Kunden em pfehlungen
Rezensionen von minúscula:
Schattengrünes Tal von Kristina Hauff
Schatten und Klischees
Ein heruntergekommenes Familienhotel in einer fiktiven Kleinstadt im Nordschwarzwald, in dem eine geheimnisvolle Fremde, Daniela, absteigt und bald anfängt, gegen die hilfsbereite Einheimische Lisa, Tochter des Hotelbesitzers, zu intrigieren... was wird das? Kein Thriller, auch nicht wirklich ein Liebesroman.
Für Literatur sind die Dialoge und Handlungen jedoch eher zu gewöhnlich. Die Erfolge der Manipulatorin sind übermäßig, ihre Figur bleibt platt und klischeehaft. Auch Lisas Ehemann Simon erscheint eher blass und etwas stereotyp, obwohl er als Förster einen interessanten Beruf ausübt - was jedoch teilweise unglaubwürdig dargestellt wird.
Die Unterwerfung unter eine dominante Vaterfigur vor dem Hintergrund einer Abweichungen nicht tolerierenden Kleinstadtgesellschaft sind nicht unglaubwürdig, die rasante Entwicklung mancher Personen dann schon eher.
Das Hörbuch war zum Nebenbeihören auf erhöhter Geschwindigkeit jedoch ganz unterhaltsam, wenn auch manchmal vorhersehbar.
Das Ende und die - ebenfalls eher unrealistische - Tiergeschichte, die jedoch ein gewisses literarisches Flair vermittelt - stimmen mich versöhnlicher - 2,5 Sterne.
Rezensionen von minúscula:
Die Probe von Katie Kitamura
Überkonstruiertes Drama
Der Roman beginnt mit dem vermeintlichen Auftritt eines Hochstaplers: Die Erzählerin, eine berühmte Schauspielerin, trifft sich mit Xavier, einem anscheinend aufdringlichen Fan in einem Restaurant. Unerwartet kommt auch noch ihr Mann herein, nur um schnell zu verschwinden, als er sie sieht. Ihr fällt auf, dass ihr Mann Xavier sehr ähnelt, und dass dieser ihre Gesten offenbar gekonnt imitiert.
.. ein fesselder Einstieg in einen kurzen psychologischen Roman - der sich dann ganz anders entwickelt als erwartet.
Die namenlose Schauspierin hat Schwierigkeiten mit ihrem gerade geprobten Stück, was sich dann aber als Erfolg herausstellt - Parallelen zu ihrem Leben werden deutlich und es verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Ohne zu spoilern ist es schwer zu kritisieren.
Fazit: Hochgradig konstruiert, teils ermüdend, literarisch bestimmt wertvoll - mich hat das Buch gerade nicht abgeholt.
Rezensionen von Streiflicht:
Im Kopf des Bösen - Der Happy Face Killer von Petra Mattfeldt; Axel Petermann
Erschreckend real
Da ich bereits einige TV-Sendungen mit Axel Petermann gesehen habe, war ich natürlich gespannt, wie sich ein Roman liest, an dem er mitgeschrieben oder mitgewirkt hat. Auch von Petra Mattfeldt hatte ich schon viel gehört, aber noch nichts gelesen. Krimis und Thriller sind genau meine Welt und seit einiger Zeit habe ich auch True Crime für mich entdeckt.
Auch wenn ich zugeben muss, dass ich da schon oft Gänsehaut habe. Man kann gar nicht erfinden, wie grausam Menschen sein können ...
Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände der Reihe "Im Kopf des Bösen" sehr gerne gelesen hatte, war ich natürlich neugierig, wie es weitergeht. Einerseits auf den neuen Fall eines Serienmörders, andererseits wollte ich auch wissen, wie sich Sophie Kaiser weiterentwickelt und auch ihr Partner Leonhard Michels. Ich mag das Ermittlerduo sehr, das so verschieden ist und sich gerade deswegen so perfekt ergänzt. Auch finde ich es spannend, dass das Privatleben und die Eigenheiten der beiden eine relativ große Rolle in den Büchern spielen. Ich finde es toll, etwas über meine Protagonisten zu erfahren.
Auch in diesem dritten Fall erhält man als Leser wieder tiefe Einblicke in die menschliche Psyche und ihre Abgründe. Das finde ich extrem spannend, daher lese ich auch immer gerne am Ende, welche echten Fälle und Menschen die Autoren zu dieser Geschichte inspiriert haben und wie sie die Tatsachen für sich abgeändert haben, dass es passend ist für einen Fall, der in Deutschland spielt. Extrem interessant finde ich auch die Einblicke in die Arbeit und die Methoden der Fallanalyse. Das ist total spannend. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band!
Rezensionen von minúscula:
Hustle von Julia Bähr
Drollig, repetitiv, pseudofeministisch
Angesiedelt im heutigen München, greift der Roman die massiven sozialen Unterschiede auf, die Auswirkung kapitalistischer Ausbeutung, insbesondere die Folgen extrem hoher Mieten für Bewohner und Stadt.
Andererseits feiert er die Anpassung an Konsumnormen, und sei es mittels unangepasster bis krimineller Methoden, die natürlich nur den "Reichen und/oder Bösen" schaden.
Dazu passt das Titelbild der übertrieben geschminkten, leicht blondierten und arrogant dreinschauenden Protagonistin Leonie (die vom Aussehen her auffallend der Autorin ähnelt, die in München studiert und die Jounalistenschule besucht hat).
Anfangs fesseln die kreativen und witzigen Ideen, zum Beispiel Leonies skurriles Hobby, Schleimpilze zu suchen, als Hausorganismen zu halten und mit ihnen Experimente durchzuführen, oder ihre Rachepläne.
Jedoch wiederholen sich die immer gleichen Themen bald mit geringer Variation, so dass der Roman deutliche Längen aufweist. Auch entwickeln sich die Figuren nicht sehr weiter, oder Entwicklungen erscheinen unwahrscheinlich abrupt. Die München-Klischees sind darüber hinaus auch bald ausgelutscht, die Zoologenklischees auch nicht besser, Leonies Arbeitsalltag an der Realität vorbei. Dass München durchaus auch alternativere Szenen hat, wird leider nur am Rande gestreift - die Nebenstränge von Kollegen Lam, sowie dem Sammlungsdiebstahl, führen leider nirgendwohin - schade.
Das Korrektorat hat auch geschlafen, an einer Stelle sind die Gattungsnamen kleingeschrieben.
Fazit: Der "Blurb" von Alena Schröder ist irreführend, eher selbst ein "Hustle" - zwar ist das Buch schnell wegzulesen und eine unterhaltsame Hommage an Freund:innenschaft, jedoch auch eine fragwürdige an den pseudofemistischen Egotrip.
Vielen Dank an den pola-Verlag und "vorablesen.de" für das kostenlose Rezensionsexemplar.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Das Haus mit der kleinen roten Tür von Grace Easton
Wärmende Bilderbuchgeschichte mit Klappen
Oliva wohnt allein in einem Haus mit einer roten Tür. Draußen ist es winterlich kalt. Als ihre Nachbarin Maus plötzlich ohne Behausung einen warmen Unterschlupf benötig, ist Olivia bereit, ihr zu helfen.
„Das Haus mit der kleinen roten Tür“ eigenen sich sehr gut zum Vorlesen in der Winterzeit.
Kleine Kinder ab 4 Jahren können der ruhig erzählten Geschichte gut folgen und werden sich dabei geborgen fühlen. Die wohlige Sicherheit, die man Zuhause findet, aber auch in einer Freundschaft mit gegenseitiger Unterstützung, davon erzählt dieses herzerwärmende Bilderbuch. Die Handlung ist simpel. Es gibt wenig Text und die winterlichen Illustrationen sind verträumt. Es braucht alles zusammen, damit diese rührende Geschichte erzählt werden kann. Die Kleinen werden zu Aktionen aufgefordert („Wenn du am Haus mit der kleinen roten Tür drei Mal anklopfst, findest du…“) und die Geschichte kann durch das Öffnen der Klappen miterlebt werden. Dahinter befinden sich machmal sogar kleine Miniaturen. Überhaupt gibt es immer was zu entdecken. Dadurch steigt manchmal auch die Spannung, weil erst das Bild dahinter die Geschichte weitererzählt. Eine tolle Idee, von der die ganze Familie begeistert war. Man muss ein bisschen vorsichtig sein, weil die Klappen nicht extra verstärkt sind oder eine Öffnungshilfe haben. Deswegen würde ich immer das gemeinsame Lesen empfehlen, wenn das Buch länger halten soll. So schafft man ein schönes Erlebnis und kann zusammen zur Ruhe kommen.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Der Club der kalten Hände von Christine Pernlochner-Kügler
Ein tolles Buch ohne Tabus für neugierige Kinder
So ein Sachbuch über den Tod und das Abschied nehmen haben wir noch nie gesehen. Es ist mutig, lustig und wild wie Lizzy und ihre Freunde und hat uns sehr gut gefallen.
Lizzy Eltern sind Bestatter und als Lizzy neugierig in das Kühllager geht und einen Sarg öffnet, um zu gucken, was in der Kiste ist, hat sie keine Angst, sondern viele interessierte Fragen.
Denen geht Lizzy mit ihren Freunden im Club der kalten Hände auf den Grund.
Es geht los mit der Bilderbuchgeschichte von Lizzy, Mo, Cem, Olga, Ronny, Yuki und Fritzi. Ob schmerzliche Verluste oder geheime Beobachtungen im Bestattungsunternehmen von Lizzy´s Eltern, mit voller Lebensfreude und Respekt vor den Toten spüren sie die tröstliche Kraft der Gemeinschaft. Diese zugewandte Geschichte gibt Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit, viel zu lernen und darüber zu sprechen. Der Tod ist ein Teil des Lebens und der Abschied für die Hinterbliebenen sehr wichtig.
Danach (Hälfte des Buches) wird das streng geheime Bandenbuch geöffnet. Hier wird es noch bunter, kreativer, spielerischer und informativer. Denn hier stehen alle Erkenntnisse des Clubs. Wie fühlen sich Verstorbene eigentlich an? Darf man sie berühren und was dürfen sie anziehen? Ehrliche und kindgerechte Antworten machen nicht nur den Beruf von Bestatter:innen interessant, sondern helfen Kindern, den Tod und all die Regeln und Rituale, die damit verbunden sind, besser zu verstehen. Das hilft beim Abschied nehmen.
Ein tolles Sach- und Bilderbuch für Kinder ab 8 Jahren, das sie verschlingen werden.
Rezensionen von FogandBooks:
Our darkest Lies von Sara Rivers
Zwischen Dunkelheit und Verlockung – ein Dark Romance, der spät zündet
Our Darkest Lies von Sara Rivers (alias Sarah Stankewitz) umfasst 313 Seiten, und ich muss ehrlich sagen: Die ersten zwei Drittel haben mich nicht wirklich abgeholt. Der Schreibstil ist zwar richtig gut, aber die Geschichte hat mich einfach nicht so gecatcht, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe ungewohnt lange für das Buch gebraucht – nicht, weil es schlecht geschrieben war, sondern weil mir das gewisse Etwas gefehlt hat.
Mit Cheryl als Protagonistin bin ich persönlich nicht ganz warm geworden. Sie ist kein unsympathischer Charakter, aber sie hat mich einfach nicht so gepackt. Dafür haben Kirill und Colson mein Herz umso mehr gewonnen – zwei Figuren mit Tiefe, Ecken, Kanten und Geheimnissen. Genau das, was man sich bei einem Dark Romance wünscht. Die Charakterausarbeitung allgemein fand ich wirklich gelungen – jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Schattenseiten, und das hat die Autorin großartig umgesetzt.
Die Storyidee hat definitiv Potenzial. Auch wenn mich die ersten Kapitel eher zäh durch die Seiten schleppen ließen, konnte das letzte Drittel alles herausreißen. Der Spannungsbogen steigt rasant, Geheimnisse kommen ans Licht, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe – und dann dieser Cliffhanger! Ab da war ich voll drin. Der Spice-Anteil war für meinen Geschmack genau richtig dosiert – lieber weniger, dafür intensiv, emotional und detailliert geschrieben.
Alles in allem ist Our Darkest Lies ein solider Dark Romance für zwischendurch – nichts, was mich komplett umgehauen hat, aber auch kein Reinfall. Für mich sind es 3,5 von 5 Sternen, mit Tendenz nach oben, weil das Ende Lust auf mehr macht. Den zweiten Teil werde ich mir auf jeden Fall anschauen – allein um zu sehen, wohin diese dunkle, verführerische Reise noch führt.
Rezensionen von Nele33:
Dunkler Sog von Leo Born
gewohnte Spannung
Mit "Dunkler Sog" ist der mittlerweile 10. Band um die Ermittlerin Mara Billinski, genannt die Krähe des Autors Leo Born erschienen.
Seit dem ersten Band bin ich Fan von Mara, die aus dem Pool der Ermittlerinnen positiv hervorsticht. Dies nicht nur, weil sie eine beeindruckende Aufklärungsquote hat, sondern eher wegen ihrer unkonventionellen Einstellung zum Leben und der Arbeit.
Sie passt sich nicht an, macht regelrecht ihr eigenes Ding nach ihrem eigenen Kopf. Gerade das macht diese Figur so äußerst spannend und in diesem neuen Fall leider auch unberechenbar.
In einem Frankfurter Altenheim wird ein ehemaliger Arzt gefoltert und anschließend mit Colchicin vergiftet und muss einen qualvollen Tod erleiden. Mara, die noch nicht wieder ganz in der Spur ist, nachdem ihr Partner Jan Rosen das Dezernat gewechselt, übernimmt den Fall dennoch. Unterstützt wird sie von ihrem neuen Kollegen Tobias Cromberg, der sich mit allen Mitteln beweisen will. Kenner der Reihe, ahnen wahrscheinlich schon, wohin dieser falsche Ehrgeiz führen wird. Noch während der Ermittlungen taucht die verstümmelte Leiche einer Journalistin auf und Mara muss ihre Ermittlungen bis in den Schwarzwald ausdehnen, um den Täter zu fassen. Das Geheimnis liegt wie so oft in der Vergangenheit. Als Cromberg in die Fänge des Täters gerät, wird Mara vom Fall abgezogen und hat einmal mehr mit ihrer eigenen Art zu kämpfen.
Leo Born hat es wieder geschafft, mich mit "Dunkler Sog" von der ersten Seite an zu fesseln. Mara als Figur bleibt für mich auch nach diesem Band einzigartig, auch wenn ich sie ob ihres Verhaltens manches Mal gerne schütteln würde.
Es gibt einige Überraschungen und ein stimmiges spannendes Ende.
Ich hoffe auf weitere 10 Bände des Autors mit spannenden Fällen.
Rezensionen von lesemaus:
Giraffenmord von J. P. Conrad
Giraffenmord
Mir hat das Buch Giraffenmord vom Autor J.P. Conrad gut gefallen. Für mich brachte er Spannung und Humor in eine wundervolle Leseeinheit.
Ein höchst skurriler Start: die Urlaubsrückkehrer erwartet eine Leiche auf dem Teppich. Wer nun denkt einen knallharten Krimi zu lesen wird sicher enttäuscht sein.
Irgendwie ist es ein sehr humorvoller Krimi und nicht "angestaubt".
Ich habe das Lesen sehr genossen, war es doch mal etwas anderes.
Klares: Daumen hoch!
Rezensionen von Anndlich:
Falling Like Leaves von Misty Wilson
Herbst in Bramble Falls
Die New Yorkerin Ellis hat klare Zukunftspläne, sie möchte an der Columbia University Journalismus studieren. Doch ihre Pläne scheinen zu platzen, als ihre Eltern sich trennen und ihre Mutter Ellis mit nach Bramble Falls schleppt. Eine kleine Stadt, die Ellis’ Ziele in die Ferne rücken. Doch zum Glück findet in Bramble Falls das alljährliche Herbstfestival statt, dass Ellis von ihren Sorgen ablenkt und ihr Cooper näher bringt, den Jungen, den sie vor drei Jahren zum ersten Mal geküsst hat.
Nur Cooper scheint weniger über Ellis Rückkehr erfreut zu sein, doch die Anziehung zwischen den beiden ist für alle zu spüren.
Falling Like Leaves von Misty Wilson ist eine süße Herbstromance für Jugendliche, die sich super leicht liest und vor allem in Bramble Falls eine herbstliche Atmosphäre erzeugt.
Die Geschichte erleben wir aus Ellis Sicht, was für mich fast schon der größte Kritikpunkt ist, denn Ellis ist für mich phasenweise etwas zu dramatisch und egoistisch eingestellt. Während die Jugendlichen um sie herum reifer und reflektierter wirken, beißt sie sofort zu, wenn ein potenzielles Drama entfacht werden könnte. Aber klar, Ellis hat im Gegensatz zu den anderen Charakteren auch einen unfreiwilligen Umzug im Nacken. Ihr Verhalten lässt sich daher durchaus erklären, wenngleich ich mir manchmal trotzdem etwas mehr Reflexion gewünscht hätte.
Die herbstliche Atmosphäre in Bramble Falls kam super rüber und sorgt für einen gemütlichen Flair. Die Nebencharaktere in Bramble Falls fand ich allesamt sympathisch, nur die Geschichte aus dem Elternhaus war mir etwas zu stereotypisch und klischeehaft. Wilsons Schreibstil trägt einen super leicht durch die Geschichte und ich bin mir sicher, dass Falling Like Leaves für Jugendliche ein tolles, herbstliches Romance Buch ist.











