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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kwinsu:

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Das schönste aller Leben von Betty Boras

Schönheit, oder nicht

Vios schlechtes Gewissen ist für sie kaum aushaltbar: durch eine Unachtsamkeit verbrühte heißes Wasser das Gesicht ihrer kleinen Tochter und hinterlässt eine hässliche Narbe. Daweil war Schönheit alles, was sie für Sophie wollte. Doch was ist Schönheit überhaupt? Woher kommt der Wunsch, anderen immer gefallen zu wollen? Anhand dieser und vieler anderer Fragen wird Vios Leben, beginnend mit der Auswanderung aus dem Banat nach Deutschland nachgezeichnet.

Zwischendrin erfahren wir auch von ihrer Ahnin Theresia, die bereits im 18. Jahrhundert dafür kämpfte, selbstbestimmt leben zu können.

Betty Boras ist mit "Das schöne aller Leben" ein berührender Debutroman gelungen, der mit seiner einfühlsamen Sprache tiefgehende Verwundungen einzelner Frauengeschichten aufzeigt. Besonders beeindruckend sind die unterschiedlichen Erzählperspektiven: die Ich-Erzählerin ist, wie ich erst im Laufe des Romans verstanden habe, Vio in der Gegenwart, etwas distanzierter erfahren wir über Vios Kindheit und vor allem ihrer Jugend, Theresia, dessen Erzählung im 18. Jahrhundert spielt, sowie - und das ist besonders außergewöhnlich: die Banater Erde, die zwar nur kurz, aber umso einprägsamer ihre regelmäßige Auftritte bekommt.

Besonders die Ich-Erzählerin ist - ehrlichgestanden und vermutlich auch beabsichtigt - nicht immer leicht auszuhalten. Sie scheint in einem Teufelskreis aus Selbstvorwürfen, Schönheitsidealen und Selbstmitleid gefangen zu sein, immer wieder kreisen ihre Gedanken um die selben Themen, immer geht es darum, dass ihre Tochter jetzt nie wieder schön sein wird und alle Menschen, denen sie begegnen, nur Schlechtes über deren Aussehen denken würden. Ich musste deswegen das Buch öfter weglegen, weil mir das zu viel wurde, ich sie rütteln, ja - ihr auch oft ihr Kind wegnehmen wollte. Die Ich-Vio triggert Gedanken, die man selbst hat und nicht haben möchte, auch deshalb ist sie schwer zu ertragen. Daweil wird im Laufe des Buches auch ein Stück weit erklärt, warum sie zu dieser Person geworden ist, werden doch ihre Familienbeziehungen samt Haltungen aufgedröselt, ihr eigenes Schicksal, dass ihr nicht nur ihre Heimat entriss, sondern sie als Teenager auch in ein Korsett zwang, das für sie unerträglich war. Glücklicherweise versöhnt sie sich im letzten Drittel des Buches mit sich selbst - und damit auch mit mir als manchmal genervte Leserin.

Auch Theresias Geschichte berührt. Ihr Schicksal schwankt zwischen angenommen-sein und abgestoßen-werden, wobei ihre Selbstbestimmung - auch aufgrund der Zeit, in der ihr Schicksal liegt, sehr eingeschränkt ist. Fast fühlt sich dieser Erzählstrang etwas hineingequetscht an. Theresia ist eine Ahnin Vios, das erfahren wir im Klappentext, wobei ich lange Zeit nicht einordnen konnte, zu welcher Zeit ihr Erzählstrang spielt. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, weshalb Theresias Geschichte überhaupt in das Buch aufgenommen wurde. Ja, es zeigt den Weg der Familie in den Banat, aber Theresias Schicksal ist so ergreifend und spannend, dass sie ruhig einen eigenen Roman verdient hätte. Für mich waren ihre Kapitel aber auch jene, die mich wieder zurückgeholt haben in den Roman, nachdem ich diesen aufgrund der Nervigkeit Vios weglegen musste.

Speziell ist auch der Auftritt der Banater Erde, die danach lechzt, geliebt und anerkannt zu werden. Sehr ungewöhnlich, sehr berührend und ein Stück weit passende Theatralik für ein Land.

Mein Fazit: "Das schönste aller Leben" ist ein berührender, aufwühlender und an die Emotionen appellierender Roman, der einen heftigst zum Nachdenken anregt. Über: Schönheit, Herkunft, Identität und die Selbstbestimmtheit von Frauen. Ein großartiges Debut, das man gelesen haben sollte!

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Das schönste aller Leben

Rezensionen von Paul Kretzschmar:

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REM von Annika Strauss

Nicht einschlafen!

Die Autoren Annika Strauss und Sebastian Fitzek haben mit "REM" einen Horror-Thriller verfasst, der auch gut in das Genre Sci-Fi passen würde.
Ich war auf Grund der relativ vielen negativen Bewertungen zuerst etwas skeptisch, aber auch neugierig, ob es mein Interesse findet, und konnte das am Ende bejahen.

Im ersten Viertel plätscherte die Handlung so dahin, ohne echte Höhepunkte.
Dann plötzlich wurde es zu echt blutigen Horror mit teilweise verstörenden Szenen, zwischen Träumen und Realität, die in eine durchgehend beklemmende, düstere und bedrohliche Atmosphäre mündeten.
Das Geschehen wurde durch immer wiederkehrende Albträume geprägt, und wenn man die Autorenfantasie akzeptiert, und sich darauf einlässt, ist es ein ungewöhnlich fesselndes Horrorerlebnis. Die vielen kurzen Kapitel halten die Spannung hoch. Während des Lesens fühlte ich mich unwillkürlich an den uneingeschränkten Horror-König Howard Phillips Lovecraft erinnert, dessen Monster ähnlich monströs ausfallen. Außerdem fand ich es ebenfalls ein wenig an den Filmklassiker "Matrix" angelehnt.
Zusammenfassend kann ich betonen, dass die Charaktere gut herausgearbeitet sind. Der flüssige, tiefgründige und emotionale Schreibstil haben meine Erwartungen erfüllt und mich packend unterhalten.
Ein Leseexperiment der beiden Autoren, das ich durchaus als gelungen bezeichnen möchte, und für das ich gern eine Leseempfehlung ausspreche!

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REM

Rezensionen von marcialoup:

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Zwei in einem Bild von Morgan Pager

Nachts im Museum...

Ein Roman in dem die Welten verschwimmen... sollen...
Claire, eine neue Putzfrau im Museum spürt eines abends, während sie den Raum putzt, dass sie von einem jungen Mann im Gemälde von Matisse angeschaut wird. Sie betrachtet das Bild näher, ganz nah, und... plötzlich... ist Claire im Gemälde.
Jean, der Sohn von Matisse verliebt sich in Claire.

Die beiden treffen sich jeden Abend, in dem Claire ins Gemälde gleitet und mit Jean durch Zeit und Raum anderer Gemälde streift.
Eine hinreißende Story völlig anderer Art erzählt uns eine Liebesgeschichte, die so gar nicht sein darf und kann und die Welt der Gemälde beeinflusst...
Allerdings werden die nächtlichen Treffen zwischen Claire und Jean jäh unterbrochen, als es zum Corona-Ausbruch kommt und die Museen geschlossen werden. So kommt Claire nicht mehr ins Museum und folglich nicht zu Jean ins Bild.
Schlimmer noch, wird sie zunächst entlassen um Arbeitslosengeld beantragen zu können mit dem Versprechen, später wieder eingestellt zu werden. Aber wann wird das sein? Und kann sie sich darauf verlassen?
Jean dagegen leidet unter dem plötzlichen Verlust von Claire und darunter, nicht zu wissen, was eigentlich los ist und warum das Museum so ausgestorben ist.
Gibt es für ihn vielleicht einen Weg hinaus aus dem Gemälde?

Wir dagegen erfahren nun Claires komplette Geschichte, die Jean noch gar nicht kennt.
Claires Leben vor Jean hat viele Spuren hinterlassen...

Nette Unterhaltung, die stellenweise etwas langatmig ist... Mir sind die lebenseinschneidenden Geschehnisse zu emotionslos geschildert. Dadurch kommt wenig Mitgefühl für die Figuren auf.
Der Geschichte fehlt Tiefgang und gerade die abstrakte Art des Surrealen wird nicht aufgegriffen sondern die Liebesgeschichte plänkelt, als sei es normal, in Gemälden einzu"tauchen"... Eine Metapher...
Die Idee an sich ist cool, aber die Umsetzung zu schwach.

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Zwei in einem Bild

Rezensionen von Kwinsu:

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Das gute Leben von Nadine Schneider

Was sie verbindet

Als Christinas Oma Anni stirbt, erbt sie ihr Haus in einer kleinen Ortschaft vor Nürnberg. Es quält sie dort zu sein, in diesem Haus, in dem so viele Erinnerungen warten, wiederentdeckt zu werden. Christina ist bei Anni aufgewachsen, nachdem ihre Mutter Helene ohne sie ausgewandert ist. Doch wie viel weiß sie eigentlich von ihrer engsten Bezugsperson? Christina beginnt Annis Leben zu rekapitulieren, sucht nach Spuren, die vielleicht noch aufzudecken sind, will herausfinden, weshalb die Quelle, bei der Anni Jahrzehnte gearbeitet hat, bis zu ihrem Tod ein bestimmendes Element in ihrem Leben war und warum sie einst aus Rumänien aufgebrochen ist, um ein gutes Leben in Deutschland zu finden.

Das an den Anfang gestellte Zitat von Aimee Mann, "I just wanted a place but I ended up gone." trifft den Vibe von "Das gute Leben" sehr treffend. Irgendwie sind die Protagonistinnen nie wirklich greifbar, trotzdem erfahren wir viel über familiäre Dynamiken, über (fehlende) Mutter-Tochter-Beziehungen und vor allem über das, was übrig bleibt am Ende eines Lebens - vorwiegend aus Leerstellen. In dem Buch schwingt viel Melancholie mit, die Frage, ob die Frauen in der Ferne tatsächlich ein gutes Leben gefunden haben, bleibt interpretierbar. Christina versucht das Leben ihrer Großmutter nachzuerzählen, ergründet, warum Rumänien für sie unlebbar war, weiß aber auch um die enormen Herausforderungen, die Anni als Fremde und noch dazu alleinerziehend durchmachen musste.

Das Reden war bei den Frauen nie so wirklich angesagt, was zu unausgesprochenen Verletzungen, die jahrzehntelang mit sich herum getragen wurden, führte und wenn sie redeten, standen Vorwürfe im Raum: "Die nächste Stille ist länger. Das Gift steht ihnen beiden bis zum Hals, noch ein, zwei Sätze, und sie fangen an, darin zu ersaufen." (S. 283) Über Christinas Mutter Helene erfahren wir nur wenig, genauso wie über Annis Mutter in Rumänien, geschweige denn von Männern, die zwar schicksalsweisend, aber im Alltag kaum eine Rolle spielten. Anni scheint grundsätzlich ein schwieriger Charakter gewesen zu sein, die zwar wusste was sie wollte, jedoch nicht wirklich Herzlichkeit zeigen konnte - vor allem nicht ihrer eigenen Tochter gegenüber. Trotzdem liebte sie ihre Enkelin, wenn man so will war Christina ihr Kind zur rechten Zeit.

Die Geschichte wird aus Christinas Perspektive in Ich-Form erzählt, doch immer wieder berichten Einschübe aus Annis Leben, zeitlich bunt gewürfelt, weshalb es Konzentration und Fokus braucht, um wirklich in allen Facetten mitzukommen. Die Sprache der Autorin Nadine Schneider ist fein und zart, hat aber durchaus Treibkraft ,von der man sich nicht allzu mitreißen lassen darf, um alles zu verstehen. Es gibt immer wieder zeitgeschichtliche Kontexte, die bezeichnend sind, allen voran der Aufstieg, das Florieren und der Niedergang von Quelle, dessen Leib uns Seele Anni schier verfallen war. Über die Beweggründe, weshalb Anni in den 1960ern Rumänien unbedingt den Rücken kehren wollte, außer dass es dreckig und unerträglich war, wissen wir hingegen kaum etwas. Das spielt aber auch nicht unbedingt eine Rolle, denn Anni wollte unbedingt in Deutschland glücklich werden. Trotzdem sie ihrem Job leidenschaftlich nachging und sogar nach anfänglich harten Jahren mit wenig Geld ein Haus geerbt hatte, schien ihr dieses Glück nie wirklich hold gewesen zu sein. Ob Anni wohl ihr Leben als gut bezeichnet hätte, bleibt offen. Zurückgelassen hat sie jedenfalls eine Enkelin, die ihr nach dem Tod noch einmal auf ihre Art ein Denkmal setzen möchte.

Mein Fazit: "Das gute Leben" ist ein intensiver, fein beschriebener Generationenroman, mit dem es lohnt, sich eingehender auseinanderzusetzen. Vor allem durch starke Erinnerungen, aber auch Leerstellen erfahren wir über diese Frauen, ihre Leben und was sie verbindet.

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Das gute Leben

Rezensionen von DoraLupin:

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Ein Ort, der bleibt von Sandra Lüpkes

Botanik in Istanbul

Magdas Mann Alfred, von Beruf Botaniker in Münster, verliert 1933 seine Professorenstelle, aufgrund seiner Herkunft. Als sich die Situation in Deutschland zuspitzt lockt ein überraschendes Angebot in Istanbul! Atatürk will die Universitäten des Landes modernisieren, und am Bosporus soll ein prächtiger Botanischer Garten mit Pflanzen aus aller Welt entstehen.

Magda und ihr Mann packen die Koffer und reisen an die Stadt am Bosporus, aber wird sie selbst in der Fremde neue Wurzeln schlagen?Die talentierte Botanikerin Mehpare kümmert sich als Alfreds Assistentin um Beete und Gewächshäuser.
Jahrzehnte später verschlägt es die junge Stadtplanerin Imke nach Istanbul. Sie soll eine Studie zur Zukunft des Botanischen Gartens erstellen – und damit über das Schicksal dieses besonderen Ortes mitentscheiden.

Auf diesen Roman war ich sehr gespannt, denn schon das Cover hat mir sehr gefallen! Der Schreibstil ist recht leicht zu lesen wenn man ins Buch reingefunden hat und die Autorin versteht es bildhaft und lebendig das Istanbul der Vergangenheit zu beschreiben, auch wenn es ab und zu etwas zähe Passagen gibt.

Die Frauen werden authentisch beschrieben und ihre Handlungen sind meist nachvollziehbar. Auf jeden Fall konnte ich gut mit ihnen mitfiebern. Ausserdem habe ich einiges über Emigration und die Vergangenheit in dieser interesanten Stadt lernen dürfen und das mit Spaß.

Ein Buch das auf jeden Fall sehr empfehlenswert ist wenn man Interesse an Botanik und Istanbul hat

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Ein Ort, der bleibt

Rezensionen von DoraLupin:

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Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss von Ryan Graudin

Schönes Buch von außen und innen

Faye lebt auf einemn magische Schloss und liebt es dort sehr!Es gibt hier allerhand fantastisches wie launische Keksdrachen oder singende Orchideen, die im Gewächshaus Konzerte veranstalten. Eines Tages sucht der Zauberer des Schlosses nach einem Nachfolger und lässt zu einem Turnier. Obwohl nur Jungen eingeladen sind möchte Faye alles tun um doch teilnehmen zu können!

Schon allein das Cover und der Buchschnitt sind wunderschön und ein absoluter Hingucker! Deshalb eignet sich das Buch auch gut als Geschenk für ein Kind, das magische Geschöpfe und Geschichten liebt!

Der Schreibstil ist einfach zu lesen und altersgerecht, dabei aber sehr schön durch all die fantasievollen Beschreibungen des Schlosses und seiner Bewohner!

Faye ist ein tolles Mädchen und es fällt daher sehr leicht sich in die Geschichte fallen zu lassen und mit ihr mitzufiebern! Obwohl sie es als Mädchen nicht immer einfach hat, lässt sie sich nicht unterkriegen und steht für ihre Träume ein!

Ein tolles Buch mit einem fantastischen Abenteuer, dass ich nur weiterempfehlen kann.

Sowohl von außen als auch von innen wunderschön!

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Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss

Rezensionen von KersG:

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Was dein Leben leichter macht von Sina Haghiri

Ein Buch um sich selbst und andere besser zu verstehen

Ein tolles und inspirierendes Buch, um sich selbst und andere besser zu verstehen. Um das Leben und unser eigenes Verhalten besser verstehen zu können. Der Autor greift hier sehr wichtige Themen auf und erklärt psychologische Zusammenhänge auf einzigartige Art und Weise. Durch seine eigenen Erfahrungen und Anekdoten aus dem Therapiealltag, wird das Ganze praxisnah erklärt und dem Leser verständlich veranschaulicht.

Er lädt dazu ein, sich selbst und das eigene Leben genauer zu betrachten und zu analysieren. Das Buch hat mich an vielen Stellen zum Nachdenken angeregt.

Außerdem bringt er viele Studien und Experimente mit ein, die das Geschriebene nochmal zusätzlich verdeutlichen. Dazu gibt es noch einige Grafiken, die alles auflockern.

Warum streiten und lügen wir? Was sagen unsere Lebensgewohnheiten über uns und unser Leben aus? Diese und viele weitere Themen werden in diesem Buch thematisiert. Es ist keine trockene Aneinanderreihung von Theorie. Es ist ein praxisnahes und motivierendes Buch.

Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Es wird alles kurz und prägnant auf den Punkt gebracht ohne allzu ausschweifend oder langatmig zu sein. Mich hat das Buch wirklich begeistert. Man kann die Kapitel der Reihe nach lesen, oder aber auch zwischen den Kapiteln umherspringen. Was einen gerade am Meisten anspricht.

Durch die Vielfalt der Themen, die in dem Buch angesprochen werden, ist für jeden etwas Interessantes dabei.

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Was dein Leben leichter macht

Rezensionen von dorli:

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Darkly von Marisha Pessl

Ich bleibe zwiegespalten zurück

Die 17-jährige Dia Gannon kann es nicht glauben - obwohl es über sechshunderttausend Bewerber gab, ist sie eine von sieben Jugendlichen, die von der Louisiana Veda Stiftung für ein Sommerpraktikum ausgewählt wurden. In London angekommen, wird allerdings schnell klar, dass es hier nicht um gewöhnliche Bürotätigkeiten und das Erfassen von Daten geht, denn Dia und ihre Mitstreiter werden statt in die Geschäftsräume der Stiftung auf eine abgelegene Insel gebracht - die Insel, auf der Louisiana Veda ihre begnadeten Darkly-Spiele entwickelt und hergestellt hat.

Louisiana Veda war die Gründerin der Brettspielfirma „Darkly“ und eine brillante Erfinderin von perfekt ausgetüftelten Spielen. Eine absolute Legende. Auch zig Jahre nach ihrem Tod haben ihre genialen Brettspiele eine riesige Fangemeinde. Originale werden in Auktionshäusern für Millionen Dollar gehandelt.

Vor knapp vierzig Jahren wurde der Prototyp des Darkly-Spiels „Walküre“ samt Anleitung gestohlen. „Walküre“ ist ein überaus gefährliches Spiel, das nie veröffentlicht werden sollte, daher hat Louisiana Veda in ihrem Testament verfügt, dass der Dieb aufgespürt und zur Rechenschaft gezogen werden muss und das Spiel unbedingt vernichtet werden soll.

Obwohl die mit der Suche beauftragte Kanzlei über die Jahrzehnte hinweg alle Ecken der Welt durchkämmt hat, blieb das Spiel verschwunden - bis es vor einigen Monaten wieder aufgetaucht ist und im Verborgenen von Jugendlichen gespielt wird. Da „Walküre“ bereits ein erstes Opfer gefordert hat - der 15-jährige George Glenfell hat das Spiel gewonnen und ist seit dem spurlos verschwunden - begeben sich Dia und die anderen Praktikanten auf eine äußerst gefahrenvolle Mission, denn sie müssen das Spiel bis zum Ende spielen, um den Täter dingfest zu machen und die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Marisha Pessl hat mich mit diesem Thriller für junge Leser ab 12 Jahre von der ersten Seite an fest im Griff gehabt. Schon die Ausschreibung für das Sommerpraktikum mit der verstörenden Bewerbungsfrage („Wofür würden Sie töten?“) und der unbedingten Anforderung, ein Tückling sein zu müssen, hat mein Kopfkino auf Hochtouren rotieren lassen. Ich war sofort neugierig auf alles - die ominösen Darkly-Spiele, deren geniale Schöpferin, die dubios wirkende Stiftung, die Mitglieder in der Gruppe um Dia.

Die Autorin versteht es ganz ausgezeichnet, diese anfängliche Spannung auf einem hohen Level zu halten, indem sie immer nur kleine Andeutungen macht und Hintergründe nur häppchenweise preisgibt. Geschickt befeuert sie die Sogwirkung der Geschichte mit diversen Überraschungen, immer neuen Wendungen, rätselhaften Hinweisen, abstrusen Theorien und einigen Ungereimtheiten, so dass ich mit hoher Geschwindigkeit durch das Buch gerauscht bin, immer begierig darauf zu erfahren, was als nächstes auf die Teenager zukommt und welche Wahrheit hinter allem steckt.

Auch die gruselige Atmosphäre hat mich begeistert. Alles wirkt sehr düster. Die nebelverhangene Insel, die alte Fabrik und auch die verfallene Villa sorgen für einen schaurigen Touch. Man hat ständig das Gefühl, dass hinter den trüben Fenstern eine Bedrohung lauert. Auch Dias Umfeld ist schwer zu durchschauen. Immer wieder fragt man sich: Wer meint es ehrlich? Wer ist gefährlich?

Nicht so gut gefallen hat mir die Charakterdarstellung. Ich hätte mir gewünscht, dass die unterschiedlichen Eigenschaften der Teenager deutlicher hervorgehoben werden und sie mehr entsprechend ihren Eigenarten agieren. Das Zusammenspiel wäre viel lebhafter geworden. Selbst Dia, die mich am Anfang mit ihrem altmodischen Typus so fasziniert hat, wird im Verlauf der Handlung immer blasser. Ja, Dia erfüllt ihre Aufgabe als Hauptfigur, sie ist gewieft und mutig, sie besteht die Abenteuer, es Spaß macht, ihr zu folgen und gemeinsam mit ihr die Rätsel zu lösen. Dennoch haben mir ihre außergewöhnliche Ausstrahlung und ihre charmante Selbstironie vom Beginn der Geschichte gefehlt.

Als sehr gut gelungen habe ich die Aufmachung des Buches empfunden. Nicht nur das Cover verdient ein großes Lob, auch die Idee, die eigentliche Handlung durch informative Zeitungsausschnitte, Fotos und Briefe zu ergänzen, finde ich großartig.

Alles in Allem bleibe ich etwas zwiegespalten zurück. Eine spannende Geschichte, die mit einer herrlich schaurigen Atmosphäre punkten kann, die aber durch nur halbgar ausgearbeitete Charaktere hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Daher 3,5/5.

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Darkly

Rezensionen von Petra:

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Schräge Vögel – SOKO Zwergsäger von Anna Täuber

Der zweite Fall für die Birder

Die Birder sind wieder da. Zufällig findet Harald einen Toten bei seinem Nachbarn auf dem Stillen Örtchen. Promptg gerät sein Gartennachbar und Freund Anton unter Verdacht. Denn der Tote und er lagen im Dauerclinch. Da niemand glaubt das der bescheidene Taubenzüchter der Mörder ist muss die Soko wieder selber ermitteln.

Die vier haben seit dem ersten Band an Sozialkompetenz gewonnen. Harald denkt manchmal erst nach bevor er redet, Sabine hält sich etwas zurück, Thilo bringt seine Freundin mit ein und Katja gewinnt an Selbstvertrauen.
Sie sind nicht nur schräg, sie sind auch genial. Durch das Vögel beobachten haben sie die Geduld praktisch erfunden. Durch den Austausch ihrer doch sehr unterschiedlichen Gedanken kommen sie der Lösung näher.
Jedes Kapitel hat einen Spruch aus der Vogelwelt zum Titel, das ist schon der erste Grund zum Schmunzeln, dann die unterschiedlichen Verhaltensweisen, z. B.: Thilos Multitasking da kommt keine Frau mit. Auch die Nebenfiguren wie Sabines Familie mitsamt Pflegerin für Mutter Heide sind für eine Überraschung gut.
Mir ist die Truppe mit dem zweiten Band direkt ans Herz gewachsen, der erste war schon gut aber eher alltäglich, dieses Buch ist eine deutliche Steigerung und es war ein spannender Genuss es zu lesen.
Ich hoffe sehr das die Serie fortgesetzt wird.

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Schräge Vögel – SOKO Zwergsäger

Rezensionen von Bernhard:

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Klimaschutz – als wir Ernst machten von Johannes Götz

Inspirierend und Mut machend

Toll finde ich, dass das Buch nicht nur beschreibt, warum Klimaschutz wichtig ist, sondern ehrlich die Frage stellt, wie echter Wandel überhaupt möglich werden kann. Sehr spannend und anregend, gerade weil das Thema aus einer persönlichen und gleichzeitig gesellschaftlichen Perspektive erzählt wird.

Eine überaus lesenswerte und ungewöhnliche Herangehensweise an das im buchstäblichen Sinne brennendste Thema unserer Zeit

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Klimaschutz – als wir Ernst machten