Kunden em pfehlungen
Rezensionen von annamichalea:
Der Endometriose-Balance-Plan von Matthias Riedl
Ein anderer Therapieansatz
Ein schönes Cover, es wird zwar eine Frau mit "Bauchweh" dargestellt, aber der Schmerz steht nicht im Vordergrund.
Etwas befremdlich, wenn ein Mann, der nicht Gynäkologe ist, über Regelschmerzen bei Frauen schreibt. Aber Matthias Riedl erklärt im Buch nachvollziehbar, wie er dazu kam.
Den ersten Teil des Buches empfinde ich als klar strukturiert, mutmachend und für jede Frau andwendbar. Die Forderung eher weniger der Ratschläge umszusetzen um besser durchhalten zu können klingt auch logisch. Die Tipps beziehen sich nicht nur auf Ernährung, auch selfcare als psychologischer Ansatz in allen Lebensbereichen spielt eine Rolle.
Der zweite Teil des Buches besteht aus Rezepten, die explizit auch als selfcare bezeichnet werden. Dabei sind meiner Meinung nach nur wenige alltagstauglich. Aber vielleicht ist hier ja auch die Zubereitung einer Buddha Bowl, das aussuchen der Zutaten selfcare für manche Frau im Sinne von ich gönn mir was.
Die Frauen mit der Diagnose Endometriose die ich kenne haben alle den beschriebenen langen Weg zur Diagnose hinter sich und nehmen Medikamente. Aber zumindest zusätzlich könnten auch sie von dem Buch proftieren, auch in der Hinsicht, dass man selbst etwas tun kann und nicht den Medikamenten und der Erkrankung ausgeliefert ist.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Dieses unruhige Ich von Dieter Burdorf
Eine um Halt und Heimat ringende Frau
640 Seiten Text, weitere 124 Seiten Anhang, Bibliographie und Namenregister. Jahrelange Vorbereitung und Recherche. Ein detailreiches, akribisch recherchiertes Buch, eine Biographie, die aber das Leben dieser Schriftstellerin nicht chronologisch abbildet, sondern anhand der Briefwechsel mit den wichtigsten Wegbegleitern, Kollegen, Partnern und Freunden zur Darstellung bringt.
Es entsteht ein buntes, vielfältiges, manchmal irritierendes Bild dieser oft widersprüchlichen Frau. Meist lässt der Autor die Briefe, Artikel, Werke und Zeitzeugenberichte für sich sprechen, nur selten greift er interpretierend ein. Im Mittelpunkt stehen nicht die Schriftstellerin und ihre Werke, sondern die geographisch wie in Beziehungen um Halt und Heimat ringende, einsame Frau, die zuletzt der aus tiefer Sehnsucht geborenen Sucht erliegt.
Rezensionen von SalMar:
Weavingshaw von Heba Al-Wasity
Wunderbar düster und erfrischend anders
Um ihren schwer kranken Bruder zu retten, lässt sich Leena auf einen Handel mit dem Mann ein, vor dem sie alle warnen: dem Saint, der den Menschen Geheimnisse abkauft. Aber ihr Geheimnis ist ein ganz Besonderes, selbst für den Saint, und er will, dass sie bleibt.
Gleich vorneweg: Was hier versprochen wird, wird gehalten.
Das Marketing für ein Buch betont ja gerne mal Aspekte, die am Ende gar nicht im Mittelpunkt stehen, aber hier wurde ich genau da abgeholt, wo ich hinwollte: Es ist eine düstere Geistergeschichte mit vielen Charakteren in diversen Grauschattierungen, und die „heimelige“ Gruselatmosphäre hat mir auf Anhieb gefallen.
Die Handlung ist toll entwickelt und war, zumindest für mich, nicht vorhersehbar. Ohne zuviel verraten zu wollen: Es ist einfach eine etwas andere – erfrischend andere – Geschichte, was auch für die fantastischen Elemente gilt. Auch die Charaktere sind eigen, so dass sie schwer berechenbar sind und man sie erst nach und nach kennenlernt.
Mir hat das Buch wirklich rundum richtig gut gefallen – auch wenn der erste Band mit einem richtigen Paukenschlag endet, so dass man nur hoffen kann, dass der zweite nicht allzu lange auf sich warten lässt. Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Kat:
Maja & Natascha von Elyse Durham
Bewegende Schwesternliebe im Kalten Krieg
Mit Ihrem Debüt Maja & Natascha hat mich Elyse Durham beeindruckt und von der ersten Seite an in Ihren Bann gezogen. Die Geschichte beginnt in Leningrad, im Jahr 1958, wo die Zwillingsschwestern Maja und Natascha unzertrennlich sind – verbunden durch den Verlust der Eltern und dem gemeinsamen Traum, beim legendären Kirow-Ballett zu tanzen und mit der Kompanie nach Amerika zu reisen.
Doch dann schlägt die Politik in ihr Leben ein: Ein neues Gesetz erlaubt nur einer von ihnen, das Land zu verlassen. Aus Schwestern werden Konkurrentinnen, aus Nähe wird Distanz.
Was daraus erwächst, ist eine bewegende Geschichte über die Bürde der Herkunft, über Schwesternliebe und über den Konflikt zwischen Loyalität und Freiheitsdrang – und letztlich über die Frage, wie weit man für einen Traum gehen würde.
Was mir besonders gut gefallen hat, war die Verbindung von Ballett-Welt und sowjetischer Geschichte. Die Autorin hat Träume, Ehrgeiz und politische Realität so eng miteinander verwoben, dass Historie und Fiktion beim Lesen kaum noch unterscheidbar sind. Ihre Figuren sind detailreich gezeichnet – ich konnte mir sowohl Maja als auch in Natascha optisch und charakterlich lebendig vorstellen und mich tief in sie hineinversetzen. Die Sprache hat perfekt zur Geschichte gepasst – elegant und präzise.
Die Frage, wie weit man für einen Traum gehen würde, wirkt auch nach Beenden des Buchs noch nach.
Fazit: Ein spannender und tiefgründiger Roman, der emotional berührt und gleichzeitig interessante Einblicke in die Welt des Balletts und das Leben in der Sowjetunion gibt. Für Liebhaber historischer Romane mit starken Charakteren und tiefgründigen Themen eine klare Empfehlung.
Rezensionen von Katzenmicha:
Burgentrauma von Harald Schneider
Tod auf einer mittelalterlichen Burg
Kommissar Palzki macht mit seiner Familie einen Ausflug zum Mittelaltermarkt auf Burg Lichtenberg.Er soll Überstunden abbauen ,das passt prima für den Ausflug zur Burg Lichtenberg.Kurz nach dem Eintreffen auf dem Mittelaltermarkt ,enddeckt sein Sohn Paul ein Schwert und spielt damit.Was helle Aufregung erzeugt,die Expertin Frau Dr.
Wunder zweifelt die Echheitbdes Schertes an.Nicht lange da wird sie tot aufgefunden mit mehreren Hieb und Stichverletzungen.Kommissar Palzki beginnt mit den Ermittlungen,die ein Netz aus Betrug,Diebstal und Machtgiir endschlüsseln…..
Der Autor Harald Schneider hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Es ist bereits der 26.Krimi der Reihe mit dem Kommisar,gerne 3 Sterne für den Krimi.
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Wo dein Blick mich findet von Dorothea Morgenroth
Bewegend und hoffnungsvoll
Dies ist nun der dritte Roman, welches ich aus der Feder von Dorothea Morgenroth gelesen habe. Auch dieses Buch hatte ein besonderes Thema und war letztendlich somit sehr informativ für mich.
Zuerst möchte ich das schöne Cover erwähnen, welches mir ausgesprochen gut gefällt. In dem Buch werden Themen wie Sünde, Liebe, Vergebung und vor allem Gottvertrauen bearbeitet.
Hier geht es um Lucy, die in den 1920 er Jahren in Schottland eine uneheliche Tochter zur Welt bringt. Da dies zur damaligen Zeit eine absolute gesellschaftliche Katastrophe war, entscheiden Lucys Eltern, dass sie samt ihrer Tochter in ein sogenanntes Magdalenenheim leben soll. Dort muss die junge Mutter viel arbeiten, wird respektlos behandelt, und darf ihre Tochter nur zu bestimmten Zeiten kurz besuchen. Als sie eines Tages mitbekommt, dass die Kinder ohne dem Einverständnis der Mütter zur Adoption freigegeben werden, steigt in Lucy eine große Panik auf, denn sie liebt Penny und möchte für sie sorgen.
Auf der anderen Seite gibt es Lucinda, eine überaus selbstgefällige und arrogante junge Frau aus der besseren, wohlhabenden Gesellschaft. Ihre einzige Sorge scheint ihre Bespaßung zu sein. Mit ihrer liebevollen, gläubigen Tante Mae, welche im gleichen Schloss wohnt, möchte sie am liebsten nichts zu tun haben.
Als sich eines Tages die Wege von Lucy und Lucinda treffen, kommt es zu unerwarteten Wendungen in beider Leben... Kann Lucy ihre Tochter Penny vor einer Adoption retten? Und wird Lucinda die wirklich wichtigen Werte des Lebens erkennen?
Das Buch vereint Sünde und Vergebung in einer bezaubernden Geschichte. Es erinnert ein wenig auch an die Geschichte des verlorenen Sohnes aus der Bibel. Anfangs hat es mich nicht sofort, wie bei den bisherigen Büchern der Autorin, abgeholt. Ich war etwas verwundert über die Namensgleichheit der Protagonistinnen und hatte zu Beginn des Buches etwas Mühe sie auseinanderzuhalten. Aber nach einem etwas holprigen Start, war die Geschichte ausgesprochen gut zu lesen, und hatte mich aufgrund der interessanten Thematik doch sehr gefesselt. Das Thema Glaube und Gott ist hier sehr zentral und kommt in einem guten Kontext zur Sprache- das gefällt mir sehr gut. Insgesamt ist es ein gelungenes Buch zu einem wichtigen Thema, daher eine Leseempfehlung meinerseits.
Rezensionen von Kat:
Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz
Spurensuche zwischen Irland und Erinnerung – wenn das Leben den Takt vorgibt
Ewald Arenz hat mit Fünf, sechs, sieben, acht wieder genau den Ton getroffen, den man von ihm kennt. Arenz' Sprachgefühl für Geräusche, Rhythmen und leise Momente ist einmal mehr großartig. Er nimmt die Welt über ihren Klang wahr, und das liest sich lebendig und leicht, ohne billig zu sein.
Der Protagonist Anton ist ein Stepptänzer und Choreograph Anfang sechzig, dessen Vertrag am Theater nicht verlängert wird.
Er ist nicht gerade ein Sympathieträger, zu sehr kreiselt er um sich selbst. Allerdings konnte ich auch nicht verstehen, warum alle seinem Ärger so unverständlich gegenüberstehen, denn ich finde schon, dass er allen Grund dazu hat, wütend und beleidigt zu sein. Aus der Routine gerissen, macht er sich auf nach Irland, an die Steilküste, wo er sich mit dem konfrontiert, was er sein Leben lang vermieden hat: den Schatten nicht gelebter Möglichkeiten, eine Liebe, die ihm entrissen wurde, und das Verhältnis zu seiner Tochter, das seit seiner Trennung schwierig ist und nun nicht einfacher geworden ist, seit sie seinen Job hat. Der Titel – die Zählung des Taktgebers im Tanz – ist dabei mehr als Metapher: Es geht um den Rhythmus, den das Leben vorgibt, und darum, ob man ihn noch ändern kann, wenn es spät, aber nicht zu spät ist.
Ich empfand den Roman mit den Themen Älterwerden, versäumte Gelegenheiten und familiäre Beziehungen als sehr persönlich. Ich finde, dass Arenz das Thema des Älterwerdens mit Würde und Melancholie trägt, ohne ins Sentimentale abzurutschen. Dennoch gelingt Arenz der ganz große, unerwartete Twist nicht mehr und das ist halt der Crux, wenn man so viele großartige Geschichten am Start hat; wer Der große Sommer oder Alte Sorten kennt, ahnt früh, wohin die Reise führt. Das macht den Roman nicht schlechter, aber er hat gegenüber seinen besten Büchern einen Hauch weniger Überraschung.
Fazit: Ein berührender, kluger Roman über das Älterwerden, über das Versäumte und über den Mut, im eigenen Takt weiterzugehen. Wer Arenz mag, wird ihn schätzen; wer den Autor gerade erst entdeckt, findet hier einen wunderbaren Einstieg.
Rezensionen von Katzenmicha:
Die Müllers und das Inselzebra von Ilka Gerdes
Ostfriesland Krimi
Bei ihrem letzten Abenteuer vor zwei Jahren hat Petra Müller neben bei 6 kg Kokain unterschlagen. Als Schmerzensgeld ,das hat Petra sicher in ihrem Kleiderschrank versteckt.Niemand, nicht einmal Kalle weiß davon,so glaubt Petra.Bis ihr Nachbar Klaus ermordet wird,anschließend findet sie einen Erpresserbrief mit der Forderung, das Kokain unverzüglich nach Borkum zurückzubringen.
Getarnt als Camper macht sie sich mit Kalle, Hildegard und der heißen Ware nach Ostfriesland.Eigendlich wollten die Müllers nach ihrem Abenteuer mit der Pekingente da nicht mehr hin.Auch Kriminalkommissarin Claudia Klaps, derzeit in Reha in Borkum,sie hält Petra für die Mörderin von Klaus und verfolgt die Müllers inkognito.Kaum auf dem Zeltplatz angekommen, erreicht die Müllers die nächste Anweisung vom „Sandmann“.Sie müssen innerhalb von 24 Stunden 1 kg Kokain verkaufen, auf der Insel,sonst werden sie erschossen.Das ist eigentlich unmöglich, was dem Killer klar ist und so freut er sich auf das Ende der verhassten Müllers…
Die Autorin Ilka Gerdes hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Spannend nimmt sie den Leser mit nach Borkum an die Seite der Müllers und Dackel Hildegard.Es ist bereits der 2.Band der Reihe,man kan sie aber unabhängig von einanderlesen.Sehr gerne 5 Sterne und ich freue mich schon auf mehr Geschichten von den Müllers und dem Dackel Hildegard.
Rezensionen von Rebecca:
Froststerne (Romantasy-Trilogie, Bd. 3) von Anna Fleck
Leider der letzte Band in der Eiswelt.
Man schlägt das Buch auf und sofort steckt man wieder mitten in einer Welt aus Eis und Schnee, aus der man nicht entkommen will.
Es kommen jede Menge neue, faszinierende Charaktere dazu.
Simàja und Elvy sind endlich wieder vereint und haben sich viel zu erzählen. Sie treffen auf die Meerjungfrauen - die gar nicht so aussehen, wie Elvy sie sich vorgestellt hat - und finden neue Verbündete.
Doch die wachsende Gefahr Ykrists sitzt ihnen fest im Nacken. Frostprinzen Ys ist immer noch hinter Elvy her und seine Macht wird stärker.
Wird Simàja es schaffen, die Bernsteinkrone zu erlangen und die Völker zu vereinen?
Wird es Elvy endlich gelingen, Erik zu befreien?
Es bleibt auf jeden Fall spanndend bis zum Schluss.
Cover und Text sind wieder super aufeinander abgestimmt.
Anne Fleck hat eine fantastische Welt mit wundervollen, vielfältigen Wesen und Persönlichkeiten erschaffen.
Leider ist die Reihe mit dem dritten Band schon vollendet.
Ich liebe, liebe, liebe diese Trilogie. Sie gehört zu einer der besten Buchreihen, die ich je gelesen habe.
Rezensionen von Shilo:
Zwischen damals und uns (Liebesroman) von Josefine Weiss
Mehr als nur eine Liebesgeschichte
Manche Geschichten brauchen gar keinen lauten Anfang. Hier hatte ich schnell das Gefühl, dass etwas im Verborgenen liegt, auch wenn zunächst noch gar nicht viel passiert. Linea macht sich auf den Weg, mehr über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren. Dabei wird mit jeder Begegnung deutlicher, dass manche Antworten nicht so einfach zu finden sind.
Besonders gespannt war ich auf alles, was mit ihrer Familie zusammenhing. Immer wieder tauchen kleine Hinweise auf, die neugierig machen, ohne gleich alles zu erklären. Genau das hat mir gefallen. Ich wollte einfach wissen, was dahintersteckt und habe deshalb oft noch ein Kapitel weitergelesen.
Auch Tobias hat mich nicht sofort durchschauen lassen. Dass die Geschichte abwechselnd aus seiner und aus Lineas Sicht erzählt wird, hat vieles verständlicher gemacht. Trotzdem blieb lange das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Erst nach und nach wurde klar, warum beide so handeln, wie sie es tun.
Die Liebesgeschichte steht für mich nicht allein im Mittelpunkt. Viel wichtiger war die Suche nach den eigenen Wurzeln und die Frage, wie sehr die Vergangenheit das Leben in der Gegenwart beeinflussen kann. Das hat gut zu den Figuren gepasst und wirkte auf mich stimmig.
Beim Lesen gab es ruhige Kapitel und dann wieder Stellen, an denen ich wissen wollte, wie es weitergeht. Es wird nicht künstlich spannend gemacht. Stattdessen entwickelt sich vieles ganz von selbst.
Als ich das Buch zugeklappt habe, blieb bei mir kein großes Drama hängen, sondern eher das Gefühl, Menschen eine Zeit lang begleitet zu haben. Nicht jede Wendung war für mich überraschend, trotzdem hat mich die Geschichte bis zum Ende interessiert. Wer Familiengeschichten, Geheimnisse und eine gefühlvolle Liebesgeschichte mag, wird mit diesem Buch schöne Lesestunden verbringen. Von mir gibt es gute vier Sterne.











