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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von clematis:

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Kohle, Stahl und Mord: Das Totenhaus von Martin Conrath

Fern der Erinnerung

Psychiaterin Jana Fäller bekommt in der Nachtschicht eine neue Patientin: eine blutüberströmte Frau Mitte dreißig ohne jegliche Erinnerung daran, wer sie ist und woher das Blut stammt. Janas Freundin, Elin Akay von der Mordkommission Essen, findet in einer verlassenen Villa die entsprechende Leiche von Ali Surat, dem Sohn des Friedensrichters Rabih Surat und vermutet anfänglich die Rivalität verschiedener Clans als Mordmotiv.

Aber es gibt bald noch andere mögliche Anlassfälle und auch mehrere Verdächtige.

Angesiedelt im Ruhrpott, geht es im zweiten Band dieser Reihe um das Ende des Kohlenbergbaus und um neue Arbeitsplätze, neue Identitätsmuster, welche die Kameradschaft und den Zusammenhalt unter Tage ablösen können. Viele Jahre nach dem Schließen der letzten Zeche werden wiederholt Mordopfer in der Stinnesvilla - mittlerweile Totenhaus genannt - gefunden, die Spur führt Elin weit zurück in jene Zeit, in der der Berg noch eine Goldgrube gewesen ist. Spannende Rückblicke und tagebuchartige kursiv gedruckte Abschnitte geben die einzelnen Puzzlestücke zur Lösung nur langsam preis, lassen die Ermittler der Mordkommission ebenso wie die neugierigen Leser grübeln und unterschiedlichste Schlüsse ziehen aus dem Wenigen, das ans Licht befördert wird. Hat man es mit einem Konflikt unter den Clans zu tun oder ist ein Serientäter am Werk? Wie passt Ali ins Geschehen und warum ist gerade das Haus eines Zechendirektors Schauplatz des Grauens? Abwechslungsreiche Themengebiete, unter anderem die therapeutische Herangehensweise an tiefgehende Erinnerungslücken, lassen den Krimi kurzweilig und flott voranschreiten, den Leser in die Atmosphäre des Ruhrpotts eintauchen und die Welt eines großen Ballungsraumes mit all seinen Konflikten erspüren.

Ein spannender Krimi mit glaubwürdigen Figuren, wie sie im realen Leben genau so vorkommen könnten und einer logisch aufgebauten Handlung rund um den toten Araber. Nicht zuletzt sind der lebendige Schreibstil und die bildhaften Szenen Grund für meine Leseempfehlung!

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Kohle, Stahl und Mord: Das Totenhaus

Rezensionen von April1985 :

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Das Dreizehnte Kind von Erin A. Craig

Düsteres Märchen, langsam erzählt

Ich habe mich im Vorfeld schon sehr auf das Buch gefreut. Ich habe mir ein düsteres Märchen erhofft, genauso Spannung und vielleicht auch ein bisschen Grusel. Leider war ich trotz der richtig guten Grundidee der Autorin letztlich enttäuscht.

Dabei hat das Buch richtig spannend begonnen.

Hazel wird als 13 Kind in arme Verhältnisse hineingeboren. Gleich nach ihrer Geburt wird sie dem Gott des Todes versprochen. Und dieser hat für Hazel eine besondere Zukunft vorgesehen. Hazel soll Heilerin werden. Doch die Gaben des Todes sind nicht nur Segen, sondern bergen auch Schattenseiten. Und diese lernt Hazel auf schmerzhafte Weise kennen.

Die Handlung ist düster und märchenhaft. Ich hatte aber beim Lesen das Gefühl auf der Stelle zu treten. Der ausschweifende Schreibstil der Autorin hat es mir nicht leicht gemacht. Hätte mich der Verlauf der Ereignisse nicht so gereizt, hätte ich wohl abgebrochen. Aber die Autorin hat es dann doch geschafft mein Interesse für Hazel so weit zu wecken, dass ich das Buch beendet habe.

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Das Dreizehnte Kind

Rezensionen von Cellissima:

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Die Insel meiner Schwester von Sara B. Elfgren

Gelungenes Debüt in der Erwachsenenliteratur

Ich habe vor Jahren die Engelfors-Trilogie von Sara B. Elfgren gelesen und fand sie toll; auch Norra Latin hatte mir gut gefallen. Als Jugendbuchautorin konnte sie mich stets überzeugen; daher war ich nun sehr gespannt auf ihr Debüt in der Erwachsenenliteratur.
"Die Insel meiner Schwester" spielt auf der schwedischen Insel Tallholmen.

Mirjam und Nia sind Halbschwestern; sie lernten sich erst im Alter von 14 Jahren kennen, hatten eine Weile Kontakt, der sich jedoch wieder verlief. Sie haben lange nichts mehr voneinander gehört und Mirjam war schon lange nicht mehr auf der Insel.
Nun wird Nia aber 40 und lädt sie zum Feiern auf die Insel ein.
Mirjams Freund hat sich gerade von ihr getrennt. Und Nia ist gefangen in einer absolut toxischen Beziehung und schafft es einfach nicht, sich zu trennen - nicht zuletzt, weil ihr Mann damit droht, sie dann umzubringen ...
Mirjam nimmt die Einladung an und reist nach Tallholmen. Nias Mann ist auch da ... und in der ersten Nacht zieht ein dunkler und gefährlicher Sturm sowohl auf der Insel als auch im Inneren aller Beteiligten auf ...
Werden alle diese Nacht überleben? Und wie wird ihr Leben danach aussehen, wie wird es danach in ihrem Inneren aussehen?
******
"Die Insel meiner Schwester" ist gut geschrieben und lässt sich auch so lesen.
Die ersten 100-130 Seiten konnten mich nicht so recht fesseln und begeistern, die Geschichte plätscherte etwas vor sich hin.
Einmal auf der Insel angekommen, änderte sich jedoch alles.
Die Figuren, die Geschichte, die Handlung waren plötzlich so fesselnd und spannend, auch und gerade auch in psychologischer Hinsicht, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, sondern unbedingt weiterlesen musste und wollte, um zu erfahren, wie das alles weitergeht und endet.
Durch geschickte, unerwartete und unglaubliche Wendungen schafft Sara B. Elfgren es, die Spannung in jeder Hinsicht ins Unermessliche zu steigern.
Die toxische Beziehung zwischen Nia und ihrem Mann steht klar im Mittelpunkt.
Es ist eine atmosphärische, spannende Geschichte, eine, die gut unterhält, aber auch sehr nachdenklich stimmt und sprachlos macht.
Nach dem eher durchwachsenen Beginn konnte "Die Insel meiner Schwester" mich sehr positiv überraschen und komplett überzeugen.
Wer Familiendramen, psychologisch interessante und spannende Romane schätzt und Geheimnisse, Gefahr und den Schauplatz Schärenlandschaft mag, dem sei "Die Insel meiner Schwester" empfohlen.
Insgesamt ist Sara B. Elfgrens Debüt in der Erwachsenenliteratur gelungen.

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Die Insel meiner Schwester

Rezensionen von Bibibabby:

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DER SCHWARZE OKTOPUS von Hanna von Feilitzsch

Interessantes Rätsel, aber zu langatmig für meinen Geschmack

Das Buch fängt richtig spannend an, mit einem Mord in den ersten Seiten. Das Tempo wird aber danach deutlich ruhiger.

Die Handlung entwickelt sich langsam und wirkt realitätsnah. Man spürt, wie viel Aufwand eine solche Ermittlung erfordert. Das ist keine CSI-Serie, es gibt keine Aha-Momente, in denen ein Hinweis die Ermittler zum nächsten Schritt führt.

Es gibt nur gewissenhafte Polizeiarbeit und das langsame Lösen der Rätsel. Mir hat es gefallen, dass der Fall vielseitig war, aber ich fand das Tempo im Allgemeinen zu langsam für ein Buch.

Den Schreibstil fand ich leider ein bisschen schwierig zu lesen. Die Autorin beschreibt alles wirklich sehr bildhaft und detailliert. Es fühlt sich an, als würde man einen Film schauen und jede Szene im Detail sehen können. Da merke ich, dass ich ziemlich schwach in Richtung Vorstellungskraft bin, und es fällt mir schwer, die Szenen in meinem Kopf zu malen. Ich fand die detaillierten Beschreibungen also manchmal ablenkend.

Die detaillierten Beschreibungen sorgen aber dafür, dass das Buch nicht nur ein Thriller ist, sondern auch eine kleine Reise nach Griechenland. Ich war noch nie dort und es ist interessant, die Landschaft und das Essen kennen lernen zu können.

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DER SCHWARZE OKTOPUS

Rezensionen von April1985:

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Das Dreizehnte Kind von Erin A. Craig

Düsteres Märchen, langsam erzählt

Ich habe mich im Vorfeld schon sehr auf das Buch gefreut. Ich habe mir ein düsteres Märchen erhofft, genauso Spannung und vielleicht auch ein bisschen Grusel. Leider war ich trotz der richtig guten Grundidee der Autorin letztlich enttäuscht.

Dabei hat das Buch richtig spannend begonnen.

Hazel wird als 13 Kind in arme Verhältnisse hineingeboren. Gleich nach ihrer Geburt wird sie dem Gott des Todes versprochen. Und dieser hat für Hazel eine besondere Zukunft vorgesehen. Hazel soll Heilerin werden. Doch die Gaben des Todes sind nicht nur Segen, sondern bergen auch Schattenseiten. Und diese lernt Hazel auf schmerzhafte Weise kennen.

Die Handlung ist düster und märchenhaft. Ich hatte aber beim Lesen das Gefühl auf der Stelle zu treten. Der ausschweifende Schreibstil der Autorin hat es mir nicht leicht gemacht. Hätte mich der Verlauf der Ereignisse nicht so gereizt, hätte ich wohl abgebrochen. Aber die Autorin hat es dann doch geschafft mein Interesse für Hazel so weit zu wecken, dass ich das Buch beendet habe.

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Das Dreizehnte Kind

Rezensionen von Marie aus E.:

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Christmas Cake und Glitzerschnee von Ursi Breidenbach

Weihnachtsgrinch trifft Weihnachtsmagie

Jenny ist der Weihnachtsgrinch schlechthin. Und da landet sie ausgerechnet im Advent in Edinburgh. Einer Stadt, die sich voll in den Weihnachtszauber wirft: Weihnachtsmärkte, Mistelzweige, Weihnachtsmusik überall.
Jenny ist beruflich dort und forscht - im beruflichen Umfeld ist sie davon einigermaßen verschont, denkt sie zumindest.

Aber sie hat eine ihr noch unbekannte Familie in Schottland und die trifft sie. Und damit auch den gutaussehenden, überaus liebenswerten Schotten Callum - ihr ahnt, wohin die Reise geht?

Auf den ersten Blick ist so eine zuckersüße Weihnachtsgeschichte ja recht einfach zu schreiben. Winterstimmung, ein Konflikt, Liebe, Happy End, fertig. Leider täuscht das, die richtige Dosis macht es aus und es kann ganz schön daneben gehen.

Hier ist aber alles vom Feinsten. Erst mal das Setting, Edinburgh im Advent muss magisch sein, nach dem Buch möchte ich das mal mit eigenen Augen sehen. Man spürt beim Lesen, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt.
Die schottische Familie von Jenny ist zudem so herzlich, das liest sich authentisch und so, als ob es sie alle tatsächlich im Real Life gibt.

Was mir besonders gefallen hat, waren die vielen kleinen Details, die die Geschichte mit Leben gefüllt haben. Die Bastelarbeiten von Jennys Oma oder Callums kreatives Arbeiten.

Ein richtig schönes Buch, um sich schnell in Weihnachtsstimmung zu bringen - allerdings mit der kleinen Nebenwirkung, dass man sofort nach Edinburgh reisen möchte.

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Christmas Cake und Glitzerschnee

Rezensionen von Ameland:

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Wem gehört eigentlich der Weltraum? von Anne Scheller

Weltraumwissen verständlich erklärt

Dieses Sachbuch aus der Reihe „Große Themen, einfach erklärt“ finde ich super. Jeweils auf einer Doppelseite wird ein Teilbereich mit kurzen, aber leicht verständlichen Infos erklärt und mit dazu passenden Illustrationen untermalt.

So erfahren wir von Anne Scheller z. B. etwas über die unterschiedlichen Schichten der Atmosphäre, die Energie der Sonne, welche Chancen und Risiken die Forschungen im und zum Weltraum mit sich bringen, aber auch etwas zu dem vielen Müll, den wir Menschen bereits im Weltraum und sogar auf dem Mond schon zurückgelassen haben und vieles mehr.

Ich kannte diese Reihe bisher nicht, bin aber so begeistert, dass auch weitere Bücher der Reihe bei uns einziehen werden.

Auch wenn das Buch kindgerecht gestaltet wurde und mit einfachen Worten diesem spannenden Thema zu Leibe rückt, so konnte ich auch als Erwachsene noch einiges dazulernen. Von mir gibt es fünf glänzende Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Wem gehört eigentlich der Weltraum?

Rezensionen von MarcoL:

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An der Kreuzung der Parallelstraßen von Gary Victor

Magischer Realismus und klare Sprache sprechen aus, was auf Haiti falsch läuft. Ein brutales Abenteuer und Machtspiel.

Gary Victor gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Haitis. Sein literarisches Schaffen zeugt meistens von einer intensiven Gesellschaftskritik - auch in seinen Krimis.
Dieser Roman, der 2000 im Original erschien, liegt nun in einer Deutschen Erstübersetzung vor. Er spielt am Ende der 1990er Jahre und erzählt von Eric, einem ehemaligen Beamten.

Strukturanpassungen und Staatswillkür, gefüttert von einem korrupten Regime, machten ihn arbeitslos – seine damalige Partnerin wandte sich sofort von ihm ab, als er ihren gewohnten Lebensstil nicht mehr finanzieren konnte. Der Hass in Eric wucherte. Er machte die Obrigkeit für sein Unglück verantwortlich und begann, in Port-au-Prince die Verantwortlichen zu suchen und zu richten. Wer ihm dabei im Weg stand, wurde kaltblütig erschossen. Sein erstes auserwähltes Opfer war der Finanzminister. Doch dieser war schlau genug, Eric weitere „Schuldige“ zu präsentieren und sich selbst als Opfer zu inszenieren. Die Jagd setzte sich fort.
Mittlerweile versank Haiti im Chaos. Eine Heiligenstatue wurde lebendig und machte ihr eigenes Rache-Ding. Spiegel wurden blind, und alles Geschriebene stand auf einmal rückwärts da. Auch die Menschen begannen, rückwärts zu sprechen. Die absolute Anarchie startete, während der Präsident und seine Untergebene in Saus und Braus lebten und sich um die arme Bevölkerung nicht kümmerten.
Die Sprache ist meistens äußerst direkt. Der magische Realismus, dem sich der Autor hier bedient, lockert einiges auf und macht es gleichzeitig bildhafter und schärfer. Das Töten von Menschen erfolgt in einer kaltblütigen Geläufigkeit, ohne Skrupel und Gewissen – und steht für das Verhalten der Regierenden gegenüber der Bevölkerung. Das Erblinden der Spiegel ist hier eine starke Metapher für den sterbenden Widerstand und die Willkür der Mächtigen.
Manche Szenen sind wirklich nichts für empfindliche Mägen. Auch der Autor selbst hat lange gezaudert, ob er den Roman in der vorliegenden Form überhaupt veröffentlichen soll, weil er ihm oftmals zu brutal vor kam.
Er tat es – und wurde dafür ausgezeichnet. Zu recht – es ist ein kafkaesker Amoklauf, der aufzeigt, was im Land schiefläuft, ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten. Das Einfließen des Magischen Realismus' ist in einem von der Voodoo Kultur geprägtem Land beinahe schon ein Muss. Auch der Titel ist sehr stichhaltig: die Lösung der gestellten Aufgaben findet Eric an der Kreuzung der Parallelstraßen – also eigentlich nirgends, erst in der Unendlichkeit.
Sehr gerne gelesen, trotz mancher schockierender Szenen, - und gerne gebe ich eine Leseempfehlung für alle, die dieses Abenteuer wagen – oder auch mal über den Tellerrand blicken wollen. Es ist eine Regimekritik der anderen Art, wie wir sie in der europäischen Literatur wohl eher kaum finden. Die Werke des Autors kann ich alle uneingeschränkt empfehlen.

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An der Kreuzung der Parallelstraßen

Rezensionen von carola1475:

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Arsen und Butterplätzchen von Christine Rechl

Vielfältige Anthologie böser Kurzgeschichten rund um Weihnachten

Der aufschlussreiche Titel und das unmissverständliche Cover deuten bereits an, was mich erwartet: ungewöhnliche Geschichten von 17 bekannten Autoren und Autorinnen rund um Weihnachten. Sie sind bitterböse, skurril, makaber, haben viel schwarzen Humor und sind größtenteils spannend.
Jede Kurzgeschichte hat ihren eigenen Charme, es geht um Beziehungsprobleme, Komplotte, Missverständnisse und einmal geht es im 17.

Jahrhundert auf einen Markt, diese außergewöhnliche Geschichte fand ich besonders atmosphärisch geschrieben. Einige Texte haben mich nachdenklich gemacht oder überlegen lassen, wie die Geschichte sich über das Ende hinaus weiter entwickeln könnte.

Die einfallsreichen Kurzgeschichten sind gut geschrieben und angenehm zu lesen und fast alle haben mir gefallen. Eine gute Idee finde ich die Kurzvorstellung der Autoren und Autorinnen samt Angabe ihrer Homepages, so dass es mir leicht gemacht wird, mich ausführlicher zu informieren.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen, es hat mir einige unterhaltsame Adventsstunden beschert.

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Arsen und Butterplätzchen

Rezensionen von Shilo:

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Das Medaillon von Ruth Saberton

Zwei Zeiten und ein Familiengeheimnis

Der Roman erzählt von zwei Zeiten, die auf besondere Weise miteinander verbunden sind. Emily Pendennys verbringt den Sommer vor dem ersten großen Krieg auf dem Familienhof. Die Erwartungen ihrer Familie liegen schwer auf ihr, während in ihr der leise Wunsch nach eigenen Entscheidungen wächst. Gleichzeitig begleitet die Gegenwart Alison Foy Trost, die in den Erinnerungen ihrer Vorfahren Halt sucht, während ihr Sohn weit entfernt im Einsatz ist.

Die Geschichten der beiden Frauen fügen sich harmonisch zusammen und ergeben ein rundes, lebendiges und gefühlvolles Bild.
Der Teil um Emily zeigt anschaulich ihren Alltag auf dem Anwesen, die strengen Regeln der Gesellschaft und die Begegnung mit einem geheimnisvollen Fremden. Ihre Unsicherheit und ihr Wunsch nach mehr werden deutlich, und man kann gut nachvollziehen, wie sehr sie zwischen Pflicht und Herz hin- und hergerissen ist.
Alisons Geschichte ist leicht zu folgen. Ihre Suche nach Antworten zeigt, wie sehr Familiengeschichten Halt geben können. Die Verbindung zu einem bekannten Kriegspoeten bringt nachdenkliche Momente in die Handlung, die sich gut einfügen. Auch ihre Sorge um den Sohn wird jederzeit auf eine natürliche Weise spürbar.
Die Sprache des Romans ist klar, angenehm zu lesen und flüssig. Viele Szenen bleiben im Gedächtnis, weil sie Wärme ausstrahlen und ein leicht melancholisches Gefühl hinterlassen. Die alten Geheimnisse werden Schritt für Schritt aufgedeckt, ohne dass die Spannung künstlich wirkt. Das Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart wirkt jederzeit glaubwürdig und lebendig.
Insgesamt ist es ein Roman, der zeigt, wie Entscheidungen über Generationen hinweg nachklingen. Die Mischung aus Geschichte, Atmosphäre und Entwicklungen hinterlässt einen bleibenden, sanften Eindruck.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Das Medaillon