Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Mein erster Weihnachtszauber von Kathrin Lena Orso
Weihnachten naht
Wie ein kleines Theater ist dieses Pappbilderbuch aufgebaut. Der kleine süße Hase vom Cover besucht zunächst den Weihnachtsmarkt. Mit einer Tüte gebrannter Mandeln seht er zwischen den Buden, die dreidimensional um ihn stehen. Natürlich wird bei Familie Hase auch gebacken und während der Kleine in ein Plätzchen beißt, rührt Mama den Teig.
Dann geht es ab in den Winterwald, dick eingemummelt stapfen die Tiere durch den Schnee. Am Weihnachtsabend werden vor dem Kamin am Tannenbaum die Geschenke ausgepackt.
Ein wunderschönes Buch um den Kleinen einen Vorgeschmack auf Weihnachten, dass sie vielleicht zum ersten Mal bewusst erleben, zu geben. Die Bilder sind ohne viele Verzierungen gezeichnet und wirken dadurch realistisch, was durch das Dreidimensionale zusätzlich verstärkt wird. Der kleine Text erklärt die entsprechende Szene.
Rezensionen von Daggy:
Ein Schiff für den Frieden von Christina Bacher
Ein Leben zur Menschenrettung
Rupert Neudeck ist der Name, der mir in erster Linie mit der Rettung der Boatpeople in den Sinn kommt. Und die Cap Anamur ist auch auf dem Cover zu sehen, wie sie Menschen von einem kleinen Schiff rettet.
Das erste Kapitel trägt die Überschrift „Eine (zeitweise) schöne Kindheit“, denn Rupert wird 1939 kurz vor Beginn des Krieges in Danzig geboren.
In der Stadt lebten in erster Linie Deutsche und so wurde der Familienname eingedeutscht. Zum Ende des Krieges musste die Familie dann in den Westen fliehen. Mutter Neudeck hatte vier Kinder zu versorgen und machte sich mit ihrer Schwester und ihrer Schwiegermutter auf den Weg. Ihr Ziel war das große Schiff „Wilhelm Gustloff“, allerdings kamen sie zu spät in den Hafen, was sich als Glück herausstelle, denn das Schiff mit 9000 Menschen geht in der eiskalten Ostsee unter. So wurde „Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben.“ zu Ruperts Lieblingsspruch. Diese Flucht war ein Erlebnis, dass Ruperts Leben prägte, als er 1980 von den Boatpeople im Südchinesischen Meer hört, handelt er zusammen mit seiner Frau und vielen prominenten Unterstützern und kauft ein Schiff, das er „Cap Anamur“ nennt.
Das Buch ist eine vollständige Biografie über das Leben von Rupert Neudeck, es gibt kleine Einschübe über Schriftsteller, die sein Leben begleiten, lässt Frau und Kinder zu Wort kommen. Die Schrift, in der das Buch gedruckt wurde, ähnelt einer handgeschriebenen Druckschrift, zwischendurch gibt es auch Zeilen, die mit einer Schreibmaschine geschrieben wurden. Es gibt zarte Zeichnungen und viele Fotos, so kann sich jeder ein Bild über die Beweggründe dieses tapferen Mannes machen.
Rezensionen von C. P.:
Schule der Meisterdiebe 4: Die schwarze Festung von J. J. Arcanjo
Klasse Gruppendynamik und überzeugende Ideen
Diese Buchreihe macht von Band zu Band mehr Spaß. Mit diesem Band beginnt nun das vierte Schuljahr für Gabriel an der Schule der Meisterdiebe. Ungern trennt er sich hierfür von seiner Ziehoma, denn seine Gauner-Eltern konnten erneut entkommen und könnten nun Rache üben. An der Schule in Crookhaven wird das Ziel für den jährlichen Gaunerpokal verkündet: Ein Einbruch in eine verlassene, uneinnehmbare Festung, um ein dort deponiertes Schmuckstück zu stehlen.
An dem natürlich auch die Namenlosen Interesse zeigen, die Diebesbande rund um Gabriels Eltern.
Diesmal ist Vertrauen ein großes Thema, welches Gabriels Gaunerbande neben dem Jahresprojekt vor zusätzliche Herausforderungen stellt. Die Dynamik der Teenager untereinander ist mittlerweile erstaunlich, es macht richtig Spaß, ihre Pläne und Abenteuer zu verfolgen. Leider kommen von außerhalb einige gewaltige Herausforderungen auf sie zu und an manchen Überraschungen haben sie ziemlich zu knabbern.
Mit seinem einfühlsamen und zugleich einfallsreichen Schreibstil schafft der Autor es erneut, ein ganzes Schuljahr wie im Flug vergehen zu lassen. Man fiebert mit den Teenagern bei jedem ihrer Abenteuer mit und die Überraschungen haben es ziemlich in sich. Sympathische Charaktere und super Ideen, auch diesmal wieder eine gelungene Mischung.
Rezensionen von LEXI:
Herzensmakeover von Nicole Deese
Am Ende zählt nur, wie es um unser Herz bestellt ist
Am Ende zählt nur, wie es um unser Herz bestellt ist
„Das richtige Gleichgewicht zu finden, kann knifflig werden. Zu helfen, ohne Grenzen zu überschreiten. Es ist nicht einfach, echte Bedürfnisse zu erkennen und den Heilungsprozess nicht beschleunigen zu wollen.“ (Miles McKenzie)
Molly McKenzie ist ein aufsteigender Stern am Influencer-Himmel, woran auch ihr geschäftstüchtiger Freund Ethan Carrington nicht ganz unbeteiligt ist.
Als Mollys ehrgeiziger Manager ist es sein vorrangiges Ziel, die Zahl ihrer Follower immer weiter zu erhöhen. Darüber hinaus hat er einen lukrativen Job als Moderatorin für seine erfolgreiche Freundin ins Auge gefasst. Eine ehrenamtliche Tätigkeit mit sozial benachteiligten Jugendlichen betrachtet er als optimales Sprungbrett für Mollys Karriere und Silas Whittaker, der Leiter einer entsprechenden Einrichtung, soll Molly diesen Weg ebnen. Doch die Sache erweist sich als nicht so einfach, wie die beiden es sich vorgestellt haben…
Nicole Deese hat sich mit diesem aktuellen Thema und ihrem einnehmenden Schreibstil, der auch mit einer gehörigen Portion Situationskomik einhergeht, geradewegs in mein Herz geschrieben. Sie erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich von ihrer tief gläubigen Familie unverstanden fühlt und ihren eigenen Weg sucht, dabei aber Gefahr läuft, sich selbst zu verlieren. Die Protagonistin, die sich vorrangig auf Oberflächlichkeiten - den Glamour, die Bewunderung durch ihre zahlreichen Follower und das permanente Heischen nach Aufmerksamkeit und "Likes" - konzentriert, wird mit einer völlig konträren Welt konfrontiert. Die Jugendlichen, mit denen sie zu tun hat, schleppen zum Teil gehörige Lasten aus ihrer Vergangenheit mit sich. Sie haben mit gravierenden Problemen zu kämpfen und sehnen sich nach Annahme, Wertschätzung und Integration. Die Art und Weise, wie Nicole Deese diese beiden Welten aufeinanderprallen lässt und daraus eine zauberhafte, zugleich aber auch tiefgründige Geschichte entstehen lässt, fand ich großartig.
Die Charakterzeichnung der handelnden Figuren hat mir ausnehmend gut gefallen, sowohl die Haupt-, als auch die Nebenfiguren dieses Romans vermochten mich zu überzeugen. Der Fokus liegt auf den beiden Protagonisten Silas und Molly. Mollys Assistentin Val, Mollys Bruder Miles und die Bewohner der Einrichtung „Bridge Youth Home“ nehmen aber ebenfalls Raum in der Handlung ein. Während Mollys Manager und Freund Ethan für mich rasch zum Antagonisten avancierte, wuchsen mir Silas, Wren und Val immer mehr ans Herz. Im Buch ist von Nächstenliebe, Vertrauen und zweiten Chancen, aber auch von Vergebung die Rede. Nicole Deese erzählt von den Schwierigkeiten, so viele Jugendliche wie möglich aufzunehmen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Durch die liebevoll gezeichneten Charaktere und den einnehmenden Schreibstil gelang es der Autorin, mich voll und ganz in die Geschichte einzubeziehen und ich habe im wahrsten Sinne des Wortes jede Seite dieses Romans genossen. "Herzensmakeover" ist ein wundervolles und gefühlvolles Buch, das mit ganz viel Gefühl, der Einbringung des christlichen Glaubens, einer aktuellen Thematik, tiefsinnigen Ausführungen, aber auch einer guten Portion Humor punktet. Im Grunde die perfekte Lektüre.
Bedauerlicherweise las ich jedoch die deutsche Übersetzung, bei welcher meine Lesefreude gehörig durch den Einzug des "Gender-Wahnsinns" getrübt wurde. Anfangs noch darauf verzichtet steigerte sich diese Überfrachtung der Sätze bis zu einer Passage, an welcher die gendergerechte Formulierung gleich vier Mal auf einer Seite angewandt wird. Eine solche Vorgehensweise betrachte ich als großes Ärgernis, es hemmt den Lesefluss gehörig, ist für mich persönlich inakzeptabel und beeinflusst künftige Kaufentscheidungen gravierend. Nicole Deese hat sich durch diesen Roman zwar ganz eindeutig auf die Liste meiner favorisierten christlichen Autoren katapultiert und ich brenne darauf, weitere Werke von ihr zu lesen, aber nur noch im englischen Original.
Ich vergebe nichtsdestotrotz fünf volle Bewertungssterne und eine begeisterte Leseempfehlung - denn die Autorin kann schließlich nichts für die Übersetzung ;-)
Rezensionen von C. P.:
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Stümperhafte Hobby-Ermittlungen
Die Einladung zu einer Versteigerungsparty ihrer reichen Nachbarin Jane setzt die 76-jährige Rosemary alias Mimi unerwartet unter Zugzwang: Sollte sie nicht erscheinen und einen ganz bestimmten Gegenstand ersteigern, wird ihr wohlgehütetes Geheimnis offenbart. Derart erpresst ist es wohl an der Zeit, sich mit ihrer Enkelin und Detektivspiele-Entwicklerin Addie zu versöhnen, um gemeinsam bei der Party aufzutauchen.
Der Krimi beschränkt sich auf eine übersichtliche Anzahl von Personen, die bei der Party anwesend und durch gewisse Umstände zum Bleiben gezwungen ist. Zu dem Erpressungsversuch kommt ein Mordfall hinzu, und zwar an der Gastgeberin selbst. Von da an gilt es, unter den Anwesenden nicht nur den oder die Mörder samt Motiv zu ermitteln, sondern auch die Erpressung aufzuklären. Da zunächst keine Polizei am Tatort erscheinen kann, machen Mimi und Addie es sich zur Aufgabe, den Mord aufzuklären.
Mimi ist ein ziemlich eigenwilliger Charakter. Durch ihr Desinteresse an anderen Menschen tritt sie manchmal etwas ruppig auf. Da wirkte es auf mich fragwürdig, dass von Mimi und Addie ausgerechnet Mimi diejenige sein soll, die mehr Ahnung von Menschen hat. Ebenso störte mich die Idee von der Autorin, dass Mimi stets mit ihrer großen Tasche auf der Party herumläuft, in der sie lauter für die beiden Frauen hilfreiche Gegenstände verstaut wie eine Figur in einem Videospiel. Was Videospiele betrifft, das wäre dann Addies Gebiet, die ihre Ermittlerinnen-Expertise aus dem Entwickeln von Detektivspielen zieht. Hier empfand ich den Rechtsstreit Addies mit ihrem Exmann nervig aufgebläht, das nahm mir gleich zu Beginn unnötig die Spannung aus der Story, zumal es für den Fall völlig irrelevant ist. Die restlichen Anwesenden auf der Party sind so gestaltet, dass viele von Ihnen ebenfalls ihre Geheimnisse haben, welche Mimi und Addie aufdecken.
Natürlich haben Mimi und ihre Enkelin keinerlei Detektiv-Erfahrungen, was sich unangenehm bemerkbar macht, denn somit fehlen ihren stümperhaften Ermittlungen Spannung und Struktur. Gefühlt musste das Anwesen mit seinen vielen Geheimnissen die etwas langweiligen Charaktere ausgleichen, was weder gelang noch mich überzeugen konnte. Mir waren das zuviele Gebäude-Specials, um noch glaubwürdig zu sein. Und dass man sich bei derart provokanten Nachfragen selbst ins Fadenkreuz des Mörders schiebt blendeten die Frauen in ihrer Naivität leider auch zu lange aus.
Rezensionen von Island :
Die Verlorene von Miriam Georg
Die Suche nach Antworten
"Die Verlorene" ist nicht der erste Roman, den ich von der Autorin lese/höre, aber, der Handlungsort ist diesmal ein anderer, nämlich Schlesien zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und heute.
Laura hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist, als ihre Großmutter Änne stirbt. Kurz zuvor ist diese in ihrem Haus gestürzt, nachdem sie ein ominöses Bild per Post ohne Absender erhalten hat.
Laura stellt eine Verbindung zur schlesischen Heimat ihrer Oma her, ihr wird aber bewusst, dass Änne sehr wenig über die Zeit damals preisgegeben hat und auch Lauras Mutter weiß kaum etwas über die Zeit vor und kurz nach ihrer Geburt. So begibt sich Laura auf Spurensuche in Schlesien, wo der ehemalige Gutshof, in dem ihre Großmutter aufgewachsen ist, immer noch steht und gerade zu einer Pension umgebaut wird.
Ich fand es sehr interessant, diesen Roman zu lesen und so wieder etwas mehr über die Zeit des Zweiten Weltkrieges und die damit verbundenen Schicksale überall in Europa zu erfahren. Es kommt auch zu unerwarteten Wendungen, sodass der Ausgang wenig vorhersehbar ist. Laura als Protagonistin der heutigen Zeit ist mir sehr sympathisch, während zu ihrer Großmutter eine gewisse Distanz erhalten bleibt, aber genau das ist ja zur Geschichte passend, da auch Laura erst nach deren Tod mehr über Ännes Leben erfahren hat. Der Schreibstil ist gut lesbar und fesselnd und auch die Sprecherin des Hörbuches war gut ausgewählt mit einer angenehmen Stimme und einer Vortragsweise, der man gut folgen konnte.
Rezensionen von Island :
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher
Selbstfindung
Der Titel des Romans hat mich neugierig gemacht, den Roman der Autorin, der sich um die Mutter der aktuellen Protagonistin dreht, kannte ich jedoch noch nicht. Ela steht gerade vor dem Abschluss ihrer Promotion und hat eine Stelle in der Forschung in Aussicht, als ihr Körper (mal wieder) nicht mehr mitspielt und diverse unerklärliche Symptome entwickelt.
Dies führt dazu, dass sie einerseits diverse Ärzte unterschiedlichster Fachgebiete aufsucht, die ihr aber nicht wirklich weiterhelfen, sich andererseits aber auch mehr mit dem Verhältnis zu ihrer Mutter befasst und auch ihre beruflichen Ambitionen hinterfragt.
Leider bin ich mit Ela nicht so recht warm geworden. Die verschiedensten Krankheitssymptome und vor allem, wie sie dann mit diesen umgeht, waren etwas zu viel für meinen Geschmack. Auch die sich anbahnende Liebesbeziehung erschien mir nicht vollkommen nachvollziehbar, irgendwie blieb alles recht distanziert. Gut gefallen hat mir jedoch der sprachgewaltige Schreibstil der Autorin, insbesondere die den Kapiteln vorangestellten Zitate und die schönen Begriffe aus vergangenen Zeiten, die mit Elas Arbeit zu tun haben.
Rezensionen von Schäfer:
Der verschwundene Zug von Elias Peterson
Gutes Weihnachtsgeschenk!
Mit der Auflösung hätte ich so nicht gerechnet. Man kann das Buch gut Kindern vorlesen. Ein passendes Geschenk für Weihnachten
im Shop ansehen weitere Rezensionen von SchäferRezensionen von Island :
Im Schatten von Giganten von Jasmin Schreiber
Überall gibt es etwas zu entdecken
Jasmin Schreiber war mir bereits als Autorin von sehr lesenswerten Romanen ein Begriff, aber ich wusste auch, dass sie studierte Biologin ist und auch sehr gerne Naturfotografie betreibt. Das Cover und der Titel dieses ersten Sachbuchs, zu dem sie auch ihre Fotos beisteuern konnte, haben mich dann auch direkt neugierig gemacht.
Zunächst erfährt man dann, wie sie schon als kleines Kind ihr Interesse für Insekten, Würmer, Bienen, etc. entdeckte, eine Faszination, die Jasmin Schreiber dann auch im Studium nicht los ließ. Danach ist das mit vielen Detaillaufnahmen angereicherte Buch in die verschiedenen Lebensbereiche der kleinen Tierchen untergliedert, die man meist direkt vor der eigenen Haustür finden kann. Zum Beispiel Blumenwiesen, Totholz, Steine, Bäume, Moos oder Pfützen. Bei jedem dieser Lebensräume werden verschiedenste Bewohner vorgestellt. Dies geschieht mit Hilfe gelungener Aufnahmen und sehr informativer, aber nicht übertrieben wissenschaftlicher Texte, sodass man auch als Laie nicht überfordert ist. Somit bietet dieses Sachbuch auch eine Menge Inspiration und motiviert dazu, das eigene Umfeld mit offenen Augen zu erkunden und auch mal einen genaueren Blick auf einen abgestorbenen Baum oder in eine Wasserpfütze zu werfen.











