Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katja K.:
Copenhagen Cinnamon 1. Delicate von Stefanie Neeb
Leichte Lektüre mit einer sehr charmanten Protagonistin
In dieser NA-Story haben mir besonders die weibliche Hauptperson Jonna mit ihrer chaotisch - liebevollen und frechen Art so wie die Hintergrundkulisse Kopenhagen und die Infos rund um das Thema Kaffee gefallen. Mads war auch ein sympathischer Protagonist, blieb für mich jedoch etwas blasser. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden erzählt.
Die Atmosphäre ist wohltuend und gemütlich, schwere Themen und Emotionen kommen zwar durchaus vor, werden aber eher oberflächlich behandelt, wodurch ich persönlich das Buch nicht ganz so fesselnd fand. Andererseits werden dadurch die Cozy Vibes nicht gestört. Am Ende kommt noch einmal Spannung auf, auch wenn ich den "Plot Twist" von Anfang an habe kommen sehen. Ich persönlich bin sehr auf den zweiten Band zu Freja und Nikolaj gespannt, da dürften die Fetzen fliegen. Fazit: Empfehlung für alle Leser*innen, die Lust auf eine leichte cozy New Adult-Geschichte mit einer Prise Spannung und Kopenhagen-Feeling haben, ohne allzu viel Tiefe zu erwarten.
Rezensionen von PMelittaM:
Animal von Tibor Rode
Spannender und berührender Wissenschaftsthriller
Ein Schwein, das seinen Besitzer auf Freilassung verklagt – das ist die Ausgangsposition dieses Romans. Eigentlich ist das in Deutschland nicht möglich, denn Tiere werden nicht als Persönlichkeiten betrachtet, sondern als Sachen, und Sachen können nicht klagen. Dass man das auch anders sehen kann, ist wahrscheinlich vielen Menschen, besonders solchen, die enge Beziehungen zu Tieren haben, klar, aber wie macht man das dem Gericht bewusst?
Es ist nicht das erste Mal, dass Tibor Rode einen Wissenschaftsthriller geschrieben hat, der unerwartet nahe an der Realität ist.
Mich konnte er bisher immer überzeugen, so auch dieses Mal. Wie nahe er der Realität tatsächlich ist, kann man in seinem Nachwort lesen, und natürlich bietet sich auch wieder viel zum Googeln an.
Es dauerte ein bisschen, bis mir die Protagonist:innen einigermaßen nahe kamen, zunächst waren sie mir alle eher unsympathisch. Ben Lorenz ist Anwalt, er möchte sich profilieren, in der Kanzlei, in der er angestellt ist, weit kommen, und dann soll ausgerechnet er die Klage für den Konzern, dem das klagende Schwein Rosa gehört, vor Gericht vertreten. Was zunächst wie eine leichte Sache aussieht, nimmt eine unerwartete Wendung. Für diese sorgt Henrik Rabenstein, der Anwalt Rosas. Dieser ist gut vorbereitet und kann einiges vorbringen, was den Richter dazu veranlasst, sich Bedenkzeit auszubitten. Beide Anwälte haben auch ihre dunklen Seiten, die unterschiedliche Auswirkungen auf die Geschichte haben. Enna van Eyck ist Tieraktivistin mit vielfältigen Problemen, sie kämpft mit allen möglichen Mitteln um Rosa.
Es gibt noch eine Reihe anderer Charaktere, die in positivem und negativem Sinne die Geschichte beeinflussen. Dazu gehört eine Gruppe Wissenschaftler, die in Mexiko zur Sprache der Tiere forschen, ermöglichen möchten, diese mit KI für Menschen verstehbar zu machen. Diese Forschungen sind ein großes Thema des Romans, und tatsächlich Teil der realistischen Seite des Romans.
Und dann ist da noch Rosa selbst, der der Autor auch eine Stimme gibt, sehr passend zu den Bemühungen der oben genannten Forscher. Als Leser:in ist man damit diesem Tier sehr nahe, wird emotional berührt, und hofft auf ein gutes Ende. Ob es ein gutes Ende gibt, wird natürlich nicht verraten, ich kann aber sagen, dass ich das Ende passend finde.
Tibor Rodes Erzählstil gefällt mir gut, er ist bildhaft, spannend und nah bei den Charakteren, aus deren verschiedenen Perspektiven er erzählt. Tiere kommen im Roman einige vor, nicht nur Rosa, sie sind alle auf ihre Art wichtig und gut in die Geschichte integriert.
Tibor Rodes Roman hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht, mir aber auch spannende und interessante Lesestunden bereitet.
Rezensionen von Tara:
The Woman in Suite 11 von Ruth Ware
Eine gelungene Fortsetzung
„The Woman in Suite 11“ ist nach „Woman in Cabin 10“ der zweite Thriller mit der Protagonistin Lo Blacklock der britischen Autorin Ruth Ware.
Inzwischen ist es mehrere Jahre her, dass ich den ersten Band mit der Journalistin Laura Blacklock – genannt Lo – gelesen habe und auch für Jo ist die Zeit nicht stehengeblieben.
Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder, arbeitet nun freiberuflich und träumt von einer Festanstellung. Als sie vollkommen überraschend eine Einladung zu einer feierlichen Eröffnung eines exklusiven Schweizer Hotels erhält, das Marcus Leidmann gehört - einem Milliardär, der eigentlich keine Interviews gibt - sieht sie darin für sich eine Chance, um wieder Kontakte zu knüpfen und nimmt die Einladung an. Aber schon beim Flug läuft alles anders als geplant und die beunruhigenden Ereignisse beginnen sich zu häufen….
Die Ereignisse werden aus der Ich-Perspektive von Lo geschildert. Dadurch sind ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehbar. Das Setting ist - wie auch schon im vorherigen Band - ein abgeschotteter Ort, aber das Buch ist trotz dieser Parallele einzigartig und unglaublich spannend.
Es sind 67 kurze Kapitel auf 416 Seiten und die Spannung scheint sich von Kapitel zu Kapitel zu steigern. Durch die unerwarteten Wendungen war es mir fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.
Die beklemmende Atmosphäre wurde für mich richtig gehend greifbar und ich habe beim Lesen fast vergessen zu atmen. Das Ende habe ich als rund und stimmig empfunden.
Bisher habe ich alle Bücher der Autorin gerne gelesen und kann auch dieses wieder empfehlen. Allerdings würde ich zunächst mit „Woman in Cabin 10“ beginnen. Der Fall ist zwar auch ohne Vorkenntnisse verständlich, aber es ist schon interessant die Charakterentwicklung von Jo zu verfolgen.
Rezensionen von Lesestern:
Auf Flügeln getragen von Rachel Scott McDaniel
Hoch über den Wolken - Genovevas Reise in die Freiheit
Hoch über den Wolken - Genovevas Reise in die Freiheit.
Ein Buch zum Abheben in höhere Sphären.
Mit dem historischen Liebes- und Kriminalroman " Auf Flügeln getragen", habe ich eine neue Autorin entdeckt" Rachel Scott Mac Daniel", die mich mit diesem tollen Roman positiv überrascht hat.
Er ist im Frühjahr 2025 bei Francke Buch erschienen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Genoveva Ashcroft, eine junge Frau der High Society, die sich stets den Wünschen ihrer Familie unterordnet und so auch einer arrangierten Ehe mit dem Zeitungsmogul Warren Hayes zustimmt, um den ehrgeizigen Pläne ihres Vaters Genüge zu tun und ihre jüngere Schwester zu schützen.
Entgegen ihrer Erwartung entpuppt sich der von ihrem Vater ausgesuchte Ehemann als charmanter Gentlemen, der ihr Herz in luftigen Höhen im Sturm erobert. Als leidenschaftlicher Flieger weckt er in ihr die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung, unterstützt sie mit Flugstunden und überrascht sie mit einem ganz besonderen Geschenk.
Der Traum dieser glücklichen Ehe platzt, als Warrens Flugzeug abstürzt und Genovevas Welt auseinanderbricht. Als die Ermittlungen zum Unglück den Verdacht einer Manipulation des Doppeldeckers nahelegen und Genoveva selbst in das verworrene Netz der Tatverdächtigen gerät, flüchtet sie und beginnt mit einer neuen Identität unter großer Gefahr selbstständig zu ermitteln...
Mein Leseeindruck:
Ich habe diesen Roman Seite für Seite genossen und mit anhaltender Spannung bis zum überraschenden Ende verfolgt.
Die historische Zeit der Goldenen Zwanziger Jahre , die Einblicke in die Kunstfluggeschichte und der Glaube an einen Gott, der Himmel und Erde in seinen Händen hält, sorgen für eine faszinierende Handlung, unterstützt durch wunderbare Protagonisten.
Mein Fazit:
Ein Buch, das fasziniert, mit überraschenden Wendungen fesselt und uns ein Lesevergnügen par Excellence serviert.
Rezensionen von Ele:
Der Nachbar von Sebastian Fitzek
Er passt auf dich auf
Der Nachbar, Psychothriller von Sebastian Fitzek, ein Droemer EBook
Wer ist der Nachbar?
Sarah Wolff ist Anwältin, als sich ihr Ehemann als Säureattentäter und Psychopath entpuppt, versucht sie mit ihrer Tochter unterzutauchen. Soe leidet an Monophobie, das bedeutet, dass sie Einsamkeit nicht aushält.
Kurz nachdem ihr Ex, einige Tage vor seiner Entlassung, aus der Haft verschwindet, hat Sarah immer mehr das Gefühl, dass sie gestalkt und beobachtet wird. Irgendjemand ist ganz nah an ihr dran, in ihrer Wohnung und überall in ihrem engsten Umfeld.
Der Roman besteht aus 83 kurzen knappen Kapiteln. Die Sprache ist sehr bildmalerisch und flüssig. Fitzek formuliert schlagkräftig und auf den Punkt, das passt gut zu einem Thriller und gefällt mir, dass Buch lässt sich angenehm und schnell lesen.
Die Personen und Fakten werden gut eingeführt, Lesefluss stellt sich sofort ein. Die erste beiden Drittel des Buches habe ich genossen, der Spannungsbogen war sehr hoch und ich bin nur so durch die Zeilen geflogen. Nachdem mir das Kalendermädchen nicht zugesagt hat, habe ich es regelrecht genossen.
Doch dann ging es los. Unzusammenhängende Geschehnisse, Fakten an den Haaren herbeigezogen. Geschehnisse aus jeder Ecke geholt, die einfach nicht nachvollziehbar für mich waren. Figuren und was mit ihnen geschah nicht authentisch und unlogisch. Kleines Beispiel, eine Figur ist beinahe getötet worden und im Koma, erwacht auf der Intensivstation, steht auf und rennt durch die halbe Stadt, einen Feuerlöscher als Waffe benutzend. Es tut mir echt leid, ich habe es gerne noch einmal probiert aber der Autor und ich werden wohl niemals zusammenkommen.
Mir war das letzte Drittel einfach zu unlogisch, Plot-twists und unvorhersehbare Wendungen zuhauf, Figuren aus allen Winkeln kommend, wie bestellt – oder gestellt. Wer Fitzek mag, der kann dieses Werk sicher genießen ohne die Handlung infrage zu stellen. Fitzek polarisiert.
Mir reicht das nicht, der Beginn war nicht schlecht, deshalb insgesamt 3 Sterne von mir.
Rezensionen von gerlisch:
Hidden Shadows von Sophia Chase
Die Familie steht über allen Dingen
Jodie ist Studentin und betreibt einen True-Crime-Kanal, der sich mit allen Mordfällen befasst. Bei ihren Rechercen zu einem angeblichen Selbstmord in den 70er Jahren begibt sie sich gemeinsam mit dem Enkel der Toten, Harry Ramsay auf Spurensuche. Jodie lässt sich von Harry immer mehr in seinen Bann ziehen, doch kann sie ihm auch vertrauen?
Durch unterschiedliche Perspektiven in der Vergangenheit und der Gegenwart erhält die Story mehr Dynamik.
Allerdings konnte mich der Schreibstil leider nicht so fesseln, wie ich es gern gehabt hätte. Durch die teilweise flapsige Sprache und einigen Längen in den Handlungen, hatte es die Geschichte schwer, bei mir anzukommen.
Gefallen haben mir die Passagen in der Vergangenheit aus Sicht von Alice. Ihre Gefühle und ihr schweres Los in der Familie haben mich sehr berührt. Die Gefühle zwischen Jodie und Harry sind gar nicht bei mir angekommen, die Romance hätte die Autorin auch gern weglassen, oder eher nur angedeutet in die Geschichte einfließen lassen können.
Kleine überraschende Wendungen sorgten aber immer wieder dafür, dass ich das Buch gerne weitergelesen habe. Zum Schluss bleiben noch offene Fragen, die sicherlich im Folgeband geklärt werden.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso
Ein gelungener Mix aus Historischem und Fantastischem
Die elfjährige Lisavet lebt mit ihrem Vater Ezekiel über dessen Uhrengeschäft. In der Reichspogromnacht schützt Ezekiel seine Tochter indem er sie in einer geheimnisvollen Bibliothek versteckt, in der die Erinnerungen der Menschen bewahrt werden. Damit befindet sich Lisavet an einem Ort außerhalb von Raum und Zeit.
Während sie auf ihren Vater wartet, merkt sie, dass sie Zeithüter nicht alle Erinnerungen bewahren, sondern auch welche zerstören. Sie beginnt diese aufzuschreiben, damit sie nicht verloren gehen.
Es ist total spannend zu lesen wie Lisavet durch die Erinnerungen streift und zu erfahren, wie unterschiedlich die bewahrten Erinnerungen der Menschen sind.
Allerdings lässt sich das Buch nicht leicht lesen, da die Handlung recht komplex ist und es auch immer wieder zum Nachdenken anregt. Es ist eine ganz ungewöhnliche Mischung aus Historischem, Fantastischen, Lovestory, Spannung und Gesellschaftskritik mit einem grandiosen Setting.
Die Autorin hat ihre Charaktere gut ausgearbeitet, so dass sie authentisch wirken.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat mich der Roman total gepackt und ich habe mich komplett darin verloren. Es ist der perfekte Lesestoff für Buchliebhaber, Fans von historischen Romanen aber auch auch für Liebhaber von magischen, fantastischem Lesestoff. Ich denke, dass dieses vielschichtige Buch eine sehr breite Leserschaft anspricht und empfehle es gerne weiter.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Anerkennung ändert alles von Barbara Strohschein
Anspruchsvolles Sachbuch auf Basis der Philosophie und Psychoanalyse
In ihrem neuen Buch betont die Psychologin und Philosophin Barbara Strohschein die Wichtigkeit der Anerkennung für zwischenmenschliche Beziehungen. Die Grundlage des Buches sind philosophische und psychoanalytische Theorien zu Themen wie bewusste und unbewusste Abwehr, Verdrängung oder Flucht, Bewusstsein und Werte.
Diese Themen nehmen im Buch großen Raum ein und werden auf hohem Niveau diskutiert.
Aufgelockert wird das Buch durch viele Fallbeispiele zu zwischenmenschlicher Kommunikation, Missverständnissen und Möglichkeiten, diese zu klären, auf Basis einer fundierten Selbstreflexion auch Verständnis für das Gegenüber zu entwickeln und damit die private oder berufliche Beziehung zu verbessern. Diese beschäftigen sich sehr oft mit aktuellen Themen wie dem Klimawandel oder der Corona-Pandemie und dem gesellschaftlichen Umgang damit.
Am Ende des Buches findet sich noch ein praktischer Leitfaden zur Analyse der eigenen Person, des Gegenübers und der Sachebene, der dabei helfen kann, anhand verschiedener Impulsfragen die jeweilige Konfliktsituation zu analysieren und neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Insgesamt richtet sich das Buch von seinem Anspruch her klar an eine sehr gebildete und an diesen Bereichen interessierte Leserschaft mit Vorwissen in Psychologie und Philosophie. Wer sich sonst nicht viel mit anspruchsvollen Theorien beschäftigt und einfach nur einen praktischen, gut anwendbaren Ratgeber sucht, für den sind sicher andere Werke besser geeignet. Für Menschen, die sich auf das hohe akademische Niveau dieses interessanten Fachbuches einlassen möchten, finden sich auf jeden Fall viele inspirierende Anregungen zur persönlichen und zwischenmenschlichen Weiterentwicklung darin.
Rezensionen von cosmea:
Affenliebe von Natasa Dragnic
Die Liebe - ein Affentheater
Ein 64jähriger Professor für Komparatistik an der Freien Universität Berlin enthält eines Tages nach einem Vortrag über die französische Literatur des 19. Jahrhunderts einen Brief von einer ihm unbekannten Frau namens Monika Wimmer, die sich für seinen Vortrag bedankt, in dem es u.a. um Flauberts Affenmenschen ging, und ihm ein Bild von einem im Bett schlafenden Affen schickt.
Affen spielen im Leben des Professors eine besondere Rolle. Schon seine Mutter ließ sich als Kind in Afrika von einem kleinen Affen über den frühen Verlust ihrer Eltern trösten. In seinem eigenen Leben gab es jahrelang einen mutterlosen Affen aus dem Zirkus nebenan. Deshalb berührt ihn der Brief der Unbekannten besonders, und es kommt zu einem regen Austausch von E-Mails. Der Professor verliebt sich in Monika Wimmer, und sie treffen sich in einem Hotel in Berlin. Obwohl beide sich offensichtlich zueinander hingezogen fühlen und einander sehr nahekommen, weist sie ihn letztlich zurück. Der Professor versucht, sie in Bremen aufzuspüren, muss aber einsehen, dass diese Liebe keine Erfüllung finden wird. Zum Glück findet der Professor in Taxifahrer Hamdi einen Freund, der ihm in dieser schweren Stunde hilft.
“Affenliebe“ erzählt eine witzige und teilweise skurrile Geschichte von Liebenden, die es schwer haben, ihre Liebe zu leben, weil es da Konkurrenz gibt. Schon seine Mutter musste sich entscheiden, wen sie mehr liebt: einen Affen oder einen Menschen. Dabei sehnen wir uns alle nach Liebe, Lust und Leidenschaft. Ich habe diesen ungewöhnlichen Roman gern gelesen. Gut, dass nicht jeder mit der Entscheidung zwischen Affe oder Mensch konfrontiert ist…
Rezensionen von Tara:
Wolfskälte von Laura McCluskey
Atmosphärisch & düster
„Wolfskälte“ ist das Debüt der in Melbourne lebenden Autorin Laura McCluskey.
Die Handlung ist auf Eilean Eadar angesiedelt, einer kleinen schottischen Insel, auf der gerade einmal 206 Einwohner leben. Nachdem der achtzehnjährige Alan Ferguson dort ums Leben kommt und unklar ist, ob es sich um einen Mord oder einen Selbstmord handelt, werden die beiden schottischen Polizisten Georgina - genannt George - und Richie dorthin geschickt, um den Fall zu klären.
Bereits auf den ersten Seiten wird die Atmosphäre der Umgebung so eindrucksvoll geschildert, dass ich direkt Gänsehaut bekam. Es sind aber nicht nur die äußeren Gegebenheiten, die ein unwohliges Gefühl hervorrufen, auch die Inselbewohner verhalten sich ausgesprochen merkwürdig. Die meisten sind abweisend und wortkarg. Sie scheinen den beiden Ermittlern eine regelrecht feindselige Einstellung entgegenzubringen.
Die einzelnen Charaktere werden detailliert dargestellt. Direkt zu Beginn lernen George und Richie die Postmeistern Kathy kennen, die ihnen die alten Logbücher der Leuchtturmwärter überreicht, von dessen Sturz Alan sein Leben verloren hat. Auch die Leuchtturmwärter hat zu Beginn des Jahrhunderts ein mysteriöses Schicksal ereilt.
Könnte dies im Zusammenhang mit Alans Tod stehen?
Diese und viele weitere Fragen haben sich bei mir während des Lesens aufgetan.
Die Charaktere sind nur schwer zu durchschauen und die beiden Polizisten kommen bei ihren Ermittlungen nur schwer voran. Dazu kommt, dass auch George eine Vergangenheit mit sich bringt, die ihr das Leben nicht erleichtert. Sie und ihr älterer Partner Richie sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die sich gut ergänzen und mir sympathisch waren.
Es dauert eine ganze Weile bis Spannung aufkommt. Das Buch lebt viel mehr von seiner düsteren und beklemmenden Atmosphäre sowie seinen interessanten und undurchsichtigen Charakteren. Dennoch war ich sehr gefesselt und wollte unbedingt erfahren, was sich in diesem kleinen Dorf ereignet hat und warum die Bewohner so abweisend sind.
Das Ende war für mich überraschend aber rund und stimmig. Mir hat die mysteriöse Stimmung ausgesprochen gut gefallen und der Roman war einfach einmal anders als andere Krimis. Von daher bin ich jetzt schon sehr gespannt, was wir als nächstes von Laura McCluskey zu lesen bekommen.











