Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pearl:
Lebensbande von Mechtild Borrmann
Dramatisch
Es ist eine Geschichte aus der Vergangenheit um den Zweiten Weltkrieg. Es geht um Lene, Nora und Liselotte, die durch ihre gemeinsame Geschichte im Zweiten Weltkrieg durch viel Verstrickungen miteinander verbunden sind. Sie haben viel erlebt, allein schon weil sie Lenes behindertes Kind immer wieder verstecken müssen, damit es nicht in die Hände der SS gelangt.
Behinderte wurde vom Regime einfach weggeschafft. Leo wurde bereits schon seiner Mutter weggenommen doch die Frauen retteten ihn. Ein lange und dramatische Geschichte um der es im Liebe, Leiden und Schuld geht. Eine der Frauen kommt sogar jahrelang in russische Gefangenschaft. Was sie da erlebt hat, ist kaum zu verkraften und viele Frauen sterben dort unter den katastrophalen Arbeitsbedingungen.
Fazit:
Ein Roman der fesselt und auch nachdenklich zurücklässt. Alles sehr gut und realistisch beschrieben.Erstaunlich was ein Mensch alles ertragen kann.
Rezensionen von Meli:
The Penguin Paradox von Greta Milán
Gefühle in der Wissenschaft
Adeliepinguine sind für ihre Treue bekannt, aber mit diesem Vorurteil möchte Veterinärmedizinerin Emerie in ihrer Doktorarbeit über Pinguine und deren Paarungsverhalten aufräumen. Man merkt, dass sie ihre Ansichten zu Liebe und Beziehungen zwischen Menschen auch Emeries Arbeit prägen, aber die Forschungsreise in die Antarktis könnte nicht nur ihre Thesen auf den Kopf stellen, sondern auch ihre Gefühle durcheinanderbringen.
Emerie hat schon eine sehr feste Meinung zu Teamleiter Beckett, gegen dessen Charme sie immun ist. Zumindest helfen ihr die Geschichten über ihn, sich seiner Anziehungskraft widersetzen zu wollen, doch bei einer Antarktisreise ist es nicht so leicht, Abstand zu halten. Sie lernen sich besser kennen, auch die Leidenschaft, mit der beide ihrer Forschungsarbeit nachgehen, sagt viel über ihre Überzeugungen aus.
Die Liebesgeschichte der beiden lässt sich schon etwas Zeit und mir hat die Entwicklung der Charaktere gut gefallen, auch wenn es trotzdem etwas Drama gab, auf das ich hätte verzichten können. Ansonsten fand ich auch die Kulisse ganz interessant und mochte die spannenden Details der Forschungen. Insgesamt konnte mich die süße Geschichte schon gut unterhalten.
Rezensionen von peedee:
Tide, Tod und Tüdelkram von Elke Pistor
Knappe 3 Sterne
Annemie Engel, Band 2: Annemie Engel muss in Urlaub fahren. Ja, sie muss. Sie sähe gar keine Notwendigkeit dafür, denn es ging die letzten Jahrzehnte auch ohne, aber da sie einen Gutschein erhielt, muss sie eben. Immerhin kann sie auf ein Konzert ihres Schlageridols Peter Juwel gehen, darauf freut sie sich schon.
Am ersten Tag stolpert sie am Morgen früh jedoch über seine Leiche. Als die Polizei kommt, ist die Leiche nicht mehr da! Und am Abend steht der Sänger auf der Bühne, als wäre nichts gewesen. Etwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu! Am nächsten Tag findet sie den Sänger erneut tot auf. Aber dieses Mal wirklich. Sie ist fortan Hauptverdächtige Nummer 1…
Erster Eindruck: Das Cover ist sehr auffällig; der Buchtitel gefällt mir gut.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden.
Der Urlaub fängt ja gut an! Warum nur musste sie überhaupt in Urlaub fahren? Werner Assenmacher hat sie begleitet. Sie waren früher mal verliebt, aber dann vergingen zig Jahre. Und jetzt sind sie gemeinsam in den Norden gefahren. Sie hat es nicht so mit Menschen, aber Werner dafür umso mehr. Sie arbeitet als Konditorin, er als Buchhändler. Kaum angekommen, passiert der Pensionswirtin ein Unfall: Sie bricht sich den Arm und muss ins Krankenhaus. Annemie übernimmt kurzerhand die Backstube inklusive Café – so wie zu Hause. Nun ist der Urlaub gar nicht mehr so schlimm.
„Plunder gibt es immer wieder.“ (Annemie)
Annemie Engel wird kurzerhand zu Ms Marple, denn die Polizei tut nichts, um die Leiche bzw. den Mörder zu finden. Sie hat Annemie kurzerhand zu einer verrückten alten Frau erklärt. Dabei ist sie ganz klar im Kopf; sie weiss, was sie gesehen hat. Und sie kann sich auch erklären, wieso sie zwei Mal den toten Peter Juwel gesehen hat: Es sind zwei Männer! Nur muss sie nur noch Beweise haben… tja, backen ist eindeutig einfacher als Morde aufzuklären!
Dies war eine sehr ruhige Geschichte – eine wirklich gemächliche Story, für mich leider ohne Spannung. Es gibt wieder viele Rezepte, die zwar gut zum Beruf der Protagonistin passen, aber hier zu viele Seiten einnehmen. Knappe 3 Sterne.
Rezensionen von Bücherwurmine:
Düsteres Tal von Ruth Lillegraven
Unkonventionelle Protagonistin sorgt für Spannung
???? Eine faszinierend undurchsichtige Protagonistin
Clara Lofthus ist keine typische Thriller-Heldin – und genau das macht sie so spannend. Ihre Mischung aus Kälte, Intelligenz und manipulativer Kontrolle hebt sie von vielen anderen Figuren im Genre ab. Sie weiß genau, wie sie Mitgefühl inszenieren muss, um Menschen für sich zu gewinnen – und das ist gleichermaßen faszinierend wie erschreckend.
????️ Spannend erzählter Perspektivwechsel
Besonders gut gefallen hat mir die Struktur des Romans: kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven und dazwischen die Stimme eines Podcast-Moderators, der Claras Vergangenheit Stück für Stück aufrollt. Das hat beim Lesen für Abwechslung gesorgt und die Spannung konstant hochgehalten.
???? Auch ohne Vorgänger lesbar
Erst beim Lesen habe ich gemerkt, dass Düsteres Tal der dritte Teil einer Trilogie ist – trotzdem hatte ich nie das Gefühl, etwas Entscheidendes zu verpassen. Die wichtigsten Ereignisse der Vorgänger werden geschickt eingeflochten, sodass man auch als Neueinsteiger gut zurechtkommt.
⚖️ Themen, die nachhallen
Der Thriller ist mehr als nur ein Mordfall – er ist ein intensiver Blick auf Schuld, Macht und Moral. Er zeigt, wie dünn der Grat zwischen Gut und Böse sein kann, und wie leicht man sich selbst verlieren kann, wenn man glaubt, das Richtige zu tun.
???? Fazit
Düsteres Tal ist ein atmosphärischer und psychologisch starker Thriller, der mit seiner unkonventionellen Hauptfigur und dem geschickt konstruierten Spannungsbogen überzeugt.
Rezensionen von Shilo:
Die Berghebamme – Zeit der Kinder von Linda Winterberg
Ein eindrucksvoller Abschluss
Die Geschichte führt noch einmal in das Bergdorf und begleitet eine Frau, die vieles erreicht hat und dennoch mit einer großen Lücke leben muss. Maria arbeitet inzwischen sicher und geachtet in ihrem Beruf und steht auch in ihrer Ehe stabil da. Doch der unerfüllte Kinderwunsch wirkt schwer. Diese Spannung zwischen äußerem Glück und innerer Unsicherheit ist sehr einfühlsam erzählt und macht den Einstieg berührend und nah.
Nachvollziehbar werden die Sorgen um die vielen jungen Frauen geschildert, die damals ohne Unterstützung dastanden. Der Wunsch, für sie ein Schutzhaus zu schaffen, entsteht nicht plötzlich, sondern wächst aus Marias Erfahrungen und ihrer eigenen Verzweiflung heraus. Die Reaktionen im Dorf sind glaubwürdig geschildert. Zwischen Verständnis, Ablehnung und offenen Anfeindungen entsteht ein klares Bild der damaligen Zeit, in der ledige Mütter kaum Rechte hatten und oft allein gelassen wurden. Manche Szenen gewinnen gerade dadurch an besonderer Wirkung, weil sie ohne große Dramatik auskommen und zeigen, wie viel Mut es brauchte, sich gegen die vorherrschende Meinung zu stellen und den Frauen einen sicheren Ort zu geben.
Die Erzählung macht deutlich, wie gefährlich die Lage für Frauen werden konnte, die keinen Ausweg sahen und zu heimlichen Mitteln griffen. Es entsteht ein Gefühl von Beklemmung und Respekt vor ihrer Not. Gleichzeitig gibt es immer wieder kleine Gesten der Solidarität, die der Geschichte Wärme verleihen. Manche Unterstützer kommen unerwartet und wirken gerade dadurch glaubwürdig.
Der Roman lebt von seiner ruhigen Art. Die Figuren sind vertraut, ihre Entscheidungen nachvollziehbar und die Stimmung bleibt durchgehend menschlich und nah. Der Blick auf Maria ist liebevoll und zeigt, wie sehr sie ringt, zweifelt und dennoch Schritt für Schritt vorangeht. Auch die Beziehung zu Georg fügt sich ruhig in die Handlung ein.
Das Finale der Saga ist rund erzählt. Es fühlt sich an wie ein würdiger Abschluss, der die Entwicklung der Figuren respektiert und gleichzeitig noch einmal zeigt, wie viel Kraft notwendig war, um in einer festgefahrenen Umgebung neue Wege anzustoßen. Die Geschichte wirkt dadurch sehr echt und bleibt gut in Erinnerung. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Rinoa:
Gym von Verena Keßler
Abgründig
Was für ein Buch! Auch ein paar Tage nach der Lektüre hallt die Geschichte noch in mir nach.
Zunächst einmal ist es wahnsinnig gut geschrieben, spannend wie ein Krimi, obwohl gar nicht so viel passiert. Trotzdem hat es mich wirklich gefesselt, die Entwicklung der namenlosen Ich-Erzählerin zu beobachten und herauszufinden, was in der Vergangenheit war und wie sie an diesen speziellen Punkt kam.
Ich kann nicht sagen, dass ich sie sympathisch fand, dafür war sie mir zu undurchsichtig und unnahbar. Obwohl sie ja eigentlich die Hauptperson ist, lässt sie niemanden an sich heran und gibt nichts von sich preis. Dennoch erfährt man schon Einiges über sie bzw. ihr Handeln und das hat es wirklich in sich.
Dies war auch gleichzeitig ein Kritikpunkt. Ich hätte gerne noch mehr über die Hintergründe gewusst, wie konnte es zu den Ereignissen kommen, wie hat sich das alles entwickelt. Das war mir leider ein wenig zu schwammig und in der Luft hängend. Da habe ich es lieber etwas konkreter und handfester.
Am Ende fand ich "Gym" aber wirklich gut, es war kurzweilig und unterhaltsam, dabei aber durchaus fordernd, abgründig und nicht alltäglich. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.
Rezensionen von Cornelia:
Rauhnächte - Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum von Tanja Suppiger
Die Magie der Rauhnächte mit wissenschaftlichen Infos zum autonomen Nervensystem
Im ersten Teil werden die Grundlagen präsentiert. Vor allem das autonome Nervensystem wird ausführlich erklärt, sodass ich ein gutes Gefühl bekomme in welchem Zustand es sich gerade befindet. So kann ich es besser unterstützen. Im zweiten Teil geht es um die Umsetzung der 12 Sperr- und Rauhnächte.
Es werden essentielle Fragen gestellt, die sehr tiefgründig zum Nachdenken anregen. Körperübungen, die als Ritual Sicherheit geben, ergänzen die Praxis.
Die Informationen sind besonders wertvoll. Auf den ersten Blick bezaubert die Magie der Rauhnächte, ergänzt durch die wissenschaftliche Beschreibung des autonomen Nervensystems. Viele Beispiele stärken das neue Wissen, die kraftvollen und mystischen Bilder sorgen für magische Atmosphäre.
In einer Welt, die immer lauter und schneller wird, ist es mir wichtig innezuhalten und in mich hineinzufühlen. Das Buch bringt mich zum Nachdenken und wühlt einiges auf, das gut verdrängt war. Durch die konkreten Denkanstöße und Körperübungen werden Gedanken viel klarer.
Für mich ist es das erste Buch über die Rauhnächte. Über das autonome Nervensystem las ich bereits öfter, aber Tanja Suppiger liefert genauere Details. Für mich der ideale Begleiter um die Rauhnächte zu zelebrieren, daher klare Empfehlung von mir.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Verstummte Narben: Thriller von Catherine Shepherd
Absolut genialer Thriller
Wer Catherine Shepherd und ihre Bücher kennt, der weiß, hier ist Spannung vorprogrammiert – dementsprechend erwartungsvoll bin ich in das neue Buch „Verstummte Narben“ gestartet und wurde nicht enttäuscht :
Das Buch startet rasant, schon im Prolog wird es spannend und kaum hat man die ersten Seiten gelesen, ist man mitten im Geschehen.
Julia Schwarz, die Hauptfigur, ist den Anhängern der Autorin wohlbekannt und muss auch hier wieder ihre Spürnase und ihre Kompetenz als Rechtsmedizinerin unter Beweis stellen : gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und Vater ihrer Tochter, Florian Kessler, ermittelt sie im Fall einer, bei eisiger Kälte auf dem Friedhof abgelegten Frauenleiche, deren Tatort weitere Opfer voraussagt. Die Zeit drängt und schon findet sich Julia inmitten ihres persönlichsten Falles, denn alles deutet darauf hin, dass der Täter sie ins Auge gefasst hat.
Atmosphärisch und fesselnd, von der ersten bis zur letzten Seite, so gestaltet Catherine Shepherd diesen Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Die Julia Schwarz Reihe ist absolut genial und von Buch zu Buch entwickeln sich die Figuren weiter ( man kann trotzdem alle Bücher einzeln lesen ) und das gefällt mir sehr.
Die Autorin hat es auch hier wieder geschafft, falsche Fährten zu legen und mich als Leserin in die Irre zu führen : kaum hatte ich den Gedanken, dass diese oder jene Figur sicherlich der Täter ist, wurde ich eines Besseren belehrt.
Catherine Shepherd hat auch hier einen absolut genialen Thriller kreiert, der an Spannung nicht zu überbieten ist : von daher natürlich eine absolute und ganz klare Leseempfehlung, für alle, die es spannend mögen !
Rezensionen von Bücherwurm78:
The Business Trip von Jessie Garcia
Super Thriller mit Überraschungen
Zwei Frauen sitzen im Flugzeug nebeneinander, Stephanie auf dem Weg zu einer Konferenz und Jasmine ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund. Doch dann verschwinden beide und verschicken nur noch seltsame Nachrichten. Was ist passiert und wo sind die beiden?
Die Inhaltsbeschreibung zu diesem Thriller hat mich neugierig auf das Buch gemacht und ich wurde auch nicht enttäuscht.
Ein richtig guter spannender Thriller mit einigen überraschenden Wendungen. Es war für mich ab der ersten Seite an spannend, und die Spannung hat auch bis zum Schluss gehalten. Es gab keine langwierigen Passagen im Buch, es hat sich flüssig gelesen und ich bin immer neugierig geblieben wie es wohl weiter- und vor allen ausgehen wird. Die Story ist sehr gut durchdacht und umgesetzt im Buch. Man fiebert mit beiden Frauen mit und ist gespannt was den beiden passiert ist. Und mit dem Ende hätte ich dann so auch nicht gerechnet. Wirklich richtig gut.
Fazit: Ein sehr spannender und empfehlenswerter Thriller.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
The Penguin Paradox von Greta Milán
Tolle Idee, einige Schnitzer
*The Penguin Paradox* bietet eine ungewöhnliche Mischung aus romantischer Geschichte, Forschungsalltag und einem faszinierenden Setting in einer abgelegenen Forschungsstation. Die Grundidee wirkt frisch, und gerade die Nebenfiguren und das atmosphärische Umfeld tragen viel zum Charme des Romans bei.
Besonders gelungen ist die Hälfte des Buches, in der Beckett zu Wort kommt: als Charakter wirkt er geerdet, warmherzig, intelligent und insgesamt ausgesprochen sympathisch. Seine Perspektive bringt Tiefe und Emotion in die Handlung. Warum er sich ausgerechnet für die Protagonistin interessiert, bleibt zwar stellenweise unklar – doch Anziehung entzieht sich im echten Leben wie in der Fiktion nicht immer der Logik.
Der weibliche Gegenpart ist anfänglich ebenfalls vielversprechend gezeichnet. Umso bedauerlicher ist es, dass sie im Verlauf des Romans an Glaubwürdigkeit verliert. Gerade da sie als Wissenschaftlerin arbeitet, hätte man eine reflektiertere Haltung und sorgfältige Überprüfung eigener Annahmen erwartet. Dass eine Verhaltensbiologin in ihrem beruflichen Umfeld mehrfach gravierend danebenliegt, wirkt nicht ganz stimmig und nimmt der Figur an Authentizität – besonders, wenn man selbst aus einem naturwissenschaftlichen Fach kommt und entsprechende Denk- und Arbeitsweisen kennt.
Das Setting rund um die Forschungsstation zählt klar zu den Pluspunkten des Romans. Allerdings entstehen auch hier Fragen: Die Fülle und Qualität der zubereiteten Gerichte, insbesondere mit frischem Obst und Gemüse, wirkt unter realistischen Expeditionsbedingungen schwer nachvollziehbar. Ein etwas tieferer Einblick in die logistischen Abläufe hätte hier zur Plausibilität beitragen können.
Mehrere logische Brüche stören zudem den Lesefluss. Die zeitliche Abfolge der zweimonatigen Expedition passt nicht zur im Buch beschriebenen Brut- und Paarungszeit der angesprochenen Pinguinart. Wer selbst Bezug zur Biologie hat – oder sich besonders auf die Darstellung der Tiere gefreut hat – könnte hier irritiert zurückbleiben. Auch kleinere, aber vermeidbare Ungenauigkeiten, wie eine nicht korrekte Darstellung einer Pokerhand, wirken unnötig. Ebenso fragwürdig erscheint die technische Herangehensweise an die Gebärdensprachübersetzung: In einem Roman, in dem ein ausgewiesener Softwarespezialist eine zentrale Rolle spielt, wirkt es unlogisch, dass eine Übersetzung der Gebärden in Sprache nicht programmierbar sein soll und der Text mühsam am Handy eingetippt werden muss.
Trotz dieser Kritikpunkte bleibt festzuhalten, dass die Grundidee überzeugend ist und viele liebenswerte Details enthält. Doch insgesamt wirkt die Umsetzung stellenweise konstruiert und in wichtigen Aspekten zu wenig recherchiert. Das schmälert für mich das Leseerlebnis deutlich – gerade weil ich mir aufgrund des großen Hypes ein rundum stimmiges Buch gewünscht hätte.
Fazit: Ein Roman mit starker Grundidee, warmherzigen Nebenfiguren und einer atmosphärischen Kulisse, der jedoch an Logikfehlern, fachlichen Ungenauigkeiten und einer zunehmend weniger überzeugenden Protagonistin leidet. Aus diesen Gründen fällt meine Bewertung leider nicht höher als 2 Sterne aus.











