Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi
Gefällt mir
Zum Inhalt:
Die Geschichte von Kaede und ihrem demenzkranken Großvater geht in die nächste Runde. Wieder lösen sie zusammen mit Hilfe von Kriminalliteratur größere und kleinere Rätsel und verstricken sich auch noch selbst in einen Fall. Es gibt wieder einige neue spannende Fälle, die auf ihre Art alle anders sind.
Währenddessen gibt es im privaten Umfeld sonderbare Ereignisse und ein alter Widersacher taucht auf.
Meine Meinung:
Ich habe mich auf die Fortsetzung gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Es geht wieder sehr interessant weiter. Was mir aber neben den zu lösenden Fällen aber besonders gut gefällt, ist nach wie vor, dass das Thema Demenz aufgegriffen wird. Ob das alles so realistisch ist, mag dahin gestellt sein, aber es ist wichtig es zu thematisieren und das in einem spannenden Buch zu tun, ist eine Art, die mir besonders gut gefällt. Diese Momente, wo es um die Beziehung von Kaede und ihrem Großvater geht und auch alte Erinnerungen dann geschildert werden, machen bewusst, dass der Zustand des dementen Mannes weniger werden und das hat mich sehr berührt.
Fazit:
Gefällt mir
Rezensionen von Eternal-Hope:
Der Glückskind-Effekt von Johannes Storch; Maja Storch
Wirkt auf mich unfertig
Ich bin eigentlich ein großer Fan der Bücher von Maja und Johannes Storch, weil ich die Fähigkeit der Autoren, komplexe psychologische Konzepte anhand liebenswerter Maskottchen-Figuren allgemeinverständlich und humorvoll zu vermitteln, sehr schätze. So ist mir auch das Zürcher Ressourcenmodell, das auch in diesem Buch wieder vorkommt, schon bekannt.
Auch die Motto-Ziele kommen wieder vor, es geht also um die altbekannten Konzepte dieser Autoren, ergänzt um Betrachtungen zu Systemtheorie etc.
Erhofft habe ich mir ein weiteres liebevoll gestaltetes und leicht verständliches Werk, das ich als Psychologin meinen Klientinnen und Klienten empfehlen kann, um sich besser zu verstehen. Als solches wird auch dieses Buch wieder vermarktet und so habe ich mich sehr auf die Lektüre gefreut.
Doch leider wirkt auf mich das Buch unfertig, wie wenn man sich den letzten Überarbeitungs-, Straffungs- und Konkretisierungsschritt gespart hätte. Ja, es gibt wieder ein liebenswertes Maskottchen, diesmal ist es das Orx, das denkt, das ihm nichts gelingt und es immer nur Pech hat. Dabei gehen die Autoren darauf ein, dass es ihnen wichtig war, dem im esoterischen Bereich so populären "Wünsch dir was vom Universum"-Konzept etwas wissenschaftlich Fundiertes zum Thema innere Haltung und Mindset entgegenzustellen.
Das gelingt auch erst einmal durchaus gut: das Orx stellt sich vor, es gibt wieder ansprechende Zeichnungen und wissenschaftliche Theorien, die zuerst allgemein erklärt und dann für das Orx noch einmal verständlicher gemacht werden. Doch insgesamt wirkt das Buch auf mich nicht rund und ich habe den Eindruck, dass hier versucht wurde, zu viele zu komplexe Theorien miteinander zu integrieren, auf eine Art und Weise, bei der ich befürchten muss, dass die meisten meiner Klientinnen und Klienten - ohne Vorwissen zu Systemtheorien usw. - davon nicht abgeholt werden, es nicht verstehen werden und somit keine klare Botschaft zum Mitnehmen bleibt.
Wer sich, wie ich, mit den psychologischen und philosophischen Konzepten hinter diesem Buch schon tiefgründiger beschäftigt hat, wird natürlich verstehen, was gemeint ist - aber dafür braucht man dann wiederum nicht so ein Buch, das versucht, diese Theorien für Laien gut verständlich und praktisch anwendbar runterzubrechen.
Ich empfehle jenen, für die das Werk dieser Autoren neu ist, erst einmal zu einem anderen ihrer Bücher zu greifen, um einen guten Eindruck davon zu bekommen, was verständliche Wissenschaftsvermittlung leisten kann.
Rezensionen von brauneye29:
Mit beiden Händen den Himmel stützen von Lilli Tollkien
Beeindruckendes Debut
Zum Inhalt:
Lale wächst unter ungewöhnlich Umständen auf. In einer Männerkommune, die Partys feiern und Revolutionen planen. Sie selbst darf im Grunde alles, was ein Kind sich wünscht, ewig wach bleiben und fernsehen und Süßiskeiten in Unmengen essen. Doch sie seht sich nach Geborgenheit und Verlässlichkeit.
Zwischen Freiheit und Vernachlässigung versucht sie ihren Weg zu gehen.
Meine Meinung:
Was für ein Buch! Schon direkt am Anfang werden wir mit der abhängigen Mutter bekannt gemacht, da ist Lale noch in ihrem Bau, kann sich nicht um das Kind angemessen kümmern, so dass sie zu einem Pflegevater in der Kommune kommt. Nicht nur dass sie ihre eigenen Grenze überschritten werden, sie kann sich auch niemanden anvertrauen. Sie muss erwachsen werden, eh sie sich mit dem Erlebten auseinandersetzten kann. Das Buch ist wirklich eine Berg- und Talfahrt, in der man alle Gefühle durchmacht. Man kann kaum glauben, wie Lale aufwachsen musste, wie sie selbst ein auf und ab erlebt. Man möchte sie aus der Situation rausholen und sie einfach umarmen. Es ist ein Buch, dass einem eine wahre Gefühlsachterbahn bietet und das nicht nur der Protagonistin Lale, sondern auch dem Leser.
Fazit:
Beeindruckendes Debut
Rezensionen von Eternal-Hope:
Das gelbe Haus von Mieko Kawakami
Bedrückend
Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil mir "Brüste und Eier" von derselben Autorin sehr gut gefallen hat. In jenem ging es um japanische Frauen rund um das Thema Fruchtbarkeit und Kinder-Kriegen. Auch dort waren die Beziehungen zwischen den Figuren schon eher distanziert, wie es vielleicht auch für diesen Kulturkreis typisch ist.
Hier geht es nun um sozial benachteiligte junge Menschen in einem schwierigen Milieu. Wirklich warm geworden bin ich mit den Figuren nicht und auch die Handlung hat sich immer wieder hingezogen.
Andererseits gibt es insgesamt auch durchaus interessante Einblicke in die Lebenssituation von Menschen, die keine Ausbildung haben, sich im kriminellen Milieu durchschlagen müssen und von anderen Menschen manipuliert werden.
Es ist jedenfalls ein trostloses Milieu, auf das man sich gerade einlassen können muss, und insgesamt ein ungewöhnliches Buch, das man in dieser Weise nicht oft zu lesen bekommt.
Rezensionen von Shilo:
Die Liste der Lebenden von Stefan Kutzenberger
Eine Reise in die Vergangenheit, die berührt
Mitten auf dem Meer beginnt diese Geschichte. Eine Frau treibt allein im Wasser und hält sich an einem Stück Holz fest. Während sie ums Überleben kämpft, kehren ihre Gedanken immer wieder nach Dänemark zurück.
Schon nach wenigen Seiten entsteht ein klares Bild von Henriette Wulff. Ihr Leben in Kopenhagen, ihre vielen Kontakte und vor allem die enge Verbindung zu Hans Christian Andersen werden ruhig und verständlich gezeigt.
Es braucht keine großen Worte, um zu spüren, was sie bewegt.
Im weiteren Verlauf wechseln sich die Gedanken auf dem Meer mit Erinnerungen an ihr früheres Leben ab. So entsteht nach und nach ein stilles Bild von Henriette und dem, was sie erlebt hat. Besonders die Briefe zeigen, was sie denkt und fühlt, auch wenn vieles unausgesprochen bleibt.
Die Verbindung zu Hans Christian Andersen ist wichtig für die Geschichte. Sie entwickelt sich nach und nach und bleibt ruhig.
Der Schreibstil ist klar und einfach. Die Geschichte braucht etwas Zeit, entfaltet aber eine eigene Wirkung. Vor allem die leisen Töne bleiben im Gedächtnis.
Historische und erfundene Ereignisse greifen dabei gut ineinander, sodass ein glaubwürdiges Gesamtbild entsteht. Die Übergänge wirken ruhig und passend.
Manche Stellen sind länger erzählt oder wiederholen sich leicht, wodurch der Lesefluss zwischendurch langsamer wird. Trotzdem fügt sich am Ende alles gut zusammen.
Es ist eine Geschichte, die lange nachklingt. Wer historische Geschichten mag und sehen möchte, wie Gedanken, Erinnerungen und Gefühle Menschen über Zeit und Entfernung verbinden, sollte dieses Buch lesen. 4 Sterne.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Ultramarin von Ann-Christin Kumm
Sehr gelungen
In diesem Buch geht es um eine komplizierte Beziehung zwischen 2 jungen Menschen.
Dabei ist die eine Person, der Hauptprotagonist des Buches, Lou in einer komplizierte Beziehung mit den Geschwistern Raf und Sophie verstrickt. Doch die Fixierung von Louis bezieht sich eher auf Raf. Raf weiß genau, was er mit Lou machen kann und wie weit er gehen kann denn dieser ist ihm ausgeliefert durch seine Gefühle zu ihm.
Dieses Machtgefälle wird in dem Buch ganz deutlich beschrieben und ist ein großer Teil der Geschichte. Man kann sich sehr gut in die einzelnen Personen hineinfühlen und leidet teilweise mit Lou mit. Und sieht wie er von Raf manipuliert wird. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, da es in einer sehr angenehmen Sprache geschrieben ist. Und mich auf eine interessante Reise mitgenommen hat. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.
Rezensionen von leopol:
Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann
Nur nicht untergehen - düster wie das Moor und der Nebel
Kommissarin Malia Gold startet gleich turbulent in ihren neuen Job, sind doch im dichten Nebel im Moorgebiet zwei 18-jährige Zwillinge Nike und Jana nicht von ihrem Ausflug zurückgekehrt. Der Vater meldet die beiden Vermisst, da man sie auch telefonisch nicht erreicht und eine Suche im Moor bleibt erfolglos, nur ein Fahrrad eines der Mädchen wird gefunden.
Schwester Nike taucht etwas später wieder auf, doch Jana bleibt verschwunden. Verstörende Bilder tauchen auf ihrem Tik-Tok-Kanal auf. Erschütterung durchläuft die Gemeinde, wurde doch vor Jahren schon ein anderes Mädchen im Moor gesucht und nie gefunden.
Das Buch wird durch den atmosphärischen und bildhaften Schreibstil des Autors getragen, da er damit die Stimmung im Moor gut einfängt. Man fühlt sich im Geschehen – kalt, düster, neblig, einfach gruselig. Kurze Kapitel bzw. Unterabschnitte, die chronologisch präsentiert werden, halten den Spannungsbogen hoch, denn man bekommt ja alles nur scheibchenweise präsentiert. Nach so mancher Überraschung versucht man noch rasch, den nächsten Abschnitt zu lesen, was ob der Struktur ja leicht möglich ist.
Mit Malia Gold bin ich noch nicht ganz warm geworden, was auch an ihrer etwas kühlen Art liegen mag. Allerdings macht sie für mich einen glaubhaften Charakter aus und ihre eigene Familiengeschichte scheint auch so manches zu bieten haben. Sie ist entschlossen, stark und eben doch vielschichtig, daher hoffe ich auf mehr in den nächsten Bänden, da sie viel Potenzial hat.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Serie, da ich mir eine weitere spannende Geschichte erwarte. Außerdem bleiben ja noch einige Fragen zur Geschichte der Kommissarin Malia Gold.
Rezensionen von Julia:
Besser wohnen - gesünder leben von Manuela Stengl
Inspirierende Impulse für ein bewussteres Wohnen
Dieses Buch wirbt damit, das einzige zu sein, das man zum Thema Wohnen lesen muss. Einerseits mag das durchaus zutreffen, andererseits wird im Buch selbst auch auf viele weitere spannende Werke verwiesen, die zur Vertiefung einladen.
Inhaltlich ist das Buch klar und sinnvoll aufgebaut. Schritt für Schritt wird man durch einen Prozess geführt, der dabei hilft, das eigene Wohnumfeld bewusster wahrzunehmen, Details genauer zu betrachten und mögliche Verbesserungen zu erkennen.
Dabei wird schnell deutlich: Große Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen – und genau das vermittelt das Buch sehr realistisch und angenehm. Neben kleineren Impulsen, die sich direkt umsetzen lassen, werden auch langfristige Prozesse aufgezeigt, die Zeit brauchen dürfen. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass der Ton dabei nie belehrend wirkt, sondern vielmehr unterstützend und motivierend – eher eine helfende Hand als ein erhobener Zeigefinger.
Für mich persönlich war es spannend zu entdecken, wie viele Faktoren unser Wohnen und Wohlbefinden tatsächlich beeinflussen – und wie viel sich davon oft schon mit kleinen Anpassungen verändern lässt. Nicht alle Ansätze werde ich für mich umsetzen, aber viele Denkanstöße nehme ich definitiv mit. Vor allem hat das Buch mein Bewusstsein dafür geschärft, was ich bereits habe und was ich an meiner aktuellen Wohnsituation wertschätzen kann.
Auch der Blick in die Zukunft hat mir gut gefallen: Das Buch regt dazu an, sich frühzeitig mit möglichen Veränderungen der eigenen Lebensumstände auseinanderzusetzen und zu überlegen, welche Anforderungen das Wohnen dann mit sich bringen könnte – anstatt sich erst im Nachhinein damit zu beschäftigen.
Insgesamt ein inspirierendes und gut strukturiertes Buch, das mit vielen hilfreichen Impulsen zu einem bewussteren Umgang mit dem eigenen Wohnraum anregt.
Rezensionen von milky:
Einatmen. Ausatmen von Maxim Leo
Neubeginn
Das Cover des Romans gefällt mir sehr gut. Es ist beruhigend, stellt durch die Blumen und den Himmel die verschiedenen Phasen des Lebens dar und man beginnt beim Lesen des Titels sofort einmal ruhig ein- und auszuatmen.
Der Roman handelt von Marlene, der ehrgeizigen Kandidatin für den Posten des CEO eines Konzerns.
Ihr Alltag besteht zum Großteil aus ihrer Arbeit, sie ist als Chefin und Kollegin distanziert, fordernd und nicht gerade empathisch. Aufgrund dieser Tatsachen wird sie von ihrem Chef dazu gezwungen, an einem Achtsamkeitsseminar teilzunehmen, wo die Geschichte ihren Lauf nimmt.
Maxim Leo erzählt mit einer flüssigen und ruhigen Art, aber auch mit humorvollem Unterton. Dadurch hat das Lesen stets Spaß gemacht. Wer große Spannung erwartet, ist hier falsch, was aber keineswegs bedeutet, dass der Roman langweilig wird. Die Figuren von Marlene, Alex, Matthiesen und Conny besitzen ihren eigenen Charakter und sind mir schnell ans Herz gewachsen.
Die Stimme und Vortragsweise von Vera Teltz hat gut zum Roman gepasst. Sie hat es mir leicht gemacht, direkt zu Beginn in die Geschichte einzutauchen.
Rezensionen von gerlisch:
Spellcaster von Jaymin Eve
Nicht so fesselnd wie erhofft
Dieser Auftakt einer neuen Fantasy-Dilogie von Jaymin Eve verspricht auf den ersten Blick alles, was ich an Fantasy-Academy-Settings liebe: eine altehrwürdige Schule, eine Blutschwur-Fehde zwischen Paisleys und Logans Familien und lauernde Die Grundidee klingt definitiv spannend und hätte eine richtig packende Mischung aus Magie, Intrigen und Enemies-to-Lovers-Dynamik werden können.
Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht ausgeschöpft wurde. Wichtige Informationen zu Figuren, Hintergründen und Handlung werden nur angekratzt, statt wirklich vertieft zu werden. Dadurch bleiben viele Zusammenhänge vage und unausgesprochen. Das Internat mit seinen magischen Zaubern, Kräutern, Kristallen und Tinkturen hätten so viel Raum für Atmosphäre geboten, bleibt aber leider nur blass. Auch das Magiesystem wird nur oberflächlich erklärt.
Besonders schade fand ich, dass die Charaktere kaum Tiefe oder Weiterentwicklung zeigen. Paisley ist impulsiv, oft widersprüchlich in ihrem Verhalten und schwer greifbar. Logan bleibt kühl und verschlossen. Die Emotionen kamen einfach nicht bei mir an. Gefallen haben mir aber die Freundschaften von Paisley mit ihren Mitschülerinnen, diese Szenen wurden wirklich harmonisch dargestellt.
Die Grundidee ist wirklich interessant, doch leider bleibt die Story hinter seinen Möglichkeiten zurück, für Fans von Academy-Fantasy vielleicht trotzdem ein Versuch wert, ich hoffe dann mal auf mehr Spannung in Band 2.











