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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tina:

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Where We Belong von Wiktoria A. Wieczorek

Zwischen Vergangenheit und Neuanfang

Als ich „Where We Belong“ von Wiktoria A. Wieczorek gelesen habe, war ich sehr schnell in der Geschichte drin. Der Roman begleitet die Protagonistin Nessy, die versucht, ihren Platz im Leben zu finden und mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, dass hier eine sehr persönliche und emotionale Geschichte erzählt wird.

Besonders gefallen hat mir, wie authentisch die Hauptfigur wirkt. Nessy ist keine perfekte Heldin – sie zweifelt, macht Fehler und wirkt dadurch sehr menschlich. Beim Lesen konnte ich viele ihrer Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Gerade dieses Gefühl, nicht ganz dazuzugehören und sich selbst immer wieder neu finden zu müssen, zieht sich spürbar durch das Buch und macht die Geschichte sehr berührend.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und gleichzeitig sehr bildhaft. Dadurch lässt sich das Buch schnell lesen, ohne dass die emotionalen Momente an Tiefe verlieren. Immer wieder gibt es Szenen, die zum Schmunzeln bringen, aber auch solche, die nachdenklich stimmen. Diese Mischung hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil sie die Geschichte lebendig wirken lässt.

Auch die Nebenfiguren tragen viel zur Atmosphäre des Buches bei. Sie geben der Handlung zusätzliche Dynamik und sorgen dafür, dass sich Nessys Welt glaubwürdig und vielseitig anfühlt. Besonders die Dialoge wirken oft sehr natürlich, was das Lesen noch angenehmer macht.

Das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zum Buch. Es wirkt modern, gefühlvoll und ein bisschen melancholisch, genau die Stimmung, die ich auch während des Lesens wahrgenommen habe. Schon beim ersten Blick hatte ich das Gefühl, dass sich dahinter eine emotionale Geschichte verbirgt, und dieses Gefühl hat sich beim Lesen bestätigt. Das Cover macht neugierig und spiegelt die Atmosphäre des Romans sehr passend wider.

Insgesamt hat mir „Where We Belong“ wirklich gut gefallen. Es ist eine emotionale Geschichte über Identität, Neuanfänge und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Besonders die authentischen Gefühle der Protagonistin und der angenehme Schreibstil haben das Buch für mich zu einer sehr schönen Leseerfahrung gemacht.

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Where We Belong

Rezensionen von Tina:

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The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh

Für mich ein echtes Highlight

Ich habe dieses Buch unglaublich gern gelesen. Ich liebe die Autorin und ihren Schreibstil einfach, und auch hier hat sie mich wieder vollkommen überzeugt. Die Geschichte verbindet Humor, Gefühl und Tiefe auf eine sehr natürliche Art, sodass ich mich schnell in den Figuren und ihrem Alltag verloren habe.

Eleanore ist eine Protagonistin, die mir besonders ans Herz gewachsen ist. Ihre Gedanken sind ehrlich, selbstkritisch und oft zum Schmunzeln, gleichzeitig aber auch berührend. Dex bringt eine ganz andere, ruhigere und verletzlichere Ebene in die Geschichte, die dem Buch zusätzliche Tiefe verleiht. Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich angenehm authentisch und ohne Hektik, was mir sehr gefallen hat.

Auch das Setting und die Nebenfiguren tragen viel zur Atmosphäre bei. Die Kleinstadt wirkt lebendig, das Café spielt eine schöne Rolle im Alltag der Figuren und alles fühlt sich stimmig und liebevoll ausgearbeitet an. Die Dialoge sind lebendig, der Humor sitzt, und selbst die ernsteren Themen sind sensibel und glaubwürdig umgesetzt.

Das Cover passt für mich perfekt zur Geschichte. Es ist modern, warm und verspielt und spiegelt genau die Stimmung wider, die das Buch beim Lesen vermittelt. Schon optisch macht es Lust, zur Geschichte zu greifen, und nach dem Lesen kann ich sagen: Es hält, was es verspricht.

Für mich ist The Iced Caramel Coffee Agreement ein rundum gelungenes Romance-Buch mit Herz, Humor und Tiefe. Wer gefühlvolle Geschichten mit starken Charakteren und einem besonderen Schreibstil mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Absolute Empfehlung.

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The Iced Caramel Coffee Agreement

Rezensionen von PMelittaM:

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Fables, Band 6 - Finstere Jahreszeiten von Bill Willingham

Manches ändert sich in Fabletown

Bevor die Hauptstory weitergeführt wird, erleben wir mit Bigby Wolf ein Abenteuer im Zweiten Weltkrieg. Danach erfahren wir dann das Ergebnis der Bürgermeisterwahlen von Fabletown, was zu einigen Änderungen führt. Snow White kommt mit mehr Kindern nieder als erwartet, und das ist nicht die einzige Überraschung.

Hier ändert sich tatsächlich einiges, und wir lernen auch neue Charaktere kennen, vor allem den sehr beeindruckenden Vater Bigbys. Gespannt bin ich darauf, wie sich Snows Kinder weiterentwickeln und, ob wir demnächst wieder in die Heimat der Fables gehen werden, denn ein Protagonist hat sich in diese Richtung aufgemacht.

Band 6 der Reihe führt die Geschichte interessant weiter und man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

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Fables, Band 6 - Finstere Jahreszeiten

Rezensionen von Gute_Laune:

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Bestes für die Party von Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben

Rezepte von Leserinnen und Lesern!

Für jede Gelegenheit leckere Rezepte für Gäste sind in den Kapiteln Aus dem Suppentopf; Bunte Salat-Ideen; Fingerfood; Alles rund um Brot; Kochen für Freunde; Nachspeisen zusammengestellt. Für mich persönlich ist dabei Fingerfood immer klasse, da vielseitig einsetzbar und immer gern genommen. Da alle Rezepte von Lesern und Leserinnen des Wochenblattes für Landwirtschaft und Landleben stammen, sind sie nicht abgehoben und wirklich gut umsetzbar.

Sehr schön finde ich, dass es zu jedem Rezept nicht nur ein Foto des Gerichts, sondern auch der Leserin bzw. des Lesers, von der oder dem es stammt, gibt.

Nährwertangaben werden zwar keine genannt, doch dafür Tipps und Anregungen zum Rezept, das klassisch aufgebaut ist. Nach dem Titel folgen die Personenzahl, für die es ausgelegt ist, nach Komponente sortierte Zutatenlisten, daneben die Arbeitsschritte, die gut verständlich formuliert sind. Dass jedes Kapitel mit einer kleinen Übersicht der dazugehörigen Rezepte startet, finde ich sehr gut gelöst.

Die Rezepte sind abwechslungsreich und querbeet durch Klassiker und moderne Küche. Sie haben alle einen kleinen Pep und verführen zum Zugreifen. Es werden nie viele Zutaten benötigt und schon gar keine exotischen. Alles ist leicht zu bekommen und liegt dann nicht ewig herum, weil man die Reste nicht wieder verwendet. Hier wird mit einfachen, aber guten Lebensmitteln gearbeitet. Genau das gefällt mir, denn es zeigt, dass für großen Geschmack keine extravaganten Zutaten nötig sind.

Eine große Hilfe ist die Tabelle am Ende des Buches. Hier kann man gut planen, wie viel man für die Anzahl der Personen, die man bewirten möchte, benötigt. So muss man nicht schätzen, alle werden satt und es bleibt nicht so viel übrig. Mich überzeugt das Buch rundum! Fünf Sterne!

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Bestes für die Party

Rezensionen von ekiam:

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Ignite (New Beginnings at Cloverleigh Farms 1) von Melanie Harlow

Hatte mir mehr erhofft

Ignite hatte auf dem Papier eigentlich vieles, was ich gerne lese: Age Gap, grumpy Love Interest, alleinerziehender Vater und dazu noch ein Feuerwehrmann als Protagonist. Leider hat die Umsetzung für mich am Ende nicht ganz gehalten, was ich mir davon versprochen hatte.

Direkt vorweg: Wer wegen des Feuerwehr-Settings zugreift, sollte die Erwartungen etwas anpassen.

Dass Dex Feuerwehrmann ist, bleibt über weite Strecken eher nebensächliches Beiwerk und wird aus meiner Sicht ziemlich stiefmütterlich behandelt. Die Geschichte hätte mit kleinen Anpassungen fast genauso gut in einem anderen beruflichen Umfeld stattfinden können.

Positiv hervorheben möchte ich auf jeden Fall den Schreibstil. Das Buch liest sich angenehm flüssig, locker und unkompliziert weg – ich bin gut durch die Seiten gekommen und hatte nie das Gefühl, sprachlich irgendwo hängenzubleiben.

Nicht überzeugen konnte mich dagegen das Tempo der Geschichte. Für meinen Geschmack zieht sich die Handlung zu sehr und dreht immer wieder Schleifen, ohne wirklich neue Entwicklungen einzubringen. Irgendwann war ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mich ernsthaft gefragt habe, was auf den letzten fünfzig Seiten überhaupt noch passieren soll, weil die Geschichte für mich gefühlt schon erzählt war. Dadurch wurde das Leseerlebnis zunehmend träge.

Den Age-Gap-Trope lese ich eigentlich sehr gerne. Hier ist es für mich aber stellenweise in eine Richtung gekippt, die ich unangenehm fand. Dass Figuren sich Gedanken über den Altersunterschied machen, gehört für mich dazu. Schwieriger wurde es für mich dadurch, dass Dex immer wieder betont, wie süß und wie kindlich Winnie sei. Das hat bei mir nicht die Dynamik erzeugt, die ich mir von diesem Trope wünsche, sondern eher einen seltsamen Beigeschmack hinterlassen.

Der Punkt, der für mich das Buch letztlich am stärksten überschattet hat, war allerdings die erste intime Szene zwischen den beiden. Auch wenn Dex vorher ankündigt, nicht sanft zu sein – in dem Moment, in dem Schmerzen geäußert werden, war für mich persönlich eine Grenze erreicht. Diese Szene hat meinen Blick auf die Beziehung danach deutlich beeinflusst und sich leider nicht mehr richtig aus dem Leseerlebnis lösen lassen.

Ein echtes Highlight waren dagegen Dex’ Kinder. Für mich haben sie einen großen Teil der Geschichte getragen und waren mit Abstand die stärksten Nebencharaktere – lebendig, sympathisch und oft deutlich interessanter als die eigentliche Liebesgeschichte.

Insgesamt ist Ignite für mich ein solides Buch mit angenehmem Schreibstil und starken Nebenfiguren, das aber bei Tempo, Romance-Dynamik und einigen inhaltlichen Entscheidungen deutlich hinter meinen Erwartungen geblieben ist.

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Ignite (New Beginnings at Cloverleigh Farms 1)

Rezensionen von Lilli33:

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Red Star Rebels von Amie Kaufman

Mix aus Science-Fiction und Romance

Mix aus Science-Fiction und Romance

Wir schreiben das Jahr 2067 und befinden uns auf der Mars-Basisstation der UN. Die siebzehnjährige Cleo hält sich seit Monaten versteckt, da auf der Erde Kopfgeldjäger:innen hinter ihr her sind. Auch Hunter Graves, Sohn einer reichen Familie, der große Anteile auf dem Mars gehören, befindet sich in der Station.

Beide haben gemeinsam, dass sie nicht als Bewohner registriert sind und deshalb bei einer Notfall-Evakuierung zurückgelassen werden. Schnell stellen sie fest, dass der Notfall fingiert war und die Station durch Kriminelle zerstört werden soll. Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt.

Das ganze Buch umfasst nur etwa acht Stunden, in denen so unglaublich viel geschieht. Cleo und Hunter stehen im Leben eigentlich auf verschiedenen Seiten, doch hier müssen sie zusammenarbeiten um zu überleben. Ich fand es sehr schön dargestellt, wie sie sich zunächst misstrauen, dann aber doch langsam Vertrauen fassen, nur um es wieder zu verlieren. Es ist tatsächlich kein geradliniger Weg zum Ziel, aber ein glaubwürdig beschriebener.

Mir haben sowohl Cleo als auch Hunter sehr gut gefallen. Beide haben ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen, das heute noch ihr Verhalten beeinflusst und prägt. Nach und nach dürfen wir immer mehr hinter ihre Fassaden blicken. Beeindruckend ist auch, wie sie mit dieser verzwickten Situation in der Mars-Station umgehen. Beide haben besondere Skills, die ihnen dabei helfen. Hier bewies die Autorin viel Einfallsreichtum und auch ein bisschen Humor. So lässt sich das Buch mit viel Spaß lesen. Noch ein wenig mehr Tiefe hätte den Protas nicht geschadet.

Fazit:
„Red Star Rebels“ überzeugt durch eine gelungene Mischung aus Spannung, Gefühl und Gesellschaftskritik, sympathische Hauptfiguren und eine temporeiche Handlung.

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Red Star Rebels

Rezensionen von PMelittaM:

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Was zum Tode führt von Nicole Eick

Krimi mit berührender Hintergrundgeschichte

Im Bamberger Hauptsmoorwald wird ein Skelett gefunden. Zuerst muss die Identität festgestellt werden, bevor man ermitteln kann, wie es zum Tod kam. Auf Kriminalhauptkommissar Alfred Meister und sein Team wartet keine leichte Aufgabe.

Es handelt sich hier um den dritten Band einer Reihe, für mich war es allerdings der erste Band, den ich gelesen habe.

Das Setting spricht mich als gebürtige Bambergerin natürlich sofort an und im Laufe der Handlung gibt es auch einiges Lokalkolorit. Tatsächlich ergeben sich aber auch Verknüpfungen in die ehemalige DDR, und zwar eher ungute, man erfährt einiges über deren dunkle Seiten, Dinge, die sicher nicht jedem bekannt sind, und die auch mich betroffen gemacht haben.

In der Regel macht es mir wenig aus, mitten in eine Reihe zu springen, auch hier fand ich mich bald zurecht. Allerdings hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Ermittlungsteam, keine:r von ihnen kam mir wirklich nahe. Alfred Meister zeigt zudem einen Charakterzug, der ihn mir nicht gerade sympathisch machte. Das fand ich ein bisschen schade, den ich fühle gerne mit den Protagonist:innen, und hier wurde mir das, zumindest bei diesem Team, eher verwehrt.

Dafür gab es einen anderen Erzählstrang, betitelt mit „Die Familie“, der mich mehr berührte. Man fragt sich beim Lesen schnell, was es mit dieser Familie auf sich haben könnte. Die Familie hat eine ganze Reihe von Problemen.

Am berührendsten aber fand ich das Tagebuch des Opfers. Was diese Person bis zu ihrem Ende erleben musste, hat mich regelrecht mitgenommen, zudem hat der Inhalt des Tagebuchs nicht nur die Ermittlungen sondern auch meine Überlegungen zum Hintergrund weiter vorangebracht.

Die Auflösung hatte ich schon ein bisschen vorausgeahnt, und ich kann sie auch nachvollziehen, dennoch hätte ich mir eine andere erhofft. Am Ende passt sie aber zur Geschichte, ein paar Dinge kamen mir aber nicht ganz logisch vor..

Der Roman lässt mich ein bisschen zwiegespalten zurück. Die Geschichte hat mich schon auf ihre Art fesseln können, ich hätte mir aber gewünscht, den Ermittler.innen nähergekommen zu sein, in anderen Kriminalromanen oder -reihen spüre ich da meist mehr Verbindung. Ich finde es auch wichtig, Geschichten die solch traurige Vergangenheiten betreffen, zu erzählen, solche Dinge sollten nicht in Vergessenheit geraten, zumal sie viel zu viele Menschen betroffen haben beziehungsweise noch betreffen. Trotzdem hat mich der Roman nicht ganz so erreichen können, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.

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Was zum Tode führt

Rezensionen von Emmmbeee:

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Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Fragen und Widersprüche

1953: Vor kurzem erst ist die DDR gegründet worden, da finden wir die Mädchen Tilla und Rena am Ufer der Saale. Einerseits fühlt Rena sich in ihrem Land und seiner Gesellschaft sicher, da sie an den Sozialismus glaubt, anderseits sehr unsicher deswegen, was denn nun alles erlaubt, was verboten ist, was trotzdem an Gefährlichem möglich sein könnte.

Sie müht sich durch ihr erstes Verliebtsein und versucht, die neugewonnene Freundschaft mit Rena zu erhalten. Gleichzeitig ist da plötzlich eine weibliche Leiche in der Saale.
Und dann: Rena verschwindet, vieles im Zusammenhang mit ihr scheint sich als Lüge zu entpuppen. Mit der Zeit taucht eine weitere Frage auf: Wer ist sie, Tilla, selbst? Fragen über Fragen, und niemand, der Antwort geben will.
Als Österreicherin habe ich vom Leben in der DDR nicht allzu viel mitbekommen, nur was man uns erzählt hat und was vereinzelt in den Büchern zu lesen war. Dass es am 17. Juni 1953 dort einen Volksaufstand gegeben hat, wusste ich bisher nicht. Dieser Roman nun gibt authentische Einblicke in das Leben und das Denken der Menschen von damals samt ihrem Zweifeln.
Bei dieser Geschichte über einen totalen Umbruch und das Ergebnis der Erkenntnisse war ich als Leserin mittendrin, habe um die gefährdeten Personen mitgebangt. Eva Kranenburg bezieht zwar keine persönliche Stellung zur DDR, legt aber ihren Finger auf Wunden wie Auschwitz und die teils krasse Ungleichheit in der damaligen Sowjetunion. Und zwar indem sie Tilla geheime Akten lesen und ihren Vater von seinen Erlebnissen und nicht zuletzt seiner bisher für Tilla verborgenen Ideologie erzählen lässt.
Trotz aller Spannung, besonders im letzten Viertel des Buches, habe ich etliche Stellen als langatmig empfunden und quergelesen. Auch Hauptthema sah ich keines, es ging um mehrere Erzählstränge, denen nicht gleich viel Gewicht zugestanden wurde. Hauptsächlich geht es um Tilla selbst, ihre jugendlichen Nöte, ihr Leben mit dem verwitweten Vater, den Mädchen auf dem Schulhof und um Roman, der noch pubertär zwischen dem Bild eines einsamen Menschen und seinen Versuchen männlicher Dominanz schwankt.
Eher an den Rand gedrängt wird nach Rena geforscht, die unauffindbar zu bleiben scheint. Was mir sehr gefiel, war, dass die Details am Rand zusätzlich Farbkleckse in die Lektüre streuen und den Lesestoff speziell machen. Tilla in ihren Nöten ist ausgezeichnet geschildert, Rena, der Vater, Roman und Rupert farbig skizziert, beinahe haptisch. Auch war ich dankbar für den historischen Kontext am Ende des Buches, der bei mir einige Wissenslücken schloß.

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Falls jemand fragt, wer wir waren

Rezensionen von peedee:

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Der kleine Strickladen in den Highlands von Susanne Oswald

Berührende Geschichte

Der kleine Strickladen, Band 1: Maighreads Welt liegt in Trümmern, denn nicht nur hat ihr Freund Schluss mit ihr gemacht, sie hat zugleich den Job verloren und dann erfährt sie auch noch, dass ihre Grossmutter gar nicht tot ist! Maighread muss ihre Grossmutter unbedingt kennenlernen – bevor es zu spät ist.

Sie reist an den Loch Lomond, wo ihre Mutter aufgewachsen ist und ihre Grossmutter lebt. Was hat zu dem Zerwürfnis der beiden geführt? Ihr Auftauchen sorgt leider nicht für Begeisterung…

Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit einem Ausschnitt aus dem Strickladen mit nostalgischem Touch – gefällt mir.

Dies ist Band 1 der Reihe, für mich jedoch bereits der 3. Band der Reihe, da ich die Bände 6 und 7 zuerst gelesen habe, wo es mir reihentechnisch „den Ärmel reingezogen“ hat und ich nun ordentlich mit den Vorgängerbänden „nachsitzen“ will.

Der Einstieg ist heftig: Freund weg, Job weg, die totgeglaubte Grossmutter am Leben… Insbesondere der letzte Punkt macht Maighread zu schaffen: Wie konnte ihre Mutter nur so viele Jahre sagen, dass ihre eigene Mutter tot sei? Was ist da passiert? Gibt es noch andere Lügen? Nur zu verständlich, dass sie nach Callwell fahren will, auch wenn sie noch nicht wirklich einen Plan hat, wie sie sich ihrer Grossmutter nähern will. Und was sie machen soll, wenn sie auf Ablehnung stosst. Die Ankunft in strömendem Regen verheisst nichts Gutes – sie hat Probleme mit dem Auto. Glücklicherweise taucht ein Schäfer auf, Joshua, wie sie sodann erfährt. Er hilft ihr und ihrer Border-Collie-Hündin Molly aus der Patsche. Die erste Begegnung mit Elisabeth, ihrer Grossmutter, endet in einem Fiasko und einer geschlossenen Tür vor der Nase! Aber Maighread ist niemand, der so einfach aufgibt…

Es ist immer wieder schön, wenn Stricken in einem Buch thematisiert wird. Es ist gut spürbar, dass die Autorin selbst „strickwütig“ ist. Wie gewohnt hat sich die Geschichte flüssig lesen lassen. Mir hat die Freundschaft von Chloe und Maighread sehr gefallen. Das Ende war für meinen Geschmack überdramatisch gestaltet. Nichtsdestotrotz vergebe ich 4 Sterne, da mich die Geschichte von Maighread und ihrer Grossmutter sehr berührt hat.

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Der kleine Strickladen in den Highlands

Rezensionen von Ameland:

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Bedrohliche Alpilles von Cay Rademacher

Schreckliche Morde in idyllischer Landschaft

Capitaine Roger Blanc wird zum Leiter einer neuen Ermittlungseinheit, die cold cases bearbeiten soll. Direkt der erste ihnen zugeordnete Fall hat es in sich und ist nichts für schwache Nerven. Dem Team bleibt kaum Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen, da stecken sie schon tief in den wieder aufgenommenen Ermittlungen.

Ich finde es ja immer wieder spannend und auch erstaunlich wie sich auch noch nach Jahren neue Spuren ergeben und was durch technischen Fortschritt an neuen Erkenntnissen erzielt werden kann. Auch Capitaine Blanc und seine Mitstreiter lesen alte Protokolle, die Ergebnisse der Rechtsmedizin, Zeugenaussagen und hoffen auf eine neue Spur zum Täter. Einig sind sie sich darin, dass der Mörder von damals aus Eyguières oder Aureille stammen muss und wahrscheinlich auch dort noch lebt. Immer wieder decken sie Lügen sowohl von heute als auch von damals auf. Es gibt einige Verdächtige, aber immer passt ein Puzzleteil nicht und so wird weiter in der Vergangenheit der Beteiligten gegraben.

Mir gefällt bei dieser Reihe die gelungene Mischung aus Spannung, Ermittlungsarbeit, Privatleben der Ermittler und den reizvollen landschaftlichen Beschreibungen. Letztere machen immer wieder Lust auf einen Urlaub in der Provence.

Genau wie Capitaine Blanc bin ich ganz zufrieden mit seinem Wechsel von aktuellen Morden zu dieser neuen Einheit für cold cases. Neue Teammitglieder sorgen für Abwechslung und bringen neuen Schwung in die Reihe.

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Bedrohliche Alpilles