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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sina:

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Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln! Ein wirksames Aufklärungsbuch für Kinder zur Prävention von sexuellem Missbrauch von Carsten Müller; Steffi Bohle

Moderne Aufklärung

Das Kindersachbuch „Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meike Regeln!“ geschrieben von Steffi Bohle und Carsten Müller und illustriert von Emily Claire Völker widmet sich einem unfassbar wichtigen und sensiblen Thema.

Auf kindgerechte und respektvolle Weise werden hier Fragen rund um die Themen Körper, Gefühle, Grenzen und Missbrauch beantwortet und wertvolles Wissen einfühlsam vermittelt.

Die farbenfrohen Illustrationen übernehmen hierbei nicht die Oberhand, sondern unterstützen den Inhalt so, dass er für junge Leser*innen besser zugänglich ist.

Den Kindern wird eindrücklich und dennoch mit einer gewissen Leichtigkeit vermittelt, welche Formen der (sexuellen) Gewalt es gibt und wie sie diese erkennen und Grenzen setzen können.
Auch auf relativ moderne Begriffe, wie beispielsweise „Grooming“ wird hier Bezug genommen.
Einen weiteren positiven Aspekt bieten die farblich hinterlegten Infokästen für die Erwachsenen. Die Verantwortung derer die Kinder im Umgang mit besagten Thematiken zu unterstützen und Fragen zu beantworten, wird hier noch einmal deutlich hervorgehoben und soll auch ihnen selbst Unterstützung bieten.

Alles in allem handelt es sich um ein wirklich gut gelungenes und vor allem wichtiges Aufklärungsbuch für Kinder, welches auf moderne Weise die Einzigartigkeit und Diversität der Menschen darstellt und Kindern Mut macht Grenzen zu setzen und diese auch zu verteidigen.

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Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln! Ein wirksames Aufklärungsbuch für Kinder zur Prävention von sexuellem Missbrauch

Rezensionen von Sina:

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Ich hab dich ganz genauso lieb von Keira Knightley

Fiebertraum

Inspiriert durch ihre eigenen Erfahrungen als Mutter von zwei Töchtern hat Schauspielerin Keira Knightley das Kinderbuch „Ich hab dich ganz genauso lieb“ (Originaltitel: „I love you just the same“) geschrieben und eigenständig illustriert.

Auf den ersten Blick mutet das Buch bereits märchenhaft an.

Der dunkelblaue Hardcover Einband ist verziert von türkis- und rosafarbenen Ranken und Blättern, die Schrift ist gold foliert. Das Motiv auf dem Cover wirkt magisch, fast wie aus einem Traum. Insgesamt wirkt die Qualität des Buches mit dem robusten Einband und dem qualitativen Papier sehr hochwertig.

Inhaltlich überzeugt das Buch jedoch leider weniger.
Mit der Geburt der kleinen Lily nimmt bei der älteren namenlosen Schwester die Eifersucht Einzug. Sie fühlt sich der Mutter beraubt, die früher an ihrem Kinderbettchen immer ein Gute-Nacht-Lied für sie gesungen hat und dies nun nur noch bei der jüngeren Schwester tut. In einem traumartigen Szenario, in welchem Lily von übergroßen Tieren entführt wird, begibt sich die große Schwester auf eine abenteuerliche Reise um diese zurückzuholen. Auf ihrem Weg erhält sie immer wieder kleinen Notizen der Mutter, welche ihr Mut zusprechen sollen.

Die Illustrationen sind durchaus schön anzusehen, Knightleys Stärke liegt hier ganz klar bei den Pflanzen- und Tierdarstellungen.
Diese wirken jedoch teilweise zu düster, beinahe aggressiv und auch die Farbkombinationen sind hier und da einfach zu viel des Guten. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Bilder auf einige Kinder eher angsteinflößend wirken.

Meiner Meinung nach wurde die Botschaft auch nicht sonderlich gut umgesetzt. Das Buch wollte zeigen, dass mit dem Einzug eines neuen Geschwisterchens die Liebe der Mutter nicht weniger wird. Stattdessen lag der Fokus der Geschichte vielmehr auf den Schwestern selbst, insbesondere der Eifersucht der älteren Schwester, welche nach und nach der Geschwisterliebe weicht. Die Mutter spielt hier eher untergeordnete Rolle.
Die Tatsache, dass die ältere Schwester keinen Namen hat, die jüngere jedoch schon, finde ich zudem ungünstig gewählt und entgegen der Botschaft, dass beide Kinder gleich geliebt werden.

Von mir gibt es hier nur eine eingeschränkte Empfehlung. Aufgrund der tollen Aufmachung eignet sich das Buch bestimmt gut für Eltern, die Fans der Schauspielerin sind. Als Buch für Kinder würde ich es allerdings nur bedingt empfehlen.

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Ich hab dich ganz genauso lieb

Rezensionen von nessabo:

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The Nightmare Before Kissmas von Sara Raasch

Das war nichts - unpassende Tropes, schlechtes Worldbuilding, unreifer Protagonist

Ich habe mich wirklich sehr gefreut auf diese Geschichte, weil ich den leichten Fantasy-Aspekt rund um die Feiertage kombiniert mit einer queeren Romance wirklich sehr vielversprechend fand. RomComs lese ich vor allem mit dem Ziel, eine gute und lustige oder herzerwärmende Zeit zu haben, wenn ich eben genau das brauche.

Und an diesen Erwartungen ist der Roman wirklich sang- und klanglos gescheitert.

Es fing für mich schon recht früh an, dass ich nicht so gut in einen Lesefluss gefunden habe. Anfangs dachte ich noch, dass das an einer hölzernen Übersetzung liegt und vielleicht trägt das auch wirklich seinen Teil dazu bei. Doch es geht auch weit darüber hinaus, denn ich habe den Wortwitz und allgemeinen Humor einfach gar nicht gefühlt. Er wirkte plump und unreif - was auch ganz generell auf den Protagonisten Coal zutrifft.

Coal ist Anfang 20, verhält sich aber so sprunghaft, selbstbezogen und lüstern wie ein Teenager (und selbst damit tue ich sicher vielen Teenager*innen unrecht!). Und nicht nur das: Er entwickelt sich auch einfach gar nicht weiter. Das wird im weiteren Verlauf der Handlung zwar über ihn behauptet, weil er teilweise Dinge in die Hand nimmt, aber das geschieht für mich auf eine völlig unglaubwürdige Weise.

Hex ist dagegen eine wirklich sympathische Figur, vulnerabel und sanft, ganz konträr zu seinem Erscheinungsbild. Doch die Chemie zwischen ihm und Coal habe ich bis zum Schluss nicht gespürt. Die spicy Szenen sind okay, sehr konsensgeprägt (was ich gut finde), aber ich hatte da einfach keinen Spark. Auch emotional wird viel gesprochen, aber gefühlt habe ich diese Verbindung nicht. Die weiteren Nebenfiguren bleiben überwiegend blass und eindimensional. Das hätte ich bei starken Protas noch akzeptieren können, aber an der Stelle mangelte es eben auch.

Und dann kommen wir zum Worldbuilding bzw. dessen Fehlen. Wieso wird zu Beginn dieses ganze Feiertagsfamiliensystem eingeführt und dieser komische Freudenzähler, nur um das dann komplett zu vernachlässigen? Ich bin scheinbar auch nicht die einzige, die die Welt bis zum Schluss nicht verstanden hat. Da wäre soooo viel möglich gewesen, so viel Magie und interessante Verflechtungen, aber die Autorin ließ dieses Potenzial ungenutzt.

Auch das Drama rund um Santa ist für mich einfach nur unglaubwürdig und schlecht geschrieben. Es wird ziemlich langweilig und zäh aufgebauscht, um es schlussendlich in gefühlten 3 Sätzen durch den Helden der Geschichte auflösen zu lassen. Und der Grund für Santas Verhalten? Möchte ich natürlich nicht spoilern, aber meine Güte: So einen unreflektiert misogynen Trope habe ich 2025 wirklich nicht mehr erwartet!

Ich verbleibe so heftig enttäuscht wie schon lange nicht mehr. Die Bewerbung mit „Slow Burn“, „Enemies to Lovers“ und „Grumpy x Sunshine“ ist in meinen Augen unfassbar fehlgeleitet - keiner dieser Tropes trifft zu. Und bei so inkonsistentem und teils unlogischem Worldbuilding, veralteten Stereotypen sowie flachen oder unreifen Charakteren bleibt mir die Lust auf die weiteren Teile schon dreimal weg.

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The Nightmare Before Kissmas

Rezensionen von FogandBooks:

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Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso

Zwischen Erinnerung und Ewigkeit

„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist kein Roman, den man einfach so wegliest. Es ist eine Geschichte, die Geduld verlangt, sich Zeit nimmt und erst nach und nach ihre ganze Tiefe zeigt. Der Einstieg fiel mir nicht leicht – die wechselnden Zeitebenen, die historischen Bezüge und die eher sachliche Sprache haben mich anfangs auf Abstand gehalten.

Doch je weiter ich las, desto mehr hat mich das Buch für sich gewonnen.

Lisaveths Reise zwischen Erinnerung und Realität, Liebe und Verlust ist vielschichtig und berührend. Besonders ab der Mitte entfaltet sich eine erzählerische Spannung, die mit jedem Kapitel dichter wird. Hayley Gelfuso schafft es, philosophische Fragen mit emotionalen Momenten zu verbinden und dabei nie ins Pathetische zu kippen. Sie zeigt, wie zerbrechlich Erinnerungen sind – und wie sehr sie doch unser Leben bestimmen.

Zwischen historischen Ereignissen, einem Hauch von Science-Fiction und einer großen Liebesgeschichte entsteht ein ungewöhnlicher Roman, der sich nicht klar einordnen lässt, aber genau dadurch heraussticht. Einige Passagen hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tempo vertragen, trotzdem war ich am Ende tief bewegt. Es ist eines dieser Bücher, die still bleiben – und trotzdem lange nachhallen. 4 von 5 Sternen.

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Das Buch der verlorenen Stunden

Rezensionen von Harakiri:

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Die Tiefe: Versunken von Karen Sander

Der 7. Band, die 3. Trilogie

Ein weiterer Fall für Krieger und Eberhard. Und der Beginn einer 3. Trilogie. Ihre Reihe so aufzubauen finde ich sehr gelungen.
Die Ereignisse überschlagen sich am Darß und in Rostock. 4 Tote in einem gesunkenen Boot, eine Frauenleiche am Strand, ein erschossenes Ehepaar und jede Menge Verdächtige.

Ganz schön viel zu tun für Mascha und Tom – und auch zwischenmenschlich hat das Buch einiges zu bieten.
Bereits der 7. Band des Ermittlerpaares und keine Seite langweilig. Der Spannungsbogen beginnt gleich zu Beginn und endet etwas abrupt. Doch das lässt jede Menge Raum für einen weiteren Band, der schon betitelt ist.
Ich mag Sanders Schreibweise sehr gerne. Unaufgeregt aber auf den Punkt. Ihre Charaktere sind auch irgendwie besonders. Mascha und Tom, und vor allem die kleine Romy, mag ich sehr gerne. Wie ein roter Faden zieht sich auch Maschas Suche nach ihrer leiblichen Mutter durch die Reihe und es gibt wieder einige Andeutungen, die neugierig machen.
Fazit: ich freue mich schon auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten, bis die Reihe weitergeht.

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Die Tiefe: Versunken

Rezensionen von Sonne89:

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Mein großes Magnetbuch - Das machen wir am Abend von Aurelia Streck

Routinen sind wichtig für Kinder

Das Buch zeigt eine Familie und den Ablauf ihrer Abendroutine. Die Kinder werden aktiv zum mitmachen aufgefordert, indem sie die Magnete der jeweiligen Situation zuordnen.

Mir gefällt besonders, dass es zum Schluss noch eine freie Seite gibt auf der man seine eigene Abendroutine zusammenstellen kann.

Sehr praktisch ist natürlich, dass die Magnete auch außerhalb des Buches angewandt werden können, wie z.B. auf einer Magnettafel oder dem Kühlschrank.


Kinder lernen visuell und können Abläufe durch verschiedene Reize besser verinnerlichen.
Die Abendroutine ist ein sicherer Hafen, auf den sich Kinder verlassen können, herunterfahren und den Tag hinter sich lassen können.

Das Buch an sich ist natürlich relativ schwer und auch etwas unhandlich, lässt sich aber mit Hilfe gut umblättern, obwohl ich generell kein Fan von Spiralbindung bin.

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Mein großes Magnetbuch - Das machen wir am Abend

Rezensionen von begine:

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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel

Geschundene Heimkinder



Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104, ist ein Roman der Schriftstellerin Susanne Abel.
Sie zeichnet die Erlebnisse von Kindern in einem von Nonnen geführten Heim.
Der Roman ist ziemlich hart und brutal, also nichts für zarte Gemüter.
Da werden Kinder misshandelt, vergewaltigt und wurden auch noch mit Tabletten versuchen gequält.

Nr. 104 ist Hartmut, der höchstens 3 Jahre alt ist. Er kam als Kriegswaise in das Heim.
Die etwas ältere Margret versucht ihm zu helfen. Aber auch sie hat brutale Erfahrungen zu erleben.
Später heiraten die Beiden.
Das Hörbuch wird von Vera Teltz gelesen, das macht sie perfekt.

Das Buch ist ergreifend und lässt den Leser erschüttert zurück und kann nicht gleich abschalten.

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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104

Rezensionen von Gaby 2707:

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Advent im Grandhotel von Beate Maly

Kunstraub im Grand Hotel

Für ihre freiwillige Arbeit in einer Bibliothek in Wien bekommt die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch Karten für eine Kunstausstellung mit Versteigerung im Südbahnhotel am Semmering. Die nimmt sie gerne an und reist zusammen mit ihrem Lebensgefährten, dem ehemaligen Apotheker Anton Böck, seiner neunjährigen Enkelin Rosa und deren Freund Fritzi mit dem Zug in Richtung Steiermark.

Schon auf der Bahnfahrt machen sie die Bekanntschaft mit nicht ganz so angenehmen Menschen aus Baden-Württemberg, die ebenfalls zur Ausstellung wollen. Nachdem sie durch eine ehemalige Primaballerina der Wiener Staatsoper ein Upgrade auf ihr Zimmer bekommen haben, vergnügen sich die vier unabhängig voneinander auf dem Weihnachtsmarkt, beim schnabulieren von Süßem und beim Rodeln.
Der Abend der Kunstausstellung mit Versteigerung einiger Bilder beginnt turbulent, da zwei der Bilder verschwunden sind. Und dann verschwinden auch noch Rosa und Fritzi…

Schon das weihnachtlich angehauchte Cover, das glänzt und glitzert, je nachdem wie das Licht darauf scheint, macht Lust auf die Geschichte, die im Jahr 1926 spielt. Ich finde die damaligen Verhältnisse, die Standesunterschiede, die Stellung der Frau in der Gesellschaft und den langsam aufkommenden Antisemitismus sehr gut dargestellt und eingearbeitet.
Auch die sehr unterschiedlichen Menschen, die ich hier kennenlerne, wie die ehemalige Primaballerina Stella Lamprecht, die auf Andrej und Anastasia Popov trifft, zwei Menschen, die ihr total verhasst sind; zwei sehr unterschiedliche selbstverliebte Maler; ein mit dem Südbahnhotel konkurrierendes Ehepaar aus dem Hotel Panhans; das unsympathische Unternehmerpaar aus Deutschland, das Ernestine und Anton schon auf der Zugfahrt kennengelernt haben und einige der Bediensteten des Südbahnhotels, sind treffend dargestellt und ich konnte sie schnell in mein Kopfkino einflechten. Genau so wie Rosa, Fritzi und Cockerspanieldame Minna, die hier eine ganz besondere Rolle spielen.

Diese gelungene Mischung aus dem vorweihnachtlichem Flair, der Umgebung des Hotels am Semmering und einem unblutigen Kriminalfall, der aufgelöst werden konnte, hat mir sehr gut gefallen. Ein wundervolles kleines Buch, das sich auch sehr gut für den Nikolausstiefel eignet.

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Advent im Grandhotel

Rezensionen von Shilo:

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Die Welt in Meran - Walzerblut von Angela Marina Reinhardt

Ein Roman, der Meran lebendig macht

In diesem Roman sind mir die Protagonisten und die Stadt schnell ans Herz gewachsen, denn ich mochte die ruhige, warme Art, wie sich ihre Geschichten entfalten. Schritt für Schritt wurde ich in das Buch hineingezogen und schließlich von der Atmosphäre getragen. Die Handlung führt nach Meran zur Faschingszeit des Jahres 1872, und oft hatte ich beim Lesen das Gefühl, selbst an diesem Ort zu sein.

Ich sah die Promenade, die Kutschen und die feinen Damen, aber auch die Spinnerei, in der hart gearbeitet wird, und alles spielte sich so lebendig vor meinen Augen ab, dass ich Rosas langen Tag förmlich miterlebt habe.
Besonders bereindruckt hat mich, wie Frau Reinhardt in dieser Stadt Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammenbringt. So reist Helen mit dem Gedanken an eine gute Partie nach Meran und merkt nach und nach, dass im Leben mehr zählt als Stellung und Schein. Benedetti aus Korsika trägt etwas mit sich, das ihn nicht loslässt. Der Arzt Hirsch versteht viel von seelischen Wunden, doch auch er ringt mit eigenen Schatten. Dazu kommen zwei Schwestern aus Tirol, die sich nicht mit dem zufriedengeben wollen, was andere für sie vorgesehen haben.
Diese Figuren habe ich nicht als Rollen empfunden, sondern als Menschen mit Hoffnungen, Zweifeln und eigenen Wegen. Besonders die Szenen in der Spinnerei und Rosas Alltag sind mir im Gedächtnis geblieben. Hier zeigt sich der deutliche Unterschied zwischen der Welt der Kurgäste und dem Leben der einfachen Leute. Diese Gegensätze wirken natürlich, nichts daran hat die Autorin übertrieben oder romantisiert.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Beschreibungen der Landschaft und der Stadt sind bildhaft, ohne sich in zu langen Passagen zu verlieren. Man spürt die Verbundenheit der Autorin mit der Region, ohne dass sie es betonen muss. Das Glossar und das Personenverzeichnis waren anfangs hilfreich, doch schon bald fand ich mich gut zurecht, da die Figuren klar gezeichnet sind und ihre Wege sich ruhig und nachvollziehbar entwickeln.
Es braucht keine großen Gesten, um zu berühren. Wärme, Ruhe und ein feiner Blick für Menschen tragen diese Geschichte.
Ich freue mich darauf, diese Personen im nächsten Band wiederzutreffen und erneut nach Meran zurückzukehren.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Die Welt in Meran - Walzerblut

Rezensionen von Zisa:

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Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln! Ein wirksames Aufklärungsbuch für Kinder zur Prävention von sexuellem Missbrauch von Carsten Müller; Steffi Bohle

Relevant

Das Buch behandelt das Thema sexuelle Gewalt sehr umfassend und hilft sowohl die sprachfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken, setzt aber auch unglaublich viele Impulse zum nachdenken (wo die eigenen Grenzen liegen) aber auch um Ungang mit den eigenen Gefühlen. Durch die ergänzenden Informationen hilft es Eltern, Pädagogen aber auch allen anderen mit Bezug zu Kindern, Anzeichen zu erkennen und zu benennen.

Der Illustrationsstil ist sehr kindgerecht und angenehm gezeichnet, die Seiten im Buch waren mir persönlich manchmal etwas zu überfrachtet, gleichzeitig verstehe ich das Anliegen, möglichst viele Informationen unterzubringen. Durch die Comic ähnliche Abordnung wirkt es aber sehr niederschwellig und ist somit ein hilfreiches Buch für Kinder, welches ihre Rechte in den Fokus nimmt und stärkt aber auch für pädagogisches Personal. Somit eine absolute Kaufempfehlung von mir.

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Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln! Ein wirksames Aufklärungsbuch für Kinder zur Prävention von sexuellem Missbrauch