Kunden em pfehlungen
Rezensionen von dosi80:
Eisnebel von Kate Alice Marshall
Pageturner
Das Buch der US-amerikanischen Autorin Kate Alice Marschall „Eisnebel“ ist ein sehr gut gelungener Thriller.
Das Buch hat einen guten Schreibstil und ist spannend bis zur letzten Seite, außerdem hat es viele Wendungen.
Theodora, genannt Theo, verbringt mit ihrem Verlobten Connor die Vorweihnachtszeit im Anwesen seiner Familie, abgeschieden in den Bergen.
Doch dort ist sie nicht willkommen. Sie erhält immer wieder Nachrichten, dass sie verschwinden soll. Außerdem plagen sie immer wieder Albträume und sie hat das Gefühl, diese Gegend bereits zu kennen, obwohl sie sich nicht erinnern kann.
Immer mehr wird klar, dass die Familie Geheimnisse hat, die auf alle Fälle Geheimnisse bleiben sollen. Doch Theo hat auch selbst Geheimnisse.
Ein sehr spannendes Buch bis zur letzten Seite.
Freue mich auf das nächste Buch der Autorin.
Rezensionen von Anilam:
Der letzte Brief des Papstes von Clarissa van Elbrecht
Ein leiser Thriller voller Atmosphäre
Der letzte Brief des Papstes hat mich vor allem mit seiner besonderen Gestaltung überzeugt: klare Typografie, viel Raum und Seiten, die sofort eine ruhige Grundstimmung erzeugen. Diese Atmosphäre setzt sich im Text fort, der mit wenigen, präzisen Bildern eine dichte Spannung aufbaut. Schon die ersten Szenen – ein Schatten, ein stiller Gang, ein Blick, der zu viel verrät – zeigen, wie stark der Roman von Stimmung, Beobachtung und dem Unausgesprochenen lebt.
Der Schreibstil ist ruhig und zurückhaltend, aber gleichzeitig präzise genug, um sofort neugierig zu machen. Besonders die Begegnungen des Erzählers wirken authentisch und lassen spüren, dass hier mehr unter der Oberfläche brodelt, als offen ausgesprochen wird. So entsteht ein Thriller, der mich nicht mit wirren Wendungen, sondern mit feiner Spannung bis zum Schluss überzeugt hat.
Ich empfehle das Buch jedem, der besondere Atmosphären und klug erzählte Geheimnisse in Romanen mag.
Rezensionen von robertp:
Der Tag, an dem Barbara starb von Richard Hooton
Gedächtnislücke
Margaret Winterbottom ist 89 Jahre alt und ihr Gedächtnis lässt sie immer wieder im Stich. Als ihre Nachbarin und Freundin Barbara bei einem Einbruch ermordet wurde, ist sie sicher, dass sie noch etwas für die Tote hätte erledigen sollen. Gemeinsam mit ihrem Enkel James macht sie sich auf die Suchen nach ihren Erinnerungen und dem Mörder ihrer Nachbarin.
Es ist eigentlich eine Erzählung über das Zusammenleben und Erleben einer Demezkranken. Der Autor Richard Hooton hat, in seinem ersten Roman, viele Erinnerungen an seine Großmutter verarbeitet. Diese hat wie Margret, seine Romanheldin, an der Krankheit gelitten, die Seniorenmomente (man vergisst) erzeugt. Ganz langsam schleicht sich die Krankheit ein und versucht die Oberhand zu bekommen. Margaret greift auf Erinnerungen mit ihrem verstorbenen Ehemann zurück um sich zu orientieren. Hooton schildert überzeugend wie sich Menschen verhalten, die ihre Erinnerungen verlieren. Nebenbei erzählt er die Geschichte einer engagierten Frau, die im zweiten Weltkrieg bei der Dechiffrierungsabteilung Bletchley Park im Geheimdienst tätig war und im Alter am Kreuzworträtsel verzweifelt. Es ist mehr Familiengeschichte als Krimi, mehr Beziehung als Ermittlung.
Ich habe mit Margaret mitgelitten, wenn sie etwas krampfhaft zu erinnern versucht hat (letztlich passiert mir das jetzt auch schon öfters) und mir vorgestellt, wie es ist, wenn man sich selbst langsam vergisst.
Für alle die immer schon wissen wollten wie das Zusammenleben mit einer an Demenz erkrankten Person aussehen könnte. Gespickt mit Familienbeziehungen und einer Dosis Mordermittlung.
Rezensionen von Ameland:
Die MörderMitzi und der eiskalte Tod von Isabella Archan
Mitzi auf sich allein gestellt
Zur Entspannung gönnt sich die Mitzi ein einwöchiges Retreat in einer Hütte im Dachsteingebirge. Aber wie es nicht anders sein kann, findet sie eine Leiche. Ein Schneesturm verhindert jeglichen Kontakt zur Außenwelt, daher versucht Mitzi dieses Mal ohne ihre Freundin Agnes allein, dem Mörder auf die Spur zu kommen.
Ich mag die etwas naive Mitzi, die sich mit ihrer Leichtsinnigkeit immer wieder selbst in Gefahr bringt. Manchmal hilft ihr diese Naivität auch, um an Informationen zu kommen, aber nicht jeder lässt sich davon täuschen. Mitzi war wieder in ihrem Element und hat Kopf und Kragen riskiert. Zwischendurch dachte ich, dass das nicht immer gut ausgehen kann.
Isabella Archan hat sich für den siebten Krimi dieser Reihe eine wunderschöne Landschaft ausgesucht. Tief verschneite Wälder und Berge mit glitzerndem Schnee, aber dafür haben die Mitglieder der Retreat-Gruppe bald keinen Blick mehr. Auf dem begrenzten Raum mit den wenigen Teilnehmern herrscht statt Entspannung bald nur noch Misstrauen. Die Atmosphäre ist angespannt. Verdächtigungen werden ausgesprochen, aber noch herrscht Ungewissheit.
Voller Spannung und mit etwas Humor geschrieben, hat mich auch dieser Krimi mit Mitzi schnell in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat die Atmosphäre auf der Hütte sehr gut beschrieben. War ich zuerst noch neidisch auf diese Winterwunderwelt, so war ich anschließend froh, dort oben nicht dabei sein zu müssen.
Ein gelungener Krimi, bei dem ich lange miträtseln konnte, bei dem sowohl der Aufbau wie Handlung und Lösung passen. Ich möchte gerne mehr von der Mördermitzi lesen.
Rezensionen von Meli:
The Blackgate Invitation von Sarah Henning
Wie man als Fake-Hexe einen magischen Wettkampf überlebt
Die Schwestern Ruby und Wren werden von Marysas Blackgate eingestellt, um bei einem Dinner im berühmten Herrenhaus Hegemony Manor deren Enkeltöchter zu spielen. Doch als sich während des Dinners die Ereignisse überschlagen, finden die Schwestern heraus, dass alle anderen Gäste Hexen sind – und sie selbst sind mitten in einem magischen Wettkampf gelandet.
Ruby ist die Vernünftigere der beiden Schwestern, während Wren ein bisschen abenteuerlustiger ist und das Jobangebot mit weniger Bedenken annimmt. Ich hätte erwartet, dass beide Schwestern eine eigene Perspektive haben, aber nur Ruby hat eine und man merkt gut, wie sie sich für ihre Schwester verantwortlich fühlt und versucht, die besten Entscheidungen unter den gegebenen Umständen zu treffen.
Es gibt aber auch eine zweite Perspektive: Auden, ein wichtiger Elementarmagier und Rubys Love Interest. Durch ihn erfährt man mehr über die Geschichten der Charaktere und über die Magie. Und auch, wie der Blick der anderen auf die Blackgate-Schwestern ist, als die sich Ruby und Wren ausgeben. Die Liebesgeschichte fand ich nicht so spannend, auch weil Auden sehr viel darüber nachdenkt, wie Ruby sich eigentlich verhalten würde, wäre sie die Person, die sie behauptet zu sein.
Bei der Handlung bin ich etwas gespalten, denn die Idee mit den zwei Menschen unter Hexen fand ich schon sehr vielversprechend, aber die Rätsel und die magischen Regeln konnten mich nicht ganz überzeugen. Ruby und Wren haben auch eine halbwegs gute Tarnung, aber da mischen sich auch unbedachte Aktionen mit wenigen Konsequenzen, und das hat mir einfach das Gefühl gegeben, die anderen Charaktere wären nicht so schlau und bedrohlich, wie die Geschichte sie eigentlich darstellen möchte.
Rezensionen von Petra:
Die Frau der Stunde von Heike Specht
Akzeptanz
Catharina ist in der Politik fest verwurzelt, schon ihre Mutter war in der Weimarer Republik im Parlament. Mit den Erfahrungen setzte sie durch das ihre Tochter nicht in Deutschland zur Schule ging sondern in die Schweiz, wo sie internationale Kontakte und Flair bekam. Das hilft ihr nun im Außenamt.
Als der Minister sein Amt aufgeben muss wird sie seine Nachfolgerin.
Wenn sie geahnt hat das es eine schwere Aufgabe wird, muss sie sich eines Besseren belehren lassen, es ist eine schier unmögliche Aufgabe als Frau im Bonner Politikbetrieb zu bestehen. Chauvinistisches Denken, parteipolitische Klüngeleien, Machtstreben für all das muss sie nun auch ein Händchen haben und im Gegensatz zu den Männern, noch eine Portion mehr.
Sie hat zwei Freundinnen, seit Schulzeiten, die eine Journalistin, die andere Dokumentarfilmerin beide stehen ihr zur Seite. Dazu kommen die anderen Frauen im Parlament. Diese sind zwar politisch nicht immer einer Meinung aber sich im Auftreten gegenüber den Männern einig.
Mit scharfer Zunge und spitzer Feder hat die Autorin in diesem Buch das politische Geschehen vor fünfzig Jahren untersucht. Wenn man in dieser Zeit die Politik etwas verfolgt hat, hat man vieles davon was hier beschrieben wird mit bekommen. Es machte mir großen Spaß daran erinnert zu werden. Und für alle Jüngeren ist es ein Lehrstück, gerade für die Frauen. Auch heute noch werden Frauen in der Politik stellenweise nicht für voll genommen. Ja es gab schon vor langer Zeit eine israelische und eine indische Ministerpräsidentin, aber haben wir daraus gelernt? Es gab auch vor fünfhundert Jahren eine englische Königin die den Männern ihrer Zeit weit überlegen war. Auch das scheint eine Ausnahmeerscheinung gewesen zu sein. So wird es ab und zu gehandelt, wenn man manche Kommentare hört oder liest, über Frauen in Führungspositionen. Fazit ist wie in diesem Buch, eine Frau braucht einen Ellbogen mehr und viel mehr Widerstandsfähigkeit und nicht nur ein dickes Fell sondern einen Rundum-Panzer.
Rezensionen von clematis:
Belladonnas von Liann Zhang
Chan oder Chan
Die Zwillingsschwestern Julie Chan und Chloe Chan werden nach dem Unfalltod der Eltern getrennt. Während Chloe in eine reiche Adoptivfamilie kommt, muss Julie bei ihrer geizigen Tante und dem unliebsamen Cousin aufwachsen. Als Chloe, die sich zu einer bekannten Influencerin entwickelt hat, plötzlich nicht mehr erreichbar ist, fliegt Julie aus ihrem kanadischen Dorf nach New York – und verwickelt sich in ein Netz von wirren Geschehnissen.
Kann sie nahtlos in das Leben ihrer Schwester wechseln?
Liann Zhang schafft es immer wieder, unterschiedliche Welten aufeinanderprallen zu lassen, so sind es zu Beginn die Gruppe der Influencerinnen rund um Chloe und das harte Arbeitsleben von Julie an der Supermarktkassa, später die Welt der „Normalsterblichen“ versus der eingeschworenen Gruppe von Belladonnas auf einer Privatinsel. Bemerkenswert ist, wie sich die Atmosphäre im Buch im Laufe der Zeit wandelt, von einer verführerischen Illusion in eine dunkle Phase von Gruppenzwang und Machtausübung. Während ich vom Beginn der Geschichte durchwegs gefesselt war, ist mir das Ende aber dann doch ein wenig zu stark in eine sektenähnliche Stimmung abgedriftet. Aber wer weiß, unter dem Einfluss von allen möglichen Drogen empfindet und tut man vielleicht wirklich so verstörende Dinge. Die Auflösung kommt kurz und bündig daher, lässt den Leser verwundert den Kopf schütteln und das Buch dennoch zufrieden zur Seite legen.
Außergewöhnliche Szenen, ein mitnehmender Schreibstil und gelungene Charakterstudien verleihen dem spannenden Roman seine Besonderheit.
Rezensionen von Lorenz Bruckner:
Mira und der Regenbogenring von C. L. Lanner
Ein magisches Herzensbuch – nicht nur für Kinder
Ein Hauch von Magie, der in der Luft liegt
Schon auf den ersten Seiten spürt man, dass „Mira“ kein gewöhnliches Kinderbuch ist. Die Geschichte öffnet sich leise, fast flüsternd, und entfaltet eine geheimnisvolle Stimmung, die sofort neugierig macht. Sprache, Rhythmus und Atmosphäre greifen ineinander – man riecht den Wald, hört den Wind, fühlt das Kribbeln in Miras Fingerspitzen.
Der wundervolle Autor C. L. Lanner versteht es, Spannung nicht durch Lautstärke, sondern durch Andeutung zu erzeugen. Es ist dieses feine, kaum Greifbare zwischen den Zeilen, das junge Leser*innen in den Bann zieht und auch Erwachsene mitlesen lässt. Besonders stark ist, wie das Buch Nähe zu Natur, Neugier und innerer Stimme weckt – ohne belehrend zu wirken.
Mira ist eine Figur, mit der man mitfiebert: mutig, unsicher, echt. Ihre Entdeckung im Wald wirkt wie der Beginn eines größeren Abenteuers – aber auch wie eine Einladung, sich selbst zu vertrauen.
Ein poetisches Kinderbuch mit Spannung, Herz und einer Prise Magie – ideal für alle, die Geschichten lieben, in denen sich das Alltägliche langsam in etwas Besonderes verwandelt.
Rezensionen von brauneye29:
In den Scherben das Licht,2 Audio-CD, 2 MP3 von Carmen Korn
Hat mir gefallen
Zum Inhalt:
Der Krieg ist erst ein Jahr vorbei, die Stadt zerstört und das Leben hart. In einem Keller des Hauses von Friede Wahrlich begegnen sich der sechzehnjährige Gert und die vierzehnjährige Gisela. Beide haben ihre Familie verloren und kämpfen ums Überleben. Während Gert die Suche nach den Eltern weiter betreibt, will Gisela nicht suchen.
Ist sie doch überzeugt, dass sie Eltern nicht mehr leben können.
Meine Meinung:
Ich mag Geschichten, die in der Nachkriegszeit spielen. Hier dann auch mal aus der Sicht von doch recht jungen Protagonisten, aber die hat es nun mal auch gegeben, das hat mir schon mal gut gefallen. Wen ich als Charakter sehr interessant fand, war aber auch Friede. Diese Frau hat etwas Besonderes, was mich durchaus in den Bann gezogen hat. Ich fand die Beschreibungen, wie schwer das Leben war, wie mit der Vergangenheit umgegangen wurde, aber auch wie hoffnungsvoll die Protagonisten sich daran machen, etwas positives zu erreichen. Ich hatte die Hörbuchversion, die ich gut gelesen fand.
Fazit:
Hat mir gefallen
Rezensionen von Shilo:
Nitnatsnok ist kein Palindrom von Kai Bischof
Zwischen Freundschaft und Liebe
Schon von den ersten Seiten an fällt die ruhige und einfühlsame Erzählweise auf. Konstantin und Hannah wirken sofort lebendig, ihre Welt ist nah und greifbar. Die beiden kennen sich schon seit Jahren, doch ganz langsam verändert sich etwas in ihrer Freundschaft. Diese Veränderung zeigt sich Schritt für Schritt in den Momenten, die sie miteinander teilen.
Viele Szenen wirken harmonisch und vertraut. Ein Blick, ein kurzes Lächeln oder ein stiller Augenblick sagen oft mehr als Worte. Auf der Klassenfahrt nach Berlin wird das besonders deutlich. Die Stadt bleibt nur im Hintergrund und gibt den beiden Zeit, ihre Gefühle leise entstehen zu lassen.
Der Autor vermittelt sehr ehrlich, wie unsicher diese ersten Emotionen sein können. Konstantin und Hannah begegnen sich auf Augenhöhe, offen und verletzlich. Und sie beginnen dem anderen gegenüber dünnhäutig zu werden.
Die Geschichte erzählt leise und klar von Freundschaft, vom ersten Verliebtsein und davon, wie es Mut braucht, seinen eigenen Weg zu gehen. Alles wirkt echt und glaubwürdig. Am Ende bleibt eine angenehme Wärme zurück und die Erinnerung daran, wie besonders die ersten Momente der Nähe sein können.
Fazit:
Dieses Buch kann auch wunderbar von Erwachsenen gelesen werden. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.











