Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katja K.:
Rewrite My Rules | Emotionaler Liebesroman | New Adult Romance über Angst vor Gefühlen und Mut zum Neuanfang von Caro Müller
Etwas unausgereift und eher für zwischendurch
Bei diesem Buch bin ich zwiegespalten. Ich habe deutlich gemerkt, dass es sich um einen Debüt-Roman handelt, da die Charaktere teilweise etwas vereinfacht dargestellt wurden, die Beziehung sich zu schnell entwickelte und ich vor allem immer mal wieder über den Schreibstil gestolpert bin und über die repetitiven inneren Monologe und Grübeleien der Charaktere.
Diese haben den Roman meiner Meinung nach unnötig in die Länge gezogen und Spannung herausgenommen.
Auf der anderen Seite habe ich auch das Potenzial gesehen. Gut hat mir gefallen, dass vor allem bei Casey durchaus eine Entwicklung festzustellen war, auch wenn sie mir als Protagonistin bis zuletzt ein wenig zu blass und abwartend war. Gegen Ende fand ich auch die Emotionen der Charaktere ganz gut spürbar. Jacobs Entwicklung hingegen fand ich nicht so hundertprozentig überzeugend. Das Setting in Kalifornien mochte ich sehr, ebenso die sympathischen Nebencharaktere, die Found Family-Vibes verströmt haben.
Insgesamt fehlte es mir an Tiefe und Spannung, welche auch durch die vermeidbaren ausführlichen und detailreichen Schilderungen gelitten haben. Ich war einfach nicht so gefesselt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Casey und Jacob weitergeht. Allerdings hatte ich auch nicht das Bedürfnis, das Buch abzubrechen.
Ich würde diese Romance eher für zwischendurch empfehlen, wenn man etwas Leichtes braucht oder eine Lektüre für den Strand.
Rezensionen von Tina:
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast
Gefangen zwischen Überleben und Moral
Ich habe To Cage a Wild Bird von Brooke Fast mit großen Erwartungen begonnen – und wurde emotional komplett abgeholt.
Die Geschichte spielt in einer düsteren, gnadenlosen Dystopie, in der das Überleben täglich neu erkämpft werden muss. Ich begleite Raven, eine Kopfgeldjägerin, die für Credits Menschen ausliefert und damit indirekt über Leben und Tod entscheidet.
Was mich sofort gepackt hat, war ihr innerer Konflikt: Sie ist hart, abgeklärt und brutal ehrlich – und gleichzeitig voller Schuld, Angst und Liebe für ihren Bruder. Diese Zerrissenheit zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und hat dafür gesorgt, dass ich Raven nicht nur verstanden, sondern regelrecht gefühlt habe.
Der Schreibstil ist rau, direkt und stellenweise schmerzhaft intensiv. Gewalt, Ungerechtigkeit und moralische Grauzonen werden nicht beschönigt, was die Welt extrem glaubwürdig macht. Besonders stark fand ich die Gesellschaftskritik: Machtmissbrauch, Klassenunterschiede und ein System, das Menschen zu Ware macht, wirken erschreckend nah an unserer Realität. Die Romance entwickelt sich langsam und glaubwürdig, ohne die düstere Grundstimmung zu unterbrechen – genau das mag ich an Fantasy-Romance.
Natürlich ist nicht alles perfekt: Manche Passagen hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe oder Ruhe vertragen, weil das Tempo stellenweise sehr hoch ist. Trotzdem hat mich die Geschichte emotional so sehr gepackt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.
Rezensionen von Tina:
Rewrite My Rules | Emotionaler Liebesroman | New Adult Romance über Angst vor Gefühlen und Mut zum Neuanfang von Caro Müller
Mutig, emotional, hoffnungsvoll
Ich habe Rewrite My Rules mit gemischten Erwartungen begonnen und wurde positiv überrascht. Die Geschichte rund um Casey, die nach einem tiefen Vertrauensbruch einen Neuanfang in San Diego wagt, hat mich emotional schnell abgeholt. Besonders gut gefallen hat mir, wie authentisch ihre innere Zerrissenheit dargestellt wird – der Schock, die Unsicherheit und gleichzeitig der leise Wunsch, wieder zu sich selbst zu finden, wirken sehr nahbar und realistisch.
Der Schreibstil ist flüssig, modern und angenehm bildhaft. Ich konnte mich leicht in Caseys Gedankenwelt hineinversetzen und habe ihren Schmerz, aber auch ihre vorsichtige Hoffnung, gut nachvollziehen können. Die Nebenfiguren, allen voran Ali, Liv und später Jacob, bringen Dynamik, Humor und Wärme in die Geschichte. Sie lockern die ernsteren Themen auf, ohne sie ins Lächerliche zu ziehen. Besonders die Dialoge empfand ich als lebendig und natürlich – nichts wirkte gekünstelt oder überzogen.
Thematisch geht es um Selbstfindung, Neuanfänge, Freundschaft und natürlich um eine sich langsam anbahnende Liebesgeschichte. Mir hat gefallen, dass die Romantik nicht sofort im Vordergrund steht, sondern sich behutsam entwickelt. Dadurch fühlt sich die Geschichte glaubwürdig an und nicht wie eine typische, überstürzte Liebesstory.
Rewrite My Rules ist für mich ein gefühlvoller, moderner Liebesroman mit Tiefgang, der zeigt, dass ein gebrochenes Herz nicht das Ende, sondern manchmal der Anfang von etwas Neuem sein kann. Ich habe das Buch gern gelesen und empfehle es allen, die emotionale Geschichten mit authentischen Figuren und einem Hauch Neuanfangs-Feeling mögen."
Rezensionen von rainbowly:
Ein Zuhause im Frühling von Julie Caplin
Cozy Romance
Inhalt
Ella braucht dringend eine Auszeit und nimmt deshalb das Angebot ihrer Tante an, 6 Monate ihr Cottage im verschlafenen Wilsgrave zu hüten. Eigentlich will Ella nur allein sein und malen. Doch da machen ihr die Dorfbewohner und ein Hund einen Strich durch die Rechnung.
Sprache
Die Geschichte ist genau, was man erwartet - gemütlich, humorvoll und romantisch, aber trotzdem nicht oberflächlich oder kitschig.
Ich hab etwas gebraucht, um mit der Protagonistin Ella warm zu werden. Ich konnte viele Handlungen und Gedankengänge nicht so gut nachvollziehen. Doch das hat sich im Laufe der Geschichte gelegt. Sie findet Freunde und integriert sich in die Dorfgemeinschaft. Das hilft ihr offener zu werden und klarer zu sehen, was im Leben wirklich zählt.
Das Dorf, in das Ella kommt, vermittelt so ein typisches Kleinstadtsetting mit liebevollen, aber auch etwas schrägen Bewohnern, die zusammenhalten und ihre ganz eigenen Traditionen haben. Die Frühlingsstimmung, die der Titel verspricht, kam für mich leider nicht so gut rüber.
Man erhält außerdem ein wenig Einblick in die Welt der Kunst, in die Arbeit einer Illustratorin und auch in die eines Tierarztes. Auch das Thema Haustierhaltung bekommt seinen Platz. Das macht die Geschichte interessant und abwechslungsreich.
Die Liebesgeschichte, die sich entwickelt, hat mir gut gefallen. Ich finde die Protagonisten haben gute Gespräche geführt, Vertrauen aufgebaut und sich ganz langsam angenähert und das hat dazu geführt, dass sie später auch Hürden überwinden konnten.
Im zweiten Band dieser Reihe soll es um Bets gehen, deshalb reizt sie mich sehr. Denn Bets ist ein echter Sonnenschein.
Fazit
Genau was ich erwartete habe - eine gemütliche, romantische Geschichte.
Rezensionen von milky:
Villa Rivolta von Daniel Speck
Italienisches Lebensgefühl
Mit Villa Rivolta legt Daniel Speck einen vielschichtigen Roman vor, der Geschichte und persönliche Schicksale kunstvoll miteinander verwebt: große Gefühle vor historischer Kulisse – atmosphärisch und zugleich gut recherchiert.
Das Cover mit seiner warmen, mediterranen Gestaltung passt perfekt zur Thematik des Romans und hat mir auf Anhieb gefallen.
Im Zentrum der Geschichte steht eine Familiengeschichte, die sich über Generationen spannt und eng mit historischen Umbrüchen verbunden ist. Schauplatz ist Italien, dessen gesellschaftliche und politische Entwicklungen eine bedeutende Rolle spielen.
Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und gut recherchiert. Besonders gelungen finde ich die authentischen Figuren, die mit ihren Stärken und Schwächen glaubwürdig wirken. Manche Passagen sind etwas ausführlich, verleihen der Geschichte aber Tiefe.
Fazit: Für alle, die epische Familiengeschichten lieben, sich für europäische Geschichte interessieren und gern in detailreiche, stimmungsvolle Welten eintauchen, ist es genau das richtige.
Rezensionen von jori1020:
Restsommer von Kea von Garnier
Mein Sommerbuch des Jahres (schon im Februar)
Es ist erst Februar, aber 'Restsommer' hat für mich jetzt schon das Potenzial, eines meiner Lieblingsbücher des Jahres zu werden. Im Debütroman von Kea von Garnier begleiten wir den 16-jährigen Dominik einen Sommer lang durch die wohl die prägendste Phase seines Lebens: das Erwachsenwerden.
Dominik wächst in einem kleinen, beschaulichen Dorf auf und führt ein scheinbar vorgezeichnetes Leben.
Als einziges Kind soll er eines Tages das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen, in dem er neben der Schule bereits mitarbeitet. Doch mit dem Auftauchen von Benjamin, genannt „Biff“, aus Berlin gerät diese Ordnung ins Wanken. Der neue Mitschüler bringt nicht nur einen neuen, frischen Wind in die Provinz, sondern stellt Dominiks bisherige Gewissheiten grundlegend infrage. Immer stärker zweifelt er daran, ob der vorgezeichnete Lebensweg wirklich seiner ist, ob er für immer in einem Dorf bleiben möchte, das sich zunehmend eng anfühlt, und ob es für ihn nicht auch andere Lebensrealitäten jenseits des Heteronormativen gibt.
Der Roman vereint klassische Elemente des Coming-of-Age- und Sommerromans: erste Liebe und Sexualität, Konflikte mit Eltern und Schule, Freundschaften, Identitätssuche, dazu Szenen im Freibad, am Badesee und auf dem Hochhausdach. Kea von Garnier gelingt es dabei, durch ihre Sprache und ihre dichten Schilderungen eine besondere Stimmung zu erzeugen, die einen vollkommen in Dominiks Welt eintauchen lässt. Man erlebt seine Höhen und Tiefen intensiv mit und verdrückt am Ende vielleicht auch das ein oder andere Tränchen.
Mit einer gelungenen Mischung aus Humor und Tiefgang entstehen liebenswerte Figuren, die einem schnell ans Herz wachsen. Auch wenn das Buch das eine oder andere bekannte Klischee bedient, fällt das schlussendlich kaum ins Gewicht. Restsommer ist ein warmes, atmosphärisches und berührendes Debüt – ein wunderbares Buch und für mich ein absolutes Muss für alle, die Coming-of-Age-Geschichten und queere Liebesromane lieben.
Rezensionen von begine:
Zugwind von Iryna Fingerova
Bewegend und Authentisch
Iryna Fingerova ist wie ihre Protagonistin Mira in ihrem Roman, Zugwind, aus Odessa. Sie ist Ärztin, Journalistin und Schriftstellerin.
Die Autorin schreibt bewegend und authentisch. Sie erzählt ihr Leben.
Mira wird Hausärztin und da kommen viele Patienten aus der Ukraine. Als Patient fühlt man sich ja wohler, wenn der Arzt einen versteht.
Sie erfährt von ihren Patienten viel aus deren Leben und den Problemen, die sie mit der Bürokratie Deutschlands nicht so zurechtkommen.
Da sind die Angst und die Erfahrungen des Krieges und die Sehnsucht nach der Heimat. Zuhause hatten sie alles und jetzt ist alles beengt. Das ist ein Dilemma.
Seit der Krieg in der Ukraine angefangen ist gibt es bei Mira das schlechte Gewissen, das sie in Sicherheit ist und viele Freunde um ihr Leben bangen müssen.
Dann ist sie auch noch eine Jüdin und da kommt auch noch das Drama in Israel dazu.
Weil die Autorin das alles selber erlebt, ist man von diesem Roman total gefangen.
Da erfährt man von den Emotionen der Emigranten und lernt sie besser zu verstehen.
Rezensionen von Shilo:
Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber
Ein Buch, das nachklingt
Die Geschichte ist ruhig gehalten und bleibt nah am Geschehen. Das Lesen benötigt Zeit und Aufmerksamkeit.
Im Verlauf bleibt diese Ruhe bestehen. Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt. Es wird nicht alles erklärt, manches bleibt einfach stehen. Das macht das Lesen schwer, aber es wirkt glaubwürdig.
Denn nichts wird beschönigt.
Im Mittelpunkt stehen das Kind Maja und das, was nach der Tat übrig ist. Nicht nur Trauer, sondern auch Leere, Unsicherheit und viele offene Fragen. Der Alltag geht weiter, aber nichts fühlt sich normal an. Behörden, Gespräche und Entscheidungen laufen über Maja hinweg. Dabei wird spürbar, wie leicht ein Kind in solchen Situationen verloren gehen kann.
Mit Liv verändert sich der Ton etwas. Sie ist kein sicherer Halt und weiß selbst oft nicht weiter. Trotzdem entsteht zwischen ihr und Maja Nähe. Es sind einfache Momente, in denen sie zusammen Zeit verbringen. Gespräche, gemeinsames Nachdenken, stilles Beisammensein. Das löst nichts, aber es tut gut und gibt etwas Ruhe.
Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt. Jede Perspektive zeigt etwas anderes und ergänzt das Bild. So bekommt man ein Gefühl dafür, wie die Ereignisse alle treffen. Es gibt keine Erklärung, warum alles passiert, nur die Eindrücke der Beteiligten.
Die Geschichte hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Sie zeigt, wie Menschen auf Gewalt und Verlust reagieren. Das Lesen fordert Aufmerksamkeit, doch es lohnt sich.
Für Leser, die schwere Themen nicht scheuen und bereit sind, mit einem Kind und den Erwachsenen durch diese schwierige Zeit zu gehen, ist das Buch sehr zu empfehlen. Es berührt, ohne zu übertreiben, und bleibt lange im Kopf.
5 Sterne.
Rezensionen von Kokoloreslot:
The Ordeals von Rachel Greenlaw
Rivale oder Verbündeter?
Heldin ist Sophia, die ihrem grausamen Onkel, einem Sammler, entkommen will, indem sie an der Elite-Akademie Killmarth aufgenommen wird. Doch ihre dürftigen Fähigkeiten als Illusionistin allein reichen nicht aus, um die tödlichen Prüfungen zu bestehen.
Eine exklusive Schule, dunkle Geheimnisse, Prüfungen, bei denen es um alles geht, tiefe Gefühle und eine intensive Atmosphäre machen den Reiz von „The Ordeals“ aus.
Ich hab die Faszination für das Dark Academia-Setting und die düstere Mischung aus dramatischer Spannung und tödlicher Gefahr für mich entdeckt.
Die Autorin baut einen durchgehend spannenden Handlungsbogen auf. Es ist von Anfang an aufregend und schwer zu durchschauen. Deshalb war ich konstant neugierig auf den weiteren Verlauf und schätze die angespannte Stimmung, nie zu wissen, wie es ausgeht und wer Rivale oder Verbündeter ist. Die alleinige Perspektive der unerfahrenen Sophia lässt einen das Magiesystem ahnungslos kennenlernen, was mir besonders Spaß gemacht hat. Das schnelle und intensive Liebestempo zwischen Sophie und Alden war nicht meins, aber das gemeinsame bewältigen von einfallsreichen, magischen und grausamen Prüfungen umso mehr. Die Sogwirkung ist so gewaltig und der Schreibstil so süchtig machend, dass es mir schwer fiel, mit dem Lesen aufzuhören, überraschende Wendungen inklusive. Ich habe schon lange nicht mehr so mitgefiebert. Mehr davon! Ich freu mich auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson
Heiterer Spionageroman
Ein gesellschaftlichen Umbruchs in den frühen 1990er Jahren. Alles scheint möglich nach dem Ende des Kalten Krieges. Es geht um einen gefeierten Dichter in Rom, der auf einem Fest einem Doppelagenten begegnet, was seinem Leben eine ungewöhnliche Wendung verleiht. Der charmant redegewandte Lyriker Jakob und der ungeübte Agent Dieter brillieren mit ihren ironischen Dialogen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben.
Ein Dichter als Spion, der keinerlei Erfahrung oder Ausbildung hat? Fragwürdig, aber überraschend spaßig, actionreich und sprachlich präzise. Oberflächlich erzählt ist man zwar mehr dabei als mittendrin, aber die wenige Intensität hat der Atmosphäre und dem Vergnügen keinen Abbruch getan. Die Stimmung ist wechselhaft und springt zwischen bittersüßer Unbeschwertheit, dem turbulentem Abenteuer und dem Streben nach Unabhängigkeit und Erfüllung. Das ist witzig, klug, unbestimmt abwechslungsreich und einfach gute Unterhaltung.










