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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nicole (Abby1810):

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Frau sein von Franziska Klein

Die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft

Franziska Klein hat dieses Buch sehr aufschlussreich, aufklärend und interessant geschrieben. Ich persönlich habe mich in einigen hier beschriebenen Situationen wiedergefunden. Da ich den gleichen Migrationshintergrund wie die Autorin habe, konnte ich vieles sehr gut nachvollziehen. Allerdings bin ich in einer christlichen Gemeinde aufgewachsen, wo Frauen und ihre zusätzliche Arbeit für die Familie und die Gesellschaft sehr wohl respektiert wurden, und auch der Wunsch nach guter Schulbildung galt bei uns beiden Geschlechtern.

Dennoch spricht die Autorin hier durchaus aktuelle und sehr wichtige Themen an. Denn, obwohl wir das Jahr 2025 haben, verdienen Frauen in den gleichen Berufen oft noch immer weniger als Männer, und der Druck auf Frauen trotz Betreuungspflichten Vollzeit arbeiten zu gehen wächst. Somit empfinde ich Franziskas Darstellungen der Frauen als Benachteiligung in vielerlei Hinsicht als richtig. Auch ihre ambivalenten Gefühle zwischen Schule und ihrer Kirchengemeinde haben Erinnerungen in mich geweckt. Denn, auch ich habe es manchmal so wie zwei unterschiedliche Welten empfunden.

Die Autorin setzt sich auch mit der Rolle der Frau in der Bibel auseinander. Als studierte Theologin schreibt sie mit viel Detailwissen und gibt tiefe Einblicke in das Frausein der damaligen Zeit. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist authentisch und sehr ehrlich. Mir hat das Buch gut gefallen und es hat mich öfters zum Nachdenken gebracht. Daher eine Leseempfehlung meinerseits.

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Frau sein

Rezensionen von Gute_Laune:

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Cosy Kitchen - Backen von Agnes Prus; Frauke Antholz

Wohlige Ofenlieblinge für jede Gelegenheit

Ich liebe das Backen und entsprechend auch Rezepte dafür. Diesem Buch merkt man an, dass Agnes Prus mit ganzem Herzen daran gearbeitet hat. Sie startet mit einem sachlichen, informativem Theorieteil, der genau die richtige Menge Information bietet und den Leser und Backfreund nicht überlädt. Auch als alte Häsin in der Backstube habe ich hier einige für mich sehr hilfreiche Fakten entdeckt und freue mich sehr darüber.

Auch der Saisonkalender und die Umrechnungstabelle für Backformgrößen begeistern mich!

Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel Warm & Süß, Frühstück & Dessert; Kleinigkeiten zum Wegnaschen; Für die winterliche Kaffeetafel; Herzhaftes zum Teilen und Mitbringen. Zu den klassischen Zutatenlisten und Zubereitungsschritten bekommt man immer ein tolles, ansprechendes Foto vom Backwerk und einen kleinen Text von Agnes Prus. Die Anweisungen sind klar und verständlich, sodass man keine Probleme beim Nacharbeiten hat. Nur Nährwertangaben findet man nicht.

Agnes Prus verwendet gern Zutaten, die die Backwerke etwas weniger ungesund machen, also Weinsteinbackpulver, brauner Zucker, Rohrohrzucker, Ahornsirup, Zuckerrübensirup usw. Damit führt sie mit ihren Rezepten sanft und lecker auf eine kleine Nahrungsumstellung hin. Das finde ich gelungen und sehr interessant. Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass die Zutaten problemlos im örtlichen Handel zu finden sind.

Die Rezepte passen alle ganz besonders zur kalten Jahreszeit, aber viele davon kann man auch im Sommer bestens genießen. Mein Favorit, der das ganze Jahr über geht, sind die Pizzakringel. Aber auch die meisten anderen Rezepte sprechen mich an, nur wenige sind so gar nicht nach meinem Geschmack. Besonders schön ist übrigens, dass man zwar hin und wieder mit etwas mehr Arbeitsaufwand rechnen muss, insgesamt die Backwaren aber alle auch dann zu meistern sind, wenn man noch nicht so sehr viel Erfahrung hat.

Den Abschluss bildet ein Zutaten-Register, über das man herrlich leicht passende Rezepte findet. Ein alphabetisches Rezeptregister ist nicht vorhanden. Das ist meiner bescheidenen Meinung nach jedoch vernachlässigbar. Das Buch liefert schöne, nicht alltägliche oder tausend Mal gesehene Rezepte und weiß zu begeistern. Daher gebe ich fünf Sterne!

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Cosy Kitchen - Backen

Rezensionen von Nele33:

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Was nicht gesagt werden kann von David Szalay

beeindruckendes Buch

David Szalay hat mit seinem Buch "Was nicht gesagt kann" zu Recht den Booker Preis 2025 gewonnen.

Der Autor beschreibt in klaren Worten das Leben vom Ungarn István ab seinem 15. Lebensjahr. Die Plattenbausiedlung, in der István mit seiner Mutter lebt, wird direkt zu Beginn äußerst stark beschrieben.

Die Trostlosigkeit seines Lebens fließt förmlich durch die Seiten. Dies ändert sich, als er mit einer wesentlich älteren Nachbarin in Kontakt kommt und daraus eine Affäre entsteht. Da hatte ich kurz Bedenken, ob der Autor sich nun nur noch auf die sexuellen Praktiken dieses ungleichen Paares fokussiert, doch diese Angst war unbegründet. Sie gehörte einfach irgendwie zu István`s Entwicklung dazu.
Durch einen wirklich dummen Zufall kommt es zu einer Auseinandersetzung mit dem Ehemann der Nachbarin, bei dem dieser verstirbt. István`s weiterer Lebenslauf scheint mit seiner Verurteilung und dem Leben im Jugendgefängnis besiegelt. Im folgenden Kapitel gibt es in der Geschichte einen Zeitsprung, wie noch einige Male in deren Verlauf.

Mich hat der Schreibstil des Autors wieder beeindruckt, die Distanz und gleichzeitige Nähe, die er damit schaffen kann, sucht seinesgleichen in der Literatur. Seine Art zu erzählen hat mich ganz nah an das Leben von István mit all seinen Höhen und Tiefen, Glücksmomenten, Schuldfragen und Einstellungen teilhaben lassen.

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Was nicht gesagt werden kann

Rezensionen von Shilo:

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Ich mache einfach von Valérie de Montmollin

Ein Lebensweg, der trotz allem weitergeht

Beim Lesen entsteht der Eindruck, dass hier jemand mit großer Klarheit auf ein Leben zurückschaut, das von viel Schmerz geprägt ist und dennoch nie aufgegeben wurde. Die Offenheit, mit der über Gewalt, Missbrauch und seelische Überforderung gesprochen wird, wirkt ruhig und entschlossen, nicht reißerisch.

Auffällig ist, wie oft aus kleinen Resten wieder etwas aufgebaut werden musste und wie sehr Musik und einzelne Menschen dabei Halt gaben.
Sehr berührend ist die Stelle, an der spürbar wird, wie drei einfache Worte zu einer inneren Stärke wachsen, die den ganzen Weg im Buch begleitet. Die Verletzungen der Kindheit, der Druck des familiären Umfelds und die späteren Demütigungen in einer zerstörerischen Beziehung bleiben nicht im Hintergrund, werden aber auch nicht breit ausgeleuchtet. Vielmehr entsteht das Gefühl, wie schwer es war, Ordnung in all diese Brüche zu bringen und wie viel Kraft dieser Schritt erforderte.
Der Ton bleibt trotz der schweren Themen überraschend warm. Manche Passagen zeigen, wie sich stiller Mut langsam zurückmeldet, auch wenn die Lage festgefahren scheint. Die ruhige Sprache erleichtert es, die schweren Inhalte aufzunehmen, ohne dass sie den Leser erdrücken. Gleichzeitig entsteht Respekt dafür, dass über Dinge gesprochen wird, die in vielen Familien noch heute ein Tabuthema sind.
Der Text wirkt sehr persönlich, bleibt aber klar und geerdet. Man spürt, wie viel Wahrheit darin steckt und wie konsequent eine Stimme gefunden wurde, die sich nicht mehr zum Schweigen bringen lässt. Genau diese Mischung aus Schmerz, Klarheit und innerer Stärke macht das Buch lesenswert. Vier Sterne, da einige Stellen etwas lang geraten sind und sich Gedanken wiederholen.

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Ich mache einfach

Rezensionen von Claudia R.:

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Und wenn ich mich selbst liebe von ANDREA WiLK; A. D. Wilk

Selbstliebe

Klappentext / Inhalt:

+++ Mit wunderschönem limitierten Farbschnitt +++
Woran erkennst du, dass du dich selbst nicht genug liebst?
Tagsüber sitzt Teresa an der Supermarktkasse, lächelt mechanisch und wird von den meisten Kunden kaum beachtet. Nachts verliert sie sich in Büchern – dort, wo Menschen über sich hinauswachsen und geliebt werden, wie sie sind.

In ihrer Realität hat Teresa sich selbst aufgegeben. Sie führt eine Beziehung, die sie klein hält, ohne dass sie es merkt. Ihr Leben ist eng, ihre Wünsche leise, ihre Grenzen verschwommen.
Doch dann geschehen Dinge, die sie nicht ignorieren kann. Unerwartete Impulse reißen sie aus ihrer Routine, lassen sie innehalten, hinsehen, hinterfragen. Zum ersten Mal spürt sie, dass das Leben mehr für sie bereithält – wenn sie den Mut findet, sich nicht nur zwischen den Seiten eines Buches zu verlieren, sondern in ihrer eigenen Geschichte aufzuwachen.
Eine Geschichte über das Wiederentdecken der eigenen Träume, den Mut, für sich selbst einzustehen, und die Erkenntnis, dass wahre Liebe bei dir selbst beginnt.

Cover:

Das Cover ist sehr sanft und warm umgesetzt. Eine Frau umschmeichelt von vielen Blumen und die Farbwahl im Einklang mit dem Gesamten macht das Cover zu einem sehr schönen Hingucker. Optisch und farblich ist das Ganze sehr schön abgestimmt und auch wundervoll umgesetzt.

Meinung:

Nach "Und wenn ich es selbst wert bin" konnte mich auch "Und wenn ich mich selbst liebe" überzeugen. Die Aufmachung ist ähnlich und auch beim Cover ist ein Wiedererkennungseffekt vorhanden. Die Geschichten jedoch sind unabhängig lesbar und handeln von eigenen Charakteren, die jeweils im Mittelpunkt stehen und Botschaften, wie Selbstliebe, Selbstwert und Akzeptanz stehen hier im Vordergrund.

Teresa scheint sich selbst und ihre Träume aufgegeben zu haben, nur leise schummern diese im Hintergrund. Häufig ist der Alltag lauter und wer kennt es nicht, dass der Fokus im Alltag der Arbeit und den stressigen Situationen gewidmet ist und man sich selbst darin zu schnell verliert? Wo bleiben Träume und Sehnsüchte? Das Leben hält mehr bereit, als man vielleicht annimmt.

Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und halte mich mit Details und Informationen dazu zurück.

Selbstliebe ist immens wichtig und auch Träume geben Hoffnung und man sollte diese nie aus den Augen verlieren. Manchmal braucht es ein wenig Mut, aber es ist wichtig im Leben seine Chancen zu nutzen, denn wir haben nur das eine.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich locker und flüssig lesen. Die Charaktere sind vielschichtig und wirken authentisch. Die Situation werden gut und bildlich beschrieben. Man findet sich schnell hinein und findet sich auch in der ein oder anderen Situation durchaus wieder.

Die recht kurzen Kapitel machen es leicht lesbar und bringen einen schnell hinein. Auch die Botschaften sind gut verpackt und man findet sich selbst an einigen Stellen wieder und auch zum nachdenken regt es zugleich an. Die Tiefe und Emotionen der Geschichte machen es nah spürbar und fühlbar.

Die Gestaltung und Gliederung finde ich sehr gut gelungen. Die Anfänge der Kapitel sind sehr gut erkennbar. Die Kapitel einfach durchnummeriert und durch eine kleine Grafik verziert. Auch der Farbschnitt ist sehr schön und passend umgesetzt.

Die Geschichte selbst steckt voller kleiner Botschaften und hilft bei Selbstfindung und Selbstliebe. Es zeigt, wie wichtig Träume, aber auch eigene Wertschätzung sind und man immer auch an sich selbst arbeiten sollte und auf sich hören sollte.

Fazit:

Eine wundervolle Geschichte über das Leben, Selbstliebe und eigene Wertschätzung.

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Und wenn ich mich selbst liebe

Rezensionen von Anilam:

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Medea von Rosie Hewlett

Ein Muss für Mythologie-Fans

„Medea – Die Hexe von Kolchis“ von Rosie Hewlett ist quasi ein Retelling ihrer Geschichte, das Medea konsequent aus ihrer eigenen Perspektive erzählt. Schon in den ersten Kapiteln merkt man, dass man sie nicht nur als Hexe kennenlernt, sondern als kluge, machtvolle junge Frau, die in einem gewalttätigen Umfeld aufwächst.

Meine Sympathie hatte sie bereits nach dem ersten Satz. ????

Der Schreibstil ist bildhaft und gleichzeitig direkt, die Übersetzung flüssig und ausdrucksstark. Medea war für mich durchgehend sympathisch, kraftvoll und in ihren Handlungen absolut nachvollziehbar. Auch andere Charaktere wie Circe sind hervorragend beschrieben und haben einen starken Eindruck bei mir hinterlassen.
Das Cover ist ein absoluter Blickfang - man sieht Medeas Silhouette vor leuchtenden Goldtönen. Das wirkt auf mich mythisch, mysteriös und mächtig.

Für mich ist dieses Buch eine große Empfehlung für alle, die griechische Mythologie lieben und gerne Geschichten über starke, weibliche Figuren lesen.

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Medea

Rezensionen von Nele33:

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Der Nachbar,1 Audio-CD, 1 MP3 von Sebastian Fitzek

schade

"Der Nachbar" von Sebastian Fitzek stand ganz oben auf meiner Wunschliste und ich habe begeistert angefangen, die Story zu hören. Eingelesen wurde das Hörbuch von Simon Jäger, wie auch die vorherigen Hörbücher von Sebastian Fitzek. Die ersten Kapitel waren spannend und ließen mich auf einen weiteren guten Psychothriller hoffen.

Sandra Wolff möchte mit ihrer Tochter am Standrand von Berlin einen ruhigen und beschaulichen Neuanfang wagen und fühlt sich leider von Anfang an in ihrem neuen Domizil nicht wirklich glücklich und wohl. Sie wird das Gefühl nicht los, dass sie beobachtet wird. Anscheinend gibt es einen unsichtbaren Nachbarn, der sich ungewollt und ungewünscht in ihr Leben einmischt, sei es, dass ihre Mülltonne an den Straßenrand gestellt wird und andere unbegreifliche Dinge. Die Polizei, die sie einschaltet, nimmt sie wie zu erwarten nicht ernst und gibt ihr den Ratschlag doch einfach dankbar für die Hilfe zu sein.
Es kommt wie es kommen muss, im Verlauf der Handlung eskaliert die Situation und wurde für mich als Hörer bedauerlicherweise auch immer wirrer.

Lange Zeit war ich ein großer Fan von Sebastian Fitzek, doch die beiden letzten Bücher konnten mich nicht mehr fesseln oder überzeugen. Die gesamte Story und auch das Ende wirkten auf mich absolut konstruiert und ich habe die nach dieser Erfahrung die Hoffnung aufgegeben.
Ebenso konnte ich mit keinem der Protagonisten eine Verbindung aufbauen.

Simon Jäger war dennoch ein toller Sprecher, der versucht hat in diesem wirren Konstrukt eine rote Linie zu erzeugen.

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Der Nachbar,1 Audio-CD, 1 MP3

Rezensionen von Ulla:

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Entführung im Himmelreich von Andreas Winkelmann

liebevolle Beschreibung des Campingplatzes und der Menschen

Auf dem Campingplatz Himmelreich im brandenburgischen Caputh wartet man ungeduldig auf den Bäckerwagen. Er hätte schon längst da sein sollen. in der Warteschlagen befindet sich auch Björn Kupernikus, der ohne seinen Kaffee zum Frühstück nicht gut drauf ist. Er beschließt, die Brötchen vom Bäckerladen in der Stadt selbst zu holen und findet am See den verlassenen Wagen und einen Schuh des Bäckers.

Für den dazu geholten Kommissar Fass ein klarer Fall von Selbstmord. Kurz danach passiert ein Einbruch auf dem teuren Hausboot von Solveig, die esoterische Seminare gibt, und als in der Kühlkammer der Bäckerei eine Leiche gefunden wird beschließen Kupernikus und seine Bekannte, die ehemalige Lehrerin und Künstlerin Annabelle, dem ganzen auf die Spur zu kommen. Kupernikus, jetzt im Ruhestand, wäre als Schauspieler beinahe Tatortkommissar geworden.
Der Krimi punktet mit seinem Humor und der liebevollen Beschreibung des Campingplatzes und der dort lebenden Menschen. Es handelt vom gemeinsamen Laubsammeln und verbrannten Bratwürsten und einer Halloweenparty mit Kostümen, bei denen auch der Kommissar Fass mit seiner Freundin, der Rechtsmedizinerin Sabrina, teilnimmt. Es handelt von den finanziellen Sorgen des Bäckers und dem Streit zwischen Bäcker und Metzger des Ortes. Alle Protagonisten wachsen einen ans Herz und ich freue mich schon auf einen weiteren Band um den Hobbydetektiv Kupernikus.

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Entführung im Himmelreich

Rezensionen von Ulla:

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Die Verlorene von Miriam Georg

vergangenes belastet auch nachfolgende Generationen

Änne hat zeitlebens ihre Familiengeschichte vor ihrer Tochter Ellen verschwiegen. Und nun ist es für Fragen zu spät, ganz plötzlich ist sie verstorben. Laura, Ellens Tochter, will Klarheit über die Vergangenheit erhalten, besonders seit sie ein Foto von Änne mit einer exakt gleich aussehenden jungen Frau im Nachlass findet.

Änne hatte eine eineiige Zwillingsschwester, von der sie nichts wussten. Laura fährt nach Schlesien und sucht den Pappelhof um Antworten zu finden. Parallel zur Spurensuche im Jahr 2019 erleben wir die Zeit zwischen 1941 und 1946 in der Änne mit ihrer Familie den Pappelhof bewirtschaften. Die Männer sind eingezogen worden und als Ausgleich haben sie Zwangsarbeiter zur Hilfe auf dem Hof. Darunter ist auch Karl, in den sich Ännes Schwester Luise verliebt. Änne lebt in dieser Zeit versteckt in einem kleinen Zimmer, um einer Deportation zu entgehen, da sie unter epileptischen Anfällen leidet. Ihre enge Bindung zu Luise ist das einzige, das sie aufrecht hält.
Wir erleben, welche Auswirkungen der zweite Weltkrieg für die Menschen in Schlesien hatte, Höfe, bei denen die Männer für die Feldarbeit fehlten, der Umgang mit Zwangsarbeitern, die Flucht oder Enteignung der Heimat. Das Verschweigen dieser Erfahrungen führt zu einer Sprachlosigkeit in der Gegenwart und belastet auch nachfolgende Generationen. Sprachlich ein überzeugender Roman, ganz besonders ist die historische Aufarbeitung über das Leben in Schlesien.

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Die Verlorene

Rezensionen von Sheilo:

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The Blackgate Invitation von Sarah Henning

Spannend bis zum letzten Kapitel

Ruby und Wren leben ein bescheidenes Leben, umso neugieriger sind sie, als eine alte Dame ihnen viel Geld dafür bietet, sich einen Abend lang als ihre Enkel auszugeben. Die Schwestern lassen sich auf diesen Deal ein, doch zu diesem Zeitpunkt wissen sie noch nicht, was sie wirklich erwartet und in welche Gefahr sie sich begeben.

"The Blackgate Invitation" ist eine wundervolle Slow-Burn-Romance von Sarah Henning, die mich mit ihren magischen Elementen und vor allem der Spannung im Buch sehr begeistert hat. Während eines Abendessen kommt es zu einem Mord und ein magischer Bann sorgt dafür, dass die Anwesenden den Mörder finden und bestrafen müssen. Dabei kann man als Lesender wunderbar miträtseln und immer wieder ist es der Autorin gelungen, meine Gedanken in die falsche Richtung zu schicken. Der Schreibstil ist sehr fesselnd und es bleibt spannend bis zum Schluss, wobei viele tolle Plot-Twists auf die Lesenden warten.

Ruby und Gwen führen ein sehr bescheidenes Leben, weshalb sie natürlich vom Luxus der Villa total eingenommen werden. Ruby ist dabei die vorsichtigere Schwester und aus ihrem und Audens Blickwinkel erleben wird die Geschichte.

Ruby kann es kaum glauben, welche magischen Fähigkeiten die Mitglieder der vier magischen Familien besitzen. Doch auch Ruby bringt sich auf der Suche nach dem Mörder sehr ein. Ihre scharfsinnigen Gedankengänge und ihre ruhige Art sind eine sehr gute Unterstützung, jedoch wird es auch für sie und ihre Schwester gefährlich.

Auden ist der zweite Protagonist des Buches und besitzt als Mitglied einer Magielinie ebenfalls Kräfte, die er immer wieder geschickt einsetzt. Er hat ein sehr großes Herz und gibt seiner Familie großen Rückhalt bei der Aufklärung des Mordes. Aber eines wird schnell klar, er hat genauso seine Geheimnisse wie scheinbar alle Anwesenden in der Villa.

Neben der mysteriösen und geheimnisvollen Grundstimmung im Buch, spürt man sehr schnell die aufkeimenden Gefühle zwischen Auden und Ruby. Der Umgang der beiden miteinander ist liebevoll und es ist sehr abwechslungsreich, die beiden auf der Suche des Mörders zu begleiten, welche sie auch einander näher bringt.

Für mich ist "The Blackgate Invitation" ein wirklich gelungenes Jugendbuch voller Spannung und tollen magischen Elementen. Das Miträtseln bei der Aufklärung des Mordes hat mir sehr viel Spaß bereitet und ich kann das Buch daher absolut empfehlen.

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The Blackgate Invitation