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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katzenmicha:

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Little Hearts - Big Feelings - Mein Gefühle-Journal von Martina Helfrich; Christine Schlitt

Gefühle aufschreiben

Das bunte Layout mit Gummiband erinnert an ein Tagebuch, weckt Neugierde, meine Enkelin wollte es gleich benutzen.Der Zauberstift ist eine tolle und originelle Idee.Das Buch ist sehr farbenfroh und liebevoll illustriert und gestaltet. Die Farbgestaltung ist für Mädchen und Jungen gleichermaßen geeignet,beide würden sich sehr freuen es zu nutzen.

Im ersten Teil des Buchs findet man Steckbriefe zu den Gefühlen wie Freude, Liebe, Wut, Angst, Kummer und Überraschung. Die Kinder können so selbst endscheiden können, wie sie mit ihren jeweiligen Gefühlen umgehen .Danach folgen Wochen Seiten für ein halbes Jahr sowie jeweils einen Monats-Rückblick.
Auch diese Seiten sind sehr schön und abwechslungsreich gestaltet. Da es keine leeren Seiten sind, sondern man vorgefertigte Felder zum Ausfüllen, Schreiben oder Zeichnen benutzen kann, kann jedes Kind noch selber was dazu gestalten.Meine Enkelin war so begeistert,das sie schon direkt einige Seiten geschriebe ausgefüllt hat.

Die Autorinen Martina Helfrich und Christine Schlitt haben ein sehr schönes Buch für Kinder ab 8 Jahre gestaltet,wo neben dem Buch auch der Zauberstift eine super schöne Idee ist.Meine 10 jährige Enkelin Laura war sehr begeistert und so bekommt das Buch 5 Sterne.

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Little Hearts - Big Feelings - Mein Gefühle-Journal

Rezensionen von woolbooksandcoffee:

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Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen Zählen - ab 18 Monate von Kathrin Lena Orso

Ansprechend

Vorab: die Idee, mit Magneten ein kleines spielerisches Element zu ergänzen, finde ich fantastisch. Auch mein Sohn war sofort von den Magneten begeistert und fing wild an, diese im Buch zu verteilen. Unser Sohn fängt langsam an zu zählen, allerdings noch nicht "korrekt", sondern eher durch ein wildes Nennen von Zahlen.

Daher kam das Buch wie gerufen und perfekt für unseren bald 2-jährigen.
Was mir als Mutter leider nicht so zusagt ist die Illustration des Buchs. Diese ist sehr simpel gehalten und etwas lieblos gestaltet. Auf den einzelnen Seiten könnte es meines Erachtens deutlich mehr zu Entdecken geben. Gerade in dem Alter lieben die Kinder es, immer wieder was neues auf den Seiten zu entdecken - hier liegt mir der Fokus etwas zu sehr auf den Magneten. Die Zahlenlehre hätte man auch durch andere Elemente noch einmal gut aufgreifen können meiner Meinung nach!
Insgesamt jedoch ein Buch, was bei unserem Sohn gut angekommt und immer wieder gerne in die Hand genommen wird.

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Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen Zählen - ab 18 Monate

Rezensionen von woolbooksandcoffee:

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Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben - ab 18 Monate von Kathrin Lena Orso

Erfrischend

Vorab: die Idee, mit Magneten ein kleines spielerisches Element zu ergänzen, finde ich fantastisch. Auch mein Sohn war sofort von den Magneten begeistert und fing wild an, diese im Buch zu verteilen. Farben sind bei uns langsam ein Thema, werden benannt, aber noch nicht korrekt unterschieden, so dass das Buch nicht passender hätte sein können.

Hiermit können wir immer wieder über die verschiedenen Farben sprechen und er kann spielerisch Farben mit den Magneten zuordnen.
Was mir als Mutter leider nicht so zusagt ist die Illustration des Buchs. Diese ist sehr simpel gehalten und etwas lieblos gestaltet. Auf den einzelnen Seiten könnte es meines Erachtens deutlich mehr zu Entdecken geben. Auch wenn der Fokus natürlich auf der Farblehre liegen sollte, so hätte man gleichwohl die Farben auch noch in der Illustration aufgreifen und dort mehr zum Anschauen, Erklären und Zeigen bieten können.
Insgesamt jedoch ein Buch, was bei unserem Sohn gut angekommt und immer wieder gerne in die Hand genommen wird.

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Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben - ab 18 Monate

Rezensionen von Katyleh:

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Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich von Sandra Grauer

Die Welt der Vampire


Ich bin absolut begeistert von "Pearls & Skulls" von Sandra Grauer! Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Die Atmosphäre in New Orleans ist einfach großartig und ich habe mich sofort in die Welt von Paige und Lavaughn verliebt.

Paige, die Tochter des Anführers einer Bikergang, ist eine starke und mutige Heldin, die mich sofort sympathisch war. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist beeindruckend und ich habe mich super in sie hineinversetzen können. Lavaughn, der Vampir, ist ein echter Hingucker - arrogant, selbstverliebt und doch so sympathisch. Die Chemie zwischen den beiden ist definitiv da und ich habe mich auf ihre Liebesgeschichte gefreut.

Der Schreibstil von Sandra Grauer ist wundervoll - flüssig, angenehm und authentisch. Die Dialoge sind super und die Beschreibungen der Settings haben mich nach New Orleans gezaubert. Ich habe mich wie ein Teil der Geschichte gefühlt und habe mit den Charakteren mitgefiebert.

Einige Szenen fanden sich ein bisschen skurril an, aber das hat mich nicht gestört. Die Geschichte ist insgesamt spannend, actionreich und emotional.

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Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich

Rezensionen von begine:

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Das Flüstern der Marsch von Katja Keweritsch

Schicksal



Das Flüstern der Marsch ist ein interessanter Roman von Katja Keweritsdch.
Die Autorin lässt ihre Geschichte über drei Generationen laufen. Es beginnt 2024, als Mona an der Geburtstagsfeier ihres Gro0vaters teilnehmen will.. Der wird achtzig Jahre alt.
Sie bemerkt, das ihre Gri0mutter verschwunden ist.

Er benimmt sich ziemlich unbeteiligt, es könnte ja seinen Ruf als ehemaliger Bürgermeisterschaden könnte.
Er war dominierend in der Familie. Seine Frau bekam jeden Monat das Geld zugeteilt.
Dann gibt es Sprünge nach 2004, 1964 und 1994.
Die Personen werden alle vom Schicksal gebeutelt.
Wenn es keine richtige Liebe gibt, kann man sie auch nicht weitergeben.
Die Autorin schreibt alles sehr gefühlvoll. Sie lässt uns auch an der Fauna in der Marsch Teilnehmen. Man bemerkt ihre Liebe zu der Gegend.
Dieses Buch hat mich berührt und gefesselt.

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Das Flüstern der Marsch

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Wer wir geworden sind von Gabi Kreslehner

Starke Frauen

Die oberösterreichische Autorin Gabi Kreslehner entführt uns mit diesem Roman in eine 100-jährige Familiengeschichte, die von zwei Weltkriegen, Entbehrung, Glück und Verlusten, Weggehen und Nachhausekommen, geprägt ist. Und es sind die Frauen, die kleine, bäuerliche Welt am Laufen halten.

Wir begegnen zunächst Juli, die mit ihrem Mann August, Anfang des 20.

Jahrhunderts den Unterhof bewirtschaftet. Während am nahe gelegenen Oberhof, Susanna und ihr Mann Johann sich über eine Kinderschar freuen dürfen, bleibt dies Juli und August verwehrt. Nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Johann nicht und August versehrt nach Hause kommen, bringt Juli mit Anna ihr einziges Kind zur Welt. Dann muss Juli den Tod ihres Mannes verkraften, der im Wald von einem Baum erschlagen wird.

Knapp 20 Jahre später, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs heiratet Anna den Erben des Oberhofs Karl, wenige Tage bevor er an die Front muss. Während rundherum der Krieg tobt, bewirtschaften - wieder einmal - die zurückgebliebenen Frauen die Höfe. Von Karl fehlt jede Spur. Als er dann Jahre, als niemand mehr mit ihm gerechnet hat, völlig verändert aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, ist nichts mehr wie vorher.

Der nächste Zeitsprung führt uns nach Amerika zu Jahrtausendwende. Joanna findet ein vergilbtes Foto eines Kindes in den Sachen ihrer Mutter und stellt Fragen. Die Antworten lassen sich nach Österreich reisen.

Meine Meinung:

Dieser historische Roman beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Mit eindrucksvollen Worten, ohne kitschig zu sein, erzählt die Autorin die 100-jährige Geschichte einer Familie, in der starke Frauen die Hauptrolle spielen. Fast in jeder Generation wiederholen sich Schwangerschaften ohne zunächst oder überhaupt verheiratet zu sein.

Geschickt flicht Gabi Kresleher die historischen Ereignisse wie den Ersten und den Zweiten Weltkrieg sowie die Jahrtausendwende einfließen.

Die Charaktere, vor allem die weiblichen, sind sehr gut herausgearbeitet. Die jeweiligen Männer spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Fazit:

Jede dieser Frauen ist die Summe ihrer Erfahrungen. Gerne gebe ich diesem Roman 5 Sterne.

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Wer wir geworden sind

Rezensionen von ReiShimura:

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Morbidly Yours von Ivy Fairbanks

Zwischen grünen Hügeln und rotem Gesicht – Wenn Spice die Story überlagert

Die Inhaltsangabe des Buches versprach so viele interessante Themen und eine grandiose Liebesgeschichte in einer atemberaubenden Kulisse. Ein schüchterner und unkonventioneller Held, eine starke Heldin eingebettet in die grünen Hügel Irlands. Zu meiner großen Enttäuschung musste ich allerdings feststellen, dass hier mehr Schein als Sein war.

Wobei ich dem Verlag zugutehalten muss, dass die Inhaltsangabe nicht komplett falsch lag, so etwas gibt es ja leider auch ab und an. Es waren alle angesprochenen Aspekte vorhanden, nur war ich mit der Umsetzung nicht besonders glücklich. Erste Befürchtungen, dass dieses Buch und ich keine Freunde werden hatte ich aber schon bevor ich überhaupt mit dem ersten Kapitel angefangen habe. Also alles andere als ein guter Start. Denn, bevor man in die Geschichte eintauchen darf, gibt es "Irisch / Gälisch Aussprache und Übersetzung". Ich habe mich gefreut, dass auch in der Sprache die Authentizität durchkommt und manche irischen Begriffe nicht übersetzt werden. Zu meinem großen Entsetzen musste ich dann aber feststellen, dass es sich bei den angeführten Wörtern fast ausschließlich um "dirty talk" handelt. Ein klares Zeichen für mich, dass der Anteil an intimen Szenen sehr hoch sein wird. Leider bin ich aber kein Fan von zu viel und vor allem von in die Geschichte unpassendem Spice.
Nach den ersten paar Kapiteln hatte ich das Gefühl, dass ich mir unnötig Sorgen gemacht habe und ich in eine einfache Übersetzungsliste zu viel hineininterpretiert habe. Denn der Beginn war genau so wie ich es mir vorgestellt habe.
Mit Callum hat Autorin Ivy Fairbanks einen wirklich interessanten und teilweise unkonventionellen Charakter erschaffen. Mit seinem Beruf als Bestatter, seiner sozial Phobie und seinem Stottern hebt er sich deutlich von der Masse an Liebesroman-Helden ab. Optisch ist Callum natürlich trotzdem ein Hingucker und auch sein Charakter ist tadel- und makellos.
Bei Lark schaut die Sache hingegen ein wenig anders aus. Natürlich ist auch sie gutaussehend, aber ihren Charakter würde ich nicht als makellos bezeichnen. Viele ihrer Handlungsweisen kann ich nicht nachvollziehen und wirklich sympathisch wurde Lark mir bis zum Schluss auch nicht. Ich kann zwar verstehen, dass die ganze Situation für sie aufgrund ihrer Vergangenheit, auf die ich aufgrund von Spoilergefahr nicht näher eingehen möchte, nicht ganz einfach ist und sie sich in einer Zwickmühle befindet. Ihr Umgang mit Callum ist trotzdem mehr als fragwürdig und ich würde sie sogar als distanzlos, zudringlich und aufdringlich beschreiben.
Wie nicht anders zu erwarten, kam es dann auch irgendwann zu den ersten intimen Szenen. Ich lehne solche Szenen nicht kategorisch ab, habe aber große Ansprüche an die Art und Weise wie diese in die Geschichte eingebunden werden und an die Qualität der Beschreibungen. Leider hat mich Ivy Fairbanks in dieser Hinsicht enttäuscht. Zu Beginn dachte ich noch, dass sie die Kurve bekommen könnte, doch dann wurde die Anzahl immer höher, die Gelegenheiten immer unpassender und vor allem empfand ich es mit den Charakteren und deren Vergangenheit als unstimmig.
Bei diesem Buch bin ich erstmals sehr unsicher, was die Bewertung des Schreibstils betrifft. Denn ich kann hierbei schwer sagen, was wirklich Schwächen der Autorin sind und was auf eine mangelhafte Übersetzung hindeutet. Ich denke aber, dass es hierbei die Übersetzung ist, die mir so große Probleme gemacht hat.
Mein erster Impuls war, dieses Buch mit nur 2 von 5 Sternen zu bewerten. Da aber weder die Autorin noch der Verlag schuld an meiner Abneigung gegen übermäßigen Spice sind, gebe ich wohlmeinende 3 Sterne.

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Morbidly Yours

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Deutschland im Ernstfall von Ferdinand Gehringer; Johannes Steger

Gut verständlich, spannend und aktuell

Spätestens seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 ist die Illusion des für immer garantierten Friedens in Mitteleuropa verloren gegangen. Nach Jahrzehnten der Abrüstung und der Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht für Männer im Jahr 2011 geht es nun wieder in die Gegenrichtung: weitere Länder sind der NATO beigetreten, um besser vor russischer Aggression geschützt zu sein.

Europaweit wird aufgerüstet und sich auf verschiedene Bedrohungsszenarien vorbereitet.

Das Buch "Deutschland im Ernstfall" spielt verschiedene dieser Bedrohungsszenarien sehr realistisch durch. Fachlich fundiert und unterhaltsam und lebensnah erzählt, werden die wahrscheinlichsten Konsequenzen, Reaktionen der Regierung sowie mögliche Einschränkungen für die Zivilbevölkerung beschrieben. Dabei geht es etwa um den Fall, dass ein NATO-Bündnispartner Deutschlands militärisch angegriffen wird und Deutschland eine Beistandspflicht hat, genauso wie um Sabotageakte oder um Desinformationskampagnen.

Es wird beschrieben, welche Gesetze für solche Fälle in der Schublade bereitliegen und auf welche Weise diese aktiviert werden könnten, bis hin zum Notstand/Kriegsrecht im äußersten Notfall. Wie zivile Bedürfnisse den militärischen im Ernstfall weichen müssen und Straßen und Schienen vorrangig für das Militär eingesetzt werden können, insbesondere auf bestimmten Routen. Wie alle Bürger und Bürgerinnen verpflichtet werden können, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Fähigkeiten für die Landesverteidigung einzusetzen, wenngleich nach jetzigem Recht niemand zum direkten Dienst an der Waffe verpflichtet werden kann.

Es ist sehr interessant, das Buch zu lesen, um sich bewusst zu machen, auf welche Weise Deutschland auf verschiedenste Szenarien vorbereitet ist, aber auch, welche Szenarien als wahrscheinlicher oder als unwahrscheinlich angesehen werden. Ausländische Desinformationskampagnen auf den sozialen Medien sind zum Beispiel etwas, was auch heute schon stattfindet, während ein bewaffneter Angriff eines anderen Landes mit Bomben und Drohnen direkt auf bundesdeutsches Gebiet aus aktueller Sicht als unwahrscheinlich eingestuft wird.

Insgesamt ist es ein sehr interessantes und gut zugängliches, auch für Laien verständliches Sachbuch zu einem spannenden aktuellen Thema, das ich allen Interessierten nur empfehlen kann.

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Deutschland im Ernstfall

Rezensionen von clematis:

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Das Flüstern der Marsch von Katja Keweritsch

Frostige Familie

Mona reist in die Marsch, da ihr Opa Karl seinen 80. Geburtstag feiert, aber, anders als sonst, steht nicht Oma Annemie in der Tür. Diese scheint spurlos verschwunden, dennoch misst Karl dieser Tatsache kaum Bedeutung bei. Die gesamte Familie bereitet die geplante Feier vor, so als wäre nichts geschehen.

Lediglich Mona begibt sich auf die Suche und dabei viele Jahre zurück.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln – bei Mona in der Ich-Form, bei anderen Personen aus neutraler Erzählersicht – wird diese bedrückende Geschichte erzählt. Zudem gibt es Handlungsstränge in unterschiedlichen Zeitebenen, die besonders am Anfang verwirrend sind, denn die Zusammenhänge sind hier noch unklar. Speziell Freyas Bericht lässt sich sehr lange nicht in die Abfolge der Geschehnisse einordnen und lässt mich über viele Kapitel hin unschlüssig zurück. So findet der Leser einzelne Fragmente einer verstörenden Familiengeschichte vor, die sich nur langsam zu einem Gesamtbild zusammenfügen lassen. Dies und die große Zahl an Figuren sind wohl der Grund dafür, dass man kaum einer Person richtig nahe kommt, so als würde der Roman selbst die frostige Familie und ihre mangelnde Eintracht widerspiegeln. Erst spät kommt die Wende und berührende Szenen lassen den Funken überspringen. Das fulminante Ende kann leider über den eher schwierigen Anfang nicht ganz hinwegtäuschen.

Vielerlei Gedanken zum Thema Frau flicht Katja Keweritsch in diesen Roman ein, spannt den Bogen von rechtlosen minderjährigen Müttern in den 1960er-Jahren über die Abhängigkeit vom Ehemann bis hin zur immer noch selbstverständlichen Doppelbelastung von berufstätigen Müttern in der heutigen Zeit. Auch den Einfluss früherer Generationen auf ihre Nachkommen arbeitet die Autorin geschickt heraus.

Ein ruhiger Roman wie die Marsch, in der er angesiedelt ist, der viel Hintergründiges transportiert. Die Emotionen sind anfangs kühl, ja frostig und brauchen ihre Zeit, um sich zu entfalten. Zum Nachdenken scheint das Marschland wohl bestens geeignet zu sein.

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Das Flüstern der Marsch

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Der Italiener von Arturo Pérez-Reverte

Wow, was für eine Geschichte!

Wow, was für eine spannende Geschichte über die gefährlichen Einsätze von Kampftauchern im Zweiten Weltkrieg!

Ich habe ja schon viele Sachbücher und historische Romane zum Zweiten Weltkrieg gelesen und dabei unterschiedliche (politische) Perspektiven und verschiedene Waffengattungen kennengelernt.

Doch der, auf Tatsachen beruhende historische Roman rund um secondo capo Teseo Lombardo, einem Kampftaucher der italienischen Marine Regia Marina, der gemeinsam mit sottocapo Gennaro Squarcialupo auf dem, maiale (=Schwein) genannten, bemannten Torpedo SLC geritten ist, um im Hafen von Gibraltar feindliche (also unter britischer Flagge fahrende) Schiffe zu versenken, ist wohl eine besondere Geschichte.

Die Geschichte spielt auf zwei Ebenen, jene in den Jahren 1942/43 auf der Halbinsel Gibraltar, die ja nach wie vor eine britische Enklave in Spanien ist, und Jahrzehnte später, als der Ich-Erzähler, ein Journalist auf diese Geschichte stößt und Gennaro Squarcialupo in seiner Heimat Neapel ausfindig macht und interviewt.

Gennà, wie er von Teseo genannt worden ist, erzählt, wie die beiden im Hafen von Gibraltar Sprengladungen an den Schiffen anbringen und wie der verletzte Teseo am sapnischen Strand von Algeciras von der jungen spanischen Witwe Elena Arbuès, die eine Buchhandlung führt, gefunden und gerettet worden ist. Statt ihn den Behörden auszuliefern, lässt sie ihn, ohne Rücksicht auf ihre eigene Sicherheit, von den eigenen Kameraden abholen. Eine gefährlich Aktion, denn in Gibraltar wimmelt es nur so von Spionen und Doppelagenten.

Das muss Elena wenig später am eigenen Leib erfahren, als sie für Teseo, mit dem sich, zwischen seinen gefährlichen Einsätzen, eine zarte beinahe unmögliche Liebesbeziehung entspinnt, britische Schiffe im Hafen von Gibraltar lokalisiert, denn sie darf als Spanierin die Grenze überschreiten. Denn nicht nur die britische Marine verhaftet Spione, Doppelagenten und Saboteure, sondern auch die spanische Polizei, die mit Saboteuren allerdings gleich kurzen Prozess macht.

Meine Meinung:

Dieses höchst spannende Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. So erfahren wir Elenas Geschichte, deren Familie vor Franco aus Spannien geflüchtet ist und deren Ehemann von den Briten getötet worden, sowie einiges über die italienischen Kampftaucher, die 1942/43 noch an der Seite Hitler-Deutschlands gegen die Alliierten kämpften, was dann später zu einer Spaltung der ohnehin sehr kleinen Truppe geführt hat. Die einen wie Teseo schließen sich den Alliierten an, andere wie Gennaro nehmen lieber Repressalien in Kauf. „Prinzipientreue gegen unehrenhaftes Verhalten.“ (S. 206). Doch auch die Briten wie zum Beispiel Kommissar Harry Compello kommen zu Wort.

Gleichzeitig bindet der Autor seine Recherchen zu diesem Stoff in die Geschichte ein. Wie er die kleine Buchhandlung Olterra in Venedig und damit Elena, Teseo und ihre Geschichte entdeckt hat. Und warum er aus dem Stoff lieber einen historischen Roman als einen Tatsachenbericht gemacht hat. So hat er Fakten, die er in Archiven recherchiert hat und einige Interviews mit Augenzeugen mit fiktiven Dialogen zu einem fesselnden historischen Roman verknüpft. Dennoch hätte ich diesen Teil des Romans lieber als Epilog gelesen, sowie mit der Erklärung was Fakt und was Fiktion ist, versehen.

Wie es für mich üblich ist, wenn mich ein Thema interessiert, beginne ich selbst zu recherchieren. Dabei bin ich auf den historischen Teseo, der mit Nachnamen Tesei hieß, gestoßen. Er hatte maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung des SLC, das wegen seiner schweren Lenkbarkeit „maiale“, also Schwein genannt wurde. Tesei kam am 26. Juli 1941 bei einem Einsatz vor La Valetta/Malta ums Leben. Er wurde 22 Jahre alt. Zu seinem Gedenken heißt eine Spezialeinheit der italienischen Marine auch heute noch COMSUBIN Comando Raggruppamento Subacquei e Incursori Teseo Tesei. Diese Truppe besteht aus Tauchern, Kampfschwimmern und Kommandotruppen. Ihre Basis ist der Marinehafen von La Spezia.

Im Museo storico navale in Venedig sowie im Museo nazionale della scienza e della tecnologia Leonardo da Vinciin Mailand sind maiali zu sehen. Beim nächsten Aufenthalt in Venedig und/oder Mailand stehen beide Museen auf dem Programm, versprochen.

Die Charaktere überzeugen durchwegs. Die Kampftaucher sind Spezialisten, nicht ganz ohne Angst oder Zweifel.

Gut gefällt mir, dass Bücher und Buchhandlungen in dieser Geschichte eine sehr große Rolle spielen.

Fazit:

Dieser historische Roman, der auf wahren Ereignissen beruht, hat mit sehr gut gefallen. Ich konnte ihn nicht aus der Hand legen. Wer etwas über ungewöhnliche Einsätze abseits von Panzerschlachten des Zweiten Weltkriegs lesen möchte, ist hier genau richtig. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Der Italiener