Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewareni:
Zweimal Karma und zurück von Christiane Köhn-Ladenburger
Die zweite Chance nutzen
Cathy und Anne lernen sich zufällig in Indien kennen, wo sie in einer Palmblatt Bibliothek mehr über ihr zukünftiges Schicksal erfahren. Das, was sie dabei zu hören bekommen, wirft beide aus der Bahn und zurück in Deutschland beginnt jede auf ihre Art sich gegen die Vorhersage zu stellen.
,,2 x Karma und zurück“ lässt den Leser in eine besondere Welt eintauchen, die geprägt ist von Spiritualität, Karma und Vorhersagen.
Da die Autorin Christiane Köhn-Ladenburger selbst in Indien war und sich ihr Palmblatt lesen hat lassen, konnte sie die Geschichte dem Leser intensiver näher bringen.
Zu Beginn konnte ich schwer der Handlung folgen, da beide Protagonistinnen ähnliche Familienverhältnisse und daraus resultierenden Probleme hatten. Beide Frauen arbeiten und bringen das Geld nach Hause, beide haben dadurch wenig Zeit für ihre Familie und um ihre Ehen steht es auch nicht gut. Erst mit der Zeit, als sich beide in eine andere Richtung entwickeln, war es leichter der Geschichte zu folgen.
Die Frage stellt sich dabei immer wieder, ob oder wie weit ist man dazu bereit, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Dass man dabei oft Wege gehen muss die unbekannt sind oder man auf etwas verzichten muss, damit etwas Neues entstehen kann, kommt dabei gut zur Geltung.
Es gibt zwar viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die man nicht verstehen kann, aber in der Geschichte waren mir manchmal zu vielen Szenen die mir zu spirituell waren. So konnte z.b Shari, eine Freundin von Anne , bei einer Meditation ,,sehen“, dass es Anne bei ihrer Wanderung gut geht, oder Shari in Trance mit der Stimme von Annes Vater sprechen.
Den Protagonistinnen werden zwar immer wieder Steine in den Weg gelegt, aber irgendwie schaffen sie es doch, diese aus den Weg zu räumen, um am Ende mit dem, was sie erreichen wollten, glücklich zu sein.
Rezensionen von Annabell95:
The Crane and the Nightjar von Ada Bailey
Tödlicher Wettkampf
Die vermeintliche Diebin Zara wartet in den Kerkern von Raspa auf ihre Hinrichtung. Doch stattdessen bietet der König einen gefährlichen Deal an. Sie soll in einem brutalen Wettkampf gegen andere Todeskandidaten antreten und anschließend ein sagenumwobenes Artefakt stehlen. Um überhaupt eine Chance zu haben, muss sie sich mit ihrem mysteriösen Zellennachbarn Crane zusammentun.
Crane ist ein Mann, der ebenso gefährlich wie undurchschaubar ist und ganz offensichtlich eigene Pläne verfolgt. Während der Wettkampf immer tödlicher wird, steht Zara vor der entscheidenden Frage: Kann sie Crane trauen, wenn in diesem Spiel niemand wirklich gewinnen kann, sondern nur überlebt?
"The Crane and the Nigthjar - Nebelverhüllt" ist der erste Band einer Dilogie.
Es hat mich sofort mit seinem düsteren, nebelverhangenen Setting gepackt. Die bildhaften Beschreibungen lassen einen förmlich selbst durch die kalten, verschatteten Landschaften laufen. Dadurch verleiht es dem Setting eine Atmosphäre, die gleichzeitig geheimnisvoll und unterschwellig bedrohlich wirkt.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven der beiden Hauptprotagonisten Crane und Zara jeweils aus der Ich-Erzählperspektive erzählt. Dadurch taucht man in ihre Gedanken und Gefühle ein. Somit lernt man beide Figuren Stück für Stück besser kennen. Allerdings hat mir die Emotionalität zwischen den beiden etwas gefehlt. Obwohl man ihre Gedankenwelt gut nachvollziehen kann, entsteht zwischen ihnen weniger spürbare Intensität.
Die Nebenfiguren sind ebenfalls gut gezeichnet. Manche sind einem auf Anhieb sympathisch, manche sind bewusst kantig gezweichnet.
Die Erzählweise ist ruhig, aber flüssig und angenehm zu lesen. Es gibt keine rasante Entwicklung, sondern eine stetige, fast schleichende Spannung. Immer wieder tauchen kleine Überraschungen auf, die einen weiterziehen lassen, weil man unbedingt wissen will, was als Nächstes passiert. Das Ende kommt mit einem krassen Plot-Twist, der so nicht zu erwarten war. Er wirkte nur nicht ganz herleitbar, da eine klare Erklärung ein wenig gefehlt hat. Aber es macht definitiv neugrierig auf die Fortsetzung.
Mein Fazit:
Das Buch überzeugt mit einer dichten, atmosphärischen Welt und einer stetig wachsenden Spannung. Trotz kleiner Schwächen in der emotionalen Dynamik zwischen den Protagonisten und einem Twist, der etwas klarer hätte vorbereitet sein können, bleibt der Auftakt der Dilogie fesselnd und stimmungsvoll. Ideal für Leser*innen, die ruhige Fantasy mit starken Perspektiven und geheimnisvollem Flair suchen.
Rezensionen von vianne:
Happy, Healthy and Wealthy von Emma Mumford
Für den perfekten Start in den Tag!
Happy, Healthy & Wealthy ist ein wunderschönes Kartenset mit positiven Mantras und einem tollen Booklet, in dem man alles über das Kartenset lernt.
Ich bin total neu in dem Bereich und habe noch nie zuvor manifestiert, aber dieses Kartenset hatte mich aus irgendeinem Grund angesprochen.
Ich habe das Kartenset jetzt schon ein wenig ausprobiert und finde es total schön.
Ich habe es in meine Morgenroutine eingebaut und dadurch startet man irgendwie ein bisschen glücklicher in den Tag.
Bisher fand ich die Karten, die ich gezogen habe immer sehr passen. Natürlich muss man sich auch darauf einlassen, aber ich finde, dieses Set ist perfekt geeignet für Anfänger!
Ein kleiner Kritikpunkt wäre allerdings, dass die Mantras auf den Karten auf Englisch sind, was mich erst gestört hatte, aber sobald man es länger nutzt, weiß man irgendwann was es bedeutet. Außerdem gibt es im Booklet die deutsche Übersetzung zu den wunderschön illustrierten Karten.
Und jetzt zum Booklet und den Mantras, die von der Autorin Emma Mumford geschrieben wurden.
In der kleinen Box befindet sich ein Booklet und 44 Karten. In dem Booklet gibt es eine Einführung in die Thematik der Manifestation, die mir sehr gefallen hat. Außerdem gibt es verschiedene Anregungen und Beispiele wie man das Kartenset benutzen kann und wie man genau manifestiert.
Das alles ist aber auch nicht zu kompliziert und umfangreich, sondern ganz einfach und gut auf den Punkt gebracht worden und hat mir sehr geholfen.
Den Hauptteil des Buches nehmen die Erklärungen der Karten ein, jede Karte wird kurz erklärt, was sie bedeutet, wie man es interpretieren könnte und außerdem werden einem Denkanstöße zum Journaling an die Hand gegeben sowie andere kleine Ideen, um die Manifestation zu vertiefen.
Und zuletzt noch ein mal zu den Illustrationen von Emmy Lupin.
Wow! Jede einzelne Karte sieht einfach nur wunderschön aus. Alleine die leuchtenden Farben heben meine Laune jedes Mal, wenn ich die Karten sehe. Ein wenig erinnern sie mich an „Dopamine Decor“.
Und auch die Motive sind richtig schön und voller Vielfalt und passen auch immer unglaublich gut zu den Mantras.
Alles in allem bin ich sehr positiv überrascht von dem Kartenset und würde es jedem weiterempfehlen!
Rezensionen von Kwinsu:
Vor uns die Zeit von R. C. Sherriff
Time for something new
Tom Baldwin steht vor seiner Pensionierung, über 40 Jahre war er in der Versicherungsbranche tätig. Er träumt sich ein wundervolles Leben herbei, in dem er seinen großen Leidenschaften, wie Geschichte, Archäologie und der Bearbeitung seines Gartens nachgehen kann. Doch die Realität ist ernüchternd und langsam verfällt er in depressive Episoden.
Bis er eines Tages mit seiner Frau Edith beschließt, einen Ausflug in das Wendental zu machen. Dort haben sie eine Begegnung, die ihr Leben tiefgreifend verändern wird: ein junger Immobilienmakler führt ihnen ein Musterhaus vor und das Ehepaar weiß: das ist ihre Zukunft.
Der Roman "Vor uns die Zeit" von dem Theaterautor, Drehbuchschreiber und Schriftsteller R.C. Sherriff erschien unter dem Namen "Greengates" das erste Mal im Jahr 1936. Das Buch strotzt vor britischer, gutbürgerlicher Attitüde seiner Zeit und ist dennoch erstaunlich zeitlos. Es ist so absolut nachvollziehbar, dass das plötzliche Loch, das einen durch den Eintritt ins Rentenalter mit hässlicher Fratze lachend entgegenstrotzt, in eine tiefe Depression stürzen kann. Die Beziehungsverhältnisse, wie sie bisher waren, können so nicht weitergehen: die Ehefrau, die sich stets um Haus und Garten kümmerte und nichts mehr liebte, als ihr kurzes Nachmittagsnickerchen, ist in ihrer Routine erschüttert, genauso wie ihr Dienst"mädchen" Ada, die plötzlich ihre Arbeit nicht mehr nach gewohnten Mustern verrichten kann. Und der Pensionär selbst weiß nichts mit seiner neu gewonnenen Zeit anzufangen. Der Autor Sherriff weiß mit feinem Humor eine Charakterstudie der Protagonist*innen nachzuzeichnen, die vor Beobachtungsgabe und zeitloser Modernität nur so strotzt.
Alles ändert sich nach dem Ausflug ins Wendental: das Ehepaar verliebt sich Hals über Kopf in das Musterhaus und trotzdem sie bisher sehr auf Sparsamkeit bedacht lebten, sind sie gewillt ihr Erspartes und Geerbtes für einen neuen Lebensabschnitt in einem Haus, das allen modernen Komfort der Zeit bietet, zusammenzukratzen und würden am liebsten gleich dort einziehen. Lustigerweise haben sie kaum noch Geduld um abzuwarten, dort einzuziehen. Auch als Leserin fiebert man mit, dass alles wirklich so gut gehen wird, wie sich das Ehepaar so erhofft - ohne dabei von irgendjemanden übers Ohr gehauen zu werden. Als es endlich so weit ist, werden die beiden gleich ins nächste Projekt gezogen und widmen ihr Leben nun der Gemeinschaft, in Form eines partizipativen Klubs.
Es ist erstaunlich, wie fein und tiefgehend der Autor seine Figuren zeichnet, sich mit einem Augenzwinkern über sie lustig macht, ohne sie jemals bloßzustellen oder die Augenhöhe zu verlieren. Großartig gelingt es ihm, ein eigentlich recht fades Leben mit Enthusiasmus und liebevollen Standesdünkel zu würzen und die Charaktere absolut glaubhaft und authentisch darzustellen. In keinem Moment kommt Langeweile auf und es ist herrlich mitzuverfolgen, wie Tom über seine eigene Entwicklung reflektiert - und staunt. Ich kann immer noch nicht ganz glauben, dass der Roman vor 90 Jahren das erste Mal veröffentlicht wurde und nichts an Aktualität verloren hat - wenn man von dem dargestellten, gutbürgerlichen Milieu mit starkem britischen Akzent einmal absieht. Die Charaktereigenschaften von Tom sind humorig schrullig, er weiß sich standesgemäß zu benehmen und ist anfänglich auch den Umständen entsprechend genügsam. Trotzdem der Hauskauf sie vor finanzielle Herausforderungen stellt, kommt er keine Sekunde auf seine Idee, etwas von ihrem bisherigen Lebensstandard - beispielsweise auf seine Haushälterin - zu verzichten. Äußerst amüsant ist es auch mitzuverfolgen, wie plötzlich ihr jahrzehntelang gewohntes Haus vom einst geliebten Zuhause zu einer hässlichen, ungemütlichen und unkomfortablen Bude heranwächst, nachdem ihnen ihr neues Zuhause vor Augen steht. Auch die Befindlichkeiten und Meinungen anderen Menschen gegenüber, beispielsweise dem kolonialistischen und leicht unsympathischen Mr. van Doon, sind bezeichnend, aber erstaunlich versöhnlich und offen.
Mein Fazit: "Vor uns die Zeit" ist ein absolut empfehlenswerter Roman, der schon 90 Jahre auf dem Buckel und nur wenig an Aktualität verloren hat. Er besticht durch feine Charakterbeobachtungen und zum Schmunzeln bringenden Humor, ohne dabei die Figuren ins Lächerliche zu ziehen. Es ist ein meisterliches Werk britischer Literatur, die alle lesen sollten, die der britischen upper middle class gewogen sind und sich für die tiefgehenden Veränderungen interessieren, die passieren, wenn man das Arbeitsleben hinter sich gelassen hat.
Rezensionen von Marie aus E.:
OTTO fährt los - Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger
So riecht das Glück - mit Otto nach England
Es geht schon zum fünften Mal auf große Fahrt mit Otto. Dieses Mal nach England, wie schön.
Was mir gar nicht klar war: Otto ist nicht exklusiv mit einer Familien unterwegs, sondern findet neue Reisebegleitungen.
Hier machen sich Papa Martin, Freda und Arthur auf die Reise. Fredas und Arthurs Mutter ist nicht mit dabei, weil die Eltern getrennt sind.
Ich mag das ja, wenn Bilderbücher Lebensrealitäten abbilden, ohne groß zu thematisieren.
Unterwegs holen sie dann noch Tante Lissy und Dackel Daisy mit an Bord und dann erkunden sie zusammen England.
Otto ist der sympathischste Bus und Freund, den man sich vorstellen kann. Er ist neugierig, zeigt Gefühle und kümmert sich um seine Ferienfamilie.
Ich mag die Otto-Bücher, weil man so viel entdecken kann.
Es werden die klassischen Urlaubsvorstellungen bedient, man könnte es vielleicht auch ein wenig klischeehaft finden, aber für Kinder, die ein neues Land entdecken, finde ich es so genau richtig.
Ganz besonders putzig und auch rührend fand ich Auflösung um den Keksdieb im Buckingham-Palast.
Das Buch hat zwar für ein Bilderbuch schön viel Text, man wird aber trotzdem noch etwas erklären müssen über Sherlock Holmes, die Queen, was ein Phlox ist usw.
Aber das Buch ist perfekt, um ins Gespräch über das Urlaubsland zu kommen.
Die Illustrationen sind wie immer wunderschön, die Charaktere so liebevoll gezeichnet und auf jeder Seite gibt es ganz viel zu entdecken.
Es gibt auch wieder viele schöne, kleine Botschaften wie z. B. Regenwetter kann auch toll sein, Teilen macht Freude usw.
Ich bin ganz beseelt nach dem neuen Otto-Buch und freue mich auf viele weitere Abenteuer.
Rezensionen von PMelittaM:
Tod am Rashomon Tor von Ingrid J. Parker
Gut recherchierter historischer Kriminalroman
Kyoto, Japan, 11. Jahrhundert: Der Justizbeamte Sugawara Akitada wird von seinem ehemaligen Mentor Hirata um Hilfe gebeten. An der Kaiserlichen Universität, in der Hirata lehrt, scheint es einen Erpresser zu geben. Akitada wird vorübergehend vom Dienst freigestellt und geht als neuer Dozent an die Universität, um undercover ermitteln zu können.
Bald gibt es Tote und Akitada hat drei verschiedene Fälle zu klären.
Die Reihe um den japanischen Ermittler ist schon früher einmal erschienen, dieser Band im Original 2002, im Deutschen 2004. In der damaligen Reihenfolge scheint „Tod am Rashomon Tor“ der zweite Band gewesen zu sein, es wird in diesem auch an Fälle erinnert, die Akitada schon erfolgreich gelöst hat. Im Original sind anscheinend bisher 24 Bände erschienen. In der derzeitigen Ebook-Neuauflage ist „Tod am Rashomon Tor“ der erste Band, bisher sind zwei weitere erschienen. Es ist ein bisschen schade, dass der offensichtlich erste Band fehlt, doch abgesehen davon, dass ich neugierig darauf wurde, auch über die angesprochenen Fälle zu lesen, hatte ich keine Probleme damit, in die Geschichte einzutauchen.
Der Protagonist stammt aus einer verarmten Adelsfamilie, langweilt sich in seinem Job, und hat noch Mutter und zwei ledige Schwestern zu versorgen, Dienstpersonal ist wenig vorhanden, eine größere Rolle spielt Tora, ein ehemaliger Straßenräuber, den Akitada vielleicht im vorherigen Band als Bediensteten bei sich aufgenommen hat, und der ihn bei seinen Ermittlungen tatkräftig unterstützt. Im Laufe der Geschichte kommen weitere Charaktere hinzu, die möglicherweise den Haushalt vergrößern werden. Akitada und Tora waren mir schnell sympathisch.
Natürlich spielen auch die verschiedenen Dozenten der Universität und einige Schüler eine Rolle, denn in ihren Reihen könnte der Erpresser zu finden sein. Gerade die Dozenten sind dabei recht skurrile Charaktere, mit denen Akitada so seine Probleme hat. Im Laufe der Geschichte kommt zum Charakterensemble auch der Hauptmann der Stadtwache, Kobe, dazu, durch ihn und seine Handlungen erfährt man als Leser:in einiges, nicht immer erfreuliches, über das japanische Rechtssystem jener Zeit.
Ingrid J. Parker lässt das alte Japan lebendig werden und hat gleichzeitig einen unterhaltsamen Kriminalroman geschrieben. Ich hatte nur manchmal das Gefühl, die Sprache könnte dem Setting etwas angepasster sein, das hat mich aber nur am Rande gestört. Die Fälle sind interessant, ich habe fleißig mitgerätselt, die Auflösungen sind jeweils nachvollziehbar.
Das Buch enthält neben den sehr lesenswerten historischen Anmerkungen der Autorin, denen man entnehmen kann, wie gut sie recherchiert hat, ein Verzeichnis der handelnden Personen, in dem auch darauf hingewiesen wird, dass im Japanischen der Famiienname zuerst genannt wird, Akitada ist also der Vorname des Protagonisten.
Mir hat dieser Ausflug ins Japan des 11. Jahrhunderts gut gefallen, der Protagonist ist sympathisch, die Fälle interessant, der Roman gut recherchiert. Ich freue mich darauf, weitere Bände zu lesen.
Rezensionen von saskia13120:
OTTO fährt los - Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger
Auf ins neue Abenteuer!
Die Otto-Bücher sind wirklich ein Must-Have für jedes Bücherregal und eine wundervolle Bücherreihe für Kinder ab 4 Jahren.
Auch der fünfte Teil "Otto fährt los - Eine Reise nach England" ist unglaublich toll illustriert und hat mich auf ganzer Linie überzeugt.
Die Bilder und Gestaltung des Buches ist wunderschön und wirkt super liebevoll und mit Sinn fürs Detail.
Der Stil der Illustratorin gefällt mir sehr gut und ich mag die Mischung aus Bildern, welche die komplette Seite einnehmen und solchen, die etwas eingerahmter sind. Einige Bilder gleichen einem Wimmelbild und bieten für die Kinder ganz viel Raum zum entdecken.
Die Geschichte ist auch super schön und im richtigen Maße Lehrreich. Ich finde die Idee, Kindern anhand einer Buchreihe die verschiedensten Orte der Welt nahe zu bringen, großartig. Das Ganze mit einem Campingbus zu verbinden, welcher immer wieder verschiedene Familien für seine Reisen bekommt ist passend und einfallsreich und vor allem für die Kinder greifbar und nachvollziehbar.
Auch dass die Kinder immer wieder aktiv durch Fragen und kleine Rätsel mit in die Geschichte eingebunden werden ist sehr gut gelungen und erhöht nochmal den Lesespaß. Außerdem gibt es einige Anmerkungen, in welchen z.B. historische Fakten am Seitenrand erklärt werden (z.B. woher der Linksverkehr in England stammt). Das Konzept finde ich gut, da die Wissensvermittlung so gefördert wird ohne aber aktiv in der Geschichte zu "stören".
Spezifisch für diesen Band liegt außerdem ein Fokus auf der englischen Sprache. Die Tante, welche in England lebt, äußert immer wieder Sätze auf Englisch, um sie danach direkt ins deutsche zu übersetzen. Es gibt sogar ein (den Eltern vielleicht) bekanntes Lied, was Otto-mäßig umgedichtet wurde und nun am Lagerfeuer auf englisch gesungen wird.
Hier müssen wohl alle Eltern für sich entscheiden, wie viel sie ihrem Kind sprachtechnisch schon zutrauen.
Insgesamt kann ich sagen, dass auch ich mein Herz an Otto verloren habe und ganz verzückt von diesem tollen Universum bin. Es ist sowohl für Jungen als auch für Mädchen eine Reihe, in die sich garantiert alle sofort verlieben werden!
Rezensionen von clematis:
Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers von Gabriella Engelmann
Spurlos
Martje Lorenzen verschwindet eines Tages spurlos von Sylt, ihre Schwester Fenja wartet Jahrzehnte, bis sie endlich Näheres erfahren kann. Während die Journalistin Anna März in den Inselarchiven stöbert, entfaltet sich Martjes Geschichte in einer weiteren Zeitebene.
Ein abwechslungsreiches Hin- und Her zwischen Heute und Damals begleitet uns auf dem Weg eines unterhaltsamen Puzzlespiels, dessen Steine sich langsam zu einem kompletten Bild zusammensetzen.
Die Atmosphäre auf den Friesischen Inseln ist durchwegs spürbar, die Handlung selbst allerdings diesmal nicht so stimmig wie noch bei Band 1. Der Zwiespalt zwischen Martjes neuem Leben und ihrer Sehnsucht nach der Heimat wirkt auf mich nicht immer glaubwürdig, die zufälligen Begegnungen am Ende kommen eher gewollt als realistisch daher. Positiv fällt der einsame Vogelbeobachter auf, der selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften hat müssen und Martje zu einem väterlichen Freund wird. Auch sonst herrschen liebevolle Beziehungen zwischen etlichen Figuren und spiegeln die Ruhe der Inseln wider. Dazu passt der einfühlsame Schreibstil perfekt und rundet das Geschehen schön ab.
Aufgrund der hohen Erwartungshaltung nach dem ersten Teil der Dilogie scheint Band 2 nun nicht ganz so überzeugend, bildet aber dennoch einen lesenswerten Abschluss der Familiengeschichte.
Rezensionen von tonton:
Tom Tauber - Ratte der Lüfte von Hannah Schenk
Ein wunderschön illustriertes Buch mit liebenswerten Figuren
"Tom Tauber" ist ein herzerwärmendes Bilderbuch über über ein kleines Taubenbaby, das unter den Ratten geschlüpft wurde. Es wächst mit den Ratten auf, als Teil ihrer Familie. Bis es eines Tages den Drang verspürt, hinauszugehen und die Welt zu sehen.
Die Bilder im Buch sind atmosphärisch, detailreich und wunderschön gemalt.
Ich mag, dass die Bilder den Text nicht nur illustriert sondern auch ergänzt: Im Text ist es zum Beispiel nicht so klar, ob der Hauseinwohner weiß, dass die Ratten im Keller leben, aber im Bild sieht man es deutlich, dass der alte Mann sie beobachtet.
Der Schreibstil ist für Kinder gut verständlich und die Geschichte lässt sich leicht vorlesen. Die Handlung ist nicht besonders abenteuerlich, aber vermittelt tolle Botschaften über Freundschaft und Familie. Es gibt keine Guten oder Bösen; nur eine kleine Taube, die ihren eigenen Weg sucht. Alle Figuren sind liebevoll dargestellt, insbesondere die Ratten, die Tom aufnehmen und großziehen.
Meinem Kind (4 Jahre alt) hat die Geschichte ok gefallen, aber leider nicht besonders begeistert.
Daher 4 Sterne: ein richtig schönes Buch, aber nicht aufregen genug für mein Kind.
Rezensionen von Lilli33:
Darkly von Marisha Pessl
Spannender Jugend-Thriller mit sympathischer Protagonistin
Spannender Jugend-Thriller mit sympathischer Protagonistin
Die siebzehnjährige Dia verbringt ihre Zeit im verstaubten Antiquitätenladen der Familie in Eminence, Missouri. Ihre Mutter Gigi schwebt meist über allen Wolken und die beiden Angestellten Basil und Agatha, die schon längst im Rentenalter sind, dienen eigentlich auch nur der Dekoration, sodass Dia den Laden alleine schmeißt.
Als die Louisiana-Veda-Stiftung ein Praktikum auslobt, ergreift Dia die Chance und bewirbt sich, um endlich mal etwas anderes zu sehen. Schon lange ist sie Fan von Louisiana Veda, der Erfinderin mysteriöser und kaum zu lösender Brettspiele. Zusammen mit sechs anderen Jugendlichen wird sie auf eine Insel in England gebracht, wo sie in ein gefährliches Spiel auf Leben und Tod verwickelt werden.
Da ich von Marisha Pessl schon sehr gute Bücher gelesen habe, machte ich mich gespannt ans Lesen. Vom Schreibstil war ich auch gleich wieder ganz angetan. Er wirkt recht dynamisch und leicht zu lesen. Die Beschreibungen setzten mein Kopfkino in Gang, was ich immer sehr gerne mag. Auch die Protagonistin Dia fand ich von der ersten Seite an richtig klasse. Sie hat es nicht leicht mit ihrer Mutter und dem Laden, ohne Freund*innen. Trotzdem hat sie das Herz am rechten Fleck, ist immer tatkräftig und hoffnungsvoll. Gut, zwischendurch befallen sie kleine Zweifel, aber das macht sie ja nur umso menschlicher und liebenswürdiger. Ich habe auf jeden Fall das ganze Buch an ihrer Seite sehr genossen.
Sehr gelungen fand ich, dass die sieben Jugendlichen so unterschiedlich dargestellt werden. Jeder hat andere Fähigkeiten und Eigenschaften. Und alle haben natürlich auch ihre eigenen Geheimnisse, die im Lauf des Buches gelüftet werden. Hier gibt es manche Überraschung zu entdecken. Überhaupt gibt es einiges an Überraschungen - nicht nur bei den Jugendlichen. Was hinter diesem Praktikum steckt, bleibt lange Zeit im Dunkeln. Zeitweise erschien es mir sogar unlogisch, doch am Ende kriegt Marisha Pessl genial die Kurve und klärt alles logisch auf.
Die Handlung empfand ich als sehr spannend; ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Teilweise ist es ein wenig gruselig, auch ein bisschen brutal, aber nicht zu vergleichen mit einem Thriller für Erwachsene. Ich würde es allerdings erst für Jugendliche ab ca. 14 Jahren empfehlen. Ob Jüngere es lesen sollten, hängt natürlich vom jeweiligen Kind ab.
Fazit:
Eine klare Leseempfehlung für dieses spannende Jugendbuch mit außergewöhnlichem Plot und Setting und einer tollen sympathischen Protagonistin.










