Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katja K.:
One On One von Jamie Harrow
Gelungene Basketball-Romance mit viel Humor und einem ernsten Thema
Mir hat diese Sportsromance sehr gut gefallen. Sie lässt sich leicht lesen und ich empfand sie als äußerst kurzweilig. Der Schreibstil ist mir von Beginn an besonders positiv aufgefallen; er ist detailliert, bildlich, humorvoll und locker. Ich habe die Szenen direkt vor meinem inneren Auge sehen können.
Annie habe ich mit ihrem beißenden Humor, ihrer Selbstironie und ihrer teilweisen Unbeholfenheit direkt ins Herz geschlossen. Sie ist eine starke Protagonistin, gleichzeitig leidet sie an Selbstzweifeln und Unsicherheiten und scheint sich selbst noch nicht richtig gefunden zu haben. Aus ihrer Perspektive wird die ganze Geschichte (in Ich-Form und Präsens) erzählt. Ben blieb für mich ein wenig blasser; Kapitel aus seiner Perspektive wären eine nette Ergänzung gewesen. Aber auch so fand ich die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden spannend und den anfänglichen ständigen Schlagabtausch amüsant. Insgesamt wird die Liebesgeschichte nicht nur witzig, sondern gleichzeitig auch behutsam erzählt ("Enemies to Lovers", "Slow Burn"). Im letzten Drittel plätschert sie für meinen Geschmack eine Zeit lang etwas zu gemächlich vor sich hin, auch konnte ich in dieser Phase Annies Verhalten nicht immer nachvollziehen. Gut fand ich, dass auch dargestellt wird, dass beide Charaktere aus ihrer Vergangenheit schwere Päckchen zu tragen haben. Durch die gesamte Geschichte hindurch merkt man, dass die Autorin am Rande eines Basketballplatzes aufwuchs, denn die Liebe zu diesem Sport wird auf jeder Seite deutlich. Auch Annies Arbeit als Social Media Managerin und Filmerin fand ich neben der Liebesgeschichte sehr faszinierend und ich hätte zu gerne einmal eines ihrer Hype-Videos gesehen. Die Begeisterung für ihre Arbeit ist direkt auf mich übergesprungen, obwohl ich keinerlei Berührungspunkte mit diesem Betätigungsfeld habe. So etwas liebe ich an Büchern! Das ernste Thema hinter den Kulissen möchte ich nicht näher benennen, um nicht zu spoilern. Es wurde sehr gut und realistisch dargestellt. Hier wäre eine Triggerwarnung zu Beginn des Buches sicherlich sinnvoll. Mein Fazit: Diese kurzweilige, sehr gut geschriebene Sportsromance hat mich oft zum Grinsen gebracht und behandelt zudem als Gegengewicht noch ein (nicht nur im Sport) wichtiges Thema. Zwischendurch hätte ich mir etwas mehr Emotionen in der Liebesbeziehung gewünscht, aber alles in allem kann ich dieses Buch allen Fans von Romances nur wärmstens empfehlen!
Rezensionen von Vobabooks:
Till the End of the Moon 1 von Teng Luo Wei Zhi
Faszinierende chinesische Fantasy
Verdorbenes Herz ist der erste Band der vierteiligen Reihe Till the End of the Moon von Teng Luo Wei Zhi, die Buchvorlage des gleichnamigen C-Dramas. Li Sisu wurde im Reich der Kultivierer ausgewählt, um 500 Jahre zurück in die Vergangenheit zu reisen. Sie soll das Erwachen des grausamen Dämonengotts Tantai Jin verhindern.
Li Sisu schlüpft daher in den Körper von Ye Xiwu, und stellt zu ihrer großen Überraschung fest, dass diese mit Tantai Jin verheiratet ist. Li Sisu lernt Tantai Jin so näher kennen und und staunt zunächst, dass dies der zukünftige Dämonengott sein soll. Doch sie sieht auch, was ihm alles widerfährt als Geiselprinz aus dem besiegten Zhou-Reich im Xia-Reich und eine aufregende Mission beginnt…
Ein faszinierender Auftakt der chinesischen Fantasy-Reihe. Eine Geschichte mit vielschichtigen Charakteren, Hintergründen, moralischen Zwiespalten und chinesischer Mythologie. Detailreich erzählt, mit einem meist gemächlichen Handlungstempo auf 500 Seiten - eher für Lesende geeignet, die das mögen. Das Buch ist zudem wirklich schön gestaltet, mit Charakterkarte, Farbschnitt und einigen Illustrationen. Ich bin gespannt auf die weiteren Bände - und insbesondere, wie sich die Beziehung von Li Susu und Tantai Jin entwickelt.
Rezensionen von Cellissima:
Die Tage im Café Torunka von Satoshi Yagisawa
Ein Buch, das Herz und Seele wärmt wie eine Tasse Kaffee
Den ersten Band der Buchhandlung Morisaki habe ich geliebt, die Fortsetzung empfand ich leider als deutlich schwächer.
So war ich unsicher, ob ich den neuen Yagisawa überhaupt lesen möchte - und nach der Leseprobe hatte ich mich erst mal dagegen entschieden, da es um das Thema Wiedergeburt zu gehen schien und mir das zu abgedreht erschien.
Zum Glück habe ich mich später doch noch dazu entschlossen, Die Tage im Café Torunka zu lesen - denn sonst hätte ich ein wundervolles Buch verpasst.
Das Buch enthält drei Episoden; Schauplatz aller Episoden ist das Café Torunka, das ganz versteckt in einer kleinen Gasse in Tokio liegt und in dem es den weit und breit besten Kaffee gibt.
Die vermeintliche Wiedergeburt spielt keine Rolle, abgedreht sind diese Episoden überhaupt nicht.
Vielmehr werden die Persönlichkeit und das Leben der Mitglieder der Familie, die das Café seit zwei Jahrzehnten betreibt, sowie der Aushilfe Shuichi beluchtet.
Yagisawa schreibt wieder sehr gut, die Episoden sind herrlich bildhaft, atmosphärisch, man fühlt sich in dieses Café versetzt und kann den Kaffee förmlich riechen und schmecken.
Yagisawas Figuren sind sehr gelungen.
Seine Geschichten sind herrlich entschleunigend, fast schon meditativ, und lassen einen die Welt um sich herum für eine Weile komplett vergessen.
Es geht um Liebe, Familie, Freundschaft, Verlust in verschiedenen Facetten, um das Leben danach, darum, wieder zu sich selbst und wieder zurück ins Leben zu finden - aber niemals ist diese Thematik erdrückend dargestellt. Vielmehr bestechen die Episoden trotz ihrer Melancholie durch Leichtigkeit und Hoffnung.
Letztlich sind alle und alles miteinander verbunden.
Und ein Stück weit ist es sicher auch eine Liebeserklärung an dieses Getränk.
Ich würde Die Tage im Café Torunka fast schon als Wohlfühlroman bezeichnen.
Besonders gut gefallen haben mir auch all die kleinen Weisheiten, die die Episoden durchziehen.
Insgesamt ist es ein typisch japanischer Roman.
Mich hat Die Tage im Café Torunka überzeugt - ich habe nun wieder Lust, mehr von Yagisawa zu lesen!
Rezensionen von Emmmbeee:
In uns der Ozean von Theresia Graw
Lesenswerter biografischer Roman
Eine junge Amerikanerin, welche die Natur nicht nur liebt, sondern auch die großen und globalen Zusammenhänge in ihr erkennt, muss kurz vor ihrer Promotion das Biologiestudium abbrechen. Obwohl sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter forscht und auf große Gefahren und Schäden durch den ungezügelten Gebrauch des „Wundermittels“ DDT stößt, findet sie kaum Gehör.
Auch, weil sie als unmündig betrachtet wird, weil sie unverheiratet geblieben ist. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde auch im ernsthaften Krankheitsfall nicht mit den Frauen selbst gesprochen, sondern nur mit ihren Ehemännern. Gar noch die damals verbotene gleichgeschlechtliche Liebe unter Frauen wurde als Tabu behandelt. Das Buch spricht also nicht nur ein großes Thema an.
Es geht hauptsächlich um die Vorarbeit und das Verfassen von Rachel Carsons Buch „Silent Spring“. Dabei ist es ein ebenso unterhaltsamer Text wie Carsons (1907 – 1964) andere Natur-Romane, welche dem einen umstrittenen Werk vorangegangen sind und von denen die Leser begeistert waren. Erschütternd ist, wie sie selbst, vermutlich unter dem Einfluss von DDT-Einsätzen schwer krebskrank wird, sodass sie den Triumph ihrer Mahnung nur noch todkrank erleben darf.
Ich muss gestehen, dass ich Carsons Bücher (allesamt Bestseller) bis jetzt nicht kenne. Doch müssen sie ebenso lebendig und farbig geschrieben worden sein wie dieser biografische Roman über Carson, verfasst von Theresia Graw. Fließend und spannungsgeladen ist ihr Schreibstil, deutlich die Figuren gezeichnet, ihr Handeln nachvollziehbar. Manchmal möchte man eingreifen und den einen oder anderen ignoranten Menschen rütteln, damit er nicht so in seinen Vorurteilen verhaftet bleibt und keine so unvernünftigen Entscheidungen trifft. Während in den meisten angeführten Fällen die Männer (Frauen hatten damals ja wenig zu melden) in ihrer Argumentation schwammig blieben und keine ihrer Behauptungen wirklich belegen konnten, kämpfte diese mutige Frau mit erwiesenen Fakten, und das bis ans Ende ihrer Kräfte.
Mir hat dieses Buch nicht nur durch seinen Unterhaltungswert gefallen, sondern weil jeder Leser unendlich viel daraus lernen kann. Ich würde es jedem, ob naturinteressiert und umweltbewusst oder nicht, in die Hand drücken.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Die Farbe des Schattens von Susanne Tägder
Tristesse im Plattenbau
Winter 1992 in Mecklenburg: Der elfjährige Matti Beck verschwindet aus der Plattenbausiedlung des fiktiven Ortes Wechtershagen. KHK Arno Groth, der vor rund einem Jahr aus Hamburg in seine frühere Heimat zurückgekehrt ist, mobilisiert gemeinsam mit den Eltern und den Nachbarn eine Suchaktion. Doch Matti bleibt verschwunden und lässt das Schlimmste befürchten, denn in der klirrenden Kälte scheint es kein Überleben zu geben.
Recht bald gerät ein alkoholkranker Obdachloser in das Visier der Polizei, der in einem der leerstehenden Abbruchhäuser zu überwintern versucht und dabei die Leiche von Matti entdeckt. Ist der Fall damit gelöst? Und welches Motiv steckt dahinter?
Doch dann erhält Groth den Hinweis auf einen ähnlichen Fall, bei dem vor rund sechs Jahren ein Kind ermordet worden ist. Zufall? Groth holt den damaligen Ermittler, der wegen seiner Stasi-Vergangenheit aus der Polizei ausgeschlossen worden ist, als Berater zurück.
Gemeinsam rollen sie den alten Fall auf und entdecken einige Übereinstimmungen mit dem aktuellen Verbrechen. Haben sie es mit einem Triebtäter zu tun? Oder warum liegt zwischen den beiden Morde ein so großer Zeitraum? Gibt es noch weitere Fälle, die ihnen bislang nicht bekannt sind?
Meine Meinung:
Wie schon im ersten Krimi (Das Schweigen des Wasser), wird auch diesmal großes Augenmerk auf die Zeit und die Umstände sowie auf die handelnden Personen gelegt.
Der Krimi gibt die Stimmung sehr gut wieder, die hier in der eingeschworenen Dorfgemeinschaft herrscht. Die Grundtendenz ist trist, grau wie das Wetter in diesen Herbst. und Wintertagen. Die alte Ordnung der DDR ist noch nicht ganz weg und die neue hat noch nicht den Weg in die Köpfe der Menschen gefunden.
Autorin Susanne Tägder lüftet ein klein wenig den einen oder anderen Schatten aus Arno Groths früherem Leben. Ausführlicher beschreibt sie das Leben der Menschen in Wechtershagen, in dem vor allem die Männer arbeitslos sind und die Frauen sind es, wie Mattis Mutter, die Doppelschichten als Krankenschwester fährt, die die Familie ernähren. Das kratzt am Ego der Männer, die sich wenig um ihre Kinder kümmern und sich daher selbst überlassen bleiben. Ein Jugendklub, der rechtsradikale Ideen verbreitet, bietet einigen Jugendlichen eine neue Familie.
Für eingefleischte Krimi-Fans, die es gerne zackig haben, wird dieser Krimi wohl nicht die erste Wahl sein. Hier werden mehrfach Klinken geputzt und die Ermittlungen recht realistisch dargestellt. Das beinhaltet auch das Verhör des Verdächtigen, dem man zunächst ein Geständnis entlockt, das er aber widerruft. Nun beginnt die Tätersuche von vorne.
Fazit:
Obwohl es hier kaum strahlende Helden gibt, erhält dieser zweite Fall für Arno Groth von mir 5 Sterne.
Rezensionen von Bibibabby:
OTTO fährt los – Weihnachten in Finnland von Madlen Ottenschläger
Ein wunderschönes Winterabenteuer
Meine Kinder waren absolut begeistert, ein neues Otto-Buch zu bekommen. Sie lieben den kleinen VW-Bus und sind immer fasziniert von seinen Abenteuern.
Diesmal reist Otto mit Antons Familie nach Finnland und erlebt ein Winter-Camping-Abenteuer!
Das Cover mit seinen goldenen Sternen sieht wunderschön weihnachtlich aus, und die Bilder im Buch versetzen einen wirklich in Weihnachtsstimmung.
Wie die anderen Bänder der Serie hat auch dieser seine Schwächen. Ich finde den Anfang ziemlich abrupt (im Vergleich zu den vorherigen Bänden), fast so, als wären ein paar Seiten ausgelassen worden. Im diesem Buch fehlt die Packliste; sie war meine Lieblingsseite im Italien-Band. Auch die Gliederung ist, wie in den anderen Bänden, recht minimal: Oft blättert man um und die Figuren sind schon am nächsten Ort.
Sehr schön finde ich aber, dass diese Geschichte mit einer tollen Botschaft endet.
Nach meiner persönlichen Skala bekommen Bücher, die meine Kinder immer wieder lesen wollen, 5 Sterne. Also erhält dieses Buch trotz kleiner Schwächen die volle Punktzahl.
Rezensionen von barbara.liest:
Aufsteiger von Peter Huth
überraschendes Ende
Felix Licht hat in seinem Leben schon viel erreicht. Schönes Haus, glückliche Ehe, eine wunderbare Tochter und einen Hund sowie einen erfüllenden Job der genug Geld bringt. Außerdem ist er überzeugt, dass er der nächste Chefredakteur wird und arbeitet auch mit vollem Einsatz darauf hin. Christian Berg, der Inhaber gibt Felix auch das Gefühl, dass er ihn für diesen Posten im Auge hat.
Doch auch Bergs Frau Charlotte mischt ein bisschen mit bei den Entscheidungen.
Leider nimmt seine Karriere eine dramatische Wendung und nachdem Zoe Rauch den Posten übernommen hat, geht es auch in der Zeitschrift drunter und drüber.
Felix fühlt sich nicht mehr in der Lage zu arbeiten, zieht von zu Hause aus und sein Leben scheint ein Scherbenhaufen zu sein.
Mehr will ich jetzt nicht verraten, außer dass es zum Schluss eine Überraschung gibt.
Der erste Teil hat sich meiner Meinung nach sehr gezogen, viele Inhalte haben sich wiederholt, im letzten Teil ist es dann wirklich spannend geworden und vorallem hätte ich damit nicht gerechnet.
Das Buch war leicht zu lesen, die Inhalte sehr aktuell und haben nachdenklich gemacht.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Frau Morgenstern und die Offenbarung von Marcel Huwyler
Beste Krimiunterhaltung
Damit hätte Violetta Morgenstern, pensionierte Lehrerin und Auftragskillerin im Namen des Staates, nicht (mehr) gerechnet: mit einem Privatleben an der Seite von Miguel Schlunegger, seinen Zwillingstöchtern Ida und Frida sowie dem grauhaarigen Gilbert, der als Reserveopa immer dann einspringt, wenn Miguel und Violetta im Auftrag des TELL-Ministeriums Leute umbringen.
Der aktuelle Auftrag, es sind elf Personen, die dem Staat gefährlich werden könnten, zu eliminieren, bringt das Team Schlunegger und Morgenstern an seine Grenzen. Der Auftrag ist asap auszuführen, wobei die übliche Praxis, die Morde als Unfall oder natürliche Todesursache darzustellen, aus Zeitmangel außer Acht gelassen werden muss. Nachdem sich sich herausstellt, dass die elf gemeinsam an einer Ausgrabung in Ägypten beteiligt gewesen sind, wo man ein, die Schweizer Geschichte veränderndes Geheimnis entdeckt hat, bleibt eigentlich nur eine Portion Semtex übrig. Doch mitten in der Stadt ein Gebäude in die Luft jagen? Das hört sich sowohl für den ehemaligen Scharfschützen Miguel als auch für die pensionierte Lehrerin, die gerne subtile Methoden benützt, ziemlich grobmotorisch an.
Noch bevor sie Details ausgearbeitet haben, kommt ihnen jemand zuvor. Beim gemütlichen Fondue-Essen ereilt die Gruppe mittels schnödem Sprengstoffanschlag der Tod. Lediglich der Dr. Gottlieb, der Leiter der Ausgrabung, kann bevor er dem ägyptischen Totengott Anubis gegenübersteht, der Reinigungskraft des Instituts eine verschlüsselte Nachricht zukommen lassen.
Meine Meinung:
Auch bei diesem Krimi kommt der schwarze Humor des Autors bestens zur Geltung. So nimmt er einerseits die Gepflogenheit der Schweizer, so ziemlich jede Erfindung oder Entdeckung für sich zu reklamieren aufs Korn und andererseits zeigt er Schlunegger als einen liebenden Vater, der sich im Dickicht der Bürokratie zu verstricken droht, hat er doch für seine Zwillinge, die aus der Affäre mit der Politikerin Caminada stammen, keine ordentlichen Papiere. Doch Schlunegger und Omistern Violetta arbeiten nicht umsonst im Ministerium TELL, das unmögliches möglich macht.
Schmunzeln musste ich über die Verwandlung des ehemaligen Scharfschützen Schlunegger, den wir als kaltblütig und die Ruhe selbst kennen, zu einem veritablen Nervenbündel wird, wenn es um seine Zwillinge geht.
Huwylers Schreibstil ist herrlich wie immer. Seine Wortschöpfungen wie Omistern und oder das Akronym PEST für das Jugendamt, was nicht nur Schlunegger wie die gleichnamige Krankheit empfindet, sind legendär.
Und das Geheimnis, das, wenn es an die Öffentlichkeit käme, die Schweizer Geschichte umkrempeln würde? Ich lüfte es nicht. Das müsst ihr schon selbst lesen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem rabenschwarzen Krimi, der mich abermals bestens unterhalten hat, eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Kalaschnikow. Wie eine Waffe unser Zeitalter der Konflikte prägt von Domenico Quirico
Interessantes Sachbuch
Die drei Wörter Taxi, Cola und Kalaschnikow kennt man, laut Kriegsberichterstatter Domenico Quirico, auf der ganzen Welt. Was liegt daher näher, sich mit der AK-47, wie die militärische Abkürzung der Kalaschnikow heißt, zu beschäftigen? Doch der Autor sieht sein Buch als Manifest gegen die Kalaschnikow.
„Um eines gleich zu Beginn klarzustellen: Dieses Buch handelt nicht von einer Waffe. Wer etwas über die Benutzung der Kalaschnikow, ihre technischen Parameter oder die Gefechtstaktiken erfahren will, bei denen sie seit siebzig Jahren in Dschungel-, Wüsten- oder Straßenkämpfen von regulären Truppen, Guerillas und Kriminellen eingesetzt wird, braucht gar nicht weiterzulesen. Dieses Buch ist eine Abhandlung über das Böse. Und dieses Böse hat einen Zeitrahmen, der sich genau eingrenzen lässt. Er reicht von den 1950er-Jahren, dem Beginn des Kalten Krieges bis in die heutige Zeit, in das dritte Jahrtausend. Vor allem in das dritte Jahrtausend.“
Zwischen den Stationen seiner Karriere als Kriegsberichterstatter, die ihn von Mosambik über Gaza und Somalia bis Syrien, Tschetschenien und der Ukraine geführt haben, flicht Quirico die Autobiografie von Michail Kalaschnikow ein, erzählt in mehreren Abschnitten wie aus dem Sohn einer enteigneten und nach Sibirien verschleppten Kulakenfamilie, der Erfinder einer der bekanntesten Waffe geworden ist. Mit einem Preis von nur rund 40 US-Dollar ist die Waffe für jedermann (und jederfrau) erschwinglich. Damit wird die AK-47 zum Symbol der Revolte und der Massaker.
Egal welche Ziele die sich gegenüberstehenden Konfliktparteien haben, eines eint sie:
„Denn es gibt einen stets präsenten Gegenstand, dessen verlässlicher Mechanismus Das Geschehen bestimmt und auf zeitlose Weise alles miteinander verbindet: die Kalaschnikow.“
Fazit:
Gerne gebe ich diesem interessanten Sachbuch über die zahlreichen Konflikte der letzten sieben Jahrzehnte, in denen die AK-47 eine bedeutende Rolle spielt, 4 Sterne.
Rezensionen von Jenny:
Our darkest Lies von Sara Rivers
Viel Sex und trotzdem eine Geschichte dahinter
In Our Darkest Lies von Sara Rivers geht es um Cheryl Baker, die ihren Lebensunterhalt irgendwie bestreiten muss und daher für eine Untergrundorganisation arbeitet. Sie wird von einer anderen Organisation, der Bruderschaft der Styx, regelrecht gezwungen für sie einen Auftrag zu erledigen. Cheryl trifft dabei ihren alten Freund Colson wieder, die Gefühle zwischen den beiden kochen wieder auf und auch Kyrill, der Sohn des Anführers der Bruderschaft der Styx lässt sie nicht kalt.
Ich gebe ehrlich zu, ich mag Dark Romance eigentlich nicht wirklich. Gefühlt sind diese Bücher immer das gleiche. Mehrere Männer, meistens Mafia, sie ist entweder eine unscheinbare Frau oder hat eine dunkle Vergangenheit. Das ist auch hier der Fall. Also alles in allem ein Klischee, wie es leider auch bei vielen anderen Genres momentan der Fall ist.
Da ich aber schon lange keins mehr gelesen hatte, wollte ich schauen ob sich meine Interessen geändert haben und ich muss sagen: Nein, aber ich bin nicht mehr so dagegen wie vorher, denn die Geschichte ist trotzdem gut geschrieben und lässt es einen schnell durchlesen.
Die Kapitel sind meistens aus Cheryls Sicht, aber zwischendurch auch aus der von Corlson und Kyrill, was einen in die Gefühlswelten aller drei eintauchen lässt. Cheryls ist eine vielschichtige Person, unnahbar, aber kümmert sich um ihre Liebsten. Colson ist mir tatsächlich ein Rätsel, das ich gerne klären würde, da sich mir einfach nicht erschließt, warum er der Bruderschaft beigetreten ist. Über Kyrill erfährt man ein wenig Hintergrundgeschichte, aber auch da würde ich gerne mehr wissen. Dafür muss man dann wohl die nächsten Bücher lesen. An sich ist die Geschichte wie gesagt, relativ vorhersehbar: Sie springt mit beiden ins 'Bett', einzeln oder gleichzeitig, und erfährt ihre traurige Hintergrundgeschichte, die in den nächsten Bänden weitererzählt werden wird.
Das Buch an sich hat ein wunderschönes Cover. Der Farbschnitt ist schlicht einfarbig, sieht dadurch einfach elegant und passend zum Buch aus. Vorne auf dem Buch ist ein Sticker, der das Buch erst für Leser ab 18 empfiehlt. Ich stehe da vollkommen hinter. Nicht wegen den Spice-Szenen, sondern wegen der Aufnahmeprüfung der Bruderschaft. Das zu lesen kann auch für Erwachsene zur Herausforderung werden und ich war froh, keine bildlichen Vorstellungen beim Lesen zu haben.
Fazit: Wer ein typisches Dark Romance Buch mit einem Dreier lesen möchte, ist hier wundervoll aufgehoben.











