Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Romy:
OTTO fährt los - Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger
Otto neues Abenteuer in England!
Endlich geht es wieder los! Dieses Mal begleiten wir Otto, den Zauberbus und seine neue Ferienfamilie (alleinerziehender Papa Martin und die Kinder Freda und Artur), auf eine Reis nach England. Unter dem Meer geht es durch den Eurotunnel nach London, wo sie Aunt Lissy, die britische Tante der Familie, aufgabeln.
In London trifft die kleine Reisegruppe sogar auf Sherlock Holmes und hilft ihm einen Keksdieb zu entlarven.
Anschließend geht es über Cornwall und die Cotswolds weiter nach Sherwood Forest. Auf dem Weg wandern sie schroffe Küsten entlang, campen im Freien, besichtigen verlassene Berguinen und entdecken Sehenswürdigkeiten wie die London Bridge, den Buckingham Palace, Stonehenge, Tintagel Castle und vieles mehr.
In diesem Haushalt sind wir riesige Otto-Fans und haben ihn bereits auf seine Reise nach Schweden begleitet. Auch dieses Mal hat uns sein Ausflug nach England wieder sehr gut gefallen.
Ich finde das Buch zuckersüß gestaltet. Die Kinder werden spielerisch an Sehenswürdigkeiten, Lieder der Beatles, aber auch typisch britische Speisen wie Fish & Chips oder Scones herangeführt.
Besonders gut gefallen hat mir, dass sich immer wieder kurze Erklärungen finden lassen (z.B. warum in England Linksverkehr gilt). Ganz am Ende des Buches gibt es noch eine kurze Vokabelliste mit den wichtigsten Wörtern und Redewendungen auf Englisch.
Die Illustrationen sind wie immer wunderschön und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Besonders gut gefällt mir dabei die Farbgestaltung. Alles ist farblich aufeinander abgestimmt und vermittelt ein warmes und beruhigendes Gefühl.
Fazit: Wir möchten Ottos nächstes Abenteuer auf keinen Fall verpassen!
Rezensionen von begine:
Unter dem Strand von Turid Müller
Vergangenheit und Gegenwart
Von dem Roman, Unter dem Strand, von Turid Müller, bin ich etwas zwiegespalten.
Einesteils geht es um das Versenken der Cap Arcona, mit vielen KZ Überlebender an Bord. Dabei starben am 3. Mai 1945.
Da kamen 3500 Häftlinge ums Leben und das kurz vor
Schluss des Krieges. Viele Waren im KZ Neuengamme ansässig.
Die Autorin hat den Juden Leon seit 1941 hineingeschrieben. Gut im Anfang war er mir nicht so sympathisch, aber langsam wurde es besser.
Die NS Zeit ist für mich immer schwer zu lesen.
Abwechselnd gab es dann die Geschichte mit der Journalistin Cay, die war auch nicht so ein Sympathieträger.
Sie hatte für ihr Alter etwas seltsame Allüren. Sie findet eine tote Frau und gibt die Story gleich an die Zeitung. Sie versuch dann aber doch nach den Hintergründen zu fragen.
Die Autorin hat die beiden Teile gut abgegrenzt. In der Überschnitt wurde immer die Zeit und der Name Leon oder Cay eingeblendet. Das machte alles gut übersichtlich.
Ich war am Ende doch ganz zufrieden mit dieser Lektüre.
Rezensionen von Martina Schmidt:
Pina fällt aus von Vera Zischke
Keine Mutsch
„Er braucht sie nicht nur, weil sie ihn versorgt. Er braucht sie auch, weil sie die Welt für ihn zusammenhält, sortiert, gelegentlich aussperrt und in vertaubare Häppchen einteilt.“ S. 24
Inhalt:
Pina Luxen ist Mutter eines erwachsenen Sohnes - Leo, 20, Autist. Sie kümmert sich alleine um ihn.
Nur für zwei Stunden pro Woche hat sie eine kleine Auszeit. Leo bleibt bei der Nachbarin, einer älteren Dame, für die Pina die Einkäufe erledigt. Leo hat 100 eigene Regeln wie der Tag verlaufen muss, damit er in seine Welt passt und diese Regeln kennt nur Pina. Als sie beim Einkauf mitten auf der Straße zusammenbricht, bricht auch eine Welt zusammen. Für Leo, dessen Mutsch fehlt und für Pina, die nicht weiß, wer sich um Leo kümmert und in seine Welt eintauchen kann.
Cover:
Das Cover ist gezeichnet und man sieht Pina, die sich nicht bewegen kann, wie man aus dem Titel schließen kann. Das Cover hat mich nicht angesprochen.
Meine persönliche Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort gefangen in der Geschichte. Ich habe auch einen beeinträchtigten Sohn und dieses Szenario ist meine schlimmste Vorstellung. Ich habe zwar ein gutes Unterstützungssystem und weiß, dass mein Sohn versorgt sein wird. Aber ich bin seine Welt und bricht die zusammen, bricht auch seine zusammen. Mein Sohn wird jetzt 17 und ich muss mich befassen mit der Situation wie es weiter geht mit ihm. Irgendwann steht auch das Thema Wohnen an der Tagesordnung und das bricht mir das Herz. Als ich das im Buch las, berührte mich es zutiefst. In der kurzen Zeit hat sich die Hausgemeinschaft sehr verändert. Zuerst wollte keiner vom anderen etwas wissen und zum Schluss halten sie zusammen, öffnen die Wohnungen und wollen Leo nicht mehr missen. Der Gedanke ihn in ein Wohnheim zu geben, zerreißt sie schier. Dieses Buch ist ungemein wichtig für Leute, die nichts mit dem Thema Behinderung zu tun haben und tut betroffenen Leuten gut.
Fazit:
Ein berührender Roman über den Struggle als Mutter eines beeinträchtigten Sohnes und die Veränderung der Menschen, wenn sie gerade ihn als eigenständige Person wahrnehmen.
Rezensionen von Martina Schmidt:
Pina fällt aus von Vera Zischke
Keine Mutsch.
„Er braucht sie nicht nur, weil sie ihn versorgt. Er braucht sie auch, weil sie die Welt für ihn zusammenhält, sortiert, gelegentlich aussperrt und in vertaubare Häppchen einteilt.“ S. 24
Inhalt:
Pina Luxen ist Mutter eines erwachsenen Sohnes - Leo, 20, Autist. Sie kümmert sich alleine um ihn.
Nur für zwei Stunden pro Woche hat sie eine kleine Auszeit. Leo bleibt bei der Nachbarin, einer älteren Dame, für die Pina die Einkäufe erledigt. Leo hat 100 eigene Regeln wie der Tag verlaufen muss, damit er in seine Welt passt und diese Regeln kennt nur Pina. Als sie beim Einkauf mitten auf der Straße zusammenbricht, bricht auch eine Welt zusammen. Für Leo, dessen Mutsch fehlt und für Pina, die nicht weiß, wer sich um Leo kümmert und in seine Welt eintauchen kann.
Cover:
Das Cover ist gezeichnet und man sieht Pina, die sich nicht bewegen kann, wie man aus dem Titel schließen kann. Das Cover hat mich nicht angesprochen.
Meine persönliche Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort gefangen in der Geschichte. Ich habe auch einen beeinträchtigten Sohn und dieses Szenario ist meine schlimmste Vorstellung. Ich habe zwar ein gutes Unterstützungssystem und weiß, dass mein Sohn versorgt sein wird. Aber ich bin seine Welt und bricht die zusammen, bricht auch seine zusammen. Mein Sohn wird jetzt 17 und ich muss mich befassen mit der Situation wie es weiter geht mit ihm. Irgendwann steht auch das Thema Wohnen an der Tagesordnung und das bricht mir das Herz. Als ich das im Buch las, berührte mich es zutiefst. In der kurzen Zeit hat sich die Hausgemeinschaft sehr verändert. Zuerst wollte keiner vom anderen etwas wissen und zum Schluss halten sie zusammen, öffnen die Wohnungen und wollen Leo nicht mehr missen. Der Gedanke ihn in ein Wohnheim zu geben, zerreißt sie schier. Dieses Buch ist ungemein wichtig für Leute, die nichts mit dem Thema Behinderung zu tun haben und tut betroffenen Leuten gut.
Fazit:
Ein berührender Roman über den Struggle als Mutter eines beeinträchtigten Sohnes und die Veränderung der Menschen, wenn sie gerade ihn als eigenständige Person wahrnehmen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Ilaria von Gabriella Zalapì
Rastlos
Die Geschichte wird aus Sicht der 8jährigen Ilaria erzählt. Das Mädchen fährt mit ihrem Vater zwei Jahre lang durch Italien. Rastlos von einem Ort zum nächsten, damit sie von der Mutter des Kindes nicht gefunden werden können.
Was heißt es, niemals lange am selben Ort zu bleiben, nicht zur Schule zu gehen, keine Freundinnen zu haben?
Spannende, traurige Geschichte, die mir zu episodenhaft und zu wenig ausführlich erzählt wurde.
Für mich nicht eindringlich genug erzählt konnte mich diese Geschichte nicht wirklich berühren.
Rezensionen von Martina Schmidt:
Pina fällt aus von Vera Zischke
Keine Mutsch.
„Er braucht sie nicht nur, weil sie ihn versorgt. Er braucht sie auch, weil sie die Welt für ihn zusammenhält, sortiert, gelegentlich aussperrt und in vertaubare Häppchen einteilt.“ S. 24
Inhalt:
Pina Luken ist Mutter eines erwachsenen Sohnes - Leo, 20, Autist. Sie kümmert sich alleine um ihn.
Nur für zwei Stunden pro Woche hat sie eine kleine Auszeit. Leo bleibt bei der Nachbarin, einer älteren Dame, für die Pina die Einkäufe erledigt. Leo hat 100 eigene Regeln wie der Tag verlaufen muss, damit er in seine Welt passt und diese Regeln kennt nur Pina. Als sie beim Einkauf mitten auf der Straße zusammenbricht, bricht auch eine Welt zusammen. Für Leo, dessen Mutsch fehlt und für Pina, die nicht weiß, wer sich um Leo kümmert und in seine Welt eintauchen kann.
Cover:
Das Cover ist gezeichnet und man sieht Pina, die sich nicht bewegen kann, wie man aus dem Titel schließen kann. Das Cover hat mich nicht angesprochen.
Meine persönliche Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort gefangen in der Geschichte. Ich habe auch einen beeinträchtigten Sohn und dieses Szenario ist meine schlimmste Vorstellung. Ich habe zwar ein gutes Unterstützungssystem und weiß, dass mein Sohn versorgt sein wird. Aber ich bin seine Welt und bricht die zusammen, bricht auch seine zusammen. Mein Sohn wird jetzt 17 und ich muss mich befassen mit der Situation wie es weiter geht mit ihm. Irgendwann steht auch das Thema Wohnen an der Tagesordnung und das bricht mir das Herz. Als ich das im Buch las, berührte mich es zutiefst. In der kurzen Zeit hat sich die Hausgemeinschaft sehr verändert. Zuerst wollte keiner vom anderen etwas wissen und zum Schluss halten sie zusammen, öffnen die Wohnungen und wollen Leo nicht mehr missen. Der Gedanke ihn in ein Wohnheim zu geben, zerreißt sie schier. Dieses Buch ist ungemein wichtig für Leute, die nichts mit dem Thema Behinderung zu tun haben und tut betroffenen Leuten gut.
Fazit:
Ein berührender Roman über den Struggle als Mutter eines beeinträchtigten Sohnes und die Veränderung der Menschen, wenn sie gerade ihn als eigenständige Person wahrnehmen.
Rezensionen von Michaela:
Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher
Mit dem Herzen lesen!
In 'Sie wollen uns erzählen', bringt uns Birgit Birnbacher, Ann und ihre besondere Familie näher. In einer sehr starken und feinsinnigen Sprache erzählt sie, wie Oz sich in der Schule schwertut, seine Mutter Ann versucht, ihm, ihrer Ehe bzw. ihrer Trennung, ihren Job und auch ihrer Mutter gerecht zu werden und dies obwohl auch sie mit sich und ihren Emotionen zu kämpfen hat.
Ich kann mich während des Lesens in fast jede Person hineinfühlen, Oz Angst und Verzweiflung, auch sein Versuchen, der Außenwelt gerecht zu werden, welche ihn nicht immer versteht. Anns Überforderung und auch ihrer Liebe zum Kind und auch zur Mutter Zäzilia kann ich mit jeder Zeile fühlen. Aber auch ihr Gefühl, des alleingelassen zu werden, von Personen, welche nur fordern, ohne zu geben bzw. sich entziehen, wenn es schwierig wird. Wobei ich durchaus auch verstehen kann, warum Nell einen anderen Weg geht, um ihr Glück zu finden. Mein Fazit wäre daher: Darauf einlassen, auch zwischen den Zeilen lesen und diesen besonderen Roman fühlen.
Rezensionen von Philiene :
Tage des Wandels von Ulrike Renk
Schwere Zeiten
Das sechzehnte Jahrhundert war sicher keine einfache Zeit. Geprägt von Krieg und vielen anderen Wiedrigkeiten und doch mussten die Menschen ihr Leben leben.
Ulrike Renk erzählt vom Leben der einfachen Leute von dieser schweren Zeit. Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Eva und Adam und die Menschen auf dem Hof Kamule.
Die Autorin erzählt vom Leben der einfachen Leute, sie erschafft ihre Welt mit einen Intensivität das ich beim Lesen jedes Bild direkt vor Augen hatte. Sie erzählt von echten Menschen die nicht perfekt sind, sondern menschlich. Genau das macht für mich diesen Roman zu etwas ganz besonderen. Ich habe gefühlt was Abam und Eva erlebten. Habe mit ihnen gelitten, gezittert, gehofft und die glücklichen Momente genossen.
Genauso beeindruckend ist die Recherche die hier betrieben wurde, denn die damaligen Zeit, das Leben, die Kriege , alles ist interessant und informativ festgehalten worden.
Das ganze ist zu einem Roman geworden der mich ganz tief in die damaligen Zeit eintauchen lassen hat und den ich sehr gerne gelesen habe.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Der Fährmann von Regina Denk
"Dorfleben"
Atmosphärisch dicht führt uns dieses Buch in eine Zeit, die eigentlich noch nicht soo weit entfernt ist. Hat sich in den letzten 100 Jahren wirklich so viel verändert? Die Grundthemen, die unseren Alltag bestimmen, sind dieselben geblieben. Nämlich die Verpflichtungen anderen gegenüber, die Arbeit, die Brüchigkeit von Freundschaften und natürlich die Liebe.
Was auf den ersten Blick wie ein Heimatroman erscheint, entpuppt sich als vielschichtige Tragödie. Erzählt in einer eigenen, besonderen Sprache.
Das Buch ist wie ein Sog der einen mitreißt und nicht eher loslässt, als man an der letzten Seite angelangt ist.
Große Empfehlung!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Grüne Welle von Esther Schüttpelz
Wenn einer Frau der Zufall den Weg aus der Gefahrenzone zeigt
Die Frau war mit der Freundin im Kino. Einmal im Monat macht sie das. Es scheint ihr einziger dauerhafter Sozialkontakt zu sein, neben ihrem Mann, mit dem sie seit über zehn Jahren verheiratet ist. Doch diesmal ist etwas anders als sonst. Sie fährt nicht auf direktem Weg nach Hause, sondern lässt sich von den grünen Ampeln treiben, immer weiter weg.
Es ist keine wirklich bewusste Entscheidung, sie lässt sich einfach treiben und denkt ab und zu darüber nach, dass sie umkehren werde, sobald mal eine Ampel rot sein werde... doch es ist grüne Welle. Sie fährt auf die Autobahn auf und noch weiter weg. Sie lässt sich treiben, so ist sie es gewohnt. Entschlossen eigene Entscheidungen zu treffen, war vielleicht noch nie ihre Sache, vielleicht war sie schon immer der intuitive Typ, vielleicht hat sie in den letzten Jahren ihren Glauben an ihre Selbstwirksamkeit verloren...
Währenddessen wird der Mann zu Hause unruhig, schließlich ist er gewohnt, dass die Frau nach dem Kinobesuch mit der Freundin einmal im Monat direkt zu ihm nach Hause fährt. Er kontaktiert die Freundin der Frau, diese weiß auch nicht mehr. Die beiden reden darüber, ob etwas getan werden solle. Die Polizei solle nicht gerufen werden, wünscht der Mann. Und so schreitet die Nacht voran und dann bricht ein neuer Tag an und die Frau ist immer noch in ihrem Auto unterwegs.
Ich habe mich bemüht, diese kurze Zusammenfassung in einem ähnlichen Stil zu schreiben, in dem das Buch verfasst ist. Denn dieses besondere Buch lebt stark von der Art, wie es geschrieben ist. Es sind nicht Menschen mit konkreten Namen, mit denen wir zu tun haben, es sind "die Frau", "der Mann", "die Freundin der Frau" und später zwei Mädchen, die sie trifft: "die Große" und "die Kleine". Das macht schon deutlich, worum es in diesem Buch geht: nicht um konkrete Personen und Einzelschicksale, sondern um Muster und destruktive Beziehungsdynamiken von Gewalt in der Beziehung und damit einhergehender Isolation von anderen Menschen und Entfremdung von der Welt.
Auf ihrem Roadtrip lernen wir die Frau besser kennen und erfahren nach und nach mehr über sie. Früher war sie eine lebensfrohe junge Frau, sie hat auf der Kunsthochschule studiert und ist Künstlerin, doch dann hat sie den Mann kennen gelernt und in der Beziehung mit ihm ist ihre Welt immer kleiner und enger geworden. Auch körperliche Verletzungen sind an ihrem Körper zu entdecken. Und sie ist sehr ängstlich, fürchtet ständig, bei einem Stopp könne jemand die Autotüren aufreißen, weil die Verriegelung des alten Autos nicht mehr funktioniert. Dabei gibt es auf den ersten Anblick in der Umgebung, die sie durchfährt, kaum offensichtliche Gefahren... abgesehen von Wild, das plötzlich auf die Straße rennen könnte.
Wenn man näher hinschaut, ist dieses Buch voll von interessanter Symbolik, die sich an vielen Stellen zeigt und wiederholt. Dadurch wirkt das Buch insbesondere emotional sehr stark nach, was ich auch beim Verfassen dieser Rezension, mehr als eine Woche nach Beendigung der Lektüre, noch deutlich in mir spüre. Sobald ich wieder an dieses Buch denke, habe ich das Gefühl, wieder mit der Frau auf ihrem Roadtrip zu sein, ihre Beklemmung zu spüren, aber auch gemeinsam mit ihr auf ihre Befreiung aus ihrem unglücklichen Leben und der Gewaltbeziehung zu hoffen.
Nachdenklich macht das Buch auch über die destruktive Dynamik von Gewaltbeziehungen und darüber, wie schwer es ist, aus diesen auszubrechen - auch deshalb, weil die Täter ihre Opfer sozial isolieren und deren Selbstwert systematisch zerstören. Ob der Frau das am Ende gelingen wird, beantwortet dieses Buch nicht abschließend, das muss es auch nicht. Der größte Wert des Buches liegt darin, auf eindringliche Weise gerade durch die allgemein gehaltenen Charaktere und die eingebundene Symbolik für das Thema häuslicher Gewalt zu sensibilisieren. Es ist ein rundum gelungenes Werk, das ich allen, die tiefgründige Bücher mögen, in denen es einiges an zu entschlüsselnden Metaphern gibt, sehr empfehlen kann!









