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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lulu24:

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Sachen suchen: Besuch im Zoo von Susanne Gernhäuser

Einfach perfekt!

Die Wimmelbücher ‚Sachen suchen‘ sind einfach der perfekte Einstieg in die Welt der Bilderbücher! Die jungen Leser können so viel entdecken! Auf jeder Doppelseite dieses Buches gibt ein farbenfrohes und mit vielen liebevollen Details gestaltetes Bild, eine kleine Geschichte, die vom Zoobesuch von Claras Familie erzählt, und außerdem kleine Abbildungen mit Gegenständen, die in den großen Bildern gesucht werden können.

So können Kinder ab (spätestens) zwei Jahren den Zusammenhang von erzählter Geschichte und bildlicher Darstellung begreifen lernen, ihre Wahrnehmung schulen und ihre Geduld beim Suchen üben! Und die Vorleser finden in den Zeichnungen noch so viel anderes, was sie zum Thema erzählen können: etwa zum Futter der Zootiere, zur Gestaltung der Gehege, zur Tätigkeit der Tierpfleger und zu den vielen Möglichkeiten einen schönen Tag im Zoo zu verbringen. Da wächst doch gleich die Vorfreude auf den nächsten Zoobesuch, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt!

Die kompakte Form des Buch und die stabilen Seiten sind perfekt für die kleinen Bücherfreunde, und so wird dieses tolle Buch sie bestimmt lange begleiten können.

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Sachen suchen: Besuch im Zoo

Rezensionen von Lilli33:

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Die schlafenden Hunde von Dublin von Ellen Dunne

Großartiger 5. Band der Reihe

Großartiger 5. Band der Reihe

Patsy Logan, deutsch-irische Kriminalkommissarin in München, will nach einer Auszeit in Irland wieder zum Dienst in München antreten. Doch bevor es so weit ist, erfährt sie, dass der Münchner Pubbetreiber Fergal Massey, ein guter Freund ihres verschollenen Vaters und der ganzen Familie Logan, bei einem Besuch in Dublin erschossen wurde.

In seinem Testament hat er ausgerechnet Patsy zur Testamentsvollstreckerin bestimmt. Natürlich versucht Patsy auch ohne offiziellen Auftrag, die Hintergründe des Mordes an Fergal herauszufinden. Dabei ist sie sich nicht der Gefahr bewusst, in die sich durch ihre Recherchen in ihrem persönlichsten Fall begibt.

Ich glaube, ich habe wirklich alle Bücher von Ellen Dunne gelesen, angefangen bei „Wie du mir“, in dem der Nordirland-Konflikt in den 1990er Jahre eine große Rolle spielt. Es ist für mich bis heute ihr beeindruckendstes Werk, wobei aber auch alle nachfolgenden absolut lesenswert sind. Daher freute ich mich, dass wir in „Die schlafenden Hunde von Dublin“ wieder mit Figuren aus diesem Konflikt konfrontiert werden, zum Teil aus „Wie du mir“ bekannt.

„Die schlafenden Hunde von Dublin“ ist bereits der 5. Band der Reihe um Patsy Logan und ist natürlich am besten mit Vorkenntnissen zu genießen, kann aber durchaus auch ohne gelesen werden.

Ich fand die Story super spannend und klasse aufgebaut. Aus der Sicht von Patsy erzählt - mit Einschüben einiger anderer Perspektiven aus den 1990er Jahren - fühlt man sich der Protagonistin unheimlich nah. Der bildliche, lebendige und teilweise aufs Minimum reduzierte Schreibstil lässt einen nur so durch das Buch rasen. Wir kommen dem großen Mysterium in Patsys Leben, dem vermuteten Selbstmord ihres Vaters, endlich näher.

Fazit:
Super spannende Unterhaltung mit Irland-Flair und einer starken Protagonistin. Für mich der bisher beste Band der Reihe.

Die Patsy Logan-Reihe:
1. Harte Landung
2. Schwarze Seele
3. Boom Town Blues
4. Unfollow Stella
5. Die schlafenden Hunde von Dublin

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Die schlafenden Hunde von Dublin

Rezensionen von Lulu24:

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Die Stimme unseres Körpers von Ingo Froböse

Interessant aber auch sehr komplex!

Ingo Froboese lehrt uns in seinem neuen Buch, die Stimme des Körpers wahrzunehmen und zu verstehen. Er erklärt die verschiedenen Zusammenhänge zwischen Körper, Hirn und Psyche und zeigt, welche Informationssysteme hier zusammenarbeiten. Es ist sehr komplex, aber zugleich spannend zu erfahren, wie alles zusammenhängt und wie der Körper versucht, alles im Gleichgewicht zu halten und Störungen selbst zu regulieren!

Besonders in der zweiten Hälfte des Buches gibt der Autor auch konkrete Hinweise, wie sich kleinere körperliche Beschwerden verstehen, einordnen und sinnvoll behandeln lassen.

Als Nichtmediziner kann ich nur ahnen, wie schwierig es ist, bei größeren Problemen etwa mit Medikamenten in die komplexen Zusammenhänge einzugreifen, ohne mehr Schaden als Nutzen anzurichten.

Insgesamt bin ich fasziniert, aber auch etwas überfordert von dem Buch mit der Vielzahl der Aspekte. Leider fürchte ich, dass mir nur wenig im Gedächtnis bleiben wird. Für mich hätte es insgesamt gerne etwas konkreter sein dürfen.

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Die Stimme unseres Körpers

Rezensionen von nessabo:

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Gelbe Monster von Clara Leinemann

Gewaltig, schmerzvoll und extrem immersiv

„Gelbe Monster“ hat mich aus persönlichen Gründen neugierig gemacht - und mir schon vor dem Lesen gleichzeitig Furcht eingeflößt. Ich wurde überhaupt nicht enttäuscht und finde es dennoch unglaublich schwer, passende Worte für diesen Roman zu finden. Denn es ist ein Buch, das zum intensiven Fühlen da ist.

Charlie beginnt ein Anti-Aggressionstraining für Frauen. Warum genau sie das macht und wie es abläuft, erfahren wir auf zwei sich abwechselnden Zeitebenen. Während der Kurs gegenwärtig erzählt wird, erfahren wir von den Hintergründen, die ihn notwendig machten, in einer spannungsgeladenen Retrospektive.

Clara Leinemann hat hier nicht nur eine Anti-Heldin erschaffen, sondern sich auch einem literarisch kaum beachteten Thema gewidmet: Beziehungsgewalt gegen Männer ausgehend von Frauen. Und um das gleich einmal vorwegzunehmen: Ich war da nicht ohne Skepsis, aber dieses Thema muss natürlich existieren dürfen, auch wenn patriarchale und misogyne Gewalt allgegenwärtig ist. Leinemann verfällt auch an keiner Stelle in eine moralische Wertung oder Relativierung anderer Gewaltformen.

Im Gegenteil: Die Geschichte fordert ihre Leser*innen heraus, selbst zu fühlen. Es ist unglaublich, was die Autorin hier geschrieben hat. Sie schreibt so nah, so unerbittlich präzise und dabei so frei von eigener Wertung, dass die gesamte Handlung emotional zwar wirklich keine leichte Kost, aber dafür unfassbar immersiv ist. Mein Herz hat beim Lesen schneller geschlagen, mein Atem an manchen Stellen ausgesetzt und ich konnte das Buch doch nicht aus der Hand legen.

Es verlangt geradezu von uns, Charlie so zu betrachten, wie die Geschichte es uns vorgibt. Sie ist manipulativ, um Besserung bemüht, psychisch labil, beziehungsabhängig, unsicher und übt physische wie psychische Gewalt gegen ihren Partner Valentin aus. Die Gewalt gegen ihn und auch sich selbst ist schlimm, aber so ehrlich beschrieben wie es nur geht. Und die Genialität des Romans liegt meines Erachtens auch darin, dass die Geschlechterrollen umgedreht werden könnten. Leinemann hat die toxische Beziehungsdynamik der beiden so akkurat beschrieben, dass es nämlich eigentlich egal ist.

Ich habe Charlies Verhalten manchmal so stark nachempfinden können, dass es mir unglaublich weh tat. Dann wieder wollte ich mich unbedingt von der Figur abgrenzen. Das gesamte Buch ist eigentlich genau das: eine Grenzerfahrung, die ich so bislang selten hatte. Es ist gleichzeitig ein Easy Read und nicht, ebenso eine emotional nachfühlbare wie kaum auszuhaltende Geschichte. Deshalb fällt mir die Bewertung wohl auch so schwer. Das Buch ist eine literarische und thematische Bereicherung und ich bin froh, dass ich es lesen durfte. Aber es war eben auch alles andere als leicht. Obwohl erstaunlich flüssig lesbar, hätte ich über ein paar Sachen gerne noch mehr erfahren. Die Grau- und Leerstellen auszuhalten gehört hier wohl genauso zu den Herausforderungen wie die ausgelösten Gefühle.

4,5 Sterne

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Gelbe Monster

Rezensionen von Annaja:

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Ultramarin von Ann-Christin Kumm

Eine starke Geschichte

Das Cover des Buches ist bildstark, rau, schroff und intensiv, es passt daher sehr gut zur Geschichte.
Es geht hier um Freunde, die gemeinsam, wie auch in früheren Jahren ans Meer fahren, um dort den Urlaub zu verbringen. Raf hat von seinen Eltern ein Ferienhaus an der dänischen Küste. Lou ist Protagonist in diesem Buch, er ist seit der Schule mit Raf befreundet und auch die blonde Nora fährt diesmal mit.

Lou wünscht sich schon immer eine richtige Beziehung mit Raf, er lässt sie zappeln, sie kommt aber nicht gegen dessen Egozentrik, Teilnahmslosigkeit und scheinbare Kälte an. Es herrscht die ganze Zeit eine beklemmende und angespannte Stimmung. Lou verhält sich abwartend, hoffend und zuweilen auch sehr anhänglich. Raf trägt nichts zu einer positiven Stimmung bei und Nora ist das 3. Rad am Wagen, die sich zwischen die beiden drängt, jedoch merkt, dass für sie hier nichts zu gewinnen ist.
Doch der Urlaub am Meer sollte in diesem Jahr anders werden, die Dinge geraten aus dem Lot und bald entsteht eine triste Stimmung, das Ende selbst ist verstörend, überraschend und lässt doch ahnen, wozu Menschen letztendlich fähig sind, wenn sie im Schmerz gefangen sind und weiter nichts mehr ertragen können.
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Ultramarin

Rezensionen von wolkenbücherwelt:

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Nightweaver von R. M. Gray

Wellen, Schatten und verlorene Träume

„Es gibt eine Zeit zum Kämpfen und es gibt eine Zeit zum Überleben.“

Der Anfang von “Nightweaver“ katapultiert einen direkt ins Geschehen. Schlag auf Schlag ziehen einen die ersten Seiten in die Welt von Aster hinein. Viele Namen, viele Figuren, einiges an Informationen - aber alles nur angerissen, sodass man sich zunächst selbst orientieren muss.

Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, komplett allein gelassen zu werden. Die wichtigsten Figuren werden früh eingeführt und auch erste Informationen über die Welt werden angenehm in die Handlung eingestreut, ohne dass es direkt überladen wirkt.

Genau dieser schnelle Einstieg hat mir zunächst wirklich gut gefallen. Es hat sich so stark nach Meer, Schiffen und Abenteuer angefühlt - sodass ich jedenfalls sofort bereit war, an Bord zu gehen.

Ein wenig wurde ich dann jedoch überrascht - oder vielleicht auch leicht enttäuscht - denn ich hatte mir erhofft, dass sich ein größerer Teil der Geschichte wirklich auf See abspielt. Dass wir auf den Wellen unterwegs sind, wir mitgerissen werden, das Schiff unter unseren Füßen schwankt, die See tobt und wir uns mitten im Sturm behaupten müssen. Doch tatsächlich spielt nur der Anfang richtig auf dem Wasser und an Bord - kein Kielwasser, das unsere Kleidung durchnässt und keine erbarmungslose Sonne, die unser Gesicht zusätzlich zum rauen Wind wetterhart gerbt.

Danach verbringen wir deutlich mehr Zeit an Land - oder zumindest auf einem Land, das sich für jemanden, der sein Leben lang nur die Bewegungen des Meeres kennt, immer noch ungewohnt schwankend anfühlt. Auch wir schwanken in diese neue Welt hinein, mit vielen Eindrücken.

Hat das der Geschichte geschadet?
Nicht wirklich. Es war eher meine eigene Vorstellung davon, wo die Reise hingehen würde. Und gerade das ab und an Einstreuen der Geschichten ihres Lebens an Bord und das Ende des Buches haben meine Hoffnung auf ein wenig Me(e)hr - im wahrsten Sinne des Wortes - dann doch wieder aufleben lassen.


„Sie schenkt mir ein herzzerreißendes Lächeln, so voller Enttäuschung, wie sie nur jene kennen, die es jemals gewagt haben zu träumen.“

Sehr viel Freude hatte ich am Schreibstil der Autorin. Die Formulierungen sind atmosphärisch und tragen einen angenehm durch die Geschichte. Auch mit vielen der Charaktere hatte ich Spaß - wobei ich mir bei einigen hier und da noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Allerdings begegnen uns auch sehr viele Figuren, viele Namen und Familienverbindungen, die ihren Platz in der Geschichte haben und ihre Rollen spielen müssen, wollen und sollen. Umso dankbarer war ich für die Namensübersicht von Asters Familie am Anfang des Buches, denn selbst gegen Ende der Geschichte habe ich dort immer mal wieder nachgeschaut, wer genau nochmal dazu gehört - und auch die Weltkarte hinten im Buch war für mich ein kleines Highlight - ich liebe Weltkarten!

Und mein liebster kurzer Auftritt war übrigens ganz klar Captain Shade.
Im Verlauf der Geschichte - besonders nach etwa der Hälfte - wurde der Plot für mich deutlich interessanter (wenn auch nicht allzu überraschend an mancher Stelle, aber an anderer dann doch auch wieder sehr erfrischend, gerade was Will betrifft).

Der vordere Teil hatte stellenweise ein kleines Tief, auch wenn ich trotzdem nur so durch die Seiten geflogen bin und gar nicht richtig bemerkt habe, wie viel ich bereits gelesen hatte. Woran genau dieses Gefühl oder dieses vermeidbare Tief lag, kann ich gar nicht konkret benennen - irgendetwas hat mir kurzzeitig gefehlt, auch wenn der Lesefluss selbst nie ins Stocken geraten ist.

Nach dem Beenden des Buches habe ich der Geschichte erst einmal ein paar Tage Zeit gegeben, um zu wirken. Mein anfängliches Gefühl, vielleicht ein wenig zu viel Aster erlebt zu haben - und sie kurzzeitig sogar an der Grenze dazu war, leicht ‚nervig‘ zu wirken - hat sich danach deutlich relativiert.

Denn wenn man ihre Situation betrachtet, ergibt ihr Verhalten durchaus Sinn: Aster ist fast siebzehn Jahre alt, wird aus ihrem bisherigen Leben gerissen und findet sich plötzlich in einer Welt wieder, die sie aus Geschichten nur als bedrohlich kannte - sie muss mit Verlust, neuen Gefühlen, Geheimnissen, Ängsten und einer völlig neuen Realität umgehen - natürlich hinterlässt das Spuren - natürlich macht es einen unsicher, zerrissen, manchmal mutig und manchmal überfordert es einen. Und genau diese Zerrissenheit hat die Autorin für mich glaubwürdig dargestellt.

Gerade deshalb freue ich mich und hoffe ich in den nächsten Bänden auf eine spannende Weiterentwicklung ihres Charakters - ebenso auf eine stärkere Ausarbeitung des angeteaserten Tropes „morally grey heroes“, der für meinen Geschmack hier noch nicht stark genug zur Geltung kam.

Kurz nach dem Beenden des Buches war ich zunächst geneigt, “Nightweaver“ mit drei Sternen zu bewerten. Doch nachdem ich die Geschichte einige Tage habe sacken lassen und noch einmal darüber nachgedacht habe, bin ich letztlich bei vier Sternen gelandet.
Denn der Kern der Welt, die Idee hinter der Geschichte und der Beginn von Asters Reise haben mich doch mehr beschäftigt, als ich zunächst gedacht hätte. Außerdem bin ich - ganz ehrlich - ein wenig in den Prinzen verliebt, in sein Auftreten und in seinen Charakter. Während ich Will dagegen nicht wirklich leiden kann oder eher: ihm absolut nicht vertraue.

Auch die Intrigen, die Ungerechtigkeiten dieser Welt und die vielen offenen Fragen - auch über Asters Familie - haben mein Interesse geweckt. Aster selbst ist eine dieser offenen Fragen. Die Handlungen des Prinzen eine weitere. Die Kräfte und Wesen werfen weitere auf - und Will…

Gerade weil noch so vieles ungeklärt ist und ich unbedingt mehr über die Beweggründe ihrer Eltern erfahren möchte, greife ich sehr gerne zu Band zwei - zumal es auch mindestens noch zwei weitere Charaktere gibt, die ich näher kennenlernen möchte.

Wer sich also darauf einlassen kann, dass wir hier einer jungen Protagonistin folgen, deren Gedanken und Gefühle entsprechend geprägt sind, und wer Lust auf eine Fantasy-Geschichte mit Intrigen, Geheimnissen und einer Welt hat, die sich vermutlich erst noch vollständig entfalten wird, der könnte hier ein spannendes Leseabenteuer finden.

Ich bin gespannt, wohin die Reise im nächsten Band führen wird und sehne mich jetzt schon nach dem Wind in meinen Haaren und dem Schwanken des Schiffes unter meinen Sohlen.

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Nightweaver

Rezensionen von Frechdachs:

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Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich von Britta Sabbag

Tyl der Adlerreiter - Das Abenteuer um den roten Lord und den magischen Jadestein beginnt

Das neue Adler-Abenteuer "Eagle Rider - Deine Kraft findet dich" von Britta Sabbag beginnt nach unserer Meinung sehr fulminant.

Es brauchte bei uns in der Familie sehr wenige Seiten bis wir mit der abenteuerlichen und sehr spannenden Story warm wurden. Daran sind die unterschiedlichen Charakteren nicht ganz unbeteiligt.

Insbesondere der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte Tyl ist für uns sehr nah- und greifbar rezeptiert. Wir waren quasi schnell an der Seite von Tyl und durchlebten das leider viel zu kurze Abenteuer dann sehr intensiv an seiner Seite mit.

Die Story selbst hinter dem Schicksal des Außenseiters Tyl ist vielleicht nicht komplett neu gesponnen, allerdings die Ausgestaltung und das Setting rund um die Adlerreiter ist dafür umso besser gelungen.

Generell sind die Könige der Lüfte, hier die Adler, das Bindeglied zwischen Mensch und Tier. Fesselt bereits die eigentliche Handlung, machen es die ergänzenden Schwarz-Weiß-Illustrationen von Raymund Frey dann zu einem perfekten Leseerlebnis, in das man gerne tief ein- und abtaucht.

Auf uns wirkt dieser erste Band der Eagle Rider-Buchreihe dann vielleicht sogar eher wie ein Prequel. Hier wird insbesondere Tyl und sein familiärer Hintergrund doch anfänglich im Buch sehr ausführlich beschrieben. Dies tut allerdings dem ureigentlich folgendem Abenteuer dann keinen Abbruch.

Ab und an wurde uns dann sogar auch etwas mulmig und wir wollten dabei dem Hauptprotagonisten Tyl während der ganzen Story fast förmlich "Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund!" zurufen.

Wenn wir uns allerdings etwas wünschen dürften, dann wäre es vielleicht die Buchreihe dann eher in Adler-Reiter umzubenennen. Das würde dann gerade mit dem Untertitel "Deine Kraft findet dich" noch besser harmonieren, wie wir persönlich finden.

Summa summarum haben uns die Könige des Himmels dann wirklich schnell gefangen genommen. Wir sind sehr gerne auf ihren Schwingen mit in die höchsten Höhen aufgestiegen. Der Lesespaß war leider für uns fast viel zu schnell vorbei und so fiebern wir bereits jetzt auf Runde zwei.

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Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich

Rezensionen von nil_liest:

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Das Ende vom Lied von Michael Wildenhain

Wenn Kindheit nach Schweiß, Asphalt und Gefahr riecht

Westberlin, 1969. Eine Stadt zwischen Aufbruch und Stillstand – und mittendrin ein dreizehnjähriger Junge, der versucht herauszufinden, wie man in dieser Welt überhaupt lebt. In Das Ende vom Lied von Michael Wildenhain wird das Erwachsenwerden nicht romantisiert. Es ist roh, widersprüchlich und manchmal erschreckend brutal.

Der namenlose Ich-Erzähler zieht mit seiner Familie in die Belziger Straße. Zuhause herrscht eine Schwere, die aus der Vergangenheit kommt: Der Vater ist vom Krieg gezeichnet, die Mutter von ihren Erinnerungen ebenso. Die Familie wirkt wie ein Haus mit Rissen in den Wänden – jederzeit könnte etwas einstürzen. Draußen wartet eine andere Welt: die Straße, Banden, Mutproben, Gewalt, aber auch Freundschaft, Loyalität und diese erste, alles verschlingende Liebe.
Der Junge gerät in den Bann von Körschi, dem charismatischen Bandenführer und Boxer der Gegend. Gleichzeitig verliebt er sich ausgerechnet in Alina – Körschis Freundin. Ein gefährliches Dreieck, das den ohnehin brüchigen Alltag immer weiter zuspitzt. Zwischen Boxkämpfen, Straßenritualen und stillen Lesestunden in der Bibliothek sucht der Erzähler nach einem Weg aus dieser Welt. Bildung wird zu einer möglichen Rettung – doch die Straße lässt einen nicht so leicht gehen.
Was diesen Roman besonders macht, ist der Schreibstil. Wildenhain schreibt nicht glatt oder gefällig. Seine Sprache hat Kanten. Manche Passagen wirken knapp, fast abgehackt, als würde der Erzähler die Ereignisse im Atem der Erinnerung wiedergeben. Dann wieder folgen lange, poetische Sätze voller Bilder und Anspielungen auf Literatur und Musik. Dieser Wechsel kann fordern – aber genau dadurch entsteht eine intensive, manchmal fast körperliche Leseerfahrung.
Der Text wirkt dabei wie eine Mischung aus Erinnerungsstrom, Milieustudie und literarischer Chronik. Westberlin erscheint nicht als nostalgische Kulisse, sondern als rauer Ort, geprägt von Kriegsfolgen, politischer Spannung und sozialer Härte. Gewalt gehört zum Alltag dieser Jungen – und sie wird nicht beschönigt. Manche Szenen sind schwer auszuhalten, gerade weil sie so direkt erzählt werden.
Gleichzeitig liegt in diesem Roman auch etwas Zärtliches: der Blick eines Jungen, der inmitten dieser Härte nach Zugehörigkeit sucht. Nach Liebe. Nach einem Platz in der Welt.
Das Ende vom Lied ist kein Buch für nebenbei. Es verlangt Aufmerksamkeit und manchmal auch Geduld. Aber wer sich darauf einlässt, bekommt einen intensiven literarischen Blick in eine Zeit und ein Berlin, das längst verschwunden ist – und eine eindringliche Geschichte über Jugend, Gewalt, Sehnsucht und den Versuch, sich selbst zu retten.

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Das Ende vom Lied

Rezensionen von begine:

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Die Liste der Lebenden von Stefan Kutzenberger

Ein Leseerlebnis



Der Schriftsteller Stefan Kutzenberger entführt uns in seinem Buch, Liste der Lebenden, in den Atlantik.
Er schreibt über echte Personen, denen er ein tolle Geschichte zuteilt.
Es geht ins Jahr 1858.
Da ist Hans Christian Andersen, der tolle Märchen erfand. Er ist mit Henriette Wulff befreundet.

Die reist von Stockholm nach Amerika. Das Schiffsunglück des Dampfers Austria war tatsächlich im September 1858. Das Schiff brennt. Henriette rettet sich auf eine Tür und denkt sich Briefe an Hans Christian aus. Das ist an vielen Stellen witzig zu lesen.
Zuhause erhält Hans Christian Andersen Listen der Geretteten. Die Namen will er erst gar nicht lesen, er will das Henriette überlebt hat.
Das alles hat der Autor besonders gut zu Papier gebracht. Teils hat er gut recherchiert und dann das besondere Etwas dazu gedichtet. So wird es ein spannendes fesselndes Leseerlebnis.

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Die Liste der Lebenden

Rezensionen von S.:

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The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota

Ausufernd

Der neue Koch des Königs widerspricht sämtlichen Vorstellungen von einem erfahrenen Küchenchef: er ist schlank, sehr jung, selbstbewusst. Erzählt wird in einfachen Sätzen, der Erzählfluss ist gemächlich, die Handlung schreitet mitunter langsam, manchmal sprunghaft voran. Auf jeden Fall im Überfluss vorhanden sind schmückende und romantisierende Adjektive und üppig ausgeschmückte Beschreibungen.

Es passiert wenig, geringe Ansätze einer Art Handlung sind vorhanden, versickern aber. Die Protas bleiben blass. Der Schreibstil entspricht eher einem Schüleraufsatz.
Durch das wunderschöne Cover habe ich mich täuschen lassen, eine wunderbare fantastische Geschichte mit einem zaubernden Koch erwartet und wurde enttäuscht.
Die Handlungen der beteiligten Personen sind manchmal ungewöhnlich oder plump, interessant sind sie nicht. Ich habe mich durch ausufernde Textpassagen gequält, Spannendes gesucht und nicht gefunden.
Ein Stern fürs Cover ist es nur geworden.

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The House Witch 1