Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Der Club der Unbeugsamen von Kathryn Stockett
Aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Massnahmen
Oxford, Mississippi, 1933: Die Weltwirtschaftskrise ist in vollem Gange. Die unverheiratete Birdie Calhoun kommt aus dem Delta nach Oxford, um ihre Schwester Frances, die in wohlhabendere Kreise eingeheiratet hat, um Geld zu bitten. Frances will ihren Mann Rory fragen. Aber nicht sofort. Im Waisenhaus, wo sie als Freiwillige aushilft – und sodann auch Birdie – lebt die elfjährige Meg.
Ihre Mutter wollte nur etwas einkaufen gehen und kam einfach nicht wieder. Die Leiterin bereitet Meg die Hölle auf Erden. Bei Frances stürzt ihr bisheriges Leben wie ein Kartenhaus ein – war alles eine Lüge? Birdie lernt Charlie kennen, eine Frau, die viel durchgemacht hat und bereit ist, alles zu geben, um ihr Ziel zu erreichen…
Erster Eindruck: Das Buch ist mit seinen 848 Seiten schon ein ziemliches „Monster“ – so dünne und vollgeschriebene Seiten… das gibt richtig viel zu lesen. Das Cover des Schutzumschlages gefällt mir (obwohl ich kein Fan von Schutzumschlägen bin).
Als ich die Tafel über die Aufnahmeregeln im Waisenhaus las, habe ich mich schon das erste Mal mächtig aufgeregt. DAS geht ja gar nicht! Nun ja, es waren eben andere Zeiten im Jahr 1933, das musste ich im Hinterkopf behalten. Die Leiterin des Waisenhauses, Mrs Garnett Pittman, ist eine Heuchlerin. Die Zustände hinter den ach so ehrenwerten Mauern des Waisenhauses sind erbärmlich. Leider gab es schon immer zu viele Menschen, die ihre Machtposition gnadenlos ausüben, um sich überlegen zu fühlen oder ihre Neigungen zu befriedigen. Meg ist eine aufgeweckte Elfjährige, deren Mutter wegging und einfach nicht zurückkehrte. Die Leiterin des Waisenhauses vergällt ihr das Leben. Es sind wirklich unzumutbare Zustände! Birdie ist 24 Jahre und wohnt – als immer noch unverheiratete Frau! – mit ihrer Mutter und Grossmutter zusammen. Als sie in die Stadt fährt, um die Familie ihrer Schwester um Geld zu bitten, fällt ihr das gar nicht leicht. Aber wovon sollen sie auch leben? Birdie ist eine sehr starke Frau. Es hat mich begeistert, wie sie im Waisenhaus auf Geheiss ihrer Schwester die Bücher auf Vordermann bringt und der Leiterin die Stirn bietet. Und sich mit Meg anfreundet – ein Lichtblick für beide. Ich habe mich lange Zeit gefragt, wer denn nun Charlie sein könnte. Da ich nicht spoilern will, sage ich hierzu nichts.
Wie weit kann oder muss man als Frau gehen, um zu überleben? Weshalb war es für viele Frauen früher so schwer? Und ist es zuweilen auch heute noch?
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht so leicht, aber ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag. Die ersten 200 Seiten haben sich ziemlich gezogen, aber danach habe ich deutlich mehr Freude an der Lektüre bekommen. Meine Favoriten des Buches waren Birdie, eine taffe, mutige Frau, die anpackte, wo es nötig war, und Mrs Tartt, Frances‘ Schwiegermutter, die so gar nicht dem Bild der „Hexe“ entsprach, wie von Frances angetönt. Der Ausgang der Geschichte hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen, aber auch hierzu will ich nichts verraten. Für diesen lesetechnischen Ausflug ins Jahr 1933 vergebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von Ulla:
Bakterien – die heimlichen Helden von Peter Wohlleben
die Kleinsten ganz groß
Peter Wohlleben nimmt uns mit in die Welt der Bakterien, Lebewesen, Einzeller, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Dabei sind sie bereits kurz nach Entstehung der Erde auf dieser heimisch und können mit extremsten Bedingungen klarkommen. Bis vor einigen Jahren verband uns mit dem Begriff Bakterien nur negatives, sind machen krank, sind unhygienisch.
Doch ohne sie könnten wir überhaupt nicht leben und nicht nur wir, alle Pflanzen und Tiere benötigen Bakterien zum Leben. Es wird davon ausgegangen, dass erst die Bakterien ein Leben auf der Erde ermöglichten. Woher sie kamen ist noch nicht ausreichend erforscht, vom Mars oder lebten und leben sie unter dem Eis der Jupitermonde? Um die menschlichen Umweltsünden auszumerzen sind sie im ständigen Einsatz für eine lebenswerte Zukunft, denn benötigen auch uns für ihr eigenes Leben.
Hochinteressant, aus unterschiedlichen Blickwinkeln, über die Entwicklung und die Auswirkungen der Bakterien, über neue Ansätze in der Forschung wird uns eine für die meisten unbekannte Welt unterhaltsam und leicht verständlich nahegebracht.
Rezensionen von youngreaders:
Die Anderen von Kobi Yamada
Sind die anderen wirklich anders?
Ich finde "Die Anderen" von Kobi Yamada ein wunderbares Buch über das Andersein bzw. darüber, dass die Anderen gar nicht so anders sind. Es kommt einfach auf den Blickwinkel an. Wie wäre es, wenn man nicht darüber redet, was anders ist, sondern darüber was gleich ist und was uns mit den Anderen verbindet.
Dieses Bilderbuch sollten vor allem auch viele Erwachsene lesen, die engstirnig durch die Welt gehen und bei denen Fremdenhass leider kein Fremdwort ist und bei denen viele komische Vorurteile herrschen. Auch in der Grundschule und im Kindergarten super einsetzbar, denn obwohl es eine superwichtige Botschaft vermittelt, hat man nicht das Gefühl, dass es ein Buch ist, welches mit erhobenen Zeigefinger daherkommt. Hier unterhalten sich zwei Kinder über "die Anderen" und der eine der beiden stellt Fragen wie "Haben sie klebrige Tentakel"? "Haben sie auch Spaß am Geburtstag"?
Charles Santoso hat die Bilder gemalt, die sehr einfach gehalten sind, aber ihre Wirkung nicht verfehlen.
Top Empfehlung!
Rezensionen von Sophie H.:
Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer
Bewegend
Claire und Eliot sind seit 40 Jahren verheiratet. Sie haben immer zusammengehalten und zwei Kinder großgezogen, die beide etwas entfernt von ihnen leben. Nun steht fest, dass Claire ihrem Krebsleiden erlegen wird und dass die letzten Monate oder sogar nur noch Wochen ihres Lebens angebrochen sind. Eliot hat vorzeitig seinen Beruf aufgegeben, um sich voll und ganz um seine Frau kümmern zu können.
Ein Palliativteam steht ihm dabei zur Seite. So weit so gut. Doch dann äußert Claire einen Wunsch: Sie möchte die letzten Wochen ihres Lebens nicht mit ihrem Mann Eliot verbringen, sondern mit ihren besten Freudinnen aus der Studentenzeit: Holly und Michelle. Ehe Eliot sich versieht, ziehe die beiden Frauen bei ihnen ein und er selbst wird in das Haus von Holly verfrachtet. Eliot versteht die Welt nicht mehr. Warum will seine Frau ihn nicht mehr um sich haben? Musss er ihr diesen Wunsch erfüllen oder darf er ruhig egoistisch sein und sich dagegen wehren? Heißt Claire zu lieben, sie loslassen zu müssen?
Die Geschichte wird konsequent aus der Perspektive von Eliot erzählt. Nach dem Klappentext hatte ich eher die Perspektive von Claire erwartet. Schade, dass ihre Sichtweise so wenig Raum einnimmt. Auch, was ihre Freundinnen darüber denken, muss man sich eher zusammenreimen. Der Schluss der Geschichte fällt mir zu knapp aus-
Das Cover ist zwar wunderschön, will aber nicht recht zum Inhalt des Buches passen. Der Erzählstil von Ann Packer hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt ruhig und eindrücklich. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen.
Ein sehr wichtiges Thema wird in diesem Buch angesprochen: Wie gehen Angehörige mit Menschen um, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden? Welchem Gedanken- und Gefühlschaos sind beide Seiten ausgeliefert? Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht und es ist auf jeden Fall lesenswert, wenn auch keine Lektüre für den Strandurlaub.
Rezensionen von readpassion9:
Eine zu viel von Samantha Hayes
nichts ist wie es scheint
Schauplatz Schottland: In der Familienlodge “Hunters’ Castle” trifft sich die Familie Hunter nach dem Tod des Vaters Ray. Connie hat ihre Töchter Kate, Darby und Bea mit deren Partnern und Kindern um sich, sie trauern um den Verlust.
Connie muss ihren Töchtern eine unangenehme Nachricht überbringen, bevor Rays Testament verlesen wird.
Nie scheint es der richtige Zeitpunkt zu sein, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Aber Connie ist nicht die Einzige, die ein Geheimnis hat…
Aus wechselnden Perspektiven rollt sich die Geschichte auf, durch die Erinnerungen der verschiedenen Figuren bekommt man einen Einblick in die Vergangenheit und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Vor allem Connies Erinnerungen sind verstörend und werfen einen Blick auf Ray, der früher alles andere als ein liebevoller Familienvater war.
Ich fand die vier Frauen perfekt skizziert, eine jede von ihnen hat Geheimnisse und Probleme, die im Laufe der Geschichte eskalieren. Diese tragische Familiengeschichte ist perfekt zum mit rätseln, sie bietet unerwartete und dramatische Wendungen, die nicht vorhersehbar sind. Und das bis zur allerletzten Seite. In dieser Story ist nichts wie es scheint.
Fazit: Fesselnder Psychothriller mit Überraschungen und falschen Fährten.
Rezensionen von Mabla59 :
Komm spielen von Linwood Barclay
Renaissance der Spielzeugeisenbahn
"Komm spielen" von Linnwood Barclay hat mich total überrascht! Im positiven Sinne!
Erwartet hatte ich einen Thriller. Bekommen habe ich eine Mystery Geschichte mit Horror Elementen.
Es gibt zwei Handlungsstränge. Zum Einen ist da Annie Blunt, die nach zwei schlimmen Erlebnissen im letzten Jahr, um zur Ruhe zu kommen mit ihrem Sohn Charlie aus der Großstadt aufs Land fährt.
Dort lernt Charlie wieder spielen abseits der Reize einer Großstadt.
Und da ist Harry. Er ist Polizeichef im beschaulichen Städtchen Locknow, unweit von Annies gemietetem Ferienhaus. Als sich plötzlich ungewöhnlich viele unnatürliche Todesfälle ereignen, forscht Harry auf eigene Faust nach und kommt der Sache gefährlich nahe.
Und auch Annie und Charlie erleben Seltsames. Und plötzlich ist Charlie verschwunden!
Der Schreibstil von Linnwood Barclay ist fesselnd und macht es schwer das Buch aus der Hand zu legen.
Ich bin überhaupt kein Fan von Fantasy, aber dieses Buch hat mich gepackt und den Autor werde ich mir merken.
Rezensionen von Cellissima:
Beth is dead von Katie Bernet
Nicht empfehlenswert
Eine der March-Schwestern, Beth, wird tot aufgefunden. Und es ist sofort klar, dass es kein Unfall und kein Suizid war, sondern dass sie getötet wurde.
Die Familie will den Täter finden - doch alle Schwestern könnten es gewesen sein. Auch im weiteren Umfeld gibt es Personen, die ein Motiv haben und es gewesen sein könnten.
Hinzu kommt, dass der Vater vor einiger Zeit einen Roman über seine Töchter veröffentlichte - an dessen Ende Beth starb ...
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So weit, so gut. Klingt nach Spannung und dunklen Geheimnissen. Ein guter Thriller geht immer, und es ist immerhin ein New York Times-Bestseller - wobei ich hier schon hätte stutzig werden sollen, denn oft treffen New York Times-Bestseller nicht meinen Geschmack und ich frage mich, wie das betreffende Werk dazu werden konnte ... so war es leider auch hier.
Schließlich liebe ich Little Women und habe lange überlegt, ob ich Beth is dead lesen soll, da ich befürchtete, dass es den Zauber zerstören könnte. Tatsächlich ist genau das passiert.
Ich weiß nicht, ob ich es wirklich als Thriller bezeichnen würde, und es ist für mich auch eher ein Jugendbuch - eigentlich kein Problem, ich lese durchaus auch gerne mal ein Kinder- oder Jugendbuch. Aber sie müssen halt gut sein. Und das war hier leider nicht der Fall.
Der Schreibstil ist absolut durchschnittlich, ebenso Handlung und Figuren. Mir blieb von Anfang bis Ende alles viel zu blass und oberflächlich. Ich konnte keine wirkliche Verbindung aufbauen.
Ja, es war zwischendurch spannend, es gab immer wieder neue und andere Verdächtige, man dachte immer wieder: oh, DAS ist sicher Beths Mörder, bei den Vorgängern lag ich wohl falsch ... also man konnte wirklich miträtseln, Theorien entwickeln und wieder verwerfen ... es war bis zum Schluss offen. Das war es aber leider auch schon. Zumal es durchaus noch spannender hätte sein können.
Und die Auflösung ist für mich persönlich auch gleichzeitig der allergrößte Kritikpunkt, denn mit ihr war Beth is dead endgültig unten durch bei mir. Das war einfach total konstruiert und unglaubwürdig, konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Ganz im Gegenteil. Vorher fand ich die Geschichte noch durchschnittlich - dann aber einfach nur schlecht, misslungen.
Ich würde das Buch nicht noch mal lesen und kann es leider nicht empfehlen.
Rezensionen von peppi:
Love and Rent von Jo Cheetham
sehr unterhaltsam
In ihrem Roman "Love and Rent" erzählt die Autorin Jo Cheetham auf eine sehr unterhaltsame Weise von Hannah, einer jungen Frau, die sich zwischen finanzieller Unsicherheit, komplizierten Familienstrukturen und dem Wunsch nach einem normalen Leben bewegt.
Ich finde, die Autorin hat die soziale Realität, wie beispielsweise steigende Mieten und unsichere Jobs sehr präzise eingefangen.
Allerdings ist die Geschichte keineswegs deprimierend, sondern sehr humorvoll, nahbar und lebendig.
Die Beziehung von Hannah und Oscar ist keine romantische Lovestory, eher ein Zusammenprall zweier unterschiedlicher Lebenswelten.
Hannahs Freundinnen Kiera und Bex sind kantig und witzig und bieten ihr die Sicherheit, die sie sucht.
Eine besondere Figur im Roman ist die Mutter von Hannah, die in sich eine Mischung aus Härte, Humor, Verletzlichkeit und Überforderung birgt.
Ein sehr zeitgemäßer Roman, den ich gern gelesen habe.
Leseempfehlung!
Rezensionen von MariasBooks:
Am Ende will doch einer sterben (Todesboten #3) von Adam Silvera
Tolles Buch, aber auch sehr heavy
Starker Fokus auf psychische Gesundheit/Krankheit.
So viele tolle Formulierungen und Zitate.
Sehr viele Tiefe bei den Characteren.
Rezensionen von Brigittte:
DENKRIESEN - KIBU JUMPER® - Kopenhagen - "Gefährliche Täuschung" | Band 5 von Leonie Jockusch; Maze Kahle
Zusammenhalt - Gefahr - und Köpfchen
Durch die Steckbriefe und die kurze Zusammenfassung am Anfang kommt man auch dann gut rein, wenn man die vorherigen Bände noch nicht kennt. Das war für uns als Neulinge ein gelungener Lesestart!
Besonders gefallen hat uns der Zusammenhalt der Gruppe. Die KIBU Jumper sind so unterschiedlich, und genau das macht sie so lebendig.
Jeder bringt etwas Eigenes mit, keiner ist perfekt aber alle halten zusammen und haben ein Ziel. Gerade dadurch fühlt sich das Ganze schön echt an. Auch die schwarz-weiß Illustrationen passen wunderbar dazu. Sie lockern das Lesen auf, geben den Szenen noch mehr Atmosphäre und haben uns geholfen, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Der Schreibstil ist angenehm flott, kindgerecht und lebendig. Es wird nie trocken, obwohl ganz nebenbei richtig viele spannende Infos über Kopenhagen und Dänemark eingebaut sind. Das mochte ich sehr, weil Kinder hier nicht nur ein Abenteuer lesen, sondern fast nebenbei auch ein Gefühl für die Stadt bekommen. Genau so macht Wissen Spaß: nicht belehrend, sondern mitten in der Geschichte versteckt. Ein rundum gelungenes Abenteuer, das Spannung, Humor, Teamgeist und Wissen über Kopenhagen richtig schön verbindet.











