Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sheilo:
Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein von Sonja Blattmann; Karin Derks
Schon für kleine Kinder zu empfehlen
Meine Kinder haben den Kinderschutz-Rap im Zuge eines Projektes in der Kita gelernt und wir sind so auf "Nein ist Nein! Das Gilt für Groß und Klein" gestoßen. Im Buch wird der Rap wundervoll aufgearbeitet, mit ansprechenden, kindgerechten Illustrationen und die Bilder machen so den Inhalt der Zeilen verständlich, sodass dieses Buch auch schon für kleinere Kinder geeignet ist.
Den Kindern wird vermittelt, dass sie jederzeit Nein sagen dürfen. Als Kind muss man es nicht akzeptieren, wenn Menschen, auch aus dem nahen Umfeld, wie zum Beispiel Verwandte, einen ungefragt berühren oder Dinge mit einem tun, die man nicht möchte (wie beispielsweise gedrückt werden). Man darf dies klar kommunizieren und so die persönlichen Grenzen setzen, was Kinder meist erst lernen müssen und sie durch den Rap darin bestärkt werden.
Für mich ist das Thema sehr wichtig, denn es stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder und sie lernen, wie man in Situationen reagiert. "Nein ist Nein! Das Gilt für Groß und Klein" ist daher ein perfektes Geschenk für unsere Jüngsten ab 3 Jahren.
Rezensionen von Kwinsu:
Das Leuchten des Himmels an dunklen Tagen von Elli Kolb
Ruhig und feinfühlig: ein Highlight!
Sie war warm, sie kannte und herzte uns, aber eigentlich gehörte sie ganz woanders hin, zu anderen Tauben, in die Luft, sie wollte frei sein, wir alle wollten frei sein, und für mich gehörten Liebe und Freiheit auch irgendwie zusammen." (S. 208)
Romy trauert: ihr geliebter Opa Egon ist gestorben, jener Mann, der für sie war wie ein Vater, der sie großgezogen hat und ihr so viele Dinge über das Leben beibrachte.
Sie weiß gar nicht recht, wie sie mit diesem Schicksalsschlag umgehen soll, reißt er sie doch in ein tiefes Gefühl der Einsamkeit. Doch gleichzeitig lernt sie Jakob kennen und er steht ihr zur Seite. Gemeinsam pflegen sie eine verletzte Taube gesund und das Band zwischen ihnen wird stärker. Bald jedoch muss sich Jakob verabschieden und ihre beider Zukunft bleibt ungewiss...
Ich muss sagen wie es ist: Elli Kolb gehört zu meinen Lieblingsautorinnen. Wie kaum eine andere schafft sie es meines Erachtens, die Realität in Romanform wiederzugeben. Ihre Figuren sind dermaßen authentisch, dass sie sich fast anfühlen wie Freund*innen. All die Gefühle, die ruhig, feinfühlig und vor allem unaufgeregt beschrieben werden, sind sehr nachvollziehbar. Hier gibt es kein Schwarz oder Weiß, das Leben bringt alle Facetten mit sich. Da kann Trauer gemeinsam mit Verliebtsein existieren, Mitgefühl mit Ärger, Sich-abgelehnt-fühlen mit Geborgenheit. Ich habe "9 Grad", den ersten Roman der Autorin, schon sehr geliebt, ob der Ehrlichkeit und Nachvollziehbarkeit, "Das Leuchten des Himmels an dunklen Tagen" ist mir fast noch mehr ans Herz gewachsen. Mag sein, dass das auch mit den Tauben zu tun hat.
Wir lernen sehr viel über diese missverstandenen Vögel, doch niemals belehrend, sondern natürlich eingewoben in die Geschichte. Genauso viel erfahren wir über den Schmerz der Trauer, das Gefühl, nicht zu wissen wie man mit dem Tod umgehen soll, den langsamen Aufbau von romantischen Gefühlen, der nicht einheitlich geschieht, das feste Band der Freundschaft genauso wie über Enttäuschungen familiärer Natur. All das in einem Tempo, das ruhig voranschreitet, niemals scheint ein zeitliches Ungleichgewicht. Der Kreislauf des Lebens, mit seinen Höhen und Tiefen, ehrlich anhand einer Geschichte um Trauer, Freundschaft, Enttäuschung, Hoffnung und Mitgefühl dargestellt.
Mein Fazit: "Das Leuchten des Himmels an dunklen Tagen" ist ein tiefgehender Roman über die Zerrissenheit der Gefühlswelt, wenn Trauer und Hoffnung sich vereinen. Mit feinfühliger und ruhiger Art erleben wir die Geschichte um Protagonistin Romy, die von Beziehungen zu unterschiedlichen Menschen und Tieren handelt. Für mich ein absolutes Jahreshighlight und eine Empfehlung an alle, die unaufgeregte, tiefgehende und authentische Geschichten mögen.
Rezensionen von Emmmbeee:
Elf ist eine gerade Zahl von Martin Beyer
Menschliche Ausnahmesituationen
Als bei der Teenie-Tochter der Krebs gestreut hat und wiedergekommen ist, bricht die Welt von Mutter Katja und Paula zusammen. Katy versucht Zuversicht und Mut auszustrahlen. Da kommt auch der Großvater noch mit einem alternativen Heilungsvorschlag. Sie gerät ans Ende ihrer Kräfte. Dennoch bemüht sie sich, ihre Tochter aufzuheitern, zum Essen zu bewegen und abzulenken.
Dazu erzählt sie ihr eine erfundene Geschichte rund um einen Fuchs und ein Mädchen. Die Kraft der Gedanken soll aktiviert werden, um als Nebenwirkung der Kranken mehr Hoffnung und Optimismus zu schenken.
So entsteht eine Geschichte innerhalb der Rahmenhandlung, ähnlich wie im orientalischen Märchen Tausendundeine Nacht. Eigentlich eine gute Idee, nur habe ich die nötige Zugkraft vermisst. Neue Namen kommen hinzu, und man weiß nicht recht, soll man Bezüge zum realen Alltag des Mädchens suchen, denn sein Plüschfuchs ist auf jeden Fall der Anstoß zur Geschichte.
Um die eine Story besser von der anderen unterscheiden zu können, wurde die Erzählzeit geändert. In der Rahmenhandlung ist es die Gegenwart, in der Fuchserzählung die Vergangenheit. Auch das kann, ebenso wie die vorkommenden Personen, zu Interpretationen verleiten. Mir schien es etwas mühsam, und ich muss es gestehen: Es hat mich gelangweilt. Die Spannung konnte mich nicht halten, ich wollte nur noch vorwärtsmachen.
Der Sprachstil hat mir zugesagt, die Zeichnung der Charaktere ist der Autorin zweifellos sehr gut gelungen. Dennoch tut es mir leid, auch in der Mitte des Romans war ich noch nicht vom Werk gepackt. Drum habe ich es nicht mehr zu Ende gelesen.
Literatur und Lesefreude hängen sehr vom persönlichen Geschmack ab, und ein Nicht-Gefallen ist keineswegs eine Wertung. Bitte nicht missverstehen!
Das Cover ist in einer eher trübseligen Farbe gehalten, einzig der Pelz des Fuchses vermittelt ein wenig Wärme und Leben. Im Schaufenster aber kein Hingucker.
Rezensionen von MariasBooks:
Der Nachbar von Sebastian Fitzek
Gut, aber nicht meins.
Nichts für schwache Nerven
Zum Buch
Der Nachbar ist ein Standalone Psychothriller aus der Feder von Sebastian Fitzek. Das Buch ist im Droemer Verlag erschienen.
Erwartung
Fitzek ist wohl einer der berühmtesten deutschen Autoren der aktuellen Zeit.
Dennoch habe ich bisher nur 1 Buch von ihm gelesen, und war bei diesem eher zwiegespalten.
Jetzt wollte ich Fitzek eine zweite und letzte Chance geben und schauen, ob er mich nicht doch auch noch so wie viele andere catchen kann.
Gestaltung
Ich habe das Buch als eBook gelesen.
Das Cover ist minimalistisch aber passend fürs Genre gehalten. Die Hülle mit Special Effekt in der gedruckten Version ist eine nette Spielerei und mal was neues.
Das Innenleben beim eBook ist hingegen weniger kreativ und nur sehr schlicht gehalten. Die Überschriften zu den POV hätte man etwas prominenter Gestalten können, diese waren leicht zu überlesen und war dann beim Lesen sehr verwirrt. Bei der Formatierung des eBooks hat mich gestört, dass die Absätze, die ein Auszug aus einem Buch darstellten, eine komplett andere Schriftgröße als der restliche Standardtext hatte. Eine gestalterische Hervorhebung dieser Zitate finde ich gut, allerdings war die Schrift gefühlt 3 mal so groß wie die restliche Schrift , sodass man bei den jeweiligen Abschnitten immer die Schriftart umstellen musste um sie gut lesen zu können.
Nun zum inhaltlichen und fangen wir dabei mit den Charakteren an.
Fitzek schreibt Charactere mit Kanten und vor allem Abgründen. Das beherrscht er auch sehr gut. Vor allem, dass er diese Abgründe auch in diesem Buch erst nach und nach der Leserschaft offenbart, macht das Buch sehr spannend und lässt einem die Meinung zu Characteren innerhalb von wenigen Seiten um 180 Grad ändern. Generell haben mir in diesem Buch die Charactere sehr gut gefallen und fand sie auch großteils auch nachvollziehbar. Ich habe mir allerdings mit der großen Anzahl an Charakteren und den vielen Verstrickungen und Verbindungen untereinander auf den nur knapp 400 Seiten etwas schwer getan. Wer sich hier etwas schwer tut, sollte sich am besten ein paar Notizen machen, um spätere Plottwists besser verstehen zu können.
Auch der Schreibstil in diesem Buch ist ein Pluspunkt. Dieser ist sehr präzise und ohen große Umschweife. Die Kapitel sind kurz und voller Handlung. Man hat stehts das Gefühl, das Buch aufgrund der nächsten Handlung nicht weglegen zu können. Zudem haben mir die kreativen Ideen gut gefallen, die eben nicht 0815 waren und das ganze ziemlich erfrischend gemacht haben, für jemanden der recht viel liest.
Aber ich habe neben oben genannten auch noch andere Kritikpunkte zu dem Buch.
Für mich persönlich war das Buch zu brutal, die Tötungsmethoden zu grafisch geschildert. Manche sagen sicher, das macht seine Bücher aus, aber ich persönlich mag spannende Bücher ohne blutige Details mehr. Außerdem fand ich, wie auch schon bei meinem anderen Fitzek-Buch manche Auflösungen nicht wirklich nachvollziehbar und etwas an den Haaren herbeigezogen bzw. zu sehr geplotted. Zudem fand ich das letzte Kapitel etwas unnötig und hätte das Buch ohne besser gefunden.
Fazit: Ein gutes Buch, aber für mich persönlich nicht das Richtige. Ich kann nachvollziehen, warum so viele Menschen Fitzek Bücher mögen, aber ich werde in Zukunft lieber andere Autor:Innen lesen. Ich gebe 3,5 Sterne.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Der Doktor und der liebe Mord von René Anour
Herrlich schräg
Wenn man sich das Cover dieses Tierarzt-Krimis genau anschaut, erkennt man, dass es deutlich in Richtung Humor geht. Auch der Klappentext verrät selbiges. Doch dass es in Richtung schwarzer Humor geht, merkt man erst beim Lesen der ersten Kapitel. Mich erinnerte dieser Tierarzt-Krimi an die "Monsieur Comte"-Reihe von Pierre Martin.
Auch dort geht es um Auftragsmorde und der "Killer" will hier wie da eigentlich gar nicht morden. Doch von Anfang an:
Der scheue Tierarzt Severin Herr arbeitet in einer Praxis auf einem Gutshof, der altersschwache Tiere aufnimmt. Sein Chef, Professor Thalheim, ist arrogant, intrigant und ein Besserwisser. Das wird ihm - endlich! - zum Verhängnis, als er sich wieder einmal in eine Behandlung einmischt. Der Professor ist tot, glücklicherweise. Aber Severin denkt, er wäre schuld an Thalheims Tod. Damit dessen ungewöhnlicher Tod nicht auffällt, lässt sich Severin einiges einfallen.
Um den Hof zu halten, braucht Severin aber Geld, viel Geld. Wie er zu diesem kommen soll, für das hat eine Mitarbeiterin, Putzfrau Jedna, eine ihrer Meinung nach super Idee: er soll inoffiziell als Auftragskiller arbeiten, was ihm gar nicht gefällt. Der erste Auftrag lässt auch nicht lange auf sich warten. Doch Severin will erst die Unschuld dieser Person beweisen, bevor er sich auf den Deal einlässt. Derweil hat er dazu noch Kommissarin Helene Sommerfelt-Stur an der Backe, die skeptisch ist, was die Unschuld der Gutshof-Mitarbeitenden betrifft. Viel lieber hätte Severin mit dem umgänglichen Kommissar Albin zu tun, doch der kommt nur selten allein vorbei.
Es ist ein wirklich schräger Krimi mit vielen originellen Figuren. Severin Herr ist ein einfühlsamer Arzt, der sich um die Tiere und auch die Besitzer kümmert, das Herz hat er am rechten Fleck. Jedna ist undurchschaubar. Tierarzt-Gehilfe Tristan kommt daher wie ein hartherziger Rocker, ist aber äusserst sensibel und tierlieb. Von Tierpfleger Leopold hätte ich gerne ein bisschen mehr erfahren.
Der Schauplatz "Gnadenhof" ist gut gewählt, inhaltlich alles gewollt eine Spur zu überdreht. Der unterhaltende Krimi spielt in der kalten Jahreszeit, von daher wäre jetzt die perfekte Lesezeit für "Der Doktor und der liebe Mord". Und ihr habt keine Ahnung, wie oft ich mir den Titel falsch notierte: an den "lieben Mord" konnte ich mich einfach nicht gewöhnen, bei mir wurde immer "das liebe Vieh" daraus :-)
Fazit: Ideenreicher, schwarzhumoriger und unterhaltender Krimi. Wer in der Adventszeit eine nicht ganz so besinnliche, aber trotzdem zur Saison passende Lektüre lesen möchte, liegt hier goldrichtig.
4 Sterne.
Rezensionen von Kayli:
Maris Märchen von Shari Dietz; André Dietz
Wundervoll anders
Was für ein außergewöhnliches, großartiges Buch.
Das Buch ist von Mari. Mari ist ein bisschen anders als andere Kinder, aber was ist schon anders? Deshlab erzählt sie die nur zu gut bekannten Märchen etwas anders.
So gibt ein z.B. ein Downröschen - ein Mädchen mit Down-Syndrom, dass immer in ihrem Zimmer bleibt, weil es anders ist und sich nicht raus traut.
Bis sie auf jemanden trifft, der ihr zeigt, dass sie vielleicht anders aber wunderbar ist.
Abgesehen vom Schreibstil, der die Kinder zum kichern bringt und den schönen Illustrationen, ist es ein wirklich wichtiges Buch für mehr Toleranz und Anerkennung von Eigenheiten bzw. Besonderheiten und zeigt auch mal Kinder mit Behinderungen. Ich finde das Buch hat eine sehr wichtige Message - wir sind alle auf unsere Art etwas anders, aber wir sind auch alle wunderbar und wir haben alle eigene Stärken und Interessen und das macht uns alle zu etwas ganz Besonderem.
Ich kann es wirklich jedem empfehlen und vor allem auch Schule/ Kitas.
Rezensionen von Shilo:
Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer
Ein Antiquariat voller Rätsel
Diese Geschichte entwickelt ihr ganz eigenes Tempo. Die Atmosphäre baut sich Stück für Stück auf. Alles fügt sich ruhig zusammen, vieles zeigt sich nach und nach. Das passt gut zu diesem besonderen Setting, denn das Antiquariat wirkt wie ein Raum voller Schichten, die sich erst mit der Zeit öffnen.
Die beiden Zeitebenen greifen gut ineinander. Die frühen Jahre der vier jungen Männer im Graphischen Viertel zeigen, wie leicht sich Abenteuerlust und eine gewisse Orientierungslosigkeit zu etwas entwickeln können, das große Folgen hat. Kleine Hinweise auf ihre Suche nach besonderen Büchern, die nicht nur selten, sondern auch riskant sind, setzen Akzente, ohne die Handlung auszubremsen.
Die Rückkehr nach Leipzig nach dem Krieg hat einen ganz anderen Klang. Die zerstörte Stadt, die Unsicherheit und die Arbeit mit den geraubten Büchern verleihen der Geschichte eine spürbar schwerere Stimmung. Alte Wege kreuzen sich wieder, und Fragen, die lange verdrängt waren, stehen plötzlich im Raum. Dabei bleibt die Spannung eher ruhig, getragen von den inneren Konflikten und den Schatten früherer Entscheidungen.
Die Protagonisten wirken mit ihren Ecken und Kanten glaubwürdig. Ihre Entwicklung über die Jahre, die Risse in alten Freundschaften und der Umgang mit Schuld und Loyalität machen die Geschichte sehr anschaulich. Emotionen sind vorhanden, aber sie bleiben wohldosiert und sind nachvollziehbar.
Der Roman überzeugt weniger durch große Wendungen als durch die stetige Spannung, die zwischen den Zeilen entsteht. Historische Atmosphäre, menschliche Entscheidungen und leise Geheimnisse greifen ineinander und machen die Geschichte sehr lebendig. Einige Passagen ziehen sich etwas, was den Lesefluss spürbar bremst, dennoch bleibt die Geschichte insgesamt stimmungs- und eindrucksvoll.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Minangel:
Der kleine Igel und der turbulente Weihnachtstag von M Christina Butler
Eine neue lesenswerte Geschichte vom kleinen Igel
Unsere Meinung:
Als „Kleine Igel Fans“ mussten wir auch die neue Geschichte unbedingt lesen. Obwohl es noch herbstlich anmutend draußen war, wurden wir sofort durch das Öffnen des Buches in die Weihnachtszeit versetzt.
Dieses Mal ist schon der Heilige Abend angebrochen und der Igel freut sich ganz besonders auf weihnachtliche Aktivitäten.
Doch wie sollte es dem kleinen Igel anders gehen, als auch uns oft in der heutigen Zeit: es hat keiner Zeit und ist mit anderen Dingen und Befindlichkeiten beschäftigt. So findet sich der kleine Igel im Gefühlschaos aus Frust, Enttäuschung und der Frage: was ist mit meinen Freunden los? Haben sie mich noch gern? wieder.
Kindgerecht und einfühlsam werden diese Fragen aufgelöst und wer den kleinen Igel kennt, darf auch mit einem wunderbaren Happy End rechnen.
Ganz besonders möchten wir die stimmungsvollen Zeichnungen mit verspielten Details erwähnen, die sich über die gesamten Doppelseiten erstrecken und zum Betrachten einladen, alleine durch die farblich tolle Auswahl.
Fazit: absolut lesenswert und es bringt sehr schöne Stimmung mit der Erkenntnis: auch wenn mal jemand beschäftigt ist und vergisst, heißt das nicht, dass die wichtigsten Dinge vergessen werden, die man im Herzen trägt. Von uns gibt es stachelweiche 5 Lesesterne.
Rezensionen von Minangel:
24 Lichtmomente in der Weihnachtszeit von Birgit Ortmüller
Kleine Glitzermomente für dich
Meine Meinung: Ganz klein und doch so voller besinnlichen ideellen Geschenken kommt der kleine Adventskalender daher. Mit den Massen von 10,5 und 4,5 cm findet er auch auf jedem Schreibtisch Platz und erinnert uns so im Advent an die baldige Geburt von Jesus.
Es sind Anregungen, christliche Impulse, Gedanken und vor allem stimmungsvolle Bilder, die allein schon durchs Betrachten wirken.
Ein kleiner Holzaufsteller hält die Karten fest und es wird täglich eine neue Karte eingesteckt. Das Bild auf der Vorderseite wird durch ein Schlagwort und der Tageszahl ergänzt und auf der Rückseite befindet sich der Text.
Es ist auch ein wunderbares Wichtelgeschenk, das sicherlich noch Jahre in Verwendung ist.
Fazit: ich freue mich heuer ganz besonders, mit diesen Lichtmomenten durch den Advent zu wandeln. Von mir gibt es 5 besinnliche Sternchen für den Miniadventskalender.
Rezensionen von Micki:
Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels von Vea Kaiser
Humor, Tiefgang und Wiener Charme in Vea Kaisers neuem Meisterwerk
Vea Kaiser hat mit ihrem neuesten Werk "Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels" wieder einmal eine Meisterleistung abgeliefert, die mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen hat. Auch ihre bisherigen Bücher fand ich toll – und auch dieses ist keine Ausnahme.
Im Gegenteil, es ist wohl eines der unterhaltsamsten, schlagfertigsten und tiefgründigsten Werke, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Kaiser versteht es meisterhaft, eine Geschichte zu erzählen, die sowohl humorvoll als auch schonungslos realistisch ist. Die Protagonistin Angelika ist eine unglaublich vielschichtige Figur. Sie ist nicht nur die „Königin des Grand Hotels“, sondern auch eine Frau, die an den Herausforderungen des Lebens zerbricht. Ihre Überforderung – sowohl im Beruf als auch im Privatleben – wird so überzeugend und feinfühlig beschrieben, dass man als Leser*in mit ihr mitfühlt. Dass sie nach dem Gesetz eine Verbrecherin ist, macht die Sache nicht weniger komplex, aber was Kaiser hier auf brillante Weise schafft: Man kann ihr die Tat kein bisschen übelnehmen. Ganz im Gegenteil: Man fühlt sich eher mit ihr verbunden, weil ihre Handlung – auch wenn sie ein Verbrechen darstellt – eine gewisse Menschlichkeit, ja Fast-Verzweiflung in sich trägt.
Der Wiener Dialekt, in dem viele Teile der Geschichte erzählt werden, ist ein weiteres Highlight. Es gibt dem Buch eine Authentizität, die es besonders macht. Der Humor, der aus diesen Dialogen spricht, ist ebenso scharfsinnig wie liebevoll. Manchmal fühlt es sich an, als ob man in einem Café in Wien sitzen würde, um mit den Figuren ein Glas Wein zu trinken und über das Leben zu plaudern – voller Ironie, Lebensweisheit und einem Schuss Wahnsinn.
Was "Fabula Rasa" so besonders macht, ist auch die Balance zwischen Unterhaltung und sozialer Kommentierung. Die Autorin schafft es, eine spannende, fast schon süchtig machende Geschichte zu erzählen, die einen ganz nebenbei zum Nachdenken anregt. Es ist ein Pageturner, der sich leicht liest und dennoch tiefgründige Themen anspricht. Und genau das ist es, was ich an Vea Kaisers Schreibstil so schätze: Sie kann einen nicht nur unterhalten, sondern auch zum Reflektieren anregen, ohne dabei den Humor und die Leichtigkeit aus den Augen zu verlieren.
Zusammengefasst: "Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels" ist eine brillante Mischung aus Humor, scharfsinniger Beobachtung und einer tiefen Auseinandersetzung mit menschlicher Überforderung und Verzweiflung. Ein absolutes Lesevergnügen, das zeigt, warum Vea Kaiser zu den besten Autorinnen der Gegenwart zählt. Wer auf der Suche nach einem Pageturner ist, der einen gleichzeitig zum Schmunzeln und Nachdenken bringt, sollte dieses Buch unbedingt in die Hand nehmen.
Ich freue mich schon auf das nächste Buch von ihr – ihre Geschichten sind einfach immer wieder ein Highlight!











