Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Mabla59 :
Belladonnas von Liann Zhang
Unterhaltsam, aber kein echter Thriller
Die "Belladonnas" sind eine elitäre Gruppe von Influencerinnen zu denen inzwischen auch Julie gehört.
Diese veranstalten in jedem Jahr ein Ritual auf einer luxuriösen Privatinsel
Aber von Anfang an.
Julie und ihre Zwillingsschwester Chloe werden nach dem Unfalltod ihrer Eltern getrennt adoptiert.
Während Julie in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und sich als Erwachsene ihren Lebensunterhalt im Supermarkt verdient, wächst Chloe in der New Yorker High Society in Luxus auf
Als Chloe unter mysteriösen Umständen stirbt, nimmt Julie deren Identität an und taucht ab in die Welt der Reichen und Schönen.
Und findet Aufnahme in eben jenen Club der" Belladonnas"
Aber ist es das, was sie will? Letztendlich muss sich Julie entscheiden!
Liann Zhang hat eine Geschichte geschrieben, die besonders ist, allein wegen ihrer Aktualität um die Macht der Influencer/innen
Der Schreibstil ist flott und flüssig, leicht lesbar
Aber als echten Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen. Dafür ist mir persönlich zu viel Mystery enthalten.
Nichts desto trotz eine kurzweilige Unterhaltung
Drei Sterne
Rezensionen von LeserinLu :
Mo & Moritz von Julya Rabinowich
Mut zur Ehrlichkeit
In „Mo & Moritz“ erzählt Julya Rabinowich eine Geschichte über Identität, die erste Liebe und den Mut, zu sich selbst zu stehen.
Mo stammt aus einer muslimischen Familie, die vor Krieg nach Österreich geflohen ist, und beginnt eine Friseurlehre in einem Wiener Nobelsalon. Als er sich in Moritz, einen Jungen aus einer jüdischen Familie, verliebt, beginnt er, sein bisheriges Leben zu hinterfragen.
Wie in ihren anderen Romanen mochte ich auch in diesem Julya Rabinowichs poetische Sprache und ihre ungewöhnlichen Sprachbilder. Die Grundidee der Liebesgeschichte zwischen den zwei Jungen in Wien fand ich ebenfalls überzeugend. Gleichzeitig blieb für mich Moritz’ jüdische Identität zu wenig ausgearbeitet und teilweise klischeehaft an der Oberfläche. Hier hätte der Roman mehr Tiefe vertragen. Die zentrale Botschaft des Buches, ehrlich zu sich selbst zu sein und den eigenen Weg zu gehen, hat mich aber wieder überzeugt. Auch wenn das Ende sehr positiv und dadurch etwas unwahrscheinlich wirkt, konnte ich es im Kontext der Gesamtaussage des Romans gut akzeptieren.
Rezensionen von nessabo:
Unlearn Patriarchy von Lisa Jaspers; Naomi Ryland; Silvie Horch
Breit gefächerte Beiträge für einen guten Einstieg ins Thema
Essaysammlungen sind immer eine Sache für sich und naturgemäß sprechen eine*n manche Texte mehr an als andere. Ich fand die Zusammenstellung hier aber wirklich gut gelungen, wenngleich mir der Zusammenhang zum Titel nicht immer ganz deutlich erschien. Vielleicht liegt das aber auch nur an meiner Aufmerksamkeit und die Zusammenhänge erschließen sich beim erneuten Lesen.
Ich kenne einige Autor*innen bereits aus ihren eigenen Werken, sodass nicht besonders viele neue Impulse für mich in den Texten steckten. Das liegt sicherlich auch an meiner bereits recht tiefgehenden Beschäftigung mit vielen der thematisierten Aspekte. Für Menschen, die sich diesbezüglich aber noch eher am Anfang befinden und dennoch vielschichtig eintauchen wollen, empfehle ich das Werk in jedem Fall.
Die Vielfältigkeit der Texte hinterlässt mich mit einem guten Gefühl für das große Ganze und damit auch mit ein wenig Hoffnung - dazu haben die Schreibenden mit dem ein oder anderen konkreten Handlungsimpuls auch ganz klar beigetragen. Die meisten Beiträge fand ich zudem wirklich zugänglich geschrieben, nur wenige waren mir etwas zu zäh und kompliziert. Rundum eine gute gewählte Zusammenstellung an Personen und damit auch Themen, die mein Wissen angenehm aufgefrischt und an manchen Stellen sogar erweitert hat.
Rezensionen von Ryria:
The Business Trip von Jessie Garcia
Was ist wirklich geschehen?
Zwei Frauen nehmen den selben Flug, wenige Tage später kommt langsam der Verdacht auf, dass sie vielleicht entführt wurden. Doch was ist wirklich passiert und wo sind sie jetzt?
Die Geschichte ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, zuerst lernt man beide Frauen kennen, danach ihr privates und berufliches Umfeld, während man zum Schluss der Wahrheit auf die Spur kommt.
Dies wird in kurzen Kapiteln aus sehr vielen Perspektiven erzählt - gefühlt jeder Nebencharakter bekommt seine eigenen Abschnitte. Während dies zuerst eigentlich ganz interessant war, fand ich es irgendwann eher etwas nervig. Ich hätte lieber die Hälfte der Charaktere als Erzähler gehabt und diese dafür besser kennengelernt - ehrlich gesagt konnte ich mir weder merken, was Nebenfigur Nr. 8 für Kinder hat, noch hat es mich dann interessiert.
Man erlebt die Handlung so zwar aus vielen Perspektiven, dafür halt mit deutlichen Abstrichen bei der Charaktertiefe.
Dazu kommt noch, dass ich manche Perspektiven, besonders die männlichen, auch teilweise nicht gut geschrieben und sehr klischeehaft fand. Viele waren sehr unsympathisch, sollten sie auch sein, aber nicht auf so eine übertriebene karikaturhafte Art.
Positiv fand ich jedoch die Aufteilung des Thrillers und dass die Spannung doch ganz gut gehalten wurde. Ich habe das Buch quasi am Stück weggelesen, besonders die erste Hälfte baut schön Spannung auf. Die zweite Hälfte hingegen habe ich als schwächer empfunden, auch die Auflösung war teilweise etwas vorhersehbar und konstruiert.
Insgesamt hat mich das Buch durchaus gut unterhalten, hätte jedoch mit weniger Perspektiven und stärkeren Charakteren mehr überzeugen können.
Rezensionen von PMelittaM:
Blutnacht von John Gwynne
Gelungener Abschluss der Trilogie
Orka, Elvar, Varg, Biórr und Guđvarr sind mit ihren jeweiligen Gruppen unterwegs, doch das Ziel ist klar, Orka, Elvar und Varg wollen Lik-Rifa, die Drachengöttin, besiegen während die beiden anderen hinter ihr stehen. So ist ein Aufeinandertreffen der einzelnen Gruppen nur eine Frage der Zeit.
Und dieses Aufeinandertreffen wird episch, das kann ich jetzt schon sagen.
Die Protagonist:innen haben alle ihre ganz eigenen Gründe für ihr Handeln, das hat man schon in den beiden Vorgängerbänden erfahren, und nun wird sich zeigen, inwieweit sie das erreichen können.
Meine Sympathien waren bis zum Schluss bei den drei Protagonist:innen, die man seit Band 1 begleitet, nämlich Orka, Elvar und Varg. Im ersten Band gab es nur diese drei Perspektiven, während im zweiten Band die beiden anderen dazukamen. Hier kristallisierten sich die beiden Seiten deutlich heraus, und man konnte durch die verschiedenen Perspektiven von jeder Seite erfahren. Das machte den Roman erst richtig rund. Dies setzt sich nun hier fort. Als Leser:in weiß man also sehr umfänglich Bescheid. Das wirkt sich aber nicht negativ auf die Spannung aus, eher im Gegenteil. Natürlich behält sich der Autor auch das eine oder andere Geheimnis vor, so dass es durchaus Überraschungen gibt.
Auf jeder Seite gibt es gewisse Entwicklungen mancher Charaktere, so dass man den/die eine:n oder andere_n vielleicht ein Stück weit mit anderen Augen sieht, mir ging das mit jeweils einem Charakter auf beiden Seiten so.
Neben den Protagonis:innen gibt es viele weitere Charaktere (im Anhang findet sich ein Personenverzeichnis), und eine ganze Reihe davon wuchsen mir sehr ans Herz, manchmal sind es schon die Namen, wie etwa Gunnar Bugkinn, die einem die Personen bildlich vors Auge führen. Viele davon lernt man über die drei Romane hinweg sehr gut kennen, und bedauert jeden Tod, denn Tote gibt es so einige.
Nicht nur die Charaktere wurden vor meinem inneren Auge lebendig, sondern auch die Welt und all die Wesen, oder besser gesagt Vaesen, die sie bevölkern, Davon gibt es nämlich auch einige (auch hierzu findet man im Anhang mehr), Orka hat sogar zwei als Begleiter, so dass man auch über sie einiges erfährt. Die Vaesen sind meist sehr gefährliche Wesen, die in den Auseinandersetzungen zwischen den beiden Seiten mitmischen.
Am Ende des Romans ging es mir wie so oft, ich war einerseits traurig, dass ich mich nun trennen muss, andererseits auch froh, nun die ganze Geschichte zu kennen. Über das Ende will ich gar nicht viel sagen, nur, dass ich damit zufrieden bin.
„Blutnacht“ ist ein passender Titel, denn blutig wird das Ende, aber auch episch. John Gwynne ist ein sehr spannender und atmosphärischer Abschlussband gelungen. Genrefans kann ich die Trilogie sehr ans Herz legen.
Rezensionen von div:
Leserabe Sonderausgaben - Deine große Leseraben Box von John Gwynne
mega Box
Wow - was für eine tolle Box, damit macht man wohl jedem/jeder Schulanfänger/-in eine Freude. Die Box besteht aus 3 Büchern, einem Kartenspiel, einem memory®, einem Puzzle, Sticker, Ausmal-Postkarten, Türschild, Leselineal, Papierfigur sowie einer Elternbroschüre.
Mit dieser Box werden Buchstaben, Silben und Wörter spielerisch näher gebracht.
Die Aufmachung ist absolut gelungen, so wird Freude beim Lernen vermittelt und generell Lesen spielerisch gefördert. Alles in der Box wirkt sehr stabil und hochwertig.
Die Geschichten in den Büchern finde ich auch toll - absolut für Leseanfänger:innen geeignet.
Auch die Spiele in der Box sind toll gelungen.
Auch die Elternbroschüre ist absolut gelungen - viele Tipps für das Lesenlernen sind enthalten.
Es gibt eine absolute Empfehlung dafür - das perfekte Geschenk für Erstklässler:innen.
Rezensionen von Petra:
Ehrlich & Söhne von Ewald Arenz
Kinder eines Bestatters
Wie ist es die Kinder eines Bestatters zu sein? Samuel, Johannes, Dorothea und Maria können davon erzählen. Vor weg es ist anscheinend wenig anders wie andere Kindheiten. Außer das der Umgang mit dem Tod etwas Natürliches ist, er gehört zum Leben dazu.
Der Autor erzählt über eine Familie, er lässt die Söhne Anekdoten aus ihrer Kindheit und ihrem jetzigen Leben erzählen.
Eine Kindheit in den sechziger Jahren, im Schatten von Studentenunruhen und der RAF. Eine Familie die etwas unkonventionell ist, wenn man an die anderen Geschichten denkt die es sonst aus dieser Zeit gibt. Eine Tochter wird aus Vietnam adoptiert die andere aus Indien. Die Jungs sind begeistert für jeden eine Schwester.
Ewald Arenz vermittelt das Gefühl als ob es Menschen aus Fleisch und Blut,sind, Menschen die ich kennenlernen möchte, Personen bei denen ich mir vorstellen kann, zusammen zu essen, zu lachen und auch zu weinen.
Die Figuren dieses Autors sind realistisch, sie sind lebendig, sie können jederzeit aus den Seiten des Buchs heraus treten und mit mir reden.
Es ist egal das die Geschichten die erählt werden in den Zeiten hin und her springen, es ist wie bei einem geselligen Zusammensein, auch da wird gesagt, weiß du noch als wir .... oder ich erinnere mich als wir bei Opa an der Ostsee waren. Diese Sprünge die erst irritieren und dann dazu gehören genau wie im Hier und Heute.
Rezensionen von ReiShimura:
8000 Arten, als Mutter zu versagen von Carolin Kebekus
Mutterschaft ohne Filter
Bittet man die KI um eine Beschreibung von Carolin Kebekus, dann kommen unter anderem die folgenden Schlagworte: Scharfe Beobachtungsgabe, Satire, Gesellschaftskritik und natürlich Humor. Genau diese Schlagwörter passen perfekt zu diesem Buch. Kein Wunder, denn dieses Buch ist eine sehr persönliche Angelegenheit und wie man es von Carolin Kebekus kennt, nimmt sie sich kein Blatt vor den Mund.
Carolin Kebekus schildert in diesem Buch sehr offen und persönlich ihre Erfahrungen zu den Themen Schwangerschaft und Muttersein und insbesondere ihre Erfahrungen wie ihre Umwelt mit diesem Thema umgeht. Sie schreibt über den Druck, der durch die sozialen Medien entsteht, über die Unter- und Überforderung und die oftmals unrealistischen und romantischen Vorstellungen, die mit der Mutterschaft einhergehen.
Auf ihre bekannte Art spricht die Autorin dabei die Missstände auf eine sehr humorvolle, sarkastische und manchmal auch ein wenig übertriebene Art und Weise an. Manche der Witze kommen ein wenig platt daher und den einen oder anderen lustigen Spruch von Carolin Kebekus hat man schon irgendwo anders gelesen oder gehört. Alles in allem war das Buch aber eine sehr kurzweilige und lustige Lektüre, wenn einem manchmal auch das Lachen ein wenig im Halse stecken geblieben ist.
Dennoch trifft sie den Nagel leider viel zu oft auf den Kopf und sie spricht sicher vielen überforderten und verunsicherten Neumüttern aus der Seele. Viele, der von ihr beschriebenen Szenen, Gedanken und Situationen konnte ich sehr gut nachvollziehen bzw. habe ich selbst erlebt. Carolin Kebekus vermittelt den Leserinnen mit diesem Buch sehr eindringlich, dass sie nicht allein ist mit ihren Sorgen, Ängsten und Problemen.
Obwohl ich das Buch sehr unterhaltsam gefunden habe, gibt es leider auch einen kleinen Kritikunkt von meiner Seite. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht und dafür auf den einen oder anderen lustigen Spruch verzichtet.
Die Mischung aus Unterhaltung und Gesellschaftskritik hat mir wirklich gut gefallen, daher möchte ich das Buch gerne weiterempfehlen. Meiner Meinung nach ist dies eine hervorragende Lektüre für Schwangere und Neumütter, um ihnen ein wenig den Druck zu nehmen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. All denjenigen, die mit dem Humor von Carolin Kebekus nichts anfangen können, würde ich eher von dem Buch abraten, denn wer mit der Autorin nicht zurechtkommt, wird mit diesem Buch auch nicht glücklich werden.
Rezensionen von gerlisch:
The Second Death of Locke von V. L. Bovalino
Sehr atmosphärisch
V. L. Bovalino hat in A Second Death of Locke eine Welt geschaffen, in der zwei Menschen zusammen eine magische Kraft entwickeln, die stärker ist als jedes Königreich.
Verfeindete Königreiche, Krieger, Magier und eine zerstörte und untergegangene Insel, versprechen ein faszinierendes Worldbuilding und eine düstere Atmosphäre, doch mir hat gut gefallen, dass sich die Geschichte vor allem auf das, was zwischen den Figuren geschieht, konzentriert.
Im Zentrum stehen Grey, Kriegerin, Quelle und Kindheitsfreundin von Kier dem Soldaten und Magier. Beide Figuren waren mir sofort sympathisch. Grey zeigt viel Stärke, Mut, aber auch immer wieder ihre innere Unsicherheit. Kier war am Anfang noch nicht so recht greifbar, entwickelte sich aber dann immer mehr zu einer absoluten Green Flag. Der Slow Burn, voller unausgesprochener Gefühle, Loyalität und einer tiefen Verbundenheit, wurde hier perfekt in die Geschichte mit eingebunden.
Die Handlung selbst ist durchzogen von Blut, Verrat und Intrigen. Die Intrigen und Gefahren mit denen die beiden zu tun bekommen sind atmosphärisch und spannend, allerdings fehlte mir stellenweise die Tiefe und fehlte mir ein letzter Funke, der das Buch zu einem echten Highlight gemacht hätte.
Trotzdem ein spannender und emotionaler Romantasy, der mich vor allem durch seine Charaktere gefesselt hat. Wer Geschichten mag, in denen Freundschaft und Loyalität eine große Rolle spielen, wird dieses Buch lieben.
Rezensionen von Philiene :
Dämmerung von Kjell Westö
Liebe im Krieg
Dämmerung ist ein sehr intensiver Roman über ein Paar das im Jahr 1940/41 in Finnland lebt.
Molly ist Schauspielerin, Henry ist Kriegsreporter. Zu Beginn des Romans begleiten wir Molly und lesen über Henry nur in den Briefen die er ihr schreibt. Im zweiten Teil erleben wir mit Henry die Schrecken des Krieges, dann ein Zwischenfrieden, die Beiden sind wieder zusammen, doch der Frieden hält nur kurz, Finnland wird in den zweiten Weltkrieg hineingezogen.
Die Geschichte von Molly und Henry ist so intensiv beschrieben, daß ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Da war diese aufwühlende Beziehung zwischen den Beiden und gleichzeitig die Bedrohungen der Zeit. Nichts war mehr wie es war, der Krieg deutlich spürbar, das Leben ganz anders als es einmal war.
Kjell Westõ hat einen berührende Roman geschrieben der durch seine Figuren glänzt, Beide sind einfach fazienierend und ihre Geschichte hat mich tief berührt.
Besonders war für mich das der Roman in Finnland spielt, das Land ist ja eher selten Schauplatz von Romanen dieser Zeit und war dadurch besonders interessant für mich.











