Kunden em pfehlungen
Rezensionen von BirgitS:
Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann
Düster, spannend und geheimnisvoll...
Der erste Eindruck vom Cover des Buches Moorland von Andreas Winkelmann:
Toller Farbschnitt, geheimnisvoll, dunkel, düster und nebelverhangen.
Genau so stellt man sich ein Moor vor: Gefährlich, unheimlich und voller unerklärbarer Geräusche. Wer ist da im Moor? Wer treibt sich da herum? Und wohin sind bloß die Zwillinge verschwunden? Kapitel für Kapitel arbeitet man sich weiter und kann nicht mehr aufhören zu lesen.
Man merkt am Schreibstil, dass der Autor am Rande eines Moores in Niedersachsen aufgewachsen ist und die Erfahrung mit der Gegend in der das Buch spielt ist bei jedem Satz spürbar.
Jeder der Charaktere hat außerdem seine Geheimnisse: Auch die Kommissarin Malia Gold. Warum ist sie nach 15 Jahren nach Hause zurückgekehrt? Nicht nur ihre Familie, sondern auch der aktuelle Fall rund um die Zwillinge fordert sie und sie kommt an ihre Grenzen.
Als Leser erwarten einen immer wieder neue Wendungen. Genauso wie ich es an einem Thriller liebe. Nicht zu wissen was einem erwartet und Spannung bis zum Schluss! Das alles bekommt man in diesem Buch, das für mich ein absolutes Highlight war!
Rezensionen von Tara:
Wassermann von Lukas Hoffmann
Auf der Suche nach sich selbst
„Wassermann“ ist der Debütroman des Autors Lukas Hoffmann.
Luks Mutter ist unheilbar an Krebs erkrankt und für ihn ist die Situation unerträglich. Er beschließt Deutschland zu verlassen und ein Auslandssemester in Barcelona zu verbringen. Die Erleichterung darüber seine Mutter die nächsten Monate nicht im Krankenhaus besuchen zu müssen, ist ebenso groß wie das schlechte Gewissen.
In Barcelona erwarten ihn die katalanischen Unabhängigkeitskämpfe und er verliebt sich in Olive. Während Olive in Barcelona auf die Straße geht, ergreift Luk wieder die Flucht, dieses Mal an den Strand nach Portugal. Aber auch dort hält er es nicht lange aus.
Der Schreibstil von Lukas Hoffmann ist sehr intensiv und dicht. Seine Sätze sind kurz und klar. Es gelingt ihm gut den Schmerz von Luk, sein schlechtes Gewissen und die innere Zerrissenheit spürbar werden zu lassen. Luk setzt sich für andere ein, ist gleichzeitig auf der Suche nach Halt und Zugehörigkeit und steht sich dabei nur allzu oft selbst im Weg.
Die Handlung dreht sich um das Leben von Luk und die Charaktere um ihn herum, von denen jeder sein Päckchen zu tragen hat.
Das Buch ist keine leichte Lektüre, es geht unter die Haut und fordert. Wie so oft im Leben gibt es kein Happy End, aber das hätte hier auch nicht gepasst.
Rezensionen von Tara:
The Dirty Version von Turner Gable Kahn
Hinter den Kulissen
„The Dirty Version“ ist eine unterhaltsame Romcom der zwischen zwischen Singapur und Washington State lebenden Autorin Turner Gable Kahn.
Tash hat einen feministischen, dystopischen Zukunftsroman - „The Colony“ - geschrieben, der Dank einiger bekannter Frauenrechtsaktivistinnen direkt in der Bestsellerliste landete.
Dieser soll nun von Ram Braverman verfilmt werden. Fans des Buches kommen direkt Zweifel, ob er der richtige Regisseur für diesen Stoff ist. Auch für Tash wird schnell klar, dass Ram Braverman keineswegs vor hat, die Botschaft des Romans nach ihren Vorstellungen umzusetzen, stattdessen will er sexy Szenen. Um diese umzusetzen wird Tash der Sexdesigner Caleb zu Seite gestellt, der ihr zuvor als Übersetzer vorgestellt wurde. Tashs Entsetzen wird von Moment zu Moment größer.
Das Buch liest sich leicht und die Ereignisse werden lebendig geschildert.
Tash habe ich als äußerst anstrengende Protagonistin empfunden. Dass sie bei der Verfilmung ihres Buches mitreden möchte und nicht alles abnickt, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Aber zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, dass sie einfach gegen alles und jeden ist. Die Dynamik zwischen Tash und Caleb hat mir wiederum sehr gut gefallen.
Grundsätzlich gefiel mir der Ansatz des Buches. Es unterhält, hat mich zum Lachen gebracht und setzt sich gleichzeitig mit wichtigen zeitgemäßen Themen, der Frauenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft, auseinander. Gerade deshalb hatte ich auf ein wenig mehr Tiefgang gehofft, den habe ich hier leider nicht finden können.
Rezensionen von Tara:
Es war nicht anders möglich von Svenja Liesau
Abgedreht und sehr intensiv
„Es war nicht anders möglich“ ist das Debüt der Autorin und Schauspielern Svenja Liesau.
Martina ist Mitte 30, lebt in Berlin, ist arbeitslos und finanziell am Ende. Obwohl sie ihren Vater nicht gut kannte, war sein unerwarteter Tod für sie ein Schock. Ihren Tag verbringt sie gerne in Kneipen, trinkt, unterhält sich und beobachtet dort die Menschen.
Zwischendurch schweifen ihre Gedanken immer wieder zu ihrem verstorbenen Vater.
Die Handlung beginnt mit zwei umfangreichen Playlists der Protagonistin. Diese sowie die Gedanken dazu haben mich direkt in die Handlung hineingezogen.
Der Schreibstil von Svenja Liesau ist zunächst klar, präzise und sehr intensiv. Sie beschreibt das Leben und die Gedanken ihrer Protagonistin. Martina driftet immer mehr ab. Irgendwann war für mich nicht mehr klar was real ist und was nur Martinas Gedanken sind. Ihre Darstellung ist der Autorin sehr gut gelungen. Ich konnte ihre Haltlosigkeit, ihren Schmerz, die Erschöpfung und die Müdigkeit förmlich spüren. Sie ist einfach mit den Nerven völlig am Ende und das spiegelt sich in ihren wirren Gedanken wider.
Das Buch ist allerdings keine leichte Kost, hier braucht man starke Nerven. Die Schilderungen sind zum Teil grausam und eklig.Das auszuhalten fiel mir nicht leicht und werde es wohl so schnell nicht vergessen.
Gleichzeitig muss ich vor der Autorin meinen Hut ziehen, dass sie Martinas wirre Gedankenwelt so gelungen eingefangen hat, auch wenn dadurch für mich einiges unklar bzw. Raum für eigene Gedanken blieb.
Rezensionen von Tara:
Flora Magica (Band 3) - Die Macht der Weltenweide von Vanessa Walder
Magie, Spannung & Natur
„Flora Magica - Die Macht der Weltenweide“ ist der dritte und letzte Band des Middle-Grade-Abenteuers der am Berliner Stadtrand lebenden österreichischen Buch- und Drehbuchautorin Vanessa Walder.
Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden sind nicht zwingend erforderlich, da ein Brief der Uroma Flora an ihre Urenkel Tierra, Sol, Avia und Zacharias kurz erklärt, was es mit dem Erbe der Familie Canubula auf sich hat.
Trotzdem würde ich empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die Entwicklung der Charaktere besser nachvollziehen zu können.
Auch dieses Mal stehen wieder die Zwillingsgeschwister Tierra, Sol, Avia und Zacharias im Mittelpunkt, von denen jeder eine besondere Begabung hat. Seit dem Tod ihrer Urgroßmutter Flora sind sie die Hüter der magischen Pflanzen. Ihr Wissen beziehen sie aus einem alten Buch ihrer Vorfahren. Als die kranke, in Mexiko lebende Mutter von Sol und Tierra ihren Besuch ankündigt, wächst in den Kindern die Hoffnung, ihre Mutter durch eine Pflanze heilen zu können. Was so einfach klingt, gestaltet sich als deutlich schwieriger als gedacht.
Der Schreibstil von Vanessa Walder ist auch dieses Mal wieder sehr lebendig, mitreißend und fesselnd. Ihre Charaktere, sowie die magische Welt der Pflanzen hatte ich beim Lesen direkt vor Augen.
Im Verlauf der Handlung erfährt man durch Ausschnitte aus dem Buch der magischen Pflanzen viele wissenswerte und lehrreiche Fakten über Pflanzen. Diese sind immer geschickt mit der Handlung verwoben und interessant zu lesen. Es ist beeindruckend welche Kräfte in unserer Natur stecken.
Die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Zeichnungen der Illustratorin Marie Beschorner machen das Buch zu einem großartigem Leseerlebnis. Die zahlreichen Schwarz-Weiß-Illustrationen passen einfach perfekt zur Handlung.
Auch im dritten Band beginnt jedes Kapitel mit einem treffenden Zitat, über das es sich lohnt nachzudenken und das meine Sammlung mit Lieblingszitaten erweitert hat.
Das Buch ist ein ganz wundervolles Paket aus Magie, Spannung, wissenswerten Fakten aus der Pflanzenwelt, Familie, Freundschaft und Abenteuer, in dem auch der Humor nicht zu kurz kommt.
Inzwischen sind mir die Charaktere richtig ans Herz gewachsen und ich finde es sehr schade, dass wir uns nun von ihnen verabschieden müssen.
Rezensionen von PMelittaM:
BRZRKR 5 von Keanu Reeves; Matt Kindt; Jason Aaron
Zwei Geschichten aus der Vergangenheit des unsterblichen Protagonisten
Dieser Band erzählt zwei weitere Geschichten über den unsterblichen Protagonisten der BRZRKR-Reihe. In der ersten Geschichte schließt er sich Dschingis Khans Eroberungsarmee an, während er in der zweiten durch das Amerika des 19. Jahrhunderts streift.
Auch in seiner Vergangenheit waren seine Erlebnisse vor allem eins, sehr blutig, was vor allem in der ersten Geschichte stark zum Tragen kommt, aber auch gut zum Thema passt.
In der zweiten erlebt man einen etwas anderen Charakter, hier geht es nicht nur ums Töten, der Protagonist scheint gesättigter und gibt seinen Handlungen einen gewissen Sinn. Man merkt, dass die beiden Geschichten von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden. Mir gefällt das gut, man erhält so unterschiedliche Blickwinkel auf den Protagonisten. Interessant sind auch die Einblicke auf die, die sich mit diesem Wesen offenbar schon seit langer Zeit beschäftigen und es erforschen.
Auch optisch unterscheiden sich die Geschichten stark, auch hier waren unterschiedliche Künstler am Werk, sowohl zeichnend als auch kolorierend. Am Ende gibt es zudem wieder eine Covergalerie.
Der Comicband erhält zwei sehr unterschiedliche Geschichten, die Erlebnisse aus der Vergangenheit des unsterblichen Protagonisten erzählen. Mir hat vor allem die zweite sehr gut gefallen. Der Band ist eine interessante Erweiterung zur Trilogie, und bereits der zweite Band mit Geschichten, die unabhängig von den Ereignissen der Trilogie sind.
Rezensionen von Odina:
Moosland von Katrin Zipse
Neubeginn im fremden Land
Der Roman „Moosland" wurde von Katrin Zipse verfasst und erschien am 10. März 2026 im Dumont Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Elsa, die 1949 mit vielen anderen jungen Frauen aus Deutschland nach Island kommt, um auf einem Bauernhof zu arbeiten.
Sie spricht kein Isländisch und trauert um ihre Freundin Sola. Eigentlich sucht sie nur Abstand, doch das raue Landleben und die Menschen lassen sie nicht kalt. Besonders die verschwundene Tochter der Familie, über die niemand spricht, beschäftigt Elsa immer mehr und beeinflusst ihr neues Leben. Der Schreibstil ist flüssig und einfühlsam, mit atmosphärischen Beschreibungen, die Islands Landschaft greifbar machen. Die Spannung entsteht nicht durch große Dramen, sondern vor allem durch das Zusammenspiel der Charaktere. Die Hauptfigur bleibt im Buch leider namenlos und wird nur im Klappentext erwähnt. Dennoch ist die Protagonistin überzeugend gezeichnet; ihre Trauer, Unsicherheit und allmähliche Entwicklung sind nachvollziehbar und berührend. Insgesamt ein lesenswertes Buch, welches mir gut gefallen hat.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1) von Nicki Pau Preto
Magisches Chaos mit Herz
Vin, eigentlich Lavinia Lukas, sorgt regelmäßig für Chaos – zuletzt hat sie sogar einen Klassenraum in Brand gesetzt. Kein Wunder also, dass sie schon zum x-ten Mal von der Schule fliegt. Ihre letzte Chance ist das Internat Hope, das speziell für magisch begabte „Unruhestifter“ gedacht ist.
Dort trifft sie auf Gleichgesinnte und findet zum ersten Mal echte Freunde wie Gilly, Theo und Ami. Trotzdem kämpft Vin mit großen Selbstzweifeln, da sie ihre Kräfte nicht kontrollieren kann und sich oft fehl am Platz fühlt.
Als das Internat in Gefahr gerät, müssen alle zusammenhalten. Vin wächst über sich hinaus und stellt sich gemeinsam mit ihren Freunden der Herausforderung.
Der Showdown war zwar etwas vorhersehbar, hat dem Lesevergnügen aber keinen großen Abbruch getan. Besonders gefallen haben mir die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen.
Eine schöne, magische Geschichte, die ich gerne weiterempfehle!
Rezensionen von qq:
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Freundschaft
Freundschaft
Der Autorin Greta Herrlicher gelingt mit „Der Sommer, der uns blieb“ ein einfühlsamer und atmosphärisch dichter Roman, der noch lange nach dem Lesen nachhallt. Es geht um Freundschaft, um Schuld und um Vergebung. Mit großer sprachlicher Feinfühligkeit erzählt sie von Erinnerungen, von verpassten Chancen und von den leisen Momenten, die unser Leben prägen.
Kann man wirklich hinter sich lassen, was einmal war? Oder bleibt es immer Teil von uns?
Besonders überzeugt hat mich, wie authentisch und vielschichtig die Figuren skizziert sind. Man fühlt sich ihnen schnell verbunden und begleitet sie durch einen Sommer.
Das Buch überzeugt durch viel Tiefgang - es ist ein langsamer Roman, kein schneller. Aber nicht nur das Buch, sondern auch alles herum (Cover usw) sind ein wundervolles einheitliches Bild mit viel Liebe zum Detail.
Von mir gibt es eine Empfehlung - beim Lesen habe ich mir insgeheim immer gewünscht, dass der Roman nicht aufhört, und ich noch länger weiterlesen kann.
Rezensionen von Daggy:
Katzenpfade von Sara Lundberg
Kompromisse muss man lernen
Diesmal sehen wir auf dem Cover eine erwachsene Person, einen Menschen, der eine schwarzweiße Katze auf dem Arm hält. Unsere erster Kater Mäxchen sah ihm sehr ähnlich. Über den Bäumen, die wir nur als Schatten sehen, leuchten die Sterne.
Die Spuren, die zu Teil 1 gehören, zeigen menschliche Fußabdrücke, die ganz klar
In einer Linie verlaufen und Katzenspuren, die sich im Bogen dazu bewegen.
Im Teil 2 ist es umgekehrt. Darum geht es in diesem Buch.
Zunächst gehen die beiden ihre übliche Rund, einen Routineweg. Doch diesmal begegnet ihnen eine weiße Katze und die beiden Tiere spielen zusammen. Doch der Mensch will weiter und vertreibt die fremde Katze. Dann ist ein wunderschönes Katzenportrait zu sehen. Mit großen Augen schaut uns die Katze an und fragt: „Warum darfst du immer bestimmen?“ Und dann verschwindet die Katze und der Mensch muss lange warten bis er sich entschließt nach Hause zu gehen. Und hier findet er die Katze zusammengerollt im Sessel. Im zweiten Teil darf dann die Katze die Führung übernehmen und der Mensch entdeck ganz neue Welten in seiner Umgebung. So gibt es eine ausklappbare Seite mit einem wundervollen Sternenhimmel.
Das Zusammenleben mit einer Katze ist nicht immer einfach, doch auch sie kann uns eine ganze Menge beibringen und das ist hier auf eine besondere Weise der Fall. Neben den schönen Illustrationen, die lediglich das Gesicht des Menschen manchmal eigenartig darstellt, wird eine ungewöhnliche Geschichte erzählt. Die uns zeigt, dass man nicht immer bestimmen muss, sondern, dass man auch mal die Führung einem anderen überlassen soll und auf die Wunder schauen, die man dann entdeckt.











