Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DerLeser:
Das Pripjat-Syndrom von Ljubow Sirota
Muss man gelesen haben!!
„Das Pripjat-Syndrom“ hat mich wirklich positiv überrascht. Schon nach den ersten Seiten war ich in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das Buch schafft es, eine dichte und eindringliche Atmosphäre aufzubauen, die sich durch die gesamte Handlung zieht.
Besonders gut gefallen hat mir, wie das Thema umgesetzt wurde.
Die Idee wirkt frisch und hebt sich angenehm von vielen anderen Büchern des Genres ab. Auch die Figuren fand ich gelungen – sie wirken lebendig und tragen die Geschichte auf eine überzeugende Weise.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und sorgt dafür, dass man schnell durch die Seiten kommt, ohne dass die Wirkung verloren geht. Es ist kein leichtes Buch – an vielen Stellen ist es traurig, aber genau das macht es so bewegend und auch lehrreich.
Gerade jetzt, zum 40. Jahrestag von Tschernobyl, ist dieses Buch besonders relevant. Es regt zum Nachdenken an und zeigt, wie wichtig es ist, sich mit solchen Ereignissen auseinanderzusetzen.
Für mich ein sehr eindrucksvolles Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.
Rezensionen von Claudia H.:
Die Todgesalbte von Loise Lanes
Schön dunkel und schaurig.
Worum es geht:
Nachdem Hiras große Liebe Savis bei Kampf ums Leben gekommen ist, geht Hirah einen Handel mit der Herrin des Todes ein. Savis darf weiter leben, dafür ist Hirah fortan eine unsterbliche Assistentin der roten Göttin und muss dieser uneingeschränkt dienen. Als Todgesalbte vollstreckt Hirah für ihre Herrin deren göttliche Urteile und holt jene Menschen in das Reich des Todes, die den Pakt mit der Göttin gebrochen haben.
So hat sie tagein, tagaus ein mechanisches Leben, ohne groß etwas zu fühlen. Doch dann sieht sie Savis wieder und sieht, was der Packt mit ihrem Leben gemacht hat. Zweifel kommen auf. Hat sie mit dem Deal wirklich das Richtige getan? Hirah ist hin- und hergerissen zwischen dem absoluten Gehorsam ihrer Göttin gegenüber und der Liebe, die sie immer noch für Savis empfindet.
Mein Fazit:
Ich muss zugeben, dass ich gar nicht so ein Fan von Fantasyromanen bin, deshalb habe ich auch nicht so viel Ahnung davon. Loise Lanes hat hier mit diesem Roman eine wirklich tolle Welt erschaffen. Sie ist düster und die Herrin des Todes ist richtig schön schaurig und böse. Ich bin echt beeindruckt. Es gibt in der Story so einige Götter, zwischen deren Fronten Hirah gerät. Gut gefallen hat mir, dass es hinten im Buch eine Auflistung mit Erklärung zu den Göttern gibt, ich wäre sonst manchmal durcheinander gekommen. Die Welt, die hier erschaffen wurde, fand ich außergewöhnlich. Man ist wirklich in einer ganz anderen Welt. Eine Story und Fantasywelt, in die man sich reinfallen lassen kann und die einen nicht so schnell loslässt.
Für alle Fans schauriger Fantasystorys eine klare Leseempfehlung und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Harakiri:
Häftling von Freida McFadden
überraschend
Als Brooke Sullivan ihre Stelle als Pflegerin in der Justizvollzugsanstalt von Rakers annimmt, verschweigt sie den Vorgesetzten, dass sie einen der Häftlinge sehr gut kennt. Sie hofft, ihm nicht zu schnell zu begegnen, doch wie es das Schicksal will, dauert es nicht lange und Shane steht vor ihr. Was sich daraus entwickelt, hätte sich Brooke nicht auszumalen gewagt.
Schuldig oder unschuldig? Das fragte ich mich beim Lesen des Öfteren. Denn McFadden legt einen Krimi vor, der es in sich hat. Was geschah wirklich vor 10 Jahren und sitzt Shane zu Unrecht im Gefängnis?
McFaddens Schreibstil ist wie immer mitreißend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Viele kurze Kapitel sorgen dafür, dass ich immer „nur noch schnell eins“ lesen wollte und schon war der Alltag vergessen und das Buch durchgesuchtet.
Die Charaktere fand ich durchwegs gut gelungen und sympathisch gezeichnet. Ich konnte mich gut in Brooke hineinversetzen und die perfide Masche des Täters fand ich sehr gut ausgedacht.
Fazit: Spannende Lesestunde voller Twists und den Plot hätte ich so nicht erahnt.
Ich habe das E-Book bewertet, nicht das Hörbuch
Rezensionen von Shilo:
Zwischen Abschied und Neubeginn von Regine Kölpin
Wenn das Leben keinen festen Plan hat
In der Wesermarsch Anfang der 1980er Jahre arbeitet eine kleine Hebammenpraxis, in der Esther und Luise viele ganz unterschiedliche Frauen begleiten. Da ist eine junge Frau, die als Friedensaktivistin lebt und sich gleichzeitig mit ihrer Rolle als Mutter schwer tut. Eine andere Frau bangt nach der Geburt um ihr Neugeborenes.
Und dann gibt es noch einen Mann, der um sein uneheliches Kind kämpft.
In der Praxis treffen all diese Lebensgeschichten aufeinander. Esther und Luise sind dabei oft die ersten Ansprechpartnerinnen, wenn Angst, Unsicherheit oder auch Hoffnung im Raum stehen. Es geht um Geburten, aber genauso um das, was die Menschen davor und danach bewegt.
Im Verlauf der Geschichte wird auch deutlich, dass die Arbeit der beiden nicht einfach bleibt. Die Praxis gerät unter Druck und Esther steht plötzlich selbst vor Entscheidungen, die sie stark belasten. Nicht alles lässt sich leicht lösen und manches zieht größere Folgen nach sich, als zunächst gedacht.
Die Erzählung bleibt ruhig und ohne große Dramatik. Gerade dadurch wirken die einzelnen Schicksale sehr nah. Vieles passiert im Kleinen, in Gesprächen oder stillen Momenten, und genau das macht die Geschichte glaubwürdig.
Am Ende bleibt eine bewegende Geschichte über Menschen, die in einer unsicheren Zeit versuchen, ihren Weg zu finden, und trotzdem nicht aufgeben.
Es ist eine ruhige und sehr menschliche Geschichte. Im Mittelpunkt steht der Alltag in einer Hebammenpraxis, in der nicht nur Geburten begleitet werden, sondern auch viele persönliche Sorgen Raum bekommen.
Die verschiedenen Schicksale sind einfach erzählt, wirken aber gerade dadurch sehr echt. Auch die Entwicklung rund um die Praxis bringt eine Spannung in die Handlung, sodass die Seiten nur so dahin fliegen.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle Geschichten mögen, die nah am Leben bleiben und starke Frauenfiguren in den Mittelpunkt stellen.
Rezensionen von Ryria:
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Ein Manager-Märchen
Marlene und Alex sind beide erfolgreich, allerdings auf ihre ganz eigene Art: Marlene ist eine Top-Managerin, Alex ein medial bekannter Coach.
Das Problem nur ist, dass Marlene wenig vom Umgang mit anderen Menschen versteht, Alex hingegen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft.
Während die Geschichte zunächst noch recht realistisch und leicht satirisch beginnt, entwickelt sie sich immer mehr zu einer Art Märchen, wie es auch im Laufe der Handlung von einem Kind erfunden wird.
Man sollte dementsprechend nicht mit der Erwartung ins Buch gehen, dass alles super realistisch verläuft, manche Entwicklungen gehen dafür zu schnell, manche Zufälle sind zu passend.
Falls man sich davon nicht stören lässt, erwartet einen eine kleine, aber feine Geschichte über das, was im Leben wirklich zählt.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen, mit wechselnden Perspektiven zwischen Alex und Marlene.
Marlenes Kapitel haben mir hierbei besser gefallen, ich mochte ihren doch recht speziellen Charakter und ihre ganze Art wirklich sehr.
Besonders schön war es aber auch, ihre Entwicklung zu verfolgen, hier konnte ich öfters gut mitfühlen. Auch ihre Interaktionen mit den anderen Charakteren waren abwechselnd herrlich komisch und überraschend emotional berührend.
Diese Mischung aus Witz und Tiefe empfand ich als besonders und als ein tolles Leseerlebnis.
Auch gut: Man konnte ebenfalls ein wenig für sich selbst aus dem Buch mitnehmen und von Marlene inspiriert darüber nachdenken, was einem eigentlich wichtig ist und wie man auch Kleinigkeiten wieder zu schätzen lernt.
Rezensionen von kabo16:
Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller
Dunkle Geheimnisse im Genfer See
Das letzt Buch von Marceau Miller ist genauso geheimnisvoll und spannend wie der Autor selbst. Denn M. Miller ist möglicherweise Schriftsteller. Wer ist er wirklich und ist dies dann sein erstes und letztes Buch? Da weiß auch Google keine passende Antwort.
Ist der Verfasser zu vergleichen mit Bansky?
Rollin Uldry, Karen und Alexis Thorsens, Marceau und Sarah Miller sind eine eingeschworene Clique, sie kennen sich schon sehr viele Jahre.
Sarah und Karen haben eine gemeinsame Firma, einen Bootsverleih.
Als der berühmte Schriftsteller M. Miller bei einem Bergabsturz ums Leben kommt, glaubt nur Sarah daran, dass dies keine Unfall war. Sie fängt an, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.
Dabei kommen Wahrheiten ans Licht, die über einen sehr langen Zeitraum im Verborgenem geschlummert haben. Und wenn es nach Marceau gegangen wäre, auch weiterhin dort liegen würden.
Aber sein früher Tod ändert nicht nur das Leben seiner Familie, sondern auch das seiner Freunde mit einem heftigen Schlag.
Jeder der Betreffenden erzählt das Erlebte in der Ich-Form. Spannend und immer wieder kommen dadurch neue Wendungen ins Spiel.
Einmal angefangen - mag man nicht wieder aufhören zu lesen.
Rezensionen von Ele:
Die Vorschulprofis: Wir sind die Großen in der Kita von Jasmin Schaudinn
Die Großen in der Kita
Die Vorschulprofis, Kinderbuch ab 5 Jahre, von Jasmin Schaudinn und Sandy Thißen, 144 Seiten, Baumhaus-Verlag
Vorlesegeschichten mit Spielideen und Tipps für Kita-Abschied und Schulstart.
Dieses Buch ist rundherum gelungen, schon die Umschlaginnenseiten machen Lust dieses Buch anzusehen und sich vorlesen zu lassen.
Vorne kann das Buch personalisiert werden, Namen und Lieblingsdinge können hier eingetragen werden, damit wird ganz klar, welchem Vorschulprofi das Buch gehört. Auf den hinteren Umschlagseiten sind die Protagonisten des Buches vorgestellt.
11 Kapitel mit diversen Themen weisen auf den Inhalt des Kapitels hin, am Kapitelende findet sich eine Seite, die wie eine Pinnwand gestaltet ist. Hier finden sich Hinweise und Tipps für Eltern und Erzieher. Was mit dem Thema im Kapitel geübt und trainiert wird, welche Fähigkeiten außerdem gefördert werden. Die einzelnen Spiele werden nochmals erklärt auch welches Material dazu gebraucht wird.
Dazwischen befinden sich QR Codes, damit kann man kleine Videos ansehen, wie z.B. das Vorschullied. Ich persönlich finde, dass in diesem Buch sehr oft Handy/Smartphone zum Einsatz kommt, als Stoppuhr, für Videos etc. das finde ich ein wenig schade, das schon im Vorschulalter auf solche Geräte wie selbstverständlich zurückgegriffen wird. Vielleicht bin ich hier auch ein wenig überempfindlich.
Besonders gut fand ich, z.B. die Episode mit Emils Cochlea-Implantat, oder mit Almas Augenproblemen, ganz natürlich werden körperliche Einschränkungen da zur Sprache gebracht. Verschiedene Ethnien, körperliche Einschränkungen, queere Elternschaft, all das ist so selbstverständlich behandelt wie es auch im echten Leben vorkommt. Vielfältig und alltagsnah.
Und so werden aus den Großen in der Kita, die Vorschulprofis und dann ist er auch schon da, der letzte Tag in der Kita. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge und viel Vorfreude auf den Schulstart, wird das Thema sehr liebevoll und einfühlsam behandelt. Die verschiedenen Profis sind so unterschiedlich wie Kinder halt sind, sie sind gut charakterisiert und authentisch, eben richtig echt. Überzeugt hat mich auch die liebevolle Illustration von S. Thißen, und die lebensfrohen Texte von J. Schaudinn.
Ich habe dieses Exemplar auch an mein Nachbar-Vorschulkind weitergegeben, die Eltern sind ebenfalls begeistert und der Vorschulprofi hat schon viele Spiele und Basteleien ausprobiert, am besten kam natürlich der Vulkan an, der war echt der Renner auf seiner Geburtstagsparty.
Ich finde jedes Vorschulkind sollte dieses Buch besitzen, es bereitet die Kinder spielerisch und liebevoll auf die Einschulung vor. Die beschriebenen Spiele sind wirklich toll, da bekommt man Lust sie auch auszuprobieren. Ich bin überzeugt vom Buch und werde es sicher auch bei passenden Gelegenheiten verschenken. Eine Empfehlung und 5 Sterne von mir.
Rezensionen von kuhasi:
Picking Daisies on Sundays von Liana Cincotti
Nicht nur vom Design ein Highlight, auch vom Inhalt.
Ein Liebesroman und was für einer.
Daniella studiert Modedesign und macht demnächst ihren Abschluss. In ihrem Stammlokal trifft sie eines Tages unverhofft auf ihre große Jugendliebe Levis. Alte Wunden reißen auf, vor allem, als er sie ohne zu fragen als seine Freundin vorstellt, als seine Ex auch plötzlich im selben Lokal auftaucht.
Völlig überrumpelt spielt Dani mit, bis sie mit ihm alleine ist und ihn zur Rede stellen kann. Es stellt sich heraus, dass seine Schwester heiratet und er noch eine Begleitung für die Hochzeit braucht, damit er nicht neben seiner Exfreundin am Tisch sitzen muss.
Bis zur Hochzeit sind es nur noch einige Tage und so beschließt Daisy, wie Levis sie früher genannt hat mitzuspielen.
Es folgen einige Familienessen bei Levi zuhause und für Daniella wird es schwierig sich und ihre Seele abzuschotten, war sie doch vor vier Jahren stark verliebt in Levis, er ihr aber (vermeintlich) das Herz gebrochen hat.
Doch seine Familie und Danis Mutter und Tante, mit denen sie in einem Haus wie in einer 3er WG zusammen wohnt sind begeistert über die Entwicklung der Beziehung. Haben sie sich doch immer gewünscht, dass die Beiden zusammen kommen. Bei Daisy kehren die ganzen Gefühle zurück und sie weiß nicht, wie sie sich verhalten soll, wenn die Hochzeit vorbei ist, geschweige denn, ob sie überhaupt so lange durch hält.
Irgendwann schafft sie es nicht mehr anders und möchte alles noch vor der Hochzeit beenden, sie schreibt Levis daraufhin einen Brief, wie wird er reagieren?
Der Roman ist sehr nett und nicht nur für junge Menschen. Zuerst dachte ich zum Schluss des Buches befindet sich ein Fehler, weil Kapitel 23 ganz am Ende noch einmal vorkam. Dabei ist dieses besondere Kapitel dann aus seiner Sicht geschrieben, im Gegensatz zum Rest des Buches, der aus Daniellas Perspektive dargestellt ist.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Nach Santiago wollte ich nie von Cornelia Koch
Beeindruckendes und mitreißendes Buch über eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela
In ihrem Buch "Nach Santiago wollte ich nie" beschreibt die Journalistin und Kommunikationstrainerin Cornelia Koch ihre abenteuerliche Wanderung nach Santiago de Compostela, die sie während eines Zeitraums von etwas über 5 Monaten durch Deutschland, Frankreich und Spanien führte.
Die in Potsdam lebende Cornelia beschließt nach einer durch den Tod zweier ihr nahestehender Personen ausgelösten Sinn- und Lebenskrise, den Jakobsweg zu gehen.
Ihr Arbeitgeber bewilligt ihr ein sechsmonatiges Sabbatical, ihre Freundin Kerstin unterstützt sie tatkräftig bei der Auswahl ihrer Outdoor-Ausrüstung und wird sie die ersten 14 Tage begleiten. Der Plan ist, Cousinen und Freunde zu besuchen und ab Osnabrück auf dem Jakobsweg zu bleiben. Den ersten Pilgerstempel hat sie sich bereits am Vortag in der nahe gelegenen Kirche geholt, und am 29. April 2023 geht es mit einem 9 kg schweren Rucksack los. Gleich der erste Tag ist eine Herausforderung für Cornelia: ihre Knie schmerzen, in der Nacht kommt sie in ihrem Zelt kaum zur Ruhe, weil sie friert. Doch sie beißt die Zähne zusammen, denkt nicht ans Aufgeben. Ihr Körper gewöhnt sich langsam an die Strapazen. In Hameln trennen sich die Wege der beiden Frauen, Cornelia geht nun allein weiter. Nach 7 Wochen und Besuchen bei Verwandten und Freunden lässt sie Deutschland hinter sich. Nun ist sie keine Wanderin mehr, nun ist sie Pilgerin. In Frankreich wird sie 1600 km auf dem Jakobsweg unterwegs sein, ehe sie am 6. September spanischen Boden betritt.
Das Buch ist in schöner Sprache mit viel Wärme und feinem Humor geschrieben, es hat mich begeistert, gefesselt und fasziniert. Die Autorin beschreibt ihre herausfordernde und nicht immer ungefährliche Pilgerreise so spannend und lebhaft, dass ich oft das Gefühl hatte, dabei zu sein. Sie legt in gut 5 Monaten insgesamt 3348 Kilometer zurück, bei teils extremen Temperaturen, bei Regen und Wind. Manchmal hat sie nicht genügend Wasser, oft ist sie hungrig oder sucht verzweifelt einen Platz zum Schlafen. Immer wieder stößt sie an ihre physischen und psychischen Grenzen. Gespräche mit anderen Pilgern sowie das Treffen mit ihrem Sohn Frederic in Frankreich geben ihr Kraft.
Auf ihrer Wanderung reflektiert Cornelia ihr Leben und lässt uns dabei tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt blicken. Offen schildert sie die Strapazen der Reise und berichtet von ihren Besichtigungen historischer Stätten und zahlreichen inspirierenden Begegnungen. Sie findet Unterkünfte in Pilgerherbergen, privaten Haushalten, Klöstern und kleinen Pensionen. Während ihrer Pilgerreise hat sie viel Zeit zum Nachdenken. Sie hat den Tod ihrer Schwester und den ihrer besten Freundin noch nicht verarbeitet, eine gescheiterte Liebesbeziehung belastet und beschäftigt sie immer noch. Außerdem will sie sich über ihre berufliche Zukunft klar werden. Sie hat viele Fragen, und im Laufe ihrer Reise findet sie Antworten.
Ich habe Cornelias Mut und Ausdauer bewundert, mit denen sie die einzelnen Etappen und auftretende Probleme bewältigt hat. Als sie am 5. Oktober ihr Ziel erreicht und an der Kathedrale von Santiago de Compostela ankommt, habe ich mich mit ihr gefreut.
In der Mitte der sehr schön und hochwertig gestalteten Paperbackausgabe finden wir auf 8 Seiten zahlreiche Farbfotos, die einige Stationen von Cornelias Pilgerreise dokumentieren. Die eingezeichneten Karten fand ich sehr hilfreich, sie ermöglichten es mir, die Route genau zu verfolgen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Autorin im Altenberger Dom war und anschließend die Kirche meines Wohnviertels besichtigt hat, die nach einem Entwurf des bekannten Architekten Gottfried Böhm errichtet wurde.
Es hat mir sehr viel Freude bereitet, Cornelia auf ihrer spannenden Wanderung zu begleiten, und ich kann mir vorstellen, dass ihr unterhaltsamer und interessanter Bericht viele Menschen dazu motivieren wird, den Jakobsweg zu gehen.
Absolute Leseempfehlung für dieses großartige Buch einer starken Frau, die über Grenzen geht!
Rezensionen von Pearl:
Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers von Gabriella Engelmann
Finale der Familiensaga
Der Duft des Strandhafers ist der letzte Teil einer Familien-Saga die auf verschiedene Nordseeinseln spielt. Endlich werden die Geheimnisse um die Frauen aus verschiedenen Zeitzonen geklärt. Familienbande werden nach vielen Jahren wieder hergestellt und Martje findet ihre Schwester Fenja und ihren Frieden wieder.
In der Gegenwart ist Anna mit der Recherche über eine Nordsee-Saga beauftragt und trägt viel dazu bei, das die Geschwister oder eher Halbgeschwister sich wieder finden.
Fazit:
Leider muss man bei einer Trilogie oft auf die Nachfolgerbände warten und sich erst informieren was schon geschrieben wurde. Hier im letzten Teil geht die Autorin gut auf die Geschehnisse der Vorgängerbände ein und Natur der Nordseeinseln Amrum, Föhr und Sylt werden hier sehr bildlich beschrieben. Man spürt dabei sofort den rauhen Wind in den Haaren.











