Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marw76:
Die verborgenen Bilder von Maja Ilisch
Lehrreiches Buch für ältere Kinder und/ oder Erwachsene
Friekes Welt bricht in einem Augenblick am Frühstückstisch in tausend Scherben! Ihre Eltern erklären sie würden sich trennen, da ihr Vater mit seinem neuen Freund zusammen ziehen möchte. Und dann wird Frieke auch noch aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und in ein Haus ziehen das schon vor über 100 Jahren gebaut wurde!
In der neuen Wohnung kommen unter den Tapeten alte Zeichnungen zum Vorschein und wenn Frieke diese Bilder berührt, kann sie in die Vergangenheit reisen! Dort trifft sie auf Ilsabeth die im Jahr 1928 in dieser Wohnung mit ihrer Familie lebt.
Immer öfter reist Frieke in die Vergangenheit zu der Familie bis sie eines Nachmittags beim Tee ein ganz anderes Bild dieser Menschen kennen lernt...
Die Gefühlswelt von Frieke nach der Trennung der Eltern wird wirklich ganz fantastisch und nachvollziebar beschrieben! Man erlebt die Einsamkeit, die Wut und die Verzweiflung ganz nach mit dem jungen Mädchen mit und alles wird sehr authentisch beschrieben!
Ausserdem lernen vorallem Kinder einiges über die Zeit der späten 20er Jahre kennen, die ersten Kinos und wie es sich in einer so großen Familie lebt, aber auch die Schatten der Zeit.
Deshalb ist das Buch auch eher etwas für ältere Kinder und Erwachsene Leser, da die düstere Zeit sehr eindrücklich eingefangen wird.
Die Geschichte ist die ganze Zeit über spannend und interessant erzählt, nur das Ende finde ich dann ein bisschen zu schnell erzählt und die Wandlung von Frieke kommt zu plötzlich in meinen Augen. Hier hätten ein paar Seiten noch gut getan.
Insgesamt ein tolles Buch über den Verlust einer heilen Familie und wie etwas neues darauf entstehen kann. Und sehr lehrreich lernen Kinder etwas über die späten 20er Jahre kennen.
Rezensionen von saskia13120:
Animox Origins 2. Der Stich der Wespe von Aimée Carter
Schöne Geschichte mit viel liegen gebliebenen Potential
"Animox Origins - Der Stich der Wespe" ist der zweite Teil der Animox Origins Reihe und erzählt die Geschichte der jungen Ariana Webster, die zukünftige schwarze Witwenkönigin des Insekten- und Arachnidenreiches.
Die Geschichte ist in meinen Augen gut gelungen, kann aber nicht mit dem ersten Teil mithalten und füllt ihr Potenzial nicht aus.
Ariane lebt gemeinsam mit vielen anderen Kindern in der "Höhle", wo sie und die anderen zu Spionen für ihr Reich ausgebildet werden. Hierzu werden sie bereits mit drei Jahren aus ihren Familien genommen und kennen ihre eigenen Eltern oft nur noch aus Erzählungen des Spionagemeisters. Alle sollen möglichst anonym bleiben und die Schüler kennen untereinander nichtmal ihre vollen Namen. Das ganze wird als eine große Familie dargestellt weil man ja nichts anderes kenne, für mich hörte sich das das Konzept aber nicht nach einer Kindheit an, die ich mir wünschen würde.
Besonders darunter leiden muss Ariana da sie nicht nur ihre Herkunft als Schwarze Witwenprinzessin verheimlichen muss sondern auch unter den Schülern auf keinen Fall Aufmerksamkeit erregen soll und so ihre eigentlich großartigen Leistungen verstecken und eine durchschnittliche Schülerin mimen muss. Ich habe teilweise wirklich mit Ariana mitgelitten weil ich voll verstehen konnte dass sie einfach mal ihr Potenzial ausschöpfen wollte und gerade seitens des Spionagemeisters wie alle anderen behandelt werden wollte.
Ansonsten ist Ariana ein wirklich gelungener Charakter, sie hat das Herz am rechten Fleck und einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Ihre Gefühle und Entscheidungen wirken authentisch und nachvollziehbar.
Was mir in diesem Buch zu kurz kam war das animagieren. Zwar wird früher oder später bei jedem einmal angesprochen in was für ein Tier er sich verwandeln soll, die Animox gestalten und die Verwandlung in diese waren aber deutlich weniger Thema als im ersten Teil.
Ansonsten fand ich die Handlung an sich sehr gelungen, nur hatte ich eben das Gefühl dass wenn man den Animox Teil weggelassen hätte sich die Geschichte nicht wirklich verändert hätte was ich sehr schade finde.
Für Fans des Animox Universums ist dieses Buch aber auf jeden Fall wieder ein Must Have und diese werden bestimmt auch auf ihre Kosten kommen!
Rezensionen von begine:
Das schönste aller Leben von Betty Boras
Selbstvorwürfe
Betty Boras Debüt, Das schönste aller Leben, besticht durch den guten Ton.
Die Protagonistin Vio kommt genau wie die Autorin als Kind von Rumänien nach Deutschland.
In einem zweiten Strang wird Theresias Leben im 18. Jahrhundert im Banat, Rumänien beschrieben.Da ist Schönheit gefährlich.
Ich weiß nicht, ob diese Geschichte in den Roman so richtig zusammenpassen.
Das hatte ich dann intensiver als eigenen Roman lieber gelesen.
Gut beide Frauen kommen aus der gleichen Gegend, aber das ist auch alles.
Vios Geschichte ist gut geschildert.
Ihre Depressionen nach dem Unfall ihrer kleinen Tochter kann ich gut nach empfinden. Da kommt man ja nicht raus, die Brandwunden erinnern immer wider.
Ich habe mit Vio mitgelitten.
Der Roman ist gut umgesetzt und worden die Sprache ist ruhig und passend. Es ist eine lesenswerte Geschichte.
Rezensionen von Anjulia :
Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi
Kein Apartment in New York
In "Unser Haus mit Rutsche" erzählt Safia Al Bagdadi über die Kindheit und Jugend von Layla, die mit ihrer französischen Mutter und ihrem irakischen Vater in Saarbrücken aufwächst, sich aber in keiner der Kulturen wiederfindet. Laylas Mutter wirkt eher kühl und elegant. Das Verhältnis zu den wohlhabenden französischen Großeltern ist schwierig, was auch bei dem ein oder anderen Besuch im Elsass deutlich wird.
Babe ist zunächst ein herzlicher Vater, mit großen beruflichen Plänen und Träumen. Statt des versprochenen Apartements in New York oder dem Haus mit Wasserrutschen am Tigris, bleibt es aber bei der Wohnung in Saarbrücken und Besuchen im Fechinger Schwimmbad. Ein besonderes Erlebnis ist die Reise der Familie zur Großmutter in den Irak. Spätestens der Ausbruch des zweiten Golfkriegs lässt sämtliche Geschäftsideen des Vaters platzen, verändert diesen und lässt eine zerbrochene Familie zurück, in der die Eltern die Kinder zu früh verlassen. Laylas Rückblick in die Kindheit und Jugend endet mit einem letzten Versöhnungsversuch der Eltern in Paris. Einem Nachmittag, an dem es fast so scheint, als könnte alles wieder gut werden. Mich hätte interessiert, was danach noch geschehen ist. So fühlt sich das Buch für mich leider nicht ganz vollständig an. Der Schreibstil des Buches ist angenehm und leicht zu lesen. Die Autorin schafft es dabei, dass die Geschichte nicht zu ernst und schwer wird. Die Ich-Perspektive aus der Laylas Geschichte erzählt wird, passt sehr gut. Ich konnte eine gute Verbindung zur Figur aufbauen. Aufgrund des Lebenslauf der Autorin gehe ich davon aus, dass hier auch eigene Kindheitserlebnisse eingebracht wurden
Fazit: Ein Buch über eine ungewöhnliche Familie, das mir gut gefallen hat.
Rezensionen von yellowdog:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Adrian Reiter
Dieser Roman zeigt das vergangene Jahrhundert anhand eines Mannes, der 1901 geboren wurde. Adrian Reiter, ein Mann, der nicht agiert, sondern beobachtet. Mehrere Begegnungen prägen sein Leben. Es sind Menschen, die vom Krieg zerrüttet und beschädigt sind. Das gilt für den ersten wie für den zweiten Weltkrieg.
Das Buch ist teilweise bedrückend und ich habe lange gebraucht hineinzukommen. Dabei erzählt Norbert Gstrein von Anfang an präzise und mit Intensität.
Aber der Protagonist ist so zurückhaltend und passiv. Erst im dritten und letzten Teil des Buches habe ich das Gefühl endlich angekommen zu sein, als Adrian beginnt sich zu öffnen.
Das Buch ist nicht einfach, aber von Bedeutung, da es zeigt, wie Krieg das Leben der Menschen nachhaltig beeinflusst.
Rezensionen von woolbooksandcoffee:
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 81 - Der Kran von Andrea Erne
Perfekt
Wie (fast) alle Titel dieser Reihe lieben wir auch diesen Teil sehr: toll gestaltete Seiten mit viel Text zum Staunen und Lernen. Für meinen 2 1/2 jährigen Sohn sowohl thematisch als auch inhaltlich der absolute Kracher! Baustellen jeder Art sind gerade ohnehin der Renner, hier lernen wir beide dazu.
Jede Seite lädt zum Entdecken ein und das Buch hat uns wirklich schon so einige Stunden auf der Couch begleitet. Was wir an der Reihe lieben ist, dass nicht nur die Kleinen was lernen können, sondern die Bücher, sofern das bei Kinderbüchern eben geht, auch für Erwachsene immer wieder etwas wissenswertes bereithalten. So schaue ich auch als Vorleserin immer wieder gerne in das Buch hinein. Absolut altersgerecht gestaltet und mit vielen tollen Klappen, die zum Entdecken einladen. Auch das Suchspiel am Ende kommt hier immer wieder gut an. Ein rundum tolles Kinderbuch!
Rezensionen von woolbooksandcoffee:
Sachen suchen: Besuch im Zoo von Susanne Gernhäuser
Super
Die Sachen suchen Reihe kommt bei meinem Sohn schon immer sehr gut an, da ist auch dieses Buch keine Ausnahme! Ich muss ehrlich sagen, dass die Reihe für mich als Erwachsene nicht zu meinen Favoriten gehört, aber wichtig ist ja, wie die Bücher den Kleinen gefallen. Das Buch ist altersgerecht gestaltet und bekannt schön illustriert, auf jeder Seite gibt es viel zu entdecken.
Ich persönlich finde das Zoo-Thema nicht mehr so zeitgemäß und hätte mich eher über Tiere in freier Wildbahn gefreut, aber natürlich ist Zoo nach wie vor ein Dauerrenner bei den Kindern. Die Suchspiele sind recht einfach und auf manchen Seiten hätte ich mir etwas mehr zu suchen gewünscht, aber insgesamt beschäftigt und das Bucht nun schon einige Wochen fast täglich für einige Zeit. Mein Sohn greift immer wieder nach dem Buch und das ist ein klares Zeichen dafür, dass es ihm gut gefällt!
Rezensionen von yellowdog:
Sommer 24 von Navid Kermani
Ein Buch von Relevanz
Navid Kermanis neues Buch ist eine Art privates erzählendes Essay, dass die Zeit Sommer 2024 beleuchtet. Im Mittelpunkt der Freitod eines Freundes, die Flüchtlingspolitik mit all seiner Unmenschlichkeit und die Arbeit an einer Rede über Thomas Mann. Fast hat es etwas tagebuchartiges, auch erstaunlich emotional.
Und es geht nicht nur um 2024. Auch Allgemeingültiges wird thematisiert.
Ein Reiz des Buches ist, die ganzen Themen zusammen zu bekommen, da die Zusammenhänge nicht so offensichtlich sind.
Rezensionen von Shilo:
Das Versprechen von Cornwall von Karin Lindberg
Zwei Zeiten, ein verborgenes Geheimnis
Die Handlung der Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart stößt Samantha auf dem Dachboden ihrer Tante in Cornwall auf einen alten Verlobungsring und damit auf Fragen, die lange verborgen waren. Begegnungen und Gespräche im Ort öffnen nach und nach den Blick auf eine Vergangenheit, die nicht abgeschlossen ist.
Cornwall ist dabei mehr als nur Kulisse. Die Weite der Landschaft und die zurückhaltende Stimmung prägen die Geschichte spürbar.
Vor allem die historische Ebene entwickelt eine spürbare Sogwirkung. Die Abschnitte im Jahr 1937 wirken dichter und emotionaler. Elsies Leben als junge Frau ohne familiären Halt, ihre Arbeit und die Hoffnung auf ein anderes Schicksal sind ruhig und glaubwürdig erzählt. Die politischen Spannungen vor dem Zweiten Weltkrieg verleihen diesem Teil zusätzliches Gewicht, ohne die Handlung zu überfrachten. Entscheidungen bekommen hier Gewicht und bleiben nicht folgenlos.
Die Gegenwartsebene ergänzt die Geschichte sinnvoll, auch wenn sie weniger Tiefe erreicht. Sie verbindet die offenen Fragen mit der Vergangenheit und sorgt für einen runden Rahmen. Manche Figuren wirken klarer, stören den Lesefluss jedoch nicht.
Die Geschichte überzeugt vor allem durch die historische Ebene und die stimmige Atmosphäre. Ruhig erzählt, entfaltet sie Spannung auf leise Weise und lässt die Entscheidungen der Figuren wirken.
5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Odina:
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Märchenhaft düster
Der Thriller „Böser, böser Wolf" wurde von Alexandra Benedict verfasst und erschien am 14. Februar 2026 im Tropen Verlag. Das Buch umfasst 368 Seiten und das Cover ist düster und gruselig gestaltet. In der Geschichte geht es um die Autorin Katie, die von einem maskierten Mann entführt wird.
Er zwingt sie, tödliche Märchen zu schreiben, die er dann wahr macht. Während Detective Lyla Rondell ermittelt, entdeckt sie eine Verbindung zu ihrer eigenen Vergangenheit. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sie schafft es, eine dichte, düstere und emotionale Atmosphäre zu erzeugen, die das Geschehen eindringlich vermittelt. Die Handlung ist spannend und voller überraschender Wendungen, sodass ich bis zum Schluss mitgefiebert habe. Die Figuren sind klar und übersichtlich gestaltet. Besonders Katie als Hauptfigur ist vielschichtig und sympathisch dargestellt. Ihre kreativen Neuinterpretationen der Märchen und ihr Überlebenswille machen sie zur zentralen Bezugsperson. Insgesamt ist das Buch ein guter Thriller mit psychologischer Tiefe.











