Kunden em pfehlungen
Rezensionen von drachenzahn:
Tiere und Pflanzen lebensgroß von Daniela Strauß; Dr. Hannes Petrischak; Holger Haag; Felix Weiss; Katrin Hecker
Natur ganz lebensnah
Das Buch „Tiere & Pflanzen lebensgroß“ ist ein wunderschön gestaltetes Nachschlagewerk für die ganze Familie. Jede Tier- oder Pflanzenart wird auf einer, manchmal auch auf zwei Seiten vorgestellt. Besonders beeindruckend sind die originalgroßen Abbildungen, durch die man einen sehr guten Eindruck davon bekommt, wie die einzelnen Arten tatsächlich aussehen.
Bei manchen Darstellungen habe ich zwar das Gefühl, als würden die Größenverhältnisse nicht ganz passen, allerdings variiert die tatsächliche Größe vieler Tiere und Pflanzen in der Natur ohnehin.
Die heimische Flora und Fauna wird übersichtlich nach Jahreszeiten gegliedert vorgestellt. In kurzen, gut verständlichen Kapiteln erfährt man beispielsweise im Frühling mehr über die zurückkehrenden Zugvögel, während im Sommer verschiedene Schmetterlinge im Mittelpunkt stehen. Im Herbst geht es um Tiere und Pflanzen, die sich auf die kalte Jahreszeit vorbereiten, und im Winter richtet sich der Blick vor allem auf Standvögel und Nadelbäume.
Neben den zahlreichen Informationen zu den einzelnen Arten enthält das Buch auch viele praktische Tipps für Naturfreunde. So wird erklärt, welche Nisthilfen sich für Vögel eignen, wie man Insekten in den Garten locken oder Tiere beim Überwintern unterstützen kann. Auch Anleitungen zur Herstellung von Vogelfutter sind enthalten. Ein besonderes Extra ist die Möglichkeit, mithilfe der kostenlosen App Kosmos Plus die Stimmen vieler Tiere anzuhören und so die Natur noch intensiver zu erleben.
Insgesamt ist „Tiere & Pflanzen“ ein liebevoll gestaltetes und informatives Naturbuch, das zum Entdecken, Nachschlagen und genaueren Beobachten der heimischen Tier- und Pflanzenwelt einlädt.
Rezensionen von drachenzahn:
National Geographic Kids - Lexikon des Weltalls; ein visuell spektakuläres Nachschlagewerk zu Astronomie und Raumfahrt für Kinder ab 8 von David A. Aguilar
Faszinierende Weiten
Dieses Buch ist ein echter Blickfang. Die großformatigen NASA-Fotografien, eindrucksvollen 3D-Grafiken und Illustrationen ziehen den Leser sofort in ihren Bann und laden zum Staunen ein. Jede Doppelseite widmet sich einem neuen Aspekt des Weltalls. Sterne und Planeten werden vorgestellt, schwarze Löcher verständlich erklärt, die Milchstraße erkundet.
Darüber hinaus versucht das Buch einen Blick in die Zukunft und spekuliert ob es außerirdischem Leben gibt oder eine Besiedlung des Mars möglich wäre.
Besonders überzeugend ist der durchdachte Aufbau. Zu jedem Thema gibt es einen kurzen Überblickstext, ergänzt durch Tabellen und vertiefende Infokästen wie „Schon gewusst?“ oder „Sternenexperten“. So kann man ganz nach Interesse lesen, gezielt nachschlagen, sich intensiv mit einzelnen Themen beschäftigen oder einfach neugierig durch die Seiten blättern. Das Buch lädt damit eher zu einem Streifzug durch das Universum ein als zu klassischem, linearem Lesen.
Die Sachtexte sind gut verständlich geschrieben, sodass auch Leser ohne Vorkenntnisse einen leichten Zugang zu den komplexen Inhalten finden können. Zwar ist das Buch für Grundschulkinder ab etwa acht Jahren konzipiert, doch auch ältere Jugendliche werden hier viel Interessantes entdecken. Selbst Erwachsene können noch Neues lernen. Mir war zum Beispiel nicht bewusst, dass ein Tag auf der Venus ganze 243 Erdentage dauert.
Insgesamt handelt es sich um ein visuell beeindruckendes und inhaltlich fundiertes Nachschlagewerk, das Wissen auf spannende Weise vermittelt. Eine klare Empfehlung für alle, die sich für das Weltall, Astronomie und Raumfahrt begeistern.
Rezensionen von drachenzahn:
Smeralda Bohms Bestiarium (Bd. 1) von Anja Fislage
Ungewöhnlich und tiefgründig
Diese außergewöhnliche Collage aus spannender Erzählung, tagebuchartigen Einträgen, fantastischem Lexikon und feinfühliger Charakterstudie hat mich nachhaltig beeindruckt. Smeralda Bohms ist ganz sicher keine gewöhnliche Heldin. Ihr eigenwilliger Blick auf die Welt lässt uns staunen, schmunzeln und manchmal innehalten.
Anja Fislage gelingt es, ihrer autistischen Protagonistin eine authentische Stimme zu verleihen und dabei eine intelligente, ungewöhnlich aufgebaute Fantasygeschichte zu erzählen.
Smeralda Bohms ist eine zwölfjährige Kryptozoologin, also in ihren Augen eine ernstzunehmende Wissenschaftlerin. Sie kennt sich mit verborgenen Kreaturen aus, beobachtet sie mit wissenschaftlicher Präzision und führt ein Bestiarum über ihre Erkenntnisse. Bislang werden ihre Fähigkeiten nur von ihrem besten Freund Kenji und ihrer Schwester Phi anerkannt, doch dann plötzlich ändert sich alles und sie erhält mehr Aufmerksamkeit, als für ihr Leben gut ist.
Was mich besonders begeistert hat, ist der hintergründige Humor des Buches. Da Smeralda offensichtlich unter dem Asberger Syndrom leidet, obwohl dies nie so benannt wurde, kann sie menschliche Gefühle und Ironie nicht immer nachvollziehen und nimmt ihre Umwelt auf sehr eigene, oft skurrile Weise wahr. Das sorgt für viele komische Momente, wirkt aber nie lächerlich oder überzeichnet. Im Gegenteil: Gerade durch ihre Perspektive wird man zum Nachdenken über Wahrnehmung, Anderssein und soziale Normen angeregt. Auch tiefere Themen wie Krankheit und Verlust finden auf natürliche Weise Eingang in die Geschichte, ohne sie zu überfrachten. Einzig der Antagonist in der Geschichte wirkt mit seiner affektierten Art gelegentlich etwas überzogen.
Besonders hervorzuheben ist die gestalterische Umsetzung des Buches. Da es sich im Kern um Smeraldas Bestiarum handelt, werden immer wieder Fußnoten sowie Smeraldas Zwischenbemerkungen, Schwarz-Weiß-Zeichnungen der Charaktere, farbige Illustrationen mit Notizen von allen erwähnten Kreaturen, Skizzen, Briefe und andere Textsorten in das Erzählgeschehen eingebettet. Diese kreative Form macht das Buch zu einem echten Erlebnis, auch visuell.
Fazit: Bei Smeralda Bohms Bestiarium handelt es sich um ein ebenso kluges wie warmherziges Buch, das mit Tiefe, Witz und Originalität überzeugt. Es ist ungewöhnlich in der Form, berührend in der Wirkung und absolut lesenswert!
Rezensionen von Immenhof:
Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft - Kindergarten von Mönch Rebecca
Alltagsnah
Das Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft – Kindergarten ist Teil einer Reihe, die mir bisher noch nicht bekannt war. Erst kürzlich habe ich diese Stickerhefte entdeckt. Besonders begeistert hat mich die Vielfalt der Seiten. Teilweise ist mit kurzen Texten vorgegeben, was aufgeklebt werden soll, teilweise können die Sticker aber auch frei eingesetzt werden.
Die Seiten zeigen viele typische Alltagssituationen aus der Kita beziehungsweise dem Kindergarten. Dadurch eignet sich das Heft sehr gut zur Vorbereitung auf den Kindergartenstart, aber auch begleitend während der Kindergartenzeit. Gleichzeitig bieten die Szenen viele Möglichkeiten, Kinder zum Erzählen anzuregen und über eigene Erlebnisse zu sprechen.
Die Gestaltung ist sehr gelungen und bietet eine spielerische Art der Wissensvermittlung. Auch der Zeichenstil gefällt mir sehr gut und entspricht dem hochwertigen Stil, den man aus den Büchern der Reihe kennt.
Etwas schade finde ich allerdings das dünnere Material. Dadurch wirkt das Heft weniger stabil als die bekannten Bücher der Reihe. Insgesamt stimmt jedoch die Preis-Leistung, sodass es eine schöne und kreative Ergänzung für Kinder ist.
Rezensionen von Annabell95:
Der Schrein der Könige von Sabine Weiß
Dreikönigenschrein
Ein mächtiger Triumph des Kölner Erzbischofs Reinald von Dassel verändert die Geschichte: Nach der Einnahme Mailands bringt er die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln. Die Stadt wird daraufhin zum Magneten für Pilger, die auf Wunder hoffen. Noch ruhen die Reliquien in einer schlichten Kiste, doch ihr Ruf verlangt nach einem würdigen Schrein.
Der berühmte Goldschmied Nicolaus von Verdun soll dieses einzigartige Kunstwerk erschaffen. Seine Berufung sorgt jedoch für Unmut, denn die Kölner Goldschmiede fühlen sich übergangen und sehen den prestigeträchtigen Auftrag an einen Fremden verloren.
Die Handlung ist so aufgebaut, dass man den einzelnen Protagonisten abwechselnd folgt. Das sorgt für Abwechslung und erhöht den Spannungsbogen. Historische Aspekte wie Kriege, Eroberungen und Raubzüge kommen erst später stärker ins Spiel, werden dann aber sehr gut in die Handlung eingewoben. Man lernt etwas, ohne von Fakten erschlagen zu werden.
Im letzten Drittel ging’s mir etwas zu schnell. Viele Nebenstränge wurden recht zügig abgehandelt. Und ich hätte mir mehr durchgehende Beschreibungen des Dreikönigenschreins gewünscht. Dieser steht am Anfang und Ende im Fokus, dazwischen aber weniger. Stattdessen stehen hier mehr die Schilderungen mittelalterlicher Lebensumstände sowie kirchlicher und politischer Entwicklungen im Fokus.
Im Mittelpunkt steht Nicolaus mit seiner Familie. Die Hauptcharaktere, aber auch die Nebencharaktere sind sehr facettenreich gestaltet. Es gibt Sympathieträger, zwielichtige Gestalten, Charaktere, die man gern begleitet und solche, die man am liebsten schütteln würde. Diese große Bandbreite macht die Figuren glaubwürdig und sorgt dafür, dass man mit ihnen mitfiebert, sich ärgert, hofft und bangt.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und so atmosphärisch, dass man sich mitten ins mittelalterliche Köln versetzt fühlt. Geräusche, Gerüche, Stimmungen – all das wirkt so lebendig und authentisch.
Mein Fazit:
Atmosphärisch stark, lebendig erzählt, mit tollen Figuren - absolut lesenswert.
Rezensionen von Immenhof:
Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft - Dinosaurier von Warnecke Ruby
Kreativ
Das Wieso? Weshalb? Warum? Stickerheft Dinosaurier ist Teil einer Reihe, die mir bisher noch nicht bekannt war. Erst kürzlich habe ich diese Stickerhefte entdeckt. Besonders begeistert hat mich die Vielfalt der Seiten. Teilweise ist mit kurzen Texten vorgegeben, was aufgeklebt werden soll, teilweise können die Sticker aber auch frei eingesetzt werden.
Die Auswahl an Dinosauriern ist sehr gross, sodass man selbst als Erwachsener noch einiges lernen kann. Viele verschiedene Arten werden gezeigt und mit kurzen Informationen ergänzt. Die Gestaltung ist sehr gelungen und bietet eine spielerische Art der Wissensvermittlung. Auch der Zeichenstil gefällt mir sehr gut und entspricht dem hochwertigen Stil, den man aus den Büchern der Reihe kennt.
Etwas schade finde ich allerdings das dünnere Material. Dadurch wirkt das Heft weniger stabil als die bekannten Bücher der Reihe. Insgesamt stimmt jedoch auch die Preis-Leistung, sodass es eine schöne und kreative Ergänzung für kleine Dinosaurierfans ist.
Rezensionen von Immenhof:
Die Känguru-Rebellion,6 Audio-CD von Marc-Uwe Kling
Unterhaltsam
Auch der 5.Teil der Känguruchroniken ist so unterhaltsam, wie die Vorgängerbände. Mir gefällt besonders der zeitgenössische Bezug zu Ki, welcher sehr unterhaltsam aufgegriffen wird. Die Überleitung zum fünften Band, in welchem das Känguru anfängt, den ersten Teil aus seiner Geschichte zu erzählen, fand ich sehr gelungen und amüsant, da es eine gelungene Verbindung brachte.
Die Gründe, weshalb der fünfte Band keine Erzählung aus reiner Kängurusicht enthält, dürfte jedem Kenner des Kängurus klar sein...
Ich bin auch froh, dass die Geschichten allgemeiner sind und sich nicht nur auf den Pinguin beziehen. Dies war mir im Vorgänger zu dominant.
Ich hatte den Eindruck, dass die Kapitel früher kürzer waren, was mir besser gefallen hat. Dies ist aber auch das einzige Manko an der Geschichte.
Es gibt wenige Bücher, für die ich kein ähnliches Werk kenne. Die Känguruchroniken gehören dazu und ich bin absolut begeistert, dass es nun endlich weitergeht.
Rezensionen von nessabo:
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Ein literarisches Puzzle, das mich begeistert hat
Ich bin ein riesiger Fan komplexer, aus verschiedenen Perspektiven heraus erzählter Familiengeschichten. Und weil Judith Hoersch die vielen Fäden der Handlung meisterinnenhaft ineinanderwebt, hat mich die Lektüre auch wie erwartet sehr begeistert.
Zu Beginn braucht es definitiv ein paar Kapitel, um die vielen Figuren und Zeitstränge zu sortieren.
Die Wechsel zwischen den Erzählerinnen sind recht rasant, werfen uns mitten in die Handlung hinein. Ich war aber auf jeden Fall schnell genug drin, um der Geschichte voller Spannung zu folgen.
Hoersch hat es geschafft, die Spannung hochzuhalten, obwohl für mich im ersten Drittel schon recht klar war, wo die Fäden zusammenlaufen. Doch es gab schlicht so viele Details, die es aufzulösen galt, dass ich der Handlung ohne Pause folgen wollte. Erleichtert wird das durch einen tollen Schreibstil, der von klaren Worten sowie einer guten emotionalen Nähe zu den Figuren geprägt ist und um wohldosiert eingesetzte Bildsprache ergänzt wird.
Die vier Frauen sind greifbar und von glaubwürdiger Vielschichtigkeit geprägt. Sie alle teilen eine gewisse Rebellion und die Suche nach dem, was sie eigentlich selbst wollen vom Leben. Die Autorin verhandelt wenig überraschend auch generationsübergreifende Weitergabe und begleitet ihre Figuren, indem sie diese freundlich an die Hand nimmt. Ihre Zärtlichkeit und das Verständnis für die vier Frauen spricht sehr deutlich aus diesem Text.
Ja, manche Elemente der Handlung sind konstruiert und halten einem Realitätscheck eher nicht stand. Doch trotzdem fand ich all das völlig passend geschrieben und habe mich gern in diese Geschichte fallen lassen, deren Form von Happy End mir sonst im Literatur-Bereich nicht so oft begegnet. Es ist kein Buch, dass das Leben mit all seinen auszuhaltenden Ambivalenzen darstellt und uns am Ende mit widersprüchlichen Gefühlen zurücklässt. Stattdessen gleicht es einem Puzzle, dessen Teile sich zum Schluss fast alle perfekt aneinanderfügen.
Manche Nebenfiguren waren mir zu eindimensional böse gezeichnet, das lese ich immer nicht so gerne, und am Ende ging die Auflösung etwas sehr leicht vonstatten. Aber ich sehe auch, dass das Buch sonst noch einmal deutlich mehr Seiten umfassen würde, was eine möglichst zusammenhängende Lektüre weiter erschwert hätte. Diese finde ich aber sehr wichtig, um keins der vielen Details im Handlungsverlauf zu verpassen.
Ich hatte eine ganz tolle, unterhaltsame und auch emotionale Zeit mit diesem Roman. Er hat mich gefesselt und sprachlich in sich aufgenommen, sodass ich ihn auf jeden Fall weiterempfehlen möchte - wenn ihr kein Problem habt mit ein paar unrealistisch perfekten Stellen. Für mich war es eine tolle Abwechslung zu sonst eher schwerer Literatur.
Rezensionen von nessabo:
The Love-Life-List: (Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe von Kira Mohn
Eine lebensnahe Feelgood-Romance
Mir ist Kira Mohn erst vor Kurzem durch ihren aktuellen Roman „Alle glücklich“ begegnet, den ich absolut großartig fand. Da diese Romance quasi zeitgleich erschienen ist, habe ich dem Genre (abseits der Autorinnen, die ich hier sowieso schon schätze) nochmal eine Chance gegeben. Gerade hetero Romance hat mich in der Vergangenheit mit ihren platten Klischees und immer gleichen Kommunikationsproblemen nämlich wiederholt enttäuscht.
Und was soll ich sagen? Kira Mohn hat das Potenzial, zu einer meiner liebsten Autor*innen zu werden. Auch ihre Romance war nämlich absolut positiv und hat mir das gegeben, was ich in diesem Bereich suche. Sie kommt ohne platte Mann-Frau-Rollenbilder und die übertriebene Beschreibung gestählter Körper aus. Dafür bekommen wir hier Feelgood durch und durch, erwachsene Kommunikation auf Augenhöhe, liebevolle Nebenfiguren und lebensnaher Struggle.
Mich erinnert das sehr an die Romane von Abby Jimenez, bei denen die Kritik auch häufig lautet: zu langweilig/zu ernst. Kann ich zwar verstehen, empfinde das aber ganz anders. Ich lese einfach deutlich lieber etwas, das ich in großen Teilen auf das echte Leben projizieren kann als auf 400 Seiten innerlich zu schreien, weil die Protas einfach nicht miteinander reden und sich so Missverständnisse künstlich aufbauen.
Sicherlich gibt es Romance mit deutlich mehr Drama, das sollte hier nicht erwartet werden. Aber wer eine Lektüre sucht, die wiederholt das Herz wärmt, ist hier an der absolut richtigen Stelle. Rose struggelt mit ihrem Selbstwertgefühl und versucht im Laufe der Handlung, sich von den bestimmenden Narrativen anderer freizumachen. Ich fand das authentisch und im richtigen Maß nachvollziehbar.
Ganz besonders gefreut habe ich mich über Zane. Dass der männliche Protagonist einfach mal nett und trotzdem interessant ist, ist leider selten. Ich mag die Bezeichnung „Golden Retriever“ nicht so gern, aber sie trifft auf ihn natürlich voll zu. Ich finde auch nicht, dass er blass ist - er ist nur nicht problematisch. Und dadurch ist auch die Beziehung von Rose und Zane weniger das tragende Element des Dramas, sondern viel mehr Roses Innenleben und die Unsicherheiten in Bezug auf ihre Schwester Halley.
Ja, Halleys Figur ist vielleicht etwas überspitzt, andererseits ist die angelernte Konkurrenz unter Frauen nun einmal real. Und ich finde es immer erfrischend, wenn das Drama nicht aus der romantischen Beziehung kommt, sondern aus dem ganz normalen Leben. Denn ganz ehrlich: Wenn Beziehungen so beginnen würden, wie sie das im Romance-Bereich gerne einmal tun, würde ich einfach nur rennen. Aber das ist natürlich ganz klar Geschmacksache.
Mohn hat noch einmal viele Pluspunkte bei mir gesammelt, weil sie ihr Werk in ein diskriminierungssensibles Umfeld setzt. Am Rande bekommen wir Einblick in Tierschutz (und dass der nicht auf dem Teller aufhört), die Abgrenzung zu diskriminierenden Aussagen und die völlig normale Existenz queerer Beziehungen. Es sind nur kleine Elemente, die vielleicht schnell überlesen werden, aber ich schätze genau das - dass es eben nicht laut angekündigt werden muss, sondern einfach selbstverständlich sein sollte.
Eine ganz ehrliche Empfehlung für alle, die sich so wie ich wohl fühlen wollen beim Lesen von Romance und lebensnahe, authentische Geschichten suchen. Kira Mohns Werk der letzten 1-2 Jahre werde ich mir nun auf jeden Fall auch noch ansehen!
Rezensionen von Lulu24:
Sachen suchen: Besuch im Zoo von Susanne Gernhäuser
Einfach perfekt!
Die Wimmelbücher ‚Sachen suchen‘ sind einfach der perfekte Einstieg in die Welt der Bilderbücher! Die jungen Leser können so viel entdecken! Auf jeder Doppelseite dieses Buches gibt ein farbenfrohes und mit vielen liebevollen Details gestaltetes Bild, eine kleine Geschichte, die vom Zoobesuch von Claras Familie erzählt, und außerdem kleine Abbildungen mit Gegenständen, die in den großen Bildern gesucht werden können.
So können Kinder ab (spätestens) zwei Jahren den Zusammenhang von erzählter Geschichte und bildlicher Darstellung begreifen lernen, ihre Wahrnehmung schulen und ihre Geduld beim Suchen üben! Und die Vorleser finden in den Zeichnungen noch so viel anderes, was sie zum Thema erzählen können: etwa zum Futter der Zootiere, zur Gestaltung der Gehege, zur Tätigkeit der Tierpfleger und zu den vielen Möglichkeiten einen schönen Tag im Zoo zu verbringen. Da wächst doch gleich die Vorfreude auf den nächsten Zoobesuch, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt!
Die kompakte Form des Buch und die stabilen Seiten sind perfekt für die kleinen Bücherfreunde, und so wird dieses tolle Buch sie bestimmt lange begleiten können.











