Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Himmelsee - Unter den Sternen funkelt die Hoffnung von Tanja Janz
Himmelsee verzaubert
Himmelsee, Band 3: Lieve führt mit grosser Leidenschaft und vielleicht noch grösserer Akribie das Geschäft mit Honigprodukten, das ihre Grosseltern aufgebaut haben. Honigkerzen, -bonbons und -wein gehören zum Programm, das auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt präsentiert wird. Grosser Schreck: Lieve hat die Anmeldung verpasst und hat nun keinen Standplatz! Sie sieht ihr Unternehmen vor dem Ruin.
Das kurzfristige Angebot eines Standplatzes auf dem Weihnachtsmarkt in Himmelsee scheint nicht wirklich verlockend. Doch Himmelsee entfaltet seinen Zauber. Wie viel Künstler Falk damit zu tun hat, bleibt offen…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit dezentem Weihnachtsfeeling - gefällt mir.
Dies ist Band 3 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Für mich ist es ein schönes Wiedersehen.
Die Geschichte startet in Lübeck und macht nach dem Prolog einen Zeitsprung von vier Jahren. Es dauert ziemlich lange, bis effektiv Himmelsee ins Spiel kommt.
Lieve ist ein Typ, der Listen liebt (ich auch!) und sich stets gut zu organisieren weiss. Aus diesem Grund trifft es sie sehr, dass sie den so wichtigen Anmeldetermin verpasst hat. Sie hat das Gefühl, komplett versagt zu haben, und sieht nur noch schwarz. Ein klein wenig melodramatisch. Aber durch ihre Eltern, die seit kurzem in Himmelsee leben, bekommt sie einen Standplatz auf dem lokalen Weihnachtsmarkt. Aber Himmelsee? Das kann doch nichts werden, oder? Himmelsee ist definitiv nicht Lübeck. Stimmt.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Es war sehr ruhig, hat mir aber gut gefallen. Ein bisschen Mühe hatte ich mit Lieve, die bei etwas Unvorhergesehenem stets ziemlich panisch reagierte. Mir hat die vermittelte Weihnachtsmarktstimmung gefallen, ebenso die Eltern und Grosseltern von Lieve. Die Liebesgeschichte war sehr dezent, für mich hätte da gerne mehr sein dürfen. Von mir gibt es 3 Sterne.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Nil von Anna Baar
Am Nil mit Neal
Am Nil mit Neal
Keine konkrete Handlung, Charaktere, deren Grenzen verschwimmen und gemeinsam in den Tod springen? Ein Mann und eine Frau in der Hoffnung auf Befreiung von der Kindheit, auf der Suche nach dem jeweils anderen, bezogen, nicht so isoliert wie die Tiere im Zoo, die schmerzhaft tanzenden Bären, das einsame Krokodil.
Ein Computerspiel mit wechselnden Rollen, Avatare, die immer von vorne beginnen? Eine Geschichte, die enden muss, weil der Chefredakteur ungeduldig drängt? Wenn schon nicht zusammen, dann wenigstens gemeinsam in den Tod. Oder?
Rezensionen von PeLi:
Weiterleben von Patrick Charnley
Ein besonderer Roman über einen Neuanfang
„Weiterleben“ von Patrick Charnley ist ein Roman, der mich vor allem durch seine ruhige und besondere Erzählweise berührt hat.
Jago Trevarno war vierzig Minuten klinisch tot. Seitdem ist sein Leben völlig verändert. Er kann Reize nicht mehr so gut verarbeiten, ist schnell überfordert und lebt ganz bewusst von einem Moment zum nächsten.
Auf dem Hof seines Onkels Jacob in Cornwall findet Jago langsam wieder Halt. Die Einfachheit des Lebens, die Arbeit mit den Tieren und der Rhythmus der Natur tun ihm gut.
Besonders gefallen hat mir, dass seine Entwicklung nicht plötzlich oder spektakulär erzählt wird. Es sind die kleinen Dinge des Alltags, die ihm Schritt für Schritt wieder Sicherheit geben.
Die Atmosphäre auf dem Hof und in der cornischen Landschaft konnte ich mir beim Lesen sehr gut vorstellen. Gleichzeitig sorgt der Konflikt mit Bill Sligo dafür, dass die Geschichte neben der ruhigen, nachdenklichen Seite auch Spannung bekommt.
Was mich besonders beeindruckt hat: Patrick Charnley verarbeitet in seinem Roman auch eigene Erfahrungen, denn er selbst hat einen Herzstillstand überlebt und das Buch während seiner Genesung geschrieben.
Dieses Wissen hat für mich Jagos Geschichte noch eindringlicher gemacht.
„Weiterleben“ ist eine leise, einfühlsame Geschichte über Verlust, Veränderung und einen ganz neuen Anfang. Ein Buch, das daran erinnert, dass man nicht wieder der Mensch von früher werden muss, um ein gutes Leben führen zu können.
Für mich eine wunderschöne und besondere Geschichte, die noch eine Weile nachwirkt.
Rezensionen von nislin:
Ein ganz normales Wunder von Woody Brown
Authentisch!
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Sozialarbeiterin begegnet mir das Thema der Neurodivergenz immer wieder. Daher hat mich der Roman „Ein ganz normales Wunder“ besonders angesprochen.
Die einzelnen Kapitel greifen die Geschichte unterschiedlicher Personen mit ihren gewissen Päckchen auf, sowohl von Klienten der Tagesstätte als auch die der Mitarbeiter sowie der Angehörigen.
Die Schilderungen von Geschehnissen und die Einblicke in die Gefühlswelten sind sehr eindringlich, es sind Geschichten von Menschen am Rande der Gesellschaft. Es ist eine Kunst, die Leserschaft mit einfachen Worten derart zu berühren und in das Leben anderer mitzunehmen.
Das Buch wirkt nach und regt zur Reflektion an. Insbesondere im Hinblick darauf, dass es Diskussionen dahingehend gab, ob Woody Brown als nonverbaler Autist in der Lage ist, dieses Buch geschrieben zu haben. Hier wird sichtbar, was dieser Roman anprangert, die Absprache von Fähigkeiten und Kompetenzen von Menschen, wenn sie gewissen Vorstellungen nicht im vollen Maße entsprechen…
Rezensionen von nislin:
Ein ganz normales Wunder von Woody Brown
Authentisch!
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Sozialarbeiterin begegnet mir das Thema der Neurodivergenz immer wieder. Daher hat mich der Roman „Ein ganz normales Wunder“ besonders angesprochen.
Die einzelnen Kapitel greifen die Geschichte unterschiedlicher Personen mit ihren gewissen Päckchen auf, sowohl von Klienten der Tagesstätte als auch die der Mitarbeiter sowie der Angehörigen.
Die Schilderungen von Geschehnissen und die Einblicke in die Gefühlswelten sind sehr eindringlich, es sind Geschichten von Menschen am Rande der Gesellschaft. Es ist eine Kunst, die Leserschaft mit einfachen Worten derart zu berühren und in das Leben anderer mitzunehmen.
Das Buch wirkt nach und regt zur Reflektion an. Insbesondere im Hinblick darauf, dass es Diskussionen dahingehend gab, ob Woody Brown als nonverbaler Autist in der Lage ist, dieses Buch geschrieben zu haben. Hier wird sichtbar, was dieser Roman anprangert, die Absprache von Fähigkeiten und Kompetenzen von Menschen, wenn sie gewissen Vorstellungen nicht im vollen Maße entsprechen…
Rezensionen von DoraLupin:
Chased by Sins and Sorrows von Ophelia L. Nightfall
Was war denn das?
Ich hatte mich richtig auf die Geschichte gefreut, weil sie mal nach etwas anderem geklungen hat. Etwas "anderes" habe ich dann auch bekommen, aber nicht auf die Art und Weise, wie ich mir das gewünscht hätte!
Das Buch hat wirklich brillant angefangen und der Schreibstil war mitreißend und konnte mich schnell in den Bann ziehen.
Ich mochte die Welt die hier beschrieben wurde sehr gerne, in der sich Hexen, Vampire, Werwölfe aber auch Kardinäle und Könige tummeln und ich dachte wirklich das Buch wird ein richtiges Highlight für mich!
Die erste Hälfte des Buches war eine Mischung aus Weltenaufbau, Abenteuer, etwas Spice und die Vorstellung der sehr interessanten Charaktere, die ich alle auf ihre Art gemocht habe.
Ja und dann treffen sie ungefähr ab der Hälfte des Buches in einer Hütte alle aufeinander und ich dachte: Was geht denn jetzt hier ab? Aber nicht im positiven Sinne, sondern im abolut negativen!
Möglich, dass ich für dieses Buch zu "old school" bin aber das mit einem Mal wirklich jeder Gefühle für den anderen empfindet und gefühlt jeder mit jedem ins Bett springt, da war ich dann leider raus.
Es kommt nochmal das ein oder andere Mal etwas Spannung in die Story, aber eigentlich geht es ab diesem Zeitpunkt nur noch darum wer mit wem und welche Gefühle im Spiel sind. Sorry aber das war mir zu anstrengend und auch sehr langatmig und langweilig, weil ich es einfach auch irgendwann nicht mehr wissen wollte.
Ich denke den nächsten Teil werde ich mir sparen. Sehr schade eigentlich, denn die Autorin kann definitiv schreiben und das hätte eine richtig coole Story werden können, aber leider hat sie mich etwas verloren.
Rezensionen von Nele33:
Totensee von Sophie Czerny
toller Thriller
"Totensee" ist der Debüt-Thriller der Autorin Sophie Czerny. Eingelesen und gesprochen wurde das Hörbuch der Sprecherin Christiane Marx.
Ada Sabel als Ermittlerin ist gerade an einem absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben. Nachdem ihre Teenager Tochter Mara verschwunden ist und sie aufgrund einer Verfehlung vom Dienst suspendiert wurde, ist sie nur noch verzweifelt.
Niemand glaubt ihr, dass Mara entführt wurde.
Als eine kopflose Leiche gefunden wird auf deren Rücken Ada's Name eingeritzt wurde, startet sie wie elektrisiert eigene Ermittlungen und gerät in einen Strudel der Vergangenheit. Einer Vergangenheit, die sie bis zum heutigen Tage aus ihrem Leben gestrichen hatte und sie immer weiter an ihre Grenzen bringt.
Mich hat die dunkle und spannungsgeladene Atmosphäre die Sophie Czerny geschaffen hat absolut begeistert. Es ist kaum zu glauben, dass es sich um ein Debüt handelt.
Dabei gibt es immer wieder einige überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet habe. Besonders der Charakter von Ada Sabel war sehr gut charakterisiert, gleichzeitig sehr verletzlich und dennoch auch sehr stark. Ein bisschen kaputt durch ihre Vergangenheit ist sie natürlich auch, wie es sich für eine starke Ermittlerin gehört.
Christiane Marx als Sprecherin gibt der Story genau die richtigen Emotionen und Spannungsmomente mit. Einen vorzügliche Wahl des Verlages.
Von mir eine klare Empfehlung für diesen tollen Thriller.
Rezensionen von Marw76:
Four Heads Missing von Thorsten Schleif
Rätselhaft, spannend und voller Atmosphäre
London, 1888
Angesichts der Zustände in den Armenvierteln werden die Mittel der Metropolitan Police aufgestockt. Ein neues Hauptquartier wird errichtet, das mächtige Kellergewölbe steht bereits.
Doch der Bau gerät ins Stocken, als einer der Arbeiter eine grausame Entdeckung macht. Im frisch fertiggestellten Tresorraum findet er ein seltsames Paket.
Darin eingeschlagen: der entsetzlich zugerichtete Rumpf einer Frau. Von ihrem Kopf fehlt jede Spur.
Eine höhnische Botschaft an die Polizei? Die gut vernetzte Gesellschaftsdame Irene Adams und der wortkarge Leibwächter William Berger untersuchen den Fall auf ihre Weise.
Schnell stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Doch kurz darauf wird eine weitere Leiche aus der Themse gezogen. Auch ihr fehlt der Kopf. Es beginnt die Jagd auf ein gesichtsloses Phantom.
Das Cover alleine ist schon richtig toll gemacht und verbreitet eine düstere Atmosphäre, die auch auch ganz wunderbar zur Handlung der Geschichte passt!
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen! Das Buch ist sehr angenehm zu lesen, spannend und mitreißend auf der einen Seite, aber auch leicht und verständlich auf der anderen, ein optimaler Mix aus beidem also.
Eigentlich ist dies der zweite Band einer Reihe, aber ich kannte die vorherige Geschichte nicht. das Buch lässt sich aber auch sehr gut ohne großes Vorwissen lesen und ich hatte wenig Probleme in die Geschichte reinzufinden.
Die beiden Ermittler Irene Adams und William Berger sind ein tolles Team! In ihrem Charakter sehr unterschiedlich, aber gemeinsam passt es dann wieder sehr gut. Ich hatte viel Spaß mit ihnen gemeinsam auf Mörderjagd zu gehen.
Der Fall an sich ist spannend und voller Rätsel. Diese zu knacken war gar nicht so einfach und man wurde immer wieder in die Irre geführt. Zu erwähnen ist ausserdem die tolle Atmosphäre in diesem Buch, dieses gruselig-düstere und auch die Zeit rund um 1988 wurde in meinen Augen super eingefangen.
Auf jeden Fall eine große Empfehlung wenn man sich für einen historischen Krimi/Thriller interessiert
Rezensionen von FlipFlopLady007:
Abenteuer in Waldorado. Willkommen zu Hause - Band 1 von Alex Milway
Ein schönes Abenteuer zum Vorlesen
„Abenteuer in Waldorado: Willkommen zu Hause“ von Alex Milway erzählt die Geschichte von Rosa, die zu ihrer Oma nach Waldorado zieht. Ihre Oma ist zunächst nicht gerade begeistert davon, Rosa bei sich aufzunehmen, doch nach und nach findet das Mädchen ihren Platz und lernt auch die anderen Bewohner von Waldorado kennen.
Als Rosa und ihre Oma eines Tages zwei Wesen aus einem Flugzeug springen sehen, beginnt ein kleines Abenteuer, bei dem es einiges zu entdecken gibt.
Rosa hat mir als Hauptfigur sehr gut gefallen. Auch ihre zunächst etwas mürrische Oma ist mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer geworden. Überhaupt sind die Bewohner von Waldorado liebevoll gestaltet und machen die Geschichte abwechslungsreich.
Das Buch lässt sich sehr schön vorlesen und hat auch meinen Kindern viel Spaß gemacht. Meine vierjährige Tochter konnte der Geschichte bereits gut folgen, obwohl das Buch laut Altersempfehlung ab 5 Jahren geeignet ist. Besonders schön fand ich, dass meine Kinder immer wieder weiterhören wollten. Aus einem Kapitel wurde daher meistens gleich noch eins – und so hatten wir das Buch ziemlich schnell durchgelesen. Für mich spricht das eindeutig für die Geschichte.
Die Schwarz-Weiß-Illustrationen haben uns ebenfalls gut gefallen. Sie sind kindgerecht und lockern den Text beim Vorlesen schön auf.
Besonders nett fand ich die zusätzlichen Seiten am Ende des Buches. In einem kleinen Quiz können die Kinder Bildausschnitte aus der Geschichte wiederfinden. Außerdem gibt es eine Seite mit einem kurzen Text über Hütten, die sich wunderbar als Gesprächsanlass mit den Kindern eignet.
Fazit: „Abenteuer in Waldorado: Willkommen zu Hause“ ist eine liebevoll erzählte Geschichte, die sich hervorragend zum gemeinsamen Vorlesen eignet. Sympathische Figuren, ein kleines Abenteuer und schöne Extras machen das Buch zu einer gelungenen Lektüre für Kinder. Für uns darf es gerne weitere Abenteuer in Waldorado geben.
Rezensionen von FlipFlopLady007:
Hummerjahre von Beatrix Gerstberger
Eine Geschichte über Familie, Vergangenheit und den Mut, man selbst zu sein
„Hummerjahre“ von Beatrix Gerstberger ist kein Roman, den man mal eben in wenigen Sätzen zusammenfassen kann. Zu viele Lebensgeschichten, Beziehungen und vergangene Ereignisse sind miteinander verwoben. Genau das macht für mich aber auch den Reiz der Geschichte aus.
Im Mittelpunkt stehen zwei Familien und Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit ihnen verbunden sind.
Im Sommer treffen sie auf einer Insel zusammen, auf der viele Bewohner vom Hummerfang leben. Sie alle verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die von einem großen Geheimnis überschattet wird.
Eine der zentralen Figuren ist Mina, die nach langer Zeit gemeinsam mit ihrer Tochter und ihren Eltern auf die Insel zurückkehrt. Dort trifft sie auch auf ihre Jugendliebe Sam, den Vater ihrer Tochter. Gleichzeitig wird die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter Judith thematisiert. Judith hatte immer andere Vorstellungen davon, wie Mina sein sollte, und so trägt auch diese Beziehung viele ungelöste Konflikte mit sich. Daneben gibt es weitere Figuren und Handlungsstränge, die teilweise in der Vergangenheit spielen und sich nach und nach zu einem großen Ganzen verbinden.
Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive verschiedener handelnder Personen. Diese Erzählweise hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich gerade am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte, die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren zuzuordnen. Da es sich offenbar um den zweiten Teil handelt und ich den ersten Band nicht kenne, fehlten mir hier teilweise die Zusammenhänge. Sobald ich mich jedoch eingefunden hatte, hat mich die Geschichte wirklich gefesselt.
Besonders die Figuren haben mich überzeugt. Jeder von ihnen trägt sein eigenes Päckchen und viele haben ihre Ecken, Kanten und ganz eigenen Eigenheiten. Manche wirken zunächst vielleicht etwas merkwürdig, aber je besser man sie kennenlernt, desto verständlicher werden ihre Handlungen. Besonders schön fand ich, dass die Figuren sich im Laufe der Geschichte weiterentwickeln. Sie lernen aus ihrer Vergangenheit, lösen sich von altem Schmerz und treffen Entscheidungen, die sie lange vor sich hergeschoben haben.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Beatrix Gerstberger schreibt sehr bildlich und schafft es gleichzeitig, die Gefühle ihrer Figuren greifbar zu machen. Für mich standen deshalb weniger die Spannung oder die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern vielmehr die Emotionen und die Entwicklung der einzelnen Charaktere. Trotzdem wollte ich unbedingt erfahren, welches Geheimnis sich hinter Judith verbirgt.
Das Buch hat mich außerdem zum Nachdenken gebracht. Eine Botschaft, die für mich besonders heraussticht, ist die Frage, wie sehr wir unser Leben danach ausrichten, was andere von uns erwarten – und wie wichtig es ist, irgendwann den Mut zu finden, einfach man selbst zu sein.
„Hummerjahre“ ist für mich keine klassische Liebesgeschichte, sondern vielmehr ein Roman über Familie, Freundschaft, alte Wunden und die Frage, wie wir mit unserer Vergangenheit umgehen. Wer gerne tiefgründige Geschichten liest, bei denen die Entwicklung der Figuren und ihre Gefühle im Mittelpunkt stehen, dem kann ich das Buch empfehlen.
Mich hat die Geschichte berührt und noch eine Weile beschäftigt. Deshalb vergebe ich 5 von 5 Sternen.










