Insel geht es zusehends besser und die bis dahin herrschenden, fast schon feudalistischen Verhältnisse beginnen sich immer mehr zu lockern. Alle bekommen Strom, der Tourismus nimmt zu, der erste Computer auf der Insel wird installiert und die nächste Generation im Haus am Rande der Nacht macht sich mit dem Café vertraut. Die Welt hält Einzug in Castellamare und in Vielen wird der Wunsch wach, auch die Welt jenseits der Insel kennenzulernen. Konflikte bahnen sich an...
Der Schwerpunkt dieses Romans liegt klar auf dem Leben der Familie Esposito, die von Beginn an eine zentrale Stelle in diesem Mikrokosmos einnimmt. Dies liegt sicherlich auch an der ursprünglichen Funktion von Amedeo als Arzt und von Pinas als Schulmeisterin. Ebenso wie danach an ihrem Einsatz als Besitzer des einzigen Cafés und damit Treffpunkt auf der Insel. Stets sind sie miteingebunden in den Klatsch, Tratsch und die Geheimnisse die auf Castellamare kursieren und so erlebt man mit ihnen all das, was eine derart enge und kleine Gemeinschaft ausmacht. Mir persönlich hätte es gefallen, wenn die Geschehnisse im Rest der Welt etwas mehr Einfluss auf die Geschichte gehabt hätten bzw. sie deutlicher dargestellt worden wären. So bleibt es aber bei einer unterhaltsamen Familiengeschichte.

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Die langen Tage von Castellamare