Kunden em pfehlungen
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie? von Iliana Xander
Schwächer als «Love, Mom»
Natalies Freundin Cara liegt im Koma. Natalie hat einen Verdacht und will so viele belastende Informationen über den reichen Rosenberg sammeln, wie möglich. Deshalb nimmt sie das Jobangebot von Nick an, der Rosenbergs Chauffeur, Assistent und Lakai ist und der ihr einen Gefallen schuldet. Somit hilft sie kurzfristig als Putzkraft in der Villa aus und erfährt Ablehnung von den Angestellten, überall sind Kameras und es herrschen strenge Regeln.
Hat sie die Gefahr falsch eingeschätzt?
„Die meisten Opfer wissen nicht, dass sie es mit einem Sexualstraftäter zu tun haben. Ich hingegen weiß das. Was soll schon Schlimmes passieren?“
Erzählt wird überwiegend aus Natalies Perspektive. Dabei kommt auch mal eine anonyme Person zu Wort, die über die Kameras jeden ihrer Schritte verfolgt und kommentiert. Der Schreibstil ließt sich schnell weg, sodass man sich ganz auf die angespannte Stimmung und bedrohliche Atmosphäre einlassen kann, die vom Boss und der Villa ausgeht. Der Anfang ist vielversprechend. Die meisten Figuren bleiben geheimnisvoll und undurchschaubar. Danach entwickelt sich die Story in eine Richtung, die mir zu konstruiert und unstimmig war, weshalb mich der Spannungsbau nicht so überzeugen konnte wie bei «Love, Mom». Der Aufbau ähnelte dem Vorgänger, und vielleicht konnten mich die Plotttwists auch deshalb nicht überraschen. Leider rauschte der Thriller an mir vorbei und hinterließ weder beim Lesen noch danach einen bleibenden Eindruck. Punkte gibt es für den flüssigen Schreibstil und den starken Anfang, aber eine Empfehlung würde ich nicht aussprechen, da mir der Überraschungseffekt und das fesselnde Element fehlt.
Rezensionen von DoraLupin:
Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter
Passend zur kalten Jahreszeit
Hannah führt ein turbulentes Großstadtleben. Sie hetzt von einem Termin zum nächsten und verbringt ihre Tage damit, auf Dinge zu reagieren, die von außen auf sie einströmen, findet kaum Zeit für sich selbst. Um abzuschalten, mietet sie sich für ein paar Tage ein kleines Holzhaus an einem See, eingebettet in weiß verschneite Natur.
Plötzlich taucht dort ein Kind in einem roten Schneeanzug auf: die kleine Sophie. Die beiden freunden sich an. Während sie in der entrückten Winterwelt Iglus bauen und Schneeengel machen, kommt Hannah so allerlei in den Kopf, was sie längst verloren glaubte: alte Freundschaften, vergessene Sehnsüchte und Talente. Etwas verschiebt sich und alles ordnet sich neu an. Allmählich beginnt Hannah, ihr Leben und die Welt in einem neuen Licht zu sehen: bunt und echt wie in ihrer eigenen Kindheit.
Diese Geschichte habe ich gerne gelesen, und vorallem passt sie im moment sehr gut zu dieser kalten Jahreszeit in der es schneit und kalt ist und nach einem schönen Spaziergang in der weisen Pracht bei einem heißen Tee gemütlich im Lieblingssessel sitzt und eine Geschichte genießt. Ich finde es eine schöne Botschaft das die kleine Sophie Hannah zeigt, dass es wichtigeres im Leben gibt als das Handy, Erreichbarkeit und ständiger Stress. Die Geschichte lädt einen ein runterzukommen, zu entspannen und den Augenblick zu genießen.
Gerade in der kalten Jahreszeit eine herzerwärmende Geschichte, die man ganz gemütlich im warmen genießen kann.
Rezensionen von DoraLupin:
Meisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1) von Charley Rabbit
Toller Kinderkrimi der Spaß macht
Kaum in Bath angekommen, wartet schon der erste Fall auf den weltberühmten Mäusedetektiv Monsieur Mausebart : Der beliebte Restaurantbesitzer Gustav Giftzahn ist spurlos verschwunden! Sofort macht sich der Detektiv auf den Weg zum Tatort – doch schon bald läuft alles schief: Seine Tasche wird gestohlen, er wird zu Boden gestoßen und sein Monokel zerbricht.
Offensichtlich ist nicht jeder glücklich darüber, einen berühmten Ermittler in der Stadt zu haben … Gemeinsam mit seinem neuen Gehilfen Mopsi verfolgt Mausebart die Spur des Bösewichts . Doch egal, wie nah sie ihm kommen, er scheint ihnen immer drei Schritte voraus zu sein. Können Monsieur Mausebart und Mopsi den Fall lösen , bevor sie in seine Fänge geraten?
Ein richtig toller Kinderkrimi, der meinem Sohn und mir richtig gut gefallen hat. Der kleine Detektiv ist einfach cool, der Fall ist sehr spannend und zum mitraten hervorragend geeignet und es gibt spannende Wendungen. Ganz toll fanden wir auch den abwechslungsreichen Schreibstil, mal in Comicform, dann machen die Buchstaben eine Spirale oder stehen auf dem Kopf. Es gibt immer etwas zu entdecken! Die Bilder auf jeder Seite runden die Geschichte sehr gut ab und laden zum betrachten ein.
Ein toller Kinderkrimi, den man nur empfehlen kann, wir freuen uns auf den zweiten Teil!
Rezensionen von Reiseweise:
Obacht! von Kerstin Hau
Nette Bildergeschichte
Diese kleine, nette Bildergeschichte ist wirklich sehr hübsch anzuschauen - auch wenn ich mich ehrlich frage, ob die in stylischen Orange- und Schwarztönen gehaltenen (aber wirklich sehr süßen) Zeichnungen wirklich für Kinderaugen so sehr geeignet sind oder ob hier nicht doch eher die Eltern angesprochen werden sollen, denn die Optik ist doch eher für Erwachsene gemacht.
Das Buch macht sich sicherlich auch gut auf dem Coffee Table… Die Geschichte ist nett und nicht allzu pädagogisch aufgezogen: Da liegt ein riesiges Tier vor der Stadt und schlummert vor sich hin. Aber wie soll man nun in die Stadt gelangen? Die kleinen Einwohner haben kreative Ideen und bauen eine Brücke, eine Umgehungsstraße, holen eine große Decke um das Tier zuzudecken - nur auf die naheliegendste Idee, das Tier zu bitten, etwas Platz zu machen, kommt keiner.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Die Insel meiner Schwester von Sara B. Elfgren
Leider nur durchschnittlich
Mirjam und Nia sind Halbschwestern und treffen sich im Alter von 14 Jahren das erste Mal. Sie verbringen viel Zeit miteinander. Mit den Jahren hat sich aber ihre Beziehung verloren und als Nia 40 Jahre alt wird lädt sie Mirjam zu ihrem Geburtstag ein und sie haben so seit langer Zeit mal wieder Kontakt.
Die Inhaltsbeschreibung zu diesem Roman hat mir angesprochen und mich neugierig auf das Buch gemacht.
Leider konnte mich das Buch aber überhaupt nicht überzeugen, ich fand es doch recht durchschnittlich. Die Story selbst vom Thema her hätte meines Erachtens viel mehr Potential gehabt. Als erstes fand ich schon die beiden Schwestern nicht sympathisch, ich bin mit beiden nicht warm geworden, fand sie eher oberflächlich. Dann hat mich auch der Schreibstil überhaupt nicht überzeugt, es gab meines Erachtens auch viele Erzählungen neben der eigentlichen Hauptstory, die einfach zu lang und überflüssig waren. Ich hatte das Buch dann trotzdem recht schnell durchgelesen, war zumindest neugierig wie es enden wird und wollte es nicht abbrechen.
Die Covergestaltung des Romanes finde ich sehr schön und ansprechend.
Rezensionen von Francesca :
Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann
Interessante Ansätze und starke Dynamik, doch der rote Faden fehlt
Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann ist eine japanisch inspirierte Romantasy mit einem vielversprechenden Grundkonzept: Verrat, Rache, tödliche Prüfungen und zwei Figuren, die sich hassen; aber zusammenarbeiten müssen. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es in der Umsetzung für mich deutliche Schwächen hatte.
Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Der Prolog ist spannend, es passiert direkt etwas, und man möchte sofort mehr über die Figuren erfahren. Erzählt wird aus zwei Ich-Perspektiven; aus der von Saya und der von Teno; was grundsätzlich gut funktioniert und einen interessanten Blick auf beide Charaktere ermöglicht.
Besonders begeistert war ich vom Setting. Die japanisch inspirierte Welt wird immer wieder aufgegriffen: Katanas, Tantos, Shuriken, Kimonos, Geishas; all das verleiht der Geschichte ein frisches Flair. Da ich asiatisch inspirierte Mythologie und Fantasy generell sehr spannend finde, hat mich dieser Aspekt sofort abgeholt. Auch das Assassinen-Thema fand ich reizvoll und voller Potenzial.
Leider hatte ich jedoch zunehmend Probleme mit der Handlung und ihrer Logik. Zwar ist klar, dass Saya und Teno sieben tödliche Prüfungen bestehen müssen, um Teil der Schattenarmee des Gottkaisers zu werden; doch was genau diese Prüfungen sind, blieb für mich oft unklar. Viele Aufgaben wurden nur nebenbei erwähnt oder scheinbar übersprungen. Hinzu kamen zahlreiche Zeitsprünge, teilweise über mehrere Wochen, die es mir sehr schwer gemacht haben, den Überblick zu behalten.
Ich hatte während des Lesens ständig Fragen:
Warum sind die Figuren gerade hier?
Was ist das konkrete Ziel dieser Aufgabe?
Wer arbeitet eigentlich für wen?
Warum sind die Assassinen in permanenter Gefahr, obwohl sie dort leben und ausgebildet werden?
Diese Fragen wurden für mich leider nicht zufriedenstellend beantwortet. Auch die Nebencharaktere und ihre Rollen blieben blass und schwer einzuordnen, ebenso der politische Hintergrund der Welt. Ein weiterer Punkt, der mir das Eintauchen erschwert hat, war das Worldbuilding im Fantasy-Bereich. Während die Welt an sich atmosphärisch funktioniert, blieb der eigentliche Magieaspekt sehr vage. Es gibt den Gottkaiser, der offenbar über besondere Fähigkeiten verfügt, außerdem sogenannte Gezeichnete, die verfolgt oder getötet werden, sowie eine Form von Lebensenergie, die eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Doch was diese Magie genau ist, wie sie funktioniert und welche Regeln sie hat, blieb für mich durchgehend unklar.
Viele dieser Elemente wurden zwar eingeführt, aber kaum erklärt. Dadurch wirkte der Fantasy-Aspekt auf mich zu schwammig und unausgereift. Während ich mir die Kämpfe, die Assassinen-Ausbildung und den Umgang mit Waffen sehr gut vorstellen konnte, hatte ich kaum eine Vorstellung davon, wie die übernatürlichen Kräfte dieser Welt eigentlich funktionieren. Für einen Fantasy-Roman blieb dieser Teil für mich überraschend blass.
Was das Buch für mich dennoch getragen hat, war ganz klar die Dynamik zwischen Saya und Teno. Ihre gezwungene Zusammenarbeit, die langsame Annäherung und das gegenseitige Misstrauen waren spannend zu lesen. Auch die romantischen Szenen haben mir insgesamt gut gefallen. Gerade im Hinblick auf Sayas Vergangenheit wird hier sehr respektvoll und reflektiert damit umgegangen Besonders Saya als Figur fand ich gelungen: Ihr Hintergrund wird immer wieder aufgegriffen, und ihre Motivation; der Wunsch nach Rache, ist klar, greifbar und emotional nachvollziehbar.
Gegen Ende wird noch einmal Spannung aufgebaut, die neugierig auf die Fortsetzung macht. Gleichzeitig bleiben aber erneut viele offene Fragen. Zwar passt diese Unwissenheit auch zu den Protagonisten selbst, dennoch bin ich unsicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte.
Fazit:
Empire of Whispers and Shadows überzeugt mit starken Ideen, einem atmosphärischen Setting und interessanten Hauptfiguren. In der Umsetzung hapert es jedoch an Klarheit, Struktur und logischer Nachvollziehbarkeit. Wer über diese Schwächen hinwegsehen kann und vor allem Wert auf Charakterdynamik legt, könnte dennoch Freude an der Geschichte haben.
Gute Ansätze, starke Figuren, aber die Unklarheiten in Handlung und Welt führen bei mir zu einer Bewertung von etwa 3–3,5 Sternen
Rezensionen von Kayli:
Lucia 1. Flüsterin der Flammen von Sarah Fleury
Feuriger Flammenstart
Das hier ist der Start einer Fantasy-Reihe. Lucia erkennt, dass sie in sich Feuer trägt und sie Feuermagie nutzen kann! So aufregend das ist, so gefährlich ist das auch. Denn Feuermagier werden in Catania verfolgt und so bleibt ihr nur Catania zu verlassen und sich in ein Abenteuer (oder mehrere) zu stürzen.
Lucia ist eine so sympatische Figur mit ihrem Feuersalamander und ihrer warmen Art. Die Geschichte schreitet ziemlich rasant voran und es passiert sehr viel. Ohne zu viel verraten zu wollen, manchmal wäre man an dem ein oder anderen Ort gerne noch etwas länger geblieben und hätte mehr Geschichten dort erlebt.
Insgesamt ist das Buch ein gelungener Auftakt zu einer Reihe und ich bin schon sehr gespannt, wie es im Juli weiter geht.
Einziger Wehrmutstropfem, auch hier gibt es wieder eine (angedeutete) Liebesgeschichte. Ich hätte gerne mal einen Fantasyroman, der ohne auskommt.
Rezensionen von Ameland:
Mats und Mathilde 3. Ein Freund wie ein Zuhause von Christian Wunderlich
Warmherziges und fantasievolles Kinderbuch mit Tiefgang
Der kleine Schwatz Mats ist mit seiner besten Freundin Mathilde auf der Suche nach seiner Mutter und seinen Geschwistern. Auf dem Weg dorthin erleben sie manche Abenteuer und treffen auf interessante und teils skurrile Figuren. Was sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, sind Mut, Zusammenhalt und diese ganz besondere tiefe Freundschaft zwischen Mats und Mathilde.
Ich kannte die ersten beiden Bände dieser Reihe leider nicht. Aber dank eines kurzen und informativen Rückblicks hatte ich keinerlei Verständnisprobleme. So musste ich den etwas ängstlichen und stets auf der Hut seienden Mats und die fröhliche, hilfsbereite und stets positive Mathilde erstmal kennenlernen. Aber schon nach wenigen Seiten habe ich festgestellt, dass sich die Beiden bereits in mein Herz geschlichen hatten und ich sie einfach gernhaben musste.
Christian Wunderlich schreibt klar, warmherzig und kindgerecht. Sein bildhafter Schreibstil wird von den super tollen, farbenfrohen, detaillierten und aussagekräftigen Illustrationen von Anne Hofmann sehr gut unterstützt. Allein die Bilder anzuschauen, macht Spaß.
Diese fantasievolle Geschichte voller Abenteuer, aber auch spaßigen Szenen ist ein wahrer Lesegenuss, auch wenn es am Ende etwas traurig wird, weil es um Abschied und Tod geht, was vom Autor aber sehr gefühlvoll beschrieben wird. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, aber man fängt besser mit dem ersten Band an.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Abschied(e) von Julian Barnes
Interessanter Genremix als Abschiedswerk
Der renommierte, mit einem Booker Prize ausgezeichnete, Schriftsteller Julian Barnes muss sich und anderen im reifen Alter von knapp 80 Jahren nichts mehr beweisen. Er kann einfach ein Buch ganz nach seinem Geschmack schreiben, das kein durchgängiger Roman sein muss, auch kein Memoir und keine Kurzgeschichtensammlung, sondern einfach ein bisschen von diesem und ein bisschen von jenem, und insgesamt ganz viel Abschied, insbesondere von seinen treuen Leserinnen und Lesern.
Man beachte: bei diesem Buch steht auch auf dem Cover nicht das Wörtchen "Roman", wie auf so vielen anderen Büchern. Und es ist tatsächlich auch keiner. Das Buch beginnt mit recht philosophischen Gedanken des Autors zum Thema Erinnerungen, autobiografische Erinnerungen, spezifisch sogenannte IAMs, Involuntary Autobiographical Memories, im Englischen erinnert die Abkürzung an unsere Identität.
Von welchen Erinnerungen werden Menschen plötzlich eingeholt, an was erinnern sie sich bewusst und was bleibt im Verborgenen? Was bedeutet das für die Geschichte(n), die sie erzählen? Und was wäre, wenn wir uns an absolut alle Momente unseres Lebens erinnern könnten? Barnes denkt über Menschen nach, die nach Verletzungen so ein Gedächtnis haben, über Synästhetiker und über das, was berichtenswert ist oder nicht. Durchaus interessante Gedanken, allerdings habe ich mich beim Lesen gefragt, wann denn nun tatsächlich eine Erzählung losgeht.
Eine solche kündigt Barnes an und diese folgt dann auch, im Grunde sogar mehrere: einen großen Teil in der Mitte des Buches nimmt seine autobiografische Erfahrung mit seiner Krebserkrankung ein: Barnes leidet an einem Krebs, der nach Angaben der Ärztinnen und Ärzte nicht heilbar, aber beherrschbar ist, und so erwartet er, zwar nicht an ihm, aber mit ihm zu sterben, irgendwann in der unbekannten Zukunft. Eingebettet ist diese Erzählung in seine nicht vorhandene Spiritualität und seine Erwartung, dass es nach dem Tode nichts geben würde, mit der er scheinbar recht gelassen umzugehen scheint.
Nach dieser persönlichen Geschichte erzählt Barnes eine von guten Freunden von ihm, einem Mann und einer Frau, die als junge Menschen ein Paar waren, sich dann aus den Augen verloren haben und Jahrzehnte später kurz wieder zusammen gekommen sind. Es geht um die Geschichte dieser Menschen, die mittlerweile verstorben sind und denen er zu Lebzeiten versprochen hat, nicht über sie zu schreiben (wenn dieses Element denn nicht auch fiktiv ist). Aber es geht auch um das Thema, ob sich etwas Altes wieder aufwärmen und vielleicht sogar erneuern lässt, und auch um Geschichten mit Anfang und Ende, denen die Mitte fehlt.
Auf den letzten Seiten wird es wieder persönlich und hier nimmt sich Barnes ausführlich Zeit für einen persönlichen Abschied von seinen Fans.
Ich habe den Inhalt dieses Buches so ausführlich beschrieben, weil es eben aus für mich sehr unterschiedlichen Inhalten, Schreibweisen und Genres zusammengesetzt ist, die durch übergreifende Themen wie Identität, Rückblick und Abschied verbunden sind.
Für mich war dieses Buch das erste von diesem Autor und ich habe mir durchaus einige interessante Impulse zum weiteren Nachdenken mitnehmen können. Insgesamt habe ich mich aber nur zum Teil als Zielgruppe dieses Werks gefühlt und hatte den Eindruck, dass es sich überwiegend an erfahrene Barnes-Leserinnen und -Leser wendet und für diese noch einmal ein persönlicher Abschied sein soll, denn wenn man seiner Ankündigung glaubt, wird es das letzte Buch des Autors gewesen sein.
Wer sich für dieses Buch näher interessiert, dem empfehle ich, für die Kaufentscheidung nicht nur in die ersten Seiten, sondern an verschiedenen Stellen hineinzulesen, da es sich, wie gesagt, um ein Buch handelt, das aus ganz unterschiedlichen Elementen zusammengesetzt ist.
Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:
Zug um Zug verhandeln von Aurélien Colson; Alain Lempereur; Andreas Winheller
Verhandeln will gelernt sein – dieses Buch hilft dabei
Ich habe mich immer wieder mal gefragt, warum ich beim Zustandekommen einer Abmachung nicht erreicht habe, was ich eigentlich wollte. Was habe ich falsch gemacht?
Das Buch „Zug um Zug verhandeln“ hat mir bewusst gemacht, was meine kleinen und auch großen Fehler beim Verhandeln mit meinem Gegenüber waren.
Die Autoren sind erfahrene Verhandlungstrainer. Sie haben ihr Wissen aus unzähligen Situationen in diesem Werk zusammengeführt und zeigen, dass Verhandeln ein dynamischer Prozess ist, den man bewusst und aktiv gestalten muss.
Besonders erhellend fand ich in Kapitel 3 den Abschnitt „Zuhören ist die Wunderwaffe“. Wenn wir unser Gegenüber bitten, zuerst seine Vorstellungen darzulegen, wird dies sicher als positive Geste aufgefasst werden. Wir erfahren dabei aber auch sehr viel über dessen Positionen und können uns im weiteren Verhandlungsverlauf darauf einstellen.
In 8 Kapiteln legen die Autoren leicht nachvollziehbar eine Strategie dar, wie man Verhandlungen erfolgreich und ergebnisorientiert gestaltet. Sie zeigen auch, dass manchmal vorhandene alte „Verhandlungsgewohnheiten“ dem Gelingen einer Verhandlung nicht zuträglich sind.











