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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von lesen=liebe:

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Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald von Katrin Pokahr

Einschlafen mit Herrn Hütchen

Herr Hütchen bringt jeden Abend die Tiere des Waldes ins Bett – gewissermaßen das Sandmännchen des Waldes. Dabei wird er immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, die er mit seinem ruhigen und gelassenen Wesen mühelos meistert. Die Geschichten von Herrn Hütchen und seinen Tieren sind leicht verständlich, haben eine angenehme Länge und eignen sich wunderbar zum Vorlesen vor dem Schlafengehen.

Wir haben jeden Tag zwei Geschichten gelesen. Besonders schön ist, dass jede Geschichte mit einem Gutenachtlied endet. Dieses Lied ist ein liebevolles Ritual, auf das die Kinder jedes Mal gewartet haben.

Herr Hütchen ist sehr geduldig, freundlich und voller Verständnis. Seine ruhige Art beruhigt nicht nur die Tiere in den Geschichten, sondern auch die kleinen Zuhörer*innen. Alle Charaktere sind liebevoll gestaltet, doch Herr Hütchen ist eindeutig der Star. Die Illustrationen sind wunderschön und machen das Buch zu einem kleinen Schatz.

Zu Beginn des Buches gibt es einen Plan – einen Weg durch den Wald –, auf den die Kinder nach jedem gelesenen Kapitel ein Bild kleben können. Die Ausschneidebilder findet man ganz hinten im Buch.

Wir kennen bereits Band 1 von Herrn Hütchen und sind ebenso begeistert vom zweiten Buch. Schön ist, dass sich das Eichelmännchen und sein Gefährte, der Wecker Klickklack, noch einmal vorstellen. So kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen und benötigt keinerlei Vorwissen. Ein sehr empfehlenswertes Buch mit warmherzigen Gute-Nacht-Geschichten.

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Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald

Rezensionen von MariasBooks:

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Das Signal von Ursula Poznanski

Diese Buch ist der Inbegriff von "WTF ist hier los?!"


ZUM BUCH
Das Signal ist ein Thriller aus der Feder von der Wiener Autorin Ursula Poznanski.
Diese kennt man bereits von unzähligen Thrillern wie Erebos, der Vanitas-Reihe etc
Das Buch ist im Knaur Verlag erschienen.

GESTALTUNG / AUFBAU
Ich habe das Buch als eBook gelesen.
Mir persönlich gefällt das Cover sehr gut/weniger gut und es gibt sehr gut wieder, um was es in diesem Buch geht.

Mit hat gut gefallen, dass eine Karte am Beginn des Buches eingefügt wurde, vor allem da es bei Tracking ja oft um Standorte geht und man so gut nachvollziehen konnte, wo sich die Personen gerade befinden.
Ansonsten ist das Buch eher schlicht gestaltet. die Kapitelüberschriften sind nur einfache Nummern.
Was mich gestört hat, wie mit Chatnachrichten umgegangen wurde. Diese wurden im Fließtext eingefügt und waren oft schwer herauszulesen. Hier hätte ich mir stattdessen eine Gestaltung in Form von Chat-Sprechblasen gewünscht.
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Viola geschrieben und wird nur aus ihrer Sicht erzählt. Was uns auch schon zu den Charactere des Buches bringt.

CHARACTERE
Generell bin ich ein Fan davon, wie Ursula Poznanski Charactere schreibt und erfindet. Ihre Charactere machen keine großen Entwicklungen durch, sondern ihre Bücher leben davon, dass sie alle Seiten der Charaktere Stückchenweise zum Vorschein bringt und sich so die Sicht der Lesenden auf die Charactere verändert. Diese Offenbarungen sind oft sehr Überraschung und in meinem Augen machen genau diese Dinge ihre Bücher so süchtigmachend. Denn man weiß nie, wer jetzt wirklich gut oder böse ist, weil sich das mit jeder neu entdeckten Sicht, immer komplett umdrehen kann.

STIMMUNG
Ursula Poznanski hat ein gutes Gespür darin, das thrillerartige "WTF ist hier los" Gefühl aufrecht zu erhalten und das man ständig wissen will, wie es weitergeht.

Was mir BESONDERS GUT gefallen hat, dass sich die Auflösung dieses Mal realistisch und nachvollziehbar angefühlt hat. In vielen Thrillern wird es oft an den Haaren herbeigezogen, doch dieses Mal fand ich es ganz gut gelöst.
Auf ein paar Plottwists bin ich mit der Zeit selbst drauf gekommen, aber ich wurde auch von einigen Dingen kalt erwischt, was mir sehr gut gefallen hat.
Mit hat auch gut gefallen, wie technische Informationen eingestreut wurden, aber eher so nebensächlich, dass man sich nicht zu sehr damit überfordert gefühlt hat.

Was mir WENIGER GUT gefallen hat, war wie oben genannt, die Gestaltung der Textnachrichten.

FAZIT
Dieses Buch ist in meinen Augen wieder eines der besseren Bücher von Ursula Poznanski, das die modernen Technikthemen ihren Jugendthriller mit Erwachsenen Personen ihrer Normalen Thriller kombiniert, was mir, die mit ihren Büchern erwachsen geworden ist, sehr gut gefällt.

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Das Signal

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Liebe auf den ersten Blick von Nelly Berlin

Wenn die Liebe alles durcheinander bringt

Ich mag die Bücher von Nelly Berlin sehr, ihr Schreibstil und die Figuren sind immer so schön leicht und authentisch, dass man sich gut darin wiederfindet.
So war ich auch kurz nach den ersten Seiten völlig im Buch gefesselt : Emmy, Helia und Ina sind drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Emmy ist Biochemikerin, Helia Chirurgin und Ina möchte die Nachfolge ihres Vaters in einer der Hohenfeld Kliniken antreten.

Alle drei arbeiten viel und sind zielstrebig, aber mit der Liebe klappt es bei allen nicht so gut. Und dann plötzlich tauchen Gefühle auf, die die drei völlig durcheinander bringen.
Die Autorin hat hier einen sehr bildhaften und auch unterhaltsamen Roman geschrieben, der mich sehr gut unterhalten hat.
Die Figuren haben mir sehr gefallen und gerade, weil sie so verschieden sind, findet man sich auf jeden Fall immer ein Stück weit in einer der Protagonistinnen wieder. Die Geschichte ist spannend, lustig und auch authentisch und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durch gelesen – das war eine wirklich schöne Lesezeit.
Von mir gibt es dafür eine klare Herzensempfehlung : Emmy, Helia und Ina sind auf jeden Fall ein tolles Mädels-Trio, das von ihrer Freundschaft getragen wird.

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Liebe auf den ersten Blick

Rezensionen von Lara:

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Firewatch von Colin Hadler

Ein Spiel mit Zweifel und Vertrauen

Firewatch von Colin Hadler lebt von der Kombination zweier scheinbar widersprüchlicher Genres. Aaron, der beste Freund des Protagonisten Robin, ist verschwunden und vermutlich ermordet worden. Nachdem die Polizei den Fall schließlich ad acta legt, beschließt Robin, selbst zu handeln. Er nähert sich jener Person, die Aaron zuletzt lebend gesehen hat und mit hoher Wahrscheinlichkeit der Täter sein muss: Kian, der sich im Laufe der Handlung zunehmend in Widersprüche verstrickt.

Doch schon bald geraten auch Robins eigene Gedanken und inneren Stimmen ins Wanken, sodass er nicht mehr weiß, was er glauben kann - und was er fühlen darf.

Die Figuren des Romans sind sorgfältig ausgearbeitet und verfügen über komplexe Hintergründe, die ihr Handeln nachvollziehbar machen, ohne dabei auf platte Klischees zurückzugreifen. Die Handlung ist hervorragend strukturiert: Leser:innen wissen stets nur so viel wie Robin selbst und zweifeln daher gemeinsam mit ihm an Aussagen und Motiven der Menschen um ihn herum. Die Spannung wird bereits in den ersten Kapiteln aufgebaut und über die gesamte Länge des Buches auf hohem Niveau gehalten, sodass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen.

Auch die Liebesgeschichte fügt sich nahtlos in die Handlung ein und wirkt weder konstruiert noch fehl am Platz. Dennoch bleibt Firewatch in erster Linie ein Thriller und ist als solcher auch allen Fans des Genres absolut zu empfehlen.

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Firewatch

Rezensionen von DoraLupin:

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Das Haus in Charlottenburg von Beate Sauer

Toller historischer Roman mit interessantem Themengebiet

Deutsches Kaiserreich um 1890: Die junge Elise träumt davon, sich als Schneiderin einen Namen zu machen und erreicht es, in einem renommierten Modeatelier angestellt zu werden. Die krassen sozialen Ungerechtigkeiten sind in Berlin unübersehbar. Elise kann sie nicht gutheißen, nimmt sie aber als unabänderlich hin.

Bis sie den Architekten Johann kennenlernt, der um genossenschaftliches Bauen kämpft. Die beiden verlieben sich ineinander. Als ein Schicksalsschlag Johann davon abhält, den Wohnungsbau selbst voranzutreiben, werden seine Pläne fortan zu ihren. Sie will eine Heimat für bedürftige Menschen schaffen. Dieses Ziel verfolgt sie trotz ihrer skrupellosen und zu allem entschlossenen Gegnerin, Baronin von Rienäcker, die Elise das Liebste zu nehmen droht – ihre und Johanns kleine Tochter.

Der Schreibstil liest sich sehr locker und leicht, die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin und ich wollte in jeder freien Minute wissen wie es weitergeht! Das Buch ist aus Sicht von Elise und Johann geschrieben, aber auch die Sicht der Baronin von Rienäcker kommt im Buch vor und dies fand ich anfangs ungewöhnlich, hat mir dann aber so gut gefallen, dass es in meinen Augen sogar die interessantesten Passagen waren! Die Personen-egal ob sympathisch oder weniger- wurden alle sehr gut gezeichnet und handeln immer authentisch. Und eine solche Antagonistin in einem Roman, die so viel Tiefe mitbringt, das erhält man auch selten.

Das Buch ist aber auch wegen seines interessanten Themas, dem genossenschaftlichen Bauen sehr interessant. Man erlebt sehr nah und lebendig die Wohnungsnot der Menschen damals mit und muss als Leser schon ein paar mal schlucken wenn man über die Zustände liest. Aber auch ausserhalb dem Bereich Wohnen und mieten erkennt man immer wieder wie mächtig die Reichen damals waren und das für die andere Gesetze geherrscht haben als für die Menschen in Armut. Man lernt damalige Gesetze kennen auch wenn sich nicht alle daran halten und erhält einen guten Gesamtüberblick über die Stadt Berlin und seine Menschen in der damaligen Zeit.

Es gibt immer wieder überraschende Wendungen mit denen man so nicht gerechnet hat, das Ende ist mir in manchen Dingen ein klein wenig zu unrealistisch und zu "Happy" aber das darf es bei einem Roman ja auch mal sein.

Auf jeden Fall ein ganz toller historischer Roman, den man nur weiterempfehlen kann! Authentische und tiefe Charaktere, eine spannende Handlung und das interessante Thema genossenschaftliches Bauen machen den Roman einzigartig und wunderbar zu lesen. Große Leseempfehlung von mir!

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Das Haus in Charlottenburg

Rezensionen von Kathie:

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Ungelöst - Die erste Zeugin von Arno Strobel

Hohe Spannung und Nervenkitzel

Arno Strobel ist immer ein Garant für hohe Spannung und Nervenkitzel. Auch dieser Thriller hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Verbindung von Cold Case, moderner Ermittlungsarbeit und persönlicher Vergangenheit fand ich gleich interessant. Medizinstudentin Luisa ist eine authentische und interessante Protagonistin.

Es gibt Verbindungen zu einem früheren Werk, der Roman lässt sich aber ohne Vorkenntnisse problemlos lesen. Das ermittelnde Team ist jedoch neu.
Nach der Haftentlassung von Joachim Lichner verschwinden erneut Mädchen. Luisa Menkhoff, selbst einst entführt und mit eidetischem Gedächtnis, hilft Kommissar Ramin Brunner bei den Ermittlungen. Ein alter Fall verbindet sich mit einem aktuellen Vermisstenfall. Es ist durchgehend spannend von Anfang bis Ende.
Auch die vielen unerwarteten Wendungen und falschen Fährten machen es aufregend.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und rasant. Spannende Unterhaltung, die sich super schnell lesen lässt.

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Ungelöst - Die erste Zeugin

Rezensionen von Bockonia:

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Moosland von Katrin Zipse

Eine Frau, ohne Worte, das Nachwirken des Krieges und ein leiser Neuanfang

Wirklich wahr, dass Island 1949 auf der Suche nach Arbeitskräften für ihrer Landwirtschaft, in Deutschland junge Frauen aufrief, sich für ein Jahr zu verpflichten. 300 folgten diesem Aufruf, sich in der rauen Naturlandschaft der Insel nützlich zu machen. Und dann beginnt diese fiktive Geschichte.

Elsa, eine von den Erlebnissen des vergangenen Krieges immer noch zutiefst verletzte Seele, geht diesen Schritt. Sie kommt auf einem einsam gelegenen Hof unter. Die Sprache und die von der weiten Landschaft geprägten Menschen sind ihr fremd. Und diese Fremdheit, sie ist so greifbar, unheimlich, kalt, auf beiden Seiten. Die junge Frau spricht nicht, schweigt, ob der grauenhaften Erinnerungen, mit seinen bitteren Verlusten, die der zurückliegende Krieg ihr beschert hat. Und die Bauernfamilie, auch hier hält ein Geheimnis sie geradezu gefangen. Doch die gemeinsame harte Arbeit, die Zeit an sich und auch die eine Person, die mit ihrem doch zugewandtes Wesen Elsa einlädt, das gleiche zu tun, langsam vollzieht sich ein Wandel. Und es wird tatsächlich der Neuanfang, den sich die junge Frau, bewusst oder unbewusst, ersehnt.
Diese leise zarte Geschichte, von der Naturlandschaft Islands umhüllt, fast schon getragen, sie bewegt die Leser auf sehr berührende Weise. Und vieles von den wunderbaren Naturbeschreibungen spiegeln so ergreifend das eigene Erleben der Protagonistin wieder, man 'fühlt' ganz tief in sie hinein. Denn nach außen hin bleibt vieles unausgesprochen. Und trotzdem ist man ganz nahe dran, wenn die anfängliche Sprachlosigkeit, wenn in mehr wie einer Weise einfach die Worte fehlen, sich langsam wandelt und diese Wandlung auch möglich macht, in einem gewissen Umfang selbst zu heilen.
Ein wunderschönes kleines Buch, mit viel Seele.

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Moosland

Rezensionen von clematis:

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You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

35 Jahre retour

Nach 35 Jahren hat sich die Liebe zwischen Adam und Jules schon abgenützt, Kleinigkeiten lösen Reibereien aus, der Alltagstrott wird zum zermürbenden Hamsterrad. Als Jules endlich den Schuppen ausmistet und alte Musikkassetten zum Sperrmüll bringen möchte, entdeckt Adam zahlreiche selbst bespielte Tapes mit ihrer Lieblingsmusik und persönlichen Botschaften.

Durch das neuerliche Abspielen und Anhören begeben sich Adam und Jules auf eine Zeitreise zurück zum Beginn ihrer Liebe im Jahre 1989.

Abwechselnd erzählt das Autorenduo aus Adams und Jules Sicht den Stand der Dinge. Jules erwacht aus einem Traum, der mit ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert, so lebendig und bildhaft geht es hier zu. Nach einer Bestandsaufnahme über die nunmehr 35jährige Beziehung kommen auch schon die eingangs erwähnten Mixtapes zur Sprache und wir reisen mehrfach in der Zeit zurück, um zu erfahren, wie Jules und Adam einander kennengelernt haben und auf welche Weise sich ihre Persönlichkeiten entwickelt haben. Was, wenn nicht alles so gekommen wäre, sondern das Leben andere Abzweigungen genommen hätte? Hätte man einen Schicksalsschlag abwenden können, eine andere berufliche Laufbahn einschlagen oder besser auf seine Gesundheit achten können? Was, wenn man im Nachhinein noch das ein oder andere Rädchen verstellen und der Geschichte einen positiveren Verlauf geben könnte? Die Handlung springt also munter zwischen den Figuren und verschiedensten Zeitpunkten hin und her und bietet allerlei Möglichkeiten, den Plan des gelebten Lebens neu zu denken. Was dabei herauskommt und wie die beiden Hauptfiguren damit umgehen, das erzählt dieser Roman, dessen Idee mir gut gefällt. Leider ist aber der Funke nicht wie erwartet übergesprungen, weder das Ehepaar selbst noch die weiteren Personen haben mich emotional berührt und die doch oft recht phantasiehaften Szenen lesen sich nicht unbedingt glaubwürdig und überzeugend. Die Erkenntnisse am Ende wiederum passen gut als Anregung zum Nachdenken und Nachahmen. Ebenso sind die flüssige Schreibweise und die umfangreiche Playlist positiv hervorzuheben.

Dieser teilweise sciencefictionähnliche Roman beleuchtet die ganz alltäglichen Schwierigkeiten einer langjährigen Ehe und bietet unterhaltsame Auswegmöglichkeiten aus dem Routinegeschehen. Der Humor trifft zwar nicht ganz meinen Geschmack, wird aber bestimmt eine größere Leserschar ansprechen.

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You and Me - Die zweite erste Liebe

Rezensionen von Petra:

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Fünf Fremde von Romy Fölck

Im Sturm

Auf Neuwerk sind vor 30 Jahren zwei Jugendliche verschwunden. Dieses Unglück hat für alle Nachwirkungen. Freunde, Verwandte, Inselbewohner, Lehrer und Besucher. Jeder hat davon erfahren, keiner weiß was passiert ist. Nun im Jahr 2025 treffen verschiendene Personen auf die Insel ein, aus verschiedenen Gründen alle stehen irgendwie im Zusammenhang mit dem damaligen Ereignis.

Ganz langsam führt uns die Autorin an die Ereignisse damals und heute heran. Wir erleben mehr von dem nahendne Sturm als von den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten. Die kleine Insel mitten im Orkan, dieses klaustropobische Setting überträgt sich beim Lesen. Der laute unheimliche Wind, das Knarren der Bäume und Dächer, die Wucht der Böen, es ist als ob man es spürt. Über allem liegen die Unsicherheiten, warum sind diese Personen auf der Insel, die eine weil sie eine Auszeit vom Job braucht und sich um ihre Mutter kümmern will, die andere um eine alte Freundin zu besuchen, Das sind ganz allgemeine Themen aber unterschwellig ist da mehr. Darüber erfahren wir nach und nach. Auch was vor dreißig Jahren passiert ist. Ganz langsam erleben wir Teenager im Schullandheim, harmlose Streiche, erste Liebeleien usw. Die Steigerung der Erwartung wann kommt es zum Verbrechen oder einem anderem Ereignis ist kaum auszuhalten. Immer mehr Hinweise, Indizien, begonnene Gespräche. Allmählich reimt man sich als Leser etwas zusammen. Dann das fulminante Ende. Mit allem war zu rechnen, aber das was dann kam nicht. Soviel verqueres Denken kann man sich kaum ausdenken, aber nach dem Sacken lassen, erscheint es auf eine absonderliche Art logisch. Schrecklich, abartig, Rache eben.

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Fünf Fremde

Rezensionen von clematis:

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Das gute Leben von Nadine Schneider

Generationen

Anni ist tot und Christina, ihre Enkelin, steht vor dem Erbe, einem Haus in der Nähe von Nürnberg. Aber anstatt dass sie rasch alles ausräumt und Ordnung schafft für den Verkauf, schweifen ihre Gedanken zur Oma, bei der sie aufgewachsen ist und lässt deren Leben Revue passieren – Annis Neuanfang in Deutschland, nachdem sie Rumänien verlassen hat, ein fordernder Job bei der Quelle und ein kleines Kind, das sie alleine aufziehen hat müssen.

Voller Poesie und doch so nah an der harten Realität schreibt Nadine Schneider, bildhaft und gefühlvoll fließen die Szenen aus ihrer Feder und verschwimmen fern jeglicher Chronologie zu diesem wunderbaren Roman. Vier Generationen haben teil am Geschehen, manche nur am Rande, Anni deutlicher und Christina als Ich-Figur muss schlussendlich die Scherben aufsammeln und aus der Geschichte ihrer Vorfahren ihr eigenes Leben zurechtzimmern. Aus den unterschiedlichen Blickwinkeln von Anni und Christina wird das Leben von vier Frauengenerationen betrachtet und besonders der Einfluss der Altvorderen auf ihre Nachkommen dargestellt. Was erwarten die Älteren, wie fühlen die Jüngeren, hat jemand Schuld am Lebensfluss der anderen in der Familie? Wer darf Vorhaltungen aussprechen und wer hält sich für zu minder? Warum flieht man aus der aktuellen Konstellation und was gibt man an seine Kinder und Enkel weiter? Ein schier unendliches Kaleidoskop aus unterschiedlichsten Gefühlen dreht sich im Kreis und reißt den Leser mit, lässt in der Rückschau erkennen, dass alle ihre berechtigten Perspektiven und Vorstellungen vom Leben haben und dass es so viel mehr gibt als Schwarz und Weiß.

Ein großartiger Roman mit viel Realitätssinn und Blick auf die Wahrheit, die für jeden eine andere ist – absolut lesenswert!

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Das gute Leben