Kunden em pfehlungen
Rezensionen von e_kieh:
Wie gut, dass ich ICH bin von Britta Kiwit
Wenig Handlung - viel Affirmation
Die Bilderbuchreihe Wie gut, dass ich ICH bin von Britta Kiwit und Illustratorin Anna Lisicki-Hehn ist ein liebevoll gestaltetes Vorlesebuch für Kinder ab etwa zwei Jahren. Im Mittelpunkt stehen kurze Affirmationen und Mutmachsätze, die Kindern vermitteln sollen: „Ich bin gut, so wie ich bin.“
Besonders gelungen ist die einfache, kindgerechte Sprache.
Die kurzen Reime und wiederkehrenden Botschaften eignen sich hervorragend zum Mitsprechen und geben Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Selbstvertrauen. Statt eine klassische Geschichte zu erzählen, begleitet das Buch kleine Alltagssituationen – etwa Unsicherheiten, Stolz oder den Wunsch dazuzugehören und regt Eltern und Kinder zum gemeinsamen Gespräch an. Dadurch wirkt das Buch warmherzig und alltagsnah, ohne belehrend zu sein.
Auch optisch überzeugt das Pappbilderbuch. Die Illustrationen sind farbenfroh, detailreich und zeigen vielfältige Kinder in unterschiedlichen Lebenssituationen. Gerade diese Diversität macht das Buch modern und sympathisch. Die stabilen Seiten sind zudem ideal für kleine Kinderhände gestaltet.
Stärken des Buches sind eindeutig die positive Botschaft, die liebevolle Gestaltung und die Möglichkeit, Selbstwertgefühl schon früh spielerisch zu fördern. Wer jedoch eine durchgehende Handlung mit Spannung oder Abenteuer erwartet, wird hier weniger fündig. Der Fokus liegt klar auf emotionaler Stärkung und gemeinsamen Wohlfühlmomenten.
Insgesamt ist Wie gut, dass ich ICH bin ein sensibles, modernes Kinderbuch, das Kinder ermutigt, sich selbst anzunehmen und stolz auf ihre Einzigartigkeit zu sein. Besonders für Familien, Kitas oder pädagogische Einrichtungen ist es eine schöne Empfehlung für gemeinsame Vorleserituale. Für unsere Familie eignet sich das Buch eher nicht so gut, da es auf wenig Begeisterung der Kinder stößt.
Rezensionen von milky:
Die Mitternachtsreise von Matt Haig
Reise durch die Zeit
In "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig zieht das Leben von Wilbur Budd nach seinem Tod nochmal an ihm vorbei. Zu Lebzeiten war er ein erfolgreicher und bekannter, aber auch einsamer Mann.
Mit hat es gut gefallen, dass es im Roman viel um das Lesen und Bücher geht. Gleichzeitig ist es tiefgründig und stellt die Prioritäten im Leben in Frage.
Die Geschichte wird allein aus Wilburs Sichtweise in der personalen Erzählweise (Er-Form) geschrieben. Dadurch besitzt man als Leser zwar noch eine gewisse Distanz zur Hauptfigur, jedoch konnte ich trotzdem eine gute Verbindung zu Wilbur aufbauen und mich in ihn hineinversetzen.
Der Schreibstil ist eher ruhig und bedacht und liest sich sehr flüssig und angenehm.
Fazit: wer ein spannendes Buch sucht, das er kaum aus der Hand legen kann, ist hier falsch. Wer aber ein Buch voller Tiefgang, Lebensphilosophie und Liebe zu Büchern sucht, ist hier genau richtig.
Rezensionen von Odina:
Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir
Verdrängte Erinnerungen
Der Thriller „Home Before Dark" wurde von Eva Björg Ægisdóttir verfasst und erschien am 7. Mai 2026 im Kiepenheuer & Witsch Verlag. Das Buch umfasst 416 Seiten und das Cover weckt bereits das Interesse. In der Geschichte geht es um Marsibil, die sich 1967 heimlich mit einem Brieffreund treffen will, wobei sie sich als ihre Schwester Stina ausgibt.
Als Marsi nicht zu dem Treffen erscheint, verschwindet Stina spurlos. Zehn Jahre später ist der Fall noch immer ungelöst, bis ein Brief aus der Vergangenheit Marsi dazu zwingt, sich der Wahrheit zu stellen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und schafft von Anfang an eine dichte, spannende Atmosphäre. Besonders gelungen sind die zwei Zeitebenen, durch die nach und nach immer mehr Hintergründe ans Licht kommen und die Geschichte zusätzlich an Reiz gewinnt. Der Wechsel zwischen den Perspektiven von Marsibil und Kristin bringt dabei Dynamik in die Handlung und hält die Spannung konstant hoch, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch die Figuren sind klar und nachvollziehbar gezeichnet. Sie wirken authentisch, entwickeln sich glaubwürdig weiter und sind emotional gut greifbar, was die düstere und beklemmende Stimmung noch verstärkt. Insgesamt ist Home Before Dark ein starker Thriller mit viel Atmosphäre und psychologischer Tiefe.
Rezensionen von Shilo:
Das Geheimnis des Geigenbauers von Evie Woods
Mehr als nur die Geschichte einer alten Geige
Schon nach den ersten Kapiteln entsteht das Gefühl, dass hinter dieser Geschichte mehr steckt als nur das Geheimnis um eine alte Geige. Unterschiedliche Lebenswege treffen aufeinander und langsam wird sichtbar, wie eng alles miteinander verbunden ist.
Die Handlung nimmt sich Zeit. Trotzdem wurde ich schnell neugierig gemacht, welche Rolle die Geige für die einzelnen Menschen spielt und warum ihre Geschichte über so viele Jahre weitergetragen wird.
Nach und nach fügen sich kleine Details zusammen. Vieles ergibt erst später Sinn.
Besonders interessant waren die verschiedenen Figuren. Devlin, Walter und Gabrielle stehen an ganz unterschiedlichen Punkten im Leben. Gerade deshalb funktioniert ihre Verbindung zu der Geige gut. Manche Begegnungen wirken erst unscheinbar und bekommen später mehr Gewicht.
Das Buch lebt eher von Stimmungen und von den Menschen als von großen Überraschungen. Einige Stellen wirken ruhig und nachdenklich. Immer wieder taucht die Frage auf, was Menschen antreibt, woran sie festhalten und wie Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirken kann.
Der Schreibstil liest sich angenehm und ohne unnötige Ausschmückungen. Dadurch fiel es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Vor allem die geheimnisvolle Atmosphäre rund um die Geige zieht sich durch das ganze Buch.
Nicht jede Wendung kam unerwartet. Das hat aber kaum gestört, weil die eigentliche Stärke woanders liegt. Eher in den Verbindungen zwischen den Figuren und darin, wie ihre Geschichten langsam zusammenfinden.
Am Ende bleibt weniger das Geheimnis selbst im Kopf, sondern eher die Menschen dahinter. Genau das macht dieses Buch besonders.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Elisabeth Brückler:
Höchste Zeit? von Franz J. Schweifer
Höchste Zeit
Das Zeit-Buffet ist angerichtet. Mit dem Buch „Höchste Zeit“ ist es Franz Schweifer wieder einmal gelungen, das Thema Zeit tiefsinnig, heiter und kreativ aufzubereiten. Jedes TempoGramm ist von erlesenem Zeitgeschmack, raffiniert mit Wortwitz garniert. Im Alltag taucht immer wieder eines dieser Tempogramme auf, inspiriert mich und erhebt meine Stimmung über den Alltagsnebel.
Sehr gelungen, sehr wertvoll, sehr empfehlenswert. Und zu 100 % KI-frei, genauso wie diese Rezension.
Rezensionen von clematis:
Die Töchter von Usedom - Rückkehr nach Swinemünde von Jessica Weber
Schatten des Krieges
Der Erste Weltkrieg wirft seine Schatten voraus, weshalb das Leben zwischen Berlin und Swinemünde noch komplizierter wird als es für Lilo und ihre Familie ohnehin schon ist. Die junge Krankenschwester wäre lieber Ärztin und ihre Gefühle für Max verdrängt sie, um nicht als abhängige Ehefrau zu enden.
Wie gewohnt, erzählt Jessica Weber eine aufregende Geschichte voller Gefühl und Empathie, fängt ein weiteres Stück Zeitgeschehen bestens in diesem Roman ein. Die komplizierten Familienverhältnisse versteht man wohl eher dann, wenn man die beiden Vorgängerbände schon kennt, die wesentlichen Eckpunkte werden aber gut zusammengefasst. Die Zukunft ist auf Sand gebaut – dieses Sprichwort erhält hier leider eine traurige Bedeutung, verfolgt man das Leben von Lilo und Tilda, jener beiden Cousinen, welche diesmal im Vordergrund stehen und die Wirren des Ersten Weltkrieges überstehen müssen. Verzweiflung, Angst, aber auch Stärke und Mut, sowie ein enger Zusammenhalt in der Familie, wenn es wirklich darauf ankommt, das sind die wesentlichen Stützpfeiler in jener schwierigen Zeit, die nicht nach Plänen fragt, sondern das Augenmerk auf die Gegenwart legt.
Teil 3 fügt sich perfekt in die Reihe ein und ist mit seinen sympathischen Charakteren jedenfalls eine Leseempfehlung wert!
Rezensionen von Peachybookdreams :
Weavingshaw von Heba Al-Wasity
Die Geheimnisse von Weavingshaw
- Als großer Fan von gotischen Geschichten stand Weavingshaw ganz hoch oben auf meiner Leseliste. Leider konnte es mich nicht ganz so sehr fesseln, wie erhofft.-
Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen. Für meinen Geschmack hätten die optischen Beschreibungen zur Umgebung und den Räumlichkeiten noch etwas detaillierter sein können, denn gerade die gotische Architektur bietet da tolle Beschreibungsmöglichkeiten.
Was mich gestört hat, war das Pacing. Die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich hauptsächlich damit, dass Leena bei St. Silas arbeitet und versucht, aus ihm schlau zu werden. Das hat die Geschichte schon ziemlich in die Länge gezogen. Die zweite Hälfte ist da deutlich actionreicher, und befasst sich auch endlich mit Weavingshaw. Es gab viele Subplots (die politische Lage, Rückblicke von Geistern, die Blackcoats, die Wake, und was es mit den Dämonen auf sich hat, etc.), aber es wird häufig zwischen diesen Punkten hin und her gesprungen, weshalb sich leider auch hier bei mir nicht wirklich Spannung aufgebaut hat. Auch der Schauer-Aspekt ist mit der Zeit etwas schwächer geworden.
Leena wagt alles, um ihren Bruder zu retten, denn sie trägt die alleinige Verantwortung für seine Genesung. Für die rettende Medizin beichtet sie ihr streng gehütetes Geheimnis - dass sie Geister sehen kann - an den Saint der Stille. Damit ihr Silas hilft, muss sie ihm bei seinen Beichten über anwesende Geister Bericht erstatten. Dass sie sich vor dem Saint nicht klein macht, hat sie mir gleich sympathisch. Trotz ihres Muts kämpft sie immer wieder mit dem Gefühl, nicht dazuzugehören, nicht nur wegen ihrer Gabe, die bei den Leuten für Getuschel sorgt, sondern auch wegen ihres Migrationshintergrunds. Leenas Erfahrungen und die Kombination aus realen und fiktiven Problemen sind der Autorin wirklich gut gelungen.
Saint Silas hat mich an eine düstere Version von Mister Darcy erinnert. In der ganzen Stadt ist er berüchtigt für seine grausamen Strafen an jene, die ihm belügen. Seinen Charakter fand ich super mysteriös und undurchsichtig, was mir sehr gefallen hat. Mit der Zeit lernt man, wieso er die Geheimnisse anderer sammelt, dennoch werden seine Taten dadurch nicht gerechtfertigt. Sein Charakter bekommt zwar mehr Nuancen, trotzdem bleibt er noch immer moralisch grau.
Die Annäherung der beiden ist wirklich sehr langsam, aber bei so vielen Büchern, die als Enemies to Lovers vermarktet werden, himmeln sich die Protagonisten gleich bei der ersten Begegnung an. Das war glücklicherweise hier nicht der Fall. Es gab einen Auslöser, wodurch sich die beiden anvertrauen, dennoch hat es mich etwas gewundert, dass Silas sich dadurch fast gänzlich geöffnet hat. Trotzdem bleibt die Beziehungsentwicklung schleichend. Es war spürbar, wie sich die beiden nacheinander sehnen, nur um dann doch noch nicht den Schritt zu wagen. Dieses leise, konstante Knistern hat es geschafft, dass ich trotz Kritikpunkten sehen möchte, wie sich die Beziehung im nächsten Band entwickelt.
Fazit: Obwohl mich die Geschichte nicht in allen Aspekten abholen konnte, würde ich das Buch dennoch jedem Fan von düsteren Fantasy-Geschichten empfehlen. Die einzelnen Elemente der Geschichte haben mir gefallen, aber mit dem langen Pacing hat es nur wenig Spannung in mir erzeugt. Wegen der Protagonisten und ihrer Dynamik werde ich dennoch dem zweiten Band eine Chance geben. 3-3,5 Sterne
Rezensionen von Leseratte1604:
Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan
Alles drin
Der Roman "Die Meerglas-Schwestern" von Eleanor Buchanan hat alles. was ich von einem guten Roman erwarte. Es ist der Auftakt zu einer Buchreihe voller Fragen, voller Schicksale, voller mystischer Ereignisse, voller Liebe, voller zwischenmenschlichen Beziehungen.
Der Ursprung der Geschichte spielt in Schottland - dort wurden vor vielen vielen Jahren vier Schwestern bei Nacht und Nebel entführt und tauchten nie wieder auf.
Der Vater stellte vier Steinsäulen auf, die niemand abreißen durfte bis die Schwestern heimkehren. Viele Jahre später ließ ein anderer Vater von vier Töchtern genau diese Steine niederlegen und der Fluch begann. Auch diese vier Schwestern zerstreuten sich in aller Länder Welt.
Man erfährt in diesem Buch das Schicksal von Iris, der ältesten dieser Schwestern und gleichzeitig wird die Geschichte von Roz in der Gegenwart erzählt.
Ich mag diese Art der Erzählung in der sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem vermischen. Der Schreibstil ist richtig gut und es liest sich wie eine große Saga. Freue mich jetzt schon auf die weiteren Meerglasschwesterbücher!
Rezensionen von signalhill:
The Artist von Lucy Steeds
Ein Roman wie ein Kunstwerk
Sofort wäre mir "The Artist - Die Farben des Lichts" von Lucy Steeds in der Buchhandlung aufgefallen mit seinem prägnanten, wunderschönen Cover und dem dazu passenden Titel. Das Buch selbst ist insgesamt schon optisch ein Kunstwerk und kommt sogar mit passendem Lesebändchen. Immer mehr gewinnt bei mir auch die Optik eines Buches an Bedeutung.
Der Plot steht dem Äußeren aber in nichts nach. Schon der Klappentext lässt ahnen, dass im Hause Tartuffe nicht alles so ist, wie es scheint. Und dass der englische Journalist Joseph Adelaide überhaupt Einlass in das Reich des Künstlers Èdouard Tartuffe bekommt, ist fast schon ein Wunder. Dabei beginnt der Roman sanft, unspektakulär und atmosphärisch, was sicher nicht alle Lesenden überzeugen wird, was mir aber gut gefiel, da die Landschaft gut vorstellbar ist und die Schreibweise gut passt. Dabei bewegt sich die Handlung stets am gleichen Ort, dem Haus des Künstlers, und zwischen den drei dort anwesenden Personen, Tartuffe (Tata), Joseph und Ettie, auch, wenn einige Nebenfiguren ebenso eine Rolle spielen.
Später nimmt das Buch an Fahrt auf, man merkt bald, dass nicht Tata, sondern seine Nichte Ettie, die bei ihm aufgewachsen ist, den Mittelpunkt des Romans darstellt. Auch die Beschreibung der Gemälde, die man sich bildlich vorstellen kann, nehmen einen großen Raum ein, und dies sicher nicht ohne Grund, denn die Malerei mit ihrer Farbe, die sich immer neu mischen lässt, der Farbauftrag, unter dem andere Farben verborgen sind, schlägt den poetischen Bogen zur Handlung, in deren Verlauf immer mehr Verborgenes zum Vorschein kommt.
Das Ende finde ich schlüssig, passend und gut. Auch die Anmerkungen der Autorin gefallen mir gut und runden den Roman schön ab. Schade, dass man die Gemälde der Tartuffes nur auf den Seiten des Romans selbst findet, aber es ist eben Fiktion. Vorstellen konnte ich sie mir dennoch sehr gut.
"The Artist" ist ein wunderschöner, bildhafter, poetischer Roman für Lesende, die eine schöne Sprache und atmosphärische Darstellung über den schnellen Handlungsfortgang eines Romans stellen. Wer auch die leisen Töne mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Für mich war "The Artist" eines der Lesehighlights dieses Frühjahrs.
Rezensionen von MarcoL:
Schwimmen in der Tinte von Rumiana Ebert
Wie man aus Bulgarien flüchtet. Oder eine ganz besondere Familiengeschichte
Wie mag es wohl sein, denn innigen Wunsch und Drang zu verspüren, seine Heimat verlassen zu wollen, um in der Fremde ein neues Leben aufzubauen.
Die Autorin geht an diese Fragestellung mit eigenen Erlebnissen sowie die ihrer Familie heran und erzählt uns in vielen Episoden vom Aufbruch und vom Ankommen.
In Etappen, mühsam wie kämpferisch, setzt die Mutter der Autorin alles daran, Bulgarien zu verlassen. Eine direkte Flucht scheint nicht möglich, also versucht sie es mit Diplomatie anzugehen. Über Jobs, die ihr die Ausreise in ein anderes kommunistisches Land ermöglichen. Vorzugsweise Berlin, denn man sagt sich in Bulgarien, dass man dort einfach so über die Grenze von Ost- nach Westberlin spazieren kann. Ein Trugschluss, wie sich herausstellt. Außerdem durfte sie niemals Familienmitglieder auf ihren Reisen mitnehmen, die wurden quasi als Pfand im Land behalten.
Doch eines Tages gelingt ihr der große Schritt in den Westen. Bis alle Familienmitglieder nachkommen können, vergeht Zeit. Viel Zeit.
Doch was ist besser im neuen, „gelobten“ Land. Die Ankunft erweist sich als schwierig, den Lebensunterhalt zu verdienen genauso.
Die Bindungen zur Heimat erschweren alles, Ausgrenzungen und Demütigungen tragen das ihre dazu bei, dass man manchmal verstohlen auf das alte Leben zurück blickt. War wirklich alles so schlecht? Letztendlich wird diese Frage mit einem Ja beantwortet, denn die Freiheiten der westlichen Welt, die es nicht zu jedem Preis gibt, überwiegen.
Verschiedene Einblicke in die Lebensgeschichte der Familie fügen sich im Roman aneinander. Szenen von Glück und Leid der einzelnen Personen setzen sich letztendlich zu einem großen, überschaubaren Ganzen zusammen. Auch wenn es beim Lesen ab und wann etwas Durchhaltevermögen kostet. Nichts desto trotz ist der Roman flüssig zu lesen und gibt tiefe Einblicke die Welt der Flucht vom stählernem Kommunismus in die knallharte Realität der freien Marktwirtschaft.
Gerne geben ich eine Leseempfehlung für diese interessanten, familiären Einblicke.











