Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Odina:
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Märchenhaft düster
Der Thriller „Böser, böser Wolf" wurde von Alexandra Benedict verfasst und erschien am 14. Februar 2026 im Tropen Verlag. Das Buch umfasst 368 Seiten und das Cover ist düster und gruselig gestaltet. In der Geschichte geht es um die Autorin Katie, die von einem maskierten Mann entführt wird.
Er zwingt sie, tödliche Märchen zu schreiben, die er dann wahr macht. Während Detective Lyla Rondell ermittelt, entdeckt sie eine Verbindung zu ihrer eigenen Vergangenheit. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sie schafft es, eine dichte, düstere und emotionale Atmosphäre zu erzeugen, die das Geschehen eindringlich vermittelt. Die Handlung ist spannend und voller überraschender Wendungen, sodass ich bis zum Schluss mitgefiebert habe. Die Figuren sind klar und übersichtlich gestaltet. Besonders Katie als Hauptfigur ist vielschichtig und sympathisch dargestellt. Ihre kreativen Neuinterpretationen der Märchen und ihr Überlebenswille machen sie zur zentralen Bezugsperson. Insgesamt ist das Buch ein guter Thriller mit psychologischer Tiefe.
Rezensionen von Harakiri:
Schlangengrube von Anna Jansson
Die Pflegekraft
Bark möchte eigentlich einen geruhsamen Nachmittag mit einer Freundin erleben, als er zu einem neuen Fall gerufen wird. In einem abgebrannten Kino wird eine Leiche gefunden. Ist es der vor 38 Jahren verschwundene Matthias? Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und bei einem Empfang sterben einige der Gäste.
Kein einfacher Fall für Kommissar Bark und sein Team. Und dann sind da noch die privaten Probleme und seine Affäre mit Mia. Die Idee mit dem Anschlag und wie er ausgeführt wurde, finde ich genial. Und durch die Kapitel „Die Pflegekraft“ in das Hirn des Täters/der Täterin einzutauchen und seine/ihre Motivation und Gedanken zu verstehen, war großes Kino.
Zwischendurch hat das Buch ein paar kleinere Längen, weil es so auf der Stelle tritt, aber das wird durch das furiose Finale wieder wettgemacht. Wechselnde Sichtweisen in den Kapiteln sorgen für zusätzliche Spannung.
Ich mag auch das ausgewogene Verhältnis von Privatleben und Fall sehr gerne. Jansson gibt ihren Charakteren Leben, macht sie nahbar und zugänglich und das ist so besonders an den Benthien-Krimis. Mittlerweile 6 gibt es und ich habe alle sehr gerne gelesen und freue mich jedes Mal auf den nächsten Band. Man kann diese Krimis unabhängig voneinander lesen, jeder Fall ist abgeschlossen, aber mehr Spaß macht es, sie hintereinander zu lesen. „Schlangengrube“ endet mit einem kleinen Cliffhanger, denn Mia hat noch einiges zu verbergen – und auf die Auflösung (vielleicht im nächsten Band) bin ich schon sehr gespannt.
Fazit: Lebendige Charaktere, ein Fall, der es in sich hat und so noch nie da war und eine tolle Schreibweise zeichnen den neuen Krimi von Anna Jansson aus.
Rezensionen von LeserinLu :
Hundertsiebenundachtzig Tage von Ludovic Lecomte
Intensiv
Der Jugendroman „Hundertsiebenundachzig Tage“ hat mich vor allem durch sein sensibles Thema und seine ungewöhnliche Form überzeugt. Im Mittelpunkt steht ein jugendlicher Ich-Erzähler, der seine Wohnung nicht mehr verlassen kann. Eltern, Freunde und Therapeutin warten darauf, dass er den Schritt zurück in ein „normales“ Leben schafft, doch für ihn ist nicht einmal klar, was genau seine Angst ausgelöst hat.
Der Roman begleitet ihn in dem sehr engen Zeitraum der letzten Minuten, bevor er entscheidet, ob er wieder hinausgehen wird. Diese Situation wird collagenartig z.B. durch inneren Monolog, Chatverläufe, Gedankenstrom und Rückblicke auf seine Krankengeschichte dargestellt. Dabei passt sich die Form stark dem jeweiligen Inhalt an: Manche Passagen sind in Versen geschrieben, andere ohne Satzzeichen oder Groß- u. Kleinschreibung. Das kann für jugendliche Leser:innen zunächst ungewohnt sein, ergibt aber schnell Sinn, weil sie den Gefühlszustand des Erzählers widerspiegelt, weshalb gerade die Form des Romans mir gut gefallen hat. Der knappe Umfang des Romans macht ihn zusammen mit der Form einerseits sehr intensiv, andererseits ist das sicher motivierend für viele jugendliche Leser:innen.
Besonders gelungen finde ich auch, dass das Buch keine schnellen Erklärungen liefert. Stattdessen zeigt es, wie komplex Angst, Rückzug und mögliche Depressionen sein können und wie schwer es ist, sie von außen zu beurteilen. Einzig die Beziehung der Figuren untereinander hätte für mich noch näher beleuchtet werden können, um die Angst des Erzählers eventuell noch besser zu erklären. Das Thema habe ich aber so noch nie in einem Jugendbuch verarbeitet gelesen. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei Jugendlichen auf großes Interesse stößt, weil der Roman ernst nimmt, wie überwältigend psychische Belastungen sein können, ohne dabei belehrend zu wirken.
Rezensionen von Shilo:
Die Hoffnung, die uns trägt von Kerstin Lange
Zwischen Verlust und vorsichtiger Liebe
Lissabon im Jahr 1961 ist kein Ort der Leichtigkeit. Zwischen Trauer, Armut und stiller Hoffnung beginnt der Weg einer jungen Frau, die lernen muss, Verantwortung zu tragen, obwohl sie selbst Halt sucht.
Nach dem Tod ihres kleinen Bruders verändert sich für Amália alles. Der Vater verschwindet aus ihrem Leben, die Mutter wird krank, und plötzlich liegt viel mehr auf ihren Schultern, als sie tragen sollte.
Amália versucht, Ordnung in ihr Leben zu bringen und einen Weg aus der Not zu finden. Die Arbeit im Café Saudade wird zu einem wichtigen Anker. Dort begegnet sie dem Studenten Marcelo. Zwischen den beiden entwickeln sich Gefühle, die zwar mit der Zeit wachsen, jedoch von Anfang an unter Spannung stehen. Seine Arbeit im Widerstand ist ihm wichtiger als alles andere und beeinflusst sein Denken und Handeln. Die politische Lage spielt dabei immer mit hinein und wirkt sich auf das Leben und die Beziehungen der Figuren aus.
Besonders eindrücklich ist das Zusammenspiel von privaten Wünschen und den Umständen der Zeit. Amália sehnt sich nach Sicherheit und einem einfachen Leben, doch die Realität ist geprägt von Unsicherheit, Angst und leisen Formen des Widerstands. Der Roman zeigt diese inneren Konflikte ruhig und ohne Überzeichnung.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Handlung entwickelt sich ruhig, bleibt dabei aber durchgehend interessant und spannend. Man folgt Amália gern durch ihren Alltag und ihre Gedanken, ohne dass es anstrengend oder gar langweilig wird.
Am Ende bleibt ein ruhiger Eindruck. Die Geschichte erzählt von Liebe und Verlust und davon, wie schwer es sein kann, seinen eigenen Weg zu gehen. Ohne große Worte zeigt der Roman, was Hoffnung bedeuten kann, selbst in einer Zeit voller Angst und Unsicherheit.
Für Leser, die ruhige, gut erzählte Geschichten über Liebe, Verlust und innere Stärke mögen, ist dieses Buch ein echtes Highlight. 5 wohlverdiente Sterne.
Rezensionen von clematis:
Die Hoffnung, die uns trägt von Kerstin Lange
Portugal im Widerstand
Im Jahre 1961 stirbt der zehnjährige Pedro, die ärmlichen Wohnverhältnisse, die feuchten Mauern, der unstillbare Husten setzen seinem kurzen Leben ein stilles Ende. Weder Mutter noch Vater kommen mit dem schweren Schicksalsschlag zurecht, lediglich die ältere Schwester Amália erkennt, dass sie einfach weiterleben und weiterkämpfen muss, um nicht ebenfalls zu zerbrechen.
So hilft die Siebzehnjährige am Obststand aus und kellnert in einem kleinen Café, um ihr Auskommen zu bestreiten und lernt dabei eine Gruppe eifriger Studenten kennen. Dass diese politisch aktiv sind und gegen das Regime von Salazar auftreten, erfährt sie erst, als sie schon Gefühle hegt für Marcelo.
In einem bestens recherchierten Rahmen historischer Ereignisse spielt diese unglaublich real erscheinende Geschichte von Amália im schönen Lissabon. Aber so schön, wie wir es heute kennen, ist es in den 1960er-Jahren wohl doch nicht gewesen. Kolonialpolitik, Bürgerkrieg, Unterdrückung und auffällige Standesunterschiede rufen breite Studentenbewegungen auf den Plan, unter den jungen Menschen wird der Ruf nach Freiheit und Selbstbestimmung immer lauter. Amália, die selbst nur eine lückenhafte Schulbildung erfahren hat, schließt sich bald dem Widerstand an, ihr Privatleben vermischt sich auf unwiederbringliche Weise mit der Politik. Mutige Figuren treffen aufeinander, die Furcht vor Verfolgern steckt stets im Nacken, das Bangen um Wohnraum und Lohn ist immerwährend präsent. Geschickt und pragmatisch fängt Kerstin Lange die Atmosphäre der damaligen Zeit ein und verliert sich nicht in Gefühlsduseleien. Am Ende streift unser Weg dann noch den der Österreicherin Reni und schließt so die erwartete Verbindung zum Vorgängerband „Die Sehnsucht, die bleibt“. Besonders jetzt werden die Emotionen spürbar, der Eindruck dieses ruhigen Romans wird noch länger bleiben.
Eine gelungene Fortsetzung vor dem Hintergrund portugiesischer Zeitgeschichte. Sehr gerne empfehle ich dieses Buch an jene Leser weiter, die einen glaubwürdigen Roman suchen, welcher zarte Liebensbande mit historischen Gegebenheiten verknüpft.
Rezensionen von clematis:
Das Versprechen von Cornwall von Karin Lindberg
Samantha und Elsie
Aufgrund beruflicher Unannehmlichkeiten in London, versucht Samantha bei ihrer Tante in Cornwall den Kopf freizubekommen. Aber anstatt dort die ruhige Küstenlandschaft zu genießen, forscht sie nach, woher der unbekannte Verlobungsring am Dachboden des alten Hauses stammen könnte und lernt obendrein noch zwei interessante junge Männer kennen.
Spannende Szenen rund um Digitalforensikerin Samantha Fisher ziehen des Lesers Aufmerksamkeit sofort auf sich. Bestens ins Geschehen verwoben wird alsbald Elsie Hatchetts Geschichte aus den Jahren 1937/38, wodurch die Spannung gleich noch weiter angefacht wird. Auf berührende Art und Weise fängt Karin Lindberg das mutige Leben der kleinen Sekretärin bei der Londoner Times ein und zeigt – im Kontext von Politik und gesellschaftlichen Konventionen – wie rasch kleine Entscheidungen große Veränderungen nach sich ziehen können. Sowohl der Handlungsstrang in der Gegenwart als auch jener in der Vergangenheit präsentieren sorgfältig und realistisch gezeichnete Charaktere, die Atmosphäre im alten London ist ebenso gut eingefangen wie im malerischen Cornwall, wo es aber auch nicht ganz ohne Ränke und Intrigen zugeht. Nicht nur Sam und Elsie wachsen einem schnell ans Herz, auch die anderen Figuren (bis auf einige wenige Widerlinge, die halt nicht wegzudenken sind) wachsen über ihre (Neben)Rollen hinaus und bereichern das Geschehen auf angenehme Weise und schließlich sorgt auch noch der braun-weiße Springer Spaniel Drift für unterhaltsame Momente.
Auf den konkreten Inhalt kann ich gar nicht genauer eingehen ohne interessante Details zu verraten, es geht aber um nicht standesgemäße Verbindungen, um Ungleichheiten und Gegensätze, die einander anziehen, so viel sei gesagt. Lindbergs Schreibstil ist gewohnt bildreich und flüssig, sodass man von der ersten bis zur letzten Seite völlig abtauchen kann in eine wunderbare Geschichte, die mich auch diesmal wieder sehr berührt hat.
Eine wunderbare Reise zwischen zwei Zeitebenen, welche bestens recherchierte historische Fakten mit fiktiven Romanelementen verknüpft. Leseempfehlung!
Rezensionen von clematis:
Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel
Luisas Erinnerung
Durch Luisas fotografisches Gedächtnis erinnert sich die Medizinstudentin sofort an das Gesicht auf dem Plakat vor der Uni – die abgebildete vermisste Frau war siebzehn Jahre zuvor in ihren eigenen Entführungsfall verwickelt und scheint nun selbst zum Opfer geworden zu sein. Während die Verbrechenstat für die fünfjährige Luisa damals glimpflich ausgegangen ist, steht die Polizei nun vor einem schier unlösbaren Rätsel.
Einen großartigen Reihenauftakt präsentiert Arno Strobel mit diesem ersten Fall, neben markanten neuen Ermittlern treten am Rande auch altbekannte Figuren auf und wecken Erinnerungen an bisherige Mordaufklärungen. Mit der aktuellen kniffligen Entführungstat schafft der Autor den perfekten Übergang zur neuen Cold-Case-Einheit, welche sich gerade eben im KK11 im Aufbau befindet. Besonders ist hier, dass mit der Medizinstudentin Luisa eine Privatperson Informationen liefert und dadurch die Polizeiarbeit für die Gruppe rund um Ramin Brunner wesentlich unterstützt. Spannend reiht sich ein kurzes Kapitel ans nächste, der Sog der Handlung packt einen schnell, denn es gilt grausamerweise nicht nur eine erwachsene Frau als vermisst, nein, es verschwinden auch kleine Mädchen plötzlich von der Bildfläche. Durch akribische Fahndungsarbeit und kluge Kombination führt die Spur über Luisas detailgenaue Erinnerungen, in ihrem Gedächtnis abgespeicherte Bilder und Gerüche schlussendlich zum Erfolg und bereitet den Weg für weitere fesselnde Altfälle in München.
Ein flott verfasster, bestens dargestellter Band 1 einer neuen Reihe rund um Luisa und Brunner – Leseempfehlung!
Rezensionen von LEXI:
Der Pakt der Verräter von Ellin Carsta
Ein nicht endender Albtraum
Ein nicht endender Albtraum
„Das Leben gleicht einem Schachspiel, in dem es gilt, die Züge des Gegners vorauszusehen und ihn so lange in Sicherheit zu wiegen, bis er sich unweigerlich in eine Position manövriert hat, aus der er nicht wieder herauskommt.“
Mit „Der Pakt der Verräter“ präsentiert die Autorin Ellin Carsta den nunmehr dreizehnten Band ihrer Erfolgsreihe um die Familien von Falkenbach und Lehmann.
Nach einem kurzen Prolog startet die Handlung im Oktober des Jahres 1943. Deutschland befindet sich bereits über vier Jahre lang im Krieg, Mussolini wurde gestürzt und die Alliierten rücken in Sizilien vor. Die Angst ist ein steter Begleiter im Leben der Menschen, die auf ein Ende der faschistischen Schreckensherrschaft hoffen und sich nach Frieden sehnen.
Auf Gut Falkenbach bangt man um Gustav von Falkenbach und Leopold Lehmann, die sich beide an der Front befinden. Paul-Friedrich von Falkenbach quälen immer noch die Nachwirkungen der Beinamputation, er scheint zudem bei seiner Frau Dorothea endgültig in Ungnade gefallen zu sein. Wilhelm Lehmann hingegen leidet darunter, dass er seinen kaum genesenen Sohn Leopold nicht vor der erneuten Einberufung bewahren konnte. Und obgleich Wilhelm eine einzigartige Freundschaft mit Paul-Friedrich verbindet, hat er zum ersten Mal Geheimnisse vor ihm. Die beiden Familien sorgen sich obendrein um das Wohlergehen von Wilhelmine und Johannes, die sich im Vorgängerband in letzter Sekunde den Schergen der Nationalsozialisten entziehen konnten. Obgleich der Fokus im aktuellen Band vorwiegend auf dem geschickten Taktieren Paul-Friedrichs und den Ereignissen auf Gut Falkenbach liegt, gibt die Autorin auch kurze Einblicke in die Ereignisse an der Front aus der Sicht von Gustav und Leopold. Ein Brief aus Amerika ermöglicht darüber hinaus auch Irma Lehmann einen kleinen Gastauftritt, während der hartnäckige und unbarmherzige SS-Hauptsturmführer Alfred Breuer nach wie vor alles daransetzt, um die Familien zu vernichten.
Ellin Carsta bestückte ihre Geschichte mit den altbekannten Charakteren, fügte historische Hintergrundinformationen dazu und würzte das Ganze mit einer Prise Spannung und Emotionen. Die authentischen Charaktere, deren Entwicklung man im Verlauf der zahlreichen Vorgängerbücher sehr gut verfolgen kann, sowie der einnehmende Schreibstil tragen abgesehen vom interessanten Plot wesentlich zum Erfolg dieser Buchreihe bei.
Im aktuellen Band dieser Reihe hat mir die Entwicklung um Dorothea von Falkenbach sehr zugesagt, während die latente Bedrohung durch Elisabeths Verrat, deren Unberechenbarkeit, aber auch die unerbittliche Hartnäckigkeit Breuers den Spannungsbogen aufrechterhält.
Ich fühlte mich auch durch die aktuelle Neuerscheinung ausgezeichnet unterhalten, verfolgte in gespannter Erwartung die Geschicke auf Gut Falkenbach, bangte und hoffte mit einem mittlerweile abgestumpften Gustav und einem merklich geläuterten Leopold um deren Leben. Und ich fragte mich, ob Paul-Friedrich und Wilhelm es tatsächlich wagen würden, einen Pakt mit Verrätern einzugehen und das Leben ihrer Familien aufs Spiel zu setzen.
Das optisch sehr ansprechende Buchcover stellt wie gewohnt einen Blickfang dar, die einheitliche Gestaltung hinsichtlich Schrift und Farbwahl hat für mich mittlerweile Wiedererkennungswert und vermittelt eine gewisse Verbundenheit mit diesem herrschaftlichen Anwesen sowie deren Bewohnern.
FAZIT: „Der Pakt der Verräter“ war ebenso wie die Vorgängerbände eine fesselnde Lektüre, die mir ausnehmend gut gefallen hat. Als großer Fan der Reihe sind mir die Familienmitglieder mittlerweile ans Herz gewachsen und ich genoss es, die Entwicklung der einzelnen Charaktere, aber auch die innerfamiliären Konflikte und Beziehungen mitzuverfolgen. Die Autorin versteht es, ihre Leser emotional einzubeziehen und wartet erneut mit einer interessanten Geschichte sowie dem obligatorischen Cliffhanger am Ende des Buches auf. Ich kann es kaum erwarten, in einem vierzehnten Band zu erfahren, ob Paul-Friedrich Hitlers Bluthund Alfred Breuer erneut überlisten kann und wie es den von Falkenbachs und Lehmanns wohl gelingen wird, die Zeit bis zum Ende des Krieges unbeschadet zu überstehen.
Ich vergebe auch diesmal wieder fünf Bewertungssterne und eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Reiseweise:
Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann
Nachdenklich
In ihrem neuen Buch macht sich die Autorin auf den Weg nach Radom in Polen, um etwas über ihren Großvater, der bei der SS war und den sie nie kennen gelernt hat, herauszufinden. Ihre Mutter hat ihr kaum etwas über ihn erzählt und sie empfindet dies als eine große Leerstelle in der Familiengeschichte, die sie gerne schließen möchte.
Im Laufe der Recherchen muss sie aber feststellen, dass sie diese Lücke nicht schließen können wird - zu viel wurde vergessen, zu wenige Informationen haben überdauert und zu viel bleibt offen. Dies nimmt sie zum Anlass, um darüber nachzudenken, wie Erinnerungen in Familien funktionieren und was und wie erinnert wird. Sie reist weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und sinniert darüber, wie sich selbst Geschwister manches erzählen und manches verschweigen.
Insgesamt ein sehr nachdenkliches Buch, in dem man der Autorin auf ihrer Sinnsuche folgen kann und selbst ins Nachdenken gerät, wie Erinnern in der eigenen Familie funktioniert (oder nicht). Nachdenklich und besonnen!
Rezensionen von kabo16:
Schattenmädchen von Frida Skybäck
Ermordete Studentinnen an Elite-Universität in Lund?
Das Cover passt wirklich sehr gut zu diesem schwedischen Krimi. Es ist der dritte Band von dem Ermittler-Duo Fredrika Storm und Henry Calment.
Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, kommt man gut in die Story rein.
Die Geschichte spielt in der Universitätsstadt Lund. Eine Studentin verschwindet von der Party eines Technologieunternehmens, später wird ihre Leiche gefunden.
Die Ermittler entdecken, dass es vor Jahren schon mal so einen Fall gab. Der Täter wurde gefasst, hat aber immer seine Unschuld beteuert. Auch hier war es eine Studentin, die verschwand.
Es geht spannend zu, allerdings bin ich mit Frederika Storm nicht warm geworden. Sie stellt ihr Privatleben in den Hintergrund und arbeitet geradezu verbissen an diesem Fall. Für mich ist das nicht glaubwürdig.
Es gibt von Anfang an in ihren Augen nur einen Verdächtigen für Frederika. Wo doch gerade in der heutigen Zeit vieles manipulierbar ist.
Ihr Kollege Henry geht den Fall ruhiger an, trotz privater Probleme.
Das Ende finde ich wiederum sehr gelungen und spannend.










