Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Die Hüterin der verlorenen Schätze von Elisabeth Büchle
Mut-Hoffnung-Historie
Nachdem Elisabeth Büchle zu einer meiner Lieblingsautorinnen gehört, musste ich ihr neues Buch unbedingt lesen. Bereits "Die Erbin des Bernsteinzimmers" hat mich sehr gut unterhalten, daher war der Einstieg in "Die Hüterin der verlorenen Schätze" für mich sehr einfach.
Auch dieses Buch ist auf zwei Zeitebenen geschrieben.
Die Verwicklungen zwischen den Protagonisten sind aber nachvollziehbar und ergeben Sinn. Mir persönlich hat die Vergangenheit etwas besser gefallen, das mag aber auch daran liegen, dass ich historische Romane allgemein eher bevorzuge. Das Buch beginnt mit Emilia Seidel, einer jungen Frau, die sich für die Vergangenheit ihres geliebten Großvaters interessiert, und deren Gefühl ihr sagt, dass es da etwas wiedergutzumachen gibt. Sie nimmt Kontakt mit Anneke Mol auf, und möchte ihr ein Päckchen, welches lange Zeit auf die Rückgabe gewartet hatte, zurückgeben. Dabei erfährt sie durchaus sehr interessante und schmerzliche Details aus der Vergangenheit ihres Großvaters. Da sie die ganze Wahrheit wissen möchte, nimmt sie Kontakt zu den berühmten Schatzsuchern Fynn und Paul auf. Diese beiden kennen die Leser bereits aus dem Buch "Die Erbin des Bernsteinzimmers". Das ist ein tolles Wiedersehen.
Auf der zweiten Zeitebene gibt Trixie Erlemann 1944 ihr bestes um gegen die Nazis in Deutschland zu kämpfen. Als Geheimagentin für England wird sie aufgrund ihrer Sprachkenntnisse ausgesucht. Zwar fehlt ihr die ein oder andere Ausbildung im Bereich von Nahkampf und anderen wichtigen Spionagethemen, aber sie ist mutig und intelligent. Mit einer mutigen und zielstrebigen Gruppe von Agentinnen soll sie in Deutschland wertvolle Kunstwerke vor den Nazis retten.
Der Schreibstil ist leicht und spannend. Der Spannungsbogen war immer wieder atemberaubend. Elizabeth Büchle schreibt mit viel Detailwissen und gibt Einblicke in die damalige Zeit der Geschichte und Spionage. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es hat mich gut unterhalten. Nun warte ich mit Spannung auf ein neues Buch der Autorin.
Rezensionen von Lerchie:
Stürmische Brise von Caren Benedikt
Ein dunkes
1904 auf Usedom erhebt sich direkt an der Strandpromenade das Hotel Ahlbecker Hof, dessen Besitzer August-Wilhelm von Höveln ist. Es zieht gut betuchte und adelige Gäste an. Der Besitzer hat noch weitere Pläne, denn mit seiner jüngsten Tochter Helene will er in Bansin das Literaturhotel Atlantic bauen, geführt von Helene.
Dafür soll Helene möglichst schnellheiraten. Doch Helne ist heimlich in den Fischersohn Christian Grote verliebt und kann sich keinen anderen Ehemann vorstellen. Die älteste Tochter Maria mitsamt Ehemann wartet schon darauf, endlich selbst den Ahlbecker Hof übernehmen zu können, denn Friedrich verfolgt seine eigenen Ziele mit diesem Hotel. Tochter Sophie, die mittlere der drei, will unbedingt den mysteriösen Todesfall ihrer Mutter aufklären und bringt dabei ein Geheimnis ans Licht.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss zu stören vermocht hätten. In die Geschichte kam ich gut hinein und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Helene ist mir sehr sympathisch, auch Sophie mag ich, obwohl sie ihrem Vater etwas unterstellt, was ich mir nicht vorstellen kann .Doch Maria ist für mich ein Duckmäuser, denn für sie gilt anscheinen nur das als richtig, was ihr Ehemann sagt. Der ist übrigens ein Unsympath ersten Ranges, nämlich einer von denen, die nur das Geld sehen und für die alle Menschen, die weniger haben, Menschen zweiter oder gar dritter Klasse sind. Leider hat der Senior dies zu spät erkannt und nun hat den Schwiegersohn am Hals. Und diesem Kerl traue ich alles zu. Leider war es eben zur damaligen Zeit so, dass ledige und verheiratete Frauen kein Eigentum haben durften. Erst wenn eine Frau verwitwet war, die die Schwester des Hoteliers, konnte sie über ein Erbe frei verfügen. Darüber lesen wir in diesem Buch so einiges. Die Autorin Hat alles sehr spannend beschrieben. Das Buch hat mir gut gefallen, mich gefesselt und auch gut unterhalten. Ich habe mit Helene, und auch mit Sophie gelitten mich auch mit Helene gefreut. Für dieses schöne Buch, das der erste Band ist, vergebe ich 5 Sterne und empfehle es gerne weiter.
Rezensionen von Claudia R.:
Obacht! von Kerstin Hau
reden hilft
Klappentext / Inhalt:
Wie gehen wir mit Unbekanntem um?
Eine Geschichte über das miteinander Reden und aufeinander Zugehen
Oh nein, vor der Stadt liegt ein riesiges Tier! Es versperrt den Weg. Eieiei, tönt der Wompf. Oje, stöhnt die Timpe-Ma. Da muss etwas gemacht werden! Und dann machen sie etwas.
Sie decken das Tier zu, bauen eine Brücke drüber und eine Straße drum herum. Problem erkannt, Problem gebannt! Nur das Mienchen schüttelt den Kopf, ihm gefällt das gar nicht. Aber wer hört schon auf Mienchen? Da nimmt es sich ein Herz und spricht das Tier einfach an …
Kerstin Hau und Stella Dreis haben ein Bilderbuch geschaffen, das zeitlos und zugleich zeitgeistig ist. Mit Tempo, Humor und klaren Worten zeigen sie, wie wir Unbekanntem begegnen können. Die reduzierten Illustrationen ermöglichen Projektionen: Jede:r kann Mienchen oder Stadtbewohner:in sein. Eine Geschichte über das miteinander Reden, aufeinander Zugehen und voneinander Lernen.
Alles ist unbekannt, bis du es kennenlernst.
Für Lehrkräfte: Pädagogisches Begleitmaterial für die Grundschule über den Umgang mit Unbekanntem und Fokus auf dem Thema Gefühle (kostenloser Download auf der NordSüd-Verlagswebsite)
Cover:
Das Cover zeigt viele kleine aufgeregte Figuren und eine riesige Pfote. Der Titel Obacht ist in großen Buchstaben verfasst und verdeutlich und signalisiert Vorsicht. Auch optisch ist dies sehr kräftig hervorgehoben. Das Cover ist passend zur Geschichte umgesetzt und vermittelt einen guten ersten Einsdruck.
Meinung:
Eine wundervolle Geschichte über das Miteinander und aufeinander zugehen. Die Angst vor etwas Neuem und dem Auseinandersetzen damit. Die Bewohner der Stadt müssen sich mit einem großen Tier, dass vor ihrer Stadt liegt und den Weg versperrt auseinander setzen. Decke drüber und man sieht es nicht?! Ob das die Lösung ist?
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten, aber es zeigt wie wichtig Kommunikation ist und das Man sich mit Problemen auseinandersetzen sollte und diesen offen begegnen sollte. Reden hilft.
Sie kurzen Textpassagen machen es unterhaltsam und spannend. Die Bilder sind toll illustriert und auch die einzelnen Charaktere kommen hier sehr gut zur Geltung. Das riesige Tier bleibt lange ein Geheimnis und wird durch Größe und Dunkelheit verborgen gehalten. Durch die Kommunikation mit München wird es erst wirklich sichtbar und erscheint dann auch gar nicht mehr so angsteinflößend.
Die Geschichte ist liebevoll und lehrreich umgesetzt und man kann hierbei einiges lernen.
Die Gestaltung ist interessant umgesetzt. Die Bilder und Illustrationen gaben die Geschehnisse und das Gelesene sehr gut wieder. Die Zeichnungen sind eindrucksvoll gemacht und man kann auf den Bildern viele Details entdecken.
Der Text ist stellenweise recht kurz, aber ausreichend, gehalten und gut verständlich umgesetzt. Die einzelnen Textpassagen haben eine gute und angenehme Länge und auch das Text-Bild Verhältnis ist stimmig.
Eine tolle Geschichte mit Tiefe und wichtigen Botschaften.
Fazit:
Eine wundervolle Geschichte über das Miteinander und aufeinander zugehen.
Rezensionen von Claudia R.:
Avorrit von Katrina Lähn
Schlüssel Jagd
Klappentext / Inhalt:
Wie weit wirst du gehen, um zu gewinnen?
Das entstellte Dorfmädchen Marley und ihre beste Freundin Jo sind mit dem Wissen aufgewachsen, dass Magie auf Brillar eine Lüge ist.
Aus finanzieller Not heraus nehmen die Mädchen am gefährlichen Spiel der Schlüssel teil. Sie ahnen jedoch nicht, dass der Tod an jeder Ecke auf sie lauert.
Zudem bringt der attraktive Baron Mortimer die Gefühle der schüchternen Marley gehörig durcheinander.
Cover:
Das Cover wirkt geheimnisvoll und das Anweisen sehr groß und eindrucksvoll und der Blick auf dieses ist sehr schön umgesetzt. Es ist in einem tollen Grünton gehalten und bekommt so einen naturnahe Atmosphäre. Optisch und farblich finde ich das Ganze sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Eine zauberhafte und fantasievolle Geschichte mit der Jagd nach Schlüsseln. Die Idee an sich finde ich sehr gut und auch das Drumherum ist toll ausgearbeitet und umgesetzt. Der Weltenbau fasziniert und die Idee dahinter ist vielversprechend. Das Spiel um die Schlüssel kommt dann aber doch an einigen Stellen zu kurz und weist einige Längen auf, auch wenn die Suche an sich spannend und interessant gestaltet ist.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch auch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und man findet sehr schnell und gut in Geschehnisse und Charaktere hinein. Es wird bildlich und detailreich beschrieben und man kann sich das Ganze sehr gut vorstellen. Auch die Emotionen und Gedanken der Charaktere kommen gut vorstellbar und nahbar herüber.
Die Kapitel selbst haben eine angenehme und gute Länge und ermöglichen so einen tollen Lesefluss. Durch die Ich Perspektive findet man sich sehr gut in die Gedanken und Emotionen der Charaktere hinein und kann diese sehr gut nachempfinden. Die Ich-Perspektive hat mich Marley und ihrer Lage und den Situationen und Emotionen näher gebracht.
Die Kapitelanfänge sind sehr gut und deutlich erkennbar. Toll fand ich auch die verschiedenen Silhouetten am unteren Buchrand, auch diese sind sehr schön gestaltet und toll umgesetzt. Gestaltung und Gliederung hat mir sehr gut gefallen. Auch die Karte am Beginn ist toll umgesetzt und hilfreich.
Die Geschichte ist fantasievoll und kreativ umgesetzt und sorgt für gute Unterhaltung. Kleinere Längen fallen nicht weiter ins Gewicht und im Gesamten macht es eine herrliche Stimmung aus und sorgt für tolle Lesemomente.
Fazit:
Eine zauberhafte und fantasievolle Geschichte, die mit der Jagd um Schlüssel, für Aufmerksamkeit und Unterhaltung sorgt.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Tod mit Meerblick von Tanja Janz
Toller St. Peter Ording Krimi
Ich mag die Bücher und den Schreibstil von Tanja Janz sehr und bin gleich mit dem Lesen gestartet :
Der Einstieg in das Buch gelingt schnell, durch den luftig leichten Schreibstil von Tanja Janz fühlt man sich gleich mitten im Geschehen. Der Krimi um Lilo, Gertrud und Ditte ist spannend und lässt sich flüssig lesen.
Die drei reizenden Damen, die ihre Spürnasen geschickt einsetzen, sind authentisch und sehr bildhaft dargestellt; ich konnte mir beim Lesen jederzeit ein klares Bild der lustigen Gruppe vor Augen abrufen. Dass sich bei anderen Menschen Vorurteile auf Grund des Alters der drei Damen bilden, nutzen diese sehr gekonnt.
Der Fall selbst ist spannend und fesselnd und nimmt den Leser mit, in das eigentlich so ruhige St. Peter Ording. Die Örtlichkeit selbst sind von der Autorin auch sehr authentisch dargestellt und so fühlt man sich beim Lesen fast ein bisschen, als würde einem die salzige Meeresluft um die Nase wehen.
Ohne blutrünstige Details hat Tanja Janz hier einen tollen Küstenkrimi geschrieben, der nicht nur sehr gut unterhält, sondern sich auch absolut als Urlaubslektüre eignet : Meer, Strand, ein Fall, der absolut unterhält : so würde ich ganz sicher gerne am Meer sitzen und lesen.
Cozy Crime auf höchstem Niveau – wer Lesegenuss sucht, der ist bei Tanja Janz an der richtigen Stelle. Von mir gibt es dafür eine absolute Lese- und Kaufempfehlung !
Das Buch ist am 26. März 2026 bei Harper Collins erschienen.
Rezensionen von Claudia R.:
Und wenn ich mir selbst vertraue von ANDREA WiLK; A. D. Wilk
emotionsreich
Klappentext / Inhalt:
+++ Mit wunderschönem limitierten Farbschnitt +++
Manchmal braucht es ein fremdes Gesicht, um sich selbst zu erkennen.
Nicky hat gelernt, sich zu schützen – mit einem Lächeln, mit roten Nägeln, mit Kopfhörern ohne Musik. Als Friseurin in Berlin liebt sie das bunte Treiben am Alexanderplatz, die Gespräche im Salon, das Gefühl, dazuzugehören – zumindest an guten Tagen.
Doch ein einziger Moment reicht, um alles zu kippen. Als eine Begegnung aus der Vergangenheit sie mit einem Schlag zurückwirft, brechen nicht nur alte Wunden auf. Es beginnt eine Spirale aus Angst, Ohnmacht – und einer leisen, aber entschlossenen Hinwendung zu sich selbst.
Denn diesmal will Nicky sich nicht verstecken. Nicht schweigen. Nicht wieder unsichtbar werden. Sondern stark sein – für sich. Für ihr Leben. Für das, was niemand ihr nehmen kann.
Ein eindringlicher Roman über die Kraft, sich selbst zurückzuerobern – mit Mut, Mitgefühl und Würde.
Cover:
Das Cover ist elegant und stielvoll und einfach sehr schön umgesetzt. Ein schönes Gesicht steht hier im Fokus und die Strukturen sind toll erfasst. Bluten zieren das Drumherum und auch die Atmosphäre wird sehr schön eingefangen. Optisch passt das Cover sehr schön zur Reihe und auch zu den anderen Covern der anderen Bände. Ein Wiedererkennungseffekt ist hier auf jeden Fall erkennbar.
Meinung:
In diesem Buch lernen wir Nicky kennen, eine starke und mutige Frau, die lernt für sich selbst einzustehen und die ihren Selbstwert und Selbstachtung lernt und dafür einsteht.
Es ist bereits der dritte Band der und wenn ich Reihe von A.D. Wilk und man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen, da jedes eine eigene Geschichte erzählt und für sich steht.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel ins Detail gehen und halte mich mit weiteren Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Schnell findet man sich in Charaktere und Situationen hinein. Zugleich regt es zum Nachdenken an und stärkt Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Es gibt viele kleine Impulse zum Thema Mut, Mitgefühl und Selbstwert und bringt so eine starke soziale Komponente mit ein. Eine wundervolle Geschichte, die zeigt, die wichtig Selbstvertrauen und Selbstliebe sind. Ein starker und emotionsreicher Roman, der noch nachklingt.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme und gute Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. kleine Verzierungen an den Kapitelanfängen hübschen diese auf und machen diese zudem gut ersichtlich. Kleine Botschaften zwischendurch und Fragen geben Impulse und regen zum Nachdenken an und geben zudem Tiefe. Das ganze ist sehr schön und gut durchdacht umgesetzt. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen. Auch der Farbschnitt rundet das Ganze sehr schön ab.
Ein wundervolle und emotionsreiche Geschichte, die bewegt und mitnimmt und zugleich auch viele Impulse zum Leben, Selbstliebe und Selbstwert bereit hält. Unterhaltsam, aber auch emotional mit viel Tiefe und wichtigen Botschaften und Impulsen.
Fazit:
Eine emotionsreiche und gefühlvolle Geschichte über Selbstwert und Selbstliebe, mit vielen Impulse und viel Tiefe.
Rezensionen von liesmal:
Monique und die ganze Wahrheit über die Venezianische Vesper von D.G. Ambronn
Neues über die Venezianische Vesper
„Sie haben Monique nach Venedig geschickt, damit sie die Nummer eins eines internationalen Syndikats aufspürt und liquidiert. Ein Auftrag, den Weber nicht überlebt hat, und auch für Monique geht es sehr bald um Leben und Tod.“
Diese Buchbeschreibung gehörte zu der Erzählung „Venezianische Vesper“ von D.
G. Ambronn.
„Moniques Auftrag scheint nicht ungefährlich zu sein. Auf jeden Fall ist das Buch recht spannend, hat aber auch eine Menge Verwirrendes zu bieten und wirft einige Fragen auf.“
Dieser Satz war Teil meiner Bewertung der Erzählung.
D. G. Ambronn ist immer für eine Überraschung gut. So habe ich nicht schlecht gestaunt darüber, dass er nochmal Recherchen betrieben hat und die Ergebnisse mit dem Roman „Monique und die ganze Wahrheit über die Venezianische Vesper“ veröffentlicht hat.
Gern habe ich mich noch einmal mit Monique in Venedig auf abenteuerliche Ermittlungen eingelassen. Furchtlos ist sie nicht, für mein Verständnis manchmal sogar ein wenig zu vertrauensselig. Trotzdem bewundere ich ihren Mut und ihren starken Willen, sich auch nach einem Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
Die Erzählung von 2023 im Hinterkopf, wurden jetzt nicht nur viele Fragen beantwortet, sondern es gab auch wieder herrlich verwirrende Momente. Wie eine Nebenerzählung wirkt der Trip auf eine kleine verlassene Insel, auf die Monique während ihrer Ermittlungen geführt wird. Die Begegnung mit dem Pärchen, das Lost Places liebt, aber hier scheinbar keine Stille zu finden scheint, ist köstlich – wie so vieles, was nebenbei noch so erzählt wird. Man denke nur an den Sack Kartoffeln (oder Reis?).
Ich bin wieder einmal voll auf meine Kosten gekommen mit einem Buch von D. G. Ambronn, der mich mit seinem ganz speziellen Schreibstil begeistert. Natürlich gibt es eine Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Die Couch kennt keine Tabus von Kamyar Nowidi
Die Verflechtung von Psychoanalyse und Ideengeschichte
Der Psychiater und Psychoanalytiker gibt in diesem Buch einen spannenden Überblick über die Verflechtungen zwischen Psychotherapie, Psychoanalyse, Philosophie, Religion und Ideengeschichte. Er widmet sich der Frage, wofür Selbsterkenntnis überhaupt gut sein könne und worauf diese in der Menschheitsgeschichte zurückgehe, betrachtet Parallelen zwischen Psychotherapie und Schamanismus und vieles mehr.
Jedes Kapitel beginnt mit einer Falldarstellung, die dann mit verschiedenen Ideen aus dem Gedankenschatz verschiedenster Disziplinen verflochten wird: so geht es etwa um psychische Thematiken, die schon in der Bibel oder in den Mythen der alten Griechen ihre Spiegelungen finden, um Ideen zur Erziehung von Rousseau in der Neuzeit, um griechische Philosophen, Augustus, der für lange Zeit die Richtung der christlichen Religion definierte, andere, die vergessen worden sind, aber auch um Sigmund Freud, C.G.Jung, Breuer, Anna Freud und viele andere. Es ist interessant, wie sich aktuelle Fälle mit so viel humanistischem Wissen verbinden lassen.
Das Buch liest sich unterhaltsam und inspirierend und seine besondere Stärke liegt darin, die Verbindungen zwischen verschiedenen Disziplinen aufzuzeigen und damit deutlich zu machen, wie ein umfassendes, interdisziplinäres Wissen dabei helfen kann, grundlegende Fragen, die die Menschen seit Jahrtausenden beschäftigen, zu analysieren.
Wer sich aber von dem Buch eine konkrete, weiterführende Analyse der Fälle der behandelten Patienten und Patientinnen erwartet, dem würde ich eher andere Werke empfehlen, z.B. jene von Irvin Yalom. Denn hier werden viele der Fälle nur angerissen und den meisten Raum nehmen die ideengeschichtlichen Darstellungen ein, die aber nicht so intensiv mit den Fällen verflochten werden, dass man wirklich verstehen könnte, inwiefern diese nicht nur zu einem analysierenden Verständnis der Thematik, sondern tatsächlich zu einer praktischen Besserung der Symptomatik und zur Heilung der Beschwerden beitragen. Insofern ist es eher ein Buch, das bei der Selbsterkenntnis hilft und die eigene Bildung aufzeigen und erweitern kann, als ein praktisch anwendbares Werk, um die Wirkweisen von Psychotherapie besser zu verstehen.
Rezensionen von Petra:
Das Gesetz der Elite von Sandrone Dazieri
Reiche im Fadenkreuz
Überraschend stirbt Jesus Martinez in seiner Kyro-Sauna. Ein Unfall, ein technischer Defekt oder doch ein Mord? Colomba Caselli und Dante Torre ermitteln. Denn gleichzeitig tauchen im Netzt Slogans auf wie: "Tötet die Reichen". Jesus war ein Superreicher, genau wie einige andere Menschen die auf ungewöhnliche Art sterben.
Was haben die Personen außer ihrem Reichtum gemeinsam? Denn außer dem Spruch sind es dann doch nicht soviele die bedroht sind.
Die beiden Ermittler haben eine Vorgeschichte, die immer wieder in Andeutungen erwähnt wird. Also ist es ratsam die vorherigen Bände gelesen zu haben, mich hat es sehr gestört das ich keine Einzelheiten über die beiden wusste, denn so bleiben die Charaktere schwammig und ihr Verhältnis zueinander diffus.
Die Themen rund um den Fall sind spannend, was darf man wenn man so reich ist, gibt es eine reale Möglichkeit den Tod zu überlisten, wo sind die Grenzen für die Forschung?
Die Reichen werden mehr oder weniger als sehr egoistisch dargestellt, klischeemäßig schon fast, genau wie der Mörder. Die beiden Ermittler bleiben bis auf die Rückblicke etwas blass, ihre Kollegen bzw. Vorgesetzte sind nur Randfiguren.
Die Ermittlungen wirken auf mich wie ich habe gehört oder gedacht.und daraufhin mal diesen oder jenen angerufen. Da zumindestens Dante als Instagram Star mit Millionen Followern genug Leute kennt die jemanden kennen der jemand kennt.
Für mich war da wenig handfestes dabei. Es war auf eine eigene Art spannend aber wie gesagt ohne die Vorgeschichte schwer verständlich.
Rezensionen von Karina :
Pina fällt aus von Vera Zischke
Drei schräge Vögel für Leo
Ich habe mich riesig gefreut, als der neue Roman von Vera Zischke angekündigt wurde - 'Ava liebt noch' hat mir damals schon so gut gefallen, und auch die sympathische Art der Autorin mag ich sehr.
Und was soll ich sagen: Ich reihe mich definitiv in die begeisterten Stimmen zu 'Pina fällt aus' ein.
????
Die Geschichte dürfte vielen bekannt sein: Der autistische Leo lebt mit seiner Mutter Pina in der Hansastraße 20 - in seiner ganz eigenen, gut strukturierten Welt. Die beiden sind ein eingespieltes Team, und Pina weiß genau, was Leo braucht, damit es ihm gut geht. Doch wie so oft bei pflegenden Angehörigen bleibt sie selbst dabei auf der Strecke ... bis es zum großen Knall kommt und Pina plötzlich ausfällt.
Auf einmal sind es die so unterschiedlichen Nachbarn, die einspringen:
Inge, die ihre Wohnung nicht mehr verlässt und eigentlich nur noch auf das Ende wartet.
Zola, wütend, sechzehn und auf der Suche nach sich selbst.
Wojtek, eigenbrötlerisch, verliebt und meist alleine vor seinem PC.
Es läuft nicht alles glatt - ganz im Gegenteil. Aber genau darin liegt die Stärke dieser Geschichte: im echten, manchmal unbeholfenen, aber ehrlichen Zusammenhalt. Und am Ende profitieren alle voneinander.
Und dann ist da noch Sam, der Intensivpfleger - mein heimlicher Lieblingscharakter. ????????
Ein wunderbar geschriebener Roman: unterhaltsam, witzig, schonungslos und ehrlich. Er zeigt, was passieren kann, wenn die Kraft nicht mehr reicht und kein stabiles Netz auffängt. Und er macht auch schmerzhaft klar, dass es eben nicht oft eine "Hansastraße 20" gibt ...
Es gäbe so viele kluge und schöne Zitate, die ich hier teilen können - aber ehrlich: Lest das Buch einfach selbst, es lohnt sich. ????











